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Schalteinrichtung für Tonbandgeräte Die Erfindung betrifft eine Schalteinrichtung
für Tonbandgeräte mit Kraftmagneten zur Betätigung der denUmspulvorgang bewirkendenAntriehsglieder,
insbesondere der umsteuerbaren Reibräder, der auf die Tonbandspulenteller wirkenden
Bremsglieder und der Tonbandandruckrolle, bei der die Kraftmagneten unter einem
erhöhten Anzugsstrom und einem verringerten Haltestrom arbeiten.
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Es ist bei Tonbandgeräten, insbesondere bei fern bedienbaren Tonbandgeräten,
bekannt, die verschiedenen mechanischenUmsteuervorgänge, insbesondere die Betätigung
der Tonbandandruckrolle und das Schwenken der Antriebsglieder zum Schnellumspulen
nach der einen oder nach der anderen Richtung mittels Kraftmagneten zu bewerkstelligen.
Damit die Steuervorgänge mit Sicherheit eingeleitet werden, werden diese Kraftmagneten
zu Beginn des Steuervorganges mit einem relativ großen Anzugsstrom beschickt. Wenn
der Steuervorgang beendet ist, genügt dann einwesentlich verringerter Haltestrom,
um die Teile in ihrer gewünschten Betriebsstellung zu halten. Diese Herabsetzung
des Stromwertes auf den Haltestrom dient vor allem der Vermeidung einer zu großen
Erwärmung der Wicklungen der Kraftmagneten und zur Verminderung von Streufeldern.
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Ähnliche Probleme treten selbstverständlich auch bei anderen elektromagnetisch
gesteuerten Einrichtungen, z. B. bei Ventilen oder bei Büromaschinen, auf. Es sind
auch Lösungen der verschiedensten Art für das Strombegrenzungsproblem bekannt. Folgende
Lösungen kommen dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung am nächsten: Der Elektromagnet
betätigt über seinen Anker oder über einen Zusatzanker einen Kontakt, durch welchen
- kurz bevor der Anker die Haltestellung erreicht -eine einen geringeren Stromverbrauch
aufweisende Haltewicklung des Elektromagneten eingeschaltet oder der Hauptwicklung
des Elektromagneten ein Widerstand vorgeschaltet wird.
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Es ist weiterhin bekannt, der Wicklung des Elektromagneten einen Speicherkondensator
parallel zu schalten, dessen Entladestrom den erhöhten: Anzugsstrom liefert.
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Der Erfindung liegt nun; die Aufgabe zugrunde, eine einzige Strombegrenzungseinrichtung
zur Einleitung mehrerer Steuervorgänge, insbesondere für die Steuerung der Tonbandandruckrolle
und für die Steuerung des Schnellumspulens in der einen oder anderen Richtung,.
heranzuziehen, um so gewichts-, räum- und kostenmäßig belastende Kondensatoren einzusparen.
Die Anordnung soll dabei so getroffen werden, daß Justierungsschwierigkeiten an
mehrerenKontaktstellen vermieden werden und daß eine schnelle Wiederholbarkeit der
Schaltbewegungen gewährleistet wird, Bei Verwendung einer Strombegrenzungseinrichtung
der zuerst genannten Art besteht die Gefahr, daß der die Strombegrenzung einschaltende
Kontakt zu früh oder zu spät abgehoben wird. Im ersteren Fall würde dann der dem
Kraftmagneten zugeordnete Magnetanker wieder zurückfallen und dementsprechend der
Steuervorgang nicht ausgelöst werden. Im zweiten Fall würde eine übermäßige Erwärmung
der Magnetwicklung und gegebenenfalls eine Störung durch Streufelder auftreten.
Da der- Bewegungshub des Magnetankers der Kraftmagneten von verschiedenen Faktoren,
beispielsweise von der Abnutzung oder von einer Verschmutzung oder gegebenenfalls
von geringfügigen Deformationen der in den Steuervorgang einbezogenen mechanischen
Glieder, abhängig ist, wären die justierungsprobleme nur schwierig zu lösen.
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Bei Strombegrenzungen der an zweiter `Stelle erwähnten bekannten Art
können, nicht verschiedene Steuervorgänge- rasch hintereinander mit Sicherheit ausgelöst
werden, da der Speicherkondensator eine gewisse Zeit braucht, um sich wieder aufzuladen.
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Gemäß der Erfindung werden die Kraftmagneten von einer gemeinsamen,
den erhöhten Anzugsstrom und den verringerten; Haltestrom liefernden Einrichtung
(Strombegrenzungseinrichtung) gespeist; und die Anker der Kraftmagneten arbeiten
gegebenenfalls über Zwischenglieder auf ein gemeinsames Betätigungsglied zum Auslösen
des verringerten Haltestroms.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform enthält rlio C+*-l,mhamranoi,ncreainrirh+s@n.m
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begrenzungswiderstand lüherbrückenden
Schalter und einen Speicherkondensator. Das gemeinsame Betätigungsglied ist vorzugsweise
ein Schieber, der bei Anzug eines der Kraftmagnetei, den Kontakt der Strombegrenzungseinrichttmgbetätigt
-und der weiterhin in bekannter Weise unter Federdruck an den Tonbändspulentellern
anliegende Bremsen von diesen abhebt. Dem Speicherkondensator kann zweckmäßigerweise
ein Vorwiderstand vorgeschaltet sein.
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In der Zeichnung ist schematisch eine bevorzugte Ausführungsform des
Gegenstandes der Erfindung dargestellt.
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Das Tonbandgerät enthält einen Gleitschieber 1, welcher von in Schlitze
2 eingreifenden Schrauben 3 geführt und zwischen: zwei Endstellungen längsverschiebbar
ist. Die eine Stirnseite des Schiebers 1 ist zu einer Lasche 4 hochgebogen, während
die andere Stirnseite in der Mitte gabelförmig ausgespart ist. Die Zinken der Gabel
sind zu den Laschen 5 und 6 hochgebogen.
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Die mit der Tonwelle 7 des Tonbandgerätes zusammenarbeitende Tonbandandruckrolle
8 sitzt auf einem Hebel 9, welcher einen Anker 10 eines Kraftmagneten 11 trägt.
Wenn der Kraftmagnet 11 erregt wird, wird die Tonbandandruckrolle8'gegen die Wirkung
einer Feder 12 an die Tonwelle7.zwecks Förderung des Tonbandes angelegt. Bei dieser
Bewegung schlägt der Hebel 9 mit seinem verlängerten Arm 13 an denn Lappen 4 des
Gleitschiebers 1 an, so daß dieser aus der in der Figur dargestelltem vorderen Endstellung
in, die hintere Endstellung verschoben wird. Bei dieser Bewegung hebt der Schieber
1 einen einer Strombegrenzungseinr richturig zugeordneten Kontakt 14 ab, was zur
Folge hat, daß der Steuermagnet 11 lediglich mit einem verringerten Haltestrom gespeist
wird.
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Die Strombegrenzungseinrichtung enthält außer dem Kontakt 14 einen
Speicherkondensator 15, einen Vörwiderstand 16 für den Speicherkondensator und einen
Strombegrenzungswi'derstand 17. Die Strombegrenzungseinrichtung wird von einer Gleichrichteranordnung
gespeist, welche den Transformator 18, die Gleichrichter 19 und den Glättungskondensator
20 enthält.
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Wenn also ein dem Kraftmagneten 11 zugeordneter Schalter 21 geschlossen
wird, erhält der Kraftmagnet 11 über den Kontakt 14 den vollen. Strom der Gleichrichteranordnung
18, 19, 20 und den Entladestrom des Speicherkondensators 15. Der dem Speicherkondensator
15 -zugeordnete Voiwiderstand 16 ist dabei so dimensioniert, daß die Entladung des
Speicherkondensators 15 über ein gewisses- Zeitintervall, z. B. über I`5 s, gestreckt
wird. Wenn der Kontakt 14 von dem Schieber l abgehoben wurde, erhält der Kraftmagnet
11 über den Strombegrenzungswiderstand 17 einen wesentlich verringerten Haltestrom
von der Gleichrichteranordnüng 18,- 19; 20: Die Anordnung ist nun hinsichtlich einer
entsprechenden Justierung des Kontaktes 14 relativ unempfindlich. Wenn; der Kontakt
14 nämlich, beispielsweise infolge Abnutzungserscheinungen in den mechanischen Gliedern,
zu früh öffnet, liefert der Speicherkondensator 15 immer noch einen so hohen Stromwert,
daß'der Anzug des Kraftmagneten 11 mit Sicherheit zustande kommt. Diese Unempfindlichkeit
der Anordnung "ermöglicht nun, daß die Strombegrenzungseinrichtun-g nicht nur für
den Kraftmagneten 11 zur Betätigung der Tonbandandruckrolle; sondern auch für die
Kraftmagneten 30 und 31 zur Einleitung des Umspulvorgänges verwendet
werden kann. Der benötigte Aufwand -liegt - dementsprechend beträchtlich tiefer
im Vergleich zu den bekannten Geraten, die- für jeden der Magneten eine gesonderte
Strombegrenzungseinrichtung benötigen.
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Den Kraftmagneten30 und 31 ist ein gemeinsamer Anker 32 zugeordnet,
welcher auf einem Steuerhebel 33 sitzt.. Ein Ast 34 des Steuerhebels 33 trägt ein
Umspülreibrad 35, welches bei Anzug .des Kraftmagneten 31 an einen Tonbandspulenteller
36, beispielsweise an den Abwickelteller, und welches bei Erregung des Kraftmagneten
30 an ein Zwischenrad 37 angelegt wird. Das Zwischenrad 37 treibt unter Umkehr der
Bewegungsrichtung einenTonbandspulenteller38; beispielsweise den Aufwickelteller.
Ein zweiter Ast 39 des Steuerhebels 33 greift in ein Armkreuz 40 mit zwei Querarmen
41 und 42 ein. Wenn der Kraftmagnet 30 erregt wird, drückt der Querarm 41 auf den
Lappen 5 des Schiebers 1, so däß dieser aus seiner in der Zeichnung dargestellten
vorderen Endstellung in die rückwärtige Endstellung verschoben wird. Bei dieser
Verschiebung wird, wie weiter oben beschrieben, der Kontakt 14 abgehoben. Wenn der
Kraftmagnet 31 erregt wird, drückt der Arm 42 des Armkreuzes 40 auf den Lappen 6
des Schiebers 1, so daß es zu derselben Bewegung des Schiebers 1 kommt.
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Da die Kraftmagneten 30 und 31 parallel zu dem Kraftmagnet 11 geschaltet
sind, erhalten sie von der Strömbegrenzungscinrichtung14 bis 17 einen erhöhten Anzugsstrom
und einen geringeren Haltestrom, wenn die zugeordneten Schalter 43 bzw. 44 geschlossen
werden.
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Der Schieber 1 hat außer seiner Aufgabe der Betätigung der Strombegrenzungseinrichtung
noch die Aufgabe, die den Tonbandspulentellern 36 und 38 zugeordneten Bremsen 45
und 46 zu betätigen. Die Bremsen 45 und 46 liegen ständig unter Federdruck an den
Tonbandspulentellern 36 bzw. 38 an. Wenn einer der Kraftmagneten 11; 30 oder 31
erregt wird, werden die Bremsen 45 und 46 von den Lappen 5 und 6 des Schiebers abgehoben.