DE1095972B - Reaktor und Verfahren zum katalytischen Kracken von Erdoel-Kohlenwasserstoff-Fraktionen in disperser Wirbelphase - Google Patents
Reaktor und Verfahren zum katalytischen Kracken von Erdoel-Kohlenwasserstoff-Fraktionen in disperser WirbelphaseInfo
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- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft einen Reaktor zum katalytischen Kracken von Erdöl-Kohlenwasserstoff-Fraktionen
in disperser Wirbelphase und ein Verfahren zum Kracken von Erdöl-Fraktionen mit einem Siedebereich
zwischen 343 und 566° C, welche mindestens 30 Volumprozent an Bestandteilen mit einem Siedepunkt
über 427° C enthalten, in Reaktoren der neuen Art.
Man benutzt in dem neuen Reaktor einen unteren Wirbelschichtteil und einen vergrößerten oberen senkrechten
Umwandlungsteil. Der Umwandlungskatalysator wird bei einer Temperatur, die höher ist als die
in der Reaktionszone aufrechtzuerhaltende Temperatur, nahe dem Boden des Aufwirbelungsteilis zugeführt
und dort mit einer solchen Menge des Gases in Berührung gebracht, die ausreichend ist, um die Aufwirbelung
des Katalysators in Gang zu bringen. Anschließend kommt er in Berührung mit einem Strom
einer Kohlenwasserstoffbeschickung hoher Geschwindigkeit, dessen Temperatur niedriger ist als die, die
in der Umsetzungszone aufrechterhalten wird. Das Mengenverhältnis von Katalysator und von in die
Aufwirbelungszone injizierter Beschickung wird so bemessen, daß ein vorteilhaftes Verhältnis Katalysator
zu öl in der Umsetzungszone herrscht. Die Temperatur des in heißem Zustande frisch beigegebenen
Katalysators und der flüssigen Beschickung sind so geregelt, daß eine annähernd vollständige Verdampfung
der Beschickung eintritt und daß seine Erhitzung auf die erforderliche Reaktionstemperatur zwischen
455 und 538° C durch direkten Wärmeaustausch mit dem heißen Katalysator erfolgt. Hierdurch wird
in dem Aufwirbelungsabschnitt der Umsetzungszone eine Suspension des Umwandlungskatalysator® in der
gasförmigen Kohlenwasserstoff-Beschickung bewirkt und dadurch die Umwandlungsreaktion in Gang gesetzt.
Die so gebildete Suspension wird durch eine nach außen auseinandergehende konische Übergangszone mit ständig wachsender Geschwindigkeit aufwärts
geführt, so daß eine rückläufige Bewegung des aufgewirbelten Katalysators an den Wänden der Beschleunigungszone
praktisch vollkommen unterbunden wird. Der verdampfte Kohlenwasserstoff und der suspendierte
Katalysator werden so weit beschleunigt, daß im oberen Teil der Beschleunigungszone der Katalysator
in den verdampften Bestandteilen der Kohlen-Wasserstoffe in disperser Suspension gehalten wird.
Die disperse Suspension wird dann durch die Umsetzungszone geführt, mit einer Geschwindigkeit,
die nicht unter der Geschwindigkeit der Suspension im oberen Ende der Beschleunigungszone
liegt; auf diese Weise erreicht man den erforderlichen Umwandlungsgrad der eingesetzten Kohlen-.
Wasserstoffe.
In der Zeichnung wird eine Reaktionszone A ge-Reaktor und Verfahren zum katalytischen
Kracken von Erdöl-Kohlenwasserstoff-Fraktionen in disperser Wirbelphase
Anmelder:
Esso Research and Engineering Company, Elizabeth, N.J. (V.St.A.)
Vertreter: Dr. W. Beil
und A. Hoeppener, Rechtsanwälte,
Frankfurt/M.-Höchst, Antoniterstr. 36
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 28. Juli 1958
V. St. v. Amerika vom 28. Juli 1958
William K. Roquemore, Baytown, Tex. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
zeigt, eine Trennungszone B sowie eine Regenerationszone C.
Die Reaktionszone A besteht aus einem unteren, die Aufwirbelung einleitenden Abschnitt 10 und einer
Kniezone 12 sowie einer zweiten Kniezone 14. Über dem Abschnitt 10 befindet sich eine auseinandergehende
Übergangszone 16, die die Wirbelzone 10 mit der Umwandlungszone
18 verbindet. Am Ausgang der Reaktionszone A ist ein Rohr 20 angebracht, das den verbrauchten
Katalysator und die Umsetzungsprodukte zur Trennungszone weiterbefördert. Diese besteht beispielsweise
aus einem oberen Abstreifteil 22, der im Innern eine Mehrzahl von Zyklon-Abscheidern enthält
(nicht gezeichnet), die die gasförmigen Bestandteile des Umwandlungsprodukts von dem verbrauchten
Katalysator trennen.
Die Umwandlungsprodukte werden am Kopf der Trennzone 22 durch eine Leitung 24 abgezogen. Diese
Leitung führt zu den Vorrichtungen für die Rückgewinnung und Trennung der Umwandlungsprodukte.
In die Trennzone B kann man auch eine untere Abstreifzone einbauen, die außerdem in der Nähe des
Bodens eine Anzahl Einspritzdüsen 30, 30 besitzt, um ein gasförmiges Abstreifmittel in die Abstreifzone 26
einzuführen. Innerhalb von 26 kommt der verbrauchte Katalysator mit einem Abstreifgas in Berührung, wo-
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durch praktisch eine vollständige Trennung des Um- der Beschickung bewirkt eine große Beschleunigung
Wandlungsprodukts und des Katalysators erreicht wird. des aufgewirbelten Katalysators, so daß eine Gas-
Der verbrauchte Katalysator wird aus 26 durch eine Oberflächengeschwindigkeit von 4,57 bis 12,19 m in
Leitung 32 abgezogen, die zur Regenerationszone C der Sekunde erreicht wird; dadurch entsteht eine Susführt.
Dort wird der Katalysator regeneriert. So kann 5 pension des Katalysators in den gasförmigen Kohlender
verbrauchte Katalysator in eine dichte Suspension Wasserstoffen. Diese Suspension der Katalysatorteilübergeführt
werden, indem man einen wirbelnden chen in einem verdampften gasförmigen Wirbelmittel
Luftstrom in Aufwärtsrichtung einführt und so die besitzt eine Dichte von 0,032 bis 0,256 g/ccm und hat
Kohlenstoffablagerungen von dem verbrauchten Kata- eine Gas-Oberflächengeschwindigkeit, die ausreicht,
lysator abtrennt und den Katalysator gleichzeitig auf io um im wesentlichen vollständig rückläufige Bewegundie
erforderliche Anfangsjtemperatur von etwa 593 gen der Katalysatorteilchen relativ zur Behälterwand
bis 677° C erhitzt. j. zu unterbinden, d. h. ihnen gleiche Strömungsrichtung
Den regenerierten Katalysator sammelt man in einem zu verleihen.
Trichter 40 am Boden der. Regenerationszone C. Aus Gegebenenfalls kann man zusätzlich eine krackdiesem
fließt er infolge der Schwerkraft durch ein 15 beständigere Beschickung in die so gebildete Suspen-Rohr
42 nach dem unterenKnie 12 der Wirbelzone 10 sion injizieren, wobei man diese durch mehrere Einder
ReaktionszoneA. '" ' Spritzdüsen48 in das obere Kniestück 14 einführt.
Das neue Verfahren besitzt besondere Brauchbarkeit Eine krackbeständigere Fraktion wird vorzugsweise
bei der katalytischen Krackung schwerer Kohlen- durch Einspritzdüsen48 injiziert, beispielsweise eine
Wasserstoffe, die mehr als 30 Volumprozent eines 20 rückgeführte Fraktion, die durch Fraktionierung durch
Kohlenwasserstoffs enthalten, der über 42° C siedet. das katalytische Krackverfahren erhalten wurde. Die
Kohlenwasserstoffe, die vorteilhaft nach dem erfin- rückgeführte Fraktion kann innerhalb des Siededunsgemäßen
Verfahren behandelt werden können, bereichs der Beschickung sieden. Auch diese rücksind
die Fraktionen schwerer Gasöle, die zwischen geführte Fraktion führt man mit einer Einspritz-343
und 566° C sieden. Solche Kohlenwasserstoffe 35 geschwindigkeit von 6,09 bis 15,24 m in der Sekunde
können nur schwierig vergast werden, da sie zu ther- ein und erreicht ein vollständiges sofortiges Mischen
malern Kracken neigen, wenn sie langsam auf die und Verdampfen der Beschickung mit dem heißen
Verdampfungstemperatur erhitzt werden. Außerdem Katalysator.
sind diese Kohlenwasserstoffe ziemlich Widerstands- Nach der in der Zeichnung dargestellten Ausfüh-
fähig gegen katalytisches Kracken und außerdem haben 30 rungsform der Erfindung wird der Katalysator nicht
sie im allgemeinen eine ausgesprochene Tendenz zur vollständig auf die erforderliche Temperatur abge-
Koksbildung sowie übermäßiger Asphalt-und Wasser- kühlt, bevor die Rückführungsfraktion durch die Dü-
stoffbildung. sen 48 in den zweiten Knieteil 14 eingespritzt worden
Mittels der Erfindung läßt sich eine befriedigende ist. Um ein übermäßiges Kracken der frischen BeUmwandlung
solcher Kohlenwasserstoffe ohne über- 35 Schickung im ersten Knieteil 12 zu vermeiden, ist es
mäßige Koks-, Asphalt- und Wasserstoffbildung er- notwendig, sie nur kurze Zeit in dem ersten Knieteil
reichen, wobei höhere Mengen wertvoller Produkte im 12 zu belassen und sie höchstens 10° C (beispielsweise
Siedebereich des Benzins und der Heizöle erhalten 6,7° C) über die erforderliche Kracktemperatur zu
werden. erhitzen. Dies erreicht man ohne weiteres, wenn man
Als typisches Beispiel für ein katalytisches Kracken 40 50 bis 80 Volumprozent der gesamten Beschickung
solcher schwerer Kohlenwasserstoffe nehme man eine durch die Düse 44 in den ersten Knieteil 12 und die
unverarbeitete Beschickungsfraktion, die innerhalb der verbleibende Menge (also zwischen 50 und 20 Volumangegebenen
Temperaturbereiche siedet und erhitze sie prozent) durch die Düsen 48 in den zweiten Knieauf
eine Temperatur unter der Verdampfungstempe- teil 14 zuführt.
ratur der leichteren Bestandteile vor, wobei man nach 45 Die Suspension des aufgewirbelten Krackkatalysa-
einer beliebigen üblichen Methode verfährt und spritze tors und des verdampften Kohlenwasserstoffs passiert
sie dann bei der öffnung des unteren Knieteils 12 dann die konische Übergangszone 16. Die aufgewir-
mittels einer Einspritzdüse 44 ein. Die Beschickung belte Suspension sollte so durch die Beschleunigungs-
sollte zweckmäßig mit einer Geschwindigkeit zwischen zone 16 bewegt werden, daß rückläufige Bewegungen
6 und 15 m in der Sekunde injiziert werden. Ein gas- 50 von Katatysatorteilchen in der Nähe der Wände der
förmiges Aufwirbelungsmittel, vorzugsweise ein iner- Beschleunigungskammer praktisch vermieden werden,
tes Gas, wie Dampf, wird ebenfalls am Boden des Dies erreicht man dadurch, daß man den Abweich-
Knieteilsl2 über eine Leitung 46 zugeführt. Gleich- winkel innerhalb der Beschleunigungszone auf 0,5
zeitig führt man einen Katalysator in festem Zustand, bis 2,5° hält.
der nicht erst vor kurzem regeneriert worden ist, bei 55 Oberhalb der Beschleunigungszone 16 befindet sich
593 bis 677° C durch das Rohr 42 in den Knie- die Umwandlungszone 18., die im Querschnitt prak-
teil 12 ein. tisch gleichförmig ist, wo bedeutend mehr krackbestän-
Der durch die Leitung 46 zugeführte Dampf muß dige Beschickungsbestandteile katalytisch gekrackt
in solcher Menge eingeführt werden, daß er den rege- werden. Die Länge der Reaktionszone 18 hängt zum
nerierten Katalysator aufwirbeln kann, d.h. der zu- 60 Teil von dem Grad der beabsichtigten Umwandlung ab.
geführte Dampfstrom leitet die Aufwirbelung des Die in der Umwandlungszone A aufrechtzuerhalfrisch
eingebrachten Katalysators ein und sorgt für tenden Reaktionsbedingungen sind die folgenden: Reeine
Oberflächengaschwindigkeit des Einströmgases aktionstemperatur zwischen 454 und 538° C, Reakzwischen
0,15 und 0,91 m in der Sekunde. Die flüs- tionsdruck zwischen 0,35 und 2,10 kg/cm2, Verhältnis
sige, mittels der Düse 44 eingespritzte Beschickung 6g Katalysator zu öl zwischen 5 und 15, ein Verhältnis
wird praktisch sofort in Gas verwandelt, sobald sie von Länge zu Durchmesserdurchschnitt bei den mitrrrit
dem aufgewirbelten Katalysator in Berührung einander verbundenen beiden Zonen, der Übergangskommt.
Auf diese Weise verhindert man praktisch zone 16 und der Umsetzungszone 18, das ausreicht, um
vollständig eine thermale Verkrackung der Beschik- eine Berührungszeit von 5 bis 30 Sekunden zu gewährkung
während des Verdampfens. Die Verdampfung 70 leisten. Unter diesen Bedingungen muß das Verhältnis
Länge zu Durchmesserdurchschnitt für die Übergangszone 16 und die Umsetzungszone 18 zwischen 10 :1
und 20 :1 liegen. Man erreicht dann eine Umsetzung des Beschickungsmaterials zwischen 40 und 70%.
Claims (4)
1. Reaktor zum katalytischen Kracken von Erdöl-Kohlenwasserstoff-Fraktionen in disperser
Wirbelphase, gekennzeichnet durch eine untere rohrförmige Wirbelzone (10), an die sich nach oben
eine nach außen konisch auseinandergehende Übergangszone (16) mit einem Ablenkwinkel von
0,5 bis 2,5° anschließt, und eine rohrförmige Umsetzungszone (18) oberhalb der Übergangszone
(16), wobei das Verhältnis der Gesamtlänge zum mittleren Durchmesser der Übergangszone und der
Umsetzungszone 10 : 1 bis 20 : 1 beträgt, sowie ein Rohr (46) am unteren Ende der Wirbelzone
zur Einführung eines gasförmigen Aufwirbelungsmittels, ein zweites Rohr (42) gasstromabwärts
des ersten Rohres zur Einführung von feinteiligen Feststoffen in die Wirbelzone und eine Injektionsdüse
(44) gasstromabwärts des zweiten Einleitungsrohres zur Einführung des flüssigen Beschickungsmaterials
in die Wirbelzone.
2. Ausführungsform des Reaktors nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser
der Übergangszone am Kopf zwei- bis dreimal so groß wie am Boden ist.
3. Ausführungsform des Reaktors nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch mehrere
Einspritzdüsen (48) am oberen Knie (14) zum gegebenenfalls zusätzlichen Einspritzen einer etwas
krackbeständigeren Beschickung in die Suspension.
4. Verfahren zum katalytischen Kracken von Erdöl-Kohlenwasserstoff-Fraktionen in disperser
Wirbelphase mit einem Siedebereich zwischen 343 und 566° C, welche mindestens 30 Volumprozent
an Bestandteilen mit einem Siedepunkt etwa über 427° C enthalten, in Reaktoren der Art
der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein feinverteilter Katalysator bei 593 bis
675° C in praktisch nicht aufgewirbeltem Zustand in eine Aufwirbelungszone geleitet wird, dieser
Katalysator mit einem inerten Gas zu einer Dichtphasen-Suspension aufgewirbelt wird, das Beschickungsmaterial
in flüssigem Zustand bei 316 bis 343° C in diese Suspension mit einer Einspritzgeschwindigkeit
von 6,09 bis 15,24 m in der Sekunde unter Bildung einer Suspension mit einem Katalysator-zu-öl-Verhältnis von 10 bis 20 eingespritzt
wird, die so gebildete Suspension aufwärts durch eine Übergangszone mit einer Gasoberflächengeschwindigkeit
von 2,43 bis 15,24 m pro Sekunde am Kopf der Übergangszone geleitet
wird und daß dann die Suspension durch eine Umwandlungszone mit einer Gasoberflächengeschwindigkeit
geführt wird, die nicht geringer ist als diejenige am Ausgang der Übergangszone.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 009 680/463 12.
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- 1959-04-17 GB GB13146/59A patent/GB859246A/en not_active Expired
- 1959-05-21 FR FR795214A patent/FR1235371A/fr not_active Expired
- 1959-07-11 DE DEE17932A patent/DE1095972B/de active Pending
Also Published As
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