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Vorrichtung zur Erzeugung poröser oder homogener Kunststoffkörper
auf Isocyanatbasis Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung poröser
oder homogener Kunststoffkörper auf Isocyanatbasis, die aus einer ortsfesten Dosieranlage
für Polyoxyverbindungen und Polyisocyanate und einem quer zu einem Förderband beweglichen
Gießwagen mit einem darauf angeordneten Einspritz- und Mischaggregat für Polyoxyverbindungen,
Polvisocyanate und Beschleuniger bzw. Vernetzer besteht, und die es gestattet, in
kontinuierlichem Fluß gegebenenfalls Blockmaterial und Folien am laufenden Band
zu erzeugen.
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Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art wird aus der an einem
Gießwagen angeordneten Düse des Mischgeräts das reaktionsfähige Gemisch auf das
quer zur Laufrichtung des Gießwagens bewegte Förderband bzw. darauf angeordnete
Formen eingetragen.
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Der Gießwagen bewegt sich mit einem der jeweiligen Gemischart und
der jeweiligen Geschwindigkeit des Transportbands angepaßten Rhythmus hin und her
und legt dabei einen Weg zurück, dessen Länge durch die zu erzeugende Form und Größe
der Körper aus starrem oder elastischem Kunststoff bestimmt ist.
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Der Antrieb des Gießwagens erfolgt in der Regel durch eine Kette,
die z. B. hydraulisch oder elektrisch angetrieben wird. Die Umsteuerung des Wagens
wird durch Wendeschalter, die am Wagen selbst montiert sind, vorgenommen. Die Betätigung
der Wendeschalter geschieht durch verschiebbare Anschläge, die an der Laufschiene
des Gießwagens in gewünschter Stellung angebracht werden.
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Es zeigte sich nun, daß die Einregulierung der Anschläge auf der
Laufschiene bei der Erzeugung von Kunststoffkörpern großer Ausmaße, beispielsweise
von Blockbreiten bis zu 3 m, vom Bedienungsstand aus nur umständlich und verbunden
mit größerem Zeitaufwand möglich war. Bei dem Gießvorgang traten große Stoffverluste
auf, bevor die Sollbreite des Blocks durch Betätigung der Anschläge an der Laufschiene
von Hand endgültig ein reguliert war. Es ist für die Erzeugung von Blöcken mit exakten
Maßen aber notwendig, die Anschläge genauestens einzustellen, was im allgemeinen
besonders bei großen Blockabmessungen und bei laufendem Gießwagen nur sehr schwer
zu erreichen ist. Zudem ist eine Stellungsänderung der Anschläge und damit die Hubänderung
des Gießwagens während des Hin- und Herfahrens des Wagens stets mit Gefahr verbunden,
besonders wenn der Wagen hohe Laufgeschwindigkeiten hat.
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Die Unsicherheit der Einstellung der Anschläge bei laufendem Wagen
führt wegen dieser gefahrvollen Handhabung zusätzlich zu Ungenauigkeiten und damit
zu ungünstiger Konturausbildung der Blockquerschnitte.
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Diese Schwierigkeiten werden erfindungsgemäß behoben durch ein mit
der Antriebskette des Gießwagens gekuppeltes Steuergerät, das mit zwei einstellbaren
NATendeschaltern für die Getriebekupplung des Gießwagens und einem auf einer Steuerkette
befestigten Anschlag versehen ist, dessen Weglänge einem Bruchteil der natürlichen
Weglänge des Gießwagens entspricht. Die Wendeschalter des Steuergeräts sind auf
zwei getrennten, hand- oder motorgetriebenen Spindeln angeordnet. Zur Einstellungskontrolle
der Wendeschalter dient eine im Steuergerät angeordnete Skala.
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Man kommt auf diese Weise zu einer verkürzten Baulänge des Steuergeräts
und zu einem Abstand der Wendeschalter, der nur einem Bruchteil des der bisher an
der Laufschiene des Gießwagens angeordneten Anschläge entspricht.
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Es ist daher möglich, daß der Bedienende, vor dem Steuergerät stehend,
gefahrlos und bequem auch große Hubbewegungen des Wagens steuern kann. Durch Einstellen
der Wendeschalterentfernungen am Steuergerät, z. B. mit zwei getrennten Spindelantrieben,
kann die gewünschte Weglänge des sich hin- und herbewegenden Steuergerätanschlags
festgelegt werden.
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Damit sind die Wendepunkte des Gießwagens be stimmt durch die Betätigung
der in gewählter Stellung stehenden Wendeschalter des Steuergeräts bei Berührung
mit dem auf der Steuerkette befestigten Steuergerätanschlag. Die Betätigung der
Wendeschalter hat jeweils eine Drehrichtungsänderung des Gieß-
wagenantriebs
zur Folge. Die Steuerung des Gießwagens ist nunmehr schneller, exakter und gefahrloser
möglich als bisher.
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Die Ausführung des Steuergeräts ermöglicht es auf einfache Weise,
die Stellung der Wendeschalter und damit die Arbeitsbreite auch während der Produktion
zu verändern. Man kann also auch während der Fahrt des Gießwagens eine einseitige
Beschickung der Formen vornehmen, indem der linke oder der rechte Wendeschalter
im Steuergerät für sich allein verschoben wird.
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Das Steuergerät bietet außerdem den Vorteil, daß man auch während
der Produktion eine sich kontinuierlich wiederholende Veränderung der Blockbreite
vornehmen kann, so daß Blöcke mit beliebigen Seitenkonturen und Breiten gefahren
werden können.
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Zu diesem Zweck können die Spindeln für die Einstellung der Wendeschalter
durch je einen zugehörigen Motor wechselweise betätigt werden, der in an sich bekannter
Weise über ein Wendegetriebe von einer Schablone gesteuert werden kann.
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In der Zeichnung ist der Anmeldungsgegenstand schematisch dargestellt.
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Abb. 1 zeigt die Gesamtansicht der Verdüsungsapparatur nebst Steuergerät,
und Abb. 2 veranschaulicht die wesentlichen Teile des Steuergeräts.
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In Abb. 1 bedeutet 1 die Brücke, auf der der Gießwagen 2 quer zum
Förderband 3 hin- und herfahrbar ist. Mit 4 ist das neben der Brücke angeordnete
Steuergerät bezeichnet. Der Gießwagen 2 ist auf der Brücke 1 mittels der Kette 5,
an der er befestigt ist, hin- und herfahrbar. Die Kette 5 wird mittels des Antriebs
6 bewegt, der mit der Wendekupplung 7 versehen ist. Die Betätigung dieser Kupplung7
erfolgt durch das Steuergerät 4. Dies sei in der Abb. 2 er-Läutern. Die Kette 5,
an der der Gießwagen 2 befestigt ist, wirkt auf das Kettenrad 8, das über das Kettenrad
9 die Kette 10 des Steuergeräts betätigt. Auf dieser Kette ist ein Anschlagkörper
11 befestigt, der die Bewegung des Gießwagens 2 in verkleinertem Maß-
stab mitmacht
und die Wendeschalter 12 und 13 in Tätigkeit setzt. Die Weglänge des Anschlagkörpers
11 entspricht einem Bruchteil, z. B. 1/5 der natürlichen Weglänge des Gießwagens.
Die Wendeschalter 12 und 13 schalten jeweils die magnetische Kupplung7 des Getriebes
6 um, so daß das Getriebe 6 an den durch die Schalterstellung festgelegten Wendepunkten
seine Drehrichtung ändert. Die Arbeitsbreite 14 des Gießwagens 2 wird durch die
Einstellung der beiden Wendeschalter 12 und 13 bestimmt. Die Einstellung erfolgt
über Gewindespindeln 15 mittels der Handräder 16 oder der Motore 17. Die Einstellungskonrolle
erfolgt durch eine Skala 18 des Steuergeräts.
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Die Wendeschalter 12 und 13 können jeweils getrennt für sich eingestellt
werden.
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PATENTANSPROCIIE: 1. Vorrichtung zur Erzeugung poröser oder homogener
Kunststoffkörp er auf Isocyanatbasis, bestehend aus einer ortsfes-ten Dosieranlage
für PolyoxyverNndungen und Polyisocyanate und einem quer zu einem Förderband beweglichen
Gießwagen mit einem darauf angeordneten Einspritz- und Mischaggregat für Polyoxyverbindungen,
Polyisocyanate und Beschleuniger bzw. Vernetz er, gekennzeichnet durch ein mit der
Antriebskette (5) des Gießwagens (2) gekuppeltes Steuergerät, das mit zwei einstellbaren
Weudeschaltern (12, 13) für die Getriebekupplung des Gießwagens und einem auf der
Steuerkette (10) befestigten Anschlag (11) versehen ist, dessen Weglänge einem Bruchteil
der natürlichen Weglänge des Gießwagens entspricht.