DE1087231B - Aus Fingerkontakten, Messerkontakt und Schleifring gebildete Kontakteinheit - Google Patents
Aus Fingerkontakten, Messerkontakt und Schleifring gebildete KontakteinheitInfo
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- DE1087231B DE1087231B DEL27810A DEL0027810A DE1087231B DE 1087231 B DE1087231 B DE 1087231B DE L27810 A DEL27810 A DE L27810A DE L0027810 A DEL0027810 A DE L0027810A DE 1087231 B DE1087231 B DE 1087231B
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H1/00—Contacts
- H01H1/12—Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage
- H01H1/36—Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage by sliding
- H01H1/365—Bridging contacts
Landscapes
- Contacts (AREA)
Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft einen aus Finger kontakten, Messerkontakt und Schleifring gebildete Kontakteinheit,
insbesondere für Wähler, Wender und Umsteller von Leistungstransformatoren. Derartige Kontakteinheiten
bestehen in der Regel aus zwei Kontaktfingern, die meist die Verbindung eines Messerkontakts mit einem Schleifring herstellen. Dabei
gleiten dann die einen Enden der Fingerkontakte gewöhnlich ständig auf einem Schleifring, während die
gegenüberliegenden Kontaktstellen auf die häufig in einer Kreisbahn angeordneten Messerkontakte abwechselnd
auf- und ablaufen. Die Kontaktberührungsstellen, d. h. die eigentlichen Kontaktauflagestellen,
sind bisher je Kontakteinheit entweder nur punktförmig oder nur linear-bzw. flächenförmig ausgebildet.
Die punktförmigen Kontaktauflagen, die sogenannten Punktkontakte, bieten den Vorteil eines verhältnismäßig
geringen Konstruktionsaufwandes, jedoch weisen sie den wesentlichen Nachteil auf, daß sie bei
den heutzutage üblichen Kontaktlasten nur relativ geringe Stoßkurzschluß-Strombelastungen aufnehmen
können. Dieser Nachteil kann durch die Verwendung von Linien- bzw. Flächenkontakten, die unter Voraussetzung
gleicher Kontaktlasten mit erheblich größeren Stoßkurzschluß-Stromwerten belastet werden können,
zwar vermieden werden, aber nur unter Inkaufnahme einer verhältnismäßig teuren Konstruktion, denn derartige
Kontakte stellen große Anforderungen an die Genauigkeit der Einstellung. Außerdem besteht bei
Flächenkontakten die Gefahr einer Ölkohleinselbildung innerhalb der scheinbaren Kontaktflächen, da die einzelnen
Strommengegebiete im Flächenkontakt verschiedene Temperaturen annehmen können.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, Kontakte zu schaffen, die für verhältnismäßig
große Stoßkurzschluß-Strombelastungen verwendbar sind und bei denen der konstruktive Auf wand
möglichst gering wird. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine solche Ausbildung der zwei die
Verbindung Messerkontakt—Schleifring übernehmenden
Fingerkontakte gelöst, daß die einander in Kontaktlängsrichtung gegenüberliegenden Kontaktstellen
jeweils eine voneinander verschiedene Berührungscharakteristik aufweisen. Dabei erweist sich als
zweckmäßig, die schleifringseitigen Kontaktstellen als Punktkontakte, die gegenüberliegenden, dem Kontaktmesser
zugeordneten Kontaktstellen dagegen als Linien- oder Flächenkontakte auszubilden. Durch
sinnvolle Abstufung der Materialhärte läßt sich dabei ein sehr geringer Reibungskoeffizient erreichen. Eine
solche Kontaktabstufung liegt z. B. vor, wenn als Material für die Fingerkontakte Silberbronze gewählt
wird, der Schleifring aus Messing gefertigt und der Messerkontakt aus Kupfer hergestellt wird. Eine be-
Aus Fingerkontakten,
Messerkontakt und Schleifring
gebildete Kontakteinheit
Anmelder:
LICENTIA Patent-Verwaltungs-G.m.b.H.,
Frankfurt/M., Theodor-Stern-Kai 1
Rudolf Heinz, Fellbach (Württ),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
sondere Einjustierung ist bei einer derartigen Kontaktanordnung und Materialbeschaffenheit der einzelnen
Kontaktteile nicht erforderlich, da die Messerkontakte auch nach der Entfestigung des Materials
bei Stromstoßbelastungen grundsätzlich weicher sind als die Fingerkontakte und demzufolge nach dem erfolgten
mechanischen Dauerlauf im Prüffeld die Linienkontakte auf sämtlichen Messerkontakten, die
sie beim Einstellen bestreichen, gut aufliegen.
Bei der gewählten Materialbeschaffenheit der einzelnen Kontaktteile ist insbesondere auf die Härte
nach der Entfestigung geachtet worden, da es wesentlich ist, daß auch nach dieser außergewöhnlichen Belastung
noch eine ausreichende Härteabstufung vorhanden ist, die einen kleinen Reibungskoeffizienten
bedingt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sei an Hand der schematisch dargestellten Zeichnung noch näher
erläutert.
Dabei gibt Fig. 1 die aus den beiden Fingerkontakten 10, aus dem feststehenden Messerkontakt 11 und
dem Schleifring 12 bestehende Kontakteinheit für einen Wähler, Wender oder Umsteller wieder. Der
Figur ist zu entnehmen, daß die schleifringseitig gelegenen Enden der Kontaktfinger kugelige Erhebungen
13 besitzen, also Punktkontakte darstellen. Desgleichen ist ersichtlich, daß die gegenüberliegenden, auf die
Kontaktmesser auf- bzw. ablaufenden Teile der Fingerkontakte schneidenförmig ausgebildet sind, so daß
sich eine linienförmige Auf lagefläche ergibt. Besonders zweckmäßig ist hierbei eine solche Anordnung der
Kontaktberührungsflächen bei den Fingerkontakten, daß die Fingerkontakte schleifringseitig quer zur Kontaktlängsachse
jeweils zwei nebeneinander liegende Punktkontakte besitzen, wogegen die auf der dem
Kontaktmesser zugeordneten Kontaktstellen der Fin-
009 587/334
I Uö/ ΔΟ1
gerkontakte Linienkontakte besitzen. Die Anordnung der einzelnen Kontaktauflagepunkte ist, wie Fig. 2 erkennen
läßt, also so getroffen, daß die Verbindungslinien der Punktkontakte 13 miteinander die Grundlinie
und die Verbindungslinie der Punktkontakte 13 mit dem Linienkontakt 14 die beiden gleich großen
Schenkel eines Dreiecks bilden.
Mit Rücksicht auf die bei Kurzschlußbelastungen eventuell auftretenden Zweigströme im Kontaktbolzen
15 (hervorgerufen durch die nicht zu vermeidende ge- ίο ringe Unsymmetrie im Kontaktsystem), die ein solches
Ausmaß annehmen können, daß Strommarken am Bolzen erzeugt wurden, die wiederum zur Beschädigung
des Kontaktsystems führen können (Verklemmung des Federtellers und Absinken des Kontaktdrucks),
erweist sich als zweckmäßig, den Kontaktbolzen 15 im unteren Fingerkontakt isoliert anzuordnen.
Die Isoliereinlage ist in Fig. 1 mit 16 bezeichnet. Schließlich läßt sich das Drehmoment beim Auflaufen
der Fingerkontakte auf die Messerkontakte noch dadurch erheblich herabsetzen, daß die Messerkontakte
parallelogrammartig gegeneinander versetzte Kontaktauflaufflächen besitzen.
Claims (8)
1. Aus Fingerkontakten, Messerkontakt und Schleifring gebildete Kontakteinheit, insbesondere
für Wähler, Wender und Umsteller von Leistungstransformatoren, gekennzeichnet durch eine solche
Ausbildung der zwei die Verbindung Messerkontakt—Schleifring
übernehmenden Fingerkontakte (10), daß die einander in Kontaktlängsrichtung gegenüberliegenden Kontaktstellen jeweils eine
voneinander verschiedene Berührungscharakteristik aufweisen.
2. Kontakteinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schleifringseitigen Kontaktstellen
(13) als Punktkontakte, die gegenüberliegenden Kontaktstellen (14) als Linienkontakte
oder Flächenkontakte ausgebildet sind.
3. Kontakteinheit nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fingerkontakte
schleifringseitig quer zur Kontaktlängsachse jeweils zwei nebeneinanderliegende Punktkontakte (13),
auf der dem Kontaktmesser (11) zugeordneten Kontaktstelle 'dagegen einen Linien- bzw. Flächenkontakt
besitzen. —
4. Kontakteinheit nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gedachten Verbindungslinien
der Punktkontakte (13) miteinander und mit dem Linienkontakt (14) ein gleichschenkliges
Dreieck mit der Spitze im Linienkontakt (14) ergeben.
5. Kontakteinheit nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Material für die
Fingerkontakte (10) Silberbronze, für den Schleifring (12) Messing bzw. Kupfer und für den
Messerkontakt (11) Kupfer gewählt ist.
6. Kontakteinheit nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Messerkontakt parallelogrammartig
gegeneinander versetzte Kontaktauflaufflächen besitzt.
7. Kontakteinheit nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakte an ihren
Auflagestellen mit besonderen Druckflächen versehen sind.
8. Kontakteinheit nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktbolzen (15)
im unteren Fingerkontakt (10) isoliert (16) angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEL27810A DE1087231B (de) | 1957-06-07 | 1957-06-07 | Aus Fingerkontakten, Messerkontakt und Schleifring gebildete Kontakteinheit |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEL27810A DE1087231B (de) | 1957-06-07 | 1957-06-07 | Aus Fingerkontakten, Messerkontakt und Schleifring gebildete Kontakteinheit |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1087231B true DE1087231B (de) | 1960-08-18 |
Family
ID=7264298
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEL27810A Pending DE1087231B (de) | 1957-06-07 | 1957-06-07 | Aus Fingerkontakten, Messerkontakt und Schleifring gebildete Kontakteinheit |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1087231B (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
FR2394194A1 (fr) * | 1977-06-08 | 1979-01-05 | Hazemeijer Bv | Dispositif de contact electrique pour une prise amovible |
-
1957
- 1957-06-07 DE DEL27810A patent/DE1087231B/de active Pending
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
FR2394194A1 (fr) * | 1977-06-08 | 1979-01-05 | Hazemeijer Bv | Dispositif de contact electrique pour une prise amovible |
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