DE108571C - - Google Patents
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- DE108571C DE108571C DENDAT108571D DE108571DA DE108571C DE 108571 C DE108571 C DE 108571C DE NDAT108571 D DENDAT108571 D DE NDAT108571D DE 108571D A DE108571D A DE 108571DA DE 108571 C DE108571 C DE 108571C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01R—ELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
- H01R43/00—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing, assembling, maintaining, or repairing of line connectors or current collectors or for joining electric conductors
- H01R43/06—Manufacture of commutators
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Motor Or Generator Current Collectors (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Eine der schwierigsten Aufgaben beim Bau von elektrischen Maschinen ist die Herstellung
der Stromwender.
Es sind die verschiedensten Hülfsmittel und Vorrichtungen bekannt geworden, welche dazu
dienen, die einzelnen Theile, sogenannte Stege oder Lamellen, aus welchen ein Stromwender
zusammengefügt ist, zusammenzupressen und sie so länge zusammengeprefst zu halten,
bis ihre Bearbeitung so weit vorgeschritten ist, dafs die zum dauernden Zusammenhalten des
Stromwenders bestimmten Mittel bezw. Theile angebracht werden können, wonach das Hülfsmittel
wieder entfernt werden kann.
Es würde zu weit führen, hier alle diese Vorrichtungen aufzuzählen. Sie bestehen alle
aus Ringen mit Schrauben, Keilen oder sonstigen Einrichtungen, mittelst deren jede
einzelne Lamelle nach der Mitte des Stromwenders hin bewegt werden kann. Einzelne
bedienen sich auch geeigneter Bandagen, welche irgendwie durch Anziehen von Schrauben
u. s. w. um die Lamellen herum fest angelegt werden.
Es scheint auch nicht von allen Seiten in gleich hohem Grade eine möglichst feste Vereinigung
der einzelnen Stege und ihrer Isolirplatten unter sich angestrebt zu werden, ein
Umstand, welcher die Art und Einrichtung der dabei in Anspruch genommenen Hülfsmittel
beeinflufst bezw. bestimmt.
Um diese Stege möglichst fest zu einem schon im rohen Zustande genau runden Stromwender
zusammenzupressen, werden nach vorliegender Erfindung conisch ausgebohrte Ringe angewendet, welche nur ganz geringe Conicität
haben, um mit verhältnifsmäfsig geringem Druck den Zweck zu erreichen. Der Vorgang
vollzieht sich folgendermafsen:
Ueber die zu einem Ring zusammengestellten einzelnen Stege wird ein conisch ausgebohrter
Ring R (Fig. 1), die weitere Seite nach unten, gelegt, der nun sämmtliche Stege
umschliefst und sie zugleich zu einem genauen Kreis ausrichtet. Dieser Ring wird so grofs
gewählt, dafs er ohne besonderen Druck über die Stege heruntergestreift werden kann und
unten sitzen bleibt. Nun wird ein zweiter conischer Ring R1 (Fig. 2) von entsprechend
geringer lichter Weite in gleicher Weise über die Stege heruntergeprefst, wobei nun schon
ein entsprechender Druck angewendet werden mufs. Die Stege rücken dadurch fester an
einander, Ring R wird lose und es kommt nun ein dritter Ring R2 und gegebenen Falls
ein vierter und fünfter Ring in gleicher Weise zur Anwendung, so lange, als eben noch ein
weiteres Zusammenziehen der einzelnen Stege möglich ist. Dieser letzte Ring R2 (Fig. 3)
bleibt nun so lange sitzen, bis der Stromwender so weit bearbeitet ist, dafs die zu
seinem Zusammenhalten bestimmten Theile angebracht sind, wie dies in Fig. 4 und 5 dargestellt
ist. Alsdann mufs der letzte Prefsring beseitigt werden. Um den Stromwender in seinem festen Gefüge und nachdem er durch
die Bearbeitung eine genaue Form erhalten hat, nicht zu beschädigen, mufs dieses mit
Vorsicht geschehen. Wollte man den Ring durch Druck entfernen, so würde eine Formveränderung
kaum zu umgehen sein. Derselbe wird daher durch Wegschaffen des Materials,
auf welchem er festsitzt, mittelst des Drehstahles frei gemacht und heruntergenommen (Fig. 6).
Dieser Vorgang hat auf den ersten Blick Aehnlichkeit mit dem in der amerikanischen
Patentschrift 539022 beschriebenen. Bei genauerer Untersuchung stellt sich aber eine
grundsätzliche Verschiedenheit beider Verfahren heraus.
Nach der amerikanischen Patentschrift werden zwei Cylinder angewendet, von denen der
erste so grofs ist, dafs die Stege sammt den Isolirplatten in demselben gerade Platz finden,
bezw. der letzte Steg wohl schon mit einem gewissen Druck, als Schlufsstück des Ringes,
eingesetzt werden mufs. Dieser Cylinder ist beinahe ebenso hoch als der Collector und
enthält in seinem inneren Mantel Nuthen zur Aufnahme der Isolirplatten. Der zweite Cylinder
ist von derselben Höhe, aber entsprechend enger im lichten Durchmesser. Der erste Cylinder wird nun durch Führungsstifte so
vor den zweiten Cylinder gebracht, dafs die Cylinderachsen zusammenfallen. Der zweite,
engere Cylinder ist auf derjenigen Seite, auf welche der erste, weitere Cylinder aufgesetzt
wird, etwas ausgeweitet, so dafs die Stege, die nun aus dem ersten in den zweiten Cylinder
hinübergeprefst werden sollen, an der Uebergangsstelle nicht durch die scharfe Kante des
engeren . Cylinders daran gehindert werden. Im Uebrigen aber sind es zwei Cylinder, von
denen der erste mit Nuthen ■ zur Aufnahme der Isolirplatten versehen sein, der zweite so viel
enger sein mufs, und welche beide durch Führungs- (Cenfrir-) Stifte so in Verbindung
mit einander gebracht werden müssen, dafs der Stromwender von dem ersten in den zweiten hinübergeprefst werden kann, um dadurch
diejenige Festigkeit in seinem Gefüge zu erhalten, dafs seine weitere Bearbeitung
möglich wird.
Die bei diesem Vorgang zu erreichende Festigkeit kann nur eine verhältnifsmä'fsig geringe
sein und die in dem ersten Cylinder roh zusammengestellten Stege, sowie die zur Verwendung kommenden Isolirplatten müssen,
um den ganzen Vorgang überhaupt möglich und ausführbar zu machen, von so genauer
Form und Dicke sein, wie insbesondere die aus Glimmermasse bestehenden Isolirplatten
gar nicht oder doch nur mit entsprechenden Mehrkosten zu beschaffen sind. Unter allen
Umständen aber können auf diese Weise nur kleine Stromwender etwa bis zu 80 bis 100 mm
Durchmesser hergestellt werden, und der amerikanische Erfinder hat sicher auch nur
solche im Sinne gehabt. Gröfsere und gröfste Stromwender sind auf diese Art überhaupt
nicht mehr auszuführen, abgesehen davon, dafs die dazu nöthigen Cylinder ganz unbezahlbare
Summen kosten würden, wenn man bedenkt, welche Drücke dieselben aushalten, und dafs
sie aus hartem Stahl hergestellt werden müfsten, da die aus hartgezogenem Kupfer bestehenden
Stege in weichem Material bei jeder Pressung neue Vertiefungen eindrücken würden. Derartige
Abnutzungen kommen sogar an conischen Ringen aus gehärtetem Stahl vor. Endlich müfsten für jeden Stromwender zwei ganz
bestimmte, nur zur Herstellung dieses einen Stromwenders geeignete Cylinder beschafft
werden.
Bei Anwendung von conischen Ringen hat man dagegen nur eine entsprechende Anzahl
solcher Ringe nöthig, welche in ihren lichten Weiten so zunehmen bezw. abnehmen, dafs
sie in ihrer Anwehdung stets auf einander folgen können, wie es eben nöthig und wünschenswerth
ist.
Das für Stromwender zur Anwendung kommende, zu Stäben von entsprechendem Profil
gezogene Kupfer fällt in seinen Abmessungen nicht so genau aus und die Isolirplatten sind
ebenfalls von so ungleicher Dicke, dafs man, ohne diesen rohen Materialien, die doch nicht
bearbeitet werden sollen, eine Bearbeitung angedeihen zu lassen, diejenigen genauen Aufsenmafse
eines roh zusammengestellten Stromwenders gar nicht bekommt, welche man erreichen
mufs, wenn man mit Cylindern nach der amerikanischen Patentschrift arbeiten will.
Bei conischen Ringen der vorliegenden Art ist es ganz gleichgültig, ob diese rohen Aufsenmafse
etwas gröfser oder kleiner ausfallen. Es werden eben die conischen Ringe danach ausgewählt und angewendet.
Hiermit ist aber der Beweis erbracht, dafs die conischen Ringe bei Herstellung von
Stromwendern ein Verfahren ermöglichen, welches von demjenigen der amerikanischen
Patentschrift 539022 grundsätzlich verschieden und geeignet ist, solchen Stromwendern eine
Festigkeit ihres Gefüges zu verleihen, wie dies bei keinem anderen Verfahren, insbesondere
auch nicht bei dem nach der amerikanischen Patentschrift 539022 möglich ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zum Zusammensetzen von Stromwendern für elektrische Maschinen mittelst conisch ausgedrehter, die Stromwenderstege radial zusammenpressender Ringe, dadurch gekennzeichnet, dafs auf die mit dem Isolirmaterial lose zusammengestellten Stege nach einander Ringe abnehmender Weite aufgeprefst werden, wobei der letzte Ring erst nach vollendeter Bearbeitung des Stromwenders entfernt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE108571C true DE108571C (de) |
Family
ID=378541
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT108571D Active DE108571C (de) |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE108571C (de) |
-
0
- DE DENDAT108571D patent/DE108571C/de active Active
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