DE1078647B - Magnetisch gesteuerter Hohlleiterschalter - Google Patents
Magnetisch gesteuerter HohlleiterschalterInfo
- Publication number
- DE1078647B DE1078647B DEW19590A DEW0019590A DE1078647B DE 1078647 B DE1078647 B DE 1078647B DE W19590 A DEW19590 A DE W19590A DE W0019590 A DEW0019590 A DE W0019590A DE 1078647 B DE1078647 B DE 1078647B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- waveguide
- gyromagnetic
- switch
- section
- channel
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 230000005291 magnetic effect Effects 0.000 claims description 36
- 238000005192 partition Methods 0.000 claims description 31
- 230000002829 reductive effect Effects 0.000 claims description 22
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 21
- 238000013016 damping Methods 0.000 claims description 15
- 230000000763 evoking effect Effects 0.000 claims 1
- 229910000859 α-Fe Inorganic materials 0.000 description 54
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 32
- 230000035699 permeability Effects 0.000 description 8
- 230000005415 magnetization Effects 0.000 description 7
- 238000000034 method Methods 0.000 description 7
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 6
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 6
- 230000008859 change Effects 0.000 description 5
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 5
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 5
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 4
- 238000010521 absorption reaction Methods 0.000 description 3
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 3
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 3
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 3
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 3
- 230000001965 increasing effect Effects 0.000 description 3
- 230000005389 magnetism Effects 0.000 description 3
- 230000008569 process Effects 0.000 description 3
- 230000002745 absorbent Effects 0.000 description 2
- 239000002250 absorbent Substances 0.000 description 2
- 230000002238 attenuated effect Effects 0.000 description 2
- 230000006399 behavior Effects 0.000 description 2
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 description 2
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 2
- 239000002131 composite material Substances 0.000 description 2
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 2
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 2
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 2
- 238000013461 design Methods 0.000 description 2
- 230000006698 induction Effects 0.000 description 2
- 230000001939 inductive effect Effects 0.000 description 2
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 2
- 230000035939 shock Effects 0.000 description 2
- KXGFMDJXCMQABM-UHFFFAOYSA-N 2-methoxy-6-methylphenol Chemical compound [CH]OC1=CC=CC([CH])=C1O KXGFMDJXCMQABM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910001369 Brass Inorganic materials 0.000 description 1
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical group [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000009471 action Effects 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 230000004323 axial length Effects 0.000 description 1
- 230000033228 biological regulation Effects 0.000 description 1
- 239000010951 brass Substances 0.000 description 1
- 230000000295 complement effect Effects 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 238000004033 diameter control Methods 0.000 description 1
- 230000005350 ferromagnetic resonance Effects 0.000 description 1
- 239000000945 filler Substances 0.000 description 1
- 230000006266 hibernation Effects 0.000 description 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 1
- 239000000696 magnetic material Substances 0.000 description 1
- 230000036651 mood Effects 0.000 description 1
- 231100000989 no adverse effect Toxicity 0.000 description 1
- 238000011017 operating method Methods 0.000 description 1
- 239000005011 phenolic resin Substances 0.000 description 1
- 229920001568 phenolic resin Polymers 0.000 description 1
- 230000010287 polarization Effects 0.000 description 1
- 230000002441 reversible effect Effects 0.000 description 1
- 125000006850 spacer group Chemical group 0.000 description 1
- 230000001052 transient effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01P—WAVEGUIDES; RESONATORS, LINES, OR OTHER DEVICES OF THE WAVEGUIDE TYPE
- H01P1/00—Auxiliary devices
- H01P1/10—Auxiliary devices for switching or interrupting
- H01P1/11—Auxiliary devices for switching or interrupting by ferromagnetic devices
Landscapes
- Switches That Are Operated By Magnetic Or Electric Fields (AREA)
Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf einen magnetisch gesteuerten Hohlleiterschalter, bei dem ein Hohlleiterabschnitt
mindestens teilweise mit einem gyromagnetischen Material ausgefüllt ist und an dem ein veränderbares
Magnetfeld angelegt ist, das so einstellbar ist, daß für einen bestimmten Wellentyp die Grenzfrequenz
des Abschnittes wahlweise oberhalb oder unterhalb der Betriebsfrequenz der Hohlleiterwelle liegt. Dabei soll
ein solcher Hohlleiterschalter dann als geschlossen gelten, wenn die Wellenausbreitung durch den Hohlleiter
im wesentlichen frei und unbehindert vor sich geht. Als offen soll der Schalter gelten, wenn die Wellenausbreitung
behindert, gedämpft oder im wesentlichen gesperrt ist. Diese Terminologie entspricht dem
Fall eines in Reihe liegenden mechanischen Schalters, z. B. eines einpoligen Messerschalters, der im geschlossenen
Zustand den Strom fließen läßt und im offenen Zustand den Strom sperrt.
Ein magnetisch gesteuerter Schalter soll dabei als im Ruhezustand befindlich angesehen werden, wenn
kein äußeres magnetisierendes Feld aufrechterhalten wird, um denjenigen der beiden Zustände aufrechtzuerhalten,
in dem der Schalter sich gerade befindet.
Ein Schalter kann z. B. normalerweise geschlossen sein, dann befindet sich der Schalter im geschlossenen
Zustand, wenn kein magnetisierendes Feld angelegt wird. Andererseits kann ein Schalter normalerweise
offen sein, dann befindet sich der Schalter, wenn kein magnetisierendes Feld anliegt, in offenem Zustand. In
diesen Fällen wird durch Anlegen eines geeigneten magnetischen Feldes der normalerweise geschlossene
Schalter geöffnet bzw. der normalerweise offene Schalter geschlossen. Noch allgemeiner ausgedrückt kann es
so sein, daß weder der geschlossene Zustand noch der offene Zustand ohne Anlegen eines äußeren magnetisierenden
Feldes erreicht werden kann, daß aber ein Wert des äußeren anliegenden magnetisierenden Feldes
den Schalter in seinen offenen Zustand überführt, während ein anderer Wert des Feldes den Schalter in
seinen geschlossenen Zustand bringt. Ist einer dieser beiden Werte Null, dann ergibt sich der oben beschriebene
Ruhezustand.
Es ist bereits ein Hochfrequenzschalter bekannt, der die nicht reziproken oder nicht umkehrbaren gyromagnetischen
Eigenschaften des Ferritmaterials verwendet und in Verbindung mit besonders reflektierenden
Flächen innerhalb des Hohlleiters zusammenwirkt. Die Schalterwirkung hängt dabei von der in dem runden
Hohlleiter erzielten Drehung der Polarisationsebene der elektromagnetischen Wellen ab. Ferner ist
ein Hohlleiterschalter mit einem gyromagnetischen Element bekanntgeworden, bei dem der gyromagnetische
Körper durch Anlegen eines Magnetfeldes in seinen Transparentzustand übergeführt wird, in dem die
Magnetisch gesteuerter Hohlleiterschalter
Anmelder:
Western Electric Company, Incorporated, New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. K. Boehmert und Dipl.-Ing. A. Boehmert,
Patentanwälte, Bremen 1, Feldstr. 24
Patentanwälte, Bremen 1, Feldstr. 24
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 16. September 1955
V. St. v. Amerika vom 16. September 1955
Harold Seidel, Plainfield, N. J.,
und Jerald Aubrey Weiss, Summit, N. J. (V. St. Α.),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
Dielektrizitätskonstante gleich der Permeabilität ist, so daß die elektromagnetische Welle der gewünschten
Frequenz und des gewünschten Wellentyps ungehindert durch den Hohlleiter übertragen werden kann.
Wird durch Anlegen eines Magnetfeldes die elektrische
Permeabilität des gyromagnetischen Materials zu Null gemacht, so wird dieser Hohlleiterabschnitt für die
elektromagnetischen Wellen der gewünschten Frequenz und des gewünschten Wellentyps gesperrt. Die Abmessungen
des Hohlleiters sind dabei derart, daß eine elektromagnetische Welle der Betriebsfrequenz und
des gewünschten Wellentyps in dem Hohlleiterabschnitt bei Abwesenheit von gyromagnetischem Material
existenzfähig ist.
Die Dämpfung einer elektromagnetischen Welle beim Durchtritt durch einen magnetisch gesteuerten
Hohlleiterschalter soll im geschlossenen Zustand möglichst klein sein.
Dabei ist die durch den in seiner offenen Stellung befindlichen Schalter hervorgerufene Dämpfung dann
zu erhöhen, wenn eine vollständige Sperrung der Wellenausbreitung nicht erzielbar ist/ Wegen der Erhaltung
der Energie wird in einem Hohlleiter der Teil der Wellenenergie, welcher nicht übertragen wird, absorbiert,
reflektiert, abgelenkt oder tritt an einer an-
909 768/307
deren Stelle auf. Der übertragene Teil der Energie kann durch die Dämpfung gemessen werden, die in
Dezibel angegeben wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei einem Schalter der einleitend genannten
Ausführung die Abmessungen des als Hohlleiterschalter wirkenden Hohlleiterabschnitts so gewählt
sind, daß ohne Füllung des Abschnitts mit gyromagnetischem Material die Grenzfrequenz des Abschnitts
höher liegt als die Betriebsfrequenz.
Weiterhin sollen sowohl an der Eingangsseite als auch an der Ausgangsseite des Schalters geeignete Bedingungen
geschaffen werden, so daß an jeder Seite entweder eine totale Absorption, eine totale Ablenkung
oder eine totale Reflexion der Wellenenergie angenähert werden kann, je nachdem, welches Ergebnis erzielt
werden soll.
Ein Merkmal der Erfindung besteht in der Verwendung eines aus gyromagnetischem Material bestehenden Elementes, z. B. eines Plättchens aus Ferrit, in
dem Hohlleiter, welches die effektive Breite des Hohlleiters steuert, wobei diese effektive Breite ihrerseits
die Grenzfrequenz des Hohlleiters bestimmt.
Ein anderes Merkmal besteht in einer körperlichen Reduzierung der Breite eines Teiles des Hohlleiters, in
dem das gyromagnetische Element untergebracht ist, das die effektive Breite des Teiles des Hohlleiters mit
verringertem Durchmesser steuert.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Hohlleiter durch eine leitende, sich längserstreckende
Trennwand in zwei Teile geteilt, wobei jeder Teil im leeren Zustand eine zu hohe Grenzfrequenz
aufweist, d. h. eine ungenügende Breite aufweist, um bei Betriebsfrequenz Wellenenergie zu übertragen.
In jedem Teil ist ein Ferritplättchen und in einem Teil ein die Wellenenergie absorbierendes Element aus
Dämpfungsmaterial angebracht.
Man verwendet dabei äußerlich angelegte magnetisierende Felder von solcher Stärke, daß in einem Zustand,
nämlich der geschlossenen Stellung, die am Schalter an der Eingangsseite eintretende Welle von
dem Teil des geteilten Hohlleiters ausgesperrt ist, der das Dämpfungsmaterial enthält, während die Welle
durch den anderen Teil mit wenig oder keiner Dämpfung hindurchgelassen wird.
Im zweiten Zustand, der offenen Stellung, wird eine an der Eingangsseite des Schalters eintretende Welle
in den Teil des geteilten Hohlleiters geleitet, der das Dämpfungsmaterial enthält, und wird dort im wesentlichen
dadurch absorbiert. Der andere Teil des geteilten Hohlleiters hat eine zu hohe Grenzfrequenz, so daß
kein wesentlicher Teil der Wellenenergie dort durchgelassen wird. Am ausgangsseitigen Ende tritt eine
große, im wesentlichen verlustlose Reflexion auf, falls eine Welle nach der Eingangsseite umkehrt.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel können die beiden Teile des geteilten Hohlleiters mit einzelnen
Ausgangskanälen verbunden und der absorbierende Körper aus Dämpfungsmaterial weggelassen werden,
wobei dann die Wellenenergie von einer Ausgangsleitung nach der anderen umgeschaltet und die Energie
in dem einen oder dem anderen Kanal verwendet werden kann, anstatt die Energie in dem Dämpfungsmaterial
zu verbrauchen.
Die Anzahl der verschiedenen Kanäle, in die die Wellenenergie umgeschaltet werden kann, ist nicht auf
zwei beschränkt. Der Hohlleiter kann, wenn gewünscht, durch zwei oder mehr leitende Zwischenwände in drei
oder mehr Teile eingeteilt werden. In jedem Teil kann ein Ferritplättchen vorgesehen sein, das unabhängig
von den anderen Ferritplättchen gesteuert wird. Jedem Teil kann ein eigener Ausgangskanal zugeordnet sein,
wobei die Energie je nach Wunsch in den einen oder in mehrere Ausgangskanäle abgelenkt werden kann. In
den Figuren zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht, teilweise weggebrochen, eines Hohlleiterschalters mit teilweise verringerter
Breite,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht, zum Teil weggebrochen, eines Hohlleiterschalters, bei dem der Hohlleiter
durchweg die volle Breite hat, im Inneren jedoch durch eine leitende Trennwand in zwei Teile geteilt
ist,
Fig. 3 eine Draufsicht einer Anordnung nach Fig. 2 mit Pfeilen, die die Richtung der Wellenausbreitung
für die offene Stellung des Schalters anzeigen,
Fig. 4 eine Draufsicht der Anordnung nach Fig. 2 mit Pfeilen, die die Wellenausbreitung für die geschlossene
Stellung des Schalters zeigen;
Fig. 5 und 6 zeigt Diagramme zur Erläuterung der Verwendung eines permanenten Magnets zum Steuern
eines Hohlleiterschalters,
Fig. 7 eine Draufsicht auf einen geteilten Hohlleiter, um die Schaltanordnung für eine Mehrzahl von
Lastkreisen auszubauen,
Fig. 8 einen Querschnitt der Anordnung von Fig. 7 längs der Linie 8-8 in Fig. 7 mit einigen zusätzlichen
Einzelheiten,
Fig. 9 eine Draufsicht eines T-Verbindungsschalters zur Verwendung mit zwei Lastkreisen und
Fig. 10 und 11 zwei perspektivische Ansichten, zum Teil weggebrochen, von weiteren Ausführungsformen
von Hohlleiterschaltern, die sich zur Verwendung in Hohlleitern mit verringerten Abmessungen eignen.
In Fig. 1 ist ein Hohlleiter 10 mit leitenden Begrenzungsflächen und rechteckigem Querschnitt dargestellt,
der einen in den Abmessungen verringerten Teil 11 aufweist, in dem die Breite des Hohlleiters ungefähr
auf ein Drittel der vollen Breite verringert ist. Ein einzelner derartiger Einschnitt ist auf einer Seite des
Hohlleiters gezeigt, obwohl dieser auch mehrere solche Einschnitte auf beiden Seiten aufweisen kann. Ein
Ferritplättchen 12 füllt den Querschnitt des in seinen Abmessungen verringerten Teiles des Hohlleiters teilweise
aus, wobei das Plättchen in Berührung mit der Seitenwand dargestellt ist, obwohl es auch in einem
Abstand von dieser Wand angeordnet sein kann. Das Plättchen 12 ist dabei vorzugsweise langer als der
eingeschnittene Teil des Hohlleiters. Ohne das Ferritplättchen liegt die Grenzfrequenz des in seiner Breite
verringerten Teiles oder Einschnittes des Hohlleiters höher als die Betriebsfrequenz. Wählt man eine geeignete
Dicke des Ferritplättchens und verwendet man einen Ferrit solcher Zusammensetzung, daß er eine
ziemlich hohe Dielektrizitätskonstante aufweist, dann kann der schmale Hohlleiterteil dielektrisch ausreichend
belastet werden, um die Grenzfrequenz in dem schmalen Teil bis jenseits der Betriebsfrequenz abzusenken,
so daß er für eine Wellenausbreitung bei Betriebsfrequenz tatsächlich breit genug wird, wenn kein äußeres
magnetisierendes Feld an dem Ferrit anliegt. Dieser Aufbau wird dadurch für die Betriebsfrequenz ein
normalerweise geschlossener Schalter für elektromagnetische Wellen.
Der in seiner Breite verringerte Teil des Hohlleiters liegt zwischen den Polflächen 13 und 14 eines Elektromagnets
mit einer Wicklung 100, so daß bei Verwendung einer Batterie und eines Schalters ein transversales
magnetisches Feld an das Ferritplättchen — in der Zeichnung in senkrechter Richtung — angelegt
werden kann, wobei der Schalter 105 entweder unmittelbar
mit der Wicklung 100 oder aber über einen Erregerkreis 101 mit der Wicklung verbunden ist. Der
Erregerkreis enthält die Batterie 103 und eine Drossel 102 in Reihenschaltung.
Bei geeigneter Wahl der magnetischen Feldstärke des äußeren angelegten Feldes läßt sich der effektive
Wert der Permeabilität des Ferrits auf Null herabsetzen. Für eine Erklärung des Begriffs der Permeabilität
in gyromagnetischen Materialien wird auf einen Artikel von D. Polder mit dem Titel Ȇber die Theorie
der elektromagnetischen Resonanz« im philosophischen Magazin 1949, Bd. 40, S. 99 bis 115, verwiesen.
Tm Zustand der effektiven Permeabilität Null ist der Ferrit nicht in der Lage, eine elektromagnetische
Welle aufrechtzuerhalten oder zu übertragen, wobei diese Welle dann auf den schmalen, ungefüllten Teil
des in seiner Breite verringerten Hohlleiters beschränkt ist. Da dieser Teil des Hohlleiters eine Grenzfrequenz
aufweist, die oberhalb der Betriebsfrequenz liegt, gibt es im wesentlichen keine Wellenausbreitung
und Übertragung durch diesen Teil, und der Schalter ist in seiner offenen Stellung. Da an jedem Ende des
eingeschnittenen Teiles des Hohlleiters eine merkliche Diskontinuität besteht, so werden aus jeder Richtung
ankommende Wellen in der Hauptsache reflektiert. Ist es erwünscht, für in den Schalter von der Eingangsseite her eintretende Wellen bei geöffnetem Schalter
eine Impedanzanpassung vorzusehen, dann müssen zusätzliche Mittel bereitgestellt werden. Für diesen
Zweck ist der Schalter, der in Fig. 2 dargestellt ist, geeignet.
In einer Ausführungsform nach Fig. 1, die mit Erfolg gebaut und betrieben wurde, hatte der Hohlleiter
in seinem Teil bei voller Breite einen Querschnitt von 4,039-2,019 cm. Die Breite des Einschnittes wurde so
gewählt, daß die Breite des ungefüllten Teiles die Hälfte des für die Wellenausbreitung bei Betriebsfrequenz
notwendigen Teiles betrug. Der eingeschnittene Teil war etwa 2,54 cm lang. Eine Dämpfung von etwa
50 db wurde von der Eingangsseite nach der Ausgangsseite des Schalters in dessen offener Stellung erreicht."
Es wurde festgestellt, daß die Dämpfung etwa linear mit der Länge des Einschnittes zunimmt. Demgemäß
kann die Länge des Einschnittes so gewählt werden, daß man bei offenem Schalter jeden gewünschten Betrag
an Einfügungsdämpfung erzielen kann.
Wird das äußere angelegte magnetisierende Feld weggenommen, dann schließt der Schalter. Im geschlossenen
Zustand ist die Dämpfung im wesentlichen durch das Ausmaß der Impedanzfehlanpassungen an den Enden
des Einschnittes und durch die dielektrischen und magnetischen Verluste des Ferritplättchens bestimmt.
Tatsächlich wird die plötzliche Änderung in den Abmessungen des Hohlleiters an den Enden des Einschnittes
dadurch wirksam zunichte gemacht, daß sich das Ferritplättchen noch ein kurzes Stück an beiden Enden,
wie in Fig. 1 gezeigt, in den Hohlleiter mit seinen normalen Abmessungen erstreckt. Offensichtlich wird
die Wellenenergie so stark in dem Ferrit konzentriert, daß der Sprung in der Hohlleiterwand nur geringe
Wirkung hat. Es gibt, wie dies zu erwarten ist, eine Abhängigkeit der Dämpfung von der Phasenbeziehung
zwischen den von den beiden Enden des Einschnittes reflektierten oder zerstreuten Wellen, wobei diese Abhängigkeit
durch die Länge des Einschnittes bestimmt wird.
Zusätzlich zu der Abhängigkeit der Dämpfung von der geometrischen Anordnung besteht eine beträchtliche
Abhängigkeit des Verhaltens des Ferrits von einer restlichen, einseitig gerichteten magnetischen (Gleichstrom)
Feldstärke HDc, die durch die remanente Magnetisierung
des Elektromagnets verursacht wird. Diese Wirkung kann teilweise auf eine magnetische
Dämpfung, die sogenannte An fangs dämpfung, in dem Ferrit zurückgeführt werden, welche auf die Existenz
von Bereichsgrenzen, manchmal Blochsche Wände genannt, zurückgeführt wird. Diese Art von Dämpfung
verschwindet beim Anlegen eines kleinen, stetigen gleichgerichteten magnetischen Feldes, das ausreicht,
um in dem Ferrit eine magnetische Sättigung hervorzurufen. Die restliche Abhängigkeit der Fehlanpassung
von dem magnetischen Gleichfeld soll dabei auf Änderung der Vierpolimpedanzen des eingeschnittenen
Teiles zurückzuführen sein, welche durch die Veränderung
der effektiven Permeabilität des Ferrits durch Hoc hervorgerufen werden. In diesem Fall kann die
Vierpol-Dämpfung durch Abstimmen, beispielsweise durch Schlitzschraubenabstimmung, vermindert werden.
In einem typischen Beispiel verursacht die Reflexion ohne Abstimmung am eingangsseitigen Ende
eine reziproke Stoß-Dämpfung von etwa 14 db in geschlossenem Zustand. Mit Abstimmung kann die reziproke
Stoß-Dämpfung so groß gemacht werden, daß die Reflexion vernachlässigbar wird und eine Vierpol-Dämpfung
von etwa 1 db erreicht wird.
Der magnetische Widerstand des den Ferrit enthaltenden magnetischen Pfades kann beträchtlich herabgesetzt
werden, wenn der Luftspalt zwischen den Magnetpolen und dem Ferrit verringert wird. Zusätzlich
dazu kann man die Anforderungen an die Erregung durch eine geeignete Zusammensetzung des verwendeten
Ferrits herabsetzen. Der Wert von HDC, der zum
Öffnen eines Schalters der in Fig. 1 gezeigten Art erforderlich ist, beträgt etwa 30 örsted.
Der in Fig. 1 dargestellte Schalter kann auch als normalerweise offener Schalter betrieben werden. Es
gibt dabei einen Wertebereich von HDC, für den die
effektive Permeabilität sehr hohe Werte annimmt. Diese Werte erreichen, wenn die Koeffizienten μ und K
der durch Polder beschriebenen Tensor-Permeabilität in dem Bereich liegen, in dem μ sehr klein ist und
gegen Null geht und K dann viel größer als μ ist. Die Dicke des Ferritplättchens für die Betriebsstellung
»normalerweise offen« wird so klein gewählt, daß die dadurch gelieferte dielektrische Belastung nicht ausreicht,
um die Grenzfrequenz des Einschnittes kleiner als die Betriebsfrequenz zu machen, so daß der Schalter
offen ist. Zum Schließen des Schalters wird ein Feld Hoc geeigneter Größe angelegt, das den Ferrit
hochpermeabel macht, so daß eine Wellenausbreitung durch den Einschnitt möglich wird. Der Wert von
Hj)C, der zum Erzeugen dieses geschlossenen Zustandes
notwendig ist, liegt eher höher als der zum öffnen des normalerweise geschlossenen Schalters benötigte
Wert. In einer besonderen Ausführungsform wurden mit einem Wert von Hpc von 2500 Örsted gute Ergebnisse
zum Schließen des normalerweise offenen Schalters erzielt. Auch hier begrenzt die magnetische
Dämpfung in dem Ferrit das Arbeiten des Schalters im offenen und geschlossenen Zustand.
Soll sehr schnell geschaltet werden, dann muß der Elektromagnet 15 so aufgebaut sein, daß er eine geringe
Induktivität aufweist. Die Wirbelstrombildung muß durch Verwendung eines lamellierten Eisenkerns
oder durch Verwendung von nichtleitendem magnetischem Material, wie z. B. Ferrit, unterdrückt werden.
Andererseits kann in Reihe mit der Wicklung 100 ein Widerstand zum Herabsetzen der Schaltzeit eingefügt
werden, die bekanntlich dem Verhältnis der Induktivi-
7 8
tat zum Serienwiderstand proportional ist, oder es in den ungeteilten Hohlleiter am eingangsseitigen
können andere Hilfsmittel verwendet werden. Ende erstreckt (in Richtung auf den Betrachter). Am
Ein anderer Weg zur Erhöhung der Schaltgeschwin- ausgangsseitigen Ende (vom Betrachter weg) erstreckt
digkeit besteht in der Verwendung des in Fig. 1 ge- sich das Plättchen 23 weniger weit als die Zwischenzeigten
Erregerkreises 101. S wand 21. Ein abgeschrägtes Element aus Dämpfungs-
Der Erregerkreis 101 ist für ein schnelles Umschal- material, wie z. B. aus verkohltem Phenolkunstharz,
ten des magnetischen Systems zwischen den beiden wird innerhalb der axialen Länge der Zwischenwand
für den Betrieb des Hohlleiterschalters erforderlichen 21 angebracht, wobei der spitze Teil des Elements 24
Stellungen eingerichtet. Auf einem getrennten magne- auf die Eingangsseite des Hohlleiters gerichtet ist.
tischen Kern ist zusätzlich eine Ballastwicklung 102 io Das Element 24 ist so aufgebaut, daß es eine gut anvorgesehen,
deren magnetische Eigenschaften denen gepaßte Last für in den rechts von der Zwischenwand
der Wicklung 100 und ihrem magnetischen Kern ahn- 21 liegenden Teil des Hohlleiters eintretende Wellen
Hch sind. Eine Batterie 103 oder eine andere Gleich- darstellt, wie dies in Fig. 2 und 3 gezeigt ist. Das
stromquelle ist vorgesehen und kann mittels des Schal- Plättchen 23 und das Element 24 sind so angeordnet,
ters 104, beispielsweise eines einpoligen Messerschal- 15 daß zwischen dem ausgangsseitigen Ende der Zwiters,
mit der Wicklung 102 verbunden oder von ihr schenwand 21 und dem ausgangsseitigen Ende des
getrennt werden. Die Batterie 103 kann durch den Plättchens 23 und dem Element 24 ein ausreichend
Schalter 105 in Verbindung mit dem Schalter 104 in langer Wellenleiterteil besteht, der jenseits der Grenz-Reihe
mit der Wicklung 102 an die Wicklung 100 an- frequenz liegt. Vom ausgangsseitigen Ende der Voroder
abgeschaltet werden. 20 richtung ankommende Wellenenergie wird im wesent-
Im Ruhezustand der Anordnung nach Fig. 1 sind liehen vollkommen reflektiert, so daß im wesentlichen
die Schalter 104 und 105 beide geschlossen, so daß die keine Energie das Plättchen 23 oder das die Energie
Wicklung 102 erregt und die Wicklung 100 kurzge- aufzehrende Element 24 erreicht. Diese Länge des
schlossen ist. Zum Erreichen der Stellung, in der die jenseits der Grenzfrequenz liegenden Hohlleiterteiles
Wicklung 100 erregt ist, wird der Schalter 104 geöff- 25 entspricht elektrisch einer leitenden Platte, die sich
net. Die Schaltung 101 geht dadurch zwangsweise in vom ausgangsseitigen Ende der Zwischenwand 21
einen neuen Gleichgewichtszustand über, indem sowohl transversal nach der rechten Seitenwand des Hohldie
Ballastwicklung 102 als auch die Magnetisierungs- leiters erstreckt und in vielen Fällen vom mechaniwicklung
100 mit einem Strom erregt sind, der nur sehen Standpunkt vorzuziehen ist.
halb so groß wie der ursprünglich über den Schalter 30 Beim Betrieb des zusammengesetzten Schalters nach 104 fließende Strom ist. Eine Analyse des Einschwing- Fig. 2 kann jedes Ferritplättchen seine eigene Quelle Vorganges zeigt, daß die Kürze der zum Erreichen des für Hqq aufweisen. Der geschlossene Zustand des zuletzt in der Wicklung 100 fließenden Stromes er- Schalters ist der, bei dem der Durchgang an der linken forderlichen Zeit nur durch den Widerstand des öffnen- Seite der Zwischenwand 21, die als Durchgangskanal den Schalters 104 begrenzt ist. Umgekehrt ist es zum 35 bezeichnet wird, geschlossen ist, während der Durch-Erreichen eines sehr schnellen Schaltens notwendig, gang rechts von-der Zwischenwand, welche Seite als die über dem Schalter 104 durch die schnelle Neu- Abschlußkanal bezeichnet wird, offen ist, wie dies verteilung des magnetischen Feldes in den beiden schematisch in Fig. 4 gezeigt ist. Bei geeigneter Abwicklungen induzierte, extrem hohe Spannung zu Stimmung an beiden Enden arbeitet der zusammenberücksichtigen. An sich bekannte Maßnahmen müssen 40 gesetzte Schalter im geschlossenen Zustand im wesentdabei angewandt werden, die die Neigung zur Licht- liehen wie der einfache Schalter nach Fig. 1. Die bogenbildung über dem Spalt des Schalters 104 ver- durch die Enden des Abschlußkanals verursachten ringern und die Zerstörung des Schalters vermeiden. Diskontinuitäten sind wie die Sprünge in der Hohl-Dies ist außerdem nötig, weil ein Lichtbogen einen leiterwand nach Fig. 1 rein induktiv.
Weg geringen Widerstandes darstellt, der den Schalt- 45 Im offenen Zustand, des zusammengesetzten Schalvorgang verlangsamt. Zum Umschalten der Vor- ters ist der Schaltkanal offen und der Abschlußkanal richtung in ihren Ruhezustand wird der Schalter 105 geschlossen. _ Am eingangsseitigen Ende wird die geöffnet, und dann werden zum Rückstellen der Vor- Wellenenergie in den Abschlußkanal umgelenkt und richtung die Schalter 104 und 105 in dieser Reihen- dort in dem Element 24 absorbiert. Vom ausgangsfolge geschlossen. Die Geschwindigkeit, mit der die 50 seitigen Ende her gesehen sind in diesem Zustand Rückstellung erreicht werden kann, ist elektrisch nur beide Übertragungskanäle jenseits der Grenzfrequenz, durch die induktive Anstiegszeit der Ballastwicklung und die Anordnung weist einen Reflexionskoeffizien-102 begrenzt. ten auf, der im wesentlichen Eins ist, d. h., die Re-
halb so groß wie der ursprünglich über den Schalter 30 Beim Betrieb des zusammengesetzten Schalters nach 104 fließende Strom ist. Eine Analyse des Einschwing- Fig. 2 kann jedes Ferritplättchen seine eigene Quelle Vorganges zeigt, daß die Kürze der zum Erreichen des für Hqq aufweisen. Der geschlossene Zustand des zuletzt in der Wicklung 100 fließenden Stromes er- Schalters ist der, bei dem der Durchgang an der linken forderlichen Zeit nur durch den Widerstand des öffnen- Seite der Zwischenwand 21, die als Durchgangskanal den Schalters 104 begrenzt ist. Umgekehrt ist es zum 35 bezeichnet wird, geschlossen ist, während der Durch-Erreichen eines sehr schnellen Schaltens notwendig, gang rechts von-der Zwischenwand, welche Seite als die über dem Schalter 104 durch die schnelle Neu- Abschlußkanal bezeichnet wird, offen ist, wie dies verteilung des magnetischen Feldes in den beiden schematisch in Fig. 4 gezeigt ist. Bei geeigneter Abwicklungen induzierte, extrem hohe Spannung zu Stimmung an beiden Enden arbeitet der zusammenberücksichtigen. An sich bekannte Maßnahmen müssen 40 gesetzte Schalter im geschlossenen Zustand im wesentdabei angewandt werden, die die Neigung zur Licht- liehen wie der einfache Schalter nach Fig. 1. Die bogenbildung über dem Spalt des Schalters 104 ver- durch die Enden des Abschlußkanals verursachten ringern und die Zerstörung des Schalters vermeiden. Diskontinuitäten sind wie die Sprünge in der Hohl-Dies ist außerdem nötig, weil ein Lichtbogen einen leiterwand nach Fig. 1 rein induktiv.
Weg geringen Widerstandes darstellt, der den Schalt- 45 Im offenen Zustand, des zusammengesetzten Schalvorgang verlangsamt. Zum Umschalten der Vor- ters ist der Schaltkanal offen und der Abschlußkanal richtung in ihren Ruhezustand wird der Schalter 105 geschlossen. _ Am eingangsseitigen Ende wird die geöffnet, und dann werden zum Rückstellen der Vor- Wellenenergie in den Abschlußkanal umgelenkt und richtung die Schalter 104 und 105 in dieser Reihen- dort in dem Element 24 absorbiert. Vom ausgangsfolge geschlossen. Die Geschwindigkeit, mit der die 50 seitigen Ende her gesehen sind in diesem Zustand Rückstellung erreicht werden kann, ist elektrisch nur beide Übertragungskanäle jenseits der Grenzfrequenz, durch die induktive Anstiegszeit der Ballastwicklung und die Anordnung weist einen Reflexionskoeffizien-102 begrenzt. ten auf, der im wesentlichen Eins ist, d. h., die Re-
Fig. 2 zeigt einen Schalter, der zwei eingeschnitte- flexion ist nahezu vollständig. Der offene Zustand ist
lien Hohlleiterschaltern entspricht, wobei zusätzlich 55 schematisch in Fig. 3 dargestellt,
am Eingangsende ein angepaßter Abschluß vorgesehen Die Elektromagnete 25 und. 26 mit ihren. Hauptist, der im offenen Zustand des Schalters wirksam ist wicklungen 25' bzw. 26' sind vorgesehen, um die ge- und eine Reflexion von Wellenenergie durch den eigneten Feldstärken für einen Zustand (den offenen Schalter in Richtung auf die Quelle vermeidet. Der oder den geschlossenen) zu liefern. Dieser Zustand stellt Hohlleiter 20 weist einen rechteckigen Querschnitt 6o dann den Ruhezustand dar. Hilfswicklungen 27 und 28 auf und ist durch eine leitende Zwischenwand 21, die können auf den entsprechenden Magneten angebracht aus Messing sein kann, in zwei parallele Teile ein- werden, um den anderen Zustand zu erreichen,
geteilt. Auf der einen Seite der Zwischenwand (die Es können auch permanente Magnete verwendet linke Seite in Fig. 2) ist ein Ferritplättchen 22 ein- werden, wo z.B. eine Ersatzquelle von elektromagnegefügt, das hier als an der Hohlleiterwand befestigt 65 tischen Wellen gelegentlich an Stelle einer Quelle eindargestellt ist. Das Plättchen 22 ist langer als die gesetzt werden muß, die zeitweilig ausfällt. In diesem Zwischenwand 21 und erstreckt sich an beiden Seiten Fall bleibt der Schalter für die meiste Zeit in einem der Zwischenwand über diese hinaus. An der anderen Zustand, dem sogenannten Bereitzustand. Es ist daher Seite der Zwischenwand (die rechte Seite in Fig. 2) vorteilhaft, einen oder mehrere Permanentmagnete befindet sich ein weiteres Ferritplättchen 23, das sich 7° vorzusehen, die den Schalter zur Stromersparnis in
am Eingangsende ein angepaßter Abschluß vorgesehen Die Elektromagnete 25 und. 26 mit ihren. Hauptist, der im offenen Zustand des Schalters wirksam ist wicklungen 25' bzw. 26' sind vorgesehen, um die ge- und eine Reflexion von Wellenenergie durch den eigneten Feldstärken für einen Zustand (den offenen Schalter in Richtung auf die Quelle vermeidet. Der oder den geschlossenen) zu liefern. Dieser Zustand stellt Hohlleiter 20 weist einen rechteckigen Querschnitt 6o dann den Ruhezustand dar. Hilfswicklungen 27 und 28 auf und ist durch eine leitende Zwischenwand 21, die können auf den entsprechenden Magneten angebracht aus Messing sein kann, in zwei parallele Teile ein- werden, um den anderen Zustand zu erreichen,
geteilt. Auf der einen Seite der Zwischenwand (die Es können auch permanente Magnete verwendet linke Seite in Fig. 2) ist ein Ferritplättchen 22 ein- werden, wo z.B. eine Ersatzquelle von elektromagnegefügt, das hier als an der Hohlleiterwand befestigt 65 tischen Wellen gelegentlich an Stelle einer Quelle eindargestellt ist. Das Plättchen 22 ist langer als die gesetzt werden muß, die zeitweilig ausfällt. In diesem Zwischenwand 21 und erstreckt sich an beiden Seiten Fall bleibt der Schalter für die meiste Zeit in einem der Zwischenwand über diese hinaus. An der anderen Zustand, dem sogenannten Bereitzustand. Es ist daher Seite der Zwischenwand (die rechte Seite in Fig. 2) vorteilhaft, einen oder mehrere Permanentmagnete befindet sich ein weiteres Ferritplättchen 23, das sich 7° vorzusehen, die den Schalter zur Stromersparnis in
seinem Bereitzustand halten. Ein derartiger Permanentmagnet kann nach zwei verschiedenen Verfahren
betrieben werden.
Beim ersten Verfahren stellen die der offenen und geschlossenen Stellung des Schalters entsprechenden
Betriebszustände des Magnets zwei Zustände von remanentem Magnetismus auf einer geeignet liegenden
kleineren Hystereseschleife des Magnets dar.
Fig. 5 zeigt einen Teil 110 einer Haupthystereseschleife des für das Permanentmagnet] och verwendeten
Materials und eine Nebenschleife 111, die das
Material durchläuft, wenn das Feld in dem Joch einen von beiden Werten H1 oder H2 des magnetisierenden
Feldes annimmt. Wie bei der Darstellung von Hystereseschleifen üblich, sind auf der Abszisse die Werte
des magnetisierenden Feldes H und auf der Ordinate die Werte der magnetischen Induktion B aufgetragen.
Die gestrichtelte Linie 112 berücksichtigt durch ihre Neigung die entmagnetisierende Wirkung, die sich
aus der Anwesenheit von Magnetpolen auf den Jochflächen auf beiden Seiten des Luftspaltes ergibt. Im
vorliegenden Beispiel enthält der Luftspalt einen Teil des Ferritmaterials. Ohne Luftspalt ergibt sich der
remanente Magnetismus durch den 'Schnittpunkt der .B-Achse mit der entsprechenden Hystereseschleife.
Mit Luftspalt ergibt sich der remanente Magnetismus durch den Schnittpunkt der Linie 112 mit der Hystereseschleife.
Entsprechend dem ersten Verfahren wird der Permanentmagnet
längs der Nebenschleife 111 betrieben. Die Schnittpunkte 113 und 114 der Nebenschleife mit
der Linie 112 sind die Arbeitspunkte. Der Punkt 113 wird durch Anlegen eines kurzen negativen Impulses
an eine Magnetisierungswicklung auf dem Joch des permanenten Magnets erreicht, wobei die Größe des
Impulses so gewählt wird, daß eine magnetisierende Kraft H1 erzeugt wird. Nach Verschwinden des Impulses
hat das remanente magnetische Feld den Wert B1, wie sich dies aus dem unteren Schnittpunkt
der Nebenschleife mit der Linie 112 ergibt. Der Punkt 114 wird durch Anlegen eines kurzen positiven
Impulses erreicht, der eine magnetisierende Kraft H2
erzeugt, wobei nach dem Verschwinden des Impulses das remanente magnetische Feld den Wert B2 aufweist,
wie sich dies aus dem oberen Schnittpunkt der Nebenschleife mit der Linie 112 ergibt. Die Werte der
magnetischen Induktion B1 und B2 sind in den entsprechenden
Fällen jeweils den Werten des im Luftspalt bestehenden magnetischen Feldes proportional.
Beim zweiten Verfahren zum Betrieb eines Permanentmagnets stellt der eine Betriebszustand, vorzugsweise
der Bereitzustand, einen geeigneten Zustand remanenter Magnetisierung des Magnets dar, während
der andere Zustand durch Anlegen eines gleichbleibenden Stromes an der Magnetisierungswicklung erreicht
wird. Bei dieser Betriebsart durchläuft das Material wiederum eine Nebenhystereseschleife, doch sind in
diesem Fall die Endpunkte der Schleife die Arbeitspunkte.
Fig. 6 zeigt eine Haupthystereseschleife 110 wie in
Fig. 5, jedoch eine andere Nebenschleife 120, die für das zweite Betriebsverfahren typisch ist. B1 und B2
stellen wiederum die jeweiligen Betriebsfeldstärken im Spalt dar. H1 bzw. H2 ist die entsprechende magnetisierende Kraft. Die magnetisierende Kraft H2 tritt
auf, wenn die Magnetisierungswicklung erregt wird, und liefert die Betriebsfeldstärke B2. Wird die Magnetisierungswicklung
aberregt, dann behält der Magnet das FeId-B1, wie dies durch den Schnittpunkt der
Schleife 120 mit der Linie 112 gegeben ist.
Im allgemeinen hat ein Konstrukteur eines derartigen Schalters Ferrite verschiedener Zusammensetzung
für die verschiedenen Plättchen zur Verfugung, insbesondere Ferrite, deren Werte der Sättigungsmagnetisierung
verschieden sind. Eine derartige Materialauswahl ergibt einen Unterschied der Werte von HDC,
bei denen der Übergang vom offenen zum geschlossenen Zustand und umgekehrt für den gegebenen Übertragungskanal
stattfindet.
Bei einem nach Fig. 2 aufgebauten und mit Erfolg betriebenen Schalter wurden die folgenden Abmessungen
verwendet:
Länge | Breite |
mein | in mm |
10,16 | 6,35 |
12,70 | 4,57 |
7,62 | 4,57 |
3,81 | abnehmend |
Zwischenwand 21 ....
Ferritpiättchen 22
Ferritpiättchen 23
Absorptionselement 24
Der Querschnitt des Hohlleiters war 4,038 · 2,019cm. Die Zwischenwand 21 war in der Mitte angebracht,
so daß sich auf jeder Seite Übertragungskanäle mit einer Breite von 1,702 cm ergaben.
Mit einer geringen Abstimmung am eingangsseitigen Ende wurde im geschlossenen Zustand eine Vierpol-Dämpfung
von 0,6 db und ein eingangsseitiges Spannungs-Stehwellen-Verhältnis von 1,06 gemessen.
Im geöffneten Zustand ergab sich eine Dämpfung von mehr als 60 db und ein eingangsseitiges Spannungs-S
tehwellen-Verhältnis von 1,02. Die beiden dafür erforderlichen
Werte von HDC lagen jeweils in der
Größenordnung von 500 örsted. Geeignete Verfeinerungen der Konstruktionen, wie sie -im Zusammenhang
mit dem Schalter nach Fig. 1 weiter oben beschrieben wurden, können verwendet werden, um die Werte der
erforderlichen Feldstärken auf jeweils etwa 30 örsted zu verringern. Die verwendeten Ferritpiättchen hatten
eine Sättigungsmagnetisierung von 1600 bzw. 1000 Gauß für die Plättchen 22 bzw. 23.
In der Anordnung nach Fig. 7 weist ein Hohlleiter 50 einen Abschnitt mit vergrößertem Querschnitt auf,
der durch leitende Zwischenwände 51, 52 und 53 in vier Kanäle eingeteilt ist, deren jeder für eine Wellenausbreitung
bei der Betriebsfrequenz zu schmal ist, wenn nicht besondere zusätzliche Vorrichtungen verwendet
werden. Es lassen sich auch mehr oder weniger als vier Kanäle verwenden, wobei die vier Kanäle nur
zur Erläuterung des Prinzips dargestellt sind. Ferritpiättchen 54, 55, 56 bzw. 57 sind für jeden der vier
Kanäle vorgesehen und sind anschließend an die Zwischenwände 51,52,53 bzw. eine Hohlleiterwand 58
befestigt dargestellt. Ein magnetisches Joch 59 ist für alle Ferritpiättchen gemeinsam vorgesehen und weist
Pole 60, 61, 62 und 63 auf,, die dem jeweiligen Ferritpiättchen, wie in Fig. 8 gezeigt, zugeordnet sind.
Jeder Pol weist eine Wicklung 64, 65, 66 bzw. 67 auf. Den einzelnen Kanälen zugeordnete Auskoppelvorrichtungen,
die als Koppelstifte 68, 69 und 70 dargestellt sind, sind für drei der Kanäle vorgesehen, wobei diese
Koppelstifte vorzugsweise die Innenleiter von Koaxialleitungen zur Verbindung mit den entsprechenden
einzelnen Lastkreisen darstellen. Der vierte Kanal kann mit einem Ausgangshohlleiter 71 verbunden sein.
Zum Betrieb der Anordnung nach Fig. 7 können an den Wicklungen 64, 65, 66 und 67 Magnetisierungsströme geeigneter Größe zum Schließen der Übertragungskanäle
von dem Hohlleiter 50 nach einem oder mehreren der einzelnen Lastkreföe angelegt
90» 76E/307
werden. Die Kanäle können dabei durch Ändern der jeweiligen Magnetisierungsströme geöffnet oder geschlossen
werden. Die Anordnung kann dabei als Mehrkanal-Schaltungsanordnung verwendet werden
oder als Spannungsteiler, der die Last in jedem beliebigen Verhältnis aufteilt, oder auch für andere
Zwecke.
Fig. 9 zeigt eine Schaltanordnung ähnlich der in Fig. 2 dargestellten, nur daß mittels einer T-förmigen
Anordnung zwei Verbindungen für Lastkreise vorgesehen sind, so daß dann, wenn eine Wellenausbreitung
nach einem Lastkreis unerwünscht ist, die Wellenenergie nach einem zweiten Lastkreis umgelenkt
werden kann, anstatt sie in einem absorbierenden Element zu vernichten. Die Zeichnung zeigt eine
T-förmige Hohlleiteranordnung 80 mit einer Eingangsleitung 81 und zwei Ausgangsabzweigungen 82
und 83. Der Eingangsteil ist durch eine leitende Zwischenwand in zwei Teile geteilt, wobei diese Zwischenwand
die beiden Ausgangsleitungen dadurch voneinander trennt, daß sie sich bis zu der beiden Ausgangsleitungen
gemeinsamen Hohlleiterwand erstreckt. Für jeden der beiden Kanäle ist ein Ferritplättchen
85 bzw. 86 vorgesehen, wobei diese Plättchen einzeln durch Magnete und Magnetisierungswicklungen gesteuert werden können. Diese Elemente
sind jedoch nicht dargestellt, um die Zeichnung klarer zu machen.
Die Arbeitsweise der Anordnung nach Fig. 9 entspricht der der Anordnung nach Fig. 7. Die Anordnung
nach Fig. 9 wird als Schalter verwendet.
In der Anordnung nach Fig. 10 weist ein Hohlleiter
200 mit leitender Begrenzung und rechteckigem Querschnitt einen Teil mit verringertem Querschnitt
auf, der durch obere und untere Ferritplättchen 201 bzw. 202 und durch eine U-förmige leitende Abschirmung
203 begrenzt ist, die zwischen den Plättchen
201 und 202 befestigt ist. Ein Ferritschaltelement 204 ist ebenfalls zwischen die Plättchen 201 und 202 befestigt
und dient zum Verändern der effektiven Breite des Hohlleiterabschnitts mit verringertem Querschnitt.
Ein - magnetischer Kreis zur Steuerung der effektiven Permeabilität des Schaltelements 204 geht
durch das Plättchen 20I1 das Schaltelement 204, das
Plättchen 202 und den Ferritkern 205 zurück nach dem Plättchen 201. Eine Magnetisierungswicklung
206 mit den Zuführungsleitungen 207 liegt auf dem Kern 205.
Die Arbeitsweise der Anordnung nach Fig. 10 entspricht der der Anordnung nach Fig. 1.
Die Anordnungen nach Fig. 1 und 10 unterscheiden sich in konstruktiver Hinsicht in mehreren Punkten.
Der Hohlleiter 200 in Fig. 10 behält seine Abmessungen auch in dem Bereich bei, in dem die Schalteinrichtung
vorgesehen ist. Das Abschirmelement 203 ist das konstruktive Äquivalent der Aussparung 11 in Fig. 1
und ermöglicht es, daß in dem dazwischenliegenden Raum des Hohlleiters der Kernteil 205 und die Wicklung
206 untergebracht werden können. Das Einführen der Ferritplättchen 201 und 202 ergibt eine Verringerung
der effektiven Höhe des Hohlleiters 200 in dem Abschnitt mit verringertem Querschnitt. Dies hat
jedoch auf das Arbeiten der Vorrichtung keinen nachteiligen Einfluß.
Durch geeignete Auswahl der Ferritzusammensetzung für das Schaltelement 204, die Plättchen 201
und 202 und den Kern 205 kann man erreichen, daß die Wirkung einer Änderung des Magnetisierungsstromes in der Wicklung 206 im wesentlichen auf das
Schaltelement 204 beschränkt bleibt, während die charakteristischen Eigenschaften der übrigen Ferritelemente
während des Arbeitens des Schalters oder in der Zwischenzeit sich nicht ändern. Die Teile der
Plättchen 201 und 202 in dem Abschnitt des Hohlleiters
mit verringertem Querschnitt dienen als obere und untere leitende Flächen für diesen eingeschnittenen
Teil des Hohlleiters. Die restlichen Teile der Plättchen 201 und 202 dienen als Teile des magnetischen
Jochs für die Wicklung 206.
iq In der Anordnung nach Fig. 11 ist ein leitend begrenzter
Hohlleiter 300 mit rechteckigem Querschnitt, durch eine leitende Zwischenwand 310 in zwei parallele
Hohlleiter geteilt, und ist in einem begrenzten Bereich durch obere Ferritplättchen 301 und 301' bzw.
durch untere Ferritplättchen 302 und 302' in seiner effektiven Höhe verringert. Der gleiche begrenzte
Bereich ist auf jeder Seite der Trennwand 310 durch U-förmige leitende Abschirmelemente 303 bzw. 304
in seiner effektiven Breite beschränkt. In dem durch die untere Fläche des Plättchens 301, die obere Fläche
des Plättchens 302, die innere Fläche des Abschirmelements 303 und eine Seite der Trennwand 310 begrenzten
Raum sind genau passende Elemente, und zwar ein Ferrit-S Jialtplättchen 305, ein dielektrisches
Plättchen 307 und ein Energie absorbierendes Abschlußelement 309, angeordnet. In dem durch die
untere Fläche des Plättchens 301', die obere Fläche des Plättchens 302', die innere Fläche des Abschirmelements
304 und die andere Seite der Zwischenwand gebildeten Raum sind genau passende Elemente, und
zwar ein Ferrit-Schaltplättchen 306 und ein dielektrisches Plättchen 308, untergebracht.
Die Seitenwände des Hohlleiters 300 sind unterbrochen und legen die innerhalb der Abschirmelemente
303 und 304 liegenden Teile mit verringertem Durchmesser, wie dargestellt, zur Aufnahme der Wicklungen
311 und 312 frei. Diese Wicklungen weisen Ferritkerne 313 bzw. 314 auf. Der Kern 313 berührt
die Plättchen 301 und 302 zur Bildung eines geschlossenen magnetischen Kreises über den Kern 313, Plättchen
301, Plättchen 305, Plättchen 302 und zurück zum Kern 313. Der Kern 314 stellt einen geschlossenen
magnetischen Kreis her über den Kern 314, Plättchen 301', Plättchen 306, Plättchen ^02' und zurück
zum Kern 314.
Das Plättchen 305 ist vorzugsweise kurzer als das Plättchen 306 und bildet zusammen mit dem Plättchen
309 eine quadratische Fläche, die vom abgelegenen Ende des Hohlleiters ankommende und in den
So Raum zwischen dem Abschirmelement 303 und der Zwischenwand 310 eintretende Wellen reflektiert. Das
Plättchen 306 hat rechteckige Enden und weist die gleiche Länge auf wie das Abschirmelement 304.
Plättchen 307 ist vorzugsweise an einem Ende so abgeschrägt, daß es einer komplementären Abschrägung
des Plättchens 309 entspricht, und erstreckt sich am anderen Ende in den sonst freien Raum des Hohlleiters
300 zusammen mit einem ähnlich abgeschrägten Teil des Plättchens 308. Das Plättchen 308 ist an
seinem anderen Ende ebenfalls abgeschrägt und erstreckt sich in den sonst leeren Raum a.m entfernten
Ende des Hohlleiters 300.
Die Arbeitsweise der in Fig. 11 dargestellten Anordnung entspricht der der Anordnung nach Fig. 2.
Konstruktiv und funktionsmäßig entspricht das Plättchen 23 in Fig. 2 dem Plättchen 305 in Fig. 11,
das Abschlußelement 24 entspricht dem Abschlußelement 309, die Zwischenwand 21 entspricht der
Zwischenwand 310, und das Plättchen 22 entspricht dem Plättchen 306. Die dielektrischen Plättchen 307
und 308 dienen der Vergrößerung der effektiven Dielektrizitätskonstanten
über die der Luftspalte in der Anordnung nach Fig. 2, wodurch die effektiven Breiten
der in seitlicher Richtung eingeschränkten Abschnitte des Hohlleiters erhöht werden. Diese dielektrischen
Plättchen dienen außerdem als Füll- oder Abstandsstücke, so daß der Zusammenbau erleichtert
wird, und durch ihre Abschrägung an den Enden der Verringerung der Wellenreflexion. Der mit einem
Einschnitt versehene Hohlleiteraufbau nach Fig. 11 ermöglicht es, die Wicklungen 311 und 312 teilweise
innerhalb der Grenzen des Haupthohlleiters unterzubringen.
Die die Teile mit verringertem Durchmesser des Hohlleiters bestimmenden Ferritflächen, die normalerweise
für elektromagnetische Wellen -durchlässig sind, sollten kupferplattiert oder auf andere Weise mit
einem leitenden Überzug oder einer leitenden Platte überzogen sein. In der Anordnung nach Fig. 10 sollten
die Flächen mit leitendem Überzug alle Flächen der Ferritplättchen 201, 202 und 205 enthalten, mit
Ausnahme der Stellen, wo der Kern 205 die Plättchen
201 und 202 berührt. An diesen Kontaktflächen werden
die leitenden Überzüge vorzugsweise weggelassen, damit sich zwischen den magnetischen Elementen 201,
202 und 205 ein möglichst geringer magnetischer Spalt ergibt.
In der Anordnung nach Fig. 11 teilt die Zwischenwand 310 den Hohlleiter in zwei parallele Kanäle.
Alle Flächen der Ferritplättchen 301, 301', 302 und 302' sollten mit einem leitfähigen Überzug versehen
sein, mit Ausnahme der Flächen, an denen der Kern 313 die Plättchen 301 und 302 und der Kern 314 die
Plättchen 301' und 302' berührt.
Bei den Konstruktionen gemäß der Erfindung sind keine besonders genauen Einstellungen der Abmessungen,
der Abstimmung oder der Stärke des magnetisierenden Feldes erforderlich. Die Längsabmessungen
der Konstruktionen haben eine vernachlässigbare Wirkung auf die Vierpol-Dämpfung des offenen Zu-Standes
und auf die Leitungsabsorption im geschlossenen Zustand. Bezüglich der Größen der Impedanzfehlanpassungen
am Übergang von Luft nach Ferrit ist die Gesamtlänge der Konstruktion und deren geometrische
Ausbildung an den beiden Enden von Bedeutung. Durch Einführen und Einstellen einfacher,
an sich bekannter Abstimmungsschrauben lassen sich enge Toleranzen in den Dimensionen und in der Anordnung
der Schaltelemente umgehen. Die Fehlanpassungen eines typischen nicht abgestimmten Übergangs
sind ausreichend klein (ein Spannungs-Stehwellen-Verhältnis im Bereich zwischen 1,02 und 2), so daß
die Dämpfung in den Abstimmschrauben selbst oder auf Grund einer inneren Resonanz in der Anordnung
nicht bedenklich ist. Die Abstimmung ist natürlich frequenzabhängig.
In einem typischen Fall beginnt für eine gegebene Ferritzusammensetzung und eine gegebene Betriebsfrequenz die Vierpol-Dämpfung für einen Hohlleiterabschnitt
mit verringertem Querschnitt bei einigen Dezibel für HDC = Null, fällt rasch auf einige Zehntel
eines Dezibels für Hj)c=5 Örsted und verbleibt in
diesem Bereich bis HDC= etwa 20 örsted. Jenseits
dieses Bereiches geht die Anordnung fast ohne Übergang in den Sperrbereich über und erreicht eine Vierpol-Dämpfung
von etwa 50 db bei Hßc= etwa 40 Örsted
und verbleibt dort über einen großen Bereich von Werten von HDC. Bei sehr viel höheren Feldstärken
beobachtet man die Wirkung der ferromagnetischen Resonanz, derart, daß die Vierpol-Dämpfung selbst
hoch bleibt, die Vorrichtung jedoch gedämpft wird, wodurch sich der Eingangs-Reflexionskoeffizient verschlechtert.
Die obengenannten Zahlen zeigen, daß bei geeigneter Wahl der magnetisierenden Feldstärken
das Verhalten des Schalters gegenüber geringen Änderungen des magnetisierenden Stromes während
des Betriebs unabhängig gemacht werden kann. Das bedeutet, daß keine komplizierte Regelung der Stromquelle
für den Magnetisierungsstrom erforderlich ist.
Claims (7)
1. Magnetisch gesteuerter Hohlleiterschalter, der in einem Hohlleiterabschnitt mindestens teilweise
mit einem gyromagnetischen Material ausgefüllt ist und an den ein veränderbares Magnetfeld
angelegt ist, das so einstellbar ist, daß für einen bestimmten Wellentyp die Grenzfrequenz
des Abschnitts wahlweise oberhalb oder unterhalb der Betriebsfrequenz der Hohlleiterwellen liegt,
dadurch gekennzeichnet, daß ohne Füllung des Abschnitts mit gyrömagnetischem Material die
Grenzfrequenz des Abschnitts höher als die Betriebsfrequenz liegt.
2. Magnetisch gesteuerter Hohlleiterschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in
dem Hohlleiter eine sich in axialer Richtung erstreckende leitende Zwischenwand (21) angeordnet
ist und auf beiden Seiten der Zwischenwand zwei parallele Kanäle (S, T) mit verringertem Querschnitt
bildet, wobei die so gebildeten beiden Kanäle einen gemeinsamen Eingang, jedoch getrennte
Ausgänge aufweisen, und daß das gyromagnetische Element jedes Kanals für sich magnetisierbar
ist.
3. Magnetisch gesteuerter Hohlleiterschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
gyromagnetische Element (22) in einem Kanal langer ist als die Zwischenwand (21) und sich in
Längsrichtung über beide Enden der Zwischenwand hinaus erstreckt, während das gyromagnetische
Element (23) des anderen Kanals sich in Längsrichtung an einem Ende über die Zwischenwand
hinaus erstreckt, am anderen Ende jedoch gegenüber dem Ende der Zwischenwand liegt, und
daß zwischen dem letztgenannten gyromagnetischen Element und der Zwischenwand ein sich in
Richtung auf den Eingang verjüngendes Element aus einem die Wellenenergie absorbierenden Material
(24) angebracht ist.
4. Hohlleiterschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl mit Abstand voneinander
angeordneter Zwischenwände (51,52,53) eine Mehrzahl von parallel zueinander liegenden
Abschnitten mit verringertem Querschnitt bilden, wobei die gyromagnetischen Elemente (54, 55, 56,
57) dieser Kanäle für sich magnetisierbar sind, und daß sich in alle Kanäle bis auf einen je ein
Auskoppelelement (68, 69, 70) erstreckt.
5. Hohlleiterschalter nach Anspruch 2, bei dem der Hohlleiter ein T-Glied bildet, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die leitende Zwischenwand (84) bis zu der den beiden Abzweigungen (82, 83) gemeinsamen
Seitenwand des Hohlleiters erstreckt.
6. Hohlleiterschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschnitt des Hohlleiters
mit verringertem Querschnitt dadurch gebildet wird, daß die zur Erzeugung eines veränderbaren
magnetischen Feldes für das gyromagnetische Element dienenden Einrichtungen in einem ab-
is
geschirmten, abgeschlossenen Raum innerhalb des Hohlleiters gehalten werden.
7. Hohlleiterschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem der parallelen
Kanäle ein sich längserstreckendes dielektrisches Plättchen angeordnet ist, daß das gyromagnetische
Element in einem Kanal kürzer ist als die Zwischenwand, während das gyromagnetische
Element im anderen Kanal im wesentlichen die gleiche Länge wie die Zwischenwand aufweist,
wobei die sich längserstreckenden Enden der gyromagnetischen Elemente eingangsseitig dem eingangsseitigen
Ende der Zwischenwand gegenüberliegen, daß ein von der Eingangsseite zur Aus-
gangsseite des Hohlleiters abgeschrägtes Dämpfungselement in dem Kanal angeordnet ist, in dem
sich das gyromagnetische Element geringerer Länge befindet, und daß eine Abschirmung in
jedem Kanal vorgesehen ist, in welcher die das veränderbare magnetische Feld für das gyromagnetische
Element des entsprechenden Kanals hervorrufenden Einrichtungen untergebracht sind.
In Betfacht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2644930;
französische Patentschrift Fr. 1 075 518;
Nachrichtentechnik, April 1954, S. 153.
USA.-Patentschrift Nr. 2644930;
französische Patentschrift Fr. 1 075 518;
Nachrichtentechnik, April 1954, S. 153.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
US534703A US2989709A (en) | 1955-09-16 | 1955-09-16 | Magnetically controlled wave guide switch |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1078647B true DE1078647B (de) | 1960-03-31 |
Family
ID=24131176
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEW19590A Pending DE1078647B (de) | 1955-09-16 | 1956-08-14 | Magnetisch gesteuerter Hohlleiterschalter |
Country Status (5)
Country | Link |
---|---|
US (1) | US2989709A (de) |
BE (1) | BE549333A (de) |
DE (1) | DE1078647B (de) |
GB (1) | GB801831A (de) |
NL (2) | NL208314A (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1280998B (de) * | 1963-12-21 | 1968-10-24 | Fujitsu Ltd Comm And Electroni | Schalter fuer sehr kurze elektromagnetische Wellen |
Families Citing this family (11)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US3042882A (en) * | 1958-09-19 | 1962-07-03 | Hughes Aircraft Co | Fail-safe microwave ferrite switch |
US3093774A (en) * | 1959-06-22 | 1963-06-11 | Charles L Christianson | Microwave ferrite-rotator degaussing system |
NL261567A (de) * | 1960-02-23 | |||
US3068430A (en) * | 1960-12-23 | 1962-12-11 | Hughes Aircraft Co | Isolator with housing |
US3085212A (en) * | 1961-04-17 | 1963-04-09 | Sperry Rand Corp | Tunable circulator |
US3383630A (en) * | 1965-06-09 | 1968-05-14 | Nippon Electric Co | Electromagnetic wave transmission device having large waveguide joined to two smaller ridged waveguides |
GB1136158A (en) * | 1966-06-10 | 1968-12-11 | Standard Telephones Cables Ltd | Improvements in or relating to waveguide filters |
US3445790A (en) * | 1966-07-15 | 1969-05-20 | E & M Lab | Ferrite waveguide device having magnetic return path within the waveguide |
US3491313A (en) * | 1967-11-29 | 1970-01-20 | Philips Corp | Device for magnetising a ferrite rod extending in a microwave circulator |
BE759706A (fr) * | 1969-03-07 | 1971-06-02 | Int Standard Electric Corp | Perfectionnements aux guides d'ondes electriques |
WO2008145165A1 (en) * | 2007-05-31 | 2008-12-04 | Telecom Italia S.P.A. | Ferroelectric delay line |
Citations (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US2644930A (en) * | 1949-03-24 | 1953-07-07 | Gen Precision Lab Inc | Microwave polarization rotating device and coupling network |
FR1075518A (fr) * | 1952-05-28 | 1954-10-18 | Western Electric Co | Dispositif de transmission d'ondes réglé magnétiquement |
Family Cites Families (19)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US2197123A (en) * | 1937-06-18 | 1940-04-16 | Bell Telephone Labor Inc | Guided wave transmission |
US2402948A (en) * | 1942-05-09 | 1946-07-02 | Rca Corp | Tuning arrangement |
US2576186A (en) * | 1946-10-22 | 1951-11-27 | Rca Corp | Ultrahigh-frequency coupling device |
US2629079A (en) * | 1948-01-30 | 1953-02-17 | Miller Theadore | Wave-guide attenuator and modulator |
BE487331A (de) * | 1948-02-13 | |||
DE879845C (de) * | 1948-07-29 | 1953-04-30 | Csf | Schwingungserzeuger unter Verwendung einer Wanderfeldroehre |
US2745069A (en) * | 1950-05-17 | 1956-05-08 | Bell Telephone Labor Inc | Microwave magnetized ferrite attenuator |
US2679631A (en) * | 1950-10-02 | 1954-05-25 | Rca Corp | Power divider |
BE512176A (de) * | 1951-06-18 | |||
US2719274A (en) * | 1951-07-09 | 1955-09-27 | Gen Precision Lab Inc | Microwave switches |
US2693583A (en) * | 1951-08-29 | 1954-11-02 | Westinghouse Electric Corp | Electronic cutoff switch |
US2788494A (en) * | 1951-12-05 | 1957-04-09 | Westinghouse Electric Corp | Ridged waveguide microwave switch |
US2870418A (en) * | 1952-05-06 | 1959-01-20 | Bell Telephone Labor Inc | Wave guide components controlled by ferromagnetically resonant elements |
US2784378A (en) * | 1952-05-10 | 1957-03-05 | Bell Telephone Labor Inc | Magnetically controlled microwave structures |
US2798205A (en) * | 1952-05-28 | 1957-07-02 | Bell Telephone Labor Inc | Magnetically controllable transmission system |
US2830289A (en) * | 1953-04-02 | 1958-04-08 | Gen Precision Lab Inc | Broad band echo box |
US2802183A (en) * | 1954-06-04 | 1957-08-06 | Sanders Associates Inc | Microwave modulator |
US2776412A (en) * | 1955-02-04 | 1957-01-01 | Litton Industries Inc | Magnetic system for microwave components |
US2850705A (en) * | 1955-04-18 | 1958-09-02 | Herman N Chait | Ridged ferrite waveguide device |
-
0
- NL NL112888D patent/NL112888C/xx active
- NL NL208314D patent/NL208314A/xx unknown
- BE BE549333D patent/BE549333A/xx unknown
-
1955
- 1955-09-16 US US534703A patent/US2989709A/en not_active Expired - Lifetime
-
1956
- 1956-08-14 DE DEW19590A patent/DE1078647B/de active Pending
- 1956-09-11 GB GB27759/56A patent/GB801831A/en not_active Expired
Patent Citations (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US2644930A (en) * | 1949-03-24 | 1953-07-07 | Gen Precision Lab Inc | Microwave polarization rotating device and coupling network |
FR1075518A (fr) * | 1952-05-28 | 1954-10-18 | Western Electric Co | Dispositif de transmission d'ondes réglé magnétiquement |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1280998B (de) * | 1963-12-21 | 1968-10-24 | Fujitsu Ltd Comm And Electroni | Schalter fuer sehr kurze elektromagnetische Wellen |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
BE549333A (de) | |
NL112888C (de) | |
US2989709A (en) | 1961-06-20 |
NL208314A (de) | |
GB801831A (en) | 1958-09-24 |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE1964670A1 (de) | Wellenleiter mit einem dielektrischen Traeger | |
DE748787C (de) | Als Vierpol geschaltete Laufzeitspule | |
DE1078647B (de) | Magnetisch gesteuerter Hohlleiterschalter | |
DE1541016A1 (de) | Veraenderbare Breitband-Verzoegerungsleitung | |
DE1000480B (de) | System zur UEbertragung elektromagnetischer Wellenenergie im Mikrowellenbereich | |
CH666770A5 (de) | Strombegrenzungsvorrichtung. | |
DE1268236B (de) | Reziproker elektromagnetischer Wellenleiter | |
DE8124466U1 (de) | Elektromagnetischer Auslöser | |
DE2126782A1 (de) | Leistungsbegrenzer für Hochfrequenzsignale | |
DE1055625B (de) | Nicht reziproke Einrichtung fuer elektromagnetische Wellen | |
DE1541681C3 (de) | Reziproker, schrittweise steuerbarer Ferrit-Phasenschieber in Hohlleiterausführung | |
DE2008584A1 (de) | Hohlleiter Zirkulator | |
DE2005019C3 (de) | Isolator für elektromagnetische Wellen | |
EP0429791B1 (de) | Anordnung zum Abstimmen eines Resonators | |
DE1162894B (de) | Mikrowellen-Schnellumschaltkreise | |
DE2014535A1 (de) | Mikrowellenphasenschieber | |
DE1107304B (de) | Anordnung zum Kurzschliessen von Hoechstfrequenzhohlleitern | |
DE1027745B (de) | Nicht reziproke Schaltelemente | |
DE3006387A1 (de) | Anpassnetzwerk fuer einen mikrowellen-verzweigungszirkulator oder eine mikrowellen-einweg-verzweigungsleitung | |
AT221142B (de) | Polarisationsdreher für elektromagnetische Wellen | |
DE1141688B (de) | Elektromagnetischer Wellenuebertragungsweg fuer linear polarisierte Wellenenergie | |
DE2103770C2 (de) | Breitbandiger Hohlleiter-Zirkulator | |
DE1080163B (de) | Hohlleiteranordnung zur UEbertragung elektromagnetischer Wellen mit einem Ferritelement | |
DE1274692B (de) | Gyromagnetischer Mikrowellenschalter | |
DE1541939C3 (de) | Filterresonanzkreis, insbesondere Bandpaß für H-Wellen |