DE1078395B - Entlastungsventil - Google Patents
EntlastungsventilInfo
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- DE1078395B DE1078395B DEK29871A DEK0029871A DE1078395B DE 1078395 B DE1078395 B DE 1078395B DE K29871 A DEK29871 A DE K29871A DE K0029871 A DEK0029871 A DE K0029871A DE 1078395 B DE1078395 B DE 1078395B
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K17/00—Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves
- F16K17/02—Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side
- F16K17/168—Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side combined with manually-controlled valves, e.g. a valve combined with a safety valve
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf ein Entlastungsventil, das beim Überschreiten eines vorbestimmten
einstellbaren Druckes in einer von einer Pumpe gespeisten Anlage die Leitung zur Pumpe mit dem Ablauf
verbindet und völlig entlastet, während die Leitung zur Anlage dabei durch ein Rückschlagventil
abgesperrt wird, das in einem beweglichen Kolben angeordnet ist, der vom Druck in der Anlage beaufschlagt
wird und das federbelastete Rückschlagventil in Offenlage drängt.
Entlastungsventile als solche sind in mannigfachen Ausführungen bekannt. Die britische Patentschrift
519 429 beschreibt z.B. ein Ventil, das Entlastungsventilen der erwähnten Art entspricht. Nachteilig bei
mit der Ausführung gemäß der genannten britischen Patentschrift vergleichbaren Ausführungen ist ihre
große Baulänge, die nicht nur den Einbau und die Anordnung der Ventile, sondern auch ihre Herstellung
erschwert.
Die Erfindung bezweckt demgegenüber, ein Entlastungsventil zu schaffen, das kurzbauend ist und
sich noch dazu einfach herstellen läßt. Außerdem soll das Ventil so beschaffen sein, daß einerseits Leckverluste
ausgeschlossen sind und andererseits keine Er-. wärmung des jeweiligen Mediums eintritt.
Dieses Ziel wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß der Kolben als hohler Differentialkolben
ausgebildet ist, dessen Ringfläche dem Druck in der Anlage ausgesetzt ist, dessen größere Stirnfläche von
einer Schließfeder belastet ist und dessen kleinere Stirnfläche den Verschluß des Überströmventils bildet,
wobei der Sitz für das Rückschlagventil in seinem hohlen Inneren angeordnet ist, das durch radiale Bohrungen
einerseits mit dem Zulauf von der Pumpe her, andererseits mit dem Raum im Bereich der Ringfläche
des Differentialkolbens verbunden ist. Das erfindungsgemäße Ineinanderlegen der Einzelteile führt ■— wie
angestrebt — zu einem kurzbauenden Entlastungsventil, das im vorteilhaften Gegensatz zu den bekannten
Ausführungen auch dort anwendbar ist, wo Raumnot herrscht. Außerdem ist es bei kurzbauenden Ausführungen
günstig, daß keine Aufheizung des Öls in langen Kanälen durch Reibung erfolgen kann. Nicht
zuletzt ist auch die vorteilhafte Fertigungsmöglichkeit hervorzuheben, da durch das Ineinanderschachteln der
Einzelteile der Differentialkolben in einer Spannung, höchstens aber in zwei Spannungen gefertigt werden
und kann ferner auch die erforderlichen Bohrungen und das Gewinde für das Rückschlagventil auf ein
und derselben Bearbeitungsmaschine, nämlich auf einer Drehbank, hergestellt werden können.
Im Hinblick auf eine kurze Bauweise ist es gemäß der Erfindung ferner günstig, wenn der Raum im
Bereich der Ringfläche des Differentialkolbens durch Entlastungsventil
Anmelder:
Kraumath werk Sickenberg K. G.,
Fabrik für ölhydraulik, Ingolstadt/Donau, Münchner Str. 155-159
Hans Lincks, Unsernherrn über Ingolstadt/Donau, ist als Erfinder genannt worden
zueinanderweisende Lippendichtungen abgedichtet ist, die unterschiedliche Durchmesser haben und ferner
zwischen einer Verschraubung des Ventilgehäuses und einem Absatz unter Zwischenschaltung eines auf ihre
mittleren Durchmesser abgestimmten Lochzylinders lagesicher festgehalten sind.
Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der
a5 Beschreibung der Zeichnung, die ein Entlastungsventil
gemäß der Erfindung beispielsweise und im Schnitt veranschaulicht.
Die Zeichnung läßt erkennen, daß ein regelbares Ventil 1 in einem Gehäuse 2 und in einer hutartigen
Verschraubung 3 einen Differentialkolben4 führt. Der
Kolben 4 weist an seinem unteren Ende einen mit einer entsprechenden Gegenfläche 5 des Gehäuses 2
zusammenwirkenden Kegelsitz 6 auf, der eine Überlaufbohrung 7 abschließt oder freigibt. Für den Eintritt
des Druckmediums in das Ventil 1 dient eine Bohrung 8 und für den Austritt eineBohrung9. Das durch
die Bohrung 8 einströmende Medium tritt durch radiale Durchbrüche 10 in den hohl ausgebildeten
Kolben 4 und bewirkt durch Druck auf die Fläche 11 eines schwimmenden Kolbens 12 eine axiale Verschiebung
des Kolbens 12, so daß das Medium durch radiale Bohrungen 13 in einen Ringraum 14 und von
dort zur Auslaufbohrung 9 gelangen kann. Der schwimmende Kolben 12 ist mittels einer schwachen
Feder 15 gegen eine Kolbenverschraubung 16 abgestützt, die unter Zwischenschaltung einer Dichtung
17 den Hohlkolben 4 nach oben dicht abschließt. Im Bereich des Ringraumes 14 ist der Kolben 4 abgesetzt,
so daß eine Ringfläche 18 entsteht, die bei steigendem Druck den Kolben 4 gegen die Kraft einer mittels
einer Spindel 19 auf bestimmte Drücke einstellbaren Feder 20 verschiebt.
Damit das Ventil störungsfrei und ohne Lack- sowie Spaltverluste arbeitet, ist der Ringraum 14 durch
9W 767/220
Lippendichtungen 21 abgedichtet, die zwischen der Verschraubung 3 und einem Absatz 22 des Gehäuses 2
unter Zwischenschaltung eines Lochzylinders 23 lagesicher festgehalten sind und mit ihren Dichtlippen
zueinander weisen.
Die erwähnte Feder 15 könnte bei einer stehenden Anordnung des Ventils 1 in Fortfall kommen, jedoch
ist sie dann erforderlich, wenn das Ventil 1 in jeder Lage, insbesondere hängend, einwandfrei arbeiten soll.
Es versteht sich, daß die schwache Feder 15 bei den in hydraulischen Anlagen zur Anwendung kommenden
hohen Drücken praktisch keine Drosselwirkung hervorruft und daher keinen Nachteil darstellt; dies um
so mehr, wenn man berücksichtigt, daß durch die Feder 15 das Ventil 1 in jeder Lage arbeitsfähig ist.
Das erfindungsgemäße Entlastungsventil arbeitet wie folgt:
Wenn das einem Aggregat vorgeschaltete und an eine Pumpe angeschlossene Ventil 1 von der Pumpe
her gespeist wird und das Ventil 1 beispielsweise auf au einen Druck von 30 atü eingestellt ist, dann fließt das
Medium unter Anheben des schwimmenden Kolbens 12 in den Ringraum 14 des Gehäuses 2 und von dort
zum Aggregat. Ist am Aggregat der eingestellte Druck erreicht und der von der Pumpe erzeugte Druck höher
als 30 atü, so wird die Arbeitsfläche 18 im Ringraum 14 wirksam, d. h., der Kolben 4 wird gegen die Kraft
der Kolbenfeder 20 verschoben, wodurch ein Überlaufquerschnitt
frei wird, durch den das von der Pumpe kommende Medium abfließt. In diesem Augenblick
schließt sich das Rückschlagventil 12 mit dem Ergebnis, daß trotz Abfallens des Druckes in der
Pumpenleitung der Druck in dem Ringraum 14 erhalten bleibt und die unter Druck stehende Arbeitsfläche
18 des Kolbens 4 den Kolben in seiner Offenlage festhält. Dadurch ergibt sich der Vorteil, daß die
Feder 20 des Kolbens 4 auf den Überlauf querschnitt wirkungslos ist und das Medium drucklos, also ohne
Erwärmungs- und Gasbildungsgefahr durch den freigegebenen und konstant gehaltenen Überlaufquerschnitt
abfließen kann. Außerdem hat die Ausführung mit der erwähnten Arbeitsfläche den Vorteil, daß die
Pumpe praktisch leer läuft, also ihr Antriebsmotor einen wesentlich geringeren Energiebedarf hat als
Motoren für Pumpen, die über bekannte Druckminderer irgendwelche hydraulische Aggregate speisen.
Das Rückschlagventil vermeidet daher nicht nur Schädigungen bei Rückstößen, sondern es wird auch
durch seine oben angegebene Wirkungsweise zu einem Teil einer Anordnung, die das gefürchtete Aufheizen
des Druckmediums verhindert.
Claims (2)
1. Entlastungsventil, das beim Überschreiten eines vorbestimmten einstellbaren Druckes in einer
von einer Pumpe gespeisten Anlage die Leitung zur Pumpe mit dem Ablauf verbindet und völlig
entlastet, während die Leitung zur Anlage dabei durch ein Rückschlagventil abgesperrt wird, das
in einem beweglichen Kolben angeordnet ist, der vom Druck in der Anlage beaufschlagt wird und
das federbelastete Rückschlagventil in Offenlage drängt, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben als
hohler Differentialkolben (4) ausgebildet ist, dessen Ringfläche (18) dem Druck in der Anlage ausgesetzt
ist, dessen größere Stirnfläche von einer Schließfeder (20) belastet ist und dessen kleinere
Stirnfläche den Verschluß des Überströmventils bildet, wobei der Sitz für das Rückschlagventil
(12) in seinem hohlen Inneren angeordnet ist, das durch radiale Bohrungen (10,13) einerseits mit
dem Zulauf (8) von der Pumpe her, andererseits mit dem Raum (14) im Bereich der Ringfläche
(18) des Differentialkolbens (4) verbunden ist.
2. Entlastungsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum (14) im Bereich der
Ringfläche (18) durch zueinander weisende Lippendichtungen (21) abgedichtet ist, die unterschiedliche
Durchmesser haben und ferner zwischen einer Verschraubung (3) und einem Absatz (22)
unter Zwischenschaltung eines auf ihre mittleren Durchmesser abgestimmten Lochzylinders (23)
lagesicher festgehalten sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschriften Nr. 519 429, 538 362, 935;
Britische Patentschriften Nr. 519 429, 538 362, 935;
USA.-Patentschriften Nr. 2 050 853, 2 493 111.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909· 767/220 3.60'
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEK29871A DE1078395B (de) | 1956-09-15 | 1956-09-15 | Entlastungsventil |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEK29871A DE1078395B (de) | 1956-09-15 | 1956-09-15 | Entlastungsventil |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1078395B true DE1078395B (de) | 1960-03-24 |
Family
ID=7218663
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEK29871A Pending DE1078395B (de) | 1956-09-15 | 1956-09-15 | Entlastungsventil |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1078395B (de) |
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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DE1171688B (de) * | 1960-12-15 | 1964-06-04 | Flugzeugwerft Veb | Sicherheitsventil |
DE1252994B (de) * | 1963-03-26 | 1967-10-26 | Bendix Westinghouse Automotive | Druckentlastungs- und Steuereinrichtung |
FR2309958A2 (fr) * | 1975-04-30 | 1976-11-26 | Kraftwerk Union Ag | Centrale nucleaire avec vanne a fermeture rapide montee dans la conduite de vapeur vive |
Citations (5)
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US2050853A (en) * | 1936-08-11 | murphy | ||
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GB539935A (en) * | 1940-02-26 | 1941-09-30 | Automotive Prod Co Ltd | Improvements in or relating to pressure regulating devices for fluid supply systems |
US2493111A (en) * | 1945-02-01 | 1950-01-03 | Weatherhead Co | Pressure regulator |
-
1956
- 1956-09-15 DE DEK29871A patent/DE1078395B/de active Pending
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