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DE1076307B - Verfahren zur Herstellung von hochelastischen Wirk- und Strickwaren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hochelastischen Wirk- und Strickwaren

Info

Publication number
DE1076307B
DE1076307B DEF18057A DEF0018057A DE1076307B DE 1076307 B DE1076307 B DE 1076307B DE F18057 A DEF18057 A DE F18057A DE F0018057 A DEF0018057 A DE F0018057A DE 1076307 B DE1076307 B DE 1076307B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
knitted
threads
goods
production
twist
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF18057A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Robert Schnegg
Walter Kleinhammes
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF18057A priority Critical patent/DE1076307B/de
Publication of DE1076307B publication Critical patent/DE1076307B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B1/00Weft knitting processes for the production of fabrics or articles not dependent on the use of particular machines; Fabrics or articles defined by such processes
    • D04B1/14Other fabrics or articles characterised primarily by the use of particular thread materials

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Of Fabric (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von hochelastischen Wirk- und Strickwaren Es sind eine Anzahl von Verfahren zur Herstellung von hochelastischen Strick- und Wirkwaren aus synthetischen Fäden bekanntgeworden.
  • Nach einem der bekannten Verfahren verfährt man in folgender Weise: Zunächst wird einem Garn aus synthetischen Hochpolymeren, z. B. Polyamiden, ein sehr hoher Rechtsdrall von etwa 2000 Touren pro Meter verliehen, dann das Garn in diesem Zustand auf fester Unterlage einer Thermofixierung unterworfen, die gegebenenfalls in Gegenwart von quellenden Mitteln vorgenommen werden kann, und schließlich der aufgebrachte Drall über den Nullpunkt zurückgedreht. In gleicher Weise wird ein Faden mit Linksdrall versehen, demselben Verfahren unterworfen, und endlich wird ein Faden mit Rechtsdrall mit einem Faden mit Linksdrall zusammengezwirnt. Dadurch entsteht ein hochelastisches, stark gekräuseltes Garn. Es kann dann in bekannter Weise zu hochelastischen Artikeln nach dem Wirk- oder Strickverfahren verarbeitet werden.
  • Nach einem anderen Verfahren wird einem Garn ein falscher Drall von mindestens 2000 Touren pro Meter gegeben und in demselben Arbeitsgang der Drall wieder herausgenommen, wobei beim Hochdrehen das Garn einer thermischen Behandlung durch trockene Hitze oder Dampf ausgesetzt wird. Dann werden wiederum Garne mit verschiedener Drehrichtung zusammengezwirnt und zu Wirk- oder Strickwaren verarbeitet.
  • Man hat diese Verfahren auch auf die Herstellung von Wirk- und Strickwaren aus monofilen Garnen angewandt. Hierbei werden die Monofile auf 2000 bis 3000 Drehungen pro Meter im Rechts- und Linksdrall hochgedreht, ausgewaschen, fixiert und wieder teilweise oder über den Nullpunkt hinaus zurückgedreht. Diese monofilen Fäden werden vor allem zu Strümpfen verarbeitet, wobei man auf den Wirkmaschinen jeweils einige Maschenreihen mit dem Garn mit Linksdrall und eine gleiche Zahl Maschenreihen mit dem Garn mit Rechtsdrall wirkt bzw. strickt. So erhält man einen elastischen Strumpf.
  • Diese Verfahren sind sehr zeitraubend, umständlich und infolge der hohen Fixiertemperaturen oft festigkeitsvermindernd für das Material. Bei monofilen Garnen ist die hohe Drehung, gefolgt von Fixierung und einer der ersten Drehung entgegengesetzten Rückdrehung, nachteilig, da der monofile Faden dabei eine Torsion erfährt, die den Faden beträchtlich schädigt.
  • Weiterhin sind auch Verfahren zur Herstellung von solchen Wirkwaren aus synthetischen Fäden, wie Polyamidfäden, bekannt, die gegenüber den normalen Wirkwaren eine etwas erhöhte Elastizität aufweisen. Zu ihrer Herstellung verwendet man gedrehte Fäden aus Polyamiden, welche fixiert, anschließend aber nicht zurückgedreht sind. Auch hier werden Fäden mit Rechts- und mit Linksdrall abwechselnd verwirkt. Will man nach diesem Verfahren z. B. einen Strumpf für eine bestimmte Größe herstellen, so ist es notwendig, ihn mit mehr Maschenreihen zu wirken als einen entsprechenden, nach üblichen Methoden hergestellten Strumpf. Die einzelnen Maschen sind wegen der Zwirnung der Fäden dichter. Die Elastizität des Strumpfes ist jedoch nicht so groß, daß man mit der normalen Anzahl von Maschenreihen auskommen würde.
  • Es wurde nun gefunden, daß man hochelastische Wirk- und Strickwaren aus zum Teil links- und zum Teil rechtsgedrehten synthetischen Fadenbündeln oder Einzelfäden herstellen kann, wenn man schrumpffähige, nicht fixierte Fäden mit wenigstens 600 Drehungen/Meter Links- bzw. Rechtsdrehung abwechselnd in einer jeweils geringen Zahl von Maschenreihen verwirkt bzw. verstrickt und anschließend die Wirk- bzw. Strickwaren in an sich bekannter Weise thermisch schrumpft.
  • Die hochgedrehten Fäden haben vorzugsweise einen Drall von 600 bis 3000 Drehungen pro Meter. Es könren jedoch auch noch höher gedrehte Fäden verwendet werden. Die Fäden werden mit Rechts- und mit Linksdrall hergestellt.
  • Als synthetische Faserstoffe kommen alle linearen Hochpolyrneren in Frage, insbesondere Polyamide und Polyester.
  • Um z. B. zu einem elastischen Strumpf zu gelangen, wird das Garn in bekannter Weise während des gesamten Wirkvorgangs abwechselnd mit Rechts-und Linksdrall in einer jeweils geringen Zahl von Maschenreihen abwechselnd verwirkt, etwa so, daß über einen Fadenführer zwei Maschenreihen mit dein mit Rechtsdrall versehenen Faden und anschließend zwei Maschenreihen mit dem mit Linksdrall versehenen Faden gewirkt werden. Wenn der fertige Strumpf einer normalen ,\Tachbehandlung unterworfen wird, wie Waschen, Färben und Formen, wird er durch die Schrumpfung des gedrehten Fadens, der noch nie einer Wärmebehandlung unterzogen. war, hervorragend elastisch.
  • Ein so hergestellte#r Strumpf kann in der Längsrichtung um etwa 50 bis 100 11/o gedehnt werden und schmiegt sich auf Grund seines elastischen Verhaltens dem Bein gut an.
  • # Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich nicht nur in der Cottonwirkerei, sondern in gleicher Weise auch bei der Herstellung von Rundwirk- und Rundstrickware anwenden.
  • Da das Garn vor der Verarbeitung keinem Schrumpfvorgang, sei es durch Waschen oder Thermofixieren, unterworfen sein darf, ist es im Falle der Verwendung von Garnen, die aus polymerisiertem Caprolactarn hergestellt sind, zweckmäßig, solche Garne zu verwenden, die einen niedrigen Gehalt an monomeren Bestandteilen aufweisen. Zweckmäßig liegt der GehalL' an monomeren Bestandteilen unter 2,5 %. Solche Garne mit geringem Gehalt an auswaschbaren Anteilen führen zu keinerlei Verarbeitungsschwierigkeiten und geben dem Fertigprodukt besonders gute Eigenschaften.
  • Neben dem Polyrneren aus Caprolactam lassen sich auch andere lineare Polyamide, wie Kondensationsprodukte aus Hexamethylendiamin und Adipinsäure, sowie Polymere der Ome-a-Amino-undecansäure nach dem beschriebenen Verfahren verarbeiten.
  • Auch Garne aus Polyestern, wie solche aus Terephthalsäure und Äthyleiiglykol, sowie aus Polyurethanen, wie sie beispiels--,veise aus Hexandiisocya:iiat und Butandiol erhältlich sind, lassen sich für das erfindungsgemäße Verfahren verwenden.
  • Die Herstellung von elastischen Wirkwaren durch abwechselnde Verarbeitung von gedrehten Fäden mit Links-bzw. Rechtsdrall ist auch bereits aus dem Gebiet der Naturfasern --bekannt.- Im Gegensatz zu den synthetischen Fasern haben jedoch die Naturfasern vollständig andere Eigenschaften. So haben Fäden aus Naturfasern keine den verstreckten synthetischen Fä-# den entsprechende Schrumpffähigkeit und liefern im hochgedrehten Zustand ohne Thermofixierung und Rückdrehung ein Garn, das unmittelbar zu elastischen Gewirken verarbeitet werden kann. Die Elastizität der Wirkware beruht unmittelbar auf der entgegengesetzten Zwirnung der abwechselnd verwirkten Fäden im Gewirke.
  • Beispiel Ein versteckter Faden vom Titer, 15den. aus Caprolactampalyamid, der einen Gehalt von 1,8 % monornerem Caprolactam und einen Schrumpf von 12 0/9 aufweist, wird auf einer üblichen Zwirnmaschine auf 1200 Z-Drehungen pro Meter gezwirnt und auf einer Spule in Kreuzlegung aufgespult. Ein zweiter Faden wird in gleicher Weise mit 1200 S-Drehungen hergestellt. Die beiden, in entgegengesetzter Richtung gedrehten Garne können dann nach bekannten Methoden zu Wirk- und Strickwaren verarbeitet werden.
  • Die hohe Elastizität der Ware entsteht erst durch eine thermische Schrumpfung,'wie sie beispielsweise bei der Ausrüstung der Ware durch Nachbehandlung in der Hitze oder durch Färben verursacht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSP9UCH: Verfahren zur Herstellung von hochelastischen Wirk- und Strickwaren aus zum Teil links- und zum Teil rechtsgedrehten synthetischen Fadenbündeln oder Einzelfäden, dadurch gekennzeichnet, daß schrumpffähige, nicht .:fixierte Fäden mit wenigstens 600 Drehungen-pro Meter Links- bzw. Rechtsdrehung abwechselnd in einer jeweils geringen Zahl von Maschenreihen verwirkt bzw. verstrickt und anschließend die Wirk- bzw. Strickwaren thermisch geschrumpft werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 633 376, 661538; schweizerische Patentschrift Nr. 282 322; österreichische Patentschrift Nr. 180 243; USA.-1#atentschrift Nr. 2 102 730; H. Hopff, A. Müller, F. Wenger, »Die Polyamide«, 1954, S. 304 und 305,- - »Textile Warld«, Juli/1952, S. 95 und 238; »Melliand Textilberichte«, Nr. 4/1955, S. 394.
DEF18057A 1955-07-28 1955-07-28 Verfahren zur Herstellung von hochelastischen Wirk- und Strickwaren Pending DE1076307B (de)

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Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE633376C (de) * 1934-09-21 1936-07-25 Glanzstoff Ag Verfahren zur Herstellung von Kunstseidenkreppgewebe
US2102730A (en) * 1936-07-31 1937-12-21 Clarence L Meyers & Co Stocking
DE661538C (de) * 1934-06-24 1938-06-21 Naamlooze Vennootschap Kunstzi Verfahren zum Herstellen von Kunstseidekreppgewebe
CH282322A (de) * 1948-07-30 1952-04-30 Z Pre Chemicku Vyrobu Narodni Verfahren zum Kaltrecken eines Fadens aus hochmolekularen linearen Polymeren oder Polykondensaten.
AT180243B (de) * 1951-10-25 1954-11-25 Kurt Frowein Gewirkter Damenstrumpf

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