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DE1076286B - Kombiniertes elektrisches Fibrillations- und Defibrillationsgeraet zur Behandlung des menschlichen oder tierischen Herzens - Google Patents

Kombiniertes elektrisches Fibrillations- und Defibrillationsgeraet zur Behandlung des menschlichen oder tierischen Herzens

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Publication number
DE1076286B
DE1076286B DED28928A DED0028928A DE1076286B DE 1076286 B DE1076286 B DE 1076286B DE D28928 A DED28928 A DE D28928A DE D0028928 A DED0028928 A DE D0028928A DE 1076286 B DE1076286 B DE 1076286B
Authority
DE
Germany
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pointer
relay
current
current flow
voltage
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED28928A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Rer Nat Hans-Achim Dittmar
Dr Med Gernot Friese
Walter Nowacki
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HANS ACHIM DITTMAR DR RER NAT
Original Assignee
HANS ACHIM DITTMAR DR RER NAT
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Filing date
Publication date
Application filed by HANS ACHIM DITTMAR DR RER NAT filed Critical HANS ACHIM DITTMAR DR RER NAT
Priority to DED28928A priority Critical patent/DE1076286B/de
Publication of DE1076286B publication Critical patent/DE1076286B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61NELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
    • A61N1/00Electrotherapy; Circuits therefor
    • A61N1/18Applying electric currents by contact electrodes
    • A61N1/32Applying electric currents by contact electrodes alternating or intermittent currents
    • A61N1/38Applying electric currents by contact electrodes alternating or intermittent currents for producing shock effects
    • A61N1/385Devices for inducing an abnormal cardiac function, e.g. fibrillation
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61NELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
    • A61N1/00Electrotherapy; Circuits therefor
    • A61N1/18Applying electric currents by contact electrodes
    • A61N1/32Applying electric currents by contact electrodes alternating or intermittent currents
    • A61N1/38Applying electric currents by contact electrodes alternating or intermittent currents for producing shock effects
    • A61N1/39Heart defibrillators
    • A61N1/3925Monitoring; Protecting
    • A61N1/3937Monitoring output parameters

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Cardiology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
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  • Electrotherapy Devices (AREA)

Description

  • Kombiniertes elektrisches Fibrillations-und Defibrillationsgerät zur Behandlung des menschlichen oder tierischen Herzens Die Erfindung betrifft ein kombiniertes elektrisches Fibrillations- und Defibrillationsgerät zur Behandlung des menschlichen oder tierischen Herzens mit im Behandlungsstromkreis angeordneten Strom-, Spannungs- oder Leistungsmeßinstrumenten, insbesondere zur Verwendung in Verbindung mit anderen registrierenden Geräten zur Überwachung des Kreislaufes oder der Narkose. Defibrillationen erfolgen durch einen zeitlich begrenzten Wechselstromstoß von etwa 1 bis 3 A, der den flimmernden Herzkammern bei geöffnetem Thorax mittels formgerechten, löffelförmigen Elektroden zugeführt wird. Der Einsatz derartiger Geräte erfolgt hauptsächlich bei Operationen, in deren Verlauf der Thorax geöffnet werden muß und die Möglichkeit besteht, daß Herzkammerflimmern auftritt. Die Methode der elektrischen Schocktherapie hat sich bewährt und allgemein eingebürgert.
  • Weitere Anwendungsmöglichkeiten wären bei eintretendem Herzkammerflimmern aus anderen Grün den, wie z. B. nach einem elektrischen Unfall, gegeben, jedoch scheidet hier der Einsatz überwiegend deswegen aus, weil ein derartiges Gerät am Ort nicht zur Verfügung steht und die Zeit, die vom Eintritt des Flimmerns bis zum Öffnen des Thorax nebst Defibrillation verstreichen darf, auf etwa 3 Minuten begrenzt ist. Herzkammerflimmern bedeutet Kreislaufstillstand, und nach Ablauf von 3 Minuten sind irreversible Schädigungen der Hirnzellen eingetreten.
  • Geräte zur elektrischen Defibrillation sind seit geraumer Zeit bekannt. Sie arbeiten nach folgendem Schema: Die zur Defibrillation dienende Spannung (bzw. der Strom in Abhängigkeit vom Gewebewiderstand des Herzens) wird an einem Wahlschalter, der die Anzapfungen der Sekundärwicklung eines Trenntransformators bedient oder im Falle der Stromregelung durch Regelwiderstände, eingestellt. Nach Anlage der Elektroden am Herzmuskel wird der die Dauer des Stromflusses bestimmende Zeitgeber, im einfachsten Fall ein Zeitrelais in der Regel ein elektrpnischer Zeitkreis ausgelöst. War der Stromstoß in seiner Dauer und Stärke ausreichend, so wird das flimmernde Herz entweder, zum Stillstand kommen oder anfangen, sich spontan zu kontrahieren. Der Stillstand kann durch Herzmassage oder durch elektrische Impulse von kurzer Dauer und entsprechender Spannung in der Frequenz des normalen Herzschlages behoben werden. Aus diesem Grund wird ein Defibrillator oft mit einem entsprechenden Impulsgerät kombiniert.
  • In neuerer Zeit beginnt bei Operationen am Herzen die Hypothermie an Bedeutung zu gewinnen. Hierbei wird der Körper des Patienten auf Temperaturen von 200 C und darunter abgekühlt und damit der Stoffwechsel so herabgesetzt, daß ein Kreislaufstillstand, hervorgerufen durch einen Herzstillstand, keine Bedeutung mehr hat, sofern er zeitlich begrenzt bleibt.
  • Hier ist der Einsatz eines Fihrillators, der mit durch das Herz fließenden Strömen von etwa 50 bis 100 mA Kammerflimmern erzeugt, zur Erzielung des gewünschten Herzstillstandes unter Umständen angezeigt. Größere und kleinere Ströme als die angeführten sind wirkungslos. Daher sollte ein Defibrillatorgerät auch die Möglichkeit des Fibrillierens enthalten.
  • Die bisher bekannten Geräte enthalten folgende Mängel, deren Beseitigung das Ziel der Erfindung ist: Das Herz ist als komplexer Widerstand variabler Größe in Abhängigkeit von der Beschaffenheit des Gewebes aufzufassen. Ferner, hängt der zwischen den Elektroden befindliche Widerstand auch von der Anlage derselben ab, da sowohl die ganze Elektrodenfläche als auch nur einzelne Stellen derselben dem Gewebe aufliegen können. Daraus folgt, daß bei einer Einstellung der Defibrillationsspannung an einem Wahlschalter diese Spannung an den Elektroden liegt, daß aber durch den zum Teil künstlich geschaffenen Widerstand kein entsprechender Strom fließt.
  • Bei der nun zwangläufig folgenden Spannungserhöhung besteht die Gefahr der Verbrennung. Aus diesem Grund ist eine Skaleneichung der Einstellknöpfe zur Spannungs- oder Stromregelung nur als vager Anhalt zu werten, sofern nicht eine Strom- und Spannungsmessung vorgesehen wird, die ohne zusätzlichen Bedienungsaufwand bis herab zu den kürzesten, zur Fibrillation-Defihrillation verwendeten Stromflußzeiten von 100 msec sicher anzeigt. Die Meßwertanzeige muß auch nach Beendigung des Schockvorganges erhalten bleiben, da eine sichere Ablesung der Instrumente während der kurzen Zeit von 100 msec kaum möglich ist und eine Protokollierung der Meßwerte zur Gewinnung von Unterlagen wichtig erscheint.
  • Bei fast allen größeren Operationen wird zum Zwecke der Kreislauü und Narkoseüberwachung das Elektrokardiogramm, ferner ein Elektroencephalogramm und ähnliche Messungen registriert. Ergibt sich im Verlaufe der Operation die Notwendigkeit. einen Defibrillator einzusetzen, so müssen die Zuleitungen vom Patienten zu den registrierenden Überwachungsgeräten getrennt werden, da sonst deren empfindliche Verstärker mit ihren Registriersystemen durch die starken Stromstöße des Defibrillators beschädigt werden. Außerdem sind sonst der Patient sowie die Operateure durch die Erdpotential führende, der Entstörung dienende Neutraldekfrpde gefährdet.
  • Daher ist es zweckmäßig, daß die Abschaltung der Patientenkabel selbsttätig durch den Defibrillator erfolgt, denn die manuelle Abschaltung kostet Zeit, außerdem kann sie vergessen werden.
  • Die eigentliche Bedeutung der automatischen Abschaltung und Einschaltung nach Ablauf des Stromstoßes liegt aber in der sicheren Kontrolle des Erfolges oder Mißerfolges der Schockbehandlung, der mit Hilfe der Überwachungsgeräte sofort ablesbar ist, auch in den Fällen, wo das Herz infolge seitlichen Öffnens des Thorax nicht einwandfrei zu sehen ist.
  • Die bekannten Geräte besitzen weder eine bis zu den kürzesten Stromflußzeiten sicher anzeigende Strom-und Spannungsmeßeinrichtung mit nachfolgender Arretierung noch eine automatische Ab- und Wiedereinschaltung der die Kreislaufgrößen mitregistrierenden Geräte während des Schockvorganges, ferner fehlt die Möglichkeit des Fibrillierens mit geeigneten Stromstärken.
  • Die Lösung der gestellten Aufgaben gelang mit handelsüblichen Halbzeugen und Bauteilen, so daß die Herstellung derartiger Geräte keinen besonderen Aufwand erfordert und billig ist.
  • Nach der Erfindung werden zur Gewährleistung einer sicheren Ablesung der Meßwerte auch bei kürzesten Stromflußzeiten in der Größenordnung von 100 msec Meßinstrumente verwendet mit einem oberhalb oder unterhalb des Zeigers angeordneten, heb-oder senkbaren Bügel, welcher durch eine oder mehrere dem Meßinstrument zugeordnete Magnetspulen oder Relais selbsttätig betätigt wird durch die Ankerbewegung der Spulen oder Relais, die den Instrumentenzeiger in seiner Meßstellung gegen einen zweiten starren Bügel oder Anschlag andrückt und damit arretiert, welche Arretierung erst dann eintritt, wenn der Zeiger sich auf den Meßwert eingestellt hat, und bei erneutem Stromfluß wieder bis zur Einstellung des Zeigers auf den neuen Meßwert aufgehoben ist.
  • Als Meßgeräte gelangen ein Drehspul-Strommesser mit Gleichrichter, der zwecks Linearisierung der Skalen über einen Wandler gespeist wird, sowie ein Drehspul-Spannungsmesser mit Gleichrichter zur Verwendung. Beide Instrumente stellen sich in 100 msec mit 1 °/o Überschwingen ein. Da sie nur 100 mm Flanschdurchmesser haben, lassen sie sich bequem in das Gerät einbauen, ohne daß die Abmessungen desselben die übliche Größe überschreiten. Unterhalb der Skala wird in die Instrumente beiderseits des Meßwerkes je eine kleine Magnetspule mit beweglichem Anker oder ein kleines Relais ohne Kontakte eingebaut. Diese Spulen tragen auf ihrem Anker einen Winkel mit einem Schlitz, in den ein durch die Skala führender und unterhalb des Zeigers verlaufender, heb- und senkbarer Bügel eingreift. Oberhalb des Meßwerkzeigers verläuft ein zweiter starrer Bügel, der so angeordnet ist, daß der Zeiger im nicht arretierten Zustand unter ihm spielen kann. Der auf den Ankern der Magnetspulen befestigte, bewegliche Bügel drückt den Zeiger, wenn die Spulen stromlos sind, gegen den oberhalb des Zeigers verlaufenden, starren Bügel und bewirkt die Arretierung. Erhalten die Spulen nun einen Stromimpuls, so ziehen die Anker an und damit gibt der untere sich dabei senkende Bügel den Zeiger frei. Die Elastizität des Zeigers, der als Rohrzeiger konstruiert ist, nimmt die geringen, zur Anwendung gelangenden Hübe auf, so daß das Meßwerk selbst nicht belastet wird. Den Magnetspulen wird iiber eine entsprechende Schaltung ein derartiger Stromimpuls zugeführt, daß eine einwandfreie Einstellung unter Berücksichtigung der Relaiszeitkonstante innerhalb der kürzesten Stromflußzeit gewährleistet ist.
  • Die Abschaltung des Kardiogramms bzw. anderer Registriergeräte mit Verstärker geschieht zweckmäßig durch ein Relais mit entsprechender Kontaktbestükkung, welches durch andere Relais oder Röhrenschaltungen so gesteuert wird, daß es kurz vor der Einschaltung der Defibrillationsspannung die Unterbrechung der zum Patienten führenden Leitungen dieser Geräte vornimmt und unmittelbar nach der Ausschaltung des Defibrillationsstromes die Verbindungen wieder herstellt.
  • Der bereits erwähnte Wandler erfüllt neben der Speisung des Strommeßinstrumentes noch die Aufgabe, mit Hilfe von Anzapfungen seiner Wicklung wahlweise die Defibrillationsspannung oder die Fibrillationsspannung herzustellen. Das Strommeßinstrument besitzt zwei Skalen, so daß die Messung des Stromes bei der Fibrillation ohne weitere Umschaltung genauso erfolgt wie die Messung bei der Defibrillation. Es ist lediglich notwendig, das Gerät mit Hilfe des Betriebsartwahlschalters auf die gewünschte Arbeitsweise einzustellen. Die Instrumente können, nachdem sie den Meßwert anzeigen und arretiert haben, von Hand durch Betätigung einer Taste wieder auf den Nullpunkt zurückgestellt werden, was jedoch bei mehreren nacheinander folgenden Defibrillationsvorgängen nicht notwendig ist, da jeder neue Strom- und Spannungswert, der vom vorhergehenden abweicht, angezeigt wird.
  • Da sämtliche Vorgänge, Auslösung des Gerätes, Strom- und Spannungsanzeige, Registriergerätabschaltung und -wiedereinschaltung, durch die Auslösung des Gerätes ablaufen und zu diesem Zweck nur eine Taste bzw. ein Fußschalter betätigt werden muß, ist die Bedienung leicht.
  • Abb. I zeigt als Beispiel die Prinzipschaltung eines Gerätes zur elektrischen Fibrillation-Defibrillation nach der Erfindung; Abb. II zeigt den mechanischen Aufbau eines für den vorliegenden Zweck geeigneten Meßinstrumentes.
  • Im Ruhezustand fließt von der. Kathode zum Gitter der Röhre 1 ein Strom, der die Kapazität 3 auflädt.
  • Die Größe der am Kondensator 3 stehenden Spannung wird durch die Widerstandsdekade 4 bewirkt, von der ein entsprechender Teil - mit Hilfe des Wahlschalters 5, dessen Bedienungsknopf auf der Frontplatte des Gerätes direkt in Zeiten geeicht ist, abgegriffen wird.
  • Bei Betätigung des Tastschalters 6, der zur Auslösung des Gerätes dient, erhält die Erregerspule des Relais 7 Spannung, dessen Kontakt 7a die Zündung der gittergesteuerten Gasentladungsröhre 2 und damit den Anzug des Schaltschützes 8 bewirkt. Gleichzeitig wird durch den Kontakt 7 a der Gitter-Kathoden-Kreis der Röhre 1 geschlossen. Zunächst kann wegen der an der Kapazität 3 stehenden Spannung mit negativem Vorzeichen zum Gitter der Röhre 1 kein Anodenstrom fließen. Der Kondensator entlädt sich jedoch nun über den Widerstand 9, und die Röhre beginnt nach einiger Zeit Anodenstrom zu führen, wodurch sich der Kondensator 10 auflädt. Dadur,ch wird das Steuergitter der gittergesteuerten Gasentladungsröhre 2 negativ, so daß es löscht und dadurch Schütz 8 abfällt.
  • Da die zur Defibrillation dienenden Strnmflußzeiten zwischen 100 msec und 1 sec liegen, würde bei Auslösung von Hand ein unter der Dauer der gewählten Stromflußzeit liegendes Betätigen des Tastschalters 6 eine vorzeitige Rückkehr des Zeitgebers in den Ruhezustand und damit Abfall des Schaltschützes 8 bedeuten. Daher wurde der zur Auslösung dienende Tastschalter 6 durch den Kontakt 8 a des Schaltschützes 8 überbrückt, so daß die Erregerspule des Relais 7 für die Dauer der vom Zeitgeber bestimmten Anzugszeit des Schaltschützes unter Spannung bleibt.
  • Die Kontakte 8b und 8c des Schaltschützes 8 legen in geschlossenem Zustand die von der Sekundärwicklung 11 des Trenntransformators 11 zur Verfügung stehende Spannung über die der Strombegrenzung dienenden Regelwiderstände 12a und 12 b, die magnetische Kurzschluß sicherung 13, den Wandler 14 sowie den Betriebsartwahlschalter 15 an den Elektrodenanschluß.
  • Der Wandler 14 besitzt zwei Anzapfungen der Wicklung 16 und 17, die durch den Schaltarm des Schalters 15 wahlweise eingeschaltet werden können.
  • Bei Benutzung der Anzapfung 16 steht am Ausgang zu den Elektroden die Defibrillationsspannung, bei Benutzung der Anzapfung 17 über den Regelwiderstand 18 die Fibrillationsspannung zur Verfügung.
  • Die Einschaltung der Regelwiderstände 12 a und 12 b sowie 18 bewirkt eine stufenlose Stromregelung, die sich über den erforderlichen Bereich erstreckt.
  • Beim Anzug des Relais 7 und Schließung des Kontaktes 7 b erhält die Erregerspule des Relais 19 Strom, wodurch dessen Umschaltkontakte 19 a, 19 b, 19 c, 19 d das Patientenkabel zu einem Überwachungsregistriergerät unterbrechen und z. B. geräteseits erden. Damit dieses Relais kurz vor der Einschaltung des Hauptstromkreises zum Anzug kommt, erhält das Schaltschütz 8 eine Anzugsverzögerung über die der rregerspule parallel liegende Kapazität20 und den it der Spule in Reihe liegenden Widerstand 21. Der befall des Relais 19 erfolgt stets später als der des Schaltschützes 8, da die Spulenspannung für das Relaib 19 über den Kontakt 7 b des Relais 7 zugeführt wird und zunächst Kontakt 8 a öffnen muß, bevor Relais 7 abfällt. Über den Kontakt 22 a des Relais 22, der als Umschaltkontakt ausgebildet ist, wird im Ruhezustand, bei welchem der Mittelkontakt 22a an der Zunge 22 b anliegt, der Kondensator 23 aufgeladen. Durch den Kontakt 19 e des Relais 19 wird bei dessen Anzug die Spule des Relais 22 erregt und der Kontakt 22 a auf die andere Zunge 22 c um- geschaltet,- wodurch sich der Kondensator 23 über die in Reihe geschalteten, im Strommesser 24 und Spannungsmesser 25 befindlichen Magnetspulen 26-27 und 28-29 entlädt. Der Anker dieser Spulen zieht gemäß der Zeitkonstante des aus dem Kondensator 23 und den Spulen 26 bis 29 gebildeten Kreises kurz an und gibt damit den Zeiger der Meßinstrumente mit Hilfe der an Hand der Abb. II näher erläuterten mechanischen Einrichtung frei, so daß diese sich in der Zeit bis zum Abfall der Anker einstellen können. Durch den Abfall der Anker werden die Zeiger wieder arretiert.
  • Der den Magnetspulen parallel geschaltete Widerstand 30 dient zum Abgleich der Meßintervalle. Mit Hilfe des Tastschalters 31 der den Kontakt 22a des Relais 22 überbrückt, kann die Arretierung der Meßinstrumente 24 und 25 aufgehoben und damit die Nullrückstellung der Zeiger bewirkt werden.
  • Die Abb. II stellt als Beispiel eine Ausführung der Arretiei;vorrichtung an den Instrumenten dar.
  • Neben dem Meßwerk 32 befinden sich unterhalb des Skalenblattes 33 die Magnetspulen 26-27, die mit der Grundplatte 34 verschraubt sind. Auf den Ankern 35 und 36 der Magnetspulen 26 und 27 sind Winkel 37 und 38 angelötet, die auf ihrem senkrechten Ende 39 mit einem Schlitz 40 versehen sind, in den ein über der Skala, jedoch unter dem Zeiger 41 verlaufender Bügel 42 mit seinen abgebogenen und durch Bohrungen in der Skalenplatte reichenden Enden mittels Schrauben 43 so befestigt ist, daß diese und mit ihnen der Bügel 42 im Schlitz 40 der Winkel verschoben werden können.
  • Diese Anordnung erlaubt eine leichte Justierung des Bügels 42. Oberhalb des Zeigers 41 ist ein starrer Bügel 44, der mit seinen abgebogenen Enden auf dem Skalenblatt33 verschraubt wird, so angebracht, daß der Zeiger 41 im freien Zustand unter ihm spielen kann. Dieser Bügel dient als Anschlag und verhindert, daß der Zeiger über die Elastizitätsgrenze hinaus beansprucht wird. Im Ruhezustand bei abgefallenen Ankern 35 und 36 drückt der Bügel 42 - den Zeiger 41 gegen den Bügel 44, wie in Abb. II dargestellt, und arretiert ihn damit.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Kombiniertes elektrisches Fibrillations- und Defibrillationsgerät zur Behandlung des menschlichen oder tierischen Herzens mit im Behandlungsstromkreis angeordneten Strom-, Spannungs-oder Leistungsmeßinstrumenten, insbesondere zur Verwendung in Verbindung mit anderen registrierenden Geräten zur Überwachung des Kreislaufes oder der Narkose, dadurch gekennzeichnet, daß zur Gewährleistung einer sicheren Ablesung der Meßwerte auch bei kürzesten Stromflußzeiten in der Größenordnung von 100 msec Meßinstrumente mit einem oberhalb oder unterhalb des Zeigers (41) angeordneten, heb- oder senkbaren Bügel (42) verwendet werden, welcher durch eine oder mehrere dem Meßinstrument zugeordnete Magnetspulen (26-27 bzw. 28-29) oder Relais selbsttätig betätigt wird durch die Ankerbewegung der Spulen oder Relais, die den Instrumentenzeiger in seiner Meßstellung gegen einen zweiten starren Bügel (44) oder Anschlag andrückt und damit arretiert, welche Arretierung erst dann eintritt, wenn der Zeiger sich auf den Meßwert eingestellt hat, und bei erneutem Stromfluß wieder bis zur Einstellung des Zeigers auf den neuen Meßwert aufgehoben ist.
  2. 2. Gerät nach Anspruch 1, bei dem andere registrierende Geräte zur Überwachung des Kreis laufes oder der Narkose, wie Elektrokardiografen, Elektroencephalografen, angeschlossen sind, gekennzeichnet durch ein mit mehreren Kontakten bestücktes Relais (19), das mit Hilfe anderer Relais oder Röhrenschaltungen so gesteuert wird daß die Verbindungsleitungen zu den anderen registrierenden Geräten kurz vor dem Einsetzen des Defibrillations- oder Fibrillationsstromstoßes selbsttätig unterbrochen und die Überwachungs-Registriergeräte unwirksam geschaltet werden, und unmittelbar nach Beendigung der Stromstoßbehandlung die Verbindungen wiederhergestellt werden.
  3. 3. Gerät nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein mit einem Umschaltkontakt bestücktes Relais (22), über dessen Mittelkontakt (22a) und eine Zunge(226) bei offenem Behandlungsstromkreis ein Kondensator (23) aufgeladen wird, welcher sich beim Anziehen des Relais, was über einen Kontakt (19 e) des Relais (19) bewirkt wird und damit kurz vor Beginn des Stromflusses im Behandlungsstromkreis erfolgt, durch den nun an der anderen Zunge (22 c) anliegenden Mittelkontakt (22 a) über die den Meßinstrumenten (24, 25) zugeor,dneten Magnetspulen (26-27 und 28-29) entlädt, wobei die Zeitkonstante des aus Kondensator (23) und diesen Magnetspulen bestehenden Kreises mit einstellbaren Parallelwiderständen (30) so bemessen ist, daß die Aufhebung der Zeigerarretierung unabhängig von der Stromflußdauer im Behandlungsstromkreis noch 100 msec nach Beginn des Stromflusses bestehenbleiht, während zum Zweck der Aufhebung der Zeigerarretierung zur Rückstellung der Instrumentenzeiger auf den Nullpunkt ein Tastschalter, (31) die Zungen (22b, 22c) des Relaisumschaltkontaktes überbrückt, derart, daß die die Ladung des Kondensators (23) bewirkende Spannung an die Magnetspulen der Meßinstrumente gelegt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 146 214.
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