DE1070665B - - Google Patents
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- B61—RAILWAYS
- B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
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- B61C7/04—Locomotives or motor railcars with two or more different kinds or types of engines, e.g. steam and IC engines
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebsanlage für Lokomotiven, bestehend aus mehreren voneinander
unabhängigen Antriebsmaschinen, von denen mindestens eine Antriebsmaschine als Hauptantriebsanlage
und die übrige oder übrigen Antriebsmaschinen als Zusatzantriebsanlagen vorgesehen sind. Bei den bekannten
Antriebsanlagen für Lokomotiven dieser Gattung dient die Zusatzantriebsanlage beim Anfahren
zur Unterstützung der Hauptantriebsanlage und wird nach Erreichen einer bestimmten Fahrgeschwindigkeit
wieder abgeschaltet, wie z. B. bei Dampflokomotiven mit zusätzlichem Turbinenantrieb. Bei Diesellokomotiven
mit elektrischen, hydraulischen oder mechanischhydraulischen Drehmomentwandlern, wie sie heute mit
Leistungen von etwa 2000 PS als vier- oder sechsachsige Einheiten gebaut werden, liegt die Zugkraft
bei voller Motorleistung bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit über der Reibungsgrenze der Lokomotive,
um dann in bekannter Weise bei weitersteigender Geschwindigkeit mehr und mehr unter die Reibungsgrenze abzusinken, wobei das Beschleunigungsvermögen
in gleicher Weise nachläßt. Um dies zu vermeiden, werden daher für schnell fahrende Züge mehrere Lokomotiven
gekuppelt, so daß eine höhere Leistung zur Verfügung steht. Dies bedeutet jedoch einen erheblichen
Aufwand, so daß versucht wird, dieses Problem durch Verwendung von Gasturbinenlokomotiven zu
lösen. Gasturbinen haben jedoch, wie auch die eingangs genannten Dampfturbinen, ein ungünstiges Anfahr-
und Teillastverhalten, d. h. ihr spezifischer Brennstoffverbrauch ist beim Anfahren und bei Teillast
verhältnismäßig hoch. Die Wirtschaftlichkeit derartiger Lokomotiven liegt daher, von Sondereinsätzen
abgesehen, unter der tragbaren Grenze, so daß in vielen Fällen trotz der hohen Anlagekosten der elektrischen
Lokomotive der Vorzug gegeben wird, _bei_ der in einer vier- oder sechsachsigen Einheit höchste
Leistungen verwirklicht werden können.
Es ist zwar zum Steigern der Wirtschaftlichkeit bereits bekanntgeworden, einen Dieselmotor und eine
Expansionsturbine mit Verdichter, Wärmeaustauscher und Brennkammer mittels eines Differentialgetriebes
"zu einer Antriebsanlage zusammenzufassen. Dabei läuft jedoch die Turbine stets zusammen mit dem
Dieselmotor. Da außerdem die Turbine mit dem Antrieb der Radsätze starr gekuppelt ist, kann sie nicht
ständig in ihrem wirtschaftlichsten Bereich betrieben werden. Schließlich ist die durch die bekannte'Antriebsanlage
aufbringbare Leistung nicht wesentlich größer als die des Dieselmotors, so daß sich hierbei
nicht die Leistungen einer elektrischen Lokomotiveinheit erreichen lassen.
Hier setzt die Erfindung ein, deren Aufgabe darin
-zu sehen ist, eine Antriebsanlage für Lokomotiven ge-_
Antriebsanlage für Lokomotiven, bestehend aus Haupt- und Zusatzantriebsmaschinen
Anmelder:
Krauss-Maffei Aktiengesellschaft, München -Allach
Dipl.-Ing. Eduard Gautzsch, München, und Dipl.-Ing. Peter Schwarzweber,
Gröbenzell bei München, sind als Erfinder genannt worden
mäß dem Gattungsbegriff zu schaffen, die bei hoher Wirtschaftlichkeit und unbeschränkter Einsatzmöglichkeit
in einer vier- oder sechsachsigen Einheit etwa die Leistung einer gleichartigen elektrischen Lokomotive
aufweist.
Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Antriebsanlage dadurch gelöst, daß die Hauptantriebsanlage
im Wirkungszusammenhang mit einem Drehmomentwand]er voll regelbar und die Zusatzantriebsanlagen
höchstens beschränkt regelbar ausgebildet sind, wobei jede Zusatzantriebsanlage einzeln und
zwangläufig zuschaltbar ist, wenn bei voll belasteter Hauptantriebsanlage die Zugkraft unter die Reibungsgrenze
abgesunken ist. Dabei sind nach einem weiteren Merkmal der Erfindung als voll regelbare Hauptantriebsanlage ein oder mehrere Dieselmotoren und als -beschränkt
regelbare Zusatzantriebsanlagen Gasturbinenanlagen vorgesehen.
Durch diese Maßnahmen wird insofern eine vorteilhafte Lösung der Erfindungsaufgabe erreicht, als zum
Anfahren und für Teillasten der oder die als Hauptantriebsanlage vorgesehenen Dieselmotoren sehr wirtschaftlich
arbeiten, während erst bei höherem Leistungsbedarf die Gasturbinenanlage oder -anlagen zugeschaltet
werden, und zwar mit voller oder annähernd voller Leistung, so daß auch diese wirtschaftlich arbeiten.
Dadurch, daß im wesentlichen nur die Diesel- · anlagen zum Regeln herangezogen werden, die bei Teillast
ohnehin allein laufen, ist es möglich, Gasturbinenanlagen mit sehr geringem Leistungsgewicht und
wesentlich geringerer Lebensdauer als die Hauptantriebsanlage zu verwenden, da die Gasturbinen nur
während eines Bruchteils der Laufzeit der Dieselmo-
toren eingeschaltet sind. Damit können als Zusatzantriebsanla'ge ohne Schwierigkeiten beispielsweise erprobte
Flügtriebwerke vorgesehen werden, so daß das Gesamtgewicht der Lokomotive trotz hoher Leistung
verhältnismäßig gering bleibt. Die "Steuereinrichtung zum Regeln der Leistung der Lokomotive ist äußerst
einfach und erlaubt trotz Wahrung aller Vorteile beider Antriebsanlagen eine stufenlose Regelung der Antriebsleistung.
Zur weiteren Verbesserung der Wirtschaftlichkeit Avird die Steuereinrichtung zum Zuschalten der Gasturbinenanlage
mit dem Fahrstufenschalter zum Regeln der Hauptantriebsanlage derart verbunden, daß beim
Aufwärtsschalten des Fahrstufenschalters die Leistung der Hauptantriebsanlage beim Zuschalten der Gasturbinenanlage
um deren Einschaltleistung vermindert und erst nach Erreichen der vollen Leistung-der— Gas^
turbinenanlage in der Weise gesteigert wird, daß die jeweils resultierende Zugkraft beider Antriebsanlagen
bei jeder Fahrgeschwindigkeit etwa bei der Reibungsgrenze der Lokomotive liegt. Damit wird eine Zugkraftkurve
erzielt, die im Bereich der Reibungsgrenze der Lokomotive liegt und erst nach Erreichen der
vollen Leistung beider Anlagen absinkt, so daß über einen sehr großen Geschwindigkeitsbereich die maximal
erreichbare Beschleunigung erzielt wird, ohne dabei ein Schleudern der Treibräder zu befürchten.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Es zeigt
Abb. 1 die Zugkraftkurve einer Lokomotive mit einem Antrieb nach der Erfindung,
Abb. 2 ein Leistungsschaubild einer Lokomotive mit einer Dieselmotorenanlage und zwei nicht regelbaren
Gasturbinen in Abhängigkeit von der Stellung des Fahrstufenschalters,
Abb. 3 ein Leistungsschaubild einer Lokomotive mit einer Dieselmotorenanlage und einer im Bereich
größter Wirtschaftlichkeit regelbaren Gasturbinenanlage, ebenfalls in Abhängigkeit von der Stellung des
Fahrstufenschalters,
Abb. 4 die schematische Darstellung einer Lokomotivantriebsanlage nach der Erfindung mit Steuerungseinrichtung,
Abb. 5 und 6 Sperrgetriebe zum Blockieren der Fahrschalterwelle in Ansicht und
Abb. 7 bis 19 Anordnungen zum Übertragen der Antriebsleistung auf die einzelnen Radsätze.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 4 ist als Hauptantriebsanlage einer Lokomotive beispielsweise
der Achsanordnung BB oder CC eine Dieselmotorenanlage mit mindestens einem Dieselmotor 1 und als
Zusatzantriebsanlage eine Gasturbinenanlage mit mindestens einer Gasturbine 2 mit Verdichter 3 und gegebenenfalls
mit Zubehörapparaten wie Wärmeaustauscher u. dgl. vorgesehen. Die Übertragung der Leistung
auf die Treibradsätze kann dabei elektrisch, hydraulisch oder mechanisch-hydraulisch erfolgen
s. Abb. 7 bis 19). Der Dieselmotor 1 ist zum Regeln in bekannter Weise an eine Motorregulierungsleitung 4
angeschlossen, deren Druck durch ein Feinregelventil 5 gesteuert wird, das durch eine Nockenscheibe 6
des Fahrstufenschalters 7 beaufschlagt und an der mit dem Hauptluftbehälter 8 verbundenen Hauptluftlei-
-tung-5--angeschlossen istTDurch das- duTch^enTEahr^ stufenschalter 7 beaufschlagte Feinregelventil 5 ist dabei
die Leistung des Dieselmotors 1 von Null bis zum Höchstwert V stetig regelbar. Zum Steuern der Gasturbine
2 ist diese in analoger Weise wie der Dieselmotor 1 an einer Turbinenregulierungsleitung 10 angeschlossen,
deren Druck ebenfalls durch ein an die Hauptluftleitung 9 angeschlossenes .Feinregelventil 11
gesteuert wird, das durch eine weitere auf der Welle 12_des Fahrstufenschalters 7 vorgesehene," als Steuereinrichtung
dienende Nockenscheibe 13 beaufschlagt ist. Die Nockenscheibe 13 für das Feinregelventil 11
der Gasturbine 2 ist dabei so ausgebildet, daß die Gasturbine 2 sofort nach dem Einschalten mit voller oder
annähernd voller Leistung arbeitet und lediglich in diesem kleinen Bereich günstigsten Brennstoffverbrauches
und größten Wirkungsgrades regelbar ist. Die Nockenscheibe 6 zum Regeln des Dieselmotors 1
und die Nockenscheibe 13 zum Regeln der Gasturbine2 sind zueinander versetzt angeordnet (Abb. 3), so daß
zum Anfahren der Lokomotive zunächst der Dieselmotor 1 durch Drehen des Fahrstufenschalters-7-ange--lassen,
die bekannte, nicht dargestellte Steuerung des Drehmomentwandlers in Gang gesetzt und die Leistung
des Dieselmotors 1 gesteigert wird. Die Leistungssteigerung erfolgt dabei in dem Maße, daß die
ZugkraftZ (vgl. Abb. 1) der Lokomotive am Treibradumfang etwa im Bereich der unteren Reibungsgrenze UR der Lokomotive liegt und die obere Reibungsgrenze
OR bei eingeschalteter Schleuderschutzbremse 14 nicht überschreitet. Ist die höchste Leistung
(Stellung IV in Abb. 3) des Dieselmotors 1 erreicht, so verläuft die Zugkraft Z der Lokomotive nach einer
geschwindigkeitsabhängigen Zugkraftkurve 15 (Abb. 1) und unterscheidet bei einer bestimmten von der Lei"
stung des Dieselmotors 1 abhängigen Geschwindigkeit 16 die Reibungsgrenze UR der Lokomotive, um weiterhin
mit steigender Fahrgeschwindigkeit abzufallen. Um jedoch das Reibungsgewicht der Lokomotive weiterhin
voll auszunützen, wird nunmehr durch die zugehörige Nockenscheibe 13 und das Feinregelventil 11
die Gasturbine 2 mit voller bzw. annähernd voller Leistung zugeschaltet. Der Dieselmotor 1 wird dabei
gleichzeitig um die Einschaltleistung T1 (s. Abb. 3) der Gasturbine 2 gedrosselt und läuft im Regelbereich B
der Gasturbine 2 mit konstanter Leistung. Ist die maximale Turbinenleistung erreicht, dann wird das
Feinregelventil 5 des Dieselmotors 1 bei Weiterdrehen des Fahrstufenschalters 7 durch die zugehörige Nokkenscheibe
6 wieder weiter beaufschlagt, bis wiederum die maximale Leistung des Dieselmotors 1 und damit
der beiden Antriebsanlagen erreicht ist (Stellung V in Abb. 3). Das Regeln erfolgt dabei in der Weise, daß
die resultierende Leistung bzw. die Zugkraft Z beider Antriebsanlagen bis zur Höchstleistung bei jeder
Fahrgeschwindigkeit stets im Bereich der Reibungsgrenze liegt, so daß eine größtmögliche Beschleunigung
erzielt werden kann.
Diese Betriebsverhältnisse sind in Abb. 1 im Zugkraft-Geschwindigkeits-Diagramm
schematisch dargestellt. Die dick gestrichelte Kurve 15 stellt die Zugkraftkurve
des Dieselmotors 1 bei Vollast bzw. die der mit Vollast zugeschalteten Gasturbine 2 gleicher Leistung
dar. Die voll ausgezogene Kurve 15 a entspricht der angestrebten Zugkraftkurve, deren waagerechter.
Teil in Höhe der unteren Reibungsgrenze UR liegt. Die dünn gestrichelte Kurve 15 b ist die Umkehrung
des unterhalb der Kurve 15 a bzw. der Reibungsgrenze LrT? liegenden Astes der Zugkraftkurve 15 und entspricht
der nach dem Zuschalten der Gasturbine 2 im BetriebspunktT5"i: von dem nunmehr wieder"höcKzuregelnden
Dieselmotor 1 aufzubringenden Zugkraft. Beispielsweise wird bei. einer Fahrgeschwindigkeit V1
von dem hochzuregelnden Dieselmotor 1 die Zugkraft Z0, und von der zugeschalteten Gasturbine 2 die Zug-
1 V/ ί V-» WUU
kraft Z0l entwickelt. Die Summe der beiden Ordinaten Z01 und ZGl ergibt stets die angestrebte, in Höhe
der unteren Reibungsgrenze UR Hegende Zugkraft, -tfm-nun—zur:verh"inderni-da€-die~Reibung-sgVenze-
durch die Leistung der Antriebsanlagen infolge zu raschen Drehens des Fahrstufenschalters 7 überschritten
wird, wird die zum Zuschalten der Gasturbinenanlage vorgesehene und vom Lokomotivführer verstellbare
Steuereinrichtung in eine Abhängigkeit zur Zugkraft Z der Lokomotive (im Bereich der Reibungsgrenze) gebracht. Dazu ist beispielsweise an mindestens
einem Drehmomente übertragenden Teil der Lokomotive, z. B. bei elektrischem Antrieb an der
Lagerung der Elektromotoren am Drehgestellrahmen oder bei Gelenkwellenantrieb an einer Drehmomentstütze
17, ein an sich bekanntes Steuerorgan 18 (s. Abb. 4) angeordnet, das nach Maßgabe des Drehmomentes
den Druck in einem Steuermittel, z. B. Druckluft oder Drucköl, verändert. Das Steuerorgan
18, das im Beispielsfalle einerseits mit der Hauptluftleitung 9 verbunden und andererseits an eine Steuerleitung
19 angeschlossen ist, steuert einen am freien Ende der Steuerleitung 19 angeordneten Arbeitszylinder
20, dessen Kolbenstange 21 mit einem Bremsschuh 22 versehen ist und eine auf der Welle 12 des Fahrstufenschalters
7 angeordnete Bremsscheibe 23 beaufschlagt, derart, daß bei Erreichen der Reibungsgrenze
die Welle 12 des Fahrstufenschalters 7 blockiert wird. Um dies zu erreichen, ist in der Steuerleitung 19 vor
dem Arbeitszylinder 20 ein Überdruckventil 24 vorgesehen, das bei einem der Reibungsgrenze entsprechenden
Druck öffnet und den Arbeitszylinder 20 beaufschlagt, so daß die Welle 12 des Fahrstufenschalters 7
in einer Drehrichtung festgebremst wird. Damit die Welle 12 des Fahrstufenschalters 7 im Sinne einer Leistungssteigerung
gebremst wird und ein Abregeln der Leistung jederzeit möglich ist, ist der Bremsschuh 22
beispielsweise als Keil 25 ausgebildet (Abb. 5), der mit einer Keilfläche 26 auf einer festen Gleitbahn und
mit der anderen Keilfläche 27 auf dem Außenmantel 28 der Bremsscheibe 23 anliegt. Der keilförmige
Bremsschuh wird dabei durch den Kolben 29 des Arbeitszylinders 20 etwa tangential zur Drehrichtung der
Bremsscheibe 23 bei Leistungsvergrößerung eingeschoben, wobei er die Bremsscheibe 23 blockiert, so daß bei
beaufschlagtem Arbeitszylinder 20 nur eine Leistungsverminderung beider Antriebsanlagen möglich ist.
An das Steuerorgan 18 zum Steuern des Arbeitszylinders 20, d. h. an die Steuerleitung 19 kann vorteilhaft
auch die Schleuderschutzbremse 14 bzw. deren Steuervorrichtung angeschlossen werden, wobei in
einer Abzweigleitung 30 zur Schleuderschutzbremse 14 ein weiteres Überdruckventil 31 vorgesehen weiden kann, das erst bei Drehmomenten, die der oberen
Reibungsgrenze OR entsprechen, öffnet. Damit wird erreicht, daß auch bei kurzzeitigem Überschreiten der
oberen Reibungsgrenze OR durch die Leistung der Antriebsanlagen ein Schleudern mit Sicherheit vermieden
wird. —
Um eine gute und stetige Regelbarkeit des Antriebes zu erzielen, ist die jeweilige EinschaltleistungT1
bzw. T2 der Gasturbinenanlage bzw. -anlagen etwa gleich oder kleiner als die Leistung D des oder der
Dieselmotoren zu wählen (Abb. 3). Mit einer solchen Lokomotive ist etwa eine Leistung von 4000 PS zu
erreichen. Für größere Leistungen ist eine höhere Leistung der Gasturbinenanlage zu wählen. Um auch dabei
eine stetige Regelbarkeit und eine hohe Wirtschaftlichkeit der Antriebsanlage zu gewährleisten, ist
.die Einschaltleistung T1 der Gasturbinenanlage zu unterteilen, d. h., es sind beispielsweise zwei Gasturbinen
vorzusehen, deren Leistungen T1 und T2 jeweils etwa gleich oder kleiner als die. Leistung D der Diesel—motoren-"i
slt-(Ä-bb :-2)-.-D-ie-Ga&tüx-binen_köiirien_dabei wieder, wie im vorhergehenden Ausführungsbeispiel
(Abb. 3), im Bereich ihres optimalen Wirkungsgrades regelbar ausgebildet sein oder auch, wie in Abb. 2
dargestellt, nicht regelbar vorgesehen sein. Zum Anfahren und bei kleiner Teillast werden dabei wieder
die Dieselmotoren von Null hochgeregelt, bis ihre Leistung D etwa der einer Gasturbine entspricht. In diesem
Zeitpunkt (Stellung I des Fahrstufenschalters 7) wird die Gasturbine zugeschaltet und die Leistung D
des Dieselmotors um die Einschaltleistung T1 der zugeschalteten Gasturbine vermindert. Zur weiteren
Steigerung der Lokomotivleistung werden dann wieder die Dieselmotoren bis zur Einschaltleistung T9
der zweiten Gasturbine hochgefahren (Stellung II des Fahrstufenschalters 7). Nach Erreichen der Einschaltleistung
T2 der zweiten Gasturbine wird auch diese eingeschaltet und die Leistung der Dieselmotoren entsprechend
gedrosselt. Die weitere Steigerung der Lokomotivleistung bis zur Höchstleistung (Stellung III
des Fahrstufenschalters 7) wird dann wieder durch Steigern der Leistung der Dieselmotoren erzielt. Wie
ohne weiteres einzusehen ist, muß für eine derartige Ausbildung der Antriebsanlagen lediglich eine weitere
entsprechend versetzte Nockenscheibe für das Feinregelventil der zweiten Gasturbine vorgesehen werden.
Durch periodisches Verstellen der beiden Nockenscheiben für die Gasturbinen kann eine gleichmäßige Laufleistung
und damit eine gleichmäßige Abnützung beider Turbinen gewährleistet werden. Es ist dabei auch
nicht notwendig, daß beide Gasturbinen gleiche Leistung aufweisen, wenn es auch vom Standpunkt der
Beschaffung und Unterhaltung aus vorteilhaft ist, zwei gleichartige Triebwerke zu verwenden.
Es liegt auf der Hand, daß die zugkraft- bzw. drehmomentabhängige Steuerung des Fahrstufenschalters 7
und damit der Antriebsanlagen auch elektrisch erfolgen kann.
Zum Blockieren der Welle 12 können auch andere freilaufartig wirkende Vorrichtungen vorgesehen werden,
wie z. B. Klinkengesperre mit anrückbarer
♦5 Klinke, Kipphebel mit festem Anschlag (Abb. 6), eine Freilaufkupplung zwischen der Bremsscheibe 23 und
der Welle 12 des Fahrstufenschalters 7 od. dgl.
Zum Hervorrufen der die Welle 12 des Fahrstufenschalters 7 beeinflussenden Steuerimpulse kann auch
z. B. die Zugvorrichtung oder eine vom Druck in den Regulierungsleitungen der Antriebsanlagen im Verhältnis
zu der jeweiligen Fahrgeschwindigkeit abhän-_ gige Vorrichtung vorgesehen werden. Das Übertragen
der Leistung der Antriebsanlagen auf die Treibräder kann grundsätzlich auf zwei bekannte Arten geschehen,
einmal elektrisch und zum anderen auf mechanischem Wege, z. B. über Gelenkwellen unter Zwischenschaltung
von hydraulischen oder mechanisch-hydraulischen Getrieben,. d..h. Drehmomentwandler^
Bei der elektrischen Übertragung gemäß Abb. 7 ist jeder Radsatz 32 mit einem Elektromotor 33, beispielsweise
einem Tatzlagermotor, versehen, der in bekannter Weise an einen elektrischen Generator 34 angeschlossen ist. Der Generator 34 ist einerseits über eine
65—lösbare oder eine Freilaufkupplung 35 mit dem Dieselmotor 36 und andererseits in gleicher Weise mit der
Gasturbine 37 verbunden, wobei wie auch im nachfolgenden an Stelle eines. Dieselmotors 36 und/öder einer
Gasturbine 37 stets auch deren zwei oder mehrere treten können, je nach der erforderlichen Leistung.
Claims (14)
1. Antriebsanlage für Lokomotiven, bestehend aus mehreren voneinander unabhängigen Antriebsmaschinen, von denen mindestens eine Antriebsmaschine
als Hauptantriebsanlage und die übrige oder übrigen Antriebsmaschinen als Zusatzantriebsanlagen
vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptantriebsanlage im Wirkungszusammenhang
mit einem Drehmomentwandler voll regelbar und die Zusatzantriebsanlagen höchstens beschränkt regelbar ausgebildet
sind, wobei jede Zusatzantriebsanlage einzeln und zwangläufig zuschaltbar ist, wenn bei voll belasteter
Hauptantriebsanlage die Zugkraft unter die Reibungsgrenze abgesunken ist.
2. Antriebsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als voll regelbare Hauptantriebsanlage ein oder mehrere Dieselmotoren (1 bzw. 36)
und als beschränkt regelbare Zusatzantriebsanlagen Gasturbinenanlagen (2 und 3) vorgesehen sind.
3. Antriebsanlage nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zuschalten der
Gasturbinenanlage (2 und 3 bzw. 37) eine Steuer
sätzen "39 vollständig-von der Übertragung der--Lei- stung der Gasturbine 37 getrennt werden, wie in
Abb. 14 bis 19 dargestellt ist. Bei diesen Ausführungsbeispielen treibt der im Hauptrahmen gelagerte Dieselmotor
36 wiederum in bekannter Weise über ein ebeneinrichtung vorgesehen -ist, die einerseits durch
den Lokomotivführer verstellt wird und andererseits von der Zugkraft abhängig ist.
4. Antriebsanlage nach den Ansprüchen 1 bis 3, dädurch gekennzeichnet, daß das Zuschalten jeder
Gasturbinenanlage (2 und 3 bzw. 37) mit voller bzw. annähernd voller Leistung erfolgt.
5. Antriebsanlage nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß .die -Hauptantriebsanlage in ihrer Leistung von Null bis zum Höchstwert
(V) und jede Gasturbinenanlage (2 und 3 bzw. 37) höchstens innerhalb des Leistungsbereiches
größten Wirkungsgrades regelbar ist.
6. Antriebsanlage nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige Einschaltleistung
(T1 bzw. T2) der Gasturbinenanlage bzw. -anlagen (2 und 3 bzw. 37) etwa
gleich oder kleiner als die Leistung (D) der Hauptantriebsanlage ist.
7. Antriebsanlage nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung
zum Zuschalten jeder Gasturbinenanlage (2 und 3 bzw. 37) mit dem Fahrstufenschalter (7) zum
Regeln der Hauptantriebsanlageverbunden ist, derart, daß beim Aufwärtsschalten des Fahrstufenschalters
die Leistung (D) der Hauptantriebsanlage beim Zuschalten der Gasturbinenanlage um
deren Einschaltleistung (T1) vermindert und erst nach Erreichen der vollen Leistung der Gasturbinenanlage
in der Weise gesteigert wird, daß die jeweils resultierende Zugkraft beider Antriebsanlagen
bei jeder Fahrgeschwindigkeit etwa bei der Reibungsgrenze (UR) der Lokomotive liegt.
8. Antriebsanlage nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung
auf der Welle (12) des Fahrschalters (7) angeordnet ist und eine von der Zugkraft gesteuerte Blokkiereinrichtung
aufweist, die so ausgebildet ist, daß die Haupt- und Zusatzantriebsanlage jederzeit abwärts
regelbar sind.
9. Antriebsanlage nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Blockiereinrichtung
ein nur in einer Drehrichtung blockierendes Sperrgetriebe (23 und 25 bis 28) vorgesehen ist,
dessen Sperrglied (25) mit einem von der Zugkraft gesteuerten Arbeitszylinder (20) verbunden ist.
10. Antriebsanlage nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zum Steuern des Ar-
beitszylinders (20) durch die Zugkraft in der Steuerleitung (19) ein Steuerorgan (18) angeordnet
ist, das mit einem das Antriebsmoment beweg-
_ 1 ich abstützenden- Teil (Drehmomentstütze- -1-7-)-
verbunden ist, derart, daß beim Erreichen der Reibungsgrenze (UR) durch die Zugkraft der
Arbeitszylinder beaufschlagt wird.
11. Antriebsanlage nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Haupt- und Zusatzantriebsanlage
in bekannter Weise mit einem elektrischen Generator (34) zum Antrieb der Elektromotoren
(33) der Radsätze (39) verbunden ist.
12. Antriebsanlage nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptantriebsanlage
in bekannter Weise über ein hydraulisches oder mechanisch-hydraulisches Getriebe (38, 47
bzw. 50) und Gelenkwellen (42) mit den Achsgetrieben (40) der Radsätze (39) verbunden ist und
die mit einem elektrischen Generator (34) gekuppelte Zusatzantriebsanlage über mindestens einen
Elektromotor (33) der Antriebsübertragung der Hauptantriebsanlage zuschaltbar ist.
13. Antriebsanlage nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptantriebsanlage
in bekannter Weise über ein hydraulisches oder mechanisch-hydraulisches Getriebe (38, 47
bzw. 50) und Gelenkwellen (42) mit den Achsgetrieben (40) der Radsätze (39) verbunden und die
Zusatzantriebsanlage über mindestens eine lösbare Kupplung (48) unmittelbar in an sich bekannter
Weise der Hauptantriebsanlage oder deren Antriebsübertragung zuschaltbar ist.
14. Antriebsanlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzantriebsanlage über
eine lösbare Kupplung (48), ein Zwischengetriebe (53) und Gelenkwellen (52 bzw. 54) unmittelbar
einem oder jedem mit der Hauptantriebsanlage verbundenen Radsatz (9) zuschaltbar ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 930 813, 920 426, 515;
französische Patentschrift Nr. 737 374.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1070665B true DE1070665B (de) | 1959-12-10 |
Family
ID=595523
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19561070665D Pending DE1070665B (de) | 1956-08-01 |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1070665B (de) |
Cited By (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1187258B (de) * | 1960-09-23 | 1965-02-18 | Mak Maschb Kiel G M B H | UEberlastungsschutz fuer die Antriebselemente von dieselhydraulischen Schienentriebfahrzeugen |
DE1281475B (de) * | 1962-05-10 | 1968-10-31 | Jean Louis Gratzmuller | Antriebsanlage fuer eine Lokomotive |
DE4419154A1 (de) * | 1994-06-01 | 1995-12-07 | Abb Patent Gmbh | Schienengebundenes Fahrzeug |
EP3736192A1 (de) * | 2019-05-07 | 2020-11-11 | ZF Friedrichshafen AG | Hybridantrieb für ein schienenfahrzeug |
-
1956
- 1956-08-01 DE DE19561070665D patent/DE1070665B/de active Pending
Cited By (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1187258B (de) * | 1960-09-23 | 1965-02-18 | Mak Maschb Kiel G M B H | UEberlastungsschutz fuer die Antriebselemente von dieselhydraulischen Schienentriebfahrzeugen |
DE1281475B (de) * | 1962-05-10 | 1968-10-31 | Jean Louis Gratzmuller | Antriebsanlage fuer eine Lokomotive |
DE4419154A1 (de) * | 1994-06-01 | 1995-12-07 | Abb Patent Gmbh | Schienengebundenes Fahrzeug |
EP3736192A1 (de) * | 2019-05-07 | 2020-11-11 | ZF Friedrichshafen AG | Hybridantrieb für ein schienenfahrzeug |
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