DE106711C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B13/00—Oxygen; Ozone; Oxides or hydroxides in general
- C01B13/10—Preparation of ozone
- C01B13/11—Preparation of ozone by electric discharge
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B2201/00—Preparation of ozone by electrical discharge
- C01B2201/70—Cooling of the discharger; Means for making cooling unnecessary
- C01B2201/74—Cooling of the discharger; Means for making cooling unnecessary by liquid
- C01B2201/76—Water
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Oxygen, Ozone, And Oxides In General (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Alle bekannten Ozonerzeuger bestehen im wesentlichen aus zwei oder aus mehreren
Elektroden 1, 2, 3, 4, 5, 6 u. s. w. Diejenigen Elektroden mit gerader Zahlenbezeichnung 2,
4, 6 u. s. w. sind mit einander elektrisch verbunden und werden auf ein bestimmtes Potential
V1 gebracht. Ebenso sind die ungeraden Elektroden mit einander elektrisch leitend verbunden
und werden auf ein anderes Potential F2 gebracht. Zwischen den geraden und ungeraden
Elektroden findet dann in bekannter Weise die Entladung statt, durch welche das Ozon entwickelt wird.
Die elektrischen Entladungen sind aber mit einer gewissen Wärmeentwickelung verbunden,
welche das bereits erzeugte Ozon theilweise wieder vernichtet und infolge dessen ein Hindernifs
für eine ausgiebige Fabrikation von Ozon bildet.
Diese Schwierigkeit ist seit langem bekannt und man hat sie schon seit langem zu vermeiden
versucht. Bereits im Jahre 1873 wendete Tisley Apparate für elektrische Entladungen
an, bei welchen die Elektroden der einen Reihe durch hohle Gefä'fse gebildet wuräen, welche
von einem Wasserstrom durchflossen wurden.
Später hat Siemens dieselbe Anordnung bei seinen wohlbekannten Ozonerzeugern wieder
angewendet. Im Gegensatz hierzu sind bei den Apparaten von Andreoli sämmtliche
Elektroden hohl und werden mit Wasser gefüllt; wenn sich dieses während des Betriebes
erwärmt hat, unterbricht man die Thä'tigkeit des Ozonerzeugers, entleert die Elektroden und
ersetzt das warme Wasser durch kaltes.
Bei den angeführten Apparaten wendet man also zweierlei Arten von Kühlung an: entweder
schickt man nur durch eine Reihe der Elektroden einen Wasserstrom, der ununterbrochen
zu- und abfliefst, oder man füllt beide Reihen von Elektroden, welche sämmtlich hohl
sind, mit Wasser, welches man von Zeit zu Zeit ersetzt, wobei der Apparat aufser Betrieb
gesetzt werden mufs.
Bei beiden Kühlungsverfahren ergiebt sich indessen immer noch ein viel zu grofser Verlust
an Ozon durch Erwärmung, so dafs die Menge des mit solchen Apparaten hergestellten
Ozons sehr gering ist. Eine wirklich ausgiebige technische Fabrikation von Ozon ist
nur möglich, wenn man die Temperatur erheblich niedriger und viel gleichmäfsiger erhält,
als dies bei .derartigen Apparaten möglich ist.
Die Schwierigkeit der zu lösenden Aufgabe ist auf die grofse Potentialdiiferenz Vl-V* zurückzuführen
, welche zwischen den beiden Elektrodenreihen besteht; diese Potentialdifferenz
beträgt nämlich im Allgemeinen zwischen 10 000 und 50000 Volt und verhindert,
dafs man die Kühlungsleitungen für die beiden Elektroden mit der Wasserzuführung oder unter
einander unmittelbar verbinden kann.
Nach vorliegender Erfindung werden diese Uebelstände dadurch vermieden, dafs einerseits
beide Reihen von Elektroden durch einen beständig durchfliefsenden Wasserstrom gekühlt
werden, während andererseits in die Zu- und Ableitung des Kühlwassers für beide Elektrodenreihen
Einrichtungen eingeschaltet sind, durch welche die zu- bezw. abfliefsenden Wasserströme
an mehreren Stellen periodisch abwechselnd unterbrochen werden, derart, dafs niemals weder in der Zu- noch in der Ableitung
des Kühlwassers einer der beiden Elektrodenreihen ein zusammenhängender Wasserstrom
vorhanden ist, welcher die Elektricität ableiten könnte.
Das vorliegende Verfahren kann in verschiedener Weise ausgeführt werden insofern,
als sich die periodische Unterbrechung der zu- und abfliefsenden Wasserströme in verschiedener
Weise erreichen läfst. In Fig. ι und 2 sind zwei Einrichtungen dargestellt, mit
welchen sich diese Unterbrechungen der Wasserströme erzielen lassen.
Bei der Einrichtung nach Fig. ι fliefst das
zu - oder abfliefsende Wasser aus einem Rohr oder Hahn R1 in einen Behälter R2, dessen
Boden mit zahlreichen kleinen Löchern versehen ist, durch die das Wasser tropfenweise
austritt und in einen zweiten darunter angeordneten Behälter R3 hineintropft, aus welchem
es entweder den Elektroden zugeführt werden oder, wenn die Einrichtung in die Ableitung
eingeschaltet ist, in beliebiger Weise abfliefsen kann. Im ersteren Falle, wenn die Einrichtung
in die Zuführungsleitung eingeschaltet ist, mufs der Behälter R3, im anderen Falle der Behälter
i?2 elektrisch isolirt werden.
Bei der Anordnung nach Fig. 2 fliefst das Wasser aus einem Hahn oder Rohr R1 in
einen Behälter R-, welcher unten mit einem glockenartigen, nach unten offenen Einsatz S1
versehen ist, innerhalb dessen ein Abflufsrohr nahe der oberen Decke dieses Einsatzes ausmündet.
Infolge dieser Einrichtung kann das Wasser aus dem Behälter R2 durch das Abflufsrohr
nur ausfliefsen, nachdem das Wasser über das Niveau der oberen Ausmündung - dieses Abflufsrohres
gestiegen ist. Nach Erreichung dieses Höhenstandes fliefst dann nahezu das ganze im Behälter R2 enthaltene Wasser durch
das Abflufsrohr aus, da der durch das Abflufsrohr abfliefsende Wasserstrahl eine saugende
Wirkung ausübt, durch welche das im Behälter R2 aufserhalb des Einsatzes S1 befindliche
Wasser bis zu dem unteren Rande dieses Einsatzes abgesaugt wird. Hierauf wird der
weitere Ausflufs von Wasser aus dem Einsatz S1 durch Eintritt von Luft in diesen Einsatz
verhindert und nun mufs erst das Wasser im Gefäfs R- wieder bis zur Höhe der oberen
Ausmündung des Abflufsrohres steigen, ehe die im Behälter R2 inzwischen angesammelte
Flüssigkeit wieder ausfliefst. In der Zwischenzeit bleibt also der Wasserstrom unterbrochen.
Unterhalb dieses beschriebenen Gefäfses ist ein zweites ähnliches Gefäfs R3 angeordnet, dessen
unterer Theil zweckmäfsig durch eine mit einer mittleren Oeffnung versehene Zwischenwand
von der oberen abgetheilt ist. Die aus dem oberen Gefäfs abfliefsende Flüssigkeit gelangt
zuerst in den oberen Theil des Gefäfses R3 und fliefst von hier durch die mittlere Oeffnung
allmählich in den unteren Theil Ri des Behälters ein. In dem letzteren ist ein ähnlicher
Einsatz S2 wie im oberen Behälter und
ein innerhalb des letzteren nahe dessen Decke ausmündendes Ausflufsrohr angeordnet. Letztere
wirken in genau derselben Weise, wie oben für den Behälter R2 angegeben. Aus
dem Abflufsrohr des Behälters i?4 gelangt das Wasser in einen Behälter R\ aus welchem es
in beliebiger Weise den Elektroden zufliefsen' oder abgeführt werden kann.
Aus der beschriebenen Anordnung ergiebt sich, dafs der untere Behälter R3 bezw. i?4
das Wasser aus dem oberen Behälter R'2 aufnimmt, während ausi?4kein Wasser abfliefst. Erst
wenn R2 entleert und daher der Zuflufs zum Behälter R3 unterbrochen ist, fliefst aus dem Behälter
jR4 das Wasser aus, so dafs der Wasserstrom
stets entweder im Ausflufsrohr des oberen Behälters R2 oder dem des Behälters i?4
unterbrochen ist. Die beschriebene Einrichtung unterbricht daher, wenn sie in die Zu- bezw.
Ableitung des Kühlwassers eingeschaltet ist, die elektrische Verbindung, welche durch einen
beständigen Wasserstrom bewirkt werden würde, ohne die beständige Zu- bezw. Ableitung von
Kühlwasser zu verhindern.
Um das Wasser . durch sämmtliche Elektroden hindurch zu leiten, können die Hohlräume
jeder der beiden Reihen derselben durch beliebige Röhren verbunden sein.
Im Falle die Elektroden aus Röhren A bestehen, wie in Fig. 3 dargestellt, die aus isolirendem
Material, wie Glas oder dergl., hergestellt und unten geschlossen sind, kann man
die Circulation des Wassers entweder mittelst Heberöhren B bewirken, oder man kann auch
in die Röhren A ein U- förmig gebogenes Rohr C eintauchen, wie in Fig. 4 gezeigt ist,
durch welches das Kühlwasser hindurchfliefst. Schliefslich kann man auch, wie in Fig. 5 dargestellt,
innerhalb des Rohres A einen metallenen Behälter anbringen, welcher ganz geschlossen
und mit zwei Rohrverbindüngen EF versehen ist, welche die Zu- und Abführung des Kühlwassers
gestatten.
Es ist den Erfindern bekannt, dafs das Unterbrechen der umlaufenden Flüssigkeit zum
Zweck der Verhütung von Kurzschlufs bereits bei verschiedenen Vorrichtungen angewendet
wurde. Insbesondere fand dieses Verfahren Anwendung bei Steuerungen, Mefsapparaten
und solchen Apparaten, welche Lord Kelwin,
»Ausgleicher für elektrisches Potential« nannte, in den elektrischen Zersetzungsapparaten von
Elmore (amerik. Patentschrift Nr. 589252) und anderen Vorrichtungen, welche die Flüssigkeiten
in elektrischen Batterien erneuerten.
Ist also die ununterbrochene Kühlung von Elektroden für gewisse Fälle bereits bekannt
und angewendet worden, so ist es bisher unterblieben, das gleiche Princip bei Ozonerzeugern
zu benutzen. Die bekanntesten Forscher auf diesem Gebiete, wie Tisley, Siemens und
Andreoli, haben die Anwendung des oben beschriebenen Verfahrens bei Ozonerzeugern
unterlassen, obwohl sie. gleichfalls auf die Vermeidung von Kurzschlufs bedacht waren.
Das vorliegende Verfahren soll sich demnach nur auf die Verwendung bei Ozonerzeugern
beziehen, und es mag gleichzeitig erwähnt werden, dafs nur die ununterbrochene Kühlung beider Elektrodenreihen die Anwendung
von Ozonerzeugern grofsen Umfanges (von mehreren Hunderten Kilowatt), wie sie z. B. für die Sterilisirung bedeutender Wassermengen
in Frage kommen, ermöglicht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur ununterbrochenen Kühlung der Elektroden von Ozonerzeugern während des Betriebes, dadurch gekennzeichnet, dafs der Wasserzuflufs zu den Elektroden periodisch unterbrochen wird, worauf das Wasser die beiden Elektrodenreihen ununterbrochen durchfliefst, und endlich der Wasserabflufs periodisch und abwechselnd mit dem Zuflufs unterbrochen wird, zum Zweck, eine starke und regelmäßige Abkühlung herbeizuführen und gleichzeitig die Isolation der Elektroden aufrecht zu erhalten.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE106711C true DE106711C (de) |
Family
ID=376853
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT106711D Active DE106711C (de) |
Country Status (1)
Country | Link |
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DE (1) | DE106711C (de) |
-
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- DE DENDAT106711D patent/DE106711C/de active Active
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