[go: up one dir, main page]

DE106711C - - Google Patents

Info

Publication number
DE106711C
DE106711C DENDAT106711D DE106711DA DE106711C DE 106711 C DE106711 C DE 106711C DE NDAT106711 D DENDAT106711 D DE NDAT106711D DE 106711D A DE106711D A DE 106711DA DE 106711 C DE106711 C DE 106711C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
electrodes
container
cooling
ozone
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT106711D
Other languages
English (en)
Publication of DE106711C publication Critical patent/DE106711C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B13/00Oxygen; Ozone; Oxides or hydroxides in general
    • C01B13/10Preparation of ozone
    • C01B13/11Preparation of ozone by electric discharge
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B2201/00Preparation of ozone by electrical discharge
    • C01B2201/70Cooling of the discharger; Means for making cooling unnecessary
    • C01B2201/74Cooling of the discharger; Means for making cooling unnecessary by liquid
    • C01B2201/76Water

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Oxygen, Ozone, And Oxides In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Alle bekannten Ozonerzeuger bestehen im wesentlichen aus zwei oder aus mehreren Elektroden 1, 2, 3, 4, 5, 6 u. s. w. Diejenigen Elektroden mit gerader Zahlenbezeichnung 2, 4, 6 u. s. w. sind mit einander elektrisch verbunden und werden auf ein bestimmtes Potential V1 gebracht. Ebenso sind die ungeraden Elektroden mit einander elektrisch leitend verbunden und werden auf ein anderes Potential F2 gebracht. Zwischen den geraden und ungeraden Elektroden findet dann in bekannter Weise die Entladung statt, durch welche das Ozon entwickelt wird.
Die elektrischen Entladungen sind aber mit einer gewissen Wärmeentwickelung verbunden, welche das bereits erzeugte Ozon theilweise wieder vernichtet und infolge dessen ein Hindernifs für eine ausgiebige Fabrikation von Ozon bildet.
Diese Schwierigkeit ist seit langem bekannt und man hat sie schon seit langem zu vermeiden versucht. Bereits im Jahre 1873 wendete Tisley Apparate für elektrische Entladungen an, bei welchen die Elektroden der einen Reihe durch hohle Gefä'fse gebildet wuräen, welche von einem Wasserstrom durchflossen wurden.
Später hat Siemens dieselbe Anordnung bei seinen wohlbekannten Ozonerzeugern wieder angewendet. Im Gegensatz hierzu sind bei den Apparaten von Andreoli sämmtliche Elektroden hohl und werden mit Wasser gefüllt; wenn sich dieses während des Betriebes erwärmt hat, unterbricht man die Thä'tigkeit des Ozonerzeugers, entleert die Elektroden und ersetzt das warme Wasser durch kaltes.
Bei den angeführten Apparaten wendet man also zweierlei Arten von Kühlung an: entweder schickt man nur durch eine Reihe der Elektroden einen Wasserstrom, der ununterbrochen zu- und abfliefst, oder man füllt beide Reihen von Elektroden, welche sämmtlich hohl sind, mit Wasser, welches man von Zeit zu Zeit ersetzt, wobei der Apparat aufser Betrieb gesetzt werden mufs.
Bei beiden Kühlungsverfahren ergiebt sich indessen immer noch ein viel zu grofser Verlust an Ozon durch Erwärmung, so dafs die Menge des mit solchen Apparaten hergestellten Ozons sehr gering ist. Eine wirklich ausgiebige technische Fabrikation von Ozon ist nur möglich, wenn man die Temperatur erheblich niedriger und viel gleichmäfsiger erhält, als dies bei .derartigen Apparaten möglich ist.
Die Schwierigkeit der zu lösenden Aufgabe ist auf die grofse Potentialdiiferenz Vl-V* zurückzuführen , welche zwischen den beiden Elektrodenreihen besteht; diese Potentialdifferenz beträgt nämlich im Allgemeinen zwischen 10 000 und 50000 Volt und verhindert, dafs man die Kühlungsleitungen für die beiden Elektroden mit der Wasserzuführung oder unter einander unmittelbar verbinden kann.
Nach vorliegender Erfindung werden diese Uebelstände dadurch vermieden, dafs einerseits beide Reihen von Elektroden durch einen beständig durchfliefsenden Wasserstrom gekühlt
werden, während andererseits in die Zu- und Ableitung des Kühlwassers für beide Elektrodenreihen Einrichtungen eingeschaltet sind, durch welche die zu- bezw. abfliefsenden Wasserströme an mehreren Stellen periodisch abwechselnd unterbrochen werden, derart, dafs niemals weder in der Zu- noch in der Ableitung des Kühlwassers einer der beiden Elektrodenreihen ein zusammenhängender Wasserstrom vorhanden ist, welcher die Elektricität ableiten könnte.
Das vorliegende Verfahren kann in verschiedener Weise ausgeführt werden insofern, als sich die periodische Unterbrechung der zu- und abfliefsenden Wasserströme in verschiedener Weise erreichen läfst. In Fig. ι und 2 sind zwei Einrichtungen dargestellt, mit welchen sich diese Unterbrechungen der Wasserströme erzielen lassen.
Bei der Einrichtung nach Fig. ι fliefst das zu - oder abfliefsende Wasser aus einem Rohr oder Hahn R1 in einen Behälter R2, dessen Boden mit zahlreichen kleinen Löchern versehen ist, durch die das Wasser tropfenweise austritt und in einen zweiten darunter angeordneten Behälter R3 hineintropft, aus welchem es entweder den Elektroden zugeführt werden oder, wenn die Einrichtung in die Ableitung eingeschaltet ist, in beliebiger Weise abfliefsen kann. Im ersteren Falle, wenn die Einrichtung in die Zuführungsleitung eingeschaltet ist, mufs der Behälter R3, im anderen Falle der Behälter i?2 elektrisch isolirt werden.
Bei der Anordnung nach Fig. 2 fliefst das Wasser aus einem Hahn oder Rohr R1 in einen Behälter R-, welcher unten mit einem glockenartigen, nach unten offenen Einsatz S1 versehen ist, innerhalb dessen ein Abflufsrohr nahe der oberen Decke dieses Einsatzes ausmündet.
Infolge dieser Einrichtung kann das Wasser aus dem Behälter R2 durch das Abflufsrohr nur ausfliefsen, nachdem das Wasser über das Niveau der oberen Ausmündung - dieses Abflufsrohres gestiegen ist. Nach Erreichung dieses Höhenstandes fliefst dann nahezu das ganze im Behälter R2 enthaltene Wasser durch das Abflufsrohr aus, da der durch das Abflufsrohr abfliefsende Wasserstrahl eine saugende Wirkung ausübt, durch welche das im Behälter R2 aufserhalb des Einsatzes S1 befindliche Wasser bis zu dem unteren Rande dieses Einsatzes abgesaugt wird. Hierauf wird der weitere Ausflufs von Wasser aus dem Einsatz S1 durch Eintritt von Luft in diesen Einsatz verhindert und nun mufs erst das Wasser im Gefäfs R- wieder bis zur Höhe der oberen Ausmündung des Abflufsrohres steigen, ehe die im Behälter R2 inzwischen angesammelte Flüssigkeit wieder ausfliefst. In der Zwischenzeit bleibt also der Wasserstrom unterbrochen.
Unterhalb dieses beschriebenen Gefäfses ist ein zweites ähnliches Gefäfs R3 angeordnet, dessen unterer Theil zweckmäfsig durch eine mit einer mittleren Oeffnung versehene Zwischenwand von der oberen abgetheilt ist. Die aus dem oberen Gefäfs abfliefsende Flüssigkeit gelangt zuerst in den oberen Theil des Gefäfses R3 und fliefst von hier durch die mittlere Oeffnung allmählich in den unteren Theil Ri des Behälters ein. In dem letzteren ist ein ähnlicher Einsatz S2 wie im oberen Behälter und ein innerhalb des letzteren nahe dessen Decke ausmündendes Ausflufsrohr angeordnet. Letztere wirken in genau derselben Weise, wie oben für den Behälter R2 angegeben. Aus dem Abflufsrohr des Behälters i?4 gelangt das Wasser in einen Behälter R\ aus welchem es in beliebiger Weise den Elektroden zufliefsen' oder abgeführt werden kann.
Aus der beschriebenen Anordnung ergiebt sich, dafs der untere Behälter R3 bezw. i?4 das Wasser aus dem oberen Behälter R'2 aufnimmt, während ausi?4kein Wasser abfliefst. Erst wenn R2 entleert und daher der Zuflufs zum Behälter R3 unterbrochen ist, fliefst aus dem Behälter jR4 das Wasser aus, so dafs der Wasserstrom stets entweder im Ausflufsrohr des oberen Behälters R2 oder dem des Behälters i?4 unterbrochen ist. Die beschriebene Einrichtung unterbricht daher, wenn sie in die Zu- bezw. Ableitung des Kühlwassers eingeschaltet ist, die elektrische Verbindung, welche durch einen beständigen Wasserstrom bewirkt werden würde, ohne die beständige Zu- bezw. Ableitung von Kühlwasser zu verhindern.
Um das Wasser . durch sämmtliche Elektroden hindurch zu leiten, können die Hohlräume jeder der beiden Reihen derselben durch beliebige Röhren verbunden sein.
Im Falle die Elektroden aus Röhren A bestehen, wie in Fig. 3 dargestellt, die aus isolirendem Material, wie Glas oder dergl., hergestellt und unten geschlossen sind, kann man die Circulation des Wassers entweder mittelst Heberöhren B bewirken, oder man kann auch in die Röhren A ein U- förmig gebogenes Rohr C eintauchen, wie in Fig. 4 gezeigt ist, durch welches das Kühlwasser hindurchfliefst. Schliefslich kann man auch, wie in Fig. 5 dargestellt, innerhalb des Rohres A einen metallenen Behälter anbringen, welcher ganz geschlossen und mit zwei Rohrverbindüngen EF versehen ist, welche die Zu- und Abführung des Kühlwassers gestatten.
Es ist den Erfindern bekannt, dafs das Unterbrechen der umlaufenden Flüssigkeit zum Zweck der Verhütung von Kurzschlufs bereits bei verschiedenen Vorrichtungen angewendet wurde. Insbesondere fand dieses Verfahren Anwendung bei Steuerungen, Mefsapparaten und solchen Apparaten, welche Lord Kelwin,
»Ausgleicher für elektrisches Potential« nannte, in den elektrischen Zersetzungsapparaten von Elmore (amerik. Patentschrift Nr. 589252) und anderen Vorrichtungen, welche die Flüssigkeiten in elektrischen Batterien erneuerten.
Ist also die ununterbrochene Kühlung von Elektroden für gewisse Fälle bereits bekannt und angewendet worden, so ist es bisher unterblieben, das gleiche Princip bei Ozonerzeugern zu benutzen. Die bekanntesten Forscher auf diesem Gebiete, wie Tisley, Siemens und Andreoli, haben die Anwendung des oben beschriebenen Verfahrens bei Ozonerzeugern unterlassen, obwohl sie. gleichfalls auf die Vermeidung von Kurzschlufs bedacht waren.
Das vorliegende Verfahren soll sich demnach nur auf die Verwendung bei Ozonerzeugern beziehen, und es mag gleichzeitig erwähnt werden, dafs nur die ununterbrochene Kühlung beider Elektrodenreihen die Anwendung von Ozonerzeugern grofsen Umfanges (von mehreren Hunderten Kilowatt), wie sie z. B. für die Sterilisirung bedeutender Wassermengen in Frage kommen, ermöglicht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur ununterbrochenen Kühlung der Elektroden von Ozonerzeugern während des Betriebes, dadurch gekennzeichnet, dafs der Wasserzuflufs zu den Elektroden periodisch unterbrochen wird, worauf das Wasser die beiden Elektrodenreihen ununterbrochen durchfliefst, und endlich der Wasserabflufs periodisch und abwechselnd mit dem Zuflufs unterbrochen wird, zum Zweck, eine starke und regelmäßige Abkühlung herbeizuführen und gleichzeitig die Isolation der Elektroden aufrecht zu erhalten.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT106711D Active DE106711C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE106711C true DE106711C (de)

Family

ID=376853

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT106711D Active DE106711C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE106711C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3236545A1 (de) Verfahren zum elektroplattieren und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE2720430A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur behandlung einer fluessigkeit
DE3410489A1 (de) Verfahren und vorrichtung, insbesondere zur desinfektion von wasser
DE2835709B2 (de) Anlage zum Reinigen verschmutzten Wassers
DE106711C (de)
DE1804440A1 (de) Wascheinrichtung fuer Autos
DE3023217C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum elektrolytischen Überziehen von Körpern geringer Abmessung
DE1542385C3 (de) Verteiler für ein Emulsions-Behandlungsgerät
DE2321804C3 (de) Vorrichtung zum Waschen von Eiskristallen durch direkten Kontakt mit einem Kühlmittel
EP0483622A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Betreiben eines Dampferzeugers für Gargeräte
DE1914267B2 (de) Verfahren zur elektrischen behandlung von eine hohe elektrische leitfaehigkeit aufweisenden dispersionen
DE4416973A1 (de) Reinigung von Schmutzwässern durch Elektroflotation
DE102013103468B4 (de) Reinigen von Abwasser schwankender elektrolytischer Leitfähigkeit mittels Elektroflotation
EP2477951B1 (de) Vorrichtung zur wasserentkeimung durch anodische oxidation
DE2741719C3 (de) Elektrische Kaffee- oder Teemaschine
DE615619C (de) Einrichtung zum periodischen Umschalten der Polaritaet der Elektroden bei Apparaten zur elektrischen Behandlung von bakterienhaltigen Fluessigkeiten
DE1517704A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Dekantieren (Klaeren) von Wasser und anderen Fluessigkeiten
AT152804B (de) Apparat mit einer elektrolytischen Zelle.
DE4308757C2 (de) Vorrichtung zum Abspritzen von Oberflächen
DE1271282B (de) Anordnung zum Betrieb eines in einem offenen Stroemungskreis mit beliebigem Wasser arbeitenden Elektroden-Dampferzeugers
DE29722822U1 (de) Elektrolysegerät
CH658507A5 (en) Electrode boiler
DE2627964A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum reinigen von waessrigen fluessigkeiten
DE412211C (de) Elektrolysator
AT200408B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Oberflächenbehandlung strangförmigen metallischen Gutes in Flüssigkeitsbädern