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DE1053024B - Einrichtungen zur magnetischen Beeinflussung zwischen Fahrzeugen und Fahrbahn im Eisenbahnsicherungswesen - Google Patents

Einrichtungen zur magnetischen Beeinflussung zwischen Fahrzeugen und Fahrbahn im Eisenbahnsicherungswesen

Info

Publication number
DE1053024B
DE1053024B DES46975A DES0046975A DE1053024B DE 1053024 B DE1053024 B DE 1053024B DE S46975 A DES46975 A DE S46975A DE S0046975 A DES0046975 A DE S0046975A DE 1053024 B DE1053024 B DE 1053024B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
transmitting
organs
magnets
polarities
devices
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES46975A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Karl Lueddecke
Erich Gaertner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES46975A priority Critical patent/DE1053024B/de
Publication of DE1053024B publication Critical patent/DE1053024B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L3/00Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal
    • B61L3/02Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control
    • B61L3/08Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control controlling electrically
    • B61L3/12Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control controlling electrically using magnetic or electrostatic induction; using radio waves
    • B61L3/121Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control controlling electrically using magnetic or electrostatic induction; using radio waves using magnetic induction

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

  • Einrichtungen zur magnetischen Beeinflussung zwischen Fahrzeugen und Fahrbahn im Eisenbahnsicherungswesen Die magnetische Zugbeeinflussung hat die Aufgabe, Fahrzeuge oder Züge an bestimmten Punkten der Strecke durch magnetische Kraftfelder derart zu beeinflussen, daß bei der Warn- oder Haltstellung der Signale ein Warnungszeichen auf dem Führerstand oder eine Zwangsbremsung dies Zuges ausgelöst wird, um die Weiterfahrt in einen gesperrten Bahnhof oder in: ein besetztes Gleis zu verhüten. Hierfür gibt es verschiedene Anordnungen der Sendemagnete am Gleis mit entsprechenden Empfangsgeräten am Zug. So können permanente Magnete verwendet weridien, die bei Fahrtstellung der zugehörigen Signale aus ihrer Wirkstellung in eine neutrale Lage verdreht oder räumlich so. verlagert werden, -daß sie keine Wirkung mehr auf die Empfangseinrichtungen ausüben. Bei anderen Systemen werden die Kraftfelder permanenter Magnete durch zusätzliche Elektromagnete abgelenkt, geschwächt oder unterdrückt und dadurch unwirksam gemacht. Bei diesen signalabhängs,gen übertragungssystemen legt man Wert darauf, daß die Fahrsperrenwirkung ohne das Fließen eines Stromes eintritt, -damit sie auch im Falle des Versagens der Elektromagnete sichergestellt ist. Deshalb bevorzugt man permanente Magnete. Bei ihnen rechnet man damit, daiß ihre Wirkung niemals verlorengeht und daß die Sendemagnete stets vorhanden und -bei Haltstellung des Signals auch voll wirksam sind. Derartige mabgnetische Übertragungssysteme mit Dauermagnetstählen hoher Qualität arbeiten also nach dem Arbeitsstromprinzip, das sich nicht selbst überwachen kann. Die Prüfung ihrer Wirksamkeit überläßt man meistens dem Unterhaltungsbeamten, der von Zeit zu Zeit Kontrollen vornehmen muß. Man hat .aber keime absolute Gewähr dafür, daß im Gefahrfalle, d. h. beim Überfahren eines Beeinflussungspunktes am Haltsignial, die Fahrsperre auch wirklich eintritt.
  • Diesem Übelstand soll die Erfindung durch Anordnung mehrerer Übertragungseinrichtungen an der Strecke und auf den Fahrzeugen abhelfen, wobei die Wirksamkeit aller Geräte auch bei Fahrtstellung der Signale fortgesetzt überwacht wird.
  • Nun sind zwar bereits magnetische Übertragungssysteme bekannt, bei denen sowohl der Sendemagnet als auch die Empfangsorgane auf dem Fahrzeug verdoppelt sind oder gar vervielfacht werden können und wobei beide bzw. alle Sendemagnete eines Fahrortes wirksam sein müssen, um die gewünschte Beeinflussung herbeizuführen. Solche Einrichtungen beziehen sich jedoch bisher nur auf Übertragungssysteme, die auf eine Signalabhängigkeit verzichten und nur zur Kennzeichnung bestimmter Fahrorte dienen. Diese F.ahrortmeldu.ngen haben auf dem Fahrzeug nur Aufrnerkzeichen oder gegebenenfalls Meldevorgänge zur Folge, z. B. Funkübertragungen an eine Zentrale, aber keine Warnungen oder Fahrsperrenwirkungen für den Zug selbst. Hierbei wird also die mehrfache Anordnung .der Magnete zur Unterscheidung verschiedener Streckenpunkte benutzt, indem mehrere unveränderliche Sendemtagnete neben- oder hintereinander am Gleis angeordnet werden, die entweder mehrmals auf dasselbe Empfangsorgan oder auch gleichzeitig bzw. kurz nacheinander auf mehrere Empfangsgeräte eines Fahrzeuges einwirken. Der Ausfall der Übertragung eines Sendemagnets hat dann z. B. eine Störungsanzeige zur Folge, die Anlaß zum Beseitigen :dieser Unregelmäßigkeit geben soll, aber zunächst noch keine unmittelbare Gefahr bedeutet.
  • Gegenüber -diesen bekannten Einrichtungen bezieht sich die Erfindung auf ein Übertragungssystem, das eine Anordnung von mehreren Sendemagneten an Beeinflussungspunkten der Strecke sowie von mehreren Empfangsorganen auf den Fahrzeugen vorsieht, !die fortgesetzt, d. h. an; jedem Beeinflussungspunkt und bei jeder beliebigen Stellung des Signals, auf ihre Wirksamkeit geprüft werden und dadurch wesentlich zum Erhöhen der Beeinflussungssicherheit eines. signaIabhängigen Übertragungssystems beitragen. Gemäß der Erfindung setzt sich jede Übertragung aus zwei oder mehr annähernd gleichzeitigen oder kurz aufeinanderfo:lgenden Beeinflussungen von mindestens zwei Empfangsorganen durch mindestens zwei Sendeorgane zusamm;en.. Hierbei 'kann es zweckmäßig sein, die Anordnung sor zu wählen, daß beim Wechsel von einem Übertragungsbegriff zum anderen an demselben Beeinfussungspunkt nur die Polaritäten eines Teils der Sendeorgane verändert werden, während die Polarität von mindestens einem anderen Senideorgan unverändert bleibt. Ferner können die Sendemagnete z. B. jedes zweiten, vierten, sechsten usw. Beeinflussungspunktes gerade die umgekehrte Polarität der Sendemagnete des ersten,_ dritten, fünften usw. Beeinflussungspunktes besitzen, so daß- die einzelnen Empfangsorgane des Zuges' abwechselnd im. Sinne der einen und der anderen Polarität beansprucht werden und dadurch jedes Sende- und Empfangsorgan mindestens einanal in. regelmäßiger Folge zur Wiwkung gelangt.
  • Dadurch wird für den seltenen Gefahrfall, daß ein Zug ein Haltsignal nicht beachtet und den Beeinflussungspunkt überfährt, die Fahrsperrenwirkung des magnetischen Übertragungssystems, mit seinem Arbeitsstromprinzip praktisch ebenso wirksam wie bei -den bekannten induktiven Systemen, die sich auf dem Ruhestromprinzip aufbauen, Das gleiche Beeinflussungsprinzip dieses. für die Zugbeeinflussung vorgeschlagenen Erfindungsgedankens'kann auch auf die umgekehrte Übertragung vom Zug zum Gleis angewendet werden, z. B. wenn es sich darum handelt, vom fahrenden Zug her unterscheidbare Steilaufträge an bestimmte Gleisvorrichtungen, wie die Umstellung einer Weiche in die Plus- oder Minuslage, das Schließen und Öffnen einer Schranke u. dgl., zu erteilen oder wenn durch Sendemagnete an der Zugspitze oder am Zugschluß die Selbstb.lockeinrichtungeneiner Strecke betätigt werden sollen.. Auch hierbei kann der Wechsel der Polaritäten der einzelnen Sendemagnete von einem Fahrzeug zum anderen zweckmäßig sein, um die einzelnen Empfan.gsorgane am Gleis regelmäßig im- Sinne beider Polaritäten zu beanspruchen.
  • Ein Beispiel für die Erfindung ist in Fig. 1 dargestellt.
  • In der Nähe des Signals .A befindet sich z. B. an,der linken: Seite des Gleises einpermanenter Sendemagnet La, dessen Nordpol von Gleismitte nach außen gerichtet ist, während an der rechten Seite zwei permanente Magnete R1 und R2 mit LöschspulenSp1 und Sp2 so angeordnet sind, daß beim ersten der Südpol und beim zweiten ner Nordpol ' vom Gleis weg zeigt. In der .dargestellten Fahrtstellung des Signals A ist über den Kontakt A 1 die Löschspule Sp 2 des zweiten Magnets R2 erregt, so daß dessen Magnetfeld nach außen hin unterdrückt wird. In der Haftstellung des Signals durch den Kontakt A 1 würde die Löschspule dieses zweiten Magnets R2 abgeschaltet und statt .dessen die Löschspule Sp 1 des ersten. Magnets R 1 eingeschaltet sein, so daß dann nur der zweite Sendemagnet R2 `virksam wäre. Die Wirkung des linken Sendemagnets L a :bleibt jedoch von der Signalstellung unberührt.
  • Das Fahrzeug hat zu beiden Seit-en Empfangsargane EL und ER, die durch die Kraftfelder der Sendemagnete entsprechend ihrer jeweils wirksamen Polarität beeinflußt werden und dadurch auf dem Führerstand die jeweils gewünschte Wirkung ausüben.
  • Auf Grund einer willkürlichen Festlegung sei angenommen, daß die von der Gleismitte nach außen weisenden Nordpole sowohl auf der rechten. als auch auf der linken Seite stets Plusimpulse, dagegen umgekehrte Feldrichtungen, Minusimpulse hervorrufen. Infolgedessen erfahren die- in Fig. 1 von links nach rechts über die Sendemagnete hinstreichenden Fahrzeugempfänger bei Fahrtst4lung des Signals die Impulskombination L+/R-,- dagegen bei Haltstellun g die Impulskombination L+/R+. Der geringe Zeitunterschied infolge der örtlich etwas verschobenen Lage der beiden rechten Magnete. gegenüber dem linken sei bedeutungslos, da er durch Verzögerung der Empfangs- oder Auswertungsrelais ausgeglichen werden kann.
  • Infolge der ersten Impulskombination L-I-/R-empfängt der Zug das Fahrtsignal, das z. B. durch kurzes Aufleuchten. einer Führerstarvdslampe oder durch. einen Hupton zur Anzeige gebracht werden möge, worauf ,d:ie Empfangseinrichtung wieder in den Ruhezustand, d. h. in die Ansprechbereitscha.ft, zurückkehren. Bei der zweiten Impulskombination L+ I R -I- würde .auf dem Zug das Warnungssignal, oder die Zwangsbremsung ausgelöst werden;. Beide Übertragungsbegriffe entstehen also erfindungsgemäß bei un.-gestö@rter Wirkung stets durch zwei annähernd gleichzeitige Beeinflussungen. Beim Ausbleiben einer, dieser beiden Beeinflussungen soll eine Störungsanzeige hervorgerufen werden, nie zweckmäßig stets mit einer Zwangsbremsung verbunden wird; denn das Fahrpersonal vermag bei einer solchen Störungsanzeige nicht zu unterscheiden, ob eine Fahrt- oder eine lialtübertragun,g hätte eintreten sollen.
  • Sollten nun einmal Versager vorkommen, die z. B. auf Zerstörung oder magnetischen Kurzschluß -der Magnete, auf unzulässige Erregung oder Unterbrechung der Löschspulenstromkreisie zurückzuführen sind, so -ergeben sich folgende Möglichkeiten:
    I. Bei Fahrtstellung des Signals
    Störungsfall Impulskombination Führer-
    standsanzeige
    Magnet R 1 unwirksam L+/0 »Störung«
    Magnet R 2 unwirksam L+/R- »Fahrt«
    Magnet La unwirksam 0/R- »Störung«
    Löschspuke Sp 2 un-
    wirksam (normal) L+/R- »Fahrt«
    Löschpspule Sp 2 un-
    wirksam .......... L+/R-/R+ »Störung«
    Löschspule R 1 un-
    zulässig erregt -.... L+/0 »Störung«
    II. Bei Haltstellung des Signals
    Störungsfall Impulskombination Führer-
    standsanzeige
    1
    Magnet R 1 unwirksam L+/R+ »Halt«
    Magnet R2 unwirksam L+/0 »Störung«
    Magnet La unwirksam 0/R+ »Störung«
    Löschspule Spl -un-
    wirksam ........... L+/R-/R+ »Störung«
    Löschspule Sp 2 un-
    wirksam (normal) L+/R+ »Halt«
    Löschspule R 2 un-
    zulässig erregt .... L+/0 »Störung«
    Diese Auswirkungen zeigen, daß entweder die Störungen unbemerkt bleiben, dann: .aber den. beabsichtigten Übertragungsbegriff entstehen lassen, oder d:aß in.-folge -der Unregelmäßigkeit die Störungsanzeige zustande kommt. In-keinem. Fall wird aber etwa eine beabsichtigte Halt-Übertragung in einen ünzulässiigen und gefährlichen Fahrtbegriff verwandelt. " Diese Wirkungen ergeben sich nicht-nur-beim-Versagen des einen oder anderen Sendemagnets am Gleis, sondern auch gemäß der Erfindung beim Versagen eines Empfangsorgans im Fahrzeug, das entweder Plus- oder Minusimpulse empfangen soll. Im obigen Beispiel würde das Versagen des linken Empfängers EL der Unwirksamkeit des linken Sendemagnets L entsprechen, ebenso. das Versagen des rechten Empfängers ER für,die Impulse R-f- und R- .der Unwirksamkeit der rechten Sendemagnete R 1 und R2. Somit würden auch stets die gleichen Auswirkungen. auf dem Führerstand entstehen. In diesem System liegt also bereits eine große Sicherheit.
  • Nun muß aber damit gerechnet werden, daß infolge ständig richtiger Fahrweise des Zuges immer nur die beiden Beeinflussungen L+/R- entsprechend der Fahrtstellung aller Signale stattfinden, wä Brend die bei Haltstellung fällige Beeinflussung R-1- niemals geprüft wird. Infolgedessen würde die Gefahr bestehen, daß gerade im. Ernstfalle die Impulskombination, L+/ R+ doch versagen könnte, weil die seltene und ungeprüfte Beeinflussung R-1- durch Versagien des Sendemagnets R2 oder des Empfangsorgans ER für den Plusimpuls aussetzt. Das hätte nach der obigen Übersicht zur Folge, daß anstatt der eindeutigen Haltwirkung nur die unbestimmte Störungsanzeige erscheinen würde.
  • Um für diesen Fall die Zwangsbremsung ohne Störungsanzeige sicherzustellen, soll gemäß der weiteren Erfindung bei jedem zweiten Signal die Richtung aller Kraftfelder der Sendemagnete umgekehrt und die Anordnung entsprechend der Darstellung für das Signal B in Fig. 1 getroffen. werden. An diesem Beeinflussungspunkt mwß also in Abhängigkeit von Kontakt B 1 die Fahrtwirkung bei der Impulskombination L-/R+ und die Haltwirkung bei der Kombination L-/R-eintreben. Das bedeutet, daß auch der linke Empfänger EL des Fahrzeuges ebenso wie :der rechte ER wahlweisse auf beide Polaritäten ansprechen muß. Dann: werden bei regelmäßiger Fahrweise, d. h. beim Überfahren von Signalen in Fahrstellung, nicht nur alle Sendemagnete, sondern auch alle Impulsempfänger der Fahrzeuge abwechselnd auf ihre Ansprechfähligkeit geprüft: Somitwird einewesentlicherhöhteSicherheit für die zuverlässige Wirkung in den seltenen Gefahrfällen erzielt.
  • Diese Anordnung kann auch, ohne .dien. Erfindungsgedanken aufzugeben, im Interesae eines vereinfachten Aufbaues -dahin abgeändert werden, daß statt des Polaritätswechsels von einem Signal zum anderen z. B. alle Magnete der einen Fahrtrichtung entsprechend der Anordnung an Signal A und :alle Magnete,der Gegenrichtung entsprechend der Anordnung am Siignal B verlegt werden. Wesentlich ist, daß. .die Arbeitsweise der Empfangseinrichtung mit einer nicht zu seltenen Regelmäßigkeit wechselt.
  • In den beiden Fällen, in denen beim Versagen einer Löschspule am rechten Empfänger die Doppelbeeinflus-sung R-1- und R- hintereinander erfolgt, die zur Störungsanzeige ausgewertet werden soll, kann; unter Umständen -damit gerechnet werden, daß bei hoher Fahrgeschwindigkeit der erste Impuls zu kurz gerät, da er durch den zweiten, entgegengesetzten Impuls zu schnell abgelöst wird. Falls die Auswerteapparatur diesem schnellen Wechsel nicht zu folgen vermag, schadet es nichts, wenn an Stelle der Störungsanzeige die Haltanzeige erscheint. Aus diesem Grunde soll grmäß der Erfindung der in der Fahsrtrichtung erste der beiden rechten Magnete R 1 in Kombination, mit der Wirkung .des .linken Magnets La stets die Fahrtan@ zeige und der zweite .rechte Magnet R2 mit dem linken, La,, zusammen die Haltanzeige :bewirken; denn die letzte Beeinflussung wird im allgemeinen die nachhaltigere Wirkung hinterlassen. Soll auch bei glei-chieitigem Ausfall von zwei Beeinflussungen kein Gefahrzustand eintreten, so ist es zweckmäßig, den Wirk- oder Löschzustand der Sendemagnete mit Hilfe besonderer Überwachungsrelais für die Lös.chspwlen zu, kontrollieren und die Fahrtstellung des jeweils rückliegenden Blocksignals davon abhängig zu machen.
  • Ein Beispiel für eine entsprechende Schaltung zeigt Fig.2. Die Blockabhängigkeit des rückliegenden Signals- A wird hier in an sich bekannter Weise dadurch hergestellt, daß das Relais A 10 nur ansprechen -kann, wenn beim Räumen der Strecke A-B durch den Zug der Gleis@relaiskontäkt GA/B geschlossen ist und -bei iialtleg.ung des Signals: B der Kontakt B 2 die 4argestellte: Lage .einnimmt. Die Freigabe des Signals, A erfolgt aber erst, wenn durch Schließen des Kontaktes R34 des Überwachungsrelais R30 die Einschaltung der Löschspule Sp 3 des Sendemagnets R 3 sowie durch Schließen des-Kontaktes: R44 ,des Überwachungsirelais R40 die Abschaltung .der Löschspule Sp4 d-ess Sendemagnets R4 sichergestellt ist.
  • Diese Anordnung kann durch eine weitere Schutzmaßnahme noch. ergänzt werden, die einen kritischen Sonderfall von:zwei gleichzeitigen Versagern. am gestörten Beeinflussungspunkt selbst unschädlich machen sohl. Wenn nämlich z. B. am Signal B, das sich 'in Haltstellung befindet (Fig. 2) und daher die Doppelbeeinflussung L-/R- hervo-rru.fen soll, sowohl der Sendemagnet R4 unwirksam sein sollte als. auch die Löschspule Sp 3 stromlos bleiben sollte; "so würde, die Blockabhängigkeit nur scheinbar in Ordnung sein und das rückliegende Signal A freigeben können. In Wirklichkeit würde aber der Zug am Signal B,die Doppelbeeinflussung L-/R+ erfahren, also trotz der Haltstellung den Fahrtbegriff empfangen.
  • Dieser Übelstand kann. gemäß der Erfindung @dadurch. beseitigt werden, @daß auch dem. :dritten. Sendemagnet eine Löschspule Spb zugeordnet wird; :die bei dieser ungleichen Doppelstörung mit Hilfe von Kontakten R31 und R41 der dann nicht erregten Überwachungsrelais R30 und R40 für die beiden Löschspulen Sp 3 und Sp 4 eingeschaltet wird und &s@ erste Beeinflussunigs,'kriterium L- unterdrückt, so- @daß der Zug infolge der .allein übrigbleibenden anderen Beeinflus.sung R-1- den Störungsbegriff empfängt.
  • Soll auch regelmäßig geprüft werden, daß diese dritte Löschspule ebenfalls immer einschaltbereit ist, so kann dies mit Hilfe eines dritten Überwachungsrelais L 50 im Stromkreis der Löschspule Spb des Magnets Lb geschehen, das stets kurzzeitig zum Anzug kommen und- seinen Kontakt L 51 schließen muß, bevor die Löschspule Sp 4 zur Löschung .des Magnets R4 fürdien Haltbegriff über den Selbstschlußkontakt R42 des zugehörigen Überwachers R40 eingeschaltet bleibt und somit der dem Fahrtbegriff des Signals B entsprechende überfragungszustand herbestellt wird.
  • Der Kontakt R43 im Stromkreis des Relais R30 dient zur Abfallüberprüfung des Relais R40 bei haltzeigensdem Signal B. Durch den Kontakt L52 wird s-ichergesteldt, .daß bei der Freigabe des Signals A das Überwachungsrelais L50 und damit die Lös:chspule S pb des Magnets Lb stromlos. sind. Über die Kontakte .R35- und R45 bleibt das Relais A10 erregt, wenn das Signal B beim Räumen des anschließenden Streckenabschnittes die Fahntatellung einnimmt, in der das Relaiis R30 stromlos" dagegen das Relais R40 erregt ist.
  • Mit den. beschriebenen Ergänzungen der Erfindung ist die Sicherheit dieses Übertragungssystems auf das denkbar höchste Maß getrieben..

Claims (11)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Einsichtungen zurmagnetischemBeeinflussung zwischen Fahrzeugen und Fahrbahn im Eisenbahnsicherungswesen für die Übertragung von unterschiedlichen Signalbegriffen der Strecke auf den Zug oder von verschiedenen Aufträgen des Zuges auf Vorrichtungen am Gleis unter Verwendung vom Magnetkombinationen, dadurch gekennzeichnet, d:aß jede Übertragung sich aus einer gleichbleibenden Anzahl von zwei oder mehr annähernd gleichzeitigen oder kurz aufeinanderfolgenden Beeinflussungen von. Empfangsorganen durch Sendeorgane zusammensetzt, wobei :die Kombination derart gewählt ist, daß bei Störung einer der An-.lagen in allen Fällen auf der Empfangsseite eine im Sinne erhöhter Sicherheit wirksame Meldung, z. B. »Störung« oder »Halt«, erscheint.
  2. 2. Einrichtungen .nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die doppelt oder mehrfach angeordneten Sendeorgane am Gleis bzw. am Zug in verschiedenen Wirkebenen ,liegen und auf -die ihnen jeweils zugeordneten Empfangsorgane mit verschiedenen Polaritäten zur Unterscheidung der Übertragungsbegriffe :derart einwirken, daß beim Wechsel von einem Übertragungsbegriff zum an" deren an demselben Beeinflussungspunkt nur die Polaritäten eines Teiles der Sendeorgane verändert werden, während die Polarität von mindestens einen anderen Sendeorgan unverändert bleibt.
  3. 3. Einrichtungen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der einen Hälfte einer Folge mehrerer Beeinflussungspunkte, die von den zu beeinfussenden Zügen regelmäßig befahren werden, die Polaritäten der einzelnen Sendeorgane denen der anderen Hälfte aller Beeinflussungspunkte bei gleichen Übertragungsbegriffen gerade entgegengesetzt gerichtet sind und daß die Auswerteeinrichtungen der Zugempfänger so geschaltet :sind, daß sie trotz dieser umgekehrten Polaritäten ihrer :einzelnen :die gleichen Übertragungsbegriffe empfangen.
  4. 4. Einsichtungen nach Anspruch 1 und 2; dadurch gekennzeichnet, daß bei der einen. Hälfte aller Fahrzeuge, von .denen die zu beeinflussenden Streckenempfänger regelmäßig befahren werden,, ,die Polaritäten- der einzelnen Sendeorgane denen. ,der anderen Hälfte der Fahrzeuge bei gleichen Übertragungsbegriffen gerade entgegengesetzt gerichtet sind und daß die Auswertevorrichtungen der Gleisempfänger so: geschaltet sind, daß sie trotz :dieser umgekehrten Polaritäten: ihrer einzelnen Empfangsorgane die gleichen, Übertragungsbegriffe empfangen.
  5. 5. Einrichtungen nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Polaritäten: der aufeinan@ derfolgenden Sendemagnete von einem Beeinflussungspunkt zum nächsten bzw. von. einem. Fahrzeugoder Zugteil zum anderen: abwechseln, so daß jedes -einzelne Sendeorgan und jedes entsprechende Empfangsorgan in regelmäßiger Folge .bei dem gleichen: Übertragungsbegriff mindestens einmal innerhalb dieses Wechselspieles, beansprucht werden.
  6. 6. Einrichtungen nach. Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß beim Ausfall. eines von, den jeweils beteiligten zwei oder mehreren Sende- oder Empfangsorganien stets. eine Störungsmeldung bzw. ein warnender oder sperrender übertragungsbegr.iff inder Meldeapparatur des Empfängers zustande kommt.
  7. 7. Einrichtungen -nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Umpolung der Sendeorgane mit Hilfe von Elektromagneten: bewirkt wird, die in verschiedenen Stromrichtungen durchflossen werden.
  8. 8,. Einrichtungen nach Anspruch 1 bis 7, dadurch :gekennzeichnet, daß als Sendeorgane Dauermagnete mit verschiedenen Polaritäten benutzt werden, von denen stets der eine oder andere je nach .dem Übertragungsbegriff durch Löschspulen unwirksam gemacht wird, die durch Erregung das Kraftfeld des betreffenden Dauermagnets ablenken, schwächen oder unterdrücken.
  9. 9. Einrichtungen nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß des in. :einer Wirkunigsebene liegende .Sendeorgan eines Beeinflussungspunktes als Dauermagnet ohne Löschspule ausgebildet ist und somit stets dieselbe Polarität aussendet, während die beiden in. einer anderen Wirkungsebene liegenden Sendemagnete vers.cbnedener Polarität mit umschaltharen Löschspulen ausgerüstet und wechselweise von der Signalstellung bzw. vom Stellauftrag abhängig sind.
  10. 10. Einrrichtungen nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Sendeorgane ,eines Beeinflussungspunktes als. löschbare Dauermagnete eingerichtet sind, wobei die Löschung des im Ordnungsizustand stets wirksamen Dauermagnets der einen Wirkungsebene nur im Falle des gleichzeitigen Versagens: eines der beiden anderen Sendemagnete sowie der Löschspule .des dritten Sendemagnets mit Hilfe von Überwachungsrelais der Löschstromkreise bewirkt wird und wobei die Wirksamkeit des Löschstromes für :den ersten Sendemagnet durch ein, eigenes Überwachungsrelais regelmäßig vor jedem Freigabeauftrag geprüft wird.
  11. 11. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsichaltung der Löschspule zur Herstellung derjenigen Polaritätskombiniation der Sendemagnete am Gleis, :die der Haltstelilung eines Streckensignals entspricht, mit Hilfe von Überwachungsrelais der Löschströme in der Blockabhängigkeit für das jeweils rückliegende Blocksignal geprüft wird,. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 670 946., 697 072.
DES46975A 1956-01-04 1956-01-04 Einrichtungen zur magnetischen Beeinflussung zwischen Fahrzeugen und Fahrbahn im Eisenbahnsicherungswesen Pending DE1053024B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2854252A1 (de) * 1978-12-15 1980-06-19 Siemens Ag Einrichtung zum uebertragen einer streckeninformation an eine empfangseinrichtung auf einem fahrzeug

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE670946C (de) * 1934-11-21 1939-01-28 Ver Eisenbahn Signalwerke G M Zugbeeinflussungseinrichtung
DE697072C (de) * 1938-04-24 1940-10-04 Ver Eisenbahn Signalwerke G M Einrichtung zum UEbertragen eines oder mehrerer Signale von der Strecke auf den Zug

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