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DE1035079B - Streckenvortriebsmaschine und Verfahren zum Auffahren von Abbaustrecken - Google Patents

Streckenvortriebsmaschine und Verfahren zum Auffahren von Abbaustrecken

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Publication number
DE1035079B
DE1035079B DEM24175A DEM0024175A DE1035079B DE 1035079 B DE1035079 B DE 1035079B DE M24175 A DEM24175 A DE M24175A DE M0024175 A DEM0024175 A DE M0024175A DE 1035079 B DE1035079 B DE 1035079B
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DE
Germany
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conveyor
boom
section
tunneling machine
track
Prior art date
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Pending
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DEM24175A
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BEIEN MASCHFAB
Maschinenfabrik und Eisengiesserei A Beien
Original Assignee
BEIEN MASCHFAB
Maschinenfabrik und Eisengiesserei A Beien
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Publication date
Application filed by BEIEN MASCHFAB, Maschinenfabrik und Eisengiesserei A Beien filed Critical BEIEN MASCHFAB
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Publication of DE1035079B publication Critical patent/DE1035079B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D9/00Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
    • E21D9/10Making by using boring or cutting machines
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D9/00Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
    • E21D9/12Devices for removing or hauling away excavated material or spoil; Working or loading platforms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)

Description

  • Streckenvortriebsmaschine und Verfahren zum Auffahren von Abbaustrecken Es sind Streckenvortriebsmaschinen bekannt (Zeitschrift des »Vereins deutscher Ingenieure«, 1922, S. 379; Zeitschrift für das »Berg-, Hütten- und Salinenwesen«, 1940, S.11), welche stirnseitig mit einem erhebliche Abmessungen besitzenden Schneidkopf ausgerüstet sind, durch welchen ein den endgültigen Abmessungen der Strecke entsprechendes Bohrloch im Gebirge hergestellt wird. Dem Schneidkopf nachgeschaltet ist ein Ladeförderer mit einem endlosen umlaufenden Fördermittel, auf welchen das vom Schneidkopf hereingebrochene Gestein zum Teil von selbst hereinbricht, zum Teil von Hand aufgegeben wird. Der Ladeförderer trägt in ein nachgeschaltetes Streckenfördermittel, beispielsweise einen Förderwagen oder ein Streckenförderband, aus. Diese seit vielen Jahrzehnten zum Stande der Technik gehörenden Streckenbohrmaschinen besitzen den Nachteil, daß es sich um außerordentlich schwere und erhebliche Abmessungen aufweisende Vorrichtungen handelt, bei denen insbesondere für den Antrieb und den Andruck des den gesamten Streckenquerschnitt erfassenden Schneidkopfes ein sehr großer Energieaufwand erforderlich ist. Für die Auffahrung von Abbaustrecken sind derartige Vorrichtungen insbesondere bei den unregelmäßigen und vielfach gestörten Lagerungsverhältnissen des Steinkohlenbergbaues sowohl aus technischen als auch aus wirtschaftlichen Erwägungen ungeeignet.
  • Es sind ferner Kohlengewinnungs- und Lademaschinen (»Bergbau-Rundschau«, 1951, S. 393; »Glückauf«, 1954, S. 502; »The Colliery Guardian«, 1953, S. 395) bekannt" welche stirnseitig mit einer größeren Anzahl von neben- und/oder übereinander angeordneten Schneidköpfen ausgerüstet sind, durch welche die anstehende Kohle in einem sich etwa über die gesamte Flözmächtigkeit erstreckenden und der endgültigen Höhe des Abbauhohlraumes entsprechenden Streifen größerer Breite abgebaut werden soll. Den Schneidköpfen ist hierbei ebenfalls ein Ladeförderer nachgeschaltet, auf dessen vorderes Ende die von den Schneidköpfen hereingewonnene Kohle teils von selbst hereinbricht, teils durch besondere mechanische Hilfsmittel oder von Hand aufgegeben wird. Diese Ladeförderer tragen auf ein nachgeschaltetes Streckenfördermittel, beispielsweise ein Streckenförderband oder einen mit Eigenantrieb ausgerüsteten Förderwagen aus. Bei diesen vorbekannten Gewinnungs- und Lademaschinen ist, ebenso wie bei den vorstehend behandelten Streckenbohrmaschinen, der von den Schneidköpfen hereingewonnene Querschnitt so groß bemessen, daß die gesamten, den Schneidköpfen zugeordneten Andruckvorrichtungen sowie die diesen nachgeschalteten Fahrwerke und Ladeförderer innerhalb dieses Querschnittes Platz finden. Diese Maschinen sind' lediglich für den Abbau von Flözen mit sehr regelmäßigem und nahezu söhligem Einfallen bestimmt und geeignet, während sie als Hilfsmittel für die Abbaustreckenauffahrung, insbesondere bei unregelmäßigen und gestörten Lagerungsverhältnissen, unbrauchbar sind. Darüber hinaus besitzen sie, ebenso wie die vorbekannten Streckenbohrmaschinen, den Nachteil erheblicher Abmessungen, hoher Anlage- und Betriebskosten.
  • Für das Auffahren von dem Verlauf der Lagerstätte folgenden Abbaustrecken hat man im Steinkohlenbergbau bisher fast ausschließlich sogenannte Ladewagen oder Ladeförderer (»Glückauf«, 1929, S.927; »Lehrbuch der Bergbaukunde« v. Heise-Herbst-Fritzsche, Bd. 1, B. Auflage, 1949, S. 186) benutzt, welche mit einem endlosen umlaufenden Fördermittel ausgerüstet sind, welches das bei der Streckenauffahrung hereingewonnene und auf den Ladeförderer aufgegebene Haufwerk in ein nachgeschaltetes Streckenfördermittel, in der Regel ein Förderwagen, austrägt. Diese vorbekannten Ladeförderer zeichnen sich durch eine große Einfachheit und Beweglichkeit sowie durch sehr geringe Anschaffungs- und Energiekosten aus; sie besitzen indessen den Nachteil, daß sie lediglich das Anheben des Haufwerkes bis auf die Höhe des nachgeschalteten Streckenfördermittels sowie das Austragen desselben in dieses Fördermittel auf maschinellem Wege ermöglichen, während die Aufgabe des beispielsweise durch Schießarbeit hereingewonnenen Haufwerks auf den Ladewagen von Hand vorgenommen werden muß. Um diese Handarbeit zu erleichtern, hat man zwar bereits vorgeschlagen" das vordere, der Streckenbrust zugekehrte Ende des Ladeförderers als langgestreckten, parallel zur Streckensohle und nahe derselben angeordneten Aufgabe-Ausleger auszubilden. Hierdurch wird Jedoch auch nur eine unwesentliche Verminderung der für das Einfüllen des Haufwerks in den Ladeförderer erforderlichen Handarbeit erreicht, während die Hereingewinnung des Haufwerks beim Streckenvortrieb in keiner Weise erleichtert wird.
  • Die Erfindung hat sich nun die Aufgabe gestellt, eine Streckenvortriebsmaschine für die Abbaustreckenauffahrung zu schaffen, welche unter Beibehaltung der vorteilhaften Eigenschaften der vorbekannten sogenannten Ladewagen eine wesentliche Erleichterung der Hereingewinnung des anstehenden Gebirges ermöglicht und darüber hinaus das Ausmaß der bei der Verladung dies hereingewonnenen Haufwerks erforderlichen Handarbeit auf ein Mindestmaß verringert. Die Lösung dieser Aufgabe besteht in einer das Haufwerk teilweise maschinell lösenden und ladenden Streckenvortriebsmaschine, welche sich durch die Vereinigung folgender Merkmale kennzeichnet: a) Ein Ladeförderer mit endlosem, umlaufendem Fördermittel besitzt einen langgestreckten, parallel zur Streckensohle und nahe derselben angeordneten Aufgabe-Ausleger; b) das vordere Ende des Aufgabe-Auslegers ist mit in Verlängerung seines Querschnittes angeordneten, maschinell angetriebenen Werkzeugen zur Herstellung eines das Auslegerende aufnehmenden Führungskanals von gegenüber dem Streckenquerschnitt wesentlich kleinerem Querschnitt ausgerüstet.
  • `Nährend bei den vorbekannten Streckenbohr- und Abbaumaschinen stets der gesamte Querschnitt der Strecke bzw. des Abbauhohlrammes durch die Schneid- oder Bohrwerkzeuge hereingewonnen wird, wird bei der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Streckenvortriebsmaschine durch die am vorderen Ende des Aufgabe-Auslegers vorgesehenen Werkzeuge in der Streckenstirnwand lediglich ein Führungskanal hergestellt, dessen Querschnitt nicht wesentlich größer als der Querschnitt des Aufgabe-Auslegers, jedoch wesentlich geringer als der Querschnitt der Abbaustrecke bemessen ist. Infolge dieser geringen Querschnittsabmessungen des den Aufgabe-Ausleger aufnehmenden Führungskanals sind der zu seiner Herstellung erforderliche Energieaufwand und Andruck verhältnismäßig gering, wobei ferner auch bei verhältnismäßig geringer Mächtigkeit der Lagerstätte der Führungskanal ausschließlich in dem gegenüber dem Nebengestein weicheren Mineral, insbesondere der Kohle, hergestellt werden kann. Der auf diese Weise in derStreckenstirnwand hergestellte Führungskanal dient zunächst bei der Hereingewinnung des rechtlichen Streckenquerschnittes als Einbruch, welcher insbesondere bei Anwendung von Schießarbeit die Hereingewinnung des Haufwerks wesentlich erleichtert. Gleichzeitig wird durch den in dem Führungskanal befindlichen Teil des Aufgabe-Auslegers das hereinzugewinnende Haufwerk unterfahren, so daß das aus dem übrigen Streckenquerschnitt nachbrechende bzw. hereingewonnene Gut ohne großen Kraft- und Arbeitsaufwand auf den im Führungskanal befindlichen Teil des Ladeförderers aufgegeben werden kann. Hierdurch wird der bei den vorbekannten Ladewagen erforderliche Anteil der Handarbeit wesentlich verringert und die Ladearbeit in starkem Maße erleichtert.
  • Da das vordere Ende des Ladeförderers als langgestreckter Aufgabe-Ausleger ausgebildet ist, kann der Führungskanal ohne weiteres so weit vorgebohrt werden, daß die sich am äußeren Ende des Führungskanals befindenden Arbeitswerkzeuge auch bei der Hereingewinnung des übrigen Streckenquerschnittes durch Schießarbeit nicht beschädigt werden. Der Ladeförderer steht unmittelbar nach der Hereingewinnung des restlichen Streckenquerschnittes für die Abförderung des hereingebrochenen Haufwerkes zur Verfügung, während unmittelbar nach dem Wegladen dieses Haufwerkes mit dem Weiterbohren des Führungskanals fortgefahren werden kann.
  • Trotz der erheblichen Vorteile der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Streckenvortriebsmaschine gegenüber den bisher für die Abbaustreckenauffahrung verwendeten Ladewagen unterscheidet sie sich von diesen hinsichtlich ihrer Abmessungen, ihres Gewichtes, ihrer Anschaffungs- und Betriebskosten nur unwesentlich.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der die Werkzeuge tragende vordere Fördererabschnitt mit dem sich rückseitig anschließenden Längenabschnitt des Ladeförderers in etwa waagerechter Ebene derart schwenkbar verbunden, daß der vordere Fördererabschnitt stets in Vorschubrichtung einstellbar ist. Diese Verstellbarkeit ist besonders wichtig für die Abbaustreckenauffahrung bei unregelmäßigen bzw. gestörten Lagerungsverhältnissen, bei denen zahlreiche Kurven durchfahren werden müssen. Durch diese Ausbildung der Streckenvortriebsmaschine ist es möglich, durch einfache Verstellung des die Schneidwerkzeuge tragenden vorderen Fördererabschnittes die Richtung des Führungskanals dem jeweiligen Verlauf der Lagerstätte anzupassen.
  • Bei einer Abbau- und Lademaschine (»The Institution of Mining Engineers, Transactions«, Band 111, 1952, S. 175) mit einem heb- und senkbaren, mit mehreren nebeneinander angeordneten Schrämketten ausgerüsteten Schrämkopf ist es bekannt, den Schrämkopf gegenüber dem nachgeschalteten Ladeförderer in etwa waagerechter Ebene schwenkbar zu lagern. Es handelt sich jedoch hierbei um eine Abbaumaschine, bei welcher durch Heben und Senken bzw. Schwenken des Schrämkopfes die anstehende Kohle über die gesamte Flözmächtigkeit hereingewonnen und durch die umlaufenden Schrämketten in den nachgeschalteten Ladeförderer aufgegeben wird.
  • Die den Führungskanal herstellenden Werkzeuge der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Streckenvortriebsmaschine können mit der vom Fördermittel mitgenommenen Umkehrwelle des Aufgabe-Auslegers getrieblich gekuppelt sein. In diesem Falle ist ein besonderer Antriebsmotor für die stirnseitig des Aufgabe-Auslegers vorgesehenen Bohrwerkzeuge nicht erforderlich. Da der Ladeförderer beim Vorbohren des Führungskanals nur wenig belastet ist, steht während dieses Arbeitsvorganges nahezu die gesamte Antriebsenergie des Förderantriebs für den Antrieb der Bohrwerkzeuge zur Verfügung.
  • Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung sind stirnseitig des Aufgabe-Auslegers zwei im Abstand zueinander angeordnete Schneidköpfe angeordnet, deren Bohrquerschnitte sich im Mittelfeld berühren, vorzugsweise aber überschneiden. Hierdurch läßt sich ein Führungskanal herstellen, der in seiner Querschnittsform dem vorderen Fördererabschnitt gut angepaßt ist.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform finden zwei gelenkig und feststellbar miteinander verbundene Kurzförderer Verwendung, von denen der hintere auf einem Fahrgestell drehbar gelagert ist, wobei der vordere Kurzförderer mit dem auf dem Fahrgestell gelagerten Kurzförderer in senkrechter und waagerechter Ebene schwenkbar verbunden und von diesem aus angetrieben ist. Hierdurch erreicht man eine besonders gute Anpassungsfähigkeit an einen unregelmäßigen Verlauf der Lagerstätte, der zu einem häufigen Wechsel der Richtung und Neigung der Abbaustreckenauffahrung zwingt. Diese Anordnung besitzt weiter den Vorteil, daß trotz der Verwendung von zwei hintereinandergeschalteten Kurzförderern nur ein Fördererantrieb erforderlich ist.
  • Bei einer Gewinnungs- und Ladevorrichtung für den Kammerpfeilerbau (USA.-Patentschrift2677537) ist es bekannt, zwei Kurzförderer in etwa waagerechter Ebene schwenkbar und feststellbar miteinander zu verbinden. Der hintere der beiden Kurzförderer isst auf einem Fahrgestell drehbar gelagert, an dessen vorderer Stirnseite oberhalb des vorderen, mit einem gesonderten Antrieb ausgerüsteten Kurzförderers heb- und senkbare Schrämwerkzeuge vorgesehen sind, durch welche das anstehende Mineral über die gesamte Höhe der Abbaukammer hereingewonnen wird.
  • Eine besonders einfache Ausführungsform der Erfindung, welche trotzdem eine Anpassung an unregelmäßige Lagerungsverhältnisse gestattet, ergibt sich dadurch, daß der Ladeförderer etwa um die Längsachse des die Bohrwerkzeuge tragenden vorderen Fördererabschnittes schwenkbar ist. Hierdurch ist es in einfacher Weise und ohne die Anschaffungskosten erhöhende Maßnahmen möglich, die Richtung des Führungskanals einem unregelmäßigen Verlauf der Lagerstätte anzupassen. Außerdem ergibt sich hierbei der Vorteil, daß der Ladeförderer stets auf ganzer Länge geradlinig ausgebildet ist, so daß das endlos umlaufende Fördermittel, z. B. bei einem Kratzerförderer die die Mitnehmer tragenden Ketten, in der Ebene des Bodens der Förderrinne keine den Verschleiß und die erforderliche Antriebsenergie erhöhende seitliche Ablenkung erfährt. Bei dieser Ausbildung der Streckenvortriebsmaschine kann der Ladeförderer ferner eine einspurige Unterstützung besitzen, die in dem von den Bohrwerkzeugen hergestellten Führungskanal geführt ist, wobei etwa im oberen Bereich dieser Unterstützung eine nach der Seite ausschwenkbare - gegebenenfalls in der Länge einstellbare - Seitenstütze angelenkt ist. Diese Seitenstütze wird' zweckmäßig ferner so ausgebildet, daß sie von der einen auf die andere Seite des einspurigen Unterstützungsgestells umsetzbar ist.
  • Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Streckenvortriebsmaschine kann in verschiedener Weise zur Anwendung gelangen. So ist es beispielsweise möglich, den Führungskanal für die Aufnahme des Auslegerendes in Höhe der Streckensohle durchzuführen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, diesen Kanal oberhalb der Streckensohle" und zwar im Abstand von derselben, herzustellen, sofern besondere Verhältnisse hierzu Veranlassung geben. Darüber hinaus ermöglicht die erfindungsgemäß vorgeschlagene Streckenvortriebsmaschine jedoch die Durchführung eines besonders zweckmäßigen Verfahrens zum Auffahren von Abbaustrecken, welches darin besteht, daß durch den die Werkzeuge tragenden Aufgabe-Ausleger gleich unterhalb der Streckensohle ein zur Aufnahme des vorderen Auslegerendes dienender Führungskanal gebohrt wird. Diese Verfahrensweise bietet den Vorteil, daß der vordere Fördererabschnitt mit seinem gesamten Querschnitt unterhalb der Streckensohle angeordnet ist, derart, daß bei. der beispielsweise durch Schießarbeit erfolgenden Hereingewinnung des restlichen Streckenquerschnitts der bei weitem größte Teil des hereingewonnenen Haufwerks von dem Ladeförderer abgefördert wird, ohne daß hierzu irgendwelche Handarbeit erforderlich ist. Auch das im Bereich der Streckenstöße unmittelbar auf der Streckensohle liegende Haufwerk braucht bei Anwendung dieses Verfahrens nicht in den Aufgabe-Ausleger des Ladeförderers hineingehoben zu werden, sondern läßt sich ohne großen Kraft- und Arbeitsaufwand in den tiefer liegenden Aufgabeteil des Ladeförderers hineinschieben.
  • In den Fällen, in denen das Flöz die Streckensohle seitlich der Streckenmitte schneidet, ergibt sich die Möglichkeit, den Ladeförderer mit einem Schlitten oder Fahrgestell auf der im Gestein hergestellten Streckensohle zu führen, während der Aufgabe-Ausleger seitlich zur Fahrgestellmitte versetzt im Flöz geführt wird.
  • Bei ausschließlich zum Laden von Haufwerk dienenden Maschinen ist es bekannt, am Kopfende eines Förderers schaufelartige oder mitnehmerartige Elemente zu lagern, welche eine greiferähnliche Bewegung durchführen. Hierbei kann der Antrieb der Greifer vom Förderer abgeleitet sein. Ferner ist es bekannt, Streckenvortriebsmaschinen mitFahrwerken, und zwar auch mit Raupenfahrwerken, auszurüsten.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung an mehreren Ausführungsbeispielen veranschaulicht. Es zeigt Fig. 1 eine Streckenvortriebsmaschine in der Seitenansicht, Fig. 2 eine Draufsicht zu Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2 in größerem Maßstab, Fig.4 eine Draufsicht auf das vordere Ende des Aufgabe-Auslegers, mit einem Schneidkopf, Fig. 5 einen Querschnitt zu Fig. 4 unter Veranschaulichung des gebohrten Führungskanals, Fig. 6 eine Draufsicht auf das vordere Ende eines Aufgabe-Auslegers mit zwei im seitlichen Abstand angeordneten Sch,neidköpfen, Fig.7 einen Querschnitt zu Fig. 6 unter Veranschaulichung des gebohrten Führungskanals, Fig. 8 bis 11 verschiedene Ausführungsmöglichkeiten der Streckenvortriebsmaschine in der Draufsicht, Fig. 12 und 13 eine andere Ausführungsform der Streckenvortriebsmaschine mit zwei hintereinandergeschalteten Kurzförderern in der Seitenansicht und Draufsicht, Fig. 14 und 15 eine weitere Ausführungsform der Streckenvortriebsmaschi.ne unter Verwendung eines seitlich schwenkbaren Ladeförderers, und zwar in der Rückansicht und Seitenansicht.
  • Die Fig. 1 und 2 zeigen einen Ladeförderer 1 mit einem langgestreckten Aufgabe-Ausleger, an dessen vorderem Ende eine Bohrvorrichtung 2 vorgesehen ist. Die Bohrvorrichtung 2 kann ein oder mehrere Schneid- oder Bohrwerkzeuge bzw. Werkzeuggruppen umfassen, wie dies in den Fig. 4 und 6 veranschaulicht ist. Eine mit zwei Schneidköpfen 2 ausgerüstete Bohrvorrichtung wird man zweckmäßig dann verwenden, wenn ein möglichst geringer Querschnitt des Führungskanals bzw. ein möglichst geringer Anfall an Bohrklein erwünscht ist.
  • Bei dem in den Fig. 4 und 6 dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt der Antrieb der Bohrwerkzeuge von der Förderkette 3 aus über ein Zahnradvorgelege 4, welches zweckmäßig durch eine ausrückbare Kupplung 5 mit der Kettennußwelle 6 des Ladeförderers 1 verbunden ist.
  • Am Austragsende des Ladeförderers 1 ist der Antriebsmotor 7 für die Förderkette 3 angeordnet. Von diesem Motor aus erfolgt gleichzeitig über eine Kette 8 der Antrieb des Fahrwerks 9, welches z. B. aus einem Paar von Raupenbändern besteht. Die Übertragung des Antriebs von der Kette 8 auf das Raupenfahrwerk 9 kauen beispielsweise über eine Kurbel oder Schubstange 10 erfolgen. Hierbei ist ein kontinuierlicher oder auch ein schrittweiser Vorschub möglich. Bei dieser Ausführungsform ist für den Antrieb des endlos umlaufenden Fördermittels des Ladeförderers 1, der Bohrwerkzeuge 2 sowie für den Vorschub der gesamten Streckenvortriebsmaschine nur ein Antriebsmotor vorgesehen. Der Ladeförderer 1 ist auf einem Gestell 11 befestigt, welches auf dem Raupenfahrwerk 9 drehbar gelagert ist.
  • Wie aus Fig. 1 und 3 ersichtlich, ist die Bohrvorrichtung 2 unterhalb der Sohle 12 der aufzufahrenden Abbaustrecke angesetzt. Das vordere Ende des Ladeförderers 1 ist mit Kufen 13 versehen, welche zugleich der Bohrvorrichtung 2 eine sichere Führung verleihen.
  • Wie aus den Fig. 8 bis 11 ersichtlich, kann der Ladeförderer in seinem mittleren Längenbereich mehrere Formstücke 14, 15, 16 und 17 (Schüsse) besitzen. Durch verschiedenartige Anordnung der einzelnen Formstücke kann eine mehr oder weniger große seitliche Auslenkung des Aufgabe-Auslegers und damit auch der Bohrvorrichtung 2 erzielt werden, um den Verlauf des Führungskanals dem Streichen und Einfallen des Flözes anpassen zu können.
  • Die Fig. 12 und 13 zeigen eine Ausführungsform der Streckenvortriebsmaschine, welche sich insbesondere zum Auffahren von Abbaustrecken in Flözen mit bogenförmigem bzw. häufig wechselndem Streichen eignet. Der Ladeförderer besteht aus zwei Kurzförderern 18 und 19, die bei 20 gelenkig miteinander verbunden sind und von denen jeder für sich mit einer endlos umlaufenden Mitnehmerkette ausgerüstet ist. Auch bei dieser Ausführungsform ist nur ein gemeinsamer Antriebsmotor vorgesehen, welcher sowohl die beiden Kurzförderer 18, 19 als auch das Fahrwerk 9 sowie die Bohrvorrichtung antreibt. Der vordere Kurzförderer 18 ist zur Erzielung einer besseren Führung in einem Block 21 gelagert, der an der Streckensohle verankert ist.
  • Bei dem in den Fig. 14 und 15 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Ladeförderer 1 etwa um die Längsachse des im Führungskanal befindlichen Fördererabschnittes schwenkbar. Der Ladeförderer weist eine einspurige Unterstützung 22 auf und ist an einer Seite mit einer Stütze 23 versehen. Die einspurige Unterstützung kann aus Kufen, Rädern oder aus einem Kettenband bestehen. Während des Vorschubs ist die gesamte Streckenvortriebsrnaschine gewissermaßen in der Rinne des Führungskanals geführt. Der Vorschub kann auch bei dieser Ausführungsform mittels eines Kettenzuges und/oder eines Zylinders sowie unter Verwendung einer sonstigen beliebigen Vorschubvorrichtung erfolgen. Es ist jedoch auch in diesem Falle möglich, den Vorschub von dem Antriebsmotor des Ladeförderers 1 aus abzuleiten. Die seitliche Stütze 23 kann an der einen oder an der anderen Seite des Ladeförderers 1 angebracht werden. Sie ist ferner seitlich ausschwenkbar und feststellbar oder längenverstellbar ausgebildet, um die seitliche Neigung des Ladeförderers 1 dem Streckenquerschnitt bzw. dem Einfallen des Flözes anzupassen.
  • Bei der in Fig. 14 dargestellten Stellung ist der Aufgabe-Ausleger des Ladeförderers 1 zu dem linken Streckenstoß hin ausgeschwenkt. Sofern das Flöz die Streckensohle in der Nähe des anderen Streckenstoßes schneidet, wird die Querstrebe 24 bei 25 mit der parallel zur Neigung des Ladeförderers 1 verlaufenden Stütze 22 verbunden. In diesem Falle wird die Stütze 23 bei 26 angeschlossen und das Aufsteckblech 27 auf die andere Seite der Förderrinne umgesteckt. Durch das Aufsteckblech 27 wird verhindert, daß bei der Schrägstellung des Ladeförderers 1 das Fördergut zur Seite hin abrutscht.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRCCHI:: 1. Streckenvortriebsmaschine für Abbaustrecken, welche das Haufwerk teilweise maschinell löst und ladet, gekennzeichnet durch die Vereinigung folgender Merkmale: a) Ein Ladeförderer (1) mit endlosem, umlaufendem Fördermittel besitzt einen langgestreckten, parallel zur Streckensohle (12) und nahe derselben angeordneten Aufgabe-Ausleger; b) das vordere Ende des Aufgabe-Auslegers ist mit in Verlängerung seines Querschnittes angeordneten, maschinell angetriebenen Werkzeugen (2) zur Herstellung eines das Auslegerende aufnehmenden Führungskanals von gegenüber dem Streckenquerschnitt wesentlich kleinerem Oberschnitt ausgerüstet.
  2. 2. Streckenvortriebsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Werkzeuge (2) tragende vordere Fördererabschnitt mit dein sich rückseitig anschließenden Längenabschnitt des Ladeförderers (1) in etwa waagerechter Ebene derart schwenkbar verbunden ist. daß der vordere Fördererabschnitt stets in @"orschubrichtung einstellbar ist.
  3. 3. Streckenvortriebsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeuge (2) mit der vom Fördermittel n iitgenoinm-:-nen Umkehrwelle des Aufgabe-Auslegers getrieblich gekuppelt sind.
  4. 4. Streckenvortriebsmaschine nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet. daß stirnseitig des Aufgabe-Auslegers zwei im Abstand zueinander angeordnete Schneidköpfe (2) angeordnet sind, deren Bohrquerschnitte sich im Mittelfeld berühren. vorzugsweise aber überschneiden.
  5. 5. Streckenvortriebsmaschine nach Anspruch 1 oder einem der folgenden unter Verwendung von zwei gelenkig und feststellbar miteinander verbundenen Kurzförderern, von denen der hintere auf einem Fahrgestell drehbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Kurzförderer (18) mit dem auf dem Fahrgestell (9) gelagerten Kurzförderer (19) in senkrechter und waagerechter Ebene schwenkbar verbunden und von diesem aus angetrieben ist.
  6. 6. Streckenvortriel)srnaschine nach Anspruch 1, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ladeförderer (1) etwa um die Längsachse des die Bohrwerkzeuge (2) tragenden vorderen Fördererabschnittes schwenkbar ist.
  7. 7. Streckenvortriebsmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Ladeförderer (1) eine einspurige Unterstützung (22) besitzt, die in dem von den Bohrwerkzeugen (2) hergestellten Führungskanal geführt ist, und daß etwa im oberen Bereich dieser Unterstützung eine nach der Seite ausschwenkbare - gegebenenfalls in der Länge einstellbare - Seitenstütze (23) angelenkt ist. B. Streckenvortriebsmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenstütze (23) von der einen auf die andere Seite des einspurigen Unterstützungsgestells (22) umsetzbar ist. 9. Verfahren zum Auffahren von Abbaustrecken unter Verwendung von Vortriebsmaschinen nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß durch den die Werkzeuge (2) tragenden Aufgabe-Ausleger unmittelbar unterhalb der Streckensohle (12) ein zur Aufnahme des vorderen Auslegerendes dienender Führungskanal gebohrt wird. 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Ladeförderer (1) mit einem Schlitten oder Fahrgestell (11) auf der im Gestein hergestellten Streckensohle (12) und der Aufgabe-Ausleger seitlich zur Fahrgestellmitte versetzt im Flöz gefwhrt werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 885 533; USA.-Patentschriften Nr. 2 674 364, 2 677 537 Zeitschrift »Glückauf« vom B. Mai 1954, S.502, Abb. 27; Zeitschrift »Bergbau-Rundschau«, 1951, S.393; »Zeitschrift des Vereins Deutscher Ingenieure« vom 15. April 1922, S.379, Abb. 12; »Zeitschrift für das Berg-, Hütten- und Salinenwesen«, 1940, S. 11, Abb. 18; Zeitschrift »The Institution of Mining Engineers, Transactions«. Januar 1952, Bd. 111, S. 175, Abb. 1; Zeitschrift »The Collierv Guardian« vom 26. März 1953, S. 395.
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