DE1033374B - Verfahren zur Herstellung von Praeparaten aus isolierten Placenta-Anteilen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Praeparaten aus isolierten Placenta-AnteilenInfo
- Publication number
- DE1033374B DE1033374B DET11528A DET0011528A DE1033374B DE 1033374 B DE1033374 B DE 1033374B DE T11528 A DET11528 A DE T11528A DE T0011528 A DET0011528 A DE T0011528A DE 1033374 B DE1033374 B DE 1033374B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- placenta
- fetal
- preparations
- production
- maternal
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
- A61K35/00—Medicinal preparations containing materials or reaction products thereof with undetermined constitution
- A61K35/12—Materials from mammals; Compositions comprising non-specified tissues or cells; Compositions comprising non-embryonic stem cells; Genetically modified cells
- A61K35/48—Reproductive organs
- A61K35/50—Placenta; Placental stem cells; Amniotic fluid; Amnion; Amniotic stem cells
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Cell Biology (AREA)
- Developmental Biology & Embryology (AREA)
- Pregnancy & Childbirth (AREA)
- Reproductive Health (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Biomedical Technology (AREA)
- Biotechnology (AREA)
- Immunology (AREA)
- Virology (AREA)
- Zoology (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Pharmacology & Pharmacy (AREA)
- Epidemiology (AREA)
- Animal Behavior & Ethology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Veterinary Medicine (AREA)
- Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)
- Peptides Or Proteins (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung von Präparaten aus isolierten Placenta-Anteilen Das Verfahren dient zur Herstellung von Präparaten aus den isolierten maternen und foetalen Anteilen der Placenta. Bisher zog man keine therapeutischen Konsequenzen aus der Tatsache, daß die Placenta kein ein heitliches Organ ist und sowohl aus mütterlichen als auch aus foetalen Geweben besteht, die ganz entgegengesetzte Funktionen besitzen. Der mütterliche Anteil ist der Schutzwall gegenüber dem Eindringen foetaler Stoffwechselprodukte und der Aggression von Chlorionzellen, die, wenn sie besonders bösartig sind. zum Chlorionepitheliom, einer krebsartigen Geschwulst, ;usarten. Nach neueren Untersuchungen hat der materne Anteil der Placenta keine endokrinen Aufgaben. Diese sind jedoch beim foetalen Anteil besonders vielseitig (Theurer: »Therapiewoche», 7.
- 11, S.340 19571).
- Da der materne Anteil der Placenta besonders aus mesenchymalen Geweben besteht, wird durch ihn, auf Grund einer isotherapeutischen Wirkung, bei Tumoren die Abwehrzone des Organismus und die mesenchyinale Ylatrix aktiviert, ohne daß eine Mitoseförderung zu-Stande kommt. wie sie durch foetale Gewebe ausgelöst werden könnte. Auch unterbleibt eine vermehrte Produktion von somatotropen Wachstums- und (5strogenen Hormonen. Wo es jedoch darauf ankommt. die anatomische Regeneration durch Zellvermehrung in Gang zu bringen und eine Wirkung auf das Driisensystem auszuüben, ist der getrennte foetale Anteil gegenül>er einem Präparat aus totaler Placenta überlegen.
- Die getrennte Anwendung sowohl des maternen als auch des foetalen Anteils erlaubt also nicht nur eine klarere Indikationsstellmlg. sondern führt auch zu einer Verbesserung der therapeutischen Möglichkeiten. weil der natürliche Antagonismus zwischen den beide Gewebearterl getrennt nutzbar gemacht wird.
- Durch die USA.-Patentschrift 2 151 607 ist die isolierte Verarbeitung der foetalen Seite menschlicher Placenten zu einem Extrakt bekannt, der als Schwangerschaftsdiagnostikum Verwendung findet. Es wurden jedoch bisher keine isolierten Anteile aus tierischen Placenten und auch nicht der materne Anteil der menschlichen Placenta in entsprechender Weise verarbeitet. Et,enso neu ist es. aus dem foetalen Anteil der menschlichen Placenta sterile. genuine. suspendier- und emulgierbare Gewebepulver herzustellen.
- 15s wird dabei der isolierte foetale Anteil der menscl1-lichen Placenta mit einer nicht denaturierend wirkenden Lösung von bakteriostatisch wirkenden Stoffen in unterkühlten, verfliissigten Gasen. wie z. 13.
- Propan bei -1500C, tiefgefroren, vermahlen. der Einwirkung von Ultraschall ausgesetzt und gefriergetrocknet. Die Verarbeitung der Anteile aus tierischen Placenten sowie diejenige des maternen Anteils menschlicher Placenta kann hingegen nach allen bisher bekannten Verfahren erfolgen. Bei der besonderen Verarbeitung des foetalen Anteils der menschlichen Placenta kommt es aber darauf an, die makromolekularen Bestandteile der Zellen möglichst natürlich zu erhalten, um sie in Form der sogenannten Zellular- oder Gewebetherapie bzw. cytoplasmatischen Therapie zu verwenden. Es sind dies Präparate, die keine Extrakte darstellen.
- Bei Semiplacenten von Wiederkäuern läßt sich die Trennung des maternen und foetalen Anteils leicht an Hand des natürlichen Farbunterschiedes der Gewel>earten durchführen. während bei Euplacenten jedoch eine selektive Einfärbung des foetalen Gewebes zweckmäßig ist. Dies geschieht durch injektion von Farblösungen. wie z. B. Methylenblau, Gentianaviolett u. a., in das foetale Gefäßsvstem des Chorionkreislaufes über die Gefäße des Nabelstranges.
- Ausführungsbeispiel Unmittelhar nach der Gehurt der menschlichen Placenta wird in das foetale Gefäßsystem durch den Nabelstrang eine mit Metylenblau angefärhte sterile Kochsalzlösung infundiert und danach die ungefärbten Teile mit Pinzette und Schere freipräpariert. Es erfolgt hierauf eine Weiterverarbeitung zu haltbaren Präparaten nach bekannten Methoden. Der foetale Anteil der Placenta ist blaugefärbt und wird in der oben angegebenen Weise zu sterilem Organpulver weiterverarbeitet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Präparaten aus isolierten Anteilen von Placenta, dadurch gekennzeichnet, daß von den tierischen Placenten der materne und der foetale Anteil und von menschlicher Placenta der materne Anteil jeweils für sich nach bekannten Verfahren aufgearbeitet werden, der foetale Anteil der menschlichen Placenta jedoch mit einer nicht denaturierend wirkenden Lösung von bakteriostatisch wirkenden Stoffen in unterkühlten verflüssigten Gasen tiefgefroren, vermahlen und dann der Einwirkung von Ultraschall ausgesetzt und gefriergetrocknet wird.In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 151 697.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DET11528A DE1033374B (de) | 1955-11-02 | 1955-11-02 | Verfahren zur Herstellung von Praeparaten aus isolierten Placenta-Anteilen |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DET11528A DE1033374B (de) | 1955-11-02 | 1955-11-02 | Verfahren zur Herstellung von Praeparaten aus isolierten Placenta-Anteilen |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1033374B true DE1033374B (de) | 1958-07-03 |
Family
ID=7546743
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DET11528A Pending DE1033374B (de) | 1955-11-02 | 1955-11-02 | Verfahren zur Herstellung von Praeparaten aus isolierten Placenta-Anteilen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1033374B (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE2835292A1 (de) * | 1977-08-16 | 1979-03-01 | Cellorgan Sa Lab | Verfahren zur herstellung von entfibrinisierten und gefriergetrockneten placentazellen |
EP0083673A1 (de) * | 1982-01-11 | 1983-07-20 | Theurer, Karl Eugen, Prof.Dr.med. | Erzeugnisse zur intravasalen Applikation von wasserlöslichen bzw. emulgierbaren antigenen Organextrakten |
Citations (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US2151697A (en) * | 1936-04-29 | 1939-03-28 | Lakeland Foundation | Pregnancy antigen |
-
1955
- 1955-11-02 DE DET11528A patent/DE1033374B/de active Pending
Patent Citations (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US2151697A (en) * | 1936-04-29 | 1939-03-28 | Lakeland Foundation | Pregnancy antigen |
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE2835292A1 (de) * | 1977-08-16 | 1979-03-01 | Cellorgan Sa Lab | Verfahren zur herstellung von entfibrinisierten und gefriergetrockneten placentazellen |
FR2400521A1 (fr) * | 1977-08-16 | 1979-03-16 | Cellorgan Sa Lab | Procede d'obtention et utilisation medicamenteuse de cellules placentaires de brebis |
EP0083673A1 (de) * | 1982-01-11 | 1983-07-20 | Theurer, Karl Eugen, Prof.Dr.med. | Erzeugnisse zur intravasalen Applikation von wasserlöslichen bzw. emulgierbaren antigenen Organextrakten |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE2036114A1 (de) | Tetramisolpraparate | |
Charles et al. | Demonstrating the osseous skeleton of human embryos and fetuses | |
EP0952213A2 (de) | Verfahren zur Induktion einer durch NK-Zellen vermittelten Immunantwort | |
DE2841346A1 (de) | Mittel zur behandlung der haut mit antiviraler wirkung | |
DE1804801C3 (de) | Mittel zur Aknebehandlung | |
DE3515231C2 (de) | Verwendung von Hafnia-Extrakten in kosmetischen Zusammensetzungen | |
DE1033374B (de) | Verfahren zur Herstellung von Praeparaten aus isolierten Placenta-Anteilen | |
AT126297B (de) | Verfahren zur Herstellung von den Tonus der Hautblutgefäße hebenden Präparaten. | |
DE3837669C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Material für die Zelltherapie | |
DE1017744B (de) | Verfahren zur Gewinnung von wachstumsfoerdernden Stoffen fuer therapeutische Zwecke | |
Ito | Zytologische Untersuchungen über die Ganglienzellen des japanischen medizinischen Blutegels, Hirudo nipponica, mit besonderer Berücksichtigung auf die “dunkle Ganglienzelle.” | |
DE2611979C3 (de) | Mittel zur Behandlung von Blähungen und Durchfall bei Tieren | |
DE1492075C3 (de) | Kosmetisches Mittel zur Unterstützung der Behandlung bei Haarausfall und/oder Seborrhoe sowie Verfahren zur Herstellung derselben | |
NAGASUYE | EXPERIMENTELLE UNTERSUCHUNGEN ÜBER DIE ASSIMILATION DER LÄVULOSE, GALAKTOSE UND DER GLYKOSE BEI HUNGER UND EIWEISSFETTDIÄT | |
Müller | Die Steuerung des morphogenetischen Fließgleichgewichts in den Polypen vonHydractinia echinata | |
DE3431266A1 (de) | Haarwuchsmittel, enthaltend haarzwiebel mit haarpapille von tierhaaren | |
DE2064604C3 (de) | Hautpflegemittel | |
EP1188827A1 (de) | Verfahren zur Fusion von dendritischen Zellen mit Tumorzellen und Medien für solche Verfahren | |
Tsuge | Über die Veränderungen des intermediären Kohlehydrat= und Wasserstoffwechsels in der Leber in den Shockzuständen I. Mitteilung: Anaphylaktischer Shock | |
Katsura et al. | Ueber die bakterizide und entwicklungschemmende Wirkung von 1-Rhodinsäure, d-Citronellsäure und Hinokitiol im Vergleich mit Caprinsäure und den ihr naheverwandten Fettsäuren | |
DE19853425A1 (de) | Khellin-Zubereitung und deren Verwendung zur topischen Therapie der Psoriasis, ihrer Subtypen, Sonderformen, sowie zur topischen Therapie von Ekzemen | |
DE2101393A1 (de) | Medikament zur Behandlung von Psoriasis | |
Wilbert et al. | Eine Neubeschreibung von Calyptotricha lanuginosum Penard, 1922 (Ciliata, Scuticociliatida) 1 | |
AT216666B (de) | Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen Präparaten aus Humanplazenta | |
Anderl | Deckung ausgedehnter Defekte des Gesichtes |