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DE1027989B - Regeleinrichtung an einer Kaplanturbine - Google Patents

Regeleinrichtung an einer Kaplanturbine

Info

Publication number
DE1027989B
DE1027989B DEE12641A DEE0012641A DE1027989B DE 1027989 B DE1027989 B DE 1027989B DE E12641 A DEE12641 A DE E12641A DE E0012641 A DEE0012641 A DE E0012641A DE 1027989 B DE1027989 B DE 1027989B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
diffuser
impeller blades
impeller
servomotor
movement
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE12641A
Other languages
English (en)
Inventor
Arnold Suess
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sulzer Escher Wyss GmbH
Original Assignee
Escher Wyss GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Escher Wyss GmbH filed Critical Escher Wyss GmbH
Publication of DE1027989B publication Critical patent/DE1027989B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F03MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F03BMACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS
    • F03B15/00Controlling
    • F03B15/02Controlling by varying liquid flow
    • F03B15/04Controlling by varying liquid flow of turbines
    • F03B15/06Regulating, i.e. acting automatically
    • F03B15/08Regulating, i.e. acting automatically by speed, e.g. by measuring electric frequency or liquid flow
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E10/00Energy generation through renewable energy sources
    • Y02E10/20Hydro energy

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)

Description

  • Regeleinrichtung an einer Kaplanturbine Die Erfindung betrifft eine Regeleinrichtung an einer Kaplanturbine, bei welcher ein Regler die Verstellung sowohl des Leitapparates als auch der Laufradschaufelung beherrscht.
  • Bei der unter dem Namen Kaplanturbinen bekannten Bauart von Wasserturbinen sind sowohl die Leitschaufeln als auch die Laufradschaufeln im Betriebe verstellbar angeordnet. Die Einstellung der Leit- und Laufschaufelöffnung erfolgt in der Regel durch einen Drehzahlregler so, daß jeder Leitradöffnung diejenige Laufschaufelstellung zugeordnet wird, welche für die betreffende Wassermenge den besten Wirkungsgrad ergibt. Wir bezeichnen im folgenden eine solche Zuordnung der Stellung des Leitapparates und der Laufradschaufelung kurz als den »normalen Zusammenhang«.
  • Bei einem gegebenen Gefälle entspricht jeder öffnung des Leitapparates mit im »normalen Zusammenhang« zugeordneter Stellung der Laufradschaufelung bei entlasteter Gruppe eine Durchbrenndrehzahl von bestimmter Höhe. Bei gestörtem Zusammenhang zwischen der Stellung des Leitapparates und der Laufradschaufelung können aber bedeutend höhere Durchbrenndrehza'hlen auftreten als bei »normalem Zusammenhang«, und zwar sind die Du-rahbrenndrehzahlen immer dann höher, wenn die Laufradöffnung kleiner oder die Leitapparatöffnung größer ist, als dem »normalen Zusammenhang« entspricht. Das absolute Maximum der Durchbrenndrehzahl tritt dann auf, wenn das Laufrad etwa 25°/o Öffnung aufweist und der Leitapparat nahezu oder ganz offen ist.
  • In Fig. 1 ist als Beispiel in einem Schaubild eine Kurve c für den »normalen Zusammenhang« zwischen der Öffnung des Leitapparates a. als Abszisse und der Öffnung der Laufradschaufelung 99 als Ordinate aufgetragen. Bei einer Zuordnung gemäß der Kurve c ergibt sich also im Betriebe jeweils für die betreffende Durchflußmenge der beste Wirkungsgrad. Für Punkte im schraffierten, unterhalb der Kurve c liegenden Bereich des Schaubildes ist bei vorgegebener Öffnung a. des Leitapparates die Öffnung der Laufradschaufelung 99 kleiner bzw. bei vorgegebener Öffnung der Laufradschaufelung die Öffnung des Leitapparates größer, als dem »normalen Zusammenhang« entspricht. Zuordnungen, welche durch Punkte des schraffierten Bereiches dargestellt sind, führen also bei einer Entlastung der Turbine zu höheren Durchbrenndrehzahlen als solche im »normalen Zusammenhang« gemäß der Kurve c.
  • Die Regelorgane werden bei den bisher bekannten Einrichtungen so eingestellt, daß jeweils im stationären Zustand auf den »normalen Zusammenhang« ao-cp gemäß der Kurve c hingesteuert wird. Je nachdem, ob die Verstellung des Leitapparates oder jene der Laufradschaufelung bei einer Belastungsänderung dem Impuls des Drehzahlreglers rascher folgt, kann aber vorübergehend eine Abweichung vom »normalen Zusammenhang« auftreten. Wird beispielsweise, wie dies häufig geschieht, die Verstellung der Laufradschaufelung erst von der Verstellbewegung des Leitapparates aus gesteuert und nicht unmittelbar vom Drehzahlregler, so kann bei einer raschen Belastung der Turbine die Öffnung der Laufradschaufelung beträchtlich hinter jener des Leitapparates nacheilen, wobei sich die Zuordnung beider zueinander bei Ausgang von einem Punkte P, beispielsweise gemäß der Kurve d der Fig. 1, ändern kann. Folgt darauf eine plötzliche Abschaltung der Last, so können sich die Stellungen des Leitapparates und der Laufradschaufelung in einer Zuordnung gemäß einem Punkte P1 im schraffierten Bereich des Schaubildes nach Fig. 1 befinden. Dieser Lage entspricht eine gegenüber dem »normalen Zusammenhang« erhöhte Durchbrenndrehzahl.
  • Die Erfindung bezweckt nun, höhere Durchbrenndrehzahlen, als sie bei »normal,em Zusammenhang« zwischen den Stellungen des Leitapparates und der Laufradschaufelung auftreten können, gänzlich zu vermeiden. Bei einer Regeleinrichtung an einer Kaplanturhine, bei welcher ein Regler die Verstellung sowohl des Leitapparates als auch der Laufradschaufelung beherrscht, wird dieses Ziel erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß Sperrvorrichtungen vorgesehen werden, von denen die eine bei vorgegebener Stellung des Leitapparates ein weiteres Schließen der Laufradschaufelung als bis zu der dem »normalen Zusammenhang« entsprechenden Stellung und die andere bei vorgegebener Stellung der Lauf radschaufelung ein weiteres Öffnen des Leitapparates als bis zu der dem »normalen Zusammenhang« entsprechenden Stellung praktisch verhindert, welche sonst aber dem Regler unabhängige Einwirkung auf die Verstellung des Leitapparates und der Laufradschaufelung gestatten.
  • In Fig. 2 der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes vereinfacht dargestellt. Ein Servomotor 1 mit Kolben 2 dient zur Verstellung der Laufradschaufelung und ein Servomotor 3 mit Kolben 4 zur Verstellung des Leitapparates einer Kaplanturbine. Die Steuerung dieser Servomotoren wird von einem Drehzahlregler 5 beherrscht. Das Fliehkraftpendel dieses Reglers wirkt auf das eine Ende 6 eines um eine Achse 7 schwenkbaren Waagebalkens 8 ein. Zwei Mitnehmerzapfen 9 und 10 dieses Balkens greifen in Schlaufen 11 bzw. 12 ein. Federn 13 drücken diese Schlaufen stets in Richtung gegen die Mitnehmerzapfen 9 und .10.
  • An einer Stelle 14 der nach unten verlängerten Schlaufe 11 ist ein Balken 15 angelenkt, welcher an einer Stelle 16 mit einem Steuerschieber 17 gelenkig verbunden ist. Dieser dient zur Steuerung des Druckmittelzuflusses zum Servomotor 1. Die Druckflüssigkeit fließt durch eine Leitung 18 zum Steuerschieber, und Leitungen 19 bzw. 20 stellen die Verbindung mit den beidseitig des Kolbens 2 liegenden Zylinderräumen des Servomotors 1 her. Über eine mit der Kolbenstange des Servomotors 1 verbundene Kurvensoheibe 21, eine Stange 22 mit Rolle 23, einen um eine Achse 24 schwenkbaren Balken 25 und eine weitere Stange 26 wird eine Rückführverbindung zwischen dem Servomotor 1 und einem Gelenkpunkt 27 des Balkens 15 hergestellt. Eine Druckfeder 28 sorgt dafür, daß die Rolle 23 stets gegen die Kurvenscheibe 21 angedrückt wird.
  • Die nach unten verlängerte Schlaufe 12 steht ihrerseits an einer Stelle 29 mit einem Balken 30 in gelenkiger Verbindung. An einer Stelle 31 dieses Hebels ist ein Steuerschieber 32 angelenkt, welcher den Zufluß von durch eine Leitung 33 zuströmender Steuerflüssigkeit über Leitungen 34 bzw. 35 zu den beidseitig des Kolbens 4 des Servomotors 3 liegenden Zylinderräumen beherrscht.
  • Eine mit der Kolbenstange des Servomotors 3 verbundene Kurvenscheibe 36, eine Stange 37 mit Rolle 38, ein um eine Achse 39 schwenkbarer Balken 40 und eine weitere Stange 41 stellen die Rückfährverbindung zwischen dem Servomotor 3 und einem Gelenkpunkt 42 des Balkens 30 her. Eine Druckfeder 43 sorgt dafür, daß die Rolle 38 stets gegen die Kurvenscheibe 36 angedrückt wird.
  • Wird zunächst von weiter nach in Fig. 2 gezeigten Vorrichtungen abgesehen, so arbeitet die Regeleinrichtung folgendermaßen: Bei einem Drehzahlanstieg wird durch den Drehzahlregler 5 das Ende 6 des Waagebalkens 8 angehoben. Dabei senkt sich der Zapfen 9, während der Zapfen 10 sich hebt. Die Schlaufe 11 wird durch die zugehörige Feder 13 nach unten gedrückt, soweit es der Zapfen 9 gestattet. Bei der damit verbundenen Abwärtsbewegung des Steuerschiebers 17 wird der Zufluß von Druckflüssigkeit über die Leitung 19 auf die linke Seite des Kolbens 2 des Servomotors 1 freigegeben. Dieser bewegt sich dabei so weit in Pfeilrichtung, bis der Steuerschieber durch die Wirkung des Rückführgestänges 22, 25, 26 wieder in seine Mittellage zurückgeführt ist. Die Bewegung des Servomotorkolbens 2 in Pfeilrichtung soll dabei der Schließbewegung der Laufradschaufelung entsprechen.
  • Gleichzeitig mit der Abwärtsbewegung der Schlaufe 11 wird die Schlaufe 12 durch den Zapfen 10 entgegen der Wirkung der zugehörigen Feder 13 angehoben. Dadurch wird eine Aufwärtsbewegung des Steuerschiebers 32 veranlaßt, welcher nun den Zufluß von Steuerflüssigkeit über die Leitung 34 zur linken Seite des Kolbens 4 des Servomotors 3 freigibt. Dieser bewegt sich in Pfeilrichtung so weit, bis der Steuerschieber 32 infolge der Wirkung des Rückführgestäanges 37, 40; 41 wieder in seine Mittellage zurückgeführt ist. Die Bewegung dies Servomotorkolbens 4 in Pfeilrichtung soll dabei der Schließbewegung des Leitapparates entsprechen.
  • Im stationären Zustand verharren die Steuerschieber 17 und 32 in ihrer Mittellage, und es ist jeder . Stellung des Servomotors des Leitapparates eine bestimmte Stellung des Servomotors der Laufradschaufelung zugeordnet. Die Kurvenscheiben 21 und 36 seien dabei so geformt, daß die zugeordneten Stellungen der beiden Servomotoren dem eingangs definierten »normalen Zusammenhang« zwischen der Stellung d.es Leitapparates und der Stellung der Laufradschaufelung entsprechen.
  • Es besteht dabei aber stets die Möglichkeit, daß Abweichungen der beiden Servomotorstellungen von'"' den dem »normalen Zusammenhang« entsprechenden Stellungen auftreten, sei es, daß die beiden Servomotorkolben der Steuerung nicht gleich rasch nachfolgen oder daß auch einer der Servomotorkolben infolge einer Betriebsstörung :nicht in der Lage ist, der Bewegung der Steuerüng zu folgen. Um in solchen Fällen zu vermeiden, daß die Servomotoren und damit der Leihapparat und die Laufradschaufelung in eine gegenseitige Lage gesteuert werden, bei welcher eine erhöhte Durchbrenndrehzahl auftritt, sind nun zwei Sperrvorrichtungen vorgesehen.
  • Die eine dieser Sperrvorrichtungen besteht in einer mit der Rückführstange 37 verbundenen Rolle 44. Die Stange 37 ist gleichachsig mit der Schlaufe 11 angeordnet. Jeder Stellung des Leitapparatservomotors 3 entspricht eine bestimmte Stellung der Rolle 44. Das untere Ende der Schlaufe 11 ist mit einem Teller 45 versehen. Eine Abwärtsbewegung der Schlaufe 11 wird durch Anschlag des Tellers 45 gegen die Rolle' 44 begrenzt. Die Hebelverhältnisse an den Balken 30 und 40 sind so eingestellt, daß im stationären Zustand, also bei »normalem Zusammenhang« zwischen der Stellung des Leitapparates und der Stellung der Laufradschaufelung, die gegen den Mitnehmerzapfen 9' angedrückte Schlaufe 11 mit dem Teller 45 gerade zum Aufliegen auf die Rolle 44 kommt oder höchstens ein ganz geringes Spiel zwischen beiden frei läßt. Die beschriebene Sperrvorrichtung verhindert damit ein weiteres Schließen der durch den Servomotor 1 betätigten Laufradschaufelung als bis zu der dem »normalen Zusammenhang« entsprechenden Stellung, oder sie begrenzt zumindest die weitere Schließbewegung auf einen geringen Betrag entsprechend einem allfällig vorhandenen geringen Spiel.
  • Wird nämlich, beispielsweise von der gezeichneten Stellung ausgehend, durch den Drehzahlregler eine Abwärtsbewegung des Mitnehmerzapfens 9 bewirkt, so bewegt sich dieser frei in der Schlaufe 11. Diese selbst ist aber an einer Abwärtsbewegung infolge des Aufsitzens des Tellers 45 auf der Rolle 44 gehindert. Es kann daher kein weiteres Schließen der Laufradschaufelung eingeleitet werden, solange der Servomotorkolben 4 des Leitapparates sich nicht nach rechts bewegt und so über die Kurvenscheibe 36 eine Senkung der Rolle 44 veranlaßt. Auch dann aber kann durch das Nachfolgen der Schlaufe 11 keine weitere Schließbewegung der Laufradschaufelung veranlaßt werden, als dem »normalen Zusammenhang« bei der jeweiligen Stellung des Leitapparates entspricht.
  • Bei einer durch den Drehzahlregler 5 bewirkten Aufwärtsbewegung des Mitnehmerzapfens 9 gestattet dagegen die beschriebene Sperrvorrichtung eine ungehinderte Verschiebung der Schlaufe 11 nach oben und damit die Einleitung einer Öffnungsbewegung der Lauf radschaufelung.
  • Die zweite Sperrvorrichtung begrenzt die Verschiebung der Schlaufe 12 nach unten. Die gleichachsig zur Schlaufe 12 angeordnete Rückführstange 22 trägt an ihrem oberen Ende eine Rolle 46. Die Schlaufe 12 ist an ihrem nach unten verlängerten Ende mit einem Teller 47 versehen. Die Hebelverhältnisse an den Balken 15 und 25 sind so eingestellt, daß im stationären Zustand, wenn der »normale Zusammenhang« zwischen der Stellung des Leitapparates und der Stellung der Laufradschaufelung besteht und die Schlaufen 11 und 12 an den Mitnehmerzapfen 9 bzw. 10 anliegen, der Teller 47 gerade mit der Rolle 46 in Berührung kommt oder höchstens ein ganz geringes Spiel zwischen beiden frei läßt. Diese zweite Sperrvorrichtung verhindert bei vorgegebener Stellung der Laufradschaufelung bzw. des Servomotorkolbens 2 ein weiteres Öffnen des Leitapparates als bis zu der dem »normalen Zusammenhang« entsprechenden Stellung oder begrenzt zumindest die weitere Öffnung auf einen geringen Betrag entsprechend einem allfällig vorhandenen geringen Spiel.
  • Wird nämlich beispielsweise durch den Drehzahlregler eine Abwärtsbewegung des Mitnehmerzapfens 10 bewirkt, so verhindert die Rolle 46 die Schlaufe 12, dieser Abwärtsbewegung zu folgen. Der Zapfen 10 bewegt sich lose innerhalb der Schlaufe 12. Eine Öffnungsbewegung des Leitapparates, d. h. eine Bewegung des Kolbens 4 des Servomotors 3 entgegen der Pfeilrichtung, welche eine Senkung des Steuerschiebers 32 erfordern würde, kann nicht eingeleitet werden, bevor sich die Laufradschaufelung weiter öffnet, d. h. bevor der Servomotorkolben.2 sich nach links bewegt und über die Kurvenscheibe 21 eine Senkung der Rolle 46 bewirkt. Aber auch dann gestattet die Rolle 46 keine weitere Abwärtsbewegung der Schlaufe 12, als zur Herstellung des »normalen Zusammenhangs« zwischen Leitapparat und Laufradschaufelung bei der jeweiligen Stellung der Laufradschaufelung erforderlich ist.
  • Eine Aufwärtsbewegung der Schlaufe 12 wird dagegen durch die beschriebene zweite Sperrvorrichtung nicht behindert. Wird beispielsweise durch den Drehzahlregler eine Schwenkung des Waagebalkens 8 gegen den Uhrzeigerdrehsinn v eranlaßt, so wird die Schlaufe 12 entgegen der Wirkung der zugehörigen Feder 13 angehoben. Es kann somit unabhängig von der Verstellung des Laufradservomotors 1 eine Verstellung des Leitapparates in Schließrichtung veranlaßt werden.
  • Die beschriebene Einrichtung gestattet, von einer Stellung mit »normalem Zusammenhang« zwischen Leitapparat und Laufradschaufelung ausgehend, nur einen Verstellvorgang unter Beibehaltung dieses »normalen Zusammenhangs« oder dann gegenüber diesem eine stärkere Öffnungsbewegung der Laufradschaufelung oder eine stärkere Schließbewegung des Leitapparates, d. h., es sind außer Verstellvorgängen längs der Kurve c der Fig. 1 nur solche im nicht schraffierten Bereich des Schaubildes zugelassen. Von den beispielsweise eingetragenen Kurven e und f bezieht sich die erste auf einen Schließvorgang mit vorauseilender Leitapparatverstellung und die zweite auf einen Öffnungsvorgang mit vorauseilender Laufradschaufelverstellung. Auf diese Weise werden Zuordnungen zwischen Leitapparat und Laufradschaufelung, welche höhere Durchbrenndrehzahl ergeben als dem »normalen Zusammenhang« entsprechende Zuordnungen, zuverlässig vermieden.
  • Die erfindungsgemäße Regeleinrichtung bringt den Vorteil, daß die Läufer von Turbine und Stromerzeuger hinsichtlich Festigkeit nicht für die absolut höchstmögliche Durchbrenndrehzahl zu bemessen sind, sondern nur Durchbrenndrehzahlen zu berücksichtigen sind, welche bei »ormalem Zusammenhang« zwischen der Stellung des Leitapparates und jener der Laufradschaufelung auftreten können. Da die Fliehkräfte mit dem Quadrate der Drehzahl zunehmen, ist die so erreichbare Verbilligung der Maschinen beträchtlich.
  • Bei der dargestellten Regeleinrichtung begrenzt die Rolle 44 die Steuerung 11, 15, 17 des Lauf radservomotors 1 in Funktion der Stellung des Leitapparatservomotors 3 und die Rolle 46 die Steuerung 12, 30, 32 des Leitapparatservomotors 3 in Funktion der Stellung des Laufradservomotors 1. Dies hat den Vorteil, daß durch die Sperrvorrichtung nur verhältnismäßig geringe Kräfte zu übertragen sind. Unter Wahrung des Erfindungsgedankens können aber beispielsweise auch die Sperrvorrichtungen auf das Kraftgestänge einwirken, wobei der eine Servomotor unmittelbar die Bewegung des andern nach einer Richtung begrenzen könnte.
  • Die erfindungsgemäße Einrichtung läßt sich in gleicher Weise auch anwenden, wenn die Verstellung des Leitapparates und der Laufradschaufelung unter der Wirkung eines anderen Reglers als eines Drehzahlreglers, beispielsweise eines Frequenzreglers oder eines Leistungsreglers, erfolgt.
  • Zur Verstärkung der Streukräfte des Pendels, des Frequenz- oder Leistungsreglers können zwischen diesem und dem Punkt 6 des Waagebalkens 8 in bekannter Weise Vorsteuerungen angeordnet werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Regeleinrichtung an einer Kaplanturbine, bei welcher ein Regler die Verstellung sowohl des Leitapparates als auch der Laufrads,chaufelung beherrscht, gekennzeichnet durch Sperrvorrichtungen, von denen die eine (36, 38, 37, 44) bei vorgegebener Stellung des Leitapparates ein weiteres Schließen der Laufradschaufelung als bis zu der dem »normalen Zusammenhang« entsprechenden Stellung und die andere (21, 23, 22, 46) bei vorgegebener Stellung der Laufradschaufelung ein weiteres Öffnen des Leitapparates als bis zu der dem »normalen Zusammenhang« entsprechenden Stellung praktisch verhindert, welche sonst aber dem Regler (5) unabhängige Einwirkung auf die Verstellung des Leitapparates und der Laufradschaufelung gestatten.
  2. 2. Regeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Sperrvorrichtung in einem die Bewegung der Steuerung (11, 15, 17) des Laufradservomotors (1) in Funktion der Stellung des Leitapparatservomotors (3) in der Schließrichtung begrenzenden Gestänge (37) und die andere Sperrvorrichtung in einem die Bewegung der Steuerung (12, 30, 32) des Leitapparatservomotors (3) in Funktion der Stellung des Laufradservomotors (1) in der Öffnungsrichtung begrenzenden Gestänge (22) besteht.
DEE12641A 1955-07-15 1956-07-07 Regeleinrichtung an einer Kaplanturbine Pending DE1027989B (de)

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DE (1) DE1027989B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1137700B (de) * 1958-07-08 1962-10-04 Neyrpic Ateliers Neyre Beylier Verfahren zum Erhalten der Synchron-drehzahl nach einer ploetzlichen Entlastung einer Wasserturbine in einem Flusskraftwerk
DE1141240B (de) * 1958-06-27 1962-12-13 J M Voiht G M B H Verfahren und Einrichtung zum Begrenzen der Hoechst-Durchgangsdrehzahl bei doppeltregulierten Kaplan-Turbinen

Cited By (2)

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DE1141240B (de) * 1958-06-27 1962-12-13 J M Voiht G M B H Verfahren und Einrichtung zum Begrenzen der Hoechst-Durchgangsdrehzahl bei doppeltregulierten Kaplan-Turbinen
DE1137700B (de) * 1958-07-08 1962-10-04 Neyrpic Ateliers Neyre Beylier Verfahren zum Erhalten der Synchron-drehzahl nach einer ploetzlichen Entlastung einer Wasserturbine in einem Flusskraftwerk

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