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DE1026610B - Verfahren zum Mustern von Papier - Google Patents

Verfahren zum Mustern von Papier

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Publication number
DE1026610B
DE1026610B DEG13060A DEG0013060A DE1026610B DE 1026610 B DE1026610 B DE 1026610B DE G13060 A DEG13060 A DE G13060A DE G0013060 A DEG0013060 A DE G0013060A DE 1026610 B DE1026610 B DE 1026610B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
foam
paper
water
paint
ground
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DEG13060A
Other languages
English (en)
Other versions
DE1026610C2 (de
Inventor
Friedrich Wilhelm Goltermann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FRIEDRICH WILHELM GOLTERMANN
Original Assignee
FRIEDRICH WILHELM GOLTERMANN
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FRIEDRICH WILHELM GOLTERMANN filed Critical FRIEDRICH WILHELM GOLTERMANN
Priority to DEG13060A priority Critical patent/DE1026610B/de
Publication of DE1026610B publication Critical patent/DE1026610B/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1026610C2 publication Critical patent/DE1026610C2/de
Granted legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H27/00Special paper not otherwise provided for, e.g. made by multi-step processes
    • D21H27/02Patterned paper
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/96Dyeing characterised by a short bath ratio
    • D06P1/965Foam dyeing
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/003Transfer printing
    • D06P5/007Transfer printing using non-subliming dyes
    • D06P5/008Migrating dyes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zum Mustern von Papier Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Papier zu mustern. So erhält man sogenannte Kleisterpapiere, wenn man farbigen Kleister auf einen Bogen Papier aufträgt und diesen mit Hilfe von Pinseln, Kämmen, Ringen und anderen Gegenständen mustergemäß verteilt. Auch läßt sich Farbe, mit Ochsengalle vermischt, auf den Kleister aufspritzen, wobei dann die aufgespritzten Farben moosartig auseinandertreiben. Sogenannte Alaunpapiere erhält man, wenn Farbe, mit Alaunwasser und Ochsengalle vermengt, auf einen feuchten, zuvor mit Alaunwasser behandelten Papierbogen aufgespritzt wird. Die behandelten Papierbogen müssen waagerecht liegenbleiben, damit die Farben Zeit haben, ineinanderzulaufen. Das sogen.annte Knitterpapier bekommt sein charakteristisches Aussehen dadurch, daß ein Bogen Seidenpapier geknittert wird. Dieser geknitterte Bogen wird auseinandergezogen und auf einen anderen Bogen Seidenpapier, der zuvor mit gefärbtem Kleister od. dgl. schwach bestrichen worden ist, aufgelegt. Die so zusammengeklebten Bogen werden dann mit einem flachen Pinsel überstrichen, wodurch die Bogen fest zusammenkleben und dekorative Falten in Erscheinung treten.
  • Zur Herstellung der sogenannten ölmarmorpapiere werden Druckfarben stark mit Petroleum oder Terpentinöl verdünnt. Die verdünnten Farben werden auf Wasser oder einen Schleimgrund aus isländischem Moos oder dünnem Kleister aufgespritzt. Die stärker verdünnten Farben treiben mehr und verdrängen die weniger starken, wodurch Marmormuster entstehen. Durch Bewegen des Wasserbeckens oder durch Hin-und Herfahren mit einem geeigneten Gegenstand in den aufgespritzten Farben ergeben sich verschiedene Muster. Die so gebildeten Muster werden durch ein aufgelegtes weißes Papier abgezogen. Sogenannte '.Marmorpapiere werden ähnlich hergestellt, und zwar mit Hilfe von gebrauchsfertigen Marmorierfarben. Die auszumusternden Papiere sind vorher mit einer Alaunlösung anzufeuchten, damit die Farben besser haften. Ferner muß den Farben etwas Ochsengalle beigefügt werden, damit sie auf dem Marmoriergrund treiben. Auch Ölfarben, mit Terpentin oder Benzin verdünnt, lassen sich verwenden. Ein Anfeuchten der Papiere mit Alaun ist dann nicht nötig. Wird Wasser als Marmoriergrund verwendet, sollte der Grund durch Kleister fester gemacht werden.
  • Es ist also bekannt, Papiere dadurch zu mustern, daß man wasserunlösliche, in einem organischen Lösungsmittel gelöste Farbe auf einen die Farbe tragenden Grund, wie Wasser, aufträgt bzw. aufspritzt, danach mit geeigneten Gegenständen Muster bildet, ind-°m der tragende Grund bewegt wird, und dann den anzumusternden Papierbogen auf das fertige Gebilde auflegt. Der aufgelegte Bogen wird nach einer Weile vom Grund abgezogen bzw. abgehoben.
  • Es wurde nun gefunden, daß man - ausgehend von letztgenanntem Verfahren - außergewöhnlich dekorative Muster erhält, wenn man auf den Grund ein vorzugsweise mit wasserlöslichen Farbstoffen gefärbten und gemusterten Schaum und dann die wasserunlösliche, in dem organischen Lösungsmittel gelöste Farbe aufträgt. Es ist zwar ferner bereits bekannt, zur Herstellung gemusterter Papiere u. dgl. farblosen oder gefärbten Schaum zu verwenden. Danach wird Schaum oder mehrere verschieden gefärbte Schaummassen mittels mechanischer Hilfsmittel, wie z. B. gravierter Walzen, Bürsten, Tücher oder Schablonen, auf das zu musternde Papier aufgebracht, ohne daß die verwendeten Hilfsmittel das Papier berühren. Durch nachträgliches Bespritzen bzw. Anfärben oder Durcheinanderrühren des aufgebrachten farblosen oder farbigen Schaumes können zusätzliche Farbeffekte erzielt werden. Es dürfte ohne weiteres einleuchten, daß nach diesem bekannten Verfahren keine so vielfältigen Musterungen erzeugt werden können wie nach dem erfindungsgemäßen Verfahren.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung läßt sich der Schaum auch musterbeeinflussend und-bildend verwenden, indem er erst nach erfolgter Ausmusterung des Grundes mit in organischen Lösungsmitteln gelöster Farbe aufgetragen wird. Hierbei erfolgt in erster Linie ein Verdrängen der Farbe durch den aufgetragenen Schaum, der wiederum teilweise von den auf dem Grund vorhandenen organischen Lösungsmitteln zur Auflösung gebracht wird. Außer auf Wasser als Grund kann der Schaum auf einem festen Grund, wie z. B. Glas, Blech oder Kunststoff, verzogen werden, z. B. durch Hindurchführen eines Drahtes od. dgl. Der Schaum kann vorher oberflächlich auch mit farbigen Strichen, Tupfen und ähnlichen Mustergebilden versehen werden. Werden dem Schaum geeignete Leim- bzw. Klebemittel zugemischt, so bekommen die Farbmuster mehr Haftvermögen gegen ein Auslaufen, bzw. ein dem Schaum aufgelegtes urgeleimtes Papier wird etwas geleimt. Wie im wesentlichen an sich bekannt, können geeignete farblösende Mittel, wie z. B. Methylglykol, auf das getrocknete, mit Farbe gemusterte Papier aufgespritzt werden und bewirken, daß nun die Farbmuster sich mehr oder weniger lösen und tief in das umgeleimte oder auch schwach geleimte Papier eindringen. Werden die farblösenden Mittel nicht aufgespritzt, sondern mit geeigneten Stempeln oder auf sonstige Weise aufgebracht, ergeben sich weitere Möglichkeiten, das angemusterte Papier zusätzlich zu beeinflussen. Zusammenfassend ergeben sich also, wie aus vorstehenden Darlegungen ersichtlich, vielerlei Möglichkeiten zur Herstellung besonders dekorativer Papiere. In allenFällen empfiehlt sich die nachträgliche Behandlung mit Papierimprägniermitteln, womit die Papiere an Farbschönheit gewinnen und auch für den praktischen Gebrauch unempfindlicher werden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Mustern von Papier, gemäß dem wasserunlösliche, in einem organischen Lösungsmittel gelöste Farbe auf einen die Farbe tragenden Grund, z. B. Wasser, aufgebracht wird und dort Muster bildet, die mittels des Papiers vom Grund abgehoben werden und die auf den Grund aufgelegte Papierseite entsprechend mustern, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Grund ein vorzugsweise mit wasserlöslichen Farbstoffen gefärbten und gemusterter Schaum und dann die wasserunlösliche, in dem organischen Lösungsmittel gelöste Farbe aufgetragen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaum bereits auf einen mittels wasserunlöslicher, in organischen Lösungsmitteln gelöster Farbe gemusterten Grund aufgetragen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaum auf dem z. B. aus Wasser bestehenden beweglichen oder z. B. aus Glas, Blech, Kunststoff od, dgl. bestehenden festen Grund verzogen wird, z. B. durch Hindurchführen eines Drahtes od. dgl.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaum oberflächlich mit farbigen Tupfen, Strichen oder ähnlichen Mustern versehen und von unten her verzogen wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schaum ein Leim- bzw. Klebemittel zugemischt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das mit der vom Grund abgehobenen Schicht versehene Papier nach dem Trocknen durch Aufspritzen, Aufstempeln oder auf sonstige Weise aufgebrachte farblösende Mittel, wie z. B. Methylglykol, in seiner Musterung zusätzlich beeinflußt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften 1Vr. 191947, 322 773 August Weichelt, »Buntpapier-Fabrikation«, 3. Auflage; S. 352.
DEG13060A 1953-11-13 1953-11-13 Verfahren zum Mustern von Papier Granted DE1026610B (de)

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DEG13060A DE1026610B (de) 1953-11-13 1953-11-13 Verfahren zum Mustern von Papier

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Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1026610B true DE1026610B (de) 1958-03-20
DE1026610C2 DE1026610C2 (de) 1958-09-04

Family

ID=7119946

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DEG13060A Granted DE1026610B (de) 1953-11-13 1953-11-13 Verfahren zum Mustern von Papier

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE191947C (de) *
DE322773C (de) * 1914-12-13 1920-01-13 Franz Anton Bayer Verfahren zur Herstellung mehrfarbig marmorierten Papiers oder Kartons

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE191947C (de) *
DE322773C (de) * 1914-12-13 1920-01-13 Franz Anton Bayer Verfahren zur Herstellung mehrfarbig marmorierten Papiers oder Kartons

Also Published As

Publication number Publication date
DE1026610C2 (de) 1958-09-04

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