DE1026171B - Lichtpausmaterial und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Lichtpausmaterial und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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- G03C1/00—Photosensitive materials
- G03C1/76—Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers
- G03C1/795—Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers the base being of macromolecular substances
- G03C1/7954—Polyesters
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- G03C1/00—Photosensitive materials
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Description
DEUTSCHES
Die bekannten Lichtpauspapiere zeigen im praktischen Betrieb vielfach den Nachteil geringer Festigkeit.
Insbesondere besitzen sie nur eine verhältnismäßig geringe Falzfestigkeit, so daß sie beim öfteren
Falten und Wiederöffnen leicht brechen. Auch die Maßbeständigkeit ist für bestimmte Zwecke oft unzureichend.
Um diesen Mangeln abzuhelfen, wurde bereits vorgeschlagen. Papier- oder Cellulosederivatfolien
mit Gewebe zu verstärken oder Vinylpolymerisatfolien zu verwenden. Zur Verbesserung der
mechanischen Eigenschaften wurden auch Glasteilchen oder -fasern in das Papier eingebettet oder als
Zwischenlage z. B. in Form von Glasfasern oder Glasgeweben
vorgesehen. Nach allen diesen Verfahren werden zwar Träger erhalten, die in einzelnen
mechanischen Eigenschaften bis zu gewissem Grade verbessert sind, nach keinem vermag man jedoch ein
Material zu erzeugen, das wie das erfindungsgemäße zugleich maßgerecht sowie in höchstem Grade biege-
und falzfähig, reißfest und feuchtigkeitsbeständig ist, keine Rollneigung zeigt sowie mit beliebigen Sensibilisierungslösungen
nach beliebigen Verfahren beschichtbar ist.
Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, ein Lichtpausmaterial derart auszubilden, daß dasselbe eine
Einlage aus Polyterephthalsäureesterfolie, insbesondere aus Polyäthylenterephthalat, erhält, mit der
beiderseits opake oder transparente Folien mit hydrophiler Oberfläche, z. B. Papierfolien, Cellulosehydratfolien
oder Kunststoffolien, verbunden sind, wobei eine oder beide Seiten der mehrschichtigen Folie mit
einer lichtempfindlichen Präparation versehen sind.
Die Doppelkaschierung der Polyterephthalsäureesterfolie hat sich in eingehenden Versuchen als unbedingt
erforderlich erwiesen, da — wenn man sie nur einseitig mit Papier kaschiert — ein solches Material
unter den Feuchtigkeitseinflüssen, denen Lichtpausen, z. B. beim Entwickeln oder durch Liegen in
feuchter Luft, unterworfen sind, unter dem Einfluß der dabei auftretenden Spannungen nicht formbeständig
bleibt, sondern sich verwirft, rollt und verzieht, so daß die Herstellung glatter, maßgerechter
Pausen damit nicht möglieh ist.
In derselben Weise läßt sich auch ein transparentes Lichtpausmaterial herstellen, wenn man eine transparent
ausgebildete Polyterephthalsäureesterfolie beiderseits mit transparenten Folien kaschiert und einseitig
oder beiderseitig mit der lichtempfindlichen Schicht versieht.
Derartige Lichtpausmaterialien zeichnen sich durch hochgesteigerte Zerreißfestigkeit und Einreißfestigkeit
atus. Sie lassen sich beliebig scharf und beliebig oft
falten, ohne daß ein Brechen oder bei Transparentfolien ein Trübwerden im Falz auftritt. Infolgedessen
Lichtpausmaterial und Verfahren
zu seiner Herstellung
zu seiner Herstellung
Anmelder:
Renker-Belipa G.m.b.H.,
Lendersdorf-Krauthausen bei Düren (RhId.)
Lendersdorf-Krauthausen bei Düren (RhId.)
Hans Schmitz, Düren (RhId.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
lassen sich die erfindungsgemäß ausgebildeten Lichtpausmaterialien
mit besonderem Vorteil auch in rauhen Werksbetrieben, z. B. auch in Baubetrieben
oder Fabriken, verwenden. Sie zeichnen sich weiter durch ihre Feuchtigkeitsunempfindlichkeit aus, verwerfen
und verziehen sich nicht und· sind in hohem Grade maßbeständig.
Die Herstellung des erfindungsgemäß ausgebildeten Lichtpausmaterials sowohl in opaker als in transparenter
Form kann in der Weise erfolgen, daß man die Polyterephthalsäureesterfolie beiderseits mit einem
geeigneten Klebstoff, z. B. mit einer Dispersion oder Lösung einer Polyacrylsäure, bestreicht und die
Deckfolien z. B. auf einer Zylindermaschine kalt oder unter entsprechender Erwärmung aufbringt. Alsdann
Avird die gebildete mehrschichtige Folie in bekannter Weise schonend getrocknet, worauf die lichtempfindliche
Schicht aufgebracht wird.
Anstatt den Klebstoffaufstrich auf die Polyterephthalsäureesterfolie
aufzubringen, können auch die Deckfolien mit demselben versehen und in beschriebener
Weise mit der Polyterephthalsäureesterfolie vereinigt werden.
In der Zeichnung sind Ausfü'hrungsformen des erfindungsgemäß
gestalteten Lichtpausmaterials dargestellt.
Fig. 1 und 2 zeigen solche Beispiele für erfindungsgemäß gestaltete Materialien im Schnitt;
Fig. 3 veranschaulicht schematisch eine Einrichtung zur Herstellung solcher Materialien.
In Fig. 1 und 2 bezeichnet 1 eine aus PoIyterephthalsäureester
bestehende Folie. Auf diese Grundschicht 1 ist beidseitig je ein Papierblatt 2 und 3 aufgeklebt. Diese dreischichtige Folie ist auf
einer Seite mit einer lichtempfindlichen Präparation 4 versehen.
709 9097354
In Fig. 2 ist auf die Polyterephthalsäureesterfolie 1
als Träger beidseitig eine transparente Kunststofffolie 5, 6 aufgeklebt, eine Seite, deren Oberfläche hydrophil
gestaltet ist, wird danach mit einer lichtempfindlichen Schicht 7 verseilen.
Gemäß Fig. 3 läuft eine Polyterephthalsäureesterfolie 8 von der Vorratsrolle 9 zu den Kaschierwalzen
10, 11, wo sie mit den von den Vorratsrollen 12, 13 kommenden opaken oder auch transparenten Bahnen
14, 15 kaschiert wird, nachdem auf die letzteren von den Walzen 16, 17 ein Klebstoff aufgetragen wurde.
Nach entsprechender Trocknung wird auf die kaschierte Folie die lichtempfindliche Schicht in bekannter
Weise aufgetragen.
Claims (3)
1. Lichtpausmaterial, dadurch gekennzeichnet, daß dasselbe eine Einlage aus Polyterephthalsäureesterfolie,
insbesondere Polyalkylenterephthalat, besitzt, mit der beiderseits opake oder transparente
Folien mit hydrophiler Oberfläche, z. E. solche aus Papier, Cellulosehydrat oder Kunststoff, verbunden
sind, wobei eine oder beide Oberflächen der äußeren Folien mit einer lichtempfindlichen
Präparation versehen sind.
2. Lichtpausmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine transparente Polyterephthalsäureesterfolie
beiderseits mit transparenten Folien mit hydrophiler Oberfläche kaschiert ist.
3. Verfahren zur Herstellung von Lichtpausmaterial nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß zunächst ein mehrschichtiger Träger hergestellt wird, und zwar durch Vereinigung einer Polyterephthalsäureesterfolie mittels
eines Klebemittels, z. B. einer Lösung einer Polyacrylsäureverbindung, mit den beiderseits
aufgelegten Folien, deren hydrophile Fläche nach außen liegt, und daß erst nach schonender Trocknung
dieses mehrschichtigen Trägers die lichtempfindliche Präparation auf einer oder beiden
Seiten aufgetragen wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 206 392, 448 776, 684, 700 252;
Deutsche Patentschriften Nr. 206 392, 448 776, 684, 700 252;
französische Patentschriften Nr. 817 812. 817 841.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 909/35+ 3.58
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DER18768A DE1026171B (de) | 1956-04-25 | 1956-04-25 | Lichtpausmaterial und Verfahren zu seiner Herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DER18768A DE1026171B (de) | 1956-04-25 | 1956-04-25 | Lichtpausmaterial und Verfahren zu seiner Herstellung |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1026171B true DE1026171B (de) | 1958-03-13 |
Family
ID=7400282
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DER18768A Pending DE1026171B (de) | 1956-04-25 | 1956-04-25 | Lichtpausmaterial und Verfahren zu seiner Herstellung |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1026171B (de) |
Citations (6)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE206392C (de) * | ||||
DE448776C (de) * | 1927-08-24 | Max Heinrich | Lichtpausmaterial zur Herstellung von massstaeblichen Lichtpausen, insbesondere zur Verwendung als Schablonen fuer Werkstuecke aus Holz- oder Blechplatten | |
FR817812A (fr) * | 1936-02-13 | 1937-09-11 | Saint Gobain | Papier et son procédé de fabrication |
FR817841A (fr) * | 1936-02-15 | 1937-09-11 | Saint Gobain | Feuilles en matière composite |
DE677684C (de) * | 1936-09-20 | 1939-06-30 | Kalle & Co Akt Ges | Lichtpausmaterial |
DE700252C (de) * | 1938-12-16 | 1940-12-16 | Kalle & Co Akt Ges | Diazolichtpausmaterial |
-
1956
- 1956-04-25 DE DER18768A patent/DE1026171B/de active Pending
Patent Citations (6)
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