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Technisches Gebiet
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fahrzeuginnenraum-Bauteil sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung.
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Stand der Technik
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Gegenwärtig werden mobile Endgeräte, wie beispielsweise Smartphones, üblicherweise per Kabel im Fahrzeug geladen. Hierzu gibt es extra MMIs („Multi Media Interface“) mit aufwendigen Halterungen oder einen klassischen USB-Stecker. Alternativ zum Fahrzeug-integrierten Stecker gibt es die Möglichkeit, einen 12V-Anschluss per Adapter auf einen 5V-USB-Anschluss zu adaptieren. Allen diesen bekannten Systemen ist jedoch gemein, dass das mobile Endgerät per Kabel physisch angeschlossen werden muss und das mobile Endgerät entweder speziell in der Halterung abgelegt werden muss oder es keine geeignete Ablagemöglichkeit gibt. Das herunterhängende Kabel hat jedoch oftmals Einfluss auf den Fahrkomfort, da das Kabel das Sichtfeld und/oder die Bewegungsfreiheit im Fahrzeug einschränkt oder sich verhakt.
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Ferner sind Geräte zum kabellosen Laden von mobilen Endgeräten über Induktion bekannt. Über ein elektrisches Funktionselement bzw. eine Spule wird der Akku des mobilen Endgeräts geladen, wobei der Akku diese Funktion unterstützen muss.
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Die der erfindungsgemäßen Lösung nächstkommende
DE 10 2013 226 995 A1 offenbart eine Vorrichtung und ein Verfahren zum drahtlosen Laden von batteriebetriebenen Geräten. Die Vorrichtung umfasst eine Aufnahmeeinheit zur Aufnahme einer ersten Ladeeinrichtung und einer zweiten Ladeeinrichtung, wobei die erste Ladeeinrichtung zum drahtlosen Laden eines batteriebetriebenen Geräts nach einem vorbestimmten ersten Standard ausgestaltet ist, wobei die zweite Ladeeinrichtung zum drahtlosen Laden eines batteriebetriebenen Geräts nach einem vorbestimmten zweiten Standard ausgestaltet ist, wobei der erste Standard verschieden von dem zweiten Standard ist, und wobei die Aufnahmeeinheit derart ausgestaltet ist, dass die erste Ladeeinrichtung zum drahtlosen Laden eines ersten batteriebetriebenen Geräts zumindest teilweise gleichzeitig mit der zweiten Ladeeinrichtung zum drahtlosen Laden eines zweiten batteriebetriebenen Geräts verwendbar ist.
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Beschreibung der Erfindung
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Generell ist der Platz im Fahrzeug knapp bemessen, so dass gänzlich neue Module oder Systeme nur schwer Einzug halten können. Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein kabelloses Laden im Fahrzeug bei minimalem zusätzlichem Platzbedarf zu ermöglichen.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Innenraumkomponente mit den Merkmalen des Hauptanspruches gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsformen der Erfindung lassen sich den Unteransprüchen, der Beschreibung sowie den Zeichnungen entnehmen.
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Eine erfindungsgemäße Innenraumkomponente für ein Kraftfahrzeug umfasst zumindest ein elektrisches Funktionselement zur drahtlosen Verbindung mit einem mobilen Endgerät. Unter einem Endgerät kann in diesem Zusammenhang beispielsweise ein Mobiltelefon, insbesondere ein Smartphone, oder ein Tablet-PC verstanden werden. Das elektrische Funktionselement kann sowohl dazu geeignet sein, um die Batterie des Endgerätes aufzuladen, als auch eine Kommunikation zwischen Endgerät und zum Beispiel einer mit dem Funktionselement verbundenen Steuereinheit zu ermöglichen. Beide möglichen Funktionen erfolgen jedoch drahtlos, vorzugsweise über Nahfeldkommunikation. Des Weiteren umfasst die Innenraumkomponente eine Mantelschicht und ein Innenausstattungsteil. Das elektrische Funktionselement kann des Weiteren elektrische Kontakte zum Zuführen elektrischer Energie vom Bordnetz des Fahrzeugs oder einer dem elektrischen Funktionselement zugeordneten Steuereinrichtung aufweisen. Die elektrischen Kontakte können als blanke Kontaktpunkte oder auch in Form eines Steckers oder mehrerer Stecker vorgesehen werden. Vorzugsweise ist das elektrische Funktionselement flach ausgestaltet und weist eine Höhe von ca. 0,5–2 mm auf.
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Die Mantelschicht ist flächig, so dass die Dicke der Mantelschicht um ein Vielfaches kleiner ist, als deren Länge und Breite. Darüber hinaus weist die Mantelschicht zumindest teilweise eine Montagekontur auf.
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Das elektrische Funktionselement ist von der Mantelschicht zumindest teilweise umschlossen. Es können auch mehrere elektrische Funktionselemente von der Mantelschicht umschlossen sein, die entweder übereinander oder nebeneinander angeordnet sind. Die elektrischen Kontakte des elektrischen Funktionselements können seitlich aus der Mantelschicht herausgeführt werden, so dass sie außerhalb der Mantelschicht frei liegen. Alternativ kann ein Kabel für einen Anschluss an eine zugeordnete Steuereinrichtung seitlich aus der Mantelschicht herausgeführt werden. Somit ergibt sich ein komplett geschlossenes System mit außen liegenden elektrischen Kontakten, die beispielsweise in Form von blanken Kontaktpunkten oder Steckern ausgeführt sein können.
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Die Mantelschicht selbst ist mit dem Innenausstattungsteil verbunden. Das Innenausstattungsteil ist in einem Bereich, in dem die Mantelschicht mit dem Innenausstattungsteil verbunden ist, bevorzugt eben und verläuft noch bevorzugter parallel zur Mantelschicht. Die Mantelschicht kann beispielsweise an das Innenausstattungsteil aufgeklebt, aufgeschweißt, oder aufgepresst sein. Alternativ kann die Verbindung jedoch auch über Rastverbindungen erfolgen oder indem die Mantelschicht während des Herstellungsprozesses des Innenausstattungsteils in das Innenausstattungsteil integriert wird. Um sicherzustellen, dass die Mantelschicht vor dem Verbinden mit dem Innenausstattungsteil korrekt und mit geringem Aufwand an dem Innenausstattungsteil positionierbar ist, besitzt das Innenausstattungsteil ein Positionierungselement. Mit Hilfe des Positionierungselementes lässt sich die Mantelschicht über die Montagekontur am Innenausstattungsteil positionsgenau ausrichten.
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Die Mantelschicht weist in ihrer Montagekontur Einkerbungen und/oder Öffnungen auf. Die Einkerbungen und/oder Öffnungen, die in der Materialschicht vorgesehen sind, unterscheiden sich zumindest teilweise in ihrer Form.
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Das Positionierungselement greift darüber hinaus in die Einkerbungen und/oder Öffnungen der Montagekontur ein. Das Positionierungselement umfasst dazu mehrere Erhebungen, die an die Form der Einkerbungen und/oder Öffnungen angepasst sind und die sich in gleicher Weise in Ihrer Form unterscheiden und in den gleichen Abständen angeordnet sind, wie die Einkerbungen und/oder Öffnungen in der Materialschicht, so dass die Mantelschicht vergleichbar mit dem Schlüssel-Schloss-Prinzip auf dem Innenausstattungsteil positioniert werden kann.
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Es ist hierbei jedoch von Vorteil, wenn die Erhebungen eine maximale Höhe aufweisen, die die Dicke der Materialschicht nicht übersteigt.
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Die Montagekontur kann in diesem Zusammenhang als definierte Umrandung verstanden werden, die zum Beispiel über Einkerbungen oder Ausbuchtungen ein Ausrichten an dem Positionierungselement ermöglicht. Unter der Montagekontur können jedoch auch Öffnungen oder Ausnehmungen verstanden werden, die in die Mantelschicht eingebracht sind, solange diese Öffnungen und Ausnehmungen dem Ausrichten an dem Innenausstattungsteil dienen.
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Durch den erfindungsgemäßen Aufbau wird eine Innenraumkomponente mit einer integrierten Lade- und Kommunikationseinheit für ein mobiles Endgerät geschaffen, ohne dass zusätzlicher Bauraum für Zusatzbauteile erforderlich wird. Durch die Positionierung der Mantelschicht am Innenausstattungsteil erfolgt gleichsam eine Positionierung des elektrischen Funktionselements, da dieses von der Mantelschicht umschlossen wird. So wird trotz der integralen Anordnung des Funktionselements am Innenausstattungsteil eine schnelle Herstellung der Innenraumkomponente sichergestellt. Weiterhin werden keine zusätzlichen Kabel im Fahrzeuginnenraum erforderlich, die einen im Fahrzeug befindlichen Fahrgast behindern oder die Bedienung des Fahrzeuges erschweren könnten.
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Um die drahtlose Kommunikation zwischen mobilem Endgerät und elektrischem Funktionselement sicherzustellen, ist es besonders vorteilhaft, wenn das elektrische Funktionselement zumindest eine Nahfeldkommunikationsspule umfasst. Die Nahfeldkommunikationsspule ist bevorzugt vollständig von der Mantelschicht umschlossen, um Beschädigungen während der Herstellung zu vermeiden. Weiterhin weist die Nahfeldkommunikationsspule vorzugsweise Windungen auf, die in einer Ebene angeordnet sind und diese Ebene bevorzugt parallel zu einer Seite des Innenausstattungsteils angeordnet ist, die im Einbauzustand dem Fahrzeuginnenraum zugewandt ist. Auf diese Weise bleibt sichergestellt, dass die gesamte Fläche der Nahfeldkommunikationsspule für die Verbindung zwischen Endgerät und Funktionselement genutzt wird. Die Windungen der Nahfeldkommunikationsspule können hierbei kreis- oder schneckenförmig angeordnet sein. Auf diese Weise wird eine im Wesentlichen runde Spule ausgebildet. Es hat sich gezeigt, dass eine runde Form besonders geeignet ist, da auf diese Weise eine kompakte, jedoch leistungsstarke Nahfeldkommunikationsspule realisierbar ist.
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Um eine Positionierung der Materialschicht am Innenausstattungsteil zu ermöglichen, kann das Positionierungselement des Weiteren eine Vertiefung umfassen. Die Vertiefung besitzt bevorzugt eine Kontur, die zumindest teilweise der Montagekontur entspricht. Insbesondere, wenn die Mantelschicht auf einer Seite des Innenausstattungsteils angeordnet ist, die im Einbauzustand dem Innenraum des Fahrzeuges zugewandt ist, ist es von Vorteil, wenn die Vertiefung eine Tiefe aufweist, die zumindest der Dicke der Materialschicht entspricht. Auf diese Weise bleibt die mittlere Dicke des Innenausstattungsteils konstant. Wird beispielsweise das Innenausstattungsteil zusätzlich auf dieser Seite mit weiteren Schichten kaschiert, kann somit vermieden werden, dass sich die Mantelschicht auf diesen Schichten abzeichnet. Innerhalb der Vertiefung kann das Positionierungselement des Weiteren zusätzliche Erhebungen aufweisen, die in Einkerbungen und/oder Öffnungen in der Mantelschicht eingreifen, um die Positionierung der Mantelschicht am Innenausstattungsteil zusätzlich zu vereinfachen.
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Das Innenausstattungsteil kann beispielsweise eine Trägerschicht und eine Dekorschicht aufweisen. Die Dekorschicht ist bevorzugt auf der Trägerschicht angeordnet und bildet die Seite des Innenausstattungsteils aus, die im Einbauzustand dem Innenraum des Fahrzeuges zugewandt ist. Die Dekorschicht kann beispielweise aus Leder, Kunstleder, einem Textil oder Kunststoff ausgebildet sein. Der Träger kann beispielsweise aus Kunststoff oder einem Faserverbundwerkstoff, insbesondere mit Naturfasern ausgebildet sein.
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Die Mantelschicht ist des Weiteren vorzugsweise zwischen Dekorschicht und Mantelschicht angeordnet. Diese Anordnung bietet den Vorteil, dass die drahtlose Verbindung, zwischen dem elektrischen Funktionselement und dem Endgerät nicht durch den Träger hindurch erfolgen muss.
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Es ist an dieser Stelle von besonderem Vorteil, wenn das elektrische Funktionselement einen maximalen Abstand von 5 mm zu einer dem Träger abgewandten Seite der Dekorschicht aufweist. Es hat sich gezeigt, dass innerhalb dieses Abstandes sichergestellt ist, dass ein Endgerät nah genug an das elektrische Funktionselement angeordnet werden kann, um eine sichere Verbindung zwischen Funktionselement und mobilem Endgerät herstellen zu können.
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Um zu verhindern, dass sich die Mantelschicht auf der dem Innenraum des Fahrzeuges zugewandten Seite der Dekorschicht abzeichnet, kann die Trägerschicht und/oder die Dekorschicht in einem Bereich, in dem die Mantelschicht angeordnet ist, dickenreduziert sein. Die Dickenreduzierung kann nur in der Dekorschicht, nur in der Trägerschicht oder sowohl in der Trägerschicht als auch zum Teil in die Trägerschicht und zum Teil in die Dekorschicht eingebracht sein. Es ist jedoch von Vorteil, wenn die Dickenreduzierung in Summe der Dicke der Mantelschicht entspricht, so dass die Dickenreduzierung durch die Mantelschicht ausgeglichen werden kann, und der Verbund weiterhin eine konstante Dicke aufweist.
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Die Mantelschicht kann des Weiteren auf einer der Dekorschicht zugewandten Seite eine Strukturierung aufweisen. Die Strukturierung kann hierbei flächig sein und kann beispielsweise ein Muster oder Symbol ausbilden. Die Strukturierung kann in diesem Zusammenhang soweit ausgeprägt sein, dass sich die Strukturierung auf der der Mantelschicht abgewandten Seite der Dekorschicht abzeichnet. Dies kann beispielsweise genutzt werden, um durch die Abzeichnung ein Symbol auf der Dekorschicht zu erzeugen, die einem Fahrgast anzeigt, wo an der Innenraumkomponente das elektrische Funktionselement zur Verbindung für das mobile Endgerät angeordnet ist.
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Weiterhin kann die Mantelschicht an zumindest einer Seite eine Schirmungsbeschichtung aufweisen, welche die Wirkung des Funktionselements in Richtung der Seite, auf der die Schirmungsbeschichtung aufgetragen ist minimiert oder gar eliminiert. Die Schirmungsbeschichtung kann beispielsweise auf einer Seite der Mantelschicht aufgetragen sein, die dem mobilen Endgerät abgewandt ist. Es ist von Vorteil, wenn die Schirmungsbeschichtung zumindest anteilig aus Metall besteht.
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Alternativ oder zusätzlich kann die Dekorschicht mit der Mantelschicht verprägt sein. Durch eine solche Verprägung kann sich beispielsweise das Funktionselement selbst auf der Dekorschicht abzeichnen. Handelt es sich beispielsweise bei dem Funktionselement um eine Spule, wird diese durch die Verprägung auf der Dekorschicht sichtbar und zeigt dem Fahrzeuginsassen an, wo das elektrische Funktionselement positioniert ist. Alternativ kann auch eine Verprägung Anwendung finden, wenn die Mantelschicht, der Dekorschicht zugewandt, die Strukturierung aufweist. Durch die Verprägung zeichnet sich diese Strukturierung noch besser auf der Dekorschicht ab.
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Weiterhin kann die Trägerschicht ein Podest ausbilden, auf dem die Mantelschicht angeordnet ist. Es ist an dieser Stelle bevorzugt, dass sich das Podest in Richtung Dekorschicht erstreckt. Das Podest bildet bevorzugt zusammen mit der Mantelschicht eine ebene erhabene Fläche aus, die von der übrigen Trägerschicht absteht. Auf diese Weise wird gleichzeitig eine ebene Fläche auf dem Innenausstattungsteil geschaffen, auf der das Endgerät zur Verbindung mit dem Funktionselement positioniert werden kann.
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Zusätzlich kann zwischen Dekorschicht und Trägerschicht eine Haptikschicht angeordnet sein. Es ist an dieser Stelle von Vorteil, wenn die Mantelschicht in die Haptikschicht eingebracht ist. Hierzu kann die Haptikschicht zur Ausbildung des Positionierungselements bspw. eine Vertiefung aufweisen, in die die Mantelschicht eingelegt und positioniert werden kann. Ebenso kann sich die Haptikschicht auch aus mehreren Lagen zusammensetzen, wobei die Mantelschicht in diesem Fall bevorzugt zwischen zwei dieser Lagen angeordnet ist. Die Haptikschicht kann des Weiteren im Bereich der Mantelschicht dickenreduziert sein, um die Dicke der Mantelschicht auszugleichen. Die Haptikschicht kann beispielsweise aus einem Abstandsgewirke, einem Vlies, einem Kunststoff oder einem Schaummaterial bestehen.
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Ferner kann ein Temperatursensor vorgesehen sein, welcher die Temperatur des elektrischen Funktionselements bzw. des mobilen Endgeräts misst. Vorzugsweise ist der Temperatursensor in der Mantelschicht integriert angeordnet. Je nach Temperatur kann dann die zugeführte elektrische Energie reduziert werden, um Schäden am mobilen Endgerät oder am Funktionselement selbst zu vermeiden.
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Es ist von Vorteil, wenn die Innenraumkomponente eine Steuereinrichtung aufweist. Die Steuereinrichtung kann zur Integration des elektrischen Funktionselements in ein Fahrzeugbordnetz ausgestaltet sein. Die Steuereinrichtung kann im Wesentlichen die gleiche Dimension wie das elektrische Funktionselement aufweisen. Vorzugsweise ist die Steuereinrichtung flach ausgestaltet und weist die Höhe einer handelsüblichen Platine auf. Die Steuereinrichtung kann zusammen mit dem elektrischen Funktionselement an bzw. in dem Innenausstattungsteil verbaut sein oder kann separat vorgesehen sein.
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Im Folgenden sind zur weiteren Erläuterung und zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung Ausführungsbeispiele von Fahrzeuginnenraum-Bauteilen sowie deren Herstellung unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren näher beschrieben.
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1 zeigt ein in eine Mantelschicht integriertes elektrisches Funktionselement, in einer Explosionsansicht.
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2 zeigt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Innenraumkomponente in einer Schnittansicht.
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3 zeigt eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Innenraumkomponente in einer Schnittansicht.
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4 zeigt eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Innenraumkomponente in einer Schnittansicht.
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5 zeigt eine vierte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Innenraumkomponente in einer Schnittansicht.
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6 zeigt eine fünfte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Innenraumkomponente in einer Schnittansicht.
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In der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen werden gleiche oder ähnliche Elemente durchweg mit den gleichen oder ähnlichen Bezugszeichen bezeichnet. Ferner werden sich wiederholende, gleiche oder ähnliche Beschreibungen der unterschiedlichen Ausführungsformen und Ausgestaltungen weggelassen und es wird in der folgenden Beschreibung lediglich auf die Unterschiede zwischen den jeweiligen Ausführungsformen bzw. Ausgestaltungen eingegangen.
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In 1 wird ein in eine Mantelschicht 2 integriertes elektrisches Funktionselement 1 in Form einer Sendeantenne bzw. Spule gezeigt. Das elektrische Funktionselement 1 wird mit Hilfe von nicht gezeigten Kabeln mit einer nicht gezeigten Steuereinrichtung verbunden, welche das elektrische Funktionselement 1 mit elektrischer Energie beaufschlagen kann und in ein Fahrzeugbordnetz integriert ist. Bei der gezeigten Ausführungsform besteht das elektrische Funktionselement 1 aus einem dünnen isolierten Draht, welcher schneckenförmig bzw. spiralförmig aufgewickelt ist. Der Draht, der das elektrische Funktionselement 1 ausbildet, hat im vorliegenden Ausführungsbeispiel einen Durchmesser von ca. 1 mm.
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Das elektrische Funktionselement 1 ist in eine Mantelschicht 2 eingebracht. Das entsprechende Material der Mantelschicht 2 ist dabei frei wählbar, solange es nicht die Wirkweise des elektrischen Funktionselements 1 beeinflusst. Je nach Anwendungsfall kann das elektrische Funktionselement 1 in weiche oder harte Mantelschichten 2 integriert werden.
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Die Mantelschicht 2 ist in 1 als zweilagige Folie 2.1; 2.2 ausgeführt. Das elektrische Funktionselement 1 ist dabei zwischen den beiden Folien 2.1; 2.2 angeordnet, wobei beide Folien 2.1; 2.2 einen Überstand 13 um das elektrische Funktionselement 1 ausbilden, so dass dieses vollständig von den Folien 2.1; 2.2 umschlossen wird. Die Folien 2.1; 2.2 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel miteinander verschweißt.
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Die Mantelschicht 2 besitzt des Weiteren eine Montagekontur 3, die die Anordnung und Positionierung an einem Innenausstattungsteil erleichtern soll. Im vorliegendem Ausführungsbeispiel ist die Montagekontur 3 der Mantelschicht 2 hierzu nahezu kreisrund, wobei einzelne Ausbuchtungen 14 in der Montagekontur 3 vorgesehen sind, in denen zusätzliche Öffnungen 7 eingebracht sind. Indem das elektrische Funktionselement 1 in die Mantelschicht 2, die eine Montagekontur 3 aufweist, eingebracht ist, kann somit eine formtreue Baugruppe geschaffen werden, die sich auf einfache Weise bspw. in ein Innenausstattungsteil integrieren lässt und somit die Weiterverarbeitung deutlich erleichtert. Die Montagekontur 3 der Mantelschicht 2 muss hierbei nicht der Form des elektrischen Funktionselements 1 entsprechen, sondern kann je nach Art der Weiterverarbeitung gestaltet werden. Ein nicht gezeigtes Innenausstattungsteil kann beispielsweise Positionierungselemente in Form von Domen aufweisen, die in die Öffnungen 7 der Mantelschicht 2 eingreifen und auf diese Weise ein einfaches Ausrichten am Innenausstattungsteil ermöglichen. Bei der vorliegenden Ausführungsform werden elektrische Kontakte 15 seitlich aus der Mantelschicht 2 herausgeführt. Somit ergibt sich ein komplett geschlossenes System mit außenliegenden elektrischen Kontakten 15 in Form von blanken Kontaktpunkten.
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2 zeigt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Innenraumkomponente für ein Fahrzeug. Die Innenraumkomponente weist ein Innenausstattungsteil 4 und das elektrische Funktionselement 1 auf, das von der Mantelschicht 2 umschlossen wird. Das Innenausstattungsteil 4 besteht aus einem Träger 9 und einer Dekorschicht 10, die auf dem Träger 9 angeordnet ist. Das elektrische Funktionselement 1 ist in einer Vertiefung 8 in der Trägerschicht 9 in das Innenausstattungsteil 4 eingebettet. Die Vertiefung 8 bildet ein Positionierungselement 5 für die Mantelschicht 2 aus. Die Vertiefung 8 besitzt hierfür eine Kontur, die an die Montagekontur der Mantelschicht 2 angepasst ist. Die Vertiefung 8 stellt mit anderen Worten die Negativform der Mantelschicht 2 dar. Zusätzlich sind in der Vertiefung 8 in 2 nicht sichtbare Erhebungen angeordnet, die ebenfalls der Positionierung dienen. Die Erhebungen weisen eine Höhe auf, die der Dicke der Mantelschicht 2 entsprechen, so dass sich die Erhebungen auf der Dekorschicht 10 nicht abzeichnen.
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Die Vertiefung 8 wird vollständig durch die Mantelschicht 2 ausgefüllt. Die Mantelschicht 2 ist in die Vertiefung 8 eingeklebt und wird flächig von der Dekorschicht 10 überdeckt. Die Dekorschicht 10 ist des Weiteren im Bereich der Mantelschicht 2 dickenreduziert. Auf diese Weise sind eine konstante Dicke der Innenraumkomponente und ein minimaler Abstand zum mobilen Endgerät sichergestellt.
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Im vorliegenden Ausführungsbeispiel handelt es sich bei der Dekorschicht 10 um Leder, so dass die Dickenreduzierung durch ein nicht gezeigtes Schärfspalten eingebracht wurde. Um eine drahtlose Verbindung zwischen dem elektrischen Funktionselement 1 und einem mobilem Endgerät herzustellen, muss das mobile Endgerät auf das Innenausstattungsteil 4 abgelegt werden. Das Innenausstattungsteil 4 ist hierzu eben im Bereich des elektrischen Funktionselements 1 ausgestaltet. Weiterhin muss das Endgerät eine entsprechende Sende- und Empfangseinheit aufweisen, die eine drahtlose Verbindung ermöglicht. Da es sich im vorliegenden Ausführungsbeispiel bei dem elektrischen Funktionselement 1 um eine Sende- und Empfangsspule handelt, die zu Nahfeldkommunikation geeignet ist, muss also auch das mobile Endgerät eine entsprechende Nahfeldkommunikationsspule aufweisen.
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Die in 3 gezeigte zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Innenraumkomponente unterscheidet sich zu der ersten Ausführungsform durch eine zusätzliche Haptikschicht 12, die zwischen Dekorschicht 10 und Trägerschicht 9 angeordnet ist. Die Haptikschicht 12 wird im vorliegenden Ausführungsbeispiel durch ein Schaummaterial ausgebildet. Weiterhin bildet die Trägerschicht 10 im Bereich der Mantelschicht 2 ein Podest 11 aus, das sich in Richtung Dekorschicht erstreckt. Die Haptikschicht 12 ist im Bereich des Podestes 11 dickenreduziert. Auf diese Weise bleibt im Bereich des elektrischen Funktionselements 1 sichergestellt, dass eine härtere Auflagefläche für ein mobiles Endgerät bestehen bleibt. Da sich das Podest 11 des Weiteren auf der Dekorschicht 10 abzeichnet, ist es für einen Fahrgast gleichzeitig einfacher zu erkennen, wo sich das elektrische Funktionselement 1 im Innenausstattungsteil 4 befindet.
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Wie in 4 gezeigt, kann die Mantelschicht 2 und das elektrische Funktionselement 1 jedoch auch rückseitig an der Trägerschicht 9 innerhalb des Podestes 11 angeordnet sein. Im Ausführungsbeispiel nach 4 ist des Weiteren die Haptikschicht im Bereich des Podestes ausgespart, so dass die Trägerschicht 9 direkt mit der Dekorschicht 10 in Verbindung steht.
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Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Innenraumkomponente ist in 5 gezeigt. Im Unterschied zu den Ausführungsformen nach 3 und 4, ist das elektrische Funktionselement 1 zwischen zwei Teillagen 12.1; 12.2 der Haptikschicht 12 integriert, was zu einer weiteren Erhöhung der Optimierungsmöglichkeiten hinsichtlich der sichtbaren/unsichtbaren Integration des elektrischen Funktionselements 1 führt. Ferner besitzen beide Teillagen 12.1; 12.2 der Haptikschicht 12 eine Prägung, die der Montagekontur der Mantelschicht 2 entspricht. Auf diese Weise wird das Positionierungselement mit Hilfe der Teillagen 12.1; 12.2 der Haptikschicht 12 ausgebildet.
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Eine fünfte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Innenraumkomponente wird in 6 gezeigt. Im Unterschied zu den Ausführungsformen nach den 3 bis 5 wird als Haptikschicht 12 ein großvolumiger Schaumkörper verwendet, so dass das Innenausstattungsteil 4 eine Art Polster für einen Fahrgast ausbildet. Die Haptikschicht 12 und die Trägerschicht 9 besitzen einen Schlitz 16, in den die Mantelschicht 2 zusammen mit dem elektrischen Funktionselement 1 in die Haptikschicht 12 eingeschoben werden kann. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel erstreckt sich die Mantelschicht 2 durch die Trägerschicht 9 hindurch bis auf die der Haptikschicht 12 abgewandte Seite der Trägerschicht 9. Die Mantelschicht 2 ist hierbei an dieser Seite zusätzlich fixiert, so dass das elektrische Funktionselement 1 auch bei starker Verformung der Haptikschicht 12 positioniert bleibt. Die Dekorschicht 10 deckt die Haptikschicht 12 zum Fahrzeuginnenraum hin ab.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Elektrisches Funktionselement
- 2
- Mantelschicht
- 3
- Montagekontur
- 4
- Innenausstattungsteil
- 5
- Positionierungselement
- 6
- Windungen
- 7
- Öffnungen
- 8
- Vertiefung
- 9
- Trägerschicht
- 10
- Dekorschicht
- 11
- Podest
- 12
- Haptikschicht
- 13
- Überstand
- 14
- Ausbuchtung
- 15
- Elektrische Kontakte
- 16
- Schlitz