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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Der
Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, neue Verbindungen mit wertvollen
Eigenschaften aufzufinden, insbesondere solche, die zur Herstellung
von Arzneimitteln verwendet werden können.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Verbindungen der Formel I und deren
Verwendung zur Behandlung und Prophylaxe von Krankheiten, bei denen
die Hemmung, Regulierung und/oder Modulation der mitotische Motor-Proteine, insbesondere
des mitotischen Motor-Protein Eg5 eine Rolle spielt, ferner pharmazeutische
Zusammensetzungen, die diese Verbindungen enthalten.
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Im
einzelnen betrifft die vorliegende Erfindung Verbindungen der Formel
I, die die bevorzugt eines oder mehrere mitotische Motor-Proteine
hemmen, regulieren und/oder modulieren, Zusammensetzungen, die diese Verbindungen
enthalten, sowie Verfahren zu ihrer Verwendung zur Behandlung von
Krankheiten und Leiden wie Angiogenese, Krebs, Tumorentstehung,
-wachstum und -verbreitung, Arteriosklerose, Augenerkrankungen,
choroidale Neovaskularisierung und diabetische Retinopathie, Entzündungserkrankungen,
Arthritis, Neurodegeneration, Restenose, Wundheilung oder Transplantatabstossung.
Insbesondere eignen sich die erfindungsgemäßen Verbindungen zur Therapie
oder Prophylaxe von Krebserkrankungen.
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Während der
Mitose regulieren verschiedenen Kinesine die Ausbildung und Dynamik
des Spindelapparates, der für
eine korrekte und koordinierte Ausrichtung und Separation der Chromosomen
verantwortlich ist. Es wurde beobachtet, dass eine spezifische Inhibierung
eines mitotischen Motor-Proteins – Eg5 – zu einem Kollaps
der Spindelfasern führt.
Daraus resultiert, dass die Chromosomen nicht mehr korrekt auf die
Tochterzellen aufgeteilt werden können. Dies führt zu mitotischem
Arrest und kann damit das Absterben der Zelle verursachen. Eine
Hochregulierung des Motorproteins Eg5 wurde z. B. in Gewebe von
Brust-Lungen- und Colon-Tumoren beschrieben. Da Eg5 eine für die Mitose
spezifische Funktion einnimmt, sind hauptsächlich sich schnell teilende
Zellen und nicht vollständig
ausdifferenzierte Zellen von einer Eg5 Inhibierung betroffen. Darüber hinaus
regelt Eg5 ausschließlich
die Bewegung mitotischer Mikrotubuli (Spindelapparat) und nicht
die des Cytoskeletts. Dies ist entscheidend für das Nebenwirkungsprofil der
erfindungsgemäßen Verbindungen,
da z. B. Neuropathien, wie sie bei Taxol beobachtet werden, nicht
oder nur abgeschwächt
auftreten. Daher ist die Inhibierung von Eg5 durch die erfindungsgemäßen Verbindungen
ein relevantes Therapiekonzept für
die Behandlung von malignen Tumoren.
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Generell
können
alle soliden und nicht soliden Tumore mit den Verbindungen der Formel
I behandelt werden, wie z. B. die Monozytenleukämie, Hirn-, Urogenital-, Lymphsystem-,
Magen-, Kehlkopf- und
Lungenkarzinom, darunter Lungenadenokarzinom und kleinzelliges Lungenkarzinom.
Zu weiteren Beispielen zählen Prostata-,
Bauchspeicheldrüsen-
und Brustkarzinom.
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Es
wurde überraschend
gefunden, daß die
erfindungsgemäßen Verbindungen
eine spezifische Inhibierung der mitotischen Moter-Proteine, insbesondere
Eg5 bewirken. Die erfindungsgemäßen Verbindungen zeigen
bevorzugt eine vorteilhafte biologische Aktivität, die in den zum Beispiel
hierin beschrieben Assays leicht nachweisbar ist. In derartigen
Assays zeigen und bewirken die erfindungsgemäßen Verbindungen bevorzugt
einen inhibierenden Effekt, der gewöhnlich durch IC50-Werte
in einem geeigneten Bereich, bevorzugt im mikromolaren Bereich und
bevorzugter im nanomolaren Bereich dokumentiert wird.
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Wie
hierin besprochen, sind Wirkungen der erfindungsgemäßen Verbindung
für verschiedene
Erkrankungen relevant. Dementsprechend sind die erfindungsgemäßen Verbindungen
nützlich
bei der Prophylaxe und/oder Behandlung von Erkrankungen, die durch
eine Inhibierung eines oder mehreren mitotischer Motor-Proteine,
insbesondere Eg5, beeinflusst werden. Gegenstand der vorliegenden
Erfindung sind deshalb erfindungsgemäße Verbindungen als Arzneimittel
und/oder Arzneimittelwirkstoffe bei der Behandlung und/oder Prophylaxe
der genannten Erkrankungen und die Verwendung von erfindungsgemäßen Verbindungen
zur Herstellung eines Pharmazeutikums für die Behandlung und/oder Prophylaxe
der genannten Erkrankungen wie auch ein Verfahren zur Behandlung
der genannten Erkrankungen umfassend die Verabreichung eines oder
mehrerer erfindungsgemäßer Verbindungen
an einen Patienten mit Bedarf an einer derartigen Verabreichung.
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Es
kann gezeigt werden, dass die erfindungsgemäßen Verbindungen in einem Xenotransplantat-Tumor-Modell
eine vorteilhafte Wirkung aufweisen.
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Der
Wirt oder Patient kann jeglicher Säugerspezies angehören, z.
B. einer Primatenspezies, besonders Menschen; Nagetieren, einschließlich Mäusen, Ratten
und Hamstern; Kaninchen; Pferden, Rindern, Hunden, Katzen usw. Tiermodelle
sind für
experimentelle Untersuchungen von Interesse, wobei sie ein Modell
zur Behandlung einer Krankheit des Menschen zur Verfügung stellen.
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Die
Suszeptibilität
einer bestimmten Zelle gegenüber
der Behandlung mit den erfindungsgemäßen Verbindungen kann durch
Testen in vitro bestimmt werden. Typischerweise wird eine Kultur
der Zelle mit einer erfindungsgemäßen Verbindung bei verschiedenen
Konzentrationen für
eine Zeitdauer kombiniert, die ausreicht, um den Wirkstoffen zu
ermöglichen,
Zelltod zu induzieren oder Migration zu inhibieren, gewöhnlich zwischen
ungefähr
einer Stunde und einer Woche. Zum Testen in vitro können kultivierte
Zellen aus einer Biopsieprobe verwendet werden. Die nach der Behandlung
zurückbleibenden
lebensfähigen
Zellen werden dann gezählt.
Die Dosis variiert abhängig
von der verwendeten spezifischen Verbindung, der spezifischen Erkrankung,
dem Patientenstatus usw.. Typischerweise ist eine therapeutische
Dosis ausreichend, um die unerwünschte
Zellpopulation im Zielgewebe erheblich zu vermindern, während die
Lebensfähigkeit
des Patienten aufrechterhalten wird. Die Behandlung wird im Allgemeinen
fortgesetzt, bis eine erhebliche Reduktion vorliegt, z. B. mindestens
ca. 50% Verminderung der Zelllast und kann fortgesetzt werden, bis
im Wesentlichen keine unerwünschten
Zellen mehr im Körper
nachgewiesen werden.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Verbindungen
der Formel I
worin
A
1,
A
2 unabhängig
voneinander N, O oder S,
X
1 X
2 X
3 unabhängig voneinander
einer Einfachbindung, NR
3-NR
3,
NR
3, O, S, oder eine der folgenden Gruppen:
Y C=O,
SO, SO
2, (CR
1 2)
n,
Cy H, ein carbocyclischer
oder heberocyclischer gesättigter,
ungesättigter
oder aromatischer Rest, der unsubstituiert oder ein- oder mehrfach durch
Alkyl, Hal, CN, OH; OR, OCF
3, CF
3, COOR oder durch eine Gruppe (CR
1 2)
n-Y-X
1-(CR
1 2)
n-Q substituiert sein kann,
Q H, Alkyl,
Cycloalkyl, Aryl oder Heteroaryl
R, R
1,
H, Alkyl, Hal, Alkoxy, OH, Alkenyl, Alkoxyalkyl, Hydroxyakyl,
R
2, R
3 (CH
2)
n-Q, (CH
2)
n-Cy oder (CH
2)
nNR
2,
Hal
F, Br oder Cl
n 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, oder 8,
m 1 oder
2
und
p 0, 1 oder 2
bedeuten,
sowie ihre pharmazeutisch
verwendbaren Derivate, Solvate, Tautomere, Salze und Stereoisomere,
einschließlich
deren Mischungen in allen Verhältnissen.
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Gegenstand
der Erfindung sind auch die optisch aktiven Formen, die Enantiomere,
die Racemate, die Diastereomere sowie die Hydrate und Solvate dieser
Verbindungen. Unter Solvaten der Verbindungen werden Anlagerungen
von inerten Lösungsmittelmolekülen an die
Verbindungen der Formel I verstanden, die sich aufgrund ihrer gegenseitigen
Anziehungskraft ausbilden. Solvate sind z. B. Mono- oder Dihydrate
oder Alkoholate.
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Unter
pharmazeutisch verwendbaren Derivaten versteht man z. B. die Salze
der erfindungsgemäßen Verbindungen
als auch sogenannte Prodrug-Verbindungen.
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Unter
Prodrug-Derivaten versteht man mit z. B. Alkyl- oder Acylgruppen,
Zuckern oder Oligopeptiden abgewandelte Verbindungen der Formel
I, die im Organismus rasch zu den wirksamen erfindungsgemäßen Verbindungen
gespalten werden.
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Hierzu
gehören
auch bioabbaubare Polymerderivate der erfindungsgemäßen Verbindungen,
wie dies z. B. in Int. J. Pharm. 115, 61–67 (1995) beschrieben
ist.
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Ähnliche
Verbindungen sind z. B. in
Tetrahedron Lett. 1988, 29, 5855–5858,
Tetrahedron
Lett. 2003, 44, 217–219,
J.
Org. Chem. 1997, 62, 4880–4882,
J.
Org. Chem. 1999, 64, 6462–6467,
Chem.
Lett. 1995, 423–424,
J.
Org. Chem. 2000, 65, 5009–5013,
Chem.
Lett. 2003, 32, 222–223,
US2003149069A1 beschrieben,
sind aber nicht im Zusammenhang mit Krebsbehandlungen genannt und/oder
enthalten nicht die erfindungswesentlichen Merkmale.
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Der
Ausdruck "wirksame
Menge" bedeutet
die Menge eines Arzneimittels oder eines pharmazeutischen Wirkstoffes,
die eine biologische oder medizinische Antwort in einem Gewebe,
System, Tier oder Menschen hervorruft, die z. B. von einem Forscher
oder Mediziner gesucht oder erstrebt wird.
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Darüberhinaus
bedeutet der Ausdruck "therapeutisch
wirksame Menge" eine
Menge, die in einem Menschen oder einem anderen Säuger mindestens
eine der folgenden Wirkungen hervorruft (im Vergleich zu einem Subjekt,
das diese Menge nicht erhalten hat):
Verbesserung der Heilbehandlung,
Heilung, Prävention
oder Beseitigung einer Krankheit, eines Krankheitsbildes, eines
Krankheitszustandes, eines Leidens, einer Störung oder von Nebenwirkungen
oder auch die Verminderung des Fortschreitens einer Krankheit, eines
Leidens oder einer Störung.
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Die
Bezeichnung "therapeutisch
wirksame Menge" umfaßt auch
die Mengen, die wirkungsvoll sind, die normale physiologische Funktion
zu erhöhen
oder zu verstärken.
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Gegenstand
der Erfindung ist auch die Verwendung von Mischungen der Verbindungen
der Formel I, z. B. Gemische zweier Diastereomerer z. B. im Verhältnis 1:1,
1:2, 1:3, 1:4, 1:5, 1:10, 1:100 oder 1:1000.
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Besonders
bevorzugt handelt es sich dabei um Mischungen stereoisomerer Verbindungen.
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Gegenstand
der Erfindung sind die Verbindungen der Formel I und ihre Salze
sowie ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel
I nach den Patentansprüchen
sowie ihrer pharmazeutisch verwendbaren Derivate, Salze, Solvate
und Stereoisomere, dadurch gekennzeichnet, daß man
eine Verbindung
der Formel II
worin A
1,
A
2, R
1, und X
1 die oben angegebenen Bedeutungen haben,
mit
einer Verbindung der Formel III
H-Y-X
2-(CR
2 2)
n-X
3-Cy,
worin
Y, X
2,
R
2, X
3 und Cy die
oben angegebene Bedeutung aufweisen,
bevorzugt in Gegenwart
eines aktivierenden Reagenz',
wie z. B. N-(3-Dialkylamimoalkyl)-N'-aikylcarbodimid, insbesondere
N-(3Dimethylaminopropyl)-N'-ethylcarbodimid
umsetzt.
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Vorzugsweise
werden die nach dem oben beschriebenen Verfahren gegebenenfalls
erhaltenen Gemische von Diastereomeren und Enantiomeren der Verbindungen
der Formel I durch Chromatographie oder Kristallisation aufgetrennt.
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Gegebenenfalls
werden die nach dem oben beschriebenen Verfahren erhaltenen Basen
und Säuren der
Formel I in ihre Salze umgewandelt.
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Vor-
und nachstehend haben die Reste Hal, R, R1,
R2, R3, X1, X2, X3,
Y, Q, Cy, m, n und p die bei der Formel I angegebenen Bedeutungen,
sofern nicht ausdrücklich
etwas anderes angegeben ist. Bei mehrfachem Auftreten einzelner
Reste innerhalb einer Verbindung nehmen die Reste unabhängig voneinander
die angegebenen Bedeutungen an.
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Alkyl
ist bevorzugt unverzweigt (linear) oder verzweigt, und hat 1, 2,
3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10 C-Atome. Alkyl bedeutet vorzugsweise
Methyl, weiterhin Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sek.-Butyl
oder tert.-Butyl, ferner auch Pentyl, 1-, 2- oder 3-Methylbutyl,
1,1-, 1,2- oder 2,2-Dimethylpropyl, 1-Ethylpropyl, Hexyl, 1-, 2-, 3- oder
4-Methylpentyl, 1,1-, 1,2-, 1,3-, 2,2-, 2,3- oder 3,3-Dimethylbutyl,
1- oder 2-Ethylbutyl, 1-Ethyl-1-methylpropyl, 1-Ethyl-2-methylpropyl,
1,1,2- oder 1,2,2-Trimethylpropyl, weiter bevorzugt z. B. Trifluormethyl.
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Alkyl
bedeutet ganz besonders bevorzugt Alkyl mit 1, 2, 3, 4, 5 oder 6
C-Atomen, vorzugsweise
Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sek.-Butyl, tert.-Butyl,
Pentyl, Hexyl, Trifluormethyl, Pentafluorethyl oder 1,1,1-Trifluorethyl. Alkyl
bedeutet auch Cycloalkyl.
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Cycloalkyl
bedeutet vorzugsweise Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cylopentyl, Cyclohexyl
oder Cycloheptyl, insbesondere aber Cyclopentyl.
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R,
R1, R2, bedeutet
vorzugsweise H, Alkyl, CF3, OCF3,
SCN, CN, OH, O Alkyl -OCOAlkyl, OCOH, Hal, SCF3,
bevorzugt auch t-Butyl, -CH(CH3)CH2CH3, Isopropyl,
Ethyl oder Methyl. Insbesondere bedeutet R1 t-Butyl, Isopropyl,
Ethyl, CF3, Methyl, Br, Cl, SCF3,
CH(CH3)CH2CH3, n-Propyl, OCH3,
SCH3, n-Butyl, -SCN, CH2CN. Besonders
bevorzugt bedeutet R1 t-Butyl, Isopropyl, Ethyl oder CF3.
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A1, A2 bedeuten unabhängig voneinander
bevorzugt O oder N. Besonders bevorzugt sind A1 und
A2 nicht identisch.
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R3 bedeuten vorzugsweise H, Alkyl, Hydroxyalkyl,
Alkoxyalkyl, (CH2)n Q
oder (CH2)nN(R1)2.
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X
1, X
2 bedeuten vorzugsweise
NR
3, O oder die der folgenden Gruppe
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X
bedeutet vorzugsweise eine Einfachbindung oder (CH2)n
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Y
bedeutet vorzugsweise C=O oder
Cy bdeutet vorzugsweise substituiertes
oder unsubstituiertes Cyclopentyl, Aryl oder Heteroaryl. Insbesondere bedeutet
Cy eine der folgenden Gruppen
worin
q 1 oder 2 bedeutet
Bevorzugt sind Verbindungen der Formel
I, worin die Gruppe Y-X
2-(CR
2 2)
n-X eine Einfachbindung darstellt.
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Q
bedeutet vorzugsweise Aryl oder Heteroaryl
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u
bedeutet vorzugsweise 0, 1 oder 2.
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m
bedeuetet vorzugsweise 1.
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p
bedeutet vorzugsweise 1.
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Aryl
bedeutet vorzugsweise unsubstituiertes oder ein-, zwei- oder dreifach
durch Hal, A, OH, OA, NH2, NO2,
CN, COOH, CODA, CONH2, NHCOA, NHCONH2, NHSO2A, CHO, COA,
SO2NH2, SO2A, -CH2-COOH oder
-OCH2-COOH substituiertes Phenyl, Naphthyl
oder Biphenyl.
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Aryl
bedeutet bevorzugt Phenyl, o-, m- oder p-Tolyl, o-, m- oder p-Ethylphenyl,
o-, m- oder p-Propylphenyl, o-, m- oder p-Isopropylphenyl, o-, m- oder p-tert.-Butylphenyl,
o-, m- oder p-Hydroxyphenyl, o-, m- oder p-Methoxyphenyl, o-, m-
oder p-Nitrophenyl, o-, m- oder p-Aminophenyl, o-, m- oder p-(N-Methylamino)-Phenyl,
o-, m- oder p-(N-Methylaminocarbonyl)-phenyl, o-, m- oder p-Acetamidophenyl,
o-, m- oder p-Methoxyphenyl, o-, m- oder p-Ethoxyphenyl, o-, m- oder p-Ethoxycarbonylphenyl,
o-, m- oder p-(N,N-Dimethylamino)-Phenyl,
o-, m- oder p-(N,N-Dimethylaminocarbonyl)-phenyl, o-, m- oder p-(N-Ethylamino)-Phenyl,
o-, m- oder p-(N,N- Diethylamino)-phenyl,
o-, m- oder p-Fluorphenyl, o-, m- oder p-Bromphenyl, o-, m- oder
p-Chlorphenyl, o-, m- oder p-(Methylsulfonamido)-phenyl, o-, m- oder p-(Methylsulfonyl)-phenyl,
weiter bevorzugt 2,3-, 2,4-, 2,5-, 2,6-, 3,4- oder 3,5-Difluorphenyl, 2,3-, 2,4-,
2,5-, 2,6-, 3,4- oder 3,5-Dichlorphenyl, 2,3-, 2,4-, 2,5-, 2,6-, 3,4-
oder 3,5-Dibromphenyl, 2,4- oder 2,5-Dinitrophenyl, 2,5- oder 3,4-Dimethoxyphenyl,
3-Nitro-4-chlorphenyl, 3-Amino-4-chlor-, 2-Amino-3-chlor-, 2-Amino-4-chlor-, 2-Amino-5-chlor-
oder 2-Amino-6-chlorphenyl, 2-Nitro-4-N,N-dimethylamino-
oder 3-Nitro-4-N,N-dimethylaminophenyl, 2,3-Diaminophenyl, 2,3,4-, 2,3,5-, 2,3,6-,
2,4,6- oder 3,4,5-Trichlorphenyl, 2,4,6-Trimethoxyphenyl, 2-Hydroxy-3,5-dichlorphenyl,
p-Iodphenyl, 3,6-Dichlor-4-aminophenyl,
4-Fluor-3-chlorphenyl, 2-Fluor-4-bromphenyl, 2,5-Difluor-4-bromphenyl, 3-Brom-6-methoxyphenyl,
3-Chlor-6-methoxyphenyl, 3-Chlor-4-acetamidophenyl, 3-Fluor-4-methoxyphenyl, 3-Amino-6-methylphenyl,
3-Chlor-4-acetamidophenyl
oder 2,5-Dimethyl-4-chlorphenyl.
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Heteroaryl
bedeutet vorzugsweise einen ein- oder zweikernigen unsubstituierten
oder ein-, zwei- oder dreifach durch Hal, A, NO2,
NHA, NA2, OA, COOA oder CN substituierten
aromatischen Heterocyclus mit einem oder mehreren N-, O- und/oder
S-Atomen.
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Heteroaryl
bedeutet besonders bevorzugt einen einkernigen gesättigten
oder aromatischen Heterocyclus mit einem N, S oder O-Atom, der unsubstituiert
oder ein-, zwei- oder dreifach durch Hal, A, NHA, NA2, NO2, CODA oder Benzyl substituiert sein kann.
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Ungeachtet
weiterer Substitutionen, bedeutet unsubstituiertes Heteroaryl z.
B. 2- oder 3-Furyl, 2- oder 3-Thienyl, 1-, 2- oder 3-Pyrrolyl, 1-,
2, 4- oder 5-Imidazolyl,
1-, 3-, 4- oder 5-Pyrazolyl, 2-, 4- oder 5-Oxazolyl, 3-, 4- oder
5-Isoxazolyl, 2-,
4- oder 5-Thiazolyl, 3-, 4- oder 5-Isothiazolyl, 2-, 3- oder 4-Pyridyl, 2-, 4-,
5- oder 6-Pyrimidinyl, weiterhin bevorzugt 1,2,3-Triazol-1-, -4- oder -5-yl, 1,2,4-Triazol-1-,
-3- oder 5-yl, 1- oder 5-Tetrazolyl, 1,2,3-Oxadiazol-4- oder -5-yl, 1,2,4-Oxadiazol-3-
oder -5-yl, 1,3,4-Thiadiazol-2- oder
-5-yl, 1,2,4-Thiadiazol-3- oder -5-yl, 1,2,3-Thiadiazol-4- oder
-5-yl, 3- oder 4-Pyridazinyl,
Pyrazinyl, 1-, 2-, 3-, 4-, 5-, 6- oder 7-Indolyl, 4- oder 5-Isoindolyl, 1-, 2-,
4- oder 5-Benzimidazolyl, 1-, 3-, 4-, 5-, 6- oder 7-Benzopyrazolyl, 2-,
4-, 5-, 6- oder 7-Benzoxazolyl, 3-, 4-, 5-, 6- oder 7-Benzisoxazolyl, 2-,
4-, 5-, 6- oder 7-Benzothiazolyl, 2-, 4-, 5-, 6- oder 7-Benzisothiazolyl,
4-, 5-, 6- oder 7-Benz-2,1,3-oxadiazolyl, 2-, 3-, 4-, 5-, 6-, 7- oder 8-Chinolyl,
1-, 3-, 4-, 5-, 6-, 7- oder 8-Isochinolyl, 3-, 4-, 5-, 6-, 7- oder
8-Cinnolinyl, 2-, 4-, 5-, 6-, 7- oder 8-Chinazolinyl, 5- oder 6-Chinoxalinyl,
2-, 3-, 5-, 6-, 7- oder 8-2H-Benzo[1,4]oxazinyl, weiter bevorzugt
1,3-Benzodioxol-5-yl, 1,4-Benzodioxan-6-yl, 2,1,3-Benzothiadiazol-4-
oder -5-yl oder 2,1,3-Benzoxadiazol-5-yl.
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Hal
bedeutet vorzugsweise F, Cl oder Br besonders bevorzugt F oder Cl.
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Für die gesamte
Erfindung gilt, daß sämtliche
Reste, die mehrfach auftreten, gleich oder verschieden sein können, d.
h. unabhängig
voneinander sind.
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Die
Verbindungen der Formel I können
ein oder mehrere chirale Zentren besitzen und daher in verschiedenen
stereoisomeren Formen vorkommen. Die Formel I umschließt alle
diese Formen.
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Besonders
bevorzugte Verbindungen der Formel I sind die der Teilformeln IA
bis IC:
worin
R
1, X
1, X
2,
X
3, Y, R
2 und Cy
die oben angegebenen Bedeutungen aufweisen
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Die
Verbindungen der Formel 1 und auch die Ausgangsstoffe zu ihrer Herstellung
werden im übrigen nach
an sich bekannten Methoden hergestellt, wie sie in der Literatur
(z. B. in den Standardwerken wie Houben-Weyl, Methoden der
organischen Chemie, Georg-Thieme-Verlag, Stuttgart) beschrieben
sind, und zwar unter Reaktionsbedingungen, die für die genannten Umsetzungen
bekannt und geeignet sind. Dabei kann man auch von an sich bekannten,
hier nicht näher
erwähnten
Varianten Gebrauch machen.
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Die
Ausgangsstoffe können,
falls erwünscht,
auch in situ gebildet werden, so daß man sie aus dem Reaktionsgemisch
nicht isoliert, sondern sofort weiter zu den Verbindungen der Formel
I umsetzt.
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Die
Umsetzung erfolgt in der Regel in einem inerten Lösungsmittel,
bevorzugt in Gegenwart eines Aktivierungsreagenz' wie N-(3-Alkylaminoalkyl)-N'-alkylcarbodiimid, insbesondere N-(3-Dimethylaminopropyl)-N'-ethylcarbodiimid.
Die Reaktionszeit liegt je nach den angewendeten Bedingungen zwischen
einigen Minuten und 14 Tagen, die Reaktionstemperatur zwischen etwa
0° und 180°, normalerweise
zwischen 0° und 100°, besonders
bevorzugt zwischen 0°C
und 70°C.
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Als
inerte Lösungsmittel
eignen sich z. B. Kohlenwasserstoffe wie Hexan, Petrolether, Benzol,
Toluol oder Xylol; chlorierte Kohlenwasserstoffe wie Trichlorethylen,
1,2-Dichlorethan, Tetrachlorkohlenstoff, Chloroform oder Dichlormethan
oder Gemische der genannten Lösungsmittel.
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Gewünschtenfalls
kann in einer Verbindung der Formel I eine funktionell abgewandelte
Amino- und/oder Hydroxygruppe durch Solvolyse oder Hydrogenolyse
nach üblichen
Methoden in Freiheit gesetzt werden. Dies kann z. B. mit NaOH oder
KOH in Wasser, Wasser-THF oder Wasser-Dioxan bei Temperaturen zwischen
0 und 100° erfolgen.
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Die
Reduktion eines Esters zum Aldehyd oder zum Alkohol, oder die Reduktion
eines Nitrils zum Aldehyd oder Amin erfolgt nach Methoden wie sie
dem Fachmann bekannt sind und in Standardwerken der organischen
Chemie beschrieben sind.
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Die
genannten erfindungsgemäßen Verbindungen
lassen sich in ihrer endgültigen
Nichtsalzform verwenden. Andererseits umfaßt die vorliegende Erfindung
auch die Verwendung dieser Verbindungen in Form ihrer pharmazeutisch
unbedenklichen Salze, die von verschiedenen organischen und anorganischen
Säuren und
Basen nach fachbekannten Vorgehensweisen abgeleitet werden können. Pharmazeutisch
unbedenkliche Salzformen der Verbindungen der Formel I werden größtenteils
konventionell hergestellt.
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Sofern
die Verbindung der Formel I eine Carbonsäuregruppe enthält, läßt sich
eines ihrer geeigneten Salze dadurch bilden, daß man die Verbindung mit einer
geeigneten Base zum entsprechenden Basenadditionssalz umsetzt. Solche
Basen sind zum Beispiel Alkalimetallhydroxide, darunter Kaliumhydroxid,
Natriumhydroxid und Lithiumhydroxid; Erdalkalimetallhydroxide wie
Bariumhydroxid und Calciumhydroxid; Alkalimetallalkoholate, z. B.
Kaliumethanolat und Natriumpropanolat; sowie verschiedene organische
Basen wie Piperidin, Diethanolamin und N-Methylglutamin. Die Aluminiumsalze
der Verbindungen der Formel I zählen
ebenfalls dazu. Bei bestimmten Verbindungen der Formel I lassen
sich Säureadditionssalze
dadurch bilden, daß man
diese Verbindungen mit pharmazeutisch unbedenklichen organischen
und anorganischen Säuren,
z. B. Halogenwasserstoffen wie Chlorwasserstoff, Bromwasserstoff
oder Jodwasserstoff, anderen Mineralsäuren und ihren entsprechenden
Salzen wie Sulfat, Nitrat oder Phosphat und dergleichen sowie Alkyl-
und Monoarylsulfonaten wie Ethansulfonat, Toluolsulfonat und Benzolsulfonat,
sowie anderen organischen Säuren
und ihren entsprechenden Salzen wie Acetat, Trifluoracetat, Tartrat,
Malest, Succinat, Citrat, Benzoat, Salicylat, Ascorbat und dergleichen
behandelt. Dementsprechend zählen
zu pharmazeutisch unbedenklichen Säureadditionssalzen der Verbindungen
der Formel I die folgenden: Acetat, Adipat, Alginat, Arginat, Aspartat,
Benzoat, Benzolsulfonat (Besylat), Eisulfat, Bisulfit, Bromid, Butyrat,
Kampferst, Kampfersulfonat, Caprylat, Chlorid, Chlorbenzoat, Citrat,
Cyclopentanpropionat, Digluconat, Dihydrogenphosphat, Dinitrobenzoat,
Dodecylsulfat, Ethansulfonat, Fumarat, Galacterat (aus Schleimsäure), Galacturonat,
Glucoheptanoat, Gluconat, Glutamat, Glycerophosphat, Hemisuccinat,
Hemisulfat, Heptanoat, Hexanoat, Hippurat, Hydrochlorid, Hydrobromid,
Hydroiodid, 2-Hydroxyethansulfonat, Iodid, Isethionat, Isobutyrat,
Lactat, Lactobionat, Malst, Malest, Malonat, Mandelat, Metaphosphat,
Methansulfonat, Methylbenzoat, Monohydrogenphosphat, 2-Naphthalinsulfonat,
Nicotinat, Nitrat, Oxalat, Oleat, Pamoat, Pectinat, Persulfat, Phenylacetat,
3-Phenylpropionat, Phosphat, Phosphonat, Phthalat, was jedoch keine
Einschränkung
darstellt.
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Weiterhin
zählen
zu den Basensalzen der erfindungsgemäßen Verbindungen Aluminium-,
Ammonium-, Calcium-, Kupfer-, Eisen(III)-, Eisen(II)-, Lithium-,
Magnesium-, Mangan(III)-, Mangan(II), Kalium-, Natrium- und Zinksalze, was
jedoch keine Einschränkung
darstellen soll. Bevorzugt unter den oben genannten Salzen sind
Ammonium; die Alkalimetallsalze Natrium und Kalium, sowie die Erdalkalimetalsalze
Calcium und Magnesium. Zu Salzen der Verbindungen der Formel I,
die sich von pharmazeutisch unbedenklichen organischen nicht-toxischen
Basen ableiten, zählen
Salze primärer,
sekundärer
und tertiärer
Amine, substituierter Amine, darunter auch natürlich vorkommender substituierter
Amine, cyclischer Amine sowie basischer Ionenaustauscherharze, z.
B. Arginin, Betain, Koffein, Chlorprocain, Cholin, N,N'-Dibenzylethylendiamin
(Benzathin), Dicyclohexylamin, Diethanolamin, Diethylamin, 2-Diethylaminoethanol,
2-Dimethylaminoethanol,
Ethanolamin, Ethylendiamin, N-Ethylmorpholin, N-Ethylpiperidin, Glucamin, Glucosamin,
Histidin, Hydrabamin, Iso-propylamin, Lidocain, Lysin, Meglumin,
N-Methyl-D-glucamin, Morpholin, Piperazin, Piperidin, Polyaminharze,
Procain, Purine, Theobromin, Triethanolamin, Triethylamin, Trimethylamin,
Tripropylamin sowie Tris-(hydroxymethyl)methylamin (Tromethamin),
was jedoch keine Einschränkung
darstellen soll.
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Verbindungen
der vorliegenden Erfindung, die basische stickstoffhaltige Gruppen
enthalten, lassen sich mit Mitteln wie (C1-C4)Alkylhalogeniden, z. B. Methyl-, Ethyl-,
Isopropyl- und tert.-Butylchlorid, -bromid und -iodid; Di(C1-C4)Alkylsulfaten, z. B. Dimethyl-, Diethyl-
und Diamylsulfat; (C10-C18)Alkylhalogeniden,
z. B. Decyl-, Dodecyl-, Lauryl-, Myristyl- und Stearylchlorid, -bromid
und -iodid; sowie Aryl-(C1-C4)Alkylhalogeniden,
z. B. Benzylchlorid und Phenethylbromid, quarternisieren. Mit solchen
Salzen können
sowohl Wasser- als auch öllösliche erfindungsgemäße Verbindungen
hergestellt werden.
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Zu
den oben genannten pharmazeutischen Salzen, die bevorzugt sind,
zählen
Acetat, Trifluoracetat, Besylat, Citrat, Fumarat, Gluconat, Hemisuccinat,
Hippurat, Hydrochlorid, Hydrobromid, Isethionat, Mandelat, Meglumin,
Nitrat, Oleat, Phosphonat, Pivalat, Natriumphosphat, Stearat, Sulfat,
Sulfosalicylat, Tartrat, Thiomalat, Tosylat und Tromethamin, was
jedoch keine Einschränkung
darstellen soll.
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Die
Säureadditionssalze
basischer Verbindungen der Formel I werden dadurch hergestellt,
daß man die
freie Basenform mit einer ausreichenden Menge der gewünschten
Säure in
Kontakt bringt, wodurch man auf übliche
Weise das Salz darstellt. Die freie Base läßt sich durch In-Kontakt-Bringen
der Salzform mit einer Base und Isolieren der freien Base auf übliche Weise
regenerieren. Die freien Basenformen unterscheiden sich in gewissem
Sinn von ihren entsprechenden Salzformen in bezug auf bestimmte
physikalische Eigenschaften wie Löslichkeit in polaren Lösungsmitteln;
im Rahmen der Erfindung entsprechen die Salze jedoch sonst ihren jeweiligen
freien Basenformen.
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Wie
erwähnt
werden die pharmazeutisch unbedenklichen Basenadditionssalze der
Verbindungen der Formel I mit Metallen oder Aminen wie Alkalimetallen
und Erdalkalimetallen oder organischen Aminen gebildet. Bevorzugte
Metalle sind Natrium, Kalium, Magnesium und Calcium. Bevorzugte
organische Amine sind N,N'-Dibenzylethylendiamin,
Chlorprocain, Cholin, Diethanolamin, Ethylendiamin, N-Methyl-D-glucamin
und Procain.
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Die
Basenadditionssalze von erfindungsgemäßen sauren Verbindungen werden
dadurch hergestellt, daß man
die freie Säureform
mit einer ausreichenden Menge der gewünschten Base in Kontakt bringt,
wodurch man das Salz auf übliche
Weise darstellt. Die freie Säure
läßt sich
durch In-Kontakt-Bringen
der Salzform mit einer Säure
und Isolieren der freien Säure
auf übliche
Weise regenerieren. Die freien Säureformen unterscheiden
sich in gewissem Sinn von ihren entsprechenden Salzformen in bezug
auf bestimmte physikalische Eigenschaften wie Löslichkeit in polaren Lösungsmitteln;
im Rahmen der Erfindung entsprechen die Salze jedoch sonst ihren
jeweiligen freien Säureformen.
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Enthält eine
erfindungsgemäße Verbindung
mehr als eine Gruppe, die solche pharmazeutisch unbedenklichen Salze
bilden kann, so umfaßt
die Erfindung auch mehrfache Salze. Zu typischen mehrfachen Salzformen
zählen
zum Beispiel Bitartrat, Diacetat, Difumarat, Dimeglumin, Diphosphat,
Dinatrium und Trihydrochlorid, was jedoch keine Einschränkung darstellen
soll.
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Im
Hinblick auf das oben Gesagte sieht man, daß unter dem Ausdruck "pharmazeutisch unbedenkliches
Salz" im vorliegenden
Zusammenhang ein Wirkstoff zu verstehen ist, der eine Verbindung
der Formel I in der Form eines ihrer Salze enthält, insbesondere dann, wenn
diese Salzform dem Wirkstoff im Vergleich zu der freien Form des
Wirkstoffs oder irgendeiner anderen Salzform des Wirkstoffs, die
früher
verwendet wurde, verbesserte pharmakokinetische Eigenschaften verleiht.
Die pharmazeutisch unbedenkliche Salzform des Wirkstoffs kann auch
diesem Wirkstoff erst eine gewünschte
pharmakokinetische Eigenschaft verleihen, über die er früher nicht
verfügt
hat, und kann sogar die Pharmakodynamik dieses Wirkstoffs in bezug
auf seine therapeutische Wirksamkeit im Körper positiv beeinflussen.
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Gegenstand
der Erfindung sind ferner Arzneimittel, enthaltend mindestens eine
Verbindung der Formel I und/oder ihre pharmazeutisch verwendbaren
Derivate, Solvate und Stereoisomere, einschließlich deren Mischungen in allen
Verhältnissen,
sowie gegebenenfalls Träger-
und/oder Hilfsstoffe.
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Pharmazeutische
Formulierungen können
in Form von Dosiseinheiten, die eine vorbestimmte Menge an Wirkstoff
pro Dosiseinheit enthalten, dargereicht werden. Eine solche Einheit
kann beispielsweise 0,5 mg bis 1 g, vorzugsweise 1 mg bis 700 mg,
besonders bevorzugt 5 mg bis 100 mg einer erfindungsgemäßen Verbindung
enthalten, je nach dem behandelten Krankheitszustand, dem Verabreichungsweg
und dem Alter, Gewicht und Zustand des Patienten, oder pharmazeutische
Formulierungen können
in Form von Dosiseinheiten, die eine vorbestimmte Menge an Wirkstoff
pro Dosiseinheit enthalten, dargereicht werden. Bevorzugte Dosierungseinheitsformulierungen
sind solche, die eine Tagesdosis oder Teildosis, wie oben angegeben,
oder einen entsprechenden Bruchteil davon eines Wirkstoffs enthalten.
Weiterhin lassen sich solche pharmazeutischen Formulierungen mit
einem der im pharmazeutischen Fachgebiet allgemein bekannten Verfahren
herstellen.
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Pharmazeutische
Formulierungen lassen sich zur Verabreichung über einen beliebigen geeigneten Weg,
beispielsweise auf oralem (einschließlich buccalem bzw. sublingualem),
rektalem, nasalem, topischem (einschließlich buccalem, sublingualem
oder transdermalem), vaginalem oder parenteralem (einschließlich subkutanem,
intramuskulärem,
intravenösem
oder intradermalem) Wege, anpassen. Solche Formulierungen können mit
allen im pharmazeutischen Fachgebiet bekannten Verfahren hergestellt
werden, indem beispielsweise der Wirkstoff mit dem bzw. den Trägerstoff(en)
oder Hilfsstoff(en) zusammengebracht wird.
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An
die orale Verabreichung angepaßte
pharmazeutische Formulierungen können
als separate Einheiten, wie z. B. Kapseln oder Tabletten; Pulver
oder Granulate; Lösungen
oder Suspensionen in wäßrigen oder nichtwäßrigen Flüssigkeiten;
eßbare
Schäume
oder Schaumspeisen; oder Ol-in-Wasser-Flüssigemulsionen oder
Wasser-in-Öl-Flüssigemulsionen
dargereicht werden.
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So
läßt sich
beispielsweise bei der oralen Verabreichung in Form einer Tablette
oder Kapsel die Wirkstoffkomponente mit einem oralen, nicht-toxischen und pharmazeutisch
unbedenklichen inerten Trägerstoff, wie
z. B.
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Ethanol,
Glyzerin, Wasser u. ä.
kombinieren. Pulver werden hergestellt, indem die Verbindung auf
eine geeignete feine Größe zerkleinert
und mit einem in ähnlicher
Weise zerkleinerten pharmazeutischen Trägerstoff, wie z. B. einem eßbaren Kohlenhydrat
wie beispielsweise Stärke
oder Mannit vermischt wird. Ein Geschmacksstoff, Konservierungsmittel,
Dispersionsmittel und Farbstoff können ebenfalls vorhanden sein.
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Kapseln
werden hergestellt, indem ein Pulvergemisch wie oben beschrieben
hergestellt und geformte Gelatinehüllen damit gefüllt werden.
Gleit- und Schmiermittel wie z. B. hochdisperse Kieselsäure, Talkum,
Magnesiumstearat, Kalziumstearat oder Polyethylenglykol in Festform
können
dem Pulvergemisch vor dem Füllvorgang
zugesetzt werden. Ein Sprengmittel oder Lösungsvermittler, wie z. B.
Agar-Agar, Kalziumcarbonat oder Natriumcarbonat, kann ebenfalls
zugesetzt werden, um die Verfügbarkeit
des Medikaments nach Einnahme der Kapsel zu verbessern.
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Außerdem können, falls
gewünscht
oder notwendig, geeignete Bindungs-, Schmier- und Sprengmittel sowie
Farbstoffe ebenfalls in das Gemisch eingearbeitet werden. Zu den
geeigneten Bindemitteln gehören Stärke, Gelatine,
natürliche
Zucker, wie z. B. Glukose oder Beta-Lactose, Süßstoffe aus Mais, natürliche und synthetische
Gummi, wie z. B. Akazia, Traganth oder Natriumalginat, Carboxymethylzellulose,
Polyethylenglykol, Wachse, u. ä.
Zu den in diesen Dosierungsformen verwendeten Schmiermitteln gehören Natriumoleat, Natriumstearat,
Magnesiumstearat, Natriumbenzoat, Natriumacetat, Natriumchlorid
u. ä. Zu
den Sprengmitteln gehören,
ohne darauf beschränkt
zu sein, Stärke,
Methylzellulose, Agar, Bentonit, Xanthangummi u. ä. Die Tabletten
werden formuliert, indem beispielsweise ein Pulvergemisch hergestellt,
granuliert oder trockenverpreßt wird,
ein Schmiermittel und ein Sprengmittel zugegeben werden und das
Ganze zu Tabletten verpreßt
wird. Ein Pulvergemisch wird hergestellt, indem die in geeigneter
Weise zerkleinerte Verbindung mit einem Verdünnungsmittel oder einer Base,
wie oben beschrieben, und gegebenenfalls mit einem Bindemittel,
wie z. B. Carboxymethylzellulose, einem Alginat, Gelatine oder Polyvinylpyrrolidon,
einem Lösungsverlangsamer,
wie z. B. Paraffin, einem Resorptionsbeschleuniger, wie z. B. einem
quaternären
Salz und/oder einem Absorptionsmittel, wie z. B. Bentonit, Kaolin
oder Dikalziumphosphat, vermischt wird. Das Pulvergemisch läßt sich
granulieren, indem es mit einem Bindemittel, wie z. B. Sirup, Stärkepaste,
Acadia-Schleim oder Lösungen
aus Zellulose- oder Polymermaterialen benetzt und durch ein Sieb
gepreßt
wird. Als Alternative zur Granulierung kann man das Pulvergemisch
durch eine Tablettiermaschine laufen lassen, wobei ungleichmäßig geformte
Klumpen entstehen, die in Granulate aufgebrochen werden. Die Granulate
können
mittels Zugabe von Stearinsäure,
einem Stearatsalz, Talkum oder Mineralöl gefettet werden, um ein Kleben
an den Tablettengußformen
zu verhindern. Das gefettete Gemisch wird dann zu Tabletten verpreßt. Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können auch
mit einem freifließenden
inerten Trägerstoff
kombiniert und dann ohne Durchführung
der Granulierungs- oder Trockenverpressungsschritte direkt zu Tabletten
verpreßt
werden. Eine durchsichtige oder undurchsichtige Schutzschicht, bestehend
aus einer Versiegelung aus Schellack, einer Schicht aus Zucker oder
Polymermaterial und einer Glanzschicht aus Wachs, kann vorhanden
sein. Diesen Beschichtungen können
Farbstoffe zugesetzt werden, um zwischen unterschiedlichen Dosierungseinheiten
unterscheiden zu können.
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Orale
Flüssigkeiten,
wie z. B. Lösung,
Sirupe und Elixiere, können
in Form von Dosierungseinheiten hergestellt werden, so daß eine gegebene
Quantität
eine vorgegebene Menge der Verbindung enthält. Sirupe lassen sich herstellen,
indem die Verbindung in einer wäßrigen Lösung mit
geeignetem Geschmack gelöst wird,
während
Elixiere unter Verwendung eines nichttoxischen alkoholischen Vehikels
hergestellt werden. Suspensionen können durch Dispersion der Verbindung
in einem nichttoxischen Vehikel formuliert werden. Lösungsvermittler
und Emulgiermittel, wie z. B. ethoxylierte Isostearylalkohole und
Polyoxyethylensorbitolether, Konservierungsmittel, Geschmackszusätze, wie
z. B. Pfefferminzöl
oder natürliche
Süßstoffe
oder Saccharin oder andere künstliche
Süßstoffe,
u. ä. können ebenfalls
zugegeben werden.
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Die
Dosierungseinheitsformulierungen für die orale Verabreichung können gegebenenfalls
in Mikrokapseln eingeschlossen werden. Die Formulierung läßt sich
auch so herstellen, daß die
Freisetzung verlängert oder
retardiert wird, wie beispielsweise durch Beschichtung oder Einbettung
von partikulärem
Material in Polymere, Wachs u. ä.
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Die
Verbindungen der Formel 1 sowie Salze, Solvate und physiologisch
funktionelle Derivate davon lassen sich auch in Form von Liposomenzuführsystemen,
wie z. B. kleinen unilamellaren Vesikeln, großen unilamellaren Vesikeln
und multilamellaren Vesikeln, verabreichen. Liposomen können aus
verschiedenen Phospholipiden, wie z. B. Cholesterin, Stearylamin
oder Phosphatidylcholinen, gebildet werden.
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Die
Verbindungen der Formel I sowie die Salze, Solvate und physiologisch
funktionellen Derivate davon können
auch unter Verwendung monoklonaler Antikörper als individuelle Träger, an
die die Verbindungsmoleküle
gekoppelt werden, zugeführt
werden. Die Verbindungen können
auch mit löslichen
Polymeren als zielgerichtete Arzneistoffträger gekoppelt werden. Solche
Polymere können
Polyvinylpyrrolidon, Pyran-Copolymer, Polyhydroxypropylmethacrylamidphenol,
Polyhydroxyethylaspartamidphenol oder Polyethylenoxidpolylysin,
substituiert mit Palmitoylresten, umfassen. Weiterhin können die
Verbindungen an eine Klasse von biologisch abbaubaren Polymeren,
die zur Erzielung einer kontrollierten Freisetzung eines Arzneistoffs
geeignet sind, z. B. Polymilchsäure,
Polyepsilon-Caprolacton, Polyhydroxybuttersäure, Polyorthoester, Polyacetale,
Polydihydroxypyrane, Polycyanoacrylate und quervernetzte oder amphipatische
Blockcopolymere von Hydrogelen, gekoppelt sein.
-
An
die transdermale Verabreichung angepaßte pharmazeutische Formulierungen
können
als eigenständige
Pflaster für
längeren,
engen Kontakt mit der Epidermis des Empfängers dargereicht werden. So
kann beispielsweise der Wirkstoff aus dem Pflaster mittels Iontophorese
zugeführt
werden, wie in Pharmaceutical Research, 3(6), 318 (1986) allgemein
beschrieben.
-
An
die topische Verabreichung angepaßte pharmazeutische Verbindungen
können
als Salben, Cremes, Suspensionen, Lotionen, Pulver, Lösungen,
Pasten, Gele, Sprays, Aerosole oder Öle formuliert sein.
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Für Behandlungen
des Auges oder anderer äußerer Gewebe,
z. B. Mund und Haut, werden die Formulierungen vorzugsweise als
topische Salbe oder Creme appliziert. Bei Formulierung zu einer
Salbe kann der Wirkstoff entweder mit einer paraffinischen oder
einer mit Wasser mischbaren Cremebasis eingesetzt werden. Alternativ
kann der Wirkstoff zu einer Creme mit einer Öl-in-Wasser-Cremebasis oder
einer Wasser-in-Öl-Basis
formuliert werden.
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Zu
den an die topische Applikation am Auge angepaßten pharmazeutischen Formulierungen
gehören Augentropfen,
wobei der Wirkstoff in einem geeigneten Träger, insbesondere einem wäßrigen Lösungsmittel, gelöst oder
suspendiert ist.
-
An
die topische Applikation im Mund angepaßte pharmazeutische Formulierungen
umfassen Lutschtabletten, Pastillen und Mundspülmittel.
-
An
die rektale Verabreichung angepaßte pharmazeutische Formulierungen
können
in Form von Zäpfchen
oder Einläufen
dargereicht werden.
-
An
die nasale Verabreichung angepaßte
pharmazeutische Formulierungen, in denen die Trägersubstanz ein Feststoff ist,
enthalten ein grobes Pulver mit einer Teilchengröße beispielsweise im Bereich
von 20–500
Mikrometern, das in der Art und Weise, wie Schnupftabak aufgenommen
wird, verabreicht wird, d. h. durch Schnellinhalation über die
Nasenwege aus einem dicht an die Nase gehaltenen Behälter mit
dem Pulver. Geeignete Formulierungen zur Verabreichung als Nasenspray
oder Nasentropfen mit einer Flüssigkeit
als Trägersubstanz
umfassen Wirkstofflösungen
in Wasser oder Öl.
-
An
die Verabreichung durch Inhalation angepaßte pharmazeutische Formulierungen
umfassen feinpartikuläre
Stäube
oder Nebel, die mittels verschiedener Arten von unter Druck stehenden
Dosierspendern mit Aerosolen, Verneblern oder Insufflatoren erzeugt
werden können.
-
An
die vaginale Verabreichung angepaßte pharmazeutische Formulierungen
können
als Pessare, Tampons, Cremes, Gele, Pasten, Schäume oder Sprayformulierungen
dargereicht werden.
-
Zu
den an die parenterale Verabreichung angepaßten pharmazeutischen Formulierungen
gehören wäßrige und
nichtwäßrige sterile
Injektionslösungen,
die Antioxidantien, Puffer, Bakteriostatika und Solute, durch die
die Formulierung isotonisch mit dem Blut des zu behandelnden Empfängers gemacht
wird, enthalten; sowie wäßrige und
nichtwäßrige sterile
Suspensionen, die Suspensionsmittel und Verdicker enthalten können. Die
Formulierungen können
in Einzeldosis- oder Mehrfachdosisbehältern, z. B. versiegelten Ampullen
und Fläschchen,
dargereicht und in gefriergetrocknetem (lyophilisiertem) Zustand
gelagert werden, so daß nur
die Zugabe der sterilen Trägerflüssigkeit,
z. B. Wasser für
Injektionszwecke, unmittelbar vor Gebrauch erforderlich ist. Rezepturmäßig hergestellte
Injektionslösungen
und Suspensionen können
aus sterilen Pulvern, Granulaten und Tabletten hergestellt werden.
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Es
versteht sich, daß die
Formulierungen neben den obigen besonders erwähnten Bestandteilen andere
im Fachgebiet übliche
Mittel mit Bezug auf die jeweilige Art der Formulierung enthalten
können;
so können
beispielsweise für
die orale Verabreichung geeignete Formulierungen Geschmacksstoffe
enthalten.
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Eine
therapeutisch wirksame Menge einer Verbindung der Formel 1 hängt von
einer Reihe von Faktoren ab, einschließlich z. B. dem Alter und Gewicht
des Tiers, dem exakten Krankheitszustand, der der Behandlung bedarf,
sowie seines Schweregrads, der Beschaffenheit der Formulierung sowie
dem Verabreichungsweg, und wird letztendlich von dem behandelnden
Arzt bzw. Tierarzt festgelegt. Jedoch liegt eine wirksame Menge
einer erfindungsgemäßen Verbindung
für die
Behandlung von neoplastischem Wachstum, z. B. Dickdarm- oder Brustkarzinom,
im allgemeinen im Bereich von 0,1 bis 100 mg/kg Körpergewicht
des Empfängers (Säugers) pro
Tag und besonders typisch im Bereich von 1 bis 10 mg/kg Körpergewicht
pro Tag. Somit läge für einen
70 kg schweren erwachsenen Säuger
die tatsächliche
Menge pro Tag für
gewöhnlich
zwischen 70 und 700 mg, wobei diese Menge als Einzeldosis pro Tag
oder üblicher
in einer Reihe von Teildosen (wie z. B. zwei, drei, vier, fünf oder
sechs) pro Tag gegeben werden kann, so daß die Gesamttagesdosis die
gleiche ist. Eine wirksame Menge eines Salzes oder Solvats oder
eines physiologisch funktionellen Derivats davon kann als Anteil
der wirksamen Menge der erfindungsgemäßen Verbindung per se bestimmt
werden. Es läßt sich
annehmen, daß ähnliche
Dosierungen für
die Behandlung der anderen, obenerwähnten Krankheitszustände geeignet
sind.
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Gegenstand
der Erfindung sind ferner Arzneimittel enthaltend mindestens eine
Verbindung der Formel I und/oder ihre pharmazeutisch verwendbaren
Derivate, Solvate und Stereoisomere, einschließlich deren Mischungen in allen
Verhältnissen,
und mindestens einen weiteren Arzneimittelwirkstoff.
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Gegenstand
der Erfindung ist auch ein Set (Kit), bestehend aus getrennten Packungen
von
- (a) einer wirksamen Menge an einer Verbindung
der Formel I und/oder ihrer pharmazeutisch verwendbaren Derivate,
Solvate und Stereoisomere, einschließlich deren Mischungen in allen
Verhältnissen,
und
- (b) einer wirksamen Menge eines weiteren Arzneimittelwirkstoffs.
-
Das
Set enthält
geeignete Behälter,
wie Schachteln oder Kartons, individuelle Flaschen, Beutel oder Ampullen.
Das Set kann z. B. separate Ampullen enthalten, in denen jeweils
eine wirksame Menge an einer Verbindung der Formel I und/oder ihrer
pharmazeutisch verwendbaren Derivate, Solvate und Stereoisomere, einschließlich deren
Mischungen in allen Verhältnissen,
und
einer wirksamen Menge eines weiteren Arzneimittelwirkstoffs gelöst oder
in lyophilisierter Form vorliegt.
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Bevorzugt
aber nicht ausschliesslich werden die Arzneimittel der Tabelle 1
mit den Verbindungen der Formel I kombiniert. Eine Kombination der
Formel I und Arzneimitteln der Tabelle 1 kann auch mit Verbindungen
der Formel V kombiniert werden.
| Tabelle
1. | | |
| Alkylierungsmittel | Cyclophosphamid
Busulfan
Ifosfamid
Melphalan
Hexamethylmelamin
Thiotepa
Chlorambucil
Dacarbazin
Carmustin | Lomustin
Procarbazin
Altretamin
Estramustinphosphat
Mechlorethamin
Streptozocin
Temozolomid
Semustin |
| | | |
| Platinmittel | Cisplatin
Oxaliplatin
Spiroplatin
Carboxyphthalatoplatinum
Tetraplatin
Ormiplatin
Iproplatin | Carboplatin
ZD-0473
(AnorMED)
Lobaplatin (Aetema)
Satraplatin(Johnson Matthey)
BBR-3464
(Hoffrnann-La Roche)
SM-11355 (Sumitomo)
AP-5280 (Access) |
| | | |
| Antimetabolite | Azacytidin
Gemcitabin
Capecitabin
5-Fluoruracil
Floxuridin
2-Chlordesoxyadenosin
6-Mercaptopurin
6-Thioguanin
Cytarabin
2-Fluordesoxycytidin
Methotrexat
Idatrexate | Tomudex
Trimetrexate
Deoxycoformycin
Fludarabin
Pentostatin
Raltitrexed
Hydroxyharnstoff
Decitabin
(SuperGen)
Clofarabin (Bioenvision)
Irofulven (MGI Pharrna)
DMDC
(Hoffmann-La Roche)
Ethinylcytidin (Taiho) |
| | | |
| Topoisomerase-In hibitoren | Amsacrin
Epirubicin
Etoposid
Teniposid
oder Mitoxantron
Irinotecan (CPT-11)
7-Ethyl-10-hydroxycamptothecin
Topotecan
Dexrazoxanet
(TopoTarget)
Pixantron (Novuspharrna)
Rebeccamycin-Analogon
(Exelixis)
BBR-3576 (Novuspharrna) | Rubitecan
(SuperGen)
Exatecanmesylat (Daiichi)
Quinamed (ChemGenex)
Gimatecan
(Sigma-Tau)
Diflomotecan (Beaufour-Ipsen)
TAS-103 (Taiho)
Elsamitrucin
(Spectrum)
J-107088 (Merck & Co)
BNP-1350
(BioNumerik)
CKD-602 (Chong Kun Dang)
KW-2170 (Kyowa Hakko) |
| | | |
| Antitumor-Antibiotika | Dactinomycin
(Actinomycin D)
Doxorubicin (Adriamycin)
Deoxyrubicin
Valrubicin
Daunorubicin
(Daunomycin)
Epirubicin
Therarubicin
Idarubicin
Rubidazon
Plicamycinp
Porfiromycin
Cyanomorpholinodoxorubicin
Mitoxantron
(Novantron) | Amonafid
Azonafid
Anthrapyrazol
Oxantrazol
Losoxantron
Bleomycinsulfat
(Blenoxan)
Bleomycinsäure
Bleomycin
A
Bleomycin B
Mitomycin C
MEN-10755 (Menarini)
GPX-100
(Gem Pharmaceuticals) |
| | | |
| Antimitotische
Mittel | Paclitaxel
Docetaxel
Colchicin
Vinblastin
Vincristin
Vinorelbin
Vindesin
Dolastatin
10 (NCI)
Rhizoxin (Fujisawa)
Mivobulin (Warner-Lambert)
Cemadotin
(BASF)
RPR 109881A (Aventis)
TXD 258 (Aventis)
Epothilon
B (Novartis)
T 900607 (Tularik)
T 138067 (Tularik)
Cryptophycin
52 (Eli Lilly)
Vinflunin (Fabre)
Auristatin PE (Teikoku
Hormone)
BMS 247550 (BMS)
BMS 184476 (BMS)
BMS 188797
(BMS)
Taxoprexin (Protarga) | SB
408075 (GlaxoSmithKline)
E7010 (Abbott)
PG-TXL (Cell
Therapeutics)
IDN
5109 (Bayer)
A 105972 (Abbott)
A 204197 (Abbott)
LU
223651 (BASF)
D 24851 (ASTA Medica)
ER-86526 (Eisai)
Combretastatin
A4 (BMS)
Isohomohalichondrin-B (PharmaMar)
ZD 6126 (AstraZeneca)
PEG-Paclitaxel
(Enzon)
AZI 0992 (Asahi)
!DN-5109 (Indena)
AVLB (Prescient
NeuroPharma)
Azaepothilon B (BMS)
BNP-7787 (BioNumerik)
CA-4-Prodrug
(OXiGENE)
Dolastatin-10 (NrH)
CA-4 (OXiGENE) |
| | | |
| Aromatase-Inhibitoren | Aminoglutethimid
Letrozol
Anastrazol
Formestan | Exemestan
Atamestan
(BioMedicines)
YM-511 (Yamanouchi) |
| | | |
| Thymidylatsynthase-Inhibitoren | Pemetrexed
(Eli Lilly)
ZD-9331 (BTG) | Nolatrexed
(Eximias)
CoFactorTM (BioKeys) |
| | | |
| DNA-Antagonisten | Trabectedin
(PharmaMar)
Glufosfamid (Baxter International)
Albumin
+ 32P (Isotope Solutions)
Thymectacin (NewBiotics)
Edotreotid
(Novartis) | Mafosfamid
(Baxter International)
Apaziquon (Spectrum Pharmaceuticals)
O6-Benzylguanin
(Paligent) |
| | | |
| Farnesyltransfera se-Inhibitoren | Arglabin
(NuOncology Labs)
Ionafarnib (Schering-Plough)
BAY-43-9006
(Bayer) | Tipifarnib
(Johnson & Johnson)
Perillylalkohol
(DOR BioPharma) |
| | | |
| Pumpen-Inhibitoren | CBT-1
(CBA Pharma)
Tariquidar (Xenova)
MS-209 (Schering AG) | Zosuquidar-Trihydrochlorid
(Eli Lilly)
Biricodar-Dicitrat (Vertex) |
| | | |
| Histonacetyltransferase-Inhibitoren | Tacedinalin
(Pfizer)
SAHA (Aton Pharma)
MS-275 (Schering AG) | Pivaloyloxymethylbutyrat
(Titan)
Depsipeptid (Fujisawa) |
| | | |
| Metalloproteinase-Inhibitoren Ribonucleosidreduktase-Inhibitoren | Neovastat
(Aeterna Laboratories)
Marimastat (British Biotech)
Galliummaltolat
(Titan)
Triapin (Vion) | CMT-3
(CollaGenex)
BMS-275291 (Celltech)
Tezacitabin (Aventis)
Didox
(Molecules for Health) |
| | | |
| TNF-alpha-Agonisten/Antagonisten | Virulizin
(Lorus Therapeutics)
CDC-394 (Celgene) | Revimid
(Celgene) |
| | | |
| Endothelin-A-Rezeptor-Antagonisten | Atrasentan
(Abbot)
ZD-4054 (AstraZeneca) | YM-598
(Yamanouchi) |
| | | |
| Retinsäurerezeptor-Agonisten | Fenretinid
(Johnson & Johnson)
LGD-1550
(Ligand) | Alitretinoin
(Ligand) |
| | | |
| Immunmodulatoren | Interferon
Oncophage
(Antigenics)
GMK (Progenics)
Adenokarzinom-Impfstoff (Biomira)
CTP-37
(AVI BioPharma)
JRX-2 (Immuno-Rx)
PEP-005 (Peplin Biotech)
Synchrovax-Impfstoffe
(CTL Immuno)
Melanom-Impfstoff (CTL Immuno)
p21-RAS-Impfstoff
(GemVax) | Dexosom-Therapie
(Anosys)
Pentrix (Australian Cancer Technology)
JSF-154
(Tragen)
Krebsimpfstoff (Intercell)
Norelin (Biostar)
BLP-25
(Biomira)
MGV (Progenics)
!3-Alethin (Dovetail)
CLL-Thera
(Vasogen) |
| | | |
| Hormonelle
und antihormonelle Mittel | Ostrogene
konjugierte
Ostrogene
Ethinylöstradiol
Chlortrianisen
Idenestrol
Hydroxyprogesteroncaproat
Medroxyprogesteron
Testosteron
Testosteronpropionat
Fluoxymesteron
Methyltestosteron
Diethylstilbestrol
Megestrol
Tamoxifen
Toremofin
Dexamethason | Prednison
Methylprednisolon
Prednisolon
Aminoglutethimid
Leuprolid
Goserelin
Leuporelin
Bicalutamid
Flutamid
Octreotid
Nilutamid
Mitotan
P-04
(Novogen)
2-Methoxyöstradiol
(EntreMed)
Arzoxifen (Eli Lilly) |
| | | |
| Photodynamische Mittel | Talaporfin
(Light Sciences)
Theralux (Theratechnologies)
Motexafin-Gadolinium
(Pharmacyclics) | Pd-Bacteriopheophorbid
(Yeda)
Lutetium-Texaphyrin (Pharmacyclics)
Hypericin |
| | | |
| Tyrosinkinase-Inhibitoren | Imatinib
(Novartis)
Leflunomid (Sugen/Pharmacia)
ZDI839 (AstraZeneca)
Erlotinib
(Oncogene Science)
Canertjnib (Pfizer)
Squalamin (Genaera)
SU5416
(Pharmacia)
SU6668 (Pharmacia)
ZD4190 (AstraZeneca)
ZD6474
(AstraZeneca)
Vatalanib (Novartis)
PKI166 (Novartis)
GW2016
(GlaxoSmithKline)
EKB-509 (Wyeth)
EKB-569 (Wyeth) | Kahalid
F (PharmaMar)
CEP-701 (Cephalon)
CEP-751 (Cephalon)
MLN518
(Millenium)
PKC412 (Novartis)
Phenoxodiol O
Trastuzumab
(Genentech)
C225 (ImClone)
rhu-Mab (Genentech)
MDX-H210
(Medarex)
2C4 (Genentech)
MDX-447 (Medarex)
ABX-EGF
(Abgenix)
IMC-1C11 (ImClone) |
| Verschiedene Mittel | SR-27897
(CCK-A-Inhibitor,
Sanofi-Synthelabo)
Tocladesin
(cyclisches-AMP-Agonist,
Ribapharm)
Alvocidib (CDK-Inhibitor, Aventis)
CV-247 (COX-2-Inhibitor,
Ivy Medical)
P54 (COX-2-Inhibitor, Phytopharm)
CapCellTM (CYP450-Stimulans, Bavarian Nordic)
GCS-IOO
(gal3- Antagonist, GlycoGenesys)
G17DT-Immunogen (Gastrin-Inhibitor,
Aphton)
Efaproxiral (Oxygenator, Allos Therapeutics)
P1-88
(Heparanase-Inhibitor,
Progen)
Tesmilifen (Histamin-Antagonist, YM BioSciences)
Histamin
(Histamin-H2-Rezeptor-Agonist, Maxim)
Tiazofurin
(IMPDH-Inhibitor,
Ribapharm)
Cilengitid (Integrin- Antagonist, Merck KGaA)
SR-31747
(IL-1-Antagonist,
Sanofi-Synthelabo)
CCI-779
(mTOR-Kinase-Inhibitor,
Wyeth)
Exisulind (PDE-V-Inhibitor, Cell Pathways)
CP-461
(PDE-V-Inhibitor, Cell Pathways)
AG-2037 (GART-Inhibitor, Pfizer)
WX-UK1
(Plasminogenaktivator-Inhibitor,
Wilex)
PBI-1402 (PMN-Stimulans, ProMetic LifeSciences)
Bortezomib
(Proteasom- Inhibitor, Millennium)
SRL-172 (T-Zell-Stimulans, SR Pharma)
TLK-286
(Glutathion-S-Transferase-Inhibitor, Telik)
PT-100
(Wachstumsfaktor-Agonist,
Point Therapeutics)
Midostaurin (PKC-Inhibitor, Novartis)
Bryostatin-1
(PKC-Stimulans,
GPC Biotech)
CDA-II (Apoptose-Förderer,
Everlife)
SDX-101 (Apoptose-Förderer,
Salmedix)
Ceflatonin (Apoptose-Förderer,
ChemGenex) | BCX-1777
(PNP-Inhibitor, BioCryst)
Ranpirnase (Ribonuclease-Stimulans,
Alfacell)
Galarubicin (RNA-Synthese-Inhibitor, Dong-A)
Tirapazamin
(Reduktionsmittel, SRI International)
N-Acetylcystein (Reduktionsmittel,
Zambon)
R-Flurbiprofen (NF-kappaB-Inhibitor,
Encore)
3CPA (NF-kappaB-Inhibitor,
Active Biotech)
Seocalcitol (Vitamin-D-Rezeptor-Agonist, Leo)
131-I-TM-601
(DNA-Antagonist,
TransMolecular)
Eflornithin (ODC-Inhibitor, ILEX Oncology)
Minodronsäure (Osteoclasten-Inhibitor,
Yamanouchi)
Indisulam (p53-Stimulans, Eisai)
Aplidin (PPT-Inhibitor,
PharmaMar)
Rituximab (CD20-Antikörper, Genentech)
Gemtuzumab
(CD33-Antikörper, Wyeth
Ayerst)
PG2 (Hämatopoese-Verstärker, Pharmagenesis)
ImmunolTM (Triclosan-Oralspülung, Endo)
Triacetyluridin
(Uridin-Prodrug,
Wellstat)
SN-4071 (Sarkom-Mittel, Signature BioScience)
TransMID-107TM (Immunotoxin, KS Biomedix)
PCK-3145
(Apoptose-Förderer,
Procyon)
Doranidazol (Apoptose-Förderer,
Pola)
CHS-828 (cytotoxisches Mittel, Leo)
trans-Retinsäure (Differentiator,
NIH)
MX6 (Apoptose-Förderer,
MAXIA)
Apomin (Apoptose-Förderer,
ILEX Oncology)
Urocidin (Apoptose-Förderer,
Bioniche)
Ro-31-7453 (Apoptose-Förderer,
La Roche)
Brostallicin (Apoptose-Förderer,
Pharmacia) |
| | | |
-
Bevorzugt
werden die Verbindungen der Formel I mit bekannten Antikrebsmitteln
kombiniert.
-
Zu
diesen bekannten Antikrebsmitteln zählen die folgenden: Ostrogenrezeptormodulatoren,
Androgenrezeptormodulatoren, Retinoidrezeptormodulatoren, Zytotoxika,
antiproliferative Mittel, Prenyl-Proteintransferasehemmer,
HMG-CoA-Reduktase-Hemmer, HIV-Protease-Hemmer, Reverse-Transkriptase-Hemmer sowie
weitere Angiogenesehemmer. Die vorliegenden Verbindungen eignen
sich insbesondere zur gemeinsamen Anwendung mit Radiotherapie. Die
synergistischen Wirkungen der Hemmung des VEGF in Kombination mit
Radiotherapie sind in der Fachwelt beschrieben worden (siehe
WO 00/61186 ).
-
„Ostrogenrezeptormodulatoren" bezieht sich auf
Verbindungen, die die Bindung von Östrogen an den Rezeptor stören oder
diese hemmen, und zwar unabhängig
davon, wie dies geschieht. Zu den Östrogenrezeptormodulatoren
zählen
zum Beispiel Tamoxifen, Raloxifen, Idoxifen, LY353381, LY 117081,
Toremifen, Fulvestrant, 4-[7-(2,2-Dimethyl-1-oxopropoxy-4-methyl-2-[4-[2-(1-piperidinyl)ethoxy]phenyl]-2H-1-benzopyran-3-yl]phenyl-2,2-dimethylpropanoat,
4,4'-Dihydroxybenzophenon-2,4-dinitrophenylhydrazon
und SH646, was jedoch keine Einschränkung darstellen soll.
-
„Androgenrezeptormodulatoren" bezieht sich auf
Verbindungen, die die Bindung von Androgenen an den Rezeptor stören oder
diese hemmen, und zwar unabhängig
davon, wie dies geschieht. Zu den Androgenrezeptormodulatoren zählen zum
Beispiel Finasterid und andere 5a-Reduktase-Hemmer, Nilutamid, Flutamid, Bicalutamid,
Liarozol und Abirateron-acetat.
-
„Retinoidrezeptormodulatoren" bezieht sich auf
Verbindungen, die die Bindung von Retinoiden an den Rezeptor stören oder
diese hemmen, und zwar unabhängig
davon, wie dies geschieht. Zu solchen Retinoidrezeptormodulatoren
zählen
zum Beispiel Bexaroten, Tretinoin, 13-cis-Retinsäure, 9-cis-Retinsäure, α-Difluormethylornithin, ILX23-7553,
trans-N-(4'-Hydroxyphenyl)retinamid
und N-4-Carboxyphenylretinamid.
-
„Zytotoxika" bezieht sich auf
Verbindungen, die in erster Linie durch direkte Einwirkung auf die
Zellfunktion zum Zelltod führen
oder die die Zellmyose hemmen oder diese stören, darunter Alkylierungsmittel,
Tumornekrosefaktoren, interkaliernde Mittel, Mikrotubulin-Hemmer
und Topoisomerase-Hemmer.
-
Zu
den Zytotoxika zählen
zum Beispiel Tirapazimin, Sertenef, Cachectin, Ifosfamid, Tasonermin,
Lonidamin, Carboplatin, Altretamin, Prednimustin, Dibromdulcit,
Ranimustin, Fotemustin, Nedaplatin, Oxaliplatin, Temozolomid, Heptaplatin,
Estramustin, Improsulfan-tosylat, Trofosfamid, Nimustin, Dibrospidium-chlorid,
Pumitepa, Lobaplatin, Satraplatin, Profiromycin, Cisplatin, Irofulven,
Dexifosfamid, cis-Amindichlor(2-methylpyridin)platin, Benzylguanin,
Glufosfamid, GPX100, (trans,trans,trans)-bis-mu-(hexan-1,6-diamin)-mu-[diamin-platin(II)]bis[diamin(chlor)platin(II)]-tetrachlorid,
Diarizidinylspermin, Arsentrioxid, 1-(11-Dodecylamino-10-hydroxyundecyl)-3,7-dimethylxanthin,
Zorubicin, Idarubicin, Daunorubicin, Bisantren, Mitoxantron, Pirarubicin,
Pinafid, Valrubicin, Amrubicin, Antineoplaston, 3'-Desamino-3'-morpholino-13-desoxo-10-hydroxycarminomycin,
Annamycin, Galarubicin, Elinafid, MEN10755 und 4-Desmethoxy-3-desamino-3-aziridinyl-4-methylsulfonyldaunorubicin
(siehe
WO 00/50032 ),
was jedoch keine Einschränkung
darstellen soll.
-
Zu
den Mikrotubulin-Hemmern zählen
zum Beispiel Paclitaxel, Vindesinsulfat, 3',4'-Dideshydro-4'-desoxy-8'-norvincaleukoblastin,
Docetaxol, Rhizoxin, Dolastatin, Mivobulin-isethionat, Auristatin,
Cemadotin, RPR109881, BMS184476, Vinflunin, Cryptophycin, 2,3,4,5,6-pentafluor-N-(3-fluor-4-methoxyphenyl)benzolsulfonamid,
Anhydrovinblastin, N,N-dimethyl-L-valyl-L-valyl-N-methyl-L-valyl-L-prolyl-L-prolin-t-butylamid, TDX258
und BMS188797.
-
Topoisomerase-Hemmer
sind zum Beispiel Topotecan, Hycaptamin, Irinotecan, Rubitecan,
6-Ethoxypropionyl-3',4'-O-exo-benzyliden-chartreusin,
9-Methoxy-N,N-dimethyl-5-nitropyrazolo[3,4,5-kl]acridin-2-(6H)propanamin, 1-Amino-9-ethyl-5-fluor-2,3-dihydro-9-hydroxy-4-methyl-1H,12H-benzo[de]pyrano[3',4':b,7]indolizino[1,2b]chinolin-10,13(9H,15H)-dion,
Lurtotecan, 7-[2-(N-Isopropylamino)ethyl]-(20S)camptothecin,
BNP1350, BNPI1100, BN80915, BN80942, Etoposid-phosphat, Teniposid,
Sobuzoxan, 2'-Dimethylamino-2'-desoxy-etoposid,
GL331, N-[2-(Dimethylamino)ethyl]-9-hydroxy-5,6-dimethyl-6H-pyrido[4,3-b]carbazol-1-carboxamid, Asulacrin, (5a,5aB,8aa,9b)-9-[2-[N-[2-(Dimethylamino)ethyl]-N-methylamino]ethyl]-5-[4-hydroxy-3,5-dimethoxyphenyl]-5,5a,6,8,8a,9-hexohydrofuro(3',4':6,7)naphtho(2,3-d)-1,3-dioxol-6-on,
2,3-(Methylendioxy)-5-methyl-7-hydroxy-8-methoxybenzo[c]phenanthridinium,
6,9-Bis[(2-aminoethyl)amino]benzo[g]isochinolin-5,10-dion, 5-(3-Aminopropylamino)-7,10-dihydroxy-2-(2-hydroxyethylaminomethyl)-6H-pyrazolo[4,5,1-de]acridin-6-on, N-[1-[2(Diethylamino)ethylamino]-7-methoxy-9-oxo-9H-thioxanthen-4-ylmethyl]formamid,
N-(2-(Dimethyl-amino)-ethyl)acridin-4-carboxamid, 6-[[2-(Dimethylamino)-ethyl]amino]-3-hydroxy-7H-indeno[2,1-c]chinolin-7-on und
Dimesna.
-
Zu
den „antiproliferativen
Mitteln" zählen Antisense-RNA-
und -DNA-Oligonucleotide
wie G3139, ODN698, RVASKRAS, GEM231 und INX3001, sowie Antimetaboliten
wie Enocitabin, Carmofur, Tegafur, Pentostatin, Doxifluridin, Trimetrexat,
Fludarabin, Capecitabin, Galocitabin, Cytarabinocfosfat, Fosteabin-Natriumhydrat,
Raltitrexed, Paltitrexid, Emitefur, Tiazofurin, Decitabin, Nolatrexed,
Pemetrexed, Nelzarabin, 2'-Desoxy-2'methylidencytidin,
2'-Fluormethylen-2'-desoxycytidin, N-[5-(2,3-Dihydrobenzofuryl)sulfonyl]-N'-(3,4-dichlorphenyl)harnstoff,
N6-[4-Desoxy-4- [N2-[2(E),4(E)-tetradecadienoyl]glycylamino]-L-glycero-B-L-manno-heptopyranosyl]adenin,
Aplidin, Ecteinascidin, Troxacitabine, 4-[2-Amino-4-oxo-4,6,7,8-tetrahydro-3H-pyrimidino[5,4-b][1,4]thiazin-6-yl-(S)-ethyl]-2,
5-thienoyl-L-glutaminsäure, Aminopterin,
5-Flurouracil, Alanosin, 11-Acetyl-8-(carbamoyloxymethyl)-4-formyl-6-methoxy-14-oxa-1,11-diazatetracyclo(7.4.1.0.0)-tetradeca-2,4,6-trien-9-ylessigsäureester,
Swainsonin, Lometrexol, Dexrazoxan, Methioninase, 2'-cyan-2'-desoxy-N4-palmitoyl-1-B-D-Arabinofuranosylcytosin
und 3-Aminopyridin-2-carboxaldehyd-thiosemicarbazon. Die „antiproliferativen
Mittel" beinhalten
auch andere monoklonale Antikörper
gegen Wachstumsfaktoren als bereits unter den „Angiogenese-Hemmern" angeführt wurden,
wie Trastuzumab, sowie Tumorsuppressorgene, wie p53, die über rekombinanten
virusvermittelten Gentransfer abgegeben werden können (siehe z. B.
US-Patent Nr. 6,069,134 ).
-
Insbesondere
bevorzugt ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindung zur Behandlung
und Prophylaxe von Tumorerkrankungen.
-
Der
Tumor ist vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe der Tumoren des Plattenepithel, der Blasen, des Magens,
der Nieren, von Kopf und Hals, des Ösophagus, des Gebärmutterhals,
der Schilddrüse,
des Darm, der Leber, des Gehirns, der Prostata, des Urogenitaltrakts,
des lymphatischen Systems, des Magens, des Kehlkopft und/oder der
Lunge.
-
Der
Tumor ist weiterhin vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe Lungenadenokarzinom,
kleinzellige Lungenkarzinome, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Glioblastome, Kolonkarzinom
und Brustkarzinom.
-
Weiterhin
bevorzugt ist die Verwendung zur Behandlung eines Tumors des Blut-
und Immunsystems, vorzugsweise zur Behandlung eines Tumors ausgewählt aus
der Gruppe der akuten myelotischen Leukämie, der chronischen myelotischen
Leukämie,
akuten lymphatischen Leukämie
und/oder chronischen lymphatischen Leukämie.
-
Die
Erfindung umfasst auch ein Verfahren zur Behandlung eines Patienten,
der ein Neoplasma, wie einen Krebs, hat, durch Verabreichung
- a) einer oder mehrerer der Verbindungen der
Formel I:
- b) und einer oder mehrerer der Verbindungen der Formel V oder
deren Säure-Additionssalze,
insbesondere Hydrochloride:
worin
Y' und Z' jeweils unabhängig voneinander
O oder N bedeuten, R6 und R7 jeweils
unabhängig
voneinander H, OH, Halogen, OC1-10-Alkyl, OCF3,
NO2 oder NH2 bedeuten,
S eine ganze Zahl zwischen 2 und 6, jeweils einschließlich, bedeutet
und R8 und R9 jeweils
unabhängig
voneinander vorzugsweise an der meta- oder para-Position stehen
und aus der Gruppe: ausgewählt sind,
wobei die erste und die zweite Verbindung gleichzeitig oder innerhalb
von 14 Tagen voneinander in Mengen verabreicht werden, die ausreichen,
um das Wachstum des Neoplasmas zu hemmen.
-
Die
Kombination der Verbindungen der Formel I mit den Verbindungen der
Formels V und anderer Pentamedin-Analoga führt zu einer synergistischen
Wirkung bei der Hemmung von Neoplasien. Kombinationen enthaltend
die Verbindungen der Formel V sind z. B. in
WO 02058684 erwähnt.
-
Der
Wirkungsmechanismus von Pentamidin oder seiner Derivate ist derzeit
nicht eindeutig geklärt: Pentamidin
oder seine Derivate hat offenbar pleiotrope Wirkungen, da es zu
einer Abnahme von DNA-, RNA- und Protein-Synthese führt. Vor
kurzem wurde beschrieben, dass Pentamidin ein leistungsfähiger Hemmstoff von
PRL1-, -2- und 3-Phosphatasen (Pathak et al., 2002)
und Tyrosinphosphatasen ist, und ihre Überexpression geht mit neoplastischen
bösartigen
Tumoren beim Menschen einher. Andererseits wurde beschrieben, dass
Pentamidin ein Arzneimittel ist, das an die kleine DNA-Furche bindet
(Puckowska et al., 2004) und das seine Wirkung über die
Störung
der Genexpression und/oder DNA-Synthese ausüben kann.
-
Andere
geeignete Pentamidin-Analoga umfassen Stilbamidin (G-1) und Hydroxystilbamidin
(G-2) und ihre Indolanaloga (z. B. G-3):
-
Jede
Amidineinheit kann unabhängig
voneinander durch eine der Einheiten ersetzt werden, die vorstehend
für R8 und R11 definiert
sind. Wie im Fall der Benzimidazole und Pentamidine, eignen sich
auch Salze von Stilbamidin, Hydroxystilbamidin und ihren Indolderivaten
für das
erfindungsgemäße Verfahren.
Bevorzugte Salze umfassen zum Beispiel Dihydrochlorid- und Methansulfonatsalze.
-
Noch
andere Analoga sind diejenigen, die unter eine Formel fallen, die
in einem der
U.S.-Patente Nr. 5,428,051 ,
5,521,189 ,
5,602,172 ,
5,643,935 ,
5,723,495 ,
5,843,980 ,
6,172,104 und
6,326,395 oder der U.S.-Patentanmeldung mit
der Veröffentlichungsnr.
US 2002/0019437 A1 bereitgestellt
werden, die jeweils in ihrer Gesamtheit durch Bezugname aufgenommen
sind. Beispielhafte Analoga umfassen 1,5-Bis-(4'-(N-hydroxyamidino)phenoxy)pentan,
1,3-Bis-(4'-(N-hydroxyamidino)-phenoxy)propan, 1,3-Bis-(2'-methoxy-4'-(N-hydroxyamidino)-phenoxy)propan,
1,4-Bis-(4'-(N-hydroxyamidino)phenoxy)butan,
1,5-Bis-(4'-(N-hydroxyamidino)phenoxy)pentan,
1,4-Bis-(4'-(N-hydroxyamidino)phenoxy)butan,
1,3-Bis-(4'-(4-hydroxyamidino)phenoxy)propan,
1,3-Bis-(2' methoxy-4'-(N-hydroxyamidino)phenoxy)propan,
2,5-Bis-[4-amidinophenyl]furan, 2,5-Bis-[4-amidinophenyl]furan-bis-amidoxim,
2,5-Bis[4-amidinophenyl]furan-bis-O-methylamidoxim, 2,5-Bis-[4-amidinophenyl]furan-bis-O-ethylamidoxim,
2,8-Diamidinodibenzothiophen, 2,8-Bis-(N-isopropylamidino)carbazol,
2,8-Bis-(N-hydroxyamidino)carbazol, 2,8-Bis-(2-imidazolinyl)dibenzothiophen, 2,8-Bis-(2-imidazolinyl)-5,5-dioxodibenzothiophen,
3,7-Diamidinodibenzothiophen, 3,7-Bis-(N-isopropylamidino)dibenzothiophen, 3,7-Bis-(N-hydroxyamidino)-dibenzothiophen,
3,7-Diaminodibenzothiophen, 3,7-Dibromdibenzothiophen, 3,7-Dicyanodibenzothiophen,
2,8-Diamidinodibenzofuran, 2, 8-Di-(2-imidazolinyl)dibenzofuran,
2,8-Di-(N-isopropylamidino)dibenzofuran, 2,8-Di-(N-hydroxylamidino)dibenzofuran,
3,7-Di-(2-imidazolinyl)dibenzofuran, 3,7-Di-(isopropyiamidino)dibenzofuran, 3,7-Di-(A-hydroxylamidino)dibenzofuran,
2,8-Dicyanodibenzofuran, 4,4'-Dibrom-2,2'-dinitrobiphenyl,
2-Methoxy-2'nitro-4,4'-dibrombiphenyl,
2-Methoxy-2'-amino-4,4'-dibrombiphenyl,
3,7-Dibromdibenzofuran,
3,7-Dicyanodibenzofuran, 2,5-Bis-(5-amidino-2-benzimidazolyl)pyrrol, 2,5-Bis-[5-(2-imidazolinyl)-2-benzimidazolyl]pyrrol,
2,6-Bis-[5-(2-imidazolinyl)-2-benzimidazolyl]pyridin,
1-Methyl-2,5-bis-(5-amidino-2-benzimidazolyl)pyrrol,
1-Methyl-2,5-bis-[5-(2-imidazolyl)-2-benzimidazolyl]pyrrol, 1-Methyl-2,5-bis-[5-(1,4,5,6-tetrahydro-2-pyrimidinyl)-2-benzimidazolyl]pyrrol,
2,6-Bis-(5-amidino-2-benzimidazoyl)pyridin, 2,6-Bis-[5-(1,4,5,6-tetrahydro-2-pyrimidinyl)-2-benzimidazolyl]pyridin, 2,5-Bis-(5-amidino-2-benzimidazolyl)furan,
2,5-Bis-[5-(2-imidazolinyl)-2-benzimidazolyl]furan, 2,5-Bis-(5-N-isopropylamidino-2-benzimidazolyl)furan,
2,5-Bis-(4-guanylphenyl)furan, 2,5-Bis(4-guanylphenyl)-3,4-dimethylfuran,
2,5-Di-p-[2-(3,4,5,6-tetrahydropyrimidyl)phenyl]furan, 2,5-Bis-[4-(2-imidazolinyl)phenyl]furan,
2,5-[Bis-{4-(2-tetrahydropyrimidinyl)}phenyl]-p-(tolyloxy)furan, 2,5-[Bis-{4-(2-imidazolinyl)}-phenyl]-3-p-(tolyloxy)furan,
2,5-Bis-{4-[5-(N-2-aminoethylamido)benzimidazol-2-yl]phenyl}furan, 2,5-Bis-[4-(3a,4,5,6,7,7a-hexahydro-1H-benzimidazol-2-yl)phenyl]furan,
2,5-Bis-[4-(4,5,6,7-tetrahydro-1H-1,3-diazepin-2-yl)phenyl]furan,
2,5-Bis-(4-N,N-dimethylcarboxhydrazidphenyl)furan, 2,5-Bis-{4-[2-(N-2- hydroxyethyl)imidazolinyl]phenyl}furan,
2,5-Bis-[4-(N-isopropylamidino)phenyl]furan, 2,5-Bis-{4-[3-(dimethylaminopropyl)amidino]phenyl}furan,
2,5-Bis-{4-[N-(3-aminopropyl)amidino]phenyl}furan, 2,5-Bis-[2-(imidzaolinyl)phenyl]-3,4-bis-(methoxymethyl)furan,
2,5-Bis-[4-N-(dimethylaminoethylguanyl]-phenylfuran, 2,5-Bis-{4-[(N-2-hydroxyethyl)guanyl]phenyl}furan,
2,5-Bis-[4-N-(cyclopropylguanyl)phenyl]furan, 2, 5-Bis-[4-(N,N-diethylaminopropyl)-guanyl]phenylfuran,
2,5-Bis-{4-[2-(N-ethylimidazolinyl)]phenyl}furan, 2,5-Bis-{4-[N-(3-pentylguanyl)]}phenylfuran,
2,5-Bis-[4-(2-imidazolinyl)phenyl]-3-methoxyfuran, 2,5-Bis-[4-(N-isopropylamidino)phenyl]-3-methylfuran, Bis-[5-amidino-2-benzimidazolyl]methan,
Bis-[5-(2-imidazolyl)-2-benzimidazolyl]methan,
1,2-Bis-[5-amidino-2-benzimidazolyl]ethan, 1,2-Bis-[5-(2-imidazolyl)-2-benzimidazolyl]ethan,
1,3-Bis-[5-amidino-2-benzimidazolyl]propan,
1,3-Bis-[5-(2-imidazolyl)-2-benzimidazolyl]propan, 1,4-Bis-[5-amidino-2-benzimidazolyl]propan,
1,4-Bis-[5-(2-imidazolyl)-2-benzimidazolyl]butan, 1,8-Bis-[5-amidino-2-benzimidazolyl]octan,
trans-1,2-Bis-[5-amidino-2-benzimidazolyl]ethen, 1,4-Bis-[5-(2-imidazolyl)-2-benzimidazolyl]-1-buten,
1,4-Bis-[5-(2-imidazolyl)-2-benzimidazolyl]-2-buten, 1,4-Bis-[5-(2-imidazolyl)-2-benzimidazolyl]-1-methylbutan,
1,4-Bis-[5-(2-imidazolyl)-2-benzimidazolyl]-2-ethylbutan,
1,4-Bis-[5-(2-imidazolyl)-2-benzimidazolyl]-1-methyl-1-buten,
1,4-Bis-[5-(2-imidazolyl)-2-benzimidazolyl]-2,3-diethyl-2-buten, 1,4-Bis-[5-(2-imidazolyl)-2-benzimidazolyl]-1,3-butadien,
1,4-Bis-[5-(2-imidazolyl)-2-benzimidazolyl]-2-methyl-1,3-butadien,
Bis-[5-(2-pyrimidyl)-2-benzimidazolyl]methan,
1,2-Bis-[5-(2-pyrimidyl)-2-benzimidazolyl]ethan,
1,3-Bis-[5-amidino-2-benzimidazolyl]propan, 1,3-Bis-[5-(2-pyrimidyl)-2-benzimidazolyl]propan,
1,4-Bis-[5-(2-pyrimidyl)-2-benzimidazolyl]butan,
1,4-Bis-[5-(2-pyrimidyl)-2-benzimidazolyl]-1-buten, 1,4-Bis-[5-(2-pyrimidyl)-2-benzimidazolyl]-2-buten,
1,4-Bis-[5-(2-pyrimidyl)-2-benzimidazolyl]-1-methylbutan,
1,4-Bis-[5-(2-pyrimidyl)-2-benzimidazolyl]-2-ethylbutan, 1,4-Bis-[5-(2-pyrimidyl)-2-benzimidazolyl]-1-methyl-1-buten,
1,4-Bis-[5-(2-pyrimidyl)-2-benzimidazolyl]-2,3-diethyl-2-buten,
1,4-Bis-[5-(2-pyrimidyl)-2-benzimidazolyl]-1,3-butadien
und 1,4-Bis-[5-(2-pyrimidyl)-2-benzimidazolyl]-2-methyl-1,3-butadien, 2,4-Bis-(4-guanylphenyl)pyrimidin, 2,4-Bis-(4-imidazolin-2-yl)pyrimidin,
2,4-Bis-[(tetrahydropyrimidinyl-2-yl)phenyl]pyrimidin, 2-(4-[N-i-Propylguanyl]phenyl)-4-(2-methoxy-4-[N-i-propylguanyl]phenyl)pyrimidin, 4-(N-Cyclopentylamidino)-1,2-phenylendiamin, 2,5-Bis-[2-(5-amidino)benzimidazoyl]furan, 2,5-Bis-[2-{5-(2-imidazolino)}benzimidazoyl]furan,
2,5-Bis-[2-(5-N-isopropylamidino)benzimidazoyl]furan, 2,5-Bis-[2-(5-N-cyclopentylamidino)-benzimidazoyl]furan,
2,5-Bis[2-(5-amidino)benzimidazoyl]pyrrol, 2,5-Bis-[2-{5-(2-imidazolino)}benzimidazoyl]pyrrol,
2,5-Bis-[2-(5-N-isopropylamidino)benzimidazoyl]pyrrol, 2,5-Bis-[2-(5-N-cyclopentylamidino)benzimidazoyl]pyrrol,
1-Methyl-2,5-bis-[2-(5-amidino)benzimidazoyl]pyrrol, 2,5-Bis-[2-{5-(2-imidazolino)}benzimidazoyl]-1-methylpyrrol,
2,5-Bis-[2-(5-N-cyclopentylamidino)benzimidazoyl]-1-methylpyrrol,
2,5-Bis-[2-(5-N-isopropylamidino)benzimidazoyl]thiophen,
2,6-Bis-[2-{5-(2-imidazolino)}benzimidazoyl]pyridin,
2,6-Bis-[2-(5-amidino)benzimidazoyl]pyridin, 4,4'-Bis-[2-(5-N-isopropylamidino)benzimidazoyl]-1,2-diphenylethan,
4,4'-Bis-[2-(5-N-cyclopentylamidino)benzimidazoyl]-2,5-diphenylfuran, 2,5-Bis-[2-(5-amidino)benzimidazoyl]benzo-[b]-furan,
2,5-Bis-[2-(5-N-cyclopentylamidino)benzimidazoyl]benzo-[b]-furan,
2,7-Bis-[2-(5-N-isopropylamidino)benzimidazoyl]fluor, 2,5-Bis-[4-(3-(N-morpholinopropyl)carbamoyl)phenyl]furan,
2,5-Bis-[4-(2-N,N-dimethylaminoethylcarbamoyl)phenyl]furan, 2,5-Bis-[4-(3-N,N-dimethylaminopropyicarbamoyl)phenyl]furan,
2,5-Bis-[4-(3-N-methyl-3-N-phenylaminopropylcarbamoyl)phenyl]furan, 2,5-Bis-[4-(3-N,N8,N11-trimethyiaminopropylcarbamoyl)phenyl]furan,
2,5-Bis-[3-amidinophenyl]furan, 2,5-Bis-[3-(N-isopropylamidino)amidinophenyl]furan,
2,5-Bis-[3-[(N-(2-dimethylaminoethyl)amidino]phenylfuran, 2,5-Bis-[4-(N-2,2,2-trichlorethoxycarbonyl)amidinophenyl]furan,
2,5-Bis-[4-(N-thioethylcarbonyl)amidinophenyl]furan,
2,5-Bis-[4-(N-benzyloxycarbonyl)amidinophenyl]furan,
2, 5-Bis[4-(N-phenoxycarbonyl)amidinophenyi]furan, 2,5-Bis-[4-(N-(4-fluor)-phenoxycarbonyl)amidinophenyl]furan,
2,5-Bis-[4-(N-(4-methoxy)phenoxycarbonyl)amidinophenyl]furan,
2,5-Bis-[4-(1-acetoxyethoxycarbonyl)amidinophenyl]furan
und 2,5-Bis-[4-(N-(3- fluor)phenoxycarbonyl)amidinophenyl]furan.
Verfahren zur Herstellung einer der vorstehenden Verbindungen sind
in den
U.S.-Patenten Nr. 5,428,051 ,
5,521,189 ,
5,602,172 ,
5,643,935 ,
5,723,495 ,
5,843,980 ,
6,172,104 und
6,326,395 oder der US-Patentanmeldung
mit der Veröffentlichungsnr.
US 2002/0019437 A1 beschrieben.
-
Pentamidin-Metabolite
eignen sich ebenfalls in der erfindungsgemäßen antiproliferativen Kombination.
Pentamidin wird im Körper
schnell zu mindestens sieben primären Metaboliten metabolisiert.
Einige dieser Metabolite haben eine oder mehrere Wirkungen mit Pentamidin
gemeinsam Pentamidin-Metabolite
weisenh antiproliferative Wirkung auf, wenn sie mit einem Benzimidazol
oder einem Analogon davon kombiniert werden.
-
Sieben
Pentamidin-Analoga sind nachstehend gezeigt.
-
-
Die
erfindungsgemäßen Kombinationen
von Verbindungen der Formel I und Formel V oder deren Analoga und
seiner Metaboliten eignen sich zur Behandlung von Neoplasmen. Eine
Kombinationstherapie kann allein oder in Verbindung mit einer anderen
Therapie (z. B. Operation, Bestrahlung, Chemotherapie, biologische
Therapie) durchgeführt
werden. Zusätzlich
kann eine Person, deren Risiko, ein Neoplasma zu entwickeln, größer ist,
(z. B. jemand, der genetisch prädisponiert
ist, oder jemand, der zuvor ein Neoplasma hatte) eine prophylaktische
Behandlung erhalten, um die Neoplasmabildung zu hemmen oder zu verzögern.
-
Die
Kombination der kinesin-ATPase Eg5/KSP mit den Verbindungen der
Formel V, Pentamidin, seine Analoga und/der seiner Metaboliten ist
ebenfalls Gegenstand der Erfindung.
-
Die
Dosierung und Häufigkeit
der Verabreichung jeder Verbindung der Kombination kann unabhängig gesteuert
werden. Zum Beispiel kann eine Verbindung dreimal täglich oral
verabreicht werden, während
die zweite Verbindung einmal pro Tag intramuskulär verabreicht werden kann.
Die Verbindungen können
auch zusammen formuliert werden, so dass eine Verabreichung beiden
Verbindungen zuführt.
-
Die
erfindungsgemäßen antiproliferativen
Kombinationen können
auch als Komponenten eines pharmazeutischen Pakets bereitgestellt
werden. Die zwei Arzneimittel können
zusammen oder getrennt und in einzelnen Dosierungsmengen formuliert
werden.
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Unter
einem anderen Aspekt umfasst die Erfindung ein zur Behandlung eines
Patienten, der ein Neoplasma, wie einen Krebs, hat, durch Verabreichung
einer Verbindung der Formel (I) und (V) in Kombination mit einem
antiproliferativen Mittel. Geeignete antiproliferative Mittel umfassen
die in Tabelle 1 bereitgestellten.
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Vor-
und nachstehend sina alle Temperaturen in °C angegeben. In den nachfolgenden
Beispielen bedeutet „übliche Aufarbeitung": Man gibt, falls
erforderlich, Wasser hinzu, stellt, falls erforderlich, je nach
Konstitution des Endprodukts auf pH-Werte zwischen 2 und 10 ein,
extrahiert mit Ethylacetet oder Dichlormethan, trennt ab, trocknet
die organische Phase über
Natriumsulfat, dampft ein und reinigt duch Chromatographie an Kieselgel
und/oder durch Kristallisation. Rf-Werte an Kieselgel; Laufmittel:
Ethylacetat/Methanol 9:1.
| Massenspektrometrie
(MS): | EI
(Eletronenstoß-Ionisation)
M+ |
| | FAB
(Fast Atom Bombardment) (M+H)+ |
| | ESI
(Electrospray Ionization) (M+H)+ |
APCI-MS (atmospheric Pressure chemical ionization – mass spectrometry)
(M+H)
+
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Beispiel 1
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Synthese
von 4,5,6,7-Tetrahydro-benzo[d]isoxazol-3-carbonsäure-3-hydroxybenzylamid
-
Die
kommerziell verfügbare
Säure 1
(100 mg, 0.60 mmol), das Amin 2 (73.6 mg, 0.60 mmol) und N-Methylmorpholin
(0.07 mL, 0.60 mmol) wurden in DMF (5 mL) gelöst und sukzessive N-(3-Dimethylaminopropyl)-N'-ethylcarbodiimid Hydrochlorid (115 mg,
0.06 mmol) und 1-Hydroxybenzotriazol
(80.0 mg, 0.06 mmol) zugefügt.
Es wurde bei RT 15 h gerührt
und mit Wasser gefällt.
Der Rückstand
wurde abfiltriert und säulenchromatographisch
(Ethylacetat/Cyclohexan) aufgereinigt. Man erhielt das Anid 3 als
farblosen Feststoff.
-
Beispiel 2
-
Synthese
von 4,5,6,7-Tetrahydro-benzo[d]isoxazol-3-carbonsäure-[2-(2-dimethylamino-ethylcarbamoyl)-1-(3-hydroxy-phenyl)-ethyl]-amid
-
- b. Verbindung 4 wurde analog zur Vorschrift
a. aus der Säure
1 und 3-Amino-3-(3-hydroxyphenyl)-propionsäuremethylester
erhalten.
-
Verbindung
4 (40 mg, 0.12 mmol) und N,N-Dimethylethylendiamin (0.5 ml) wurden
in einem Druckkolben bei 100°C
12 h gerührt.
Die abgekühlte
Lösung
wurde mit Ethylacetat versetzt, mit Wasser gewaschen, getrocknet,
filtriert und zum Rückstand
eingedampft. Dieser wurde aus EtOH/Wasser umkristallisiert. Man
erhielt einen farblosen Feststoff, welcher als Verbindung 5 identifiziert
wurde.
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Beispiel 3
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Synthese
von 4,5,6,7-Tetrahydro-benzo[d]isoxazol-3-carbonsäure-((1S,2S)-2-methylamino-indan-1-yl)-amid
-
- c. Verbindung 6 wurde analog zur Vorschrift
a. aus der Säure
1 und cis-1-Amino-2-indanol
erhalten.
-
Verbindung
6 (158 mg, 0.53 mmol) wurde in Dichlormethan (5 mL) vorgelegt, Triethylamin
(0.06 mL, 0.80 mmol) zugegeben und Methansulfonylchlorid (0.15 mL,
10.06 mmol, gelöst
in 1 mL DCM) bei 0°C
zugetropft. Anschließend
wurde 12 h bei RT gerührt.
Es wurde zur Trockne eingedampft, der Rückstand in Ethylacetat aufgenommen
und mit Wasser gewaschen. Die org. Phase wurde getrocknet, filtriert
und zum Rückstand eingedampft.
Dieser (ca. 140 mg Rohsubstanz) wurde ohne weitere Aufreinigung
in die nächste
Reaktion eingesetzt.
-
Die
Hälfte
der Rohsubstanz (70 mg) wurde in Methylamin (33%ige Lösung in
EtOH, 1 mL) aufgenommen und im Druckkolben bei 100°C 8 h gerührt. Die
Lösung
wurde zur Trockne eingedampft und direkt säulenchromatograhisch aufgereinigt
(Ethylacetat/Cyclohexan). Man erhielt 42 mg einen farblosen Feststoff
(7).
-
Beispiel 4
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Synthese
von 3-(4-Phenyl-4,5-dihydro-oxazol-2-yl)-4,5,6,7-tetrahydrobenzo[d]isoxazol
-
- d. Verbindung 8 wurde analog zur Vorschrift
a. aus der Säure
1 und 2-Penylglycinol
erhalten.
-
Verbindung
8 (106 mg, 0.37 mmol) wurde in Dichlormethan (5 mL) gelöst, Thionylchlorid
(0.06 mL, 0.89 mmol) zugegeben und 2 h bei 70°C im Druckkolben gerührt. Man
ließ den
Ansatz abkühlen
und versetzte das Gemisch mit ges. NaHCO3-Lösung. Die
org. Phase wurde abgetrennt, über
Na2SO4 getrocknet,
filtriert und zur Trockne eingedampft. Dieser Rückstand wurde in MeOH (5 mL)
gelöst,
das NaOH (ca. 15 mg, 0.37 mmol) zugegeben und nochmals 2h bei 70°C im Druckkolben
rühren
gelassen. Man ließ den
Ansatz abkühlen
und dampfte zur Trockene ein. Der Rückstand wurde in DCM (5 mL)
aufgenommen und 2 mal mit ges. NaHCO3-Lösing extrahiert.
Die org. Phase wurde über
Na2SO4 getrocknet,
filtriert und zur Trockne eingedampft. Anschließend wurde aus Ethylacetat/Cyclohexan
kristallisiert. Man erhielt die Verbindung 9 als farblosen Feststoff.
-
Beispiel 5
-
Analog
a. können
auch Hydrazine mit der Säure
1 in die entsprechenden Carbonsäurehydrazide überführt werden.
-
Beispiel 6
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Synthese
von 4,5,6,7-Tetrahydro-1H-indazole-3-carbonsäure-2-methyl-benzylamid
-
- e. Analog zu a. wurde die Kaufware 10 (50 mg,
0.28 mmol) mit 2-Methylbenzylamin
(34 L, 0.28 mmol) unter Verwendung von N-Methylmorpholin (1 eq),
N-(3-Dimethylaminopropyl)-M-ethylcarbodiimid Hydrochlorid (1 eq)
und 1-Hydroxybenzotriazol (1 eq) umgesetzt. Das Produkt kristallisierte
nach Zugabe von Wasser sauber aus der Reaktionslösung aus. Man erhielt das Amid
11 als farblosen Feststoff.
-
Beispiel 7
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Synthese
5-Ethyl-4,5,6,7-tetrahydro-benzo[c]isoxazole-3-carbonsäure
-
- f. Natriumethylat (14 mL einer 20%igen Lösung in
EtOH) wurde unter Eiskühlung
vorgelegt und eine Lösung aus
dem 4-Ethylcyclohexanon (5.00 mL, 36.3 mmol) und Diethyloxalat (4.91
mL, 36.3 mmol) langsam unter Rühren
bei Eiskühlung
zugetropft. Während
des Zutropfens wurde die Temperatur unter 5°C gehalten. Anschließend wurde
das Reaktionsgemisch langsam auf RT kommen gelassen und 15 h weiter
gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde zu einer Mischung aus Eis und 10 ml
konz. H2SO4 geschüttet und
zweimal mit DCM extrahiert. Die org. Phase wurde noch einmal mit
ges. NaHCO3-Lsg. gewaschen, getrocknet,
filtriert und zur Trockne eingedampft. Die Rohsubstanz wurde ohne
weitere Aufreinigung weiter umgesetzt (siehe g.).
- g. Die Rohsubstanz 14 (6.8 g, 30.1 mmol) wurde in Essigsäure (10
mL) gelöst,
unter Eiskühlung
wurde Hydroxylammoniumchlorid (2.09 g, 30.1 mmol), gelöst in 5
ml Wasser, langsam zugetropft. Anschließend wurde über Nacht unter Rückfluss
gerührt.
Nach dem Abkühlen
auf RT wurde das Reaktionsgemisch auf Eis/Wasser gegossen und mit
ges. NaHCO3-Lsg. neutralisiert. Dann wurde
2mal mit Dichlormethan und 1mal mit Ethylacetat extrahiert. Die
vereinigten org. Phasen wurden über
Na2SO4 getrocknet,
filtriert und zur Trockne eingedampft. Der Rückstand bestand aus einer geringen Menge
aus der gewünschten
Säure und
dem entsprechenden Ethylester; er wurde verworfen.
-
Die
wässrige
Phase wurde wieder mit 2 N HCl angesäuert, mehrmals mit Ethylacetat
extrahiert. Die vereinigten org. Phasen wurden über Na2SO4 getrocknet, filtriert und eingeengt. Man
erhielt die Verbindung 15 als gelblichen Feststoff.
-
Beispiel 8
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Analog
f. und g. wurde Cyclohexanon in 4,5,6,7-tetrahydro-benzo[c]isoxazole-3-carbonsäure überführt. Beide
Säuren
wurden analog a., b., c. und d. weiter umgesetzt.
-
Beispiel 9
-
Synthese
von 1-(4,5,6,7-Tetrahydro-benzo[d]isoxazol-3-yl)-3-o-tolyl-harnstoff
und N-(4,5,6,7-Tetrahydro-benzo[d]isoxazol-3-yl)-2-o-tolyl-acetamid
-
- h. 2-Oxocyclohexancarbonitril 16 (1.00 g, 8.12
mmol) und Hydroxylammoniumchlorid (0.56 g, 8.12 mmol) wurde in Essigsäure (1 mL) aufgenommen
und 15 h bei 60°C
im Druckkolben gerührt.
Die Mischung wurde zur Trockne eingedampft und direkt säulenchromatographisch
aufgereinigt (Ethylacetat/Cyclohexan). Die Verbindung 17 konnte
als farbloser Feststoff isoliert werden.
- i. Verbindung 17 (130 mg, 0.94 mmol) wurde in DCM (2 mL) gelöst und bei
RT mit o-Tolylisocyanat (138 mg, 1.04 mmol) versetzt. Nach 12 h
bei RT wurde zur Trockne eingedampft und säulenchromatographisch aufgereinigt,
wodurch die Verbindung 18 erhalten werden konnte.
- j. Das Amin 17 (130 mg, 0.94 mmol) wurde in DCM (2 mL) aufgenommen,
Triethylamin bei RT (0.16 mL, 1.13 mmol) zugefügt und auf 0°C abgekühlt. Zu
dieser Mischung wurde o-Tolyl-acetylchlorid (166 mg, 0.99 mmol),
gelöst
in DCM (1mL), zugetropft und 12 h bei RT weitergerührt. Die
Reaktionsmischung wurde 2× mit
Wasser gewaschen, getrocknet, filtriert und zur Trockne eingedampft.
Nach säulenchromatographischer
Aufarbeitung (Ethylacetat/Cyclohexan) erhielt man das Amid 19 als
farblosen Feststoff. Analog werden unter Verwendung oder entsprechenden
Vorstufen die folgenden erfindungsgemäßen Verbindungen erhalten.
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Die
nachfolgenden Beispiele betreffen Arzneimittel:
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Beispiel C: Injektionsgläser
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Eine
Lösung
von 100 g eines Wirkstoffes der Formel I und 5 g Dinatriumhydrogenphosphat
wird in 3 l zweifach destilliertem Wasser mit 2 n Salzsäure auf
pH 6,5 eingestellt, steril filtriert, in Injektionsgläser abgefüllt, unter
sterilen Bedingungen lyophilisiert und steril verschlossen. Jedes
Injektionsglas enthält
5 mg Wirkstoff.
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Beispiel D: Suppositorien
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Man
schmilzt ein Gemisch von 20 g eines Wirkstoffes der Formel I mit
100 g Sojalecithin und 1400 g Kakaobutter, gießt in Formen und läßt erkalten.
Jedes Suppositorium enthält
20 mg Wirkstoff.
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Beispiel E: Lösung
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Man
bereitet eine Lösung
aus 1 g eines Wirkstoffes der Formel I, 9,38 g NaH2PO4·2
H2O, 28,48 g Na2HPO4·12
H2O und 0,1 g Benzalkoniumchlorid in 940
ml zweifach destilliertem Wasser. Man stellt auf pH 6,8 ein, füllt auf
1 l auf und sterilisiert durch Bestrahlung. Diese Lösung kann
in Form von Augentropfen verwendet werden.
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Beispiel F: Salbe
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Man
mischt 500 mg eines Wirkstoffes der Formel I mit 99,5 g Vaseline
unter aseptischen Bedingungen.
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Beispiel G: Tabletten
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Ein
Gemisch von 1 kg Wirkstoff der Formel I, 4 kg Lactose, 1,2 kg Kartoffelstärke, 0,2
kg Talk und 0,1 kg Magnesiumstearat wird in üblicher Weise zu Tabletten
verpreßt,
derart, daß jede
Tablette 10 mg Wirkstoff enthält.
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Beispiel H: Dragees
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Analog
Beispiel E werden Tabletten gepreßt, die anschließend in üblicher
Weise mit einem Überzug aus
Saccharose, Kartoffelstärke,
Talk, Tragant und Farbstoff überzogen
werden.
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Beispiel I: Kapseln
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2
kg Wirkstoff der Formel I werden in üblicher Weise in Hartgelatinekapseln
gefüllt,
so daß jede
Kapsel 20 mg des Wirkstoffs enthält.
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Beispiel J: Ampullen
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Eine
Lösung
von 1 kg Wirkstoff der Formel I in 60 l zweifach destilliertem Wasser
wird steril filtriert, in Ampullen abgefüllt, unter sterilen Bedingungen
lyophilisiert und steril verschlossen. Jede Ampulle enthält 10 mg
Wirkstoff.