DE10200284C1 - Uhrenanzeigevorrichtung mit springender Stundenanzeige - Google Patents
Uhrenanzeigevorrichtung mit springender StundenanzeigeInfo
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Abstract
Uhrenanzeigevorrichtung mit einer springenden Stundenanzeige und einer springenden Minutenanzeige (117) mit einem Minutenzeiger (53) und einer Minutenskala (55), bei welcher Skalenpositionen für 60 Minuten und 0 Minuten einen vorbestimmten Abstand voneinander haben, und mit einer Antriebseinrichtung, welche den Minutenzeiger (53) in gleichbleibender Bewegungsrichtung derart antreibt, daß dieser sich beim Erreichen der Skalenpositiion für 60 Minuten sprungartig zur Skalenposition für 0 Minuten weiter bewegt. Eine derartige springende Minutenanzeige ermöglicht bei einer Uhr mit springender Stundenanzeige im Bereich eines Stundenanzeigewechsels ein sicheres Erkennen, ob der Stundensprung bereits stattgefunden hat oder noch bevorsteht und kommt mit wenig Antriebsenergie aus.
Description
Seit mehr als 200 Jahren sind Uhren mit einer springenden Stundenanzeige in
der ganzen Welt beliebt. Es gibt analoge Ausführungsformen, die einen Zeiger
aufweisen, und digitale Ausführungsformen, die unter dem Zifferblatt eine
Stundenscheibe mit den einzelnen Stundenzahlen und im Zifferblatt ein
Anzeigefenster zur Anzeige der jeweils aktuellen Stundenzahl aufweisen. Je
nach Ausführungsform springt der Stundenzeiger bzw. die Stundenscheibe zur
vollen Stunde im Uhrzeigersinn um 30° vorwärts. Diese Vorwärtsbewegung
wird ausgelöst, wenn ein Minutenzeiger einer solchen Uhr die volle Stunde
erreicht hat. Dabei erfolgt die Minutenanzeige entweder in konventioneller
Form, bei welcher sich der Minutenzeiger immer gleichmäßig weiterdreht,
oder mittels eines retrograden Minutenzeigers, der nach dem Durchstreichen
eines Sektors von z. B. 180° wieder in seine Ausgangslage zurückspringt.
Beide Minutenanzeigen, sowohl die konventionelle als auch die retrograde,
bergen in sich Probleme, die bis heute nicht beachtet und gelöst wurden. Bei
der konventionellen Minutenanzeige kommt der Träger der Uhr zur vollen
Stunde, wenn er nicht gerade zufällig das Springen der Stundenanzeige
beobachten kann, immer wieder ins Zweifeln, ob der Stundenzeiger bzw. die
Stundenscheibe bereits gesprungen ist oder nicht. Durch minimale Toleranzen
beim Zeigersetzen, durch Zahnspiel der Eingriffe im Zeigerwerk, durch
ungünstige Lichtverhältnisse und bei einem schrägen Blickwinkel beim
Ablesen der Zeit sind die letzten 40 Sekunden und die ersten 40 Sekunden
einer vollen Stunde nicht mehr zuverlässig abzulesen. Dadurch ist für den
Träger nicht zuverlässig zu erkennen, ob der Stundensprung bereits erfolgt ist
oder nicht.
Bei der retrograden Minutenanzeige tritt dieses Problem nicht auf. Der
Minutenzeiger springt, wenn er zur vollen Stunde am Ende des Anzeigesektors
angekommen ist, wieder zum Anfang des Anzeigesektors zurück. Somit ist
klar, ob der Stundensprung bereits stattgefunden hat oder nicht. Nachteilig ist
bei der retrograden Minutenanzeige allerdings, daß die Beschriftung des
Minutenanzeigesektors, der sich üblicherweise über einen Bereich von 180° bis
220° erstreckt, enger gedruckt werden muß als bei einer Anzeige, die sich über
360° erstreckt.
Ein weiteres Problem bei der retrograden Minutenanzeige ist die dafür
vorhandene Technik. Diese wurde von einer retrograden Datumsanzeige
übernommen, welche schon vorher bei Taschenuhren zu finden war. Ein
Vergleich zeigt jedoch, daß die retrograde Minutenanzeige, wenn sie mit der
gleichen Technik wie die retrograde Datumsanzeige realisiert wird, überfordert
ist. Während die retrograde Datumsanzeige in 5 Jahren 60mal zurückspringt,
springt die retrograde Minutenanzeige in diesem Zeitraum 43.200 mal zurück,
also 720 mal öfter als die retrograde Datumsanzeige. Daraus ergibt sich eine
viel größere Abnützung der beweglichen Teile im System der retrograden
Minutenanzeige, die zu einem frühzeitigen Funktionsausfall und zu
Fehlanzeigen führen kann, da der Sektor, den der Minutenzeiger überstreicht,
mit der Zeit immer größer wird und die Minutenzeigerposition nicht mehr mit
der Minutenskala auf dem Zifferblatt übereinstimmt. Praktische Erfahren mit
auf dem Markt befindlichen Uhren bestätigen dies.
Aus der WO 01/90824 ist eine Armbanduhr mit vorwärtsspringender
Minutenanzeige bekannt, wobei auf der Minutenskala die
Skalenpositionen für 60 Minuten und 0 Minuten einen vorbestimmten Abstand
voneinander haben, der Skalenbereich zwischen den Skalenpositionen für 0
Minuten und 60 Minuten in 57 Minuten durchlaufen wird, die Minutenanzeige
danach für 3 Minuten auf der Skalenposition für 60 Minuten stehen bleibt und
nach Ablauf dieser 3 Minuten auf die Skalenposition für 0
Minuten vorwärts springt. Auf diese Weise soll dem Benutzer dieser Uhr pro
Stunde eine "Freizeit" von 3 Minuten eingeräumt werden.
Mit der vorliegenden Erfindung soll eine Uhrenanzeigevorrichtung mit
Minutenanzeige und springender Stundenanzeige verfügbar gemacht werden,
bei welcher die oben aufgezeigten Nachteile überwunden sind. Insbesondere soll ein
sicheres Ablesen der Stundenanzeige gewährleistet werden, ohne die
technischen Probleme einer retrograden Minutenanzeige in Kauf nehmen zu
müssen.
Dies wird mit einer erfindungsgemäßen Uhrenanzeigevorrichtung gemäß
Patentanspruch 1 erreicht, die gemäß den Ansprüchen 2 bis 19 ausgebildet sein
kann. Gemäß Anspruch 20 kann es sich bei der erfindungsgemäßen
Uhrenanzeigevorrichtung um ein Uhrenmodul handeln, das als Baueinheit in
eine Uhr eingebaut wird, beispielsweise eine Armbanduhr.
Die Erfindung macht eine Uhrenanzeigevorichtung verfügbar, aufweisend eine
springende Stundenanzeige, eine Minutenanzeige mit einem Minutenzeiger
und einer Minutenskala, bei welcher Skalenpositionen für 60 Minuten und 0
Minuten einen vorbestimmten, weniger als die Hälfte eines Vollwinkels
betragenden Abstand voneinander haben, und eine Antriebseinrichtung, welche
den Minutenzeiger in gleichbleibender Bewegungsrichtung derart antreibt, dass
dieser sich beim Erreichen der Skalenposition für 60 Minuten, die er nach
jeweils 60 Minuten erreicht, sprungartig zur Skalenposition für 0 Minuten
weiter bewegt.
Eine erfindungsgemäße Uhrenanzeigevorrichtung eignet sich für alle Uhren
mit springender Stundenanzeige, beispielsweise für Uhren mit analoger
Stundenanzeige mittels eines Zeigers mit zentraler Drehachse oder eines
Zeigers mit dezentraler Drehachse, wie bei einem Regulatorzifferblatt, und für
Uhren mit digitaler Stundenanzeige mittels eines Zifferblattes mit
Fensteranzeige und einer unterhalb des Zifferblattes angeordneten
Stundenscheibe.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung beträgt der vorbestimmte Abstand
ein Mehrfaches des Abstandes zwischen Skalenpositionen für benachbarte
Minutenwerte, damit der Drehwinkelsprung der Minutenanzeige beim
Stundensprung leichter wahrnehmbar ist.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist die Uhrenanzeigevorrichtung
eine kreisbahnförmige Minutenskala auf und einen Minutenzeiger, der pro 60
Minuten einmal umläuft und sich zwischen den Skalenpositionen für 0
Minuten und 60 Minuten mit kontinuierlicher Drehwinkelgeschwindigkeit und
zwischen den Skalenpositionen für 60 Minuten und 0 Minuten mit einem
Drehwinkelsprung weiter bewegt. Alternativ dazu bewegt sich der
Minutenzeiger zwischen den Skalenpositionen für 0 Minuten und 60 Minuten
mit gleich großen ersten Drehwinkelschritten, die auf der Minutenskala
höchstens einer Minute entsprechen, und zwischen den Skalenpositionen für 60
Minuten und 0 Minuten mit einem zweiten Drehwinkelschritt entsprechend
dem vorbestimmten Abstand. Dabei beträgt der zweite Drehwinkelschritt ein
Mehrfaches eines der ersten Drehwinkelschritte.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform beträgt der Drehwinkelsprung 30°. In
diesem Fall bewegt sich der Minutenzeiger auf einem Skalensektor von 330°.
Diesen Sektor durchläuft der Minutenzeiger in einer Zeit von 60 Minuten.
Nach Ablauf dieser 60 Minuten springt er um die restlichen 30° des
Drehwinkelsprungs nach vorne.
Die Öffnung des Skalensektors, also die Stelle, wo der Drehwinkelsprung
stattfindet, wird bei einer Stundenanzeige durch ein Fenster im Zifferblatt
vorzugsweise dort angeordnet, wo sich das Anzeigefenster befindet, um eine
Abdeckung des Anzeigefensters durch den Minutenzeiger zu vermeiden.
Dieses Anzeigefenster wird vorzugsweise in der Anzeigeposition für 12 Uhr
angeordnet, kann jedoch auch an einer anderen Stelle plaziert sein. Bei einer
Stundenanzeige mittels eines Stundenzeigers kann die Lücke der
Minutenanzeigeskala ebenfalls an derjenigen Stelle des Zifferblattes
angeordnet sein, wo sich die Stundenzahl 12 befindet. Dies muß aber nicht so
sein.
Eine Unsicherheit dahingehend, ob die Stundenanzeige schon gesprungen ist
oder nicht, gibt es bei einer erfindungsgemäßen Uhrenanzeigevorrichtung nicht
mehr, da die Öffnungslücke in der Minutenanzeigeskala klar ersichtlich ist und
es sich auch fehlerfrei erkennen läßt, ob sich der Minutenzeiger noch vor der
Lücke der Minutenskala befindet oder schon danach. Eine Fehlablesung ist
somit vollkommen ausgeschlossen.
Die Bedruckung und Ablesung einer Minutenskala über einen Sektor von 330°
ist praktisch gleichwertig gegenüber einer herkömmlichen Minutenskala über
360°.
Anders als bei einer retrograden Minutenanzeige springt der Minuenzeiger
nicht den angezeigten Sektor von 180° bis 220° wieder zurück sondern er
springt jeweils nur einen vergleichsweise kleinen Sektor von 30° nach vorne.
Dies läßt sich mit wenig Kraftaufwand erreichen. Dadurch verringert sich auch
die Energie, welche dem Uhrwerk stündlich entnommen werden muß. Dies
wirkt sich positiv auf das Gangverhalten und somit auf die Ganggenauigkeit
der Uhr aus.
Der zuvor erwähnte Drehwinkelsprung von 30° betrifft eine besonders
bevorzugte Ausführungsform der Erfindung. Die Erfindung kann jedoch auch
mit anderen Drehwinkelsprüngen realisiert werden. Bevorzugt ist ein
Drehwinkelsprung im Bereich von etwa 5° bis 140° zwischen den
Skalenpositionen für 60 Minuten und 0 Minuten.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist die Antriebseinrichtung auf:
ein von einer Antriebsquelle angetriebenes Minutenfunktionsrad, welches pro Stunde um einen Drehwinkel gedreht wird, der 360° minus dem Winkelbetrag des Drehwinkelsprungs beträgt; ein den Minutenzeiger antreibendes Minutenzeigertreibrad; eine funktionsmäßig zwischen Minutenfunktionsrad und Minutenzeigertreibrad geschaltete Kupplungseinrichtung mit einer Kupplungsstellung, in welcher sie das Minutenzeigertreibrad drehfest mit dem Minutenfunktionsrad kuppelt, und einer Entkupplungsstellung, in welcher das Minutenzeigertreibrad relativ zum Minutenfunktionsrad frei drehbar ist; eine Entkupplungsvorrichtung, welche die Kupplungseinrichtung für die Ermöglichung des Drehwinkelsprungs vorübergehend in die Entkupplungsstellung bringt, wenn das Minutenzeigertreibrad in diejenige Drehposition gelangt ist, in welcher das Minutenzeigertreibrad den Minutenzeiger zur Skalenposition für 60 Minuten bewegt hat; und eine Sprungantriebsquelle, welche das Minutenzeigertreibrad beim Erreichen derjenigen Drehposition, in welcher das Minutenzeigertreibrad den Minutenzeiger zur Skalenposition für 60 Minuten bewegt hat, um einen Drehschritt entsprechend dem Drehwinkelsprung weiterdreht. Vozugsweise sind das Minutenfunktionsrad und das Minutenzeigertreibrad konzentrisch zueinander angeordnet.
ein von einer Antriebsquelle angetriebenes Minutenfunktionsrad, welches pro Stunde um einen Drehwinkel gedreht wird, der 360° minus dem Winkelbetrag des Drehwinkelsprungs beträgt; ein den Minutenzeiger antreibendes Minutenzeigertreibrad; eine funktionsmäßig zwischen Minutenfunktionsrad und Minutenzeigertreibrad geschaltete Kupplungseinrichtung mit einer Kupplungsstellung, in welcher sie das Minutenzeigertreibrad drehfest mit dem Minutenfunktionsrad kuppelt, und einer Entkupplungsstellung, in welcher das Minutenzeigertreibrad relativ zum Minutenfunktionsrad frei drehbar ist; eine Entkupplungsvorrichtung, welche die Kupplungseinrichtung für die Ermöglichung des Drehwinkelsprungs vorübergehend in die Entkupplungsstellung bringt, wenn das Minutenzeigertreibrad in diejenige Drehposition gelangt ist, in welcher das Minutenzeigertreibrad den Minutenzeiger zur Skalenposition für 60 Minuten bewegt hat; und eine Sprungantriebsquelle, welche das Minutenzeigertreibrad beim Erreichen derjenigen Drehposition, in welcher das Minutenzeigertreibrad den Minutenzeiger zur Skalenposition für 60 Minuten bewegt hat, um einen Drehschritt entsprechend dem Drehwinkelsprung weiterdreht. Vozugsweise sind das Minutenfunktionsrad und das Minutenzeigertreibrad konzentrisch zueinander angeordnet.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist das Minutenfunktionsrad durch
ein Zahnrad gebildet.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist das Minutenzeigertreibrad an
seinem Umfang mit Rastausnehmungen versehen ist.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist die Kupplungseinrichtung
einen verschwenkbaren Sperrhebel auf, der an einem Ende mit einem
Rastvorsprung versehen ist, der mit den Rastausnehmungen des
Minutenzeigertreibrads in Rasteingriff bringbar ist, und der an seinem anderen
Ende um eine auf dem Minutenfunktionsrad angeordnete Schwenkachse
zwischen einer Kupplungsdrehstellung, in welcher sich der Rastvorsprung mit
einer der Rastausnehmungen im Rasteingriff befindet, und einer
Entkupplungsdrehstellung, in welcher der Rastvorsprung außer Eingriff mit
dem Minutenzeigertreibrad ist, verschwenkbar ist. Vorzugsweise ist der
Sperrhebel in Richtung Rasteingriff mit dem Minutenzeigertreibrad federnd
vorgespannt. Hierfür kann der Sperrhebel selbst als Feder ausgebildet sein oder
ist der Sperrhebel mittels einer auf ihn einwirkenden separaten Sperrhebelfeder
vorgespannt.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist die Entkupplungsvorrichtung
durch das Minutenzeigertreibrad gebildet, wobei die Rastausnehmungen des
Minutenzeigertreibrads und der Rastvorsprung des Sperrhebels mit derartigen
Flanken versehen sind, dass sich nach Art einer Ratsche der Rastvorsprung bei
einer Drehung des Minutenzeigertreibrads relativ zum Sperrhebel aus der
Rastausnehmung, in die er gerade eingerastet ist, löst.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist die Sprungantriebsquelle auf:
ein mit dem Minutenzeigertreibrad in Drehverbindung stehendes Schneckenrad mit einem schneckenförmig ansteigendem Umfangsradius und einen Triebhebel, der einen Endes um eine bezüglich des Antriebselementes ortsfeste Schwenkachse verschwenkbar ist und anderen Endes einen Triebhebelkopf aufweist, der zum Schneckenrad hin federnd vorgespannt ist und während der Drehung des Minutenzeigertreibrads über den Umfang des Schneckenrades gleitet, wobei der Schneckenradumfangspunkt mit dem größten Schneckenradius und der Schneckenradumfangspunkt mit dem kleinsten Schneckenradius über eine Ablaufschräge verbunden sind, die derart gestaltet ist, dass der Triebhebel beim Herabgleiten des Triebhebelkopfes an der Ablaufschräge das Minutenzeigertreibrad über das Schneckenrad um einen dem Drehwinkelsprung entsprechenden Drehwinkel weiter dreht, und die Ablaufschräge an einer solchen Umfangsstelle des Schneckenrades angeordnet ist, dass der Drehwinkelsprung erfolgt, wenn der Minutenzeiger zu der Skalenposition für 60 Minuten gelangt ist. Entweder ist der Triebhebel selbst als Triebhebelfeder ausgebildet ist oder ist der Triebhebel mittels einer auf ihn einwirkenden separaten Triebhebelfeder vorgespannt.
ein mit dem Minutenzeigertreibrad in Drehverbindung stehendes Schneckenrad mit einem schneckenförmig ansteigendem Umfangsradius und einen Triebhebel, der einen Endes um eine bezüglich des Antriebselementes ortsfeste Schwenkachse verschwenkbar ist und anderen Endes einen Triebhebelkopf aufweist, der zum Schneckenrad hin federnd vorgespannt ist und während der Drehung des Minutenzeigertreibrads über den Umfang des Schneckenrades gleitet, wobei der Schneckenradumfangspunkt mit dem größten Schneckenradius und der Schneckenradumfangspunkt mit dem kleinsten Schneckenradius über eine Ablaufschräge verbunden sind, die derart gestaltet ist, dass der Triebhebel beim Herabgleiten des Triebhebelkopfes an der Ablaufschräge das Minutenzeigertreibrad über das Schneckenrad um einen dem Drehwinkelsprung entsprechenden Drehwinkel weiter dreht, und die Ablaufschräge an einer solchen Umfangsstelle des Schneckenrades angeordnet ist, dass der Drehwinkelsprung erfolgt, wenn der Minutenzeiger zu der Skalenposition für 60 Minuten gelangt ist. Entweder ist der Triebhebel selbst als Triebhebelfeder ausgebildet ist oder ist der Triebhebel mittels einer auf ihn einwirkenden separaten Triebhebelfeder vorgespannt.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird in einer Phase, während
welcher der Triebhebelkopf von dem Schneckenradumfangspunkt mit dem
kleinsten Schneckenradius zu dem Schneckenradumfangspunkt mit dem
größten Schneckenradius gleitet, die Triebhebelfeder gespannt, und wird die
Antriebsenergie für die Durchführung des Drehwinkelsprungs von der während
des Herabgleitens des Triebhebelkopfes an der Ablaufschräge sich mindestens
teilweise entspannenden Triebhebelfeder geliefert.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung sind das Minutenzeigertreibrad und
das Schneckenrad koaxial zueinander angeordnet.
Vorzugsweise ist die erfindungsgemäße Uhrenanzeigevorrichtung als ein
Modul ausgebildet, das als solches in eine Uhr eingebaut werden kann.
Die erfindungsgemäße Uhrenanzeigevorrichtung eignet sich insbesondere für
eine Armbanduhr.
Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsformen näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform eines Untersetzungsgetriebes einer
erfindungsgemäßen Uhrenanzeigevorrichtung in
(a) Draufsicht und
(b) Schnittansicht;
(a) Draufsicht und
(b) Schnittansicht;
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform eines Untersetzungsgetriebes für eine
erfindungsgemäße Uhrenanzeigevorrichtung in
(a) Draufsicht und
(b) Schnittansicht;
(a) Draufsicht und
(b) Schnittansicht;
Fig. 3 eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Uhrenanzeigevorrichtung in Modulform in
(a) Seitenschnittansicht,
(b) Draufsicht,
(c) Draufsicht in einer ersten Funktionsphase und
(d) Draufsicht in einer zweiten Funktionsphase;
(a) Seitenschnittansicht,
(b) Draufsicht,
(c) Draufsicht in einer ersten Funktionsphase und
(d) Draufsicht in einer zweiten Funktionsphase;
Fig. 4 eine erste Ausführungsform einer Uhr mit erfindungsgemäßer
Uhrenanzeigevorrichtung, mit
(a) einer Draufsicht auf ein Zifferblatt dieser Uhr,
(b) einer Seitenschnittansicht eines Teils der Uhr und
(c) einer Draufsicht auf einen Teil des Uhrenmechanismus;
(a) einer Draufsicht auf ein Zifferblatt dieser Uhr,
(b) einer Seitenschnittansicht eines Teils der Uhr und
(c) einer Draufsicht auf einen Teil des Uhrenmechanismus;
Fig. 5 eine zweite Ausführungsform einer Uhr mit erfindungsgemäßer
Uhrenanzeigevorrichtung, mit
(a) einer Draufsicht auf ein Zifferblatt dieser Uhr,
(b) einer Seitenschnittansicht eines Teils der Uhr und
(c) einer Draufsicht auf einen Teil des Uhrenmechanismus;
(a) einer Draufsicht auf ein Zifferblatt dieser Uhr,
(b) einer Seitenschnittansicht eines Teils der Uhr und
(c) einer Draufsicht auf einen Teil des Uhrenmechanismus;
Fig. 6 eine dritte Ausführungsform einer Uhr mit erfindungsgemäßer
Uhrenanzeigevorrichtung, mit
(a) einer Draufsicht auf ein Zifferblatt dieser Uhr,
(b) einer Seitenschnittansicht eines Teils der Uhr und
(c) einer Draufsicht auf einen Teil des Uhrenmechanismus;
(a) einer Draufsicht auf ein Zifferblatt dieser Uhr,
(b) einer Seitenschnittansicht eines Teils der Uhr und
(c) einer Draufsicht auf einen Teil des Uhrenmechanismus;
Fig. 7 eine vierte Ausführungsform einer Uhr mit erfindungsgemäßer
Uhrenanzeigevorrichtung, mit
(a) einer Draufsicht auf ein Zifferblatt dieser Uhr,
(b) einer Seitenschnittansicht eines Teils der Uhr und
(c) einer Draufsicht auf einen Teil des Uhrenmechanismus; und
(a) einer Draufsicht auf ein Zifferblatt dieser Uhr,
(b) einer Seitenschnittansicht eines Teils der Uhr und
(c) einer Draufsicht auf einen Teil des Uhrenmechanismus; und
Fig. 8 eine fünfte Ausführungsform einer Uhr mit erfindungsgemäßer
Uhrenanzeigevorrichtung, mit
(a) einer Draufsicht auf ein Zifferblatt dieser Uhr,
(b) einer Seitenschnittansicht eines Teils der Uhr und
(c) einer Draufsicht auf einen Teil des Uhrenmechanismus.
(a) einer Draufsicht auf ein Zifferblatt dieser Uhr,
(b) einer Seitenschnittansicht eines Teils der Uhr und
(c) einer Draufsicht auf einen Teil des Uhrenmechanismus.
Der die Anzeige bewirkende Funktionsteil einer Uhr mit erfindungsgemäßer
Uhrenanzeigevorrichtung wird vorzugsweise als Modul ausgebildet, das in eine
solche Uhr mit erfindungsgemäßer Uhrenanzeigevorrichtung eingesetzt werden
kann.
Bei den nachfolgend betrachteten Ausführungsformen wird jeweils ein
Drehwinkelsprung von 30° realisiert. Das heißt, die Minutenskala erstreckt sich
über einen Kreiswinkelbereich von 330°, wobei zwischen den
Skalenpositionen für 60 Minuten und 0 Minuten eine Skalenlücke von 30°
besteht. Das bedeutet, daß der Minutenzeiger während des Ablaufs einer jeden
Stunde kontinuierlich oder in kleinen diskreten Drehwinkelschritten um 330°
von der Skalenposition für 0 Minuten bis zur Skalenposition für 60 Minuten
bewegt und beim Erreichen der Skalenposition für 60 Minuten am Ende der
jeweiligen Stunde sprungartig um den Drehwinkelsprung von 30° weiter
bewegt wird.
Bei dem Uhrengetriebe herkömmlicher Uhren wird davon ausgegangen, daß
der Minutenzeiger in jeder Stunde gleichmäßig kontinuierlich oder
gleichmäßig in kleinen diskreten Schritten um 360° bewegt wird, und zwar
zwischen den Skalenpositionen für 0 Minuten und 60 Minuten, denen bei
herkömmlichen Uhren dieselbe Winkelposition auf der Skala entspricht.
Bei einer Uhr mit erfindungsgemäßer Uhrenanzeigevorrichtung muß der für
herkömmliche Uhren konzipierte Minutenanzeigerantrieb modifiziert werden.
Dazu wird erfindungsgemäß ein Untersetzungsgetriebe verwendet, entweder
der in Fig. 1 oder der in Fig. 2 gezeigten Art. Die in Fig. 1 gezeigte erste
Ausführungsform eines Untersetzungsgetriebes weist ein Zentrumsrad 1 mit 36
Zähnen, ein damit kämmendes Übertragungsrad 2 mit 36 Zähnen und ein mit
letzterem kämmendes Minutenfunktionsrad 4 mit 33 Zähnen auf. Ein derartiges
Untersetzungsgetriebe bewirkt, daß sich während einer vollen Umdrehung des
Zentrumsrades 1 um 360° das Minutenfunktionsrad 4 nur um 330° dreht. Bei
dieser Ausführungsform liegen alle drei Räder in einer gemeinsamen Ebene,
wie Fig. 1(b) entnehmbar ist.
In Fig. 1 und den anderen Figuren sind solche Räder als Zahnräder dargestellt,
was der bei Uhren üblichen Gestaltung solcher Getrieberäder entspricht. Die
Räder könnten aber auch einen anderen Koppelmechanismus haben,
beispielsweise als Reibräder ausgebildet sein. Wenn vorliegend von Rädern die
Rede ist, sollen vorzugsweise Zahnräder gemeint sein.
Bei der in Fig. 2 gezeigten zweiten Ausführungsform eines
Untersetzungsgetriebes sind vier Zahnräder vorgesehen, ein Zentrumsrad 1 mit
46 Zähnen, ein erstes Übertragungsrad 2 mit 46 Zähnen, ein zweites
Übertragungsrad 3 mit 48 Zähnen und ein Minuatenfunktionsrad mit 44
Zähnen. Diese vier Räder sind in der in Fig. 2(b) gezeigten Weise in zwei
Ebenen angeordnet, wobei sich bei der in der Figur gezeigten Lage die Räder 1
und 2 in einer unteren Ebene und die Räder 3 und 4 in einer oberen Ebene
befinden, wobei die Räder 1 und 2 miteinander kämmen, die Räder 2 und 3 auf
einer gemeinsamen Achse angeordnet sind und die Räder 3 und 4 miteinander
kämmen. Auch bei diesem Untersetzungsgetriebe ergibt sich bei einer vollen
Umdrehung des Zentrumsrades 1 um 360° eine Drehung des
Minutenfunktionsrades von 330°.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform eines Anzeigemoduls für eine Armbanduhr
mit erfindungsgemäßer Uhrenanzeigevorrichtung. Dieses
Minutenanzeigemodul ist in Fig. 3(a) in Seitenschnittansicht gezeigt. Fig. 3(b
-d) zeigen das Modul in Draufsicht, wobei in Fig. 3(b) die Draufsicht auf
lediglich das Minutenanzeigemodul gezeigt ist, während in den Fig. 3(c) und
(d) eine Draufsicht auf den Funktionsteil des Minutenanzeigemoduls in zwei
unterschiedlichen Funktionsphasen gezeigt ist.
Das in den Fig. 3(a) und (b) gezeigte Uhrenanzeigemodul 11 umfaßt eine
kreisrunde Platine 13 mit einer zentralen Drehachse 15. Auf dieser Drehachse
15 befinden sich, in der in Fig. 3(a) gezeigten Lage gesehen, zu unterst, also
unmittelbar über der Platine 13, das Minutenfunktionsrad 4, darüber ein als
Minutenzeigertreibrad dienender Minutensektorstern 17 und über diesem ein
Schneckenrad 19. Die Drehachse 15 ist als Achsenstummel ausgebildet, auf
welchen eine Achsenhülse 21 des Minutenfunktionsrades 4 aufgeschoben ist.
Der Minutensektorstern 17 sitzt eine Achsenhülse 23, die auf den
Außenumfang der Achsenhülse 21 aufgeschoben ist.
Das Minutenfunktionsrad 4 und der Minutensektorstern 17 sind relativ
zueinander verdrehbar auf die Drehachse 15 aufgesetzt. Das Schneckenrad 19
ist drehfest mit dem Minutensektorstern 17 verbunden.
Zwischen dem Minutenfunktionsrad 4 und dem Minutensektorstern 17 wirkt
eine Kupplungseinrichtung in Form eines verschwenkbaren Sperrhebels 25, der
einen Endes mit einem Rastvorsprung 27 versehen ist, der eine derartige Form
aufweist, daß er in Rastausnehmungen 29 paßt, die zwischen jeweils
benachbarten Sternzähnen 31 des Minutensektorsterns 17 gebildet sind. Der
Sperrhebel 25 ist an seinem anderen Ende um eine in Umfangsnähe des
Minutenfunktionsrades 4 befindliche, auf dem Minutenfunktionsrad 4 fest
angeordnete Schwenkachse 33 zwischen einer in Fig. 3(b) gezeigten
Kupplungsschwenkstellung, in welcher sich der Rastvorsprung 27 mit einer der
Rastausnehmungen 29 in Rasteingriff befindet, und einer
Entkupplungsschwenkstellung, in welcher der Rastvorsprung 27 außer
Rasteingriff mit den Rastausnehmungen 29 ist, verschwenkbar. Der
Sperrhebel 27 ist federnd vorgespannt in Richtung Rasteingriff seines
Rastvorsprungs 27 mit einer jeweils gegenüberliegenden Rastausnehmung 29.
Diese federnde Vorspannung wird bei der in Fig. 3(b) gezeigten
Ausführungsform mittels einer teilkreisbogenförmigen Sperrhebelfeder 35
bewirkt, die an Befestigungsstellen 37 fest mit dem Minutenfunktionsrad 4
verbunden ist und deren freies Ende 40 dem mit dem Rastvorsprung 27
versehenen freien Ende des Sperrhebels 25 gegenüberliegt. Die
Federvorspannung des Sperrhebels 25 könnte auch ohne die Sperrhebelfeder
35 dadurch bewirkt werden, daß der Sperrhebel 25 selbst als Feder ausgebildet
ist und zur Schwenkachse 33 nicht frei verschwenkbar sondern auf diese fest
aufgesetzt ist.
Die Flanken des Rastvorsprungs 27 und die Flanken der Rastausnehmungen 29
sind derart gestaltet, daß der Rastvorsprung 27 bei einer Verdrehung des
Minutensektorsterns 17 relativ zum Minutenfunktionsrad 4 sich aus der
Rastausnehmung 29, in die er gerade eingerastet ist, löst und unter Wirkung der
Sperrhebelfeder 35 in die in Drehrichtung folgende Rastausnehmung 29
einrastet, sobald der Minutensektorstern 17 genügend weit weitergedreht
worden ist. Dabei haben jeweils benachbarte Rastausnehmungen 29 einen
Winkelabstand von 30° voneinander, so daß der Rastvorsprung nach einer
jeweiligen Drehung des Minutensektorsterns 17 gegenüber dem
Minutenfunktionsrad 4 um 30° wieder in eine Rastausnehmung 29 einrastet.
Der Minutensektorstern 17 und der Sperrhebel 25 bilden somit einen
Ratschenmechanismus, der Fortschaltschritte des Minutensektorsterns 17
relativ zum Minutenfunktionsrad 4 in Drehschritten von 30° zuläßt, also in
Drehschritten, die dem gewünschten Drehwinkelsprung von 30° entsprechen.
Der einmal pro Stunde stattfindende sprungartige Drehschritt des
Minutensektorsterns 17 gegenüber dem Minutenfunktionsrad 4 wird von einem
mit dem Schneckenrad 19 zusammenwirkenden Triebhebel 39 bewirkt, für
dessen Antriebsenergie eine Triebhebelfeder 41 zuständig ist. Das
Schneckenrad 19 weist eine schneckenförmige Umfangskontur auf, wobei ein
erster Schneckenradumfangspunkt 43 mit dem größten Schneckenradius und
ein zweiter Schneckenradumfangspunkt 45 mit dem kleinsten Schneckenradius
über eine Ablaufschräge 47 miteinander verbunden sind.
Der Triebhebel 39 ist einen Endes um eine Schwenkachse 49 um einen
ortsfesten Punkt der Platine 13 verschwenkbar und weist anderen Endes einen
Triebhebelkopf 51 auf, vorzugsweise in Form einer Rolle, der auf der
Außenkontur des Schneckenrades 19 gleitet, wobei die Vorspannung durch die
Triebhebelfeder 41 bewirkt, daß der Triebhebelkopf 51 stets gegen die
Außenkontur des Schneckenrades 19 gedrängt wird.
Die Position und die Form der Ablaufschräge 47 sind derart gewählt, daß der
Triebhebelkopf 51 jeweils dann am Umfangspunkt 43 des Schneckenrades 19
ankommt, wenn der Minutenzeiger die Skalenposition für 60° erreicht hat. Bei
der Weiterdrehung des Schneckenrades 19 gelangt der Triebhebelkopf 51 auf
die Ablaufschräge 47 und gleitet an dieser herunter bis zu dem den kleinsten
Schneckenradius aufweisenden Umfangspunkt 45 des Schneckenrades 19. Die
Federkraft der Triebhebelfeder 41 ist derart bemessen, daß der Triebhebelkopf
51 mit solcher Kraft gegen die Ablaufschräge 47 gedrückt wird, daß das
Schneckenrad 19 im Uhrzeigersinn gedreht wird, wobei der Rastvorsprung 27
aus der jeweiligen Rastausnehmung 29 herausgedrängt wird und der
Minutensektorstern 17 um 30° weitergedreht wird, bis der Rastvorsprung 27 in
die benachbarte Rastausnehmung 29 einrastet. Bei dem Herablaufen des
Triebhebelkopfes 51 an der Ablaufschräge 47 werden somit das Schneckenrad
19 und der Minutensektorstern 17 um den gewünschten Drehwinkelschritt von
30° gegenüber dem Minutenfunktionsrad 4 in Uhrzeigerrichtung weitergedreht.
Auch hinsichtlich des Triebhebels 39 gilt, daß er entweder mittels einer
separaten Triebhebelfeder 41 federnd vorgespannt werden kann, wie in Fig. 3
(b) gezeigt ist, oder daß er selbst als gegen die Außenkontur des
Schneckenrades 19 vorgespannte Feder ausgebildet sein kann. Im ersteren Fall
ist der Triebhebel 39 um seine Schwenkachse 49 frei drehbar, im letzteren Fall
ist er auf diese Schwenkachse 49 fest aufgesetzt.
Die Funktionsweise des in den Fig. 3(a) und (b) gezeigten Mechanismus wird
nun noch anhand der Fig. 3(c) und (d) näher erläutert. In den letztgenannten
Zeichnungen ist nicht das gesamte Uhrenmodell gezeichnet sondern nur dessen
Räder- und Hebelwerk, und zusätzlich sind ein Minutenzeiger 53 und eine
Minutenskala 55 gezeigt. Der Minutenzeiger 53 ist auf der Drehachse 15 in mit
dem Minutensektorstern 17 fest mitdrehender Weise angeordnet. Die
Minutenskala 55 erstreckt sich nicht über 360° sondern weist an einer in den
Fig. 3(c) und (d) oben befindlichen Stelle eine Skalenlücke 57 auf, die bei der
betrachteten Ausführungsform 30° ist. Dabei ist die Skalenanzeige "60" derart
aufgeteilt, daß sich die "6" am linken und die "0" am rechten Lückenrand der
Skalenlücke 57 befindet, um anzudeuten, daß diese beiden Skalenenden
praktisch demselben Zeitpunkt zugeordnet sind.
Fig. 3(c) zeigt eine Funktionsphase, in welcher der Triebhebelkopf 51 bis zu
dem ersten Schneckenradumfangspunkt 43 mit dem größten Schneckenradius
hochgelaufen ist und sich kurz vor dem Erreichen der Ablaufschräge 47
befindet. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der Rastvorsprung 27 in eine der
Rastausnehmungen 29 eingerastet, unter Vorspannung der Sperrhebelfeder 35,
und sind das Minutenfunktionsrad 4 und der Minutensektorstern 17 und damit
auch der Minutenzeiger 53 drehfest miteinander gekoppelt. Sobald der
Triebhebelkopf 51 auf das obere Ende der Ablaufschräge 47 gelangt, beginnt er
an der Ablaufschräge 47 herabzulaufen. Die in der Triebhebelfeder 41 während
des Hochlaufens des Triebhebelkopfes 51 an dem Schneckenradumfang
gespeicherte Federenergie wird nun als Antriebsenergie zurückgegeben, derart,
daß der Triebhebelkopf 51 gegen die Ablaufschräge 47 drückt, was eine
Drehung des Schneckenrades 19 im Uhrzeigersinn zur Folge hat. Diese auf das
Schneckenrad 19 wirkende Drehkraft hat zur Folge, daß sich der
Rastvorsprung 27 des Sperrhebels 25 entgegen der Vorspannung der
Sperrhebelfeder 35 aus der ihm gerade gegenüberstehenden Rastausnehmung
29 löst, wodurch das Minutenfunktionsrad 4 und der Minutensektorstern 17
voneinander entkuppelt werden, so daß der Minutensektorstern 17 und damit
der Minutenzeiger 53 relativ zu dem Minutenfunktionsrad 4 in
Uhrzeigerrichtung weitergedreht werden können. Diese Weiterdrehung endet,
wenn der Triebhebelkopf 51 am unteren Ende der Ablaufschräge 47 beim
zweiten Schneckenradumfangspunkt 45 mit dem geringsten Schneckenradius
angekommen ist und der Rastvorsprung 27 in die im Gegenuhrzeigersinn
benachbarte Rastausnehmung 29 einrastet. Diese Vorwärtsbewegung von
Schneckenrad 19 und Minutensektorstern 17 relativ zum Minutenfunktionsrad
4 hat den Minutenzeiger 53 um den gewünschten Drehwinkelsprung von 30°
weiter bewegt in die in Fig. 3(d) gezeigte Position. Von da ab drehen sich das
Minutenfunktionsrad 4, der nun mit dem Funktionsrad 4 wieder gekuppelte
Minutensektorstern 17, das Schneckenrad 19 und der Minutenzeiger 53
kontinuierlich oder in kleinen diskreten Drehschritten entlang der Minutenskala
55 im Uhrzeigersinn um 330°, bis der Minutenzeiger 53 wieder das in den
Figuren linke Ende der Skalenlücke 57 erreicht hat und der nächste
Drehwinkelsprung des Minutenzeigers 53 bewirkt wird.
Die Entkupplungsbewegung des Sperrhebels 25 kann auch für weitere
Funktionen mitbenutzt werden, beispielsweise für den Antrieb und/oder die
Synchronisation der springenden Stundenanzeige mit dem Drehwinkelsprung
der Minutenanzeige.
Anhand der Fig. 4 bis 8 werden nun verschiedene Ausführungsformen von
Uhren mit erfindungsgemäßer Uhrenanzeigevorrichtung erläutert, wobei von
jeder Ausführungsform nicht die gesamte Uhr sondern zunächst in einem Teil
(a) der jeweiligen Figur ein Zifferblatt mit Stundenanzeige und
erfindungsgemäßer Minutenanzeige, in einem Figurenteil (b) eine
Seitenschnittansicht eines Teils der jeweiligen Uhr und in der Teilfigur (c) eine
Draufsicht auf einen Teil des Räder- und Hebelwerks der jeweiligen Uhr
gezeigt ist.
Die Räder- und Hebelwerke der einzelnen Uhren sind, soweit sie über den
anhand von Fig. 3 erläuterten Mechanismus für die erfindungsgemäße
springende Minutenanzeige hinausgehen, in an sich bekannter Weise
ausgebildet, so daß auf deren nähere Erläuterung verzichtet werden kann.
Fig. 4 zeigt ein Zifferblatt 101 einer Uhr mit einem zentralen, springenden
Stundenzeiger 103 und einer dezentral angeordneten, erfindungsgemäß
springenden Minutenanzeige 105. Der Stundenzeiger 103 wirkt mit zwei
bezüglich einer Stundenzeigerachse 107 konzentrisch angeordneten Teilkreis-
Stundenskalen zusammen, einer außen liegenden Tagstundenskala 109 mit
Darstellung von Tagstunden 6 bis 18 und einer innenliegenden
Nachtstundenskala 111 mit Darstellung von Nachtstunden 18-6. Der mit der
Tagstundenskala 109 zusammenwirkende längere Zeigerabschnitt ist an seinem
Ende mit einem Sonnensymbol 113 und der kürzere Abschnitt des
Stundenzeigers 103 ist an seinem Ende mit einem Mondsymbol 115 versehen.
Die dezentral auf dem Zifferblatt 101 angeordnete Minutenanzeige 105 weist
eine sich über 330° erstreckende Minutenskala 55 mit einer Skalenlücke 57
ähnlich der in den Fig. 3(c) und (d) gezeigten Minutenanzeige auf. Zu der
springenden Minutenanzeige 105 gehört ein Räder- und Hebelwerk, das in Fig.
4(c) insgesamt mit 117 bezeichnet ist und die in Fig. 3(b) gezeigten Elemente
aufweist, mit einem Minutenfunktionsrad 4, das gemäß Fig. 2 über
Zwischenräder 2 und 3 von einem Zentrumsrad 1 angetrieben wird.
Die Seitenschnittansicht in Fig. 4(b) verläuft längs einer Schnittlinie durch die
Uhr, die bezüglich Fig. 4(c) nicht waagrecht sondern im wesentlichen
senkrecht verläuft.
Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform einer Uhr mit einer dezentralen springenden
Minutenanzeige der in Fig. 4 gezeigten Gestaltung und mit einer springenden
Stundenanzeige, die zwei unter dem Zifferblatt 101 angeordnete
Stundenscheiben aufweist, und zwar eine Tagstundenscheibe 121 und eine
Nachtstundenscheibe 123, denen je ein in dem Zifferblatt 101 vorgesehenes
Anzeigefenster 125 zugeordnet ist, in dem die jeweils geltende Tages- bzw.
Nachtstunde sichtbar ist.
In den Fig. 5(b) und (c) sind Elemente des Räder- und Hebelwerkes dieser Uhr
in Seitenschnittansicht bzw. in Draufsicht gezeigt, wobei auch hier wieder (wie
in Fig. 4 und auch in den nachfolgenden Fig. 6 bis 8) die Schnittlinie für die
Seitenschnittansicht im wesentlichen vertikal durch die Draufsicht in Fig. 5(c)
verläuft. Diese Uhr weist ein Untersetzungsgetriebe gemäß Fig. 2 auf, um das
Minutenfunktionsrad 4 vom Zentrumsrad 1 anzutreiben.
Fig. 6 zeigt eine Ausführungsform einer Uhr mit einer dezentralen springenden
12-Stunden-Anzeige 127 und einer zentralen, erfindungsgemäßen, springenden
Minutenanzeige 129. Die zentrale Minutenanzeige 129 erstreckt sich im
wesentlichen über den gesamten Durchmesser des Zifferblattes 101, während
die dezentrale Stundenanzeige 127 nur einen unteren Bereich des Zifferblattes
101 belegt.
Die Seitenschnittansicht in Fig. 6(b) verläuft entlang einer Schnittlinie, die
durch die Längsachse des Minutenzeigers 53 in Fig. 6(a) hindurchgeht.
Fig. 7 zeigt eine Uhr mit einem Zifferblatt 101, auf welchem sowohl eine
springende 12-Stunden-Anzeige 127 mit einem Stundenzeiger 103 als auch
eine erfindungsgemäß ausgebildete springende Minutenanzeige 129 mit einem
Minutenzeiger 53 und einer Minutenskala 55 zentral angeordnet sind. Wie Fig.
7(c) zeigt, wird hier das gleiche Räder- und Hebelwerk in der gleichen
Positionierung wie in Fig. 3(b) verwendet. Bei dieser Ausführungsform wird
ein Untersetzungsgetriebe der in Fig. 2 gezeigten Art verwendet, wobei jedoch
nicht nur die Übertragungsräder 2 und 3 koaxial übereinander angeordnet sind
sondern auch das Zentrumsrad 1 und das Minutenfunktionsrad 4.
Die Skalenlücke 57 ist bei dieser Uhr dort angeordnet, wo sich die Stundenzahl
12 befindet, so daß der Minutenzeiger 53 bei seinem Drehwinkelsprung rasch
über die Skalenposition für die Stundenzahl 12 springt und außerdem Platz
besteht, um die Stundenzahl 12 durch besonders große Darstellung besonders
hervorzuheben.
Fig. 8 zeigt eine Uhr mit zentraler, springender Minutenanzeige und einer
unterhalb des Zifferblattes 101 angeordneten zentralen 12-Stunden-Scheibe
und mit einem einzigen, im Zifferblatt 101 vorgesehenen Stundenfenster 131
für eine springende, digitale 12-Stunden-Anzeige. Wie Fig. 8(c) zeigt, wird für
diese Uhr das gleiche Räder- und Hebelwerk verwendet wie für die Uhr gemäß
Fig. 7, mit dem einzigen Unterschied, daß mit dem Stundenrad nicht ein
Stundenzeiger sondern die Stundenscheibe angetrieben wird.
Bei allen in den Fig. 4 bis 8 gezeigten Uhren handelt es sich vorzugsweise um
Armbanduhren. Bei allen diesen Uhren weist die Minutenanzeige einen
Drehwinkelsprung von 30° auf, während die Minutenanzeigeskala sich über
einen Winkel von 330° erstreckt. Wie bereits erwähnt können auch andere
Winkelwerte für den Drehwinkelsprung und für die Minutenskala realisiert
werden.
Claims (22)
1. Uhrenanzeigevorichtung aufweisend:
eine springende Stundenanzeige (127),
eine Minutenanzeige mit einem Minutenzeiger (53) und einer Minutenskala (55), bei welcher Skalenpositionen für 60 Minuten und 0 Minuten einen vorbestimmten, weniger als die Hälfte eines Vollwinkels betragenden Abstand (57) voneinander haben,
und eine Antriebseinrichtung (117), welche den Minutenzeiger (53) in gleichbleibender Bewegungsrichtung derart antreibt, dass dieser sich beim Erreichen der Skalenposition für 60 Minuten, die er nach jeweils 60 Minuten erreicht, sprungartig zur Skalenposition für 0 Minuten weiter bewegt.
eine springende Stundenanzeige (127),
eine Minutenanzeige mit einem Minutenzeiger (53) und einer Minutenskala (55), bei welcher Skalenpositionen für 60 Minuten und 0 Minuten einen vorbestimmten, weniger als die Hälfte eines Vollwinkels betragenden Abstand (57) voneinander haben,
und eine Antriebseinrichtung (117), welche den Minutenzeiger (53) in gleichbleibender Bewegungsrichtung derart antreibt, dass dieser sich beim Erreichen der Skalenposition für 60 Minuten, die er nach jeweils 60 Minuten erreicht, sprungartig zur Skalenposition für 0 Minuten weiter bewegt.
2. Uhrenanzeigevorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher der vorbestimmte
Abstand (57) ein Mehrfaches des Abstandes zwischen Skalenpositionen
für benachbarte Minutenwerte beträgt.
3. Uhrenanzeigevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, mit einer
kreisbahnförmigen Minutenskala (55) und einem Minutenzeiger (53), der
pro 60 Minuten einmal umläuft und sich zwischen den Skalenpositionen
für 0 Minuten und 60 Minuten mit kontinuierlicher
Drehwinkelgeschwindigkeit und zwischen den Skalenpositionen für 60
Minuten und 0 Minuten mit einem Drehwinkelsprung weiter bewegt.
4. Uhrenanzeigevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, mit einer
kreisbahnförmigen Minutenskala (55) und einem pro 60 Minuten in
diskreten Drehwinkelschritten einmal umlaufenden Minutenzeiger (53),
der sich zwischen den Skalenpositionen für 0 Minuten und 60 Minuten mit
gleich großen ersten Drehwinkelschritten, die auf der Minutenskala
höchstens einer Minute entsprechen, und zwischen den Skalenpositionen
für 60 Minuten und 0 Minuten mit einem zweiten Drehwinkelschritt zur
Durchführung eines dem vorbestimmten Abstand (57) entsprechenden
Drehwinkelsprungs weiterbewegt, wobei der zweite Drehwinkelschritt ein
Mehrfaches eines der ersten Drehwinkelschritte beträgt.
5. Uhrenanzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 4, bei welcher
der Drehwinkelsprung 30° beträgt.
6. Uhrenanzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, bei welcher
die Antriebseinrichtung aufweist:
ein von einer Antriebsquelle angetriebenes Minutenfunktionsrad (4), welches pro Stunde um einen Drehwinkel gedreht wird, der 360° minus dem Winkelbetrag des Drehwinkelsprungs (30°) beträgt;
ein den Minutenzeiger (53) antreibendes Minutenzeigertreibrad (17);
eine funktionsmäßig zwischen Minutenfunktionsrad (4) und Minutenzeigertreibrad (17) geschaltete Kupplungseinrichtung mit einer Kupplungsstellung, in welcher sie das Minutenzeigertreibrad (17) drehfest mit dem Minutenfunktionsrad (4) kuppelt, und einer Entkupplungsstellung, in welcher das Minutenzeigertreibrad (17) relativ zum Minutenfunktionsrad (4) drehbar ist;
eine Entkupplungsvorrichtung, welche die Kupplungseinrichtung für die Ermöglichung des Drehwinkelsprungs vorübergehend in die Entkupplungsstellung bringt, wenn das Minutenzeigertreibrad (17) in diejenige Drehposition gelangt ist, in welcher das Minutenzeigertreibrad (17) den Minutenzeiger (53) zur Skalenposition für 60 Minuten bewegt hat; und
eine Sprungantriebsquelle (41), welche das Minutenzeigertreibrad (17) beim Erreichen derjenigen Drehposition, in welcher das Minutenzeigertreibrad (17) den Minutenzeiger (53) zur Skalenposition für 60 Minuten bewegt hat, um einen Drehschritt entsprechend dem Drehwinkelsprung (30°) weiterdreht.
ein von einer Antriebsquelle angetriebenes Minutenfunktionsrad (4), welches pro Stunde um einen Drehwinkel gedreht wird, der 360° minus dem Winkelbetrag des Drehwinkelsprungs (30°) beträgt;
ein den Minutenzeiger (53) antreibendes Minutenzeigertreibrad (17);
eine funktionsmäßig zwischen Minutenfunktionsrad (4) und Minutenzeigertreibrad (17) geschaltete Kupplungseinrichtung mit einer Kupplungsstellung, in welcher sie das Minutenzeigertreibrad (17) drehfest mit dem Minutenfunktionsrad (4) kuppelt, und einer Entkupplungsstellung, in welcher das Minutenzeigertreibrad (17) relativ zum Minutenfunktionsrad (4) drehbar ist;
eine Entkupplungsvorrichtung, welche die Kupplungseinrichtung für die Ermöglichung des Drehwinkelsprungs vorübergehend in die Entkupplungsstellung bringt, wenn das Minutenzeigertreibrad (17) in diejenige Drehposition gelangt ist, in welcher das Minutenzeigertreibrad (17) den Minutenzeiger (53) zur Skalenposition für 60 Minuten bewegt hat; und
eine Sprungantriebsquelle (41), welche das Minutenzeigertreibrad (17) beim Erreichen derjenigen Drehposition, in welcher das Minutenzeigertreibrad (17) den Minutenzeiger (53) zur Skalenposition für 60 Minuten bewegt hat, um einen Drehschritt entsprechend dem Drehwinkelsprung (30°) weiterdreht.
7. Uhrenanzeigevorrichtung nach Anspruch 6, bei welcher das
Minutenfunktionsrad (17) und das Minutenzeigertreibrad (4) konzentrisch
zueinander angeordnet sind.
8. Uhrenanzeigevorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, bei welcher das
Minutenfunktionsrad (4) durch ein Zahnrad gebildet ist.
9. Uhrenanzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, bei welcher
das Minutenzeigertreibrad (17) an seinem Umfang mit Rastausnehmungen
(29) versehen ist.
10. Uhrenanzeigevorrichtung nach Anspruch 12, bei welcher die
Kupplungseinrichtung einen verschwenkbaren Sperrhebel (25) aufweist,
der an einem Ende mit einem Rastvorsprung (27) versehen ist, der mit den
Rastausnehmungen (29) des Minutenzeigertreibrads (17) in Rasteingriff
bringbar ist, und der an seinem anderen Ende um eine auf dem
Minutenfunktionsrad (4) angeordnete Schwenkachse (33) zwischen einer
Kupplungsschwenkstellung, in welcher sich der Rastvorsprung (27) mit
einer der Rastausnehmungen (29) im Rasteingriff befindet, und einer
Entkupplungsschwenkstellung, in welcher der Rastvorsprung (27) außer
Eingriff mit dem Minutenzeigertreibrad (17) ist, verschwenkbar ist.
11. Uhrenanzeigevorrichtung nach Anspruch 10, bei welcher der Sperrhebel
(25) in Richtung Rasteingriff mit dem Minutenzeigertreibrad (17) federnd
vorgespannt ist.
12. Uhrenanzeigevorrichtung nach Anspruch 11, bei welcher der Sperrhebel
(25) selbst als Feder ausgebildet ist.
13. Uhrenanzeigevorrichtung nach Anspruch 11, bei welcher der Sperrhebel
(25) mittels einer auf ihn einwirkenden separaten Sperrhebelfeder (35)
vorgespannt ist.
14. Uhrenanzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, bei welcher
die Entkupplungsvorrichtung durch das Minutenzeigertreibrad (17)
gebildet ist, wobei die Rastausnehmungen (29) des Minutenzeigertreibrads
(17) und der Rastvorsprung (27) des Sperrhebels (25) mit derartigen
Flanken versehen sind, daß sich der Rastvorsprung (27) bei einer Drehung
des Minutenzeigertreibrads (17) relativ zum Sperrhebel (25) aus der
Rastausnehmung (29), in die er gerade eingerastet ist, löst.
15. Uhrenanzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 14, bei welcher
die Sprungantriebsquelle aufweist:
ein mit dem Minutenzeigertreibrad (17) in Drehverbindung stehendes Schneckenrad (19) mit einem schneckenförmig ansteigendem Umfangsradius; und
einen Triebhebel (39), der einen Endes um eine relativ zum Schneckenrad (19) ortsfeste Schwenkachse (49) verschwenkbar ist und anderen Endes einen Triebhebelkopf (51) aufweist, der zum Schneckenrad (19) hin federnd vorgespannt ist und während der Drehung des Minutenzeigertreibrads (17) über den Umfang des Schneckenrades (19) gleitet;
wobei der den größten Schneckenradius aufweisende Schneckenradumfangspunkt (43) und der den kleinsten Schneckenradius aufweisende Schneckenradumfangspunkt (45) über eine Ablaufschräge (47) verbunden sind, die derart gestaltet ist, dass der Triebhebel (39) beim Herabgleiten des Triebhebelkopfes (51) an der Ablaufschräge (47) das Minutenzeigertreibrad (17) über das Schneckenrad (19) um einen dem Drehwinkelsprung (30°) entsprechenden Drehwinkel weiter dreht, und die Ablaufschräge (47) an einer solchen Umfangsstelle des Schneckenrades (19) angeordnet ist, dass der Drehwinkelsprung (30°) erfolgt, wenn der Minutenzeiger (53) zu der Skalenposition für 60 Minuten gelangt ist.
ein mit dem Minutenzeigertreibrad (17) in Drehverbindung stehendes Schneckenrad (19) mit einem schneckenförmig ansteigendem Umfangsradius; und
einen Triebhebel (39), der einen Endes um eine relativ zum Schneckenrad (19) ortsfeste Schwenkachse (49) verschwenkbar ist und anderen Endes einen Triebhebelkopf (51) aufweist, der zum Schneckenrad (19) hin federnd vorgespannt ist und während der Drehung des Minutenzeigertreibrads (17) über den Umfang des Schneckenrades (19) gleitet;
wobei der den größten Schneckenradius aufweisende Schneckenradumfangspunkt (43) und der den kleinsten Schneckenradius aufweisende Schneckenradumfangspunkt (45) über eine Ablaufschräge (47) verbunden sind, die derart gestaltet ist, dass der Triebhebel (39) beim Herabgleiten des Triebhebelkopfes (51) an der Ablaufschräge (47) das Minutenzeigertreibrad (17) über das Schneckenrad (19) um einen dem Drehwinkelsprung (30°) entsprechenden Drehwinkel weiter dreht, und die Ablaufschräge (47) an einer solchen Umfangsstelle des Schneckenrades (19) angeordnet ist, dass der Drehwinkelsprung (30°) erfolgt, wenn der Minutenzeiger (53) zu der Skalenposition für 60 Minuten gelangt ist.
16. Uhrenanzeigevorrichtung nach Anspruch 15, bei welcher der Triebhebel
(39) selbst als Triebhebelfeder ausgebildet ist.
17. Uhrenanzeigevorrichtung nach Anspruch 15, bei welcher der Triebhebel
(39) mittels einer auf ihn einwirkenden separaten Triebhebelfeder (41)
vorgespannt ist.
18. Uhrenanzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, bei
welcher in einer Phase, während welcher der Triebhebelkopf (51) von dem
den kleinsten Schneckenradius aufweisenden Schneckenradumfangspunkt
(45) zu dem den größten Schneckenradius aufweisenden
Schneckenradumfangspunkt (43) gleitet, die Triebhebelfeder (41)
spannbar ist, und die Antriebsenergie für die Durchführung des
Drehwinkelsprungs von der während des Herabgleitens des
Triebhebelkopfes (51) an der Ablaufschräge (47) sich mindestens teilweise
entspannenden Triebhebelfeder (41) lieferbar ist.
19. Uhrenanzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 18, bei
welcher das Minutenzeigertreibrad (17) und das Schneckenrad (19)
koaxial zueinander angeordnet sind.
20. Uhrenanzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch
gekennzeichnet, dass sie als Modul aufgebaut ist.
21. Uhr mit einer Uhrenanzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
20.
22. Uhr nach Anspruch 21 in Form einer Armbanduhr.
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