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DE10132986B4 - Vorrichtung zur kopiergeführten Präparation eines Zahnes zu einem eine Krone bzw. Brückenanker aufnehmenden Zahnstumpf - Google Patents

Vorrichtung zur kopiergeführten Präparation eines Zahnes zu einem eine Krone bzw. Brückenanker aufnehmenden Zahnstumpf Download PDF

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DE10132986B4
DE10132986B4 DE2001132986 DE10132986A DE10132986B4 DE 10132986 B4 DE10132986 B4 DE 10132986B4 DE 2001132986 DE2001132986 DE 2001132986 DE 10132986 A DE10132986 A DE 10132986A DE 10132986 B4 DE10132986 B4 DE 10132986B4
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    • A61C1/00Dental machines for boring or cutting ; General features of dental machines or apparatus, e.g. hand-piece design
    • A61C1/08Machine parts specially adapted for dentistry
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Abstract

Vorrichtung zur kopiergeführten Präparation eines Zahnes einem eine Krone bzw. Brückenanker aufnehmenden Zahnstumpf, bestehend aus einer Basis (9) mit einer Basisplatte (11), auf der zum einen eine Bohrträgerführung (20) mit einem Bohrträger (21), einem Bohrausleger (14), einer Bohrkopfhalterung und einem Schleifkörper (42) zum anderen eine Matrizenankerführung (31) mit einem Matrizenanker (28), einer Fassung (22), einer zur Abtastmatrize (4) umformbaren Rohmatrize (37), eine Abstandsmanschette (1) und ein Abstandsmanschettenfortsatz (2) und ein Basishals (10), ein Positionierkörper (33) und eine Basisanschlussfassung (12), wobei sowohl die Abtastmatrize (4) als auch der Positionierkörper (33) eine Justiermarkierung (26) aufweisen, angeordnet sind.

Description

  • Vorrichtung zur kopiergeführten Präparation eines Zahnes zu einem eine Krone bzw. Brückenanker aufnehmenden Zahnstumpf.
  • Die Erfindung betrifft gemäß Anspruch 1 eine Vorrichtung zur kopiergeführten Präparation eines Zahnes zu einem eine Krone bzw. Brückenanker aufnehmenden Zahnstumpf.
  • Die hier vorgestellte Erfindung betrifft eine intraorale Kopierfräse zur Präparation eines oder mehrerer Zähne zur Aufnahme von Kronen und Brücken im menschlichen Gebiß.
  • Die optimale Zahnpräparation ist entscheidend wichtig für die Qualität des herzustellenden prothetischen Werkstücks. Bisher wird die Zahnpräparation vom Zahnarzt „freihändig" durchgeführt. Hierbei erschweren ungünstige anatomische Mundverhältnisse, Sichtbehinderung, Zahnfleischverletzungen, Speichelfluss und Spraynebel die Arbeit. Präparationsfehler sind die Folge. Präparationsverletzungen der Gingiva reduzieren die Ab formqualität und auch die individuelle Leistungsfähigkeit des Zahnarztes kann die Ergebnisqualität mindern. Damit erhält der Zahntechniker mängelhehaftete Arbeitsunterlagen und als Konsequenz ist die Qualität des darauf erzeugten Werkstücks erheblich reduziert. Inkorporationsprobleme, zeitaufwendiges Einschleifen, oder gar die Neuanfertigung sind die Folge. Dies und die resultierend verkürzte Lebenszeit der prothetischen Werkstücke, verursacht neben gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Patienten, auch Mehrkosten von erheblicher Höhe.
  • Die Aufgabe der hier beschriebenen Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur kopiergeführten Präparation eines Zahnes zu einem eine Krone bzw. Brückenanker aufnehmenden Zahnstumpf zu schaffen, durch die dem Zahnarzt eine zeitsparende, stressarme, optimale Präparation ermöglicht wird und dem Zahntechniker optimale Arbeitsunterlagen zur Verfügung gestellt werden.
  • Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegebenen.
  • In der Patentschrift DE 198 43 385 C1 ist eine direkt-zahnabgestützte Kopierfräsvorrichtung beschrieben. Bei dieser Erfindung wird die Abtastmatrize über den zu präparierenden Zahn platziert, wodurch ein hoher vertikaler Platzbedarf und eine weite Mundöffnung während der intraoralen Präparation notwendig ist. Auch entsteht durch die Anordnung der Abtastmatrize im rückwärtigen Präparationsgebiet ein eingeschränkt einsehbarer Bereich, wodurch die Präparation erschwert wird.
  • Zur Verbesserung wird bei der hier vorgestellten Erfindung die Abtastmatrize seitlich neben den zu präparierenden Zahn platziert, wodurch der vertikale Platzbedarf erheblich verringert und die Bedingungen für den gesamten Präparationsbereich erheblich erleichtert werden.
  • Eine Basis gehört zur Erfindung. Sie besteht aus der Basisanschlußfassung, die am oberen Rand eine Seitmarkierung zur Positionseinstellung vorweist, dem Basishals, der Basisplatte, der Matrizenankerführung und der Bohrträgerführung. Die Basisanschlußfassung ist bevorzugt als Hohlkörper mit unrunder, gleichförmig-symetrischer, den Positionierkörperkopf reversibel aufnehmenden Innenform gestaltet. An ihrer Außenseite entspringt der Basishals, der sich in der Basisplatte fortsetzt. Deren Funktionsebene verläuft waagerecht zur Hochachse durch den Hohlraum der Basisanschlußfassung.
  • Eine Matrizenankerführung befindet sich auf der Basisplatte. Sie verläuft geradlinig in definierter Länge, waagerecht und rechtwinkelig zur Funktionsebene der Basisplatte.
  • Eine Bohrträgerführung befindet sich an der Basisplatte. Sie verläuft geradlinig und waagerecht in definierter Länge und im rechten Winkel zur Funktionsebene der Basisplatte. Sie verläuft somit der Matrizenankerführung parallel.
  • Ein Bohrträgerschlitten ist der Bohrträgerführung aufgesetzt. Er besteht aus einem Fußteil und einem darauf senkrecht stehenden, profilierten Kopfteil. Der Schlitten kann durch eine Fixierung an gewünschter Position festgestellt werden.
  • Ein Bohrträger ist dem Kopfteil des Bohrträgerschlittens reversibel aufsetzbar. Er kann als Teleskop- und/oder Geschiebeträger, oder wie im Ausführungsbeispiel bevorzugt, als Parallelumlenker ausgelegt sein. Die Funktionsbewegungen des Bohrträgers finden in horizontaler und vertikaler Richtung in der Zeichenebene statt. Sie können durch eine Klemmung reversibel fixiert werden. Der Bohrträger besteht aus einem Bohrträgerfuß, der dem Kopfteil des Bohrträgerschlittens reversibel aufsetzbar ist, dem Geschiebe- bzw. dem Teleskoparm- oder der hier bevorzugten Paralellumlenkermechanik und einem Tragende, das über eine Ankopplung einen Bohrausleger trägt.
  • Ein Bohrausleger besteht aus einem Trägerarm, der um seine Längsachse verschwenkbar mit der Bohrauslegerkopplung verbunden ist. Eine Fixierung kann die Verschwenkbarkeit in gewünschter Position blockieren. Ein Taster und eine Bohrkopfhalterung sind an dem Trägerarm befestigt und über eine Mechanik synchron beweglich. Die Verschiebbarkeit von Taster und Bohrkopfhalterung, sowie ihre Synchronbeweglichkeit können reversibel durch Fixierungen blockiert werden. Taster und Bohrkopfhalterung sind entlang des Trägerarms verschiebbar. Auch ist der Taster horizontal aus der Zeichenebene heraus und auch vertikal verschiebbar.
  • Ein Bohrkopf, der fest oder lösbar mit dem Trägerarm verbunden ausgelegt sein kann, befindet sich am Bohrausleger. Bevorzugt wird die lösbare Ausführung, bei der der Bohrkopf über eine Bohrkopfhalterung mit dem Trägerarm verbunden ist. Die Bohrkopfhalterung wird bevorzugt als Rahmenfassung ausgelegt, in die der Bohrkopf paßgenau und um seine Mittelachse drehbar, eingelagert werden kann.
  • Ein längenverstellbarer Schleifkörper ist in den Bohrkopf einsetzbar.
  • Eine Justiervorrichtung gehört zur Erfindung. Sie besteht aus einer Fußplatte, auf der sich ein definiert profilierter Kopf mit einer zugeordneten Seitenrandmarkierung zur zugeordenten Aufnahme der Basisanschlußfassung befindet.
  • Ein Ausrichter gehört zur Erfindung. Er besteht aus einer Fußplatte, auf der sich an definierter Position ein Matrizenfußhülsenträger befindet, der in seiner Form dem Matrizenankerkopf gleicht. Der Matrizenfußhülsenträger dient zur Aufnahme einer Matrizenfußhülse, die an definierter Position in den Boden der Individualabtastmatrize eingelassen und befestigt wird. Ein beweglicher Richtarm befindet sich an der Fußplatte. Er trägt eine Fassung zur Aufnahme des Individualabtastmatrizenkopfes. Der Richtarm ist derart ausgelegt, daß die Fassung axial über den Matrizenfußhülsenträger positionierbar und axial auf diesen absenkbar ist.
  • Ein Positionierkörper gehört zur Erfindung. Er besteht bevorzugt aus einem unrunden, mit mindestens einer drehverhindernden Abflachung versehenen Fußteil und einem darauf senkrecht stehenden Kopfteil. Kopf- und Fußteil können einteilig oder als separate Formteile, der einteiligen Form entsprechend zusammenfügbar, ausgelegt sein. Der Kopfteil ist von definierter Höhe und unrundem, symmetrischem Querschnitt definierten Umfangs, dem die Basisanschlußfassung paßgenau und positionsdefiniert aufsetzbar ist. An der Stirnfläche befindet sich an definierter Stelle, bevorzugt zentral, eine Justiermarkierung und an einer Seitenfläche eine Seitenrandmarkierung.
  • Ein oder mehrere Matrizenanker sind auf der Matrizenankerführung verschiebbar und an gewünschter Stelle reversibel fixierbar aufbringbar. Ein Matrizenanker besteht aus einem zur Matrizenankerführung paßgenau profilierten Matrizenankerfuß, der mit einer Fixierung auf der Matrizenankerführungsschiene feststellbar ist. Senkrecht auf dem Matrizenankerfuß stehend befindet sich der Matrizenankerkopf. Dieser ist von definierter Form, Höhe und Umfang und unrundem symmetrischem Querschnitt. In seiner Querschnittsform ist er dem Kopfteil des Positionierkörpers, dem Kopfteil der Abtastmatrize und der Innenform der Basisanschlußfassung identisch oder als eine in diese integrierbare Teilform ausgelegt. Eine Fassung zur Durchführung einer Fixierhalterung der Abtastmatrize kann den Matrizenankerkopf durchsetzen.
  • Eine Rohmatrize gehört zur Erfindung. Ihr Kopfteil ist von definierter Höhe und Form und unrundem, symmetrischem Querschnitt definierten Umfangs. Eine Justiermarkierung und eine Seitenrandmarkierung befinden sich an definierter Position an ihrer Stirnfläche. Der sich unter dem Kopf anschließende Korpus besitzt eine definierte Höhe und Umfang. In seinem Boden befindet sich an definierter Position, bevorzugt senkrecht und mittig zur Querschnittsfläche des Kopfteils, eine Negativform zur Aufnahme des Matrizenankerkapfes oder des Positionierkörperkopfes und eine Fassung für die Fixierhalterung.
  • Eine bevorzugte Ausführung der Vorrichtung wird in den Zeichnungen beispielhaft dargestellt und in ihrer Handhabung anhand einer Kronenpräparation für einen Unterkiefermolaren beispielhaft beschrieben und erläutert. Die Präparation von Pfeilerzähnen zur Aufnahme einer Brücke wird unter Beachtung der gemeinsamen Einschubrichtung wie bei Einzelkronenpräparationen durchgeführt.
  • 1 zeigt einen Querschnitt durch den Unterkiefermolaren mit eingesetztem Positionierkörper.
  • 2 zeigt die Draufsicht auf den Unterkiefermolaren mit eingesetztem Positionierkörper.
  • 3 zeigt einen Querschnitt durch eine Rohmatrize mit schraffiert eingezeichneter Projektion der daraus herzustellenden Abtastmatrize
  • 4 zeigt einen Querschnitt durch den Unterkiefermolaren und eine Projektion des zugehörigen Schnitts der Abtastmatrize auf diese Schnittebene.
  • 5 zeigt einen Schnitt durch den Unterkiefermolaren mit eingesetztem Positionierkörper, die über die Basisankerfassung aufgesetzte Basis, auf der sich die Matrizenankerführung, der Matrizenanker mit aufgesetzter Abtastmatrize und die Bohrträgerführung mit Bohrträgerschlitten und aufgesetztem Bohrträger, der den Bohrausleger, an dem sich der Taster und der den Rotationsschleifkörper tragende Bohrkopf befinden, die über eine Synchronmechanik miteinander verbunden sind, trägt. Eine Abstandsmanschette ist dem Abtastmatrizenkörper aufgesetzt. Die Vorrichtung befindet sich in Justiergrundstellung.
  • 6 zeigt eine Draufsicht auf die Basis mit Matrizenankerführung und aufgesetztem Matrizenanker und Bohrträgerführung mit aufgesetztem Bohrträgerschlitten.
  • Ausführungsbeispiel
  • Der Behandler schleift im Munde des Patienten in die Kaufläche des zu überkronenden Zahns 49 einen zylindrischen Hohlraum, in den der Positionierkörper 33 mit seinem Fuß 35 paßgenau und randbündig eingesetzt wird. Im Bereich der Fußaussparung 8 füllt der Behandler ein plastisches Material, das sich bei der Aushärtung nur mit dem Zahn, nicht aber mit dem Positionierkörper verbindet. Dadurch ist der Positionierkörper aus dem Zahn lösbar und durch die drehverhindernde Materialauffüllung 7 in der Fußaussparung 8 in dieselbe Position reponierbar. Zur Retentionserhöhung und Lagestabilität kann der Zahnhohlraum und/oder der Positionierkörperfuß 35 noch weitere oberflächenvergrößernde Profile 36 enthalten.
  • Der Behandler nimmt mit einem gebräuchlichen Abformlöffel, der mit gebräuchlichem Abformmaterial befüllt ist, einen Abdruck über den den Positionierkörper 33 enthaltenden Zahn 49. Dabei bettet sich der Positionierkörper in das Abformmaterial ein und verbleibt beim Herausnehmen des Abformlöffels ortsstabil in dem abgebundenen Abformmaterial. Der Abdruck wird nun mit geeignetem Material (meist Gips) ausgegossen und ausgehärtet. Dabei wird der nicht in der Abformmasse impaktierte Fußteil des Positionierkörpers vom Ausgießmaterial umflossen und impaktiert. Nach dem Aushärten ist so ein dimensionsidentisches Modell des abgeformten Zahnes entstanden, in dem der Positionierkörper, identisch der intraoralen Position, reversibel herausnehmbar plaziert ist.
  • Auf diesem, den Positionierkörper tragenden Modell wird die Basisgrundeinstellung festgelegt. Dazu wird die Basis 9 mit ihrer Basisanschlußfassung 12 auf den Positionierkörperkopf derart aufgesteckt, daß die Basis in einer sinnvollen Position zum Modellzahn ausgerichtet ist. Im beschriebenen Beispiel wird die Basis beispielhaft zuerst auf der lingualen Seite des zu behandelnden Unterkiefermolaren platziert. Die markierte Fläche des Positionierkörperkopfes und die markierte Fläche der Basisanschlußfassung liegen beispielhaft aneinander. Diese Relativposition wird registriert und bei der späteren Justiereinstellung und der darauf folgenden intraoralen Präparation zu Grunde gelegt.
  • Drei Varianten sind zur Herstellung einer Krone (Brücke) möglich.
  • In der ersten Variante wird der Modellzahn in seinem seitlichen und erreichbaren occlusalen Bereich zum Modellzahnstumpf umgeformt. Dabei soll der sich im Modellzahn befindende Positionierkörper nicht beschädigt werden. Anschließend wird eine Rohmatrize (3) mit ihrer Aussparung derart auf den Positionierkörperkopf (1) aufgesteckt, daß ihre Seitenrandmarkierungen 41 übereinander stehen. Der Verbund von Modellzahnstumpf, Positionierkörper und Rohmatrize wird zusammen in eine geeignete Kopierfräse verspannt und die Rohmatrize nach Vorgabe des den Positionierkörper enthaltenden Modellzahnstumpfes zur Abtastmatrize 4 umgeformt. Nach Fertigstellung der Abtastmatrize wird der Positionierkörper aus dem Modellzahnstumpf herausgenommen und dieser occlusal vollständig ausgeformt. Auf diesem Modellzahnstumpf wird anschließend die Krone bzw. Brücke nach üblicher Herstellungsweise fertiggestellt.
  • In der zweiten Variante wird eine Individualmatrize hergestellt. Dazu wird der den Positionierkörper enthaltende Modellzahn, wie in Variante 1, in seinen seitlichen und teilweise occlusalen Bereich zum Modellzahnstumpf ausgearbeitet. Auch hierbei soll der Positionierkörper nicht beschädigt werden. Nun wird eine Abformung über den Modellzahnstumpf und den sich darin befindenden Positionierkörper genommen. Diese wird mit geeignetem Material ausgegossen, wobei ein entsprechend dimensionierter Platzhalter für eine Matrizenfußhülse an entsprechender Position in das aushärtende Ausgußmaterial eingelassen wird. Der Ausguß ist somit eine dimensionsgetreue Kopie des den Positionierkörper enthaltenden Modellzahnstumpfes. Der Positionierkörper 33 wird nun aus dem Modellzahnstumpf entfernt und dieser wie in Variante eins ausgearbeitet und eine Krone (Brücke) nach üblicher Art und Herstellungsweise auf ihm fertiggestellt.
  • Aus der Kopie wird der Platzhalter entfernt und in den Hohlraum eine aushärtbare Füll- und Klebemasse eingebracht. Der Kopiekopf wird in die Halterung des Ausrichters eingesetzt und der Richtarm über den Matrizenfußhülsenträger, auf dem eine Matrizenfußhülse lösbar aufgesteckt ist, abgesenkt. Die Matrizenfußhülse wird dabei in zugehöriger Relativlage zum Matrizenkopf im Boden der Kopie verklebt. Gemäß ihrer Herstellung wird diese Kopie als Individualmatrize bezeichnet.
  • In der dritten Variante wird der den Positionierkörper enthaltende Modellzahn in Relation zum Kiefermodell nach adäquater Methode und Programm eines CAD-CAM Systems vermessen und ein virtueller Zahnstumpf erzeugt. Mit den erzeugten Daten des virtuellen Zahnstumpfes wird aus einem auf das System abgestimmten Materialblock (Metall, Keramik o.ä.) die Krone (Brücke) fertiggestellt, die dem virtuellen Zahnstumpf paßgenau zuzuordnen ist. Ebenso wird mit einem entsprechenden Datensatz eine konvektionierte Rohmatrize zur Abtastmatrize in Relation zum virtuellen, den Positionierkörper enthaltenden Zahnstumpf umgeformt (3, 4).
  • Nachdem Krone (Brücke) und Abtastmatrize gemäß der gewählten Herstellungsvariante erstellt worden sind, wird die Vorrichtung zur intraoralen Präparation justiert. Im gewählten Beispiel wird die Basisanschlußfassung 12 auf dem Kopf der Justiereinrichtung derart aufgesteckt, daß die abgeflachte Fläche des Justiereinrichtungskopfes und die markierte Fläche der Basisanschlußfassung aneinander liegen. Auch die Abtastmatrize wird gemäß beispielhaft registrierter Basisgrundeinstellung justiert, indem sie derart auf den Matrizenankerkopf 29 aufgesetzt wird, daß ihre Seitenrandmarkierung 41 zur Abflachung der Seitenrandmarkierung des Justiereinrichtungskopfes parallel ausgerichtet ist. Eine Abstandsmanschette 1 wird derart über den Kopf der Abtastmatrize 5 gestülpt, daß ihr Abstandsmanschettenfortsatz 2 gleichgerichtet und parallel zum Basishals ausgerichtet ist. Der Bohrträger 21 wird auf den Bohrträgerschlitten 17 aufgesetzt und dieser so verschoben, daß der sich am Bohrausleger 14 befindende Bohrkopf 15 mit der Spitze seines Schleifkörpers 42 in der Justiermarkierung 26 der Justiereinrichtung positioniert ist. Diese Position wird durch die entsprechenden Fixierungen festgestellt. Nun wird die Tasterspitze in die Justiermarkierung 26 der Abtastmatrize gestellt, und der Taster 45 mit den entsprechenden Fixierungen festgestellt. Damit ist die erste extraorale, für die buccale Seite des Unterkiefermolaren vorgenommene Justierung abgeschlossen.
  • Intraoral wird nun die Kavität des Unterkiefermolaren vom Behandler mit einem Positionierkörper bestückt, der gemäß der Abflachung 8 am Positionierkörperfuß 35 und der Kavitätenauffullung 7 kodiert ausgerichtet wird. Auf dem Positionierkörperkopf 33 wird die Basisanschlußfassung 12, gleichsinnig wie auf dem Kopf der Justiereinrichtung während der Justiereinstellung, aufgesteckt. Alle Freiheitsgrade von Bohrträger 21, Bohrausleger 14, Bohrkopf 15 und Taster 45 werden mit Ausnahme der Verschiebbarkeit von Bohrkopf, Schleifkörper, Taster und Tasterspitze freigegeben.
  • Der Bohrkopf wird nun auf den Zahn abgesenkt und die erreichbaren Zahnflächen, durch die Abtastmatrize begrenzend geführt, präpariert.
  • Nach Präparation der erreichbaren Zahnflächen wird die Vorrichtung vom Positionierkörper abgenommen und gedreht um die Hochachse des Positionierkörperkopfes 34 wieder so zurückgesetzt, daß die bisher nicht erreichbaren, von der Vorrichtung behindernd abgedeckten Zahnflächen, im Beispiel sind das die lingualen Flächen des Zahnes, präpariert werden können.
  • Die Abtastmatrize wird dieser neuen beispielhaften Aufsteckposition angeglichen, indem sie auf dem Matrizenankerkopf derart umgesteckt wird, daß ihre Seitenrandmarkierung 41 und die Seitenrandmarkierung des Positionierkörperkopfes wieder eine parallele Relativlage zueinander einnehmen.
  • Nach Umsetzung der Abtastmatrize wird die Abstandsmanschette 1 auf den Abtastmatrizenkopf 5 derart umgesteckt, daß ihr Abstandsmanschettenfortsatz 2 wieder eine gleichgerichtete Ausrichtung zum Basishals einnimmt, wodurch Schleifbeschädigungen von Basisanschlußfassung 12 und Basishals 10 während der Präparation verhindert werden.
  • Zur Arbeitsverbesserung kann die Abtastmatrize 4 mit ihrem Matrizenanker 28 auf der Matrizenankerführung 31 auf eine andere Position verschoben und fixiert werden. In diesem Fall muß der Taster 45 auf diese neue Position nachgeführt, justiert und fixiert werden.
  • Nach vollendeter Präparation wird die Vorrichtung aus dem Mund und der Positionierkörper 33 aus dem Zahn 49 entfernt und die occlusale Höhe des Zahns zur Kronenaufnahme adäquat gekürzt. Anschließend wird die schon zuvor fertiggestellte Krone (Brücke) im Mund des Patienten inkorporiert.
  • 1
    Abstandsmanschette
    2
    Abstandsmanschettenfortsatz
    3
    Abstützstift
    4
    Abtastmatrize
    5
    Abtastmatrizenkopf
    6
    Abtastmatrizenfuß
    7
    Auffüllung
    8
    Abflachung
    9
    Basis
    10
    Basishals
    11
    Basisplatte
    12
    Basisanschlußfassung
    13
    Boden
    14
    Bohrausleger
    15
    Bohrkopf
    16
    Bohrkopfhalterung
    17
    Bohrträgerschlitten
    18
    Bohrträgerschlittenkopf
    19
    Bohrträgerschlittenfuß
    20
    Bohrträgerführung
    21
    Bohrträger
    22
    Fassung
    23
    Fixierung
    25
    Hohlform
    26
    Justiermarkierung
    28
    Matrizenanker
    29
    Matrizenankerkopf
    30
    Matrizenankerfuß
    31
    Matrizenankerführung
    32
    Parallelumlenker
    33
    Positionierkörper
    34
    Positionierkörperkopf
    35
    Positionierkörperfuß
    36
    Retentionsrillen
    37
    Rohmatrize
    38
    Rohmatrizenkorpus
    39
    Rohmatrizenkopf
    40
    Seitmarkierung
    41
    Seitenrandmarkierung
    42
    Schleifkörper
    45
    Taster
    46
    Trägerarm
    49
    Zahn
    50
    Ankopplung

Claims (11)

  1. Vorrichtung zur kopiergeführten Präparation eines Zahnes einem eine Krone bzw. Brückenanker aufnehmenden Zahnstumpf, bestehend aus einer Basis (9) mit einer Basisplatte (11), auf der zum einen eine Bohrträgerführung (20) mit einem Bohrträger (21), einem Bohrausleger (14), einer Bohrkopfhalterung und einem Schleifkörper (42) zum anderen eine Matrizenankerführung (31) mit einem Matrizenanker (28), einer Fassung (22), einer zur Abtastmatrize (4) umformbaren Rohmatrize (37), eine Abstandsmanschette (1) und ein Abstandsmanschettenfortsatz (2) und ein Basishals (10), ein Positionierkörper (33) und eine Basisanschlussfassung (12), wobei sowohl die Abtastmatrize (4) als auch der Positionierkörper (33) eine Justiermarkierung (26) aufweisen, angeordnet sind.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Basis (9), bestehend aus einer Basisanschlußfassung (12) mit Seitmarkierung (40) und einer inneren Aussparung von definierter Länge und symetrischem, unrundem Querschnitt definierten Umfangs und Form, von der ein gerader oder abgewinkelter Basishals (10) abgeht, der sich in der Basisplatte (11) fortsetzt, die waagerecht zur Hochachse der Aussparung der Basisanschlußfassung ausgerichtet ist und auf der sich die Matrizenankerführung (31) zur Aufnahme des Matrizenankers (28) und die Bohrträgerführung (20) zur Aufnahme des Bohrträgerschlittens (17) befinden, die beide parallel zueinander die Funktionsebene der Basisplatte rechtwinklig schneiden.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Bohrträger (21), bestehend aus einem zur Bohrträgerführung (20) passend profilierten Bohrträgerschlitten (17), dem die in der Zeichenebene bewegliche Trägermechanik verbindbar ist, an deren Tragende sich der ausgerichtete Bohrausleger (14) befindet.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Bohrausleger (14), bestehend aus einem Trägerarm (46), der um seine Längsachse schwenk- und fixierbar über eine Ankopplung (50) mit dem Tragende des Bohrträgers (21) verbunden ist und an dem ein schwenk-, verstell- und fixierbarer Taster (45) und eine schwenk-, verstell- und fixierbare Bohrkopfhalterung (16) angebracht sind, die eine Verbindungsmechanik verbindet.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, Rohmatrizenkorpus gekennzeichnet durch einen Matrizenanker (28), bestehend aus einem passend zur Matrizenankerführung (31) profilierten, verschieb- und fixierbaren Matrizenankerfuß (30) und einem darauf positionsdefinierten, senkrecht stehenden Matrizenankerkopf (29) von definierter Höhe, Form und Umfang und symmetrischem, unrundem Querschnitt dem eine Abtastmatritze zugeordnet aufsetzbar ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Positionierkörper (33), bestehend aus einem unrunden, mit mindestens einer drehverhindernden Abflachung (8) versehenen, vermessenen Positionierkörperfuß (35), dem sich ein Positionierkörperkopf (34) von definierter Höhe, Form und Umfang und symmetrischem, unrundem Querschnitt zur Aufnahme der Basisanschlußfassung (12) anschließt, an dem sich eine Justiermarkierung (26) und eine Seitenrandmarkierung (41) befinden.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Rohmatrize (37), bestehend aus einem Rohmatrizenkorpus Rohmatrizenkopf (39) von definierter Höhe, Form und Umfang und symmetrischem, unrundem Querschnitt und einer Justier- (26) und einer Seitenrandmarkierung (41), dem sich ein beschleifbarer, von Fixierdurchfassungen durchsetzter Rohmatrizenkorpus (38) von definierter Höhe, Form und Umfang anschließt, in dessen Boden (13) sich an definierter Position eine Hohlform (25) von definierter Form und Abmessung zur Aufnahme des Matrizenankerkopfes (29) bzw. des Positionierkörperkopfes (34) befindet.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Ausrichter, bestehend aus einem Gestell, bestehend aus einer Fußplatte auf der sich in ausgerichteter Position ein eine Matrizenfußhülse aufnehmender Matrizenfußhülsenträger befindet und auf der ein beweglicher Richtarm steht, der eine Fassung zur Aufnahme der Individualabtastmatrize aufweist, die in definierter Position und Ausrichtung auf den Matrizenfußhülsenträger absenkbar ist.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Justiereinrichtung, bestehend aus einer Fußplatte, auf der sich eine definiert profilierte, mit Seitenrandmarkierung versehene Steckvorrichtung zur zuordnenden Aufnahme der Basisanschlußfassung befindet.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Matrizenfußhülse, bestehend aus einer Hohlform, die dem Matrizensockel positionsdefiniert aufsteckbar und im Boden der Individualabtastmatrize zur Aufnahme des Matrizenankerkopfes (29) ortsdefiniert befestigbar ist.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Abstandsmanschette (1), bestehend aus einem dem Abtastmatrizenkopf (5) zugeordneten, passend profilierten, überstülpbaren Hohlzylinder, dessen Wanddicke mindestens der Wanddicke der Basisanschlußfassung (12) entspricht und einem Abstandsmanschettenfortsatz (2) der in seiner Form und Ausdehnung einem Teil des Basishalses (10) entspricht.
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