DE10117339C1 - Schutzschaltsystem mit Zweigschaltern mit Hilfsschalterfunktion, oder mit jeweils angebautem Hilfsschalter - Google Patents
Schutzschaltsystem mit Zweigschaltern mit Hilfsschalterfunktion, oder mit jeweils angebautem HilfsschalterInfo
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Abstract
Einer Gruppe von Zweigschaltern (1) ist jeweils eine zentrale Einrichtung zur Stromerfassung (3) vorgeordnet. Diese ist mit einer zentralen Verarbeitungseinheit (4) verbunden, die auch Anschlüsse (5) für die Hilfsschalter aufweist. Die Verarbeitungseinheit (4) ist dafür ausgelegt, ab einer charakteristischen Änderung der Stromstärke in einem Zeitfenster (t2) nach einer Abstandszeit (t1) ein Schaltsignal eines Hilfsschalters (HS1 bis HS5) zu erfassen.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Schutzschaltsystem mit
Zweigschaltern, die als Schutzschalter mit Hilfsschalterfunk
tion oder mit jeweils angebautem Hilfsschalter ausgeführt
sind, wobei einer in Baumstruktur angeordneten Gruppe von
Zweigschaltern eine zentrale Einrichtung zur Stromerfassung
vorgeordnet ist, wobei die Einrichtung zur Stromerfassung mit
einer Verarbeitungseinheit verbunden ist. Auf ein derartiges
Schutzschaltsystem bezieht sich beispielsweise die EP 0 274 639 B1.
In elektrischen Anlagen und Verteilungen sind Schalt- und
Schutzeinrichtungen eingesetzt, die die zulässigen Maximal
werte nur selten schalten brauchen. So muss das sogenannte
Bemessungsschaltvermögen entsprechend den Vorschriften nur
selten erfüllt werden (nach EN 60898 nur zweimal). Anderer
seits können in elektrischen Anlagen unkontrolliert Kurz
schlüsse an einer Stelle häufiger auftreten, ohne dass dies
bemerkt wird, da über die Höhe des Überstroms nach ordnungs
gemäßem Abschalten eines Schutzschaltgerätes, beispielsweise
eines Leitungsschutzschalters, keine Informationen vorliegen.
Aus wirtschaftlichen Gründen möchte man vermeiden, jedem
Schutzschalter einen entsprechenden Detektor zur Stromerfas
sung zuzuordnen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das aus der
EP 0 274 639 B1 bekannte Schutzschaltsystem so weiterzuentwi
ckeln, dass belastete Schaltgeräte erkennbar und ihre Belas
tungen auswertbar sind.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt nach der Erfindung durch
ein Schutzschaltsystem mit den Merkmalen im Anspruch 1.
Hierbei ist einer Gruppe von Zweigschaltern jeweils eine Ein
richtung zur Stromerfassung zentral vorgeordnet, die ein Teil
eines vorgeordneten Gruppenschalters ist. Die Einrichtung zur
Stromerfassung ist mit einer zentralen Verarbeitungseinheit
verbunden, die auch Anschlüsse für die Hilfsschalter auf
weist. Hierbei ist die zentrale Verarbeitungseinheit dafür
ausgelegt, ab einer charakteristischen Änderung der Strom
stärke während eines Zeitfensters t2 nach einer Abstandszeit
t1 ein Schaltsignal eines der Hilfsschalter zu erfassen.
Bei der üblichen Baumstruktur der letzten Verteilungsebene
verursacht ein Kurzschlussstrom in einem Zweig der Verteilung
auch eine deutliche Stromerhöhung in der vorgeordneten Zulei
tung und einem zugehörigen Gruppenschalter, die mit Hilfe
der zentralen Einrichtung zur Strommessung erfasst werden
kann. Selbst in vermaschten Netzen weist die letzte oder vor
letzte Verteilungsebene in der Regel eine Baumstruktur auf,
so dass ein System von Zweigschaltern und vorgeordneten Grup
penschaltern vorliegt. Durch Vergleich des Zeitpunkts für das
Auftreten eines bestimmten, großen Überstromes mit dem Zeit
punkt der Schalthandlung lässt sich der belastete Schutz
schalter ermitteln.
Als charakteristische Änderung der Stromstärke kann im ein
fachsten Fall das Überschreiten eines Schwellwerts dienen.
Die zentrale Verarbeitungseinheit kann dafür ausgelegt sein,
Schaltsignale, die den Hilfsschaltern und damit dem Schutz
schalter zugeordnet sind, zu zählen. Hierdurch lassen sich
Schalthandlungen auswerten, die als Einzelfall gesehen keine
Belastung darstellen, die ein Auswechseln eines Schalters er
forderlich machen könnten. Die Verarbeitungseinheit kann wei
ter dafür ausgelegt sein, zum Schaltsignal eines Hilfsschal
ters eine für die Ausschaltbelastung charakteristische Größe
abzuspeichern. Als charakteristische Größe kann ein I2t-Wert
(Strom-Quadrat-Zeit-Wert) dienen.
Die zentrale Verarbeitungseinheit kann die Erfassung des
Schaltsignals eines Hilfsschalters während eines Zeitfens
ters t2 in einer UND-Verbindung mit dem invertierten Schalt
signal des Hilfsschalters als Zählimpuls abspeichern. Dies
ermöglicht eine besonders einfache Erfassung und Auswertung.
Nach einer Weiterbildung kann außer der Erfassung des Schalt
signals des Hilfsschalters auch eine Einrichtung zur Erfas
sung eines fehlerabhängigen Schaltens vorgesehen sein. Ein
Fehlersignalschalter ändert seinen Signalzustand nur dann,
wenn der zugeordnete Schutzschalter infolge eines erkannten
Überstromfehlers, der eine Langzeitüberlastung oder ein Kurz
schlussstrom sein kann, ausgeschaltet hat.
So können Überspannungen oder Überströme, die zum Ansprechen
der vorgesehenen Auslöser geführt haben, erfasst werden:
- - Summensignal und Fehlersignal, alle verbunden durch eine UND-Verknüpfung, lassen eine Kurzschlussauslösung am loka lisierten Schalter/Schutzschalter erkennen.
- - Kein Summensignal und ein vorliegendes Fehlersignal, alle verbunden durch eine UND-Verknüpfung, lassen sich als Überlastauslösung am lokalisierten Schalter/Schutzschalter erkennen.
- - Kein Summensignal und kein Fehlersignal sowie ein vorlie gendes Hilfsstromsignal, alle verbunden durch eine UND- Verknüpfung, lassen sich als eine manuelle Ausschaltung deuten.
Durch zeitliche Korrelation mit dem Summensignal kann eine
Trennung zwischen Kurzschluss und Überlastauslösung ermög
licht werden.
Nach einer Weiterbildung kann die zentrale Auswerteeinheit
(Verarbeitungseinheit) zum Erkennen der charakteristischen
Änderung der Stromstärke so ausgeführt sein, dass ein Ver
gleich der von der Einrichtung zur Stromerfassung gemessenen
Stromstärke mit einer durch Extrapolation des unmittelbar vorausgehenden
Stromverlaufs ermittelten Stromstärke durchge
führt wird. Hierdurch erzielt man eine frühzeitige Erkennung.
Zum Vergleichen kann man in einfacher Weise so vorgehen, dass
in der zentralen Auswerteeinheit von der gemessenen Strom
stärke die durch Extrapolation gewonnene Stromstärke subtra
hiert wird.
Nach einer Weiterbildung kann allgemein der Verlauf der cha
rakteristischen Änderung der Stromstärke als Maß für die Aus
schaltbelastung, z. B. gemäß der Belastung I2t, zu dem Schutz
schalter abgespeichert werden, der abgeschaltet hat. Damit
kann die Ausschaltbelastung des identifizierten Schaltgeräts
berechnet werden. Für die Ausschaltbelastung können auch an
dere Bezeichnungen, die aus Spannung U, Strom I und/oder der
Zeit t gebildet sind, abgeleitet werden, z. B. ∫ U × I dt.
Die Erfindung soll nun anhand von in der Zeichnung schema
tisch wiedergegebenen Ausführungsbeispielen näher erläutert
werden.
In Fig. 1 ist ein Schutzschaltsystem mit einer zentralen Ver
arbeitungseinheit veranschaulicht.
In Fig. 2 sind oben Diagramme zur Ordinate mit Isumme und un
ten für Ereignisse, also eins und null, und mit mehreren Ab
szissen mit der Zeit dargestellt. Es ist der Stromverlauf in
den angegebenen Hilfsschaltern und die Auswertung für ein
Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Mit HS1, HS3 bis HS5 ist
einer der Hilfsschalter zu den Schutzschaltern S1 bis S5 nach
Fig. 1 angegeben. Das &-Zeichen veranschaulicht die Operation
UND. Eine überstrichene Größe ist als invertierte Größe zu
verstehen.
In Fig. 1 ist ein Schutzschaltsystem mit einem Gruppenschal
ter 2 veranschaulicht. Diesem sind Zweigschalter 1 (Schutz
schalter S1, S2, . . .S5) nachgeordnet, nämlich S1, S2, S3, S4 und
S5. Integriert oder angebaut sind Hilfsschalter HS1 bis HS5.
Einer Gruppe von Zweigschaltern 1 ist eine Einrichtung zur
Stromerfassung 3 und (im Ausführungsbeispiel) der Gruppen
schalter 2 vorgeordnet. Die Einrichtung zur Stromerfassung 3
ist mit einer zentralen Verarbeitungseinheit 4 verbunden, die
auch Anschlüsse 5 für die Hilfsschalter HS1 bis HS5 aufweist.
Die zentrale Verarbeitungseinheit 4 ist dafür ausgelegt, ab
einer charakteristischen Änderung der Stromstärke während ei
nes Zeitfensters t2 nach einer Abstandszeit t1 ein Schaltsig
nal eines der Hilfsschalter HS1 bis HS5 zu erfassen. Mögliche,
weitere Schaltebenen sind durch weitere Schalter 6 veran
schaulicht.
Im Diagramm nach Fig. 2 ist im oberen Bereich ein Betriebs
strom Ib als Summenstrom aller nachgeordneten Zweige und eine
Stromschwelle Is der zentralen Verarbeitungseinheit 4 sowie
ein Kurzschlussstrom Ik dargestellt. Während eines Signals T1
übersteigt der Kurzschlussstrom Ik den Schwellenstrom Is.
Während eines Zeitfensters t2, das nach einer Abstandszeit t1
(vom Beginn des Signals T1 aus gerechnet) beginnt, wird ein
Signal T2 in der zentralen Verarbeitungseinheit 4 gebildet.
Die den Schutzschaltern S1, S3 bis S5 zugeordneten Hilfsschal
ter HS1 und HS3 bis HS5 geben jeweils ein konstantes Signal
ab, sind also ohne Veränderung. Im Beispiel sei der Hilfs
schalter HS2 infolge der Kurzschlussausschaltung des Schutz
schalters S2 mitgeschaltet worden, so dass er ein Schaltsig
nal abgibt. Es ergibt sich dann ein Signal aus der Operation
T2 und HS2 (also HS2 invertiert). Bei HS1 ohne Schalthand
lung innerhalb der Zeiten t1 und t2 ergibt die Operation T2
und HS1 kein Signal. Beim Hilfsschalter HS2 ist also eine
Schalthandlung erfolgt, die zu erfassen nicht erforderlich
ist. Sie soll hier unwesentliche Schalthandlung genannt wer
den.
Die Zeitdauer (Abstandszeit) t1 ist zweckmäßigerweise die
Mindestverzögerungszeit des Hilfsschalters HS1, . . .HS5, und die
Summe t1 + t2 (d. h. die Abstandszeit t1 und das Zeitfenster
t2) bilden die maximale Verzögerungszeit bis zur Reaktion des
Hilfsschalters HS1, . . .HS5.
Die Operation T2 und HS2 ergibt also, bei einer Erfassung im
Zeitfenster t2, einen Zählimpuls. Dieser lässt sich zu dem
betreffenden Schutzschalter S2 in einem Zähler 7 mit den
Speichern Z1 bis Z5 (Fig. 1) zählen, im Beispiel also im
Speicher Z2 des Zählers 7.
Der Zählerstand Z2 kann an der zentralen Verarbeitungsein
heit 4 angezeigt werden und/oder weitergeleitet werden. In
vergleichbarer Weise kann auch die Aufsummierung einer für
die Ausschaltbelastung charakteristischen Größe folgen.
Eine Gleichzeitigkeit einer unwesentlichen Schalthandlung
(Schalthandlung, die zu erfassen nicht erforderlich ist) mit
dem Auftreten einer charakteristischen Änderung im Stromsig
nal des Einspeisepunktes und damit mit einer wesentlichen
Schalthandlung, ist äußerst unwahrscheinlich. Eine zutreffen
dere Anzeige kann man durch Einengung des Zeitfensters t2 er
reichen. Das Verwechseln von unwesentlichen Schalthandlungen
mit wesentlichen Schalthandlungen lässt sich also dadurch
noch weiter reduzieren. Ein Signalwechsel am Hilfsschal
ter HS1 außerhalb des Zeitfensters t2, beispielsweise durch
die manuelle Schalterbetätigung, ergibt nach dem Auswerte-
Algorithmus T2 und HS1 den Wert Null. Somit wird diese
Schalthandlung zutreffend nicht als belastende, sondern als
unwesentliche Schalthandlung gewertet.
Bei Erreichen einer maximalen Ausschaltzahl unter erschwerten
Bedingungen gemäß Zählerstand erfolgt ein Hinweis für das
Service-Personal, den identifizierten Schutzschalter (Zweig
schalter) zu überholen oder gegebenenfalls auch auszutau
schen. Anstelle der Ausschaltzahlen kann auch eine aufaddier
te Ausschaltbelastung gespeichert werden, die dann den Hin
weis für das Service-Personal gibt. Das Wiedereinschalten
kann sicherheitshalber auch durch ein Dauersignal auf den Arbeitsstromauslöser
des als belastet identifizierten Schutz
schalters verhindert werden, bis der Schutzschalter überholt
oder ausgetauscht ist.
Leistungsschalter und Schutzschalter, wie beispielsweise Lei
tungsschutzschalter, ermöglichen häufig, dass außer Signalen
von einem Hilfsstromschalter auch Fehlersignale weitergelei
tet werden können. Ein Fehlersignalschalter ändert seinen
Signalzustand nur dann, wenn der zugeordnete Schutzschalter
infolge eines erkannten Überstromfehlers, der eine Langzeit
überlast oder ein Kurzschlussstrom sein kann, ausgeschaltet
wurde. In dieser Ausführung ist eine differenzierte Auswer
tung möglich:
- - Summensignal & Fehlersignal lassen sich als Kurzschluss auslösung am detektierten Schalter oder Schutzschalter er kennen.
- - Kein Summensignal & abgegebenes Fehlersignal lassen sich als Überlastauslösung am detektierten Schalter bzw. Schutzschalter erkennen.
- - Kein Summensignal & kein Fehlersignal & abgegebenes Hilfs stromsignal lassen sich als eine manuelle Ausschaltung er kennen.
Bei zeitlicher Korrelation mit dem Summensignal kann man zwi
schen Überlast- und Kurzschlussauslösung unterscheiden. Ohne
eine zeitliche Korrelation kann man nur die Aussage gewinnen,
dass eine Überstromauslösung erfolgte.
Bei der zentralen Stromerfassung ist in der Regel der zu er
fassende Kurzschlussstrom wesentlich größer als die Summe der
Betriebsströme der übrigen, nicht gestörten Zweige. Eine Aus
wertung mittels einer ausreichend hohen Stromschwelle Is über
der maximalen Summe der üblichen Betriebsströme Ib ist dann
verhältnismäßig einfach.
Wenn die Summe der Betriebsströme Ib jedoch in einer mit dem
Kurzschlussstrom vergleichbaren Größenordnung liegen, kann
bei der zentralen Stromerfassung eine Auswertung vorgesehen
werden, die die kurzschlussbedingte Stromerhöhung in besonde
rer Weise erfasst. So kann man ständig den tatsächlich flie
ßenden Strom mit dem Strom, der gemäß einer Extrapolation des
bisher registrierten Stromverlaufes fließen müsste, verglei
chen. Man kann davon ausgehen, dass in den übrigen Stromzwei
gen im Bereich von Millisekunden nicht gleichzeitig wesentli
che Stromänderungen erfolgen, so dass bei Kurzschluss der
Stromverlauf näherungsweise der Differenz von tatsächlich
fließendem Strom und extrapoliertem Strom entspricht. Deshalb
kann der so gewonnene Kurzschluss-Stromverlauf auch mit aus
reichender Genauigkeit zur Berechnung der Ausschaltbelastung
eines identifizierten Schaltgerätes (Schutzschalters) heran
gezogen werden. Die Ausschaltbelastung kann insbesondere an
hand des I2t-Wertes ermittelt oder errechnet werden.
Durch die zeitliche Korrelation einer charakteristischen Ver
änderung der gemessenen Größe an einer Einspeisestelle, sei
es ein Summenstrom oder beispielsweise eine Überspannung, mit
einer über Hilfsmittel gemeldeten Schalthandlung lässt sich
das Schaltgerät identifizieren und als belastetes Schaltgerät
erkennen.
Claims (10)
1. Schutzschaltsystem mit Zweigschaltern (1), die als Schutz
schalter (S1, S2, . . .S5) mit Hilfsschalterfunktion oder mit
jeweils angebautem Hilfsschalter (HS1, HS2, . . .HS5) ausgeführt
sind,
wobei einer in Baumstruktur angeordneten Gruppe von Zweig schaltern (1) eine zentrale Einrichtung zur Stromerfas sung (3) vorgeordnet ist, die ein Teil eines vorgeordneten Gruppenschalters (2) ist,
wobei die Einrichtung zur Stromerfassung (3) mit einer zentralen Verarbeitungseinheit (4) verbunden ist, die auch Anschlüsse (5) für die Hilfsschalter (HS1, HS2, . . .HS5) auf weist und
wobei die zentrale Verarbeitungseinheit (4) dafür ausge legt ist, ab einer charakteristischen Änderung der Strom stärke während eines Zeitfensters (t2) nach einer Ab standszeit (t1) ein Schaltsignal eines der Hilfsschal ter (HS1, . . .HS5) zu erfassen (Fig. 2).
wobei einer in Baumstruktur angeordneten Gruppe von Zweig schaltern (1) eine zentrale Einrichtung zur Stromerfas sung (3) vorgeordnet ist, die ein Teil eines vorgeordneten Gruppenschalters (2) ist,
wobei die Einrichtung zur Stromerfassung (3) mit einer zentralen Verarbeitungseinheit (4) verbunden ist, die auch Anschlüsse (5) für die Hilfsschalter (HS1, HS2, . . .HS5) auf weist und
wobei die zentrale Verarbeitungseinheit (4) dafür ausge legt ist, ab einer charakteristischen Änderung der Strom stärke während eines Zeitfensters (t2) nach einer Ab standszeit (t1) ein Schaltsignal eines der Hilfsschal ter (HS1, . . .HS5) zu erfassen (Fig. 2).
2. Schutzschaltsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
als die charakteristische Änderung der Stromstärke ein
Überschreiten eines Schwellwertes (Is) dient.
3. Schutzschaltsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zentrale Verarbeitungseinheit (4) dafür ausgelegt ist,
Schaltsignale, die den Hilfsschaltern (HS1, HS2, . . .HS) und
den Schutzschaltern (S1, S2, . . .S5) zugeordnet sind, zu zäh
len.
4. Schutzschaltsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zentrale Verarbeitungseinheit (4) dafür ausgelegt ist,
zum Schaltsignal eines der Hilfsschalter (HS1, . . .HS5) eine
für eine Ausschaltbelastung charakteristische Größe abzu
speichern.
5. Schutzschaltsystem nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
als charakteristische Größe für die Ausschaltbelastung ein
I2t-Wert dient.
6. Schutzschaltsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zentrale Verarbeitungseinheit (4) die Erfassung des
Schaltsignals eines der Hilfsschalter (HS1, . . .HS5) während
des Zeitfensters (t2) in einer UND-Verbindung mit dem in
vertierten Schaltsignal (HS1) des Hilfsschalters (z. B.
HS1) als einen Zählimpuls abspeichert.
7. Schutzschaltsystem nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, dass
außer der Erfassung des Schaltsignals des Hilfsschal
ters (HS1, . . .HS5) auch eine Einrichtung zur Erfassung eines
fehlerabhängigen Schaltens der zugeordneten Schutzschalter
(S1, S2, . . .S5) vorgesehen ist.
8. Schutzschaltsystem nach Anspruch 1 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der zentralen Verarbeitungseinheit (4) zum Erkennen der
charakteristischen Änderung der Stromstärke ein Vergleich
der von der Einrichtung zur Stromerfassung (3) gemessenen
Stromstärke mit einer durch Extrapolation des unmittelbar
vorausgehenden Stromverlaufs ermittelten Stromstärke durch
geführt wird.
9. Schutzschaltsystem nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der zentralen Verarbeitungseinheit (4) beim Vergleich
die durch Extrapolation gewonnene Stromstärke von der ge
messenen Stromstärke subtrahiert wird.
10. Schutzschaltsystem nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Verlauf der charakteristischen Änderung der Stromstärke
als Maß für die Ausschaltstrombelastung gemäß dem I2t-Wert
zu dem Schutzschalter (S1, S2, . . .S5) abgespeichert wird, der
abgeschaltet hat.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001117339 DE10117339C1 (de) | 2001-04-06 | 2001-04-06 | Schutzschaltsystem mit Zweigschaltern mit Hilfsschalterfunktion, oder mit jeweils angebautem Hilfsschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001117339 DE10117339C1 (de) | 2001-04-06 | 2001-04-06 | Schutzschaltsystem mit Zweigschaltern mit Hilfsschalterfunktion, oder mit jeweils angebautem Hilfsschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10117339C1 true DE10117339C1 (de) | 2003-02-06 |
Family
ID=7680729
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001117339 Expired - Fee Related DE10117339C1 (de) | 2001-04-06 | 2001-04-06 | Schutzschaltsystem mit Zweigschaltern mit Hilfsschalterfunktion, oder mit jeweils angebautem Hilfsschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10117339C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2053625A1 (de) * | 2007-10-23 | 2009-04-29 | Siemens Aktiengesellschaft | Schalteinrichtung |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0274639B1 (de) * | 1986-12-12 | 1993-08-04 | Siemens Aktiengesellschaft | Schutzschaltsystem |
-
2001
- 2001-04-06 DE DE2001117339 patent/DE10117339C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0274639B1 (de) * | 1986-12-12 | 1993-08-04 | Siemens Aktiengesellschaft | Schutzschaltsystem |
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| EP2053625A1 (de) * | 2007-10-23 | 2009-04-29 | Siemens Aktiengesellschaft | Schalteinrichtung |
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|---|---|---|---|
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