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DD158028A1 - Verfahren zur herstellung keramischer massen und erzeugnisse - Google Patents

Verfahren zur herstellung keramischer massen und erzeugnisse Download PDF

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Publication number
DD158028A1
DD158028A1 DD22975681A DD22975681A DD158028A1 DD 158028 A1 DD158028 A1 DD 158028A1 DD 22975681 A DD22975681 A DD 22975681A DD 22975681 A DD22975681 A DD 22975681A DD 158028 A1 DD158028 A1 DD 158028A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
mass
products
production
volume fraction
mixed
Prior art date
Application number
DD22975681A
Other languages
English (en)
Inventor
Hansgeorg Ratzenberger
Original Assignee
Hansgeorg Ratzenberger
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hansgeorg Ratzenberger filed Critical Hansgeorg Ratzenberger
Priority to DD22975681A priority Critical patent/DD158028A1/de
Publication of DD158028A1 publication Critical patent/DD158028A1/de

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  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)

Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von vorzugsweise grobkeramischen Erzeugnissen, wie zum Beispiel Mauerziegel und Klinker. Es ist Ziel der Erfindung, das Diffusionsvermoegen des Wassers waehrend der Trocknung zu erhoehen, den durch die Magerung verringerten Kolloidalcharakter auszugleichen, den Silikatisierungsprozess und damit eine Mullitausbildung zu beschleunigen und die Rotfaerbung des Erzeugnisses zu vertiefen. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass Kraftwerksfilterasche mit einem Volumenanteil von mehr als 3% und Rotschlaemme bzw. Eisenschlaemme mit einer Einsatzmenge von mehr als 0,2 Masse-% mit der Grundmasse vermischt und anschliessend einer gemeinsamen Weiterverarbeitung unterzogen werden. Nach einer Variante der erfinderischen Loesung wird der beschriebenen Masse als weitere Komponente Sand mit einem Volumenanteil von 3 bis 25% zugemischt.

Description

-A-
Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung keramischer Massen und Erzeugnisse
Anwenduηgsgebiet der Erfindung
Die Erfindung ist vorzugsweise zur Herstellung grobkeramischer Erzeugnisse, wie zum Beispiel Mauerziegel, Klinker; Kabelabdeckhauben, Kanalisationssteinzeug, Blähtonerzeugnisse. wobei den Hauptbestandteil der keramischen Masse und des Plastifizierungsmittels Lehme oder Tone bilden, anwendbar.
der bekannten technischen Lösungen
Entsprechend der im WP 122814 beschriebenen Lösung ist bekannt,, daß zur Beeinflussung der Oberflächenaktivität der Tonpartikel, der Gesamtkapillarität, des Diffusionsvermo« gens, des Wassergehaltes und/oder der Silikatisierung wäh·» rend des Brennprczesses in keramische Massen oder Rohstoffe Zuschlagstoffe eingebracht werden* Gemäß AS 1S71229 ist bekannt, als Grundmasse Rohschlamm zu verwenden und dieser Grundmasse zur Erzeugung von Leichtbauzuschlagstoffen Flugasche zuzusetzen»
Ziel der Erfindung
Es ist Ziel der Erfindung; die Gesamtkapillarität des ungebrannten Materials und das Diffusionsvermögen des Wassers zu erhöhen und durch geeignete Zuschläge in bestimmter Menge den Kolloidalcharakter des Materials und dessen Bindevermögen im verarbeitungstechnischen Sinne positiv zu beeinflussen«
Darlegung des Wesens der Erfindung
Durch eine bestimmte Kombination von mehreren Zuschlagstoffen soll das Ziel der Erfindung erreicht werden« Als Zuschlagstoffe für die keramische Masse oder den keramischen Rohstoff werden Industrieabprodukte von kohlebetriebenen Energieerzeugungsanlagen sowie stark eisenoxid- bzw* eisenhydroxidhaltige Materialien verwendet. Die Abprodukte der Energieerzeugungsanlagen sind unter der Bezeichnung Kraftwerksfilterasche bekannt© Bei den stark eisenoxide bzw« eisenhydroxidhaltigen Abprodukten handelt es sich um Rotschlämme oder Eisenschlämme, wobei vorzugsweise der Einsatz von Abprodukten der Aluminiumproduktion, die vielfach als Lautamasse oder Bayermasse bezeichnet werden j in Betracht kommt«
Beide der geforderten Abprodukttypen sollen je nach Erfordernis gemeinsam oder im Gemisch mit anderen Zuschlagstoffen in die grobkeramischen Materialien als Versatzkomponenten eingebracht werden, wobei die Kraftwerksfilterasche in Anteilen >3 Masse-% und die eisenoxid- bzw* eisenhydroxidhaltigen Materialien in Anteilen ">0,2 Masse~% von der Gesamtmasse eingesetzt werden und der Anteil der Summe aller eingesetzten Abprodukte >-5 Masse-% betragen soll·
Von besonderer Bedeutung sind in bezug.auf die Einflußgrößen der Zuschlagstoffe auf die Parameter des Gesamt-
materials während der Verarbeitung die in den Abprodukten vorliegenden Körnungsbereiche, die den Kraftwerksaschen in Form von unverbrannten Bestandteilen anhaftenden Energieträger und der Kolloidal- und Flußmittelcharakter der eisenoxidbzw* eisenhydroxidhaltigen Abprodukte«
Durch ihr Zusammenwirken ergeben sich Mehrfachfunktionen der in einer Masse eingebrachten Industrieabprodukte in der Weise, daß die Kraftwerksfilterasche die Gesamtkapillarität des Materials und damit das Diffusionsvermögen des Wassers erhöht und sich während des Brennprozesses positiv auf die Silikatisierung des Scherbens durch eine verstärkte Mullitbildung auswirkt und daß eisenoxid/hydroxidhaltige Zuschlagstoffe einen stabilisierenden Einfluß auf den Kolloidalcharakter und damit das Bindevermögen des Materials ausüben und bei der Silikatisierung des keramischen Scherbens die Mullitbildung und Färbung begünstigen.
Die beschriebenen Einflüsse auf das Verhalten der Massen und Erzeugnisse können in der Regel durch den Versatz der Masse mit den Industrieabprodukten der genannten Typen erzielt werden. Es ist jedoch auch möglich, ggf· zweckmäßig, mehrere Abprodukte ähnlichen Typs oder zusätzlichen unter~ schiedlichen Typs einzusetzen, wobei es sich bei mindestens zwei der eingesetzten Zuschlagstoffe um Abprodukte der genannten Typen handeln muß·
Die Erfindung soll nachstehend an Ausführungabeispielen näher erläutert werden:
I* Ein Klinkertori der chemischen Zusammensetzung
Fe2°3 MgO
7,83 % 3,55 % 0,80 %
62 ,39 % Al2O 22 ,30 %
1 ,62 % CaO 0 ,36 %
O ,18 '% κ.ο 1 ,70 %
wird mit 38 Vole % einer Braunkohlenfilterasche der chemischen Zusammensetzung
GV 3,20 % SiO2 49,90 % A12°3 28,50
Fe2°3 7,00 % TiO2 1,30 % CaO 4,20
MgO 2,00 % Na2O 0,10 % K 0,70
S03 3,30 %
und 5 Vol· % Lautamasse versetzt und in einem Klinker· werk verarbeitet.
Das Erzeugnis weist folgende Parameter auf;
Ziegelrohdichte: Scherbenrohdichte: Druckfestigkeit: Frostbeständigkeit: Ausblühneigungsstufe; Wasseraufnähme: Farbe: Erzeugnisqualität:
Trockenbruchquote:
1,48 kg/dm* 1,91 kg/dm 53,1 N/mm2
9,8 %
rotbraun
Klinker VK .und Kkv standardgerecht
Energiesenkung beim Brennprozeß: 15 %
2» Ein Klinkerton entsprechend Beispiel 1 wird mit 35 Vol« % einer Braunkohlenfilterasche entsprechend Beispiel l und 5 Vol. % Lautamasse und 12 Vole % Magerungssand versetzt und unter den technologischen Bedingungen der Grobkeramikindustrie verarbeitet rund bei 1200 C gebrannte
Der Scherben weist folgende Parameter auf
Biegezugfestigkeit: 17 .5 2 N/mm
Scherbenrohdichte: 2 ,04 g/cm
Wasseraufnahme: 9 ,2 o/ h
Ausblühneigungsstufe: 1
Frostbeständigkeit: j a
Farbe: . rotbraun
3. Ein Ziegellehm der chemischen Zusammensetzung
GV 4 1 Q 0A SiO2 72 ,83 % A12°3 12 ,74
Fe2°3 4 ,OD /ο TiO2 1 »07 % CaO 0 ,80
MgO 0 QD °/ Na2O 0 ,20 % K2O 2 ,20
".'ird mit 30 Vol. % einer Steinkohlenfilterasche der chemischen Zusammensetzung
GV 4,5 % SiO2 49,2 % Al2O3 28 ,7
Fe2°3 / , O /jj TiO2 η.be CaO 3 ,8
MgO 2 1 % Na2O 0,8 % K2O 2 ,0
SO0 η ο c/
und mit 4 Vol« % Lautamasse versetzt und unter den technologischen Bedingungen der Grobkeramikindustrie verarbeitet und bei 1100 °c gebrannt.
Der Scherben weist folgende Parameter auf:
Biegezugfestigkeit: 14,3 N/mm
Scherben rohdichte: 1,85 kg/dm3
Wasseraufnahme: 16,2 %
Ausblühneigungsstufe: 1
Frostbeständigkeit: ja
Farbe; rotbraun

Claims (2)

  1. .' - s ~ ο ο ο
    Erfindunqsansprüche
    Ι«, Verfahren zur Herstellung keramischer Massen und Erzeugnisses wobei zur Herstellung der Arbeitsmassen Tone oder Lehme mit zwei unterschiedlichen Industrieabprodukten versetzt und einer gerneinsamen Verarbeitung unterzogen werden; gekennzeichnet dadurch, daß Kraftwerksfilterasche in Anteilen größer als 3 Vol«. %g vorzugsweise von 20 - 70 VoI6 % und Rotschlämme in Anteilen von mehr als 0,,2 VoIe %, vorzugsweise 2-8 VoI* % mit dem keramischen Rohstoff vermischt und anschließend einer gemein« 'samen Weiterverarbeitung unterzogen werden«
  2. 2, Verfahren nach Punkt Ij gekennzeichnet dadurch, daß unter Verwendung einer Masse nach Punkt l als weitere Komponente Sand mit einem Volumenanteil von 3 bis 25 % eingesetzt wird»
DD22975681A 1981-05-06 1981-05-06 Verfahren zur herstellung keramischer massen und erzeugnisse DD158028A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5665290A (en) * 1991-12-02 1997-09-09 Sicowa Verfahrenstechnik Fur Baustoffe Gmbh & Co. Kg Process for manufacturing brick mouldings
RU2553131C2 (ru) * 2013-08-20 2015-06-10 Федеральное государственное бюджетное образовательное учреждение высшего профессионального образования "Братский государственный университет" Сырьевая смесь для изготовления стеновых керамических изделий

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5665290A (en) * 1991-12-02 1997-09-09 Sicowa Verfahrenstechnik Fur Baustoffe Gmbh & Co. Kg Process for manufacturing brick mouldings
RU2553131C2 (ru) * 2013-08-20 2015-06-10 Федеральное государственное бюджетное образовательное учреждение высшего профессионального образования "Братский государственный университет" Сырьевая смесь для изготовления стеновых керамических изделий

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