CH711038A2 - Tragvorrichtung für einen Urinbeutel. - Google Patents
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Abstract
Bei einer Tragvorrichtung (1) für einen anhand eines Katheters über einen Katheterschlauch (12) mit einem Anwender (A) verbindbaren Urinbeutel (11), umfassend mindestens einen um die Taille des Anwenders (A) fixierbaren Gurt (15), mindestens einen an einem Bein des Anwenders (A) fixierbaren Gurt (18), und einen direkt oder indirekt mit den Gurten (15; 18) fixierten Tragabschnitt zur Aufnahme des Urinbeutels (11), soll das Risiko einer eingeschränkten Funktion des Katheters reduziert werden. Dies wird dadurch erreicht, dass an der Tragvorrichtung (1) mindestens eine Führungsschlaufe angebracht ist zum knickfreien Führen des Katheterschlauchs (12) eines zwischen Urinbeutel (11) und einem Anwender (A) anzubringenden Katheters.
Description
Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung beschreibt eine Tragvorrichtung für einen Urinbeutel gemäss Oberbegriff des ersten Patentanspruches. Urinbeutel sind Sammelbehälter für Urin und werden an einen Katheter angeschlossen, der den Urin aus der Harnblase ableitet. Anwender solcher Urinbeutel sind üblicherweise harninkontinente Personen. Da der Urinbeutel während der Anwendungszeit nicht vom Katheter getrennt werden soll und damit stets mitgetragen werden muss, bedarf es einer geeigneten Tragvorrichtung für den Urinbeutel.
Stand der Technik
[0002] Tragvorrichtungen für Urinbeutel sind grundsätzlich aus dem Stand der Technik bekannt.
[0003] Aus US 5 375 265 ist beispielsweise eine Tragvorrichtung für Urinbeutel bekannt, wobei der Urinbeutel mittels eines Strickschlauchs an einem Bein des Anwenders befestigbar ist. Solche Tragvorrichtungen, welche nur an einem Bein des Anwenders befestigbar sind, haben den Nachteil, dass mit zunehmender Befüllung des Urinbeutels der Katheter zunehmend auf Zug belastet ist. Eine solche Zugbelastung auf den Katheter kann sehr schmerzhaft sein für den Anwender. Bei einem besonders schmerzhaften Herausziehen verliert der Katheter gar vollständig seine Funktion.
[0004] Im Weiteren ist aus US 4 511 358 eine Tragvorrichtung für einen Urinbeutel bekannt, welche mittels einer Vielzahl von Gurten am Anwender fixierbar ist und das beschriebene Problem einer Zugbelastung auf den Katheter löst. Insbesondere umfasst die Tragvorrichtung aus US 4 511 358 einen Gurt, welcher um die Taille des Anwenders fixierbar ist sowie weitere Gurte, welche um ein Bein des Anwenders fixierbar sind. Eine Tasche geeignet zur Aufnahme des Urinbeutels ist einerseits direkt mit den Gurten verbunden und andererseits indirekt über vertikale Gurte mit dem Taillengurt. Anhand der Tragvorrichtung aus US 4 511 358 wird dadurch eine feste Fixierung des Urinbeutels am Anwender erreicht und eine Zugbelastung ausgehend vom Urinbeutel auf den Katheter wird verringert. Diese Vielzahl an Gurten der aus US 4 511 358 bekannten Tragvorrichtung ist besonders nachteilig hinsichtlich der Herstellung sowie sehr umständlich beim Anbringen am Körper.
[0005] Um das beschriebene Problem einer möglichen Zugbelastung auf den Katheter zusätzlich zu verringern, könnte der Katheterschlauch zwischen Anwender und Urinbeutel auch etwas verlängert, d.h. länger als der Abstand zwischen Anwender und Urinbeutel, ausgestaltet sein, so dass der Katheterschlauch Bewegungen der Person mitmacht, aber keine Zugbelastungen auf den Katheterschlauch wirken und dieser nicht herausgezogen wird. Bekannte Tragvorrichtungen für einen Urinbeutel haben jedoch weiterhin den Nachteil, dass bei einem etwas verlängerten Katheterschlauch das Risiko erhöht wird, dass der Katheterschlauch etwas geknickt wird, der Anwender den Schlauch einklemmt beziehungsweise darauf zu liegen kommt und dadurch der Urin nicht ungestört vom Katheter in den Urinbeutel fliessen kann, womit die Katheterfunktion gesamthaft oder zumindest teilweise eingeschränkt wird.
Darstellung der Erfindung
[0006] Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, eine Tragvorrichtung für einen Urinbeutel bereitzustellen, welche die beschriebenen Nachteile des Standes des Technik überwindet, einfach am Körper fixierbar ist und dabei das Risiko einer eingeschränkten Funktion des Katheters reduziert.
[0007] Diese Aufgabe erfüllt eine Tragvorrichtung für einen Urinbeutel mit den Merkmalen des Patentanspruches 1.
[0008] Die erfindungsgemässe Tragvorrichtung für einen anhand eines Katheters mit einem Anwender verbindbaren Urinbeutel umfasst mindestens einen um die Taille eines Anwenders fixierbaren Gurt, d.h. einen Taillengurt, mindestens einen an einem Bein fixierbaren Gurt, sowie einen direkt oder indirekt mit dem mindestens einem Taillengurt und dem mindestens einen an einem Bein fixierten Gurt befestigten Tragabschnitt zur Aufnahme des Urinbeutels.
[0009] Erfindungsgemäss umfasst die Tragvorrichtung eine Führungsschlaufe zum knickfreien Führen eines Katheterschlauchs eines zwischen dem Urinbeutel und dem Anwender anzubringenden Katheters. Mit anderen Worten umfasst die Tragvorrichtung bevorzugt eine Führungsschlaufe in einem Bereich vor Einmündung in den Urinbeutel.
[0010] Besonders bevorzugt ist die Führungsschlaufe zum knickfreien Führen in einem Bereich zwischen dem Taillengurt und dem Tragabschnitt angebracht. Mit anderen Worten ist die Führungsschlaufe bevorzugt in einem Bereich oberhalb des Tragabschnitts auf der dem Taillengurt zugewandten Seite der erfindungsgemässen Tragvorrichtung angebracht. Ganz besonders bevorzugt ist die Führungsschlaufe in einem Bereich der erfindungsgemässen Tragvorrichtung angebracht, so dass in getragenem Zustand sowie bei angelegtem Katheter der Katheterschlauch geneigt beziehungsweise abwärts verläuft.
[0011] Es wurde vorteilhaft gefunden, dass eine derartige Führungsschlaufe bei einem etwas längeren Katheter kaum verknicken kann und dadurch das Risiko, dass der Katheterschlauch in seiner Funktion eingeschränkt wird, verringert wird. Im Weiteren kann vorteilhaft eine gezielte Positionierung des Katheterschlauchs erreicht beziehungsweise eine gezielte Führung des Katheterschlauchs zwischen Anwender und Urinbeutel eingestellt werden. Vorzugsweise weist die Führungsschlaufe eine gewisse Beweglichkeit auf, wodurch ein darin aufgenommener Katheterschlauch eine kontrollierte Beweglichkeit im Rahmen der Beweglichkeit der Führungsschlaufe aufweist.
[0012] Im Weiteren entspricht es der allgemeinen Auffassung, dass bei bettlägerigen Anwendern Tragvorrichtungen für Urinbeutel ausgezogen werden müssen, da bei Drehen des Anwenders im Bett der Katheterschlauch zu kurz sein könnte. In diesem Zusammenhang hat sich die erfindungsgemässe Tragvorrichtung für einen Urinbeutel als ganz besonders vorteilhaft erwiesen, welche aufgrund der Führungsschlaufe auch bei einem verlängerten Katheterschlauch eine knickfreies Führen gewährleistet und damit vorteilhafterweise die erfindungsgemässe Tragvorrichtung insbesondere auch für bettlägerige Anwender geeignet ist.
[0013] Im Sinne einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung kann die erfindungsgemässe Tragvorrichtung anstelle einer Urinbeutels beispielsweise auch mit einer Redonflasche verwendet werden. Im Weiteren werden Spitäler, häusliche Pflege (z.B. Spitex) oder Altersheime als mögliche Anwendungsgebiete der erfindungsgemässen Tragvorrichtung betrachtet, wobei sich die Anwendung der erfindungsgemässen Tragvorrichtung nicht auf diese Anwendungsgebiete beschränken soll.
[0014] Im Weiteren kann im Sinne einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung eine indirekte Fixierung des Taillengurts mit dem Tragabschnitt beispielsweise mittels eines durch ein Textil gebildeten Übergangsabschnitts ausgebildet und erzielt werden. Alternativ ist es auch denkbar, dass ein Übergangsabschnitt zwischen Taillengurt und Tragabschnitt durch mindestens einen vertikal angeordneten Gurt ausgebildet ist. Durch die direkte oder indirekte Verbindung zwischen Taillengurt und Tragabschnitt wird der Urinbeutel im Tragabschnitt vorteilhaft zusätzlich in seiner Position fixiert beziehungsweise ein Herabrutschen des Urinbeutels mit einer nachteiligen Zugbelastung auf den Katheter verringert.
[0015] Bevorzugt umfasst die erfindungsgemässe Tragvorrichtung zwei an einem Bein fixierbare Gurte. Besonders bevorzugt sind die am Bein fixierbaren Gurte durch ein elastisches Band mit einer Vielzahl von Knopflöchern ausgebildet, wobei für die Knopflöcher am elastischen Band korrespondierende Knöpfe vorzugsweise auf einer dem Anwender zugewandten Seite der Tragvorrichtung angebracht sind. Alternativ ist es auch denkbar, dass anstelle des elastischen Bands der mindestens eine am Bein fixierbare Gurt durch ein steifes Textil ausgebildet ist vorzugsweise mit einem durch einen Klettverschluss gebildeten Öffnungs- und Schliessmechanismus.
[0016] Für eine verbesserte Fixierung des Taillengurts kann zudem gemäss einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung mindestens ein Schultergurt an dem um die Taille eines Anwenders fixierbaren Gurt beziehungsweise Taillengurt angebracht sein.
[0017] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsformen sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.
[0018] Bevorzugt umfasst die Führungsschlaufe einen Öffnungs- und Schliessmechanismus zur vereinfachten Aufnahme und Fixierung des Katheter-schlauchs in der Führungsschlaufe. Es ist aber auch denkbar, dass die Führungsschlaufe geschlossen ist, d.h. ohne einen Öffnungs- und Schliessmechanismus.
[0019] Besonders bevorzugt sind zur Ausbildung einer Führungsschlaufe ein bevorzugt im Wesentlichen mittig an der Tragvorrichtung angebrachter Streifen an den beiden Enden miteinander lösbar verbindbar mittels eines Klettverschlusses ausgebildet, so dass die resultierende Führungsschlaufe einen Öffnungs- und Schliessmechanismus aufweist. Ganz besonders bevorzugt weist der Streifen auf einer Seite zumindest abschnittsweise, insbesondere endseitig, einen Klett und auf der anderen Seiten einen Vlies auf, so dass in einfacher Weise eine verschliess-bare Führungsschlaufe ausbildbar ist. Im Weiteren ist vorzugsweise die Führungsschlaufe in einem Übergangsabschnitt zwischen Taillengurt und Tragabschnitt angebracht. Alternativ ist es denkbar, zwei einseitig an der Tragvorrichtung angebrachte Streifen endseitig miteinander lösbar verbindbar auszugestalten zur Ausbildung einer zweiteiligen Führungsschlaufe.
[0020] Vorzugsweise weist der Tragabschnitt der erfindungsgemässen Tragvorrichtung eine Öffnung zum Durchführen eines Ablassventils des Urinbeutels auf und die Tragvorrichtung umfasst im Weiteren bevorzugt eine Auffangtasche für das durch die Öffnung durchgeführte Ablassventil. Eine derartige bevorzugt durch eine saugfähiges Textil ausgebildete Auffangtasche der erfindungsgemässen Tragvorrichtung hat den besonderen Vorteil, dass ein darin aufgenommenes Ablassventil geschützt und hygienisch aufbewahrt werden kann. Aus hygienischer Sicht hat die Auffangtasche insbesondere den Vorteil, dass Urintropfen vom Ablassventil nicht an ein Bein des Anwenders gelangen können. Zudem ist vorteilhaft das Ablassventil abgedeckt und von aussen nicht sichtbar.
[0021] In der Praxis finden Urinbeutel mit unterschiedlichem Füllvolumen Verwendung. Bevorzugt ist der Tragabschnitt als Taschenabschnitt ausgebildet und der Taschenabschnitt der erfindungsgemässen Tragvorrichtung umfasst vorzugsweise eine zusätzliche Innentasche. Dadurch wird vorteilhaft erreicht, dass im äusseren Taschenabschnitt grosse Urinbeutel aufnehmbar sind und alternativ in der Innentasche weitere kleine Urinbeutel.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0022] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird nachstehend im Zusammenhang mit den anliegenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
<tb>Fig. 1<SEP>eine erfindungsgemässe Trag Vorrichtung für einen Urinbeutel in geöffnetem Zustand einer Führungsschlaufe;
<tb>Fig. 2<SEP>eine erfindungsgemässe Tragvorrichtung für einen Urinbeutel an einem Anwender in getragenem Zustand und bei angelegtem Katheter.
Beschreibung
[0023] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemässe Tragvorrichtung 1 für einen Urinbeutel 11 in geöffnetem Zustand. Die in Fig. 1 gezeigte erfindungsgemässe Tragvorrichtung 1 umfasst einen um die Taille eines Anwenders (siehe Fig. 2 ) fixierbaren Gurt 15 sowie zwei an einem Bein des Anwenders A fixierbare Gurte 18 (siehe Fig. 2 ) sowie einen mit den Gurten 15 und 18 fixierten Taschenabschnitt 5, welcher als Tragabschnitt fungiert zur Aufnahme eines Urinbeutels 11. Wie im Weiteren in Fig. 1 angedeutet ist ausgehend vom Urinbeutel 11 ein Katheterschlauch 12 eines Katheters mit einem Anwender A verbindbar.
[0024] Die in Fig. 1 gezeigte Tragvorrichtung 1 umfasst im Weiteren einen Taschenabschnitt 5, in welchem der Urinbeutel 11 fest in einer zusätzlichen Innentasche 7 aufgenommen ist. Die Innentasche 7 des Taschenabschnitts 5 ist derart ausgebildet um einen Urinbeutel mit einem Füllvolumen von 750 ml aufzunehmen. Der Taschenabschnitt 5 selbst ist ebenfalls ausgebildet zur Aufnahme von grossen Urinbeuteln (nicht gezeigt in Fig. 1 ) mit einem Füllvolumen von 1000 bis 1500 ml. Der Taschenabschnitt 5 der erfindungsgemässen Tragvorrichtung 1 umfasst einen abschnittsweise trennbaren beziehungsweise lösbar verbindbaren Abdecklappen 8 zum Abdecken des Urinbeutels 11, welcher gemäss Fig. 1 abschnittweise freigelegt ist. Die lösbare Verbindung wird anhand eines in Fig. 1 beispielhaft gezeigten Klettverschlusses bestehend aus einem am Taschenabschnitt angeordneten Klettvlies 29 und einem am Abdecklappen 8 gezeigten Klettband 30 erzielt. In einem vollständig verbundenen Zustand, d.h. bei geschlossenem Klettverschluss, dient der Abdecklappen als Teil des Taschenabschnitts 5 der Aufnahme und Halten eines grossen Urinbeutels (nicht gezeigt in Fig. 1 ).
[0025] Zwischen dem Taillengurt 15 und dem Taschenabschnitt 5 der Tragvorrichtung 1 wird als indirekte Fixierung ein Übergangsabschnitt 4 vorzugsweise durch flächiges Textil ausgebildet, wobei die hierbei erzielte, feste Verbindung zwischen Taillengurt 15 und dem Taschenabschnitt 5 erzielt wird und ein im Taschenabschnitt 5 aufgenommener Urinbeutel 11 zusätzlich in seiner Position fixiert und insbesondere ein Abrutschen des Urinbeutels 11 am Bein des Anwenders A kaum mehr möglich ist. Im diesem Zusammenhang wird vorteilhaft eine für den Anwender A schmerzhafte Zugbelastung ausgehend vom Urinbeutel 11 auf den Katheterschlauch 12 des Katheters verringert. Zur Fixierung an einem Anwender (siehe Fig. 2 ) ist Taillengurt 1 an einem Ende mit einer Ringschliesse 16 verbunden, durch dessen Öffnung der Taillengurt 15 hindurchgeführt werden kann. Vorzugsweise mittels eines in Fig. 1 nicht gezeigten Klettverschlusses kann der Taillengurt an der Taille des Anwenders (siehe Fig. 2 ) fixiert werden.
[0026] Wie in Fig. 1 ersichtlich, ist beispielhaft eine am flächigen Textil des Übergangsabschnitts 4 der Tragvorrichtung 1 angebrachte, in Fig. 1 geöffnete Führungsschlaufe 10 einteilig durch einen mittig im Übergangsabschnitt angebrachten Streifen ausgebildet, wobei der Streifen jeweils auf einer Seite einen Klett und auf der anderen Seite einen Vlies aufweist und dadurch eine verschlossene Führungsschlaufe 10 ausbildbar ist. Mittels Aufnahme des Katheterschlauchs 12 des Katheters kann vorteilhaft eine nahezu knickfreie Führung zwischen Urinbeutel 11 und Anwender A erzielt werden. Durch die Verschliessbarkeit der in Fig. 1 gezeigten, einteilig ausgebildeten Führungsschlaufe 10 wird vorteilhaft die Handhabung des Katheterschlauchs 12 vereinfacht. Vorzugsweise ist die Führungsschlaufe 10 in einem Bereich oberhalb des Taschenabschnitts 5 beziehungsweise auf der dem Taillengurt 15 zugewandten Seite der erfindungsgemässen Tragvorrichtung 1 angebracht, weshalb optional die Führungsschlaufe 10 beispielsweise am Taschenabschnitt 5 angebracht sein kann.
[0027] Fig. 1 zeigt im Weiteren, dass die erfindungsgemässe Tragvorrichtung 1 in einem unteren Bereich, d.h. ungefähr im Kniebereich des Anwenders (siehe Fig. 2 ), eine Öffnung 6 ́ zum Durchführen eines Ablassventils 20 des Urinbeutels 11. Bei der in Fig. 1 gezeigten Tragvorrichtung 1 ist die Öffnung 6 beispielhaft durch einen nicht mit dem restlichen Teil des Taschenabschnitts 5 verbundenen Abschnitt ausgebildet. Die Innentasche 7 kann eine weitere Öffnung 6» zum Durchführen des Ablassventils 20 des Urinbeutels aufweisen, welche durch einen nicht mit dem restlichen Teil des Taschenabschnitts 5 verbundenen Abschnitt ausgebildet ist. Im Weiteren umfasst die Tragvorrichtung 1 eine Auffangtasche 25 für ein durch die Öffnung 6 ́ oder Öffnung 6» durchgeführtes Ablassventil 20, welche in der Auffangtasche 25 aufnehmbar ist.
[0028] Von hier an und im Folgenden bezeichnen gleiche Referenzzeichen gleiche Komponenten in den Figuren.
[0029] Fig. 2 zeigt die erfindungsgemässe Tragvorrichtung 1 für einen Urinbeutel (nicht ersichtlich in Fig. 2 ) an einem Anwender A im getragenen Zustand, wobei der Taillengurt 15 an der Taille des Anwenders A fixiert ist und die Führungsschlaufe 10 derart an der erfindungsgemässen Tragvorrichtung 1 angebracht ist, dass der Katheterschlauch 12 abwärts verläuft. Wie zudem in Fig. 2 ersichtlich, wird die erfindungsgemässe Tragvorrichtung 1 im üblichen Gebrauch seitlich an einem Bein des Anwenders A getragen. Die zwei Gurte 18 sind fest am Bein des Anwenders A fixiert.
[0030] Ein im Taschenabschnitt 5 angebrachter Urinbeutel (nicht ersichtlich in Fig. 2 ) ist mittels des Abdecklappens 8 abgedeckt und der Abdecklappen 8 am Taschenabschnitt 5 mittels der Klettverbindung fixiert, wodurch vorteilhaft der Urinbeutel gegen aussen nicht sichtbar ist.
[0031] Gemäss Fig. 2 ist die Führungsschlaufe 10 zum knickfreien Führen des Katheterschlauchs 12 des Katheters in einem verschlossenen Zustand, die Enden des Streifens der einteiligen Führungsschlaufe sind mittels des Klettverschlusses fest miteinander verbunden und der Katheterschlauch 12 fest in der verschlossenen Führungsschlaufe 10 gehalten.
Bezugszeichenliste
[0032]
<tb>1<SEP>Tragvorrichtung
<tb>2<SEP>Urinbeutel
<tb>4<SEP>Übergangsabschnitt
<tb>5<SEP>Taschenabschnitt
<tb>6 ́; 6 ́ ́<SEP>Öffnung (Taschenabschnitt / Innentasche)
<tb>7<SEP>Innentasche
<tb>8<SEP>Abdecklappen
<tb>10<SEP>Führungsschlaufe
<tb>12<SEP>Katheterschlauch
<tb>15<SEP>Taillengurt
<tb>16<SEP>Ringschliesse
<tb>18<SEP>Gurt (am Bein fixierbar)
<tb>20<SEP>Ablassventil (Urinbeutel)
<tb>25<SEP>Auffangtasche (Ablassventil)
<tb>29<SEP>Klettvlies
<tb>30<SEP>Klettband
Claims (6)
1. Tragvorrichtung (1) für einen anhand eines Katheters über einen Katheterschlauch (12) mit einem Anwender (A) verbindbaren Urinbeutel (11), umfassend
– mindestens einen um die Taille eines Anwenders (A) fixierbaren Gurt (15);
– mindestens einen im Wesentlichen an einem Bein des Anwenders (A) fixierbaren Gurt (18);
– einen direkt oder indirekt mit den Gurten (15; 18) fixierten Tragabschnitt zur Aufnahme des Urinbeutels (11);
dadurch gekennzeichnet, dass an der Tragvorrichtung (1) mindestens eine Führungsschlaufe (10) angebracht ist zum knickfreien Führen des Katheterschlauchs (12) eines zwischen Urinbeutel (11) und einem Anwender (A) anzubringenden Katheters.
2. Tragvorrichtung (1) für einen Urinbeutel (11) nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschlaufe (10) einen Öffnungs- und Schliessmechanismus umfasst zur vereinfachten Aufnahme und Fixierung des Katheterschlauchs (12) in der Führungsschlaufe (10).
3. Tragvorrichtung (1) für einen Urinbeutel (11) nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungs- und Schliessmechanismus der Führungsschlaufe (10) mittels eines endseitig anhand eines Klettverschlusses lösbar verbindbaren, an der Tragvorrichtung (1) angebrachten Streifen ausgebildet ist.
4. Tragvorrichtung (1) für einen Urinbeutel (11) nach der vorherigen Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragabschnitt als Taschenabschnitt (5) ausgebildet ist und eine Innentasche (7) zur Aufnahme eines weiteren Urinbeutels (11) umfasst.
5. Tragvorrichtung (1) für einen Urinbeutel (11) nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Taschenabschnitt (5) und / oder die Innentasche (7) des Taschenabschnitts (5) jeweils eine Öffnung (6 ́; 6 ́ ́) aufweisen zum Durchführen eines Ablassventils (20) des Urinbeutels.
6. Tragvorrichtung (1) für eine Urinbeutel (11) nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragvorrichtung (1) eine Auffangtasche (25) für das durch die Öffnung (6 ́; 6 ́ ́) durchgeführte Ablassventil (20) aufweist.
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