Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen von Fahrzeugen, insbesondere von Schienenfahrzeugen, bei dem mindestens ein Fahrzeug in eine Durchgangshalle geführt und darin von einer Reinigungseinrichtung mit das Fahrzeug umgebenden Portalen gewaschen wird; sowie eine Waschanlage und eine Steuerungseinrichtung.
Bei einem bestehenden Verfahren insbesondere zum Reinigen von ganzen Zügen ist in einer Durchgangshalle eine Reinigungseinrichtung installiert, bei der mehrere im Abstand zueinander angeordnete stationäre Einheiten vorgesehen sind. Der Zug wird während dem Säubern von einer Schlepp einrichtung annähernd im Schritttempo durch die Halle gefahren, wobei die Front- und die Heckreinigung bei stehendem Zug durchgeführt wird. Dies bedingt einen zweimaligen Prozessstopp. Bei dieser Waschanlage wird der in die Halle einfahrende Zug vorerst auf eine bestimmte Temperatur erwärmt oder gekühlt und nachfolgend im Stillstand von Bürsten an der Frontseite in einem Zweischritt-Verfahren gereinigt, hierbei vorerst die Chemikalie an dieser Frontseite eingerieben und hernach dieselbe gewaschen und gespült wird.
Nach Beendigung dieser Frontseitenwäsche wird die Komposition wieder in Bewegung gesetzt und die Seitenflächen mit einer Chemikalie eingesprüht und die Bürstenstände verreiben diese auf der Zugoberfläche. Nach einer so genannten Einwirkstrecke wird die Komposition bei Durchfahrt von den Bürsten gewaschen, mittels Düsen gespült und abschliessend noch die Fensterpartien nachgespült.
Bei dieser Waschanlage besteht ein erheblicher Nachteil darin, dass mit ihr keine variable Einwirkzeit für die Chemikalie ermöglicht ist, da die Zugskomposition oder dergleichen mit konstanter Geschwindigkeit durch die Anlage fährt. Ausserdem ist die Anlagelänge auf Grund der erforderlichen Einwirkzeit nach dem Auftragen der Chemikalie entsprechend auszulegen, was zu einem grossen Bauvolumen führt. Genauso ist für die Abwassersysteme und die Puffer ein grosser Platzbedarf erforderlich. Nebstdem existiert auch keine Möglichkeit, das Waschverfahren dem Verschmutzungsgrad des Zuges anzupassen und die verschiedenen Reinigungschemikalien effizient auszunützen. Die Halle muss beidseitig offen sein, da der sich während dem Reinigen fortbewegende Zug auf der einen Seite einfährt und beim gegenüberliegenden Ausgang sodann wieder herauskommt.
Hierdurch entweicht die verschmutzte Abluft wie auch Abwasser, so zum Beispiel mit Phosphor- oder Schwefelsäure angereicherte Aerosole.
Es existieren noch weitere gattungsmässige Waschanlagen, die jedoch unisono mit annähernd denselben Nachteilen wie oben ausgeführt behaftet sind.
Der vorliegenden Erfindung wurde demgegenüber die Aufgabe zu Grunde gelegt, ein Verfahren sowie eine Waschanlage nach der eingangs erwähnten Gattung zu schaffen, welche eine optimale Reinigung bei einem geringen Energie-, Wasser- und Reinigungsmittelbedarf ermöglichen. Ferner soll mit dieser Waschanlage eine annähernd vollständige Aufnahme und Klärung des Abwassers bzw. der Abluft erzielt werden und darüber hinaus soll auch der Verschmutzungsgrad des Fahrzeuges mitberücksichtigt werden.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Reinigungseinrichtung aus mindestens drei unabhängig voneinander verschiebbaren Portalen gebildet ist, welche beim Reinigen nacheinander in gleicher Richtung entlang dem insbesondere stillstehenden Fahrzeug verschoben werden.
Mit diesem erfindungsgemässen Verfahren kann eine maximierte Reinigung insbesondere von Eisenbahnzügen vorgenommen werden, bei dem überdies schnellere Waschzeiten bei bedeutend geringerem Verbrauch von Wasser und Reinigungsmitteln erzielt wird. Ausserdem lassen sich konzentriertere, mit einer gezielteren Dosierung einsetzbare Reinigungsmittel in optimaler Weise verwenden, ohne dass irgendwelche Schadstoffe an die Umwelt abgegeben würden.
Die erfindungsgemässe Waschanlage weist mindestens drei, vorzugsweise vier oder sogar bis zu acht unabhängig voneinander angetriebene Portale auf, welche nacheinander entlang dem vorzugsweise stillstehenden Fahrzeug verschiebbar angeordnet sind. Hieraus ergeben sich erhebliche Vorteile in Bezug auf ein steuerbares und kontrolliertes Reinigen. Es wird überdies ein besseres und einfacheres Speichern des Abwassers bzw. ein komplettes Abführen der Abluft erreicht, und ferner trägt diese Waschanlage zu einem umweltverträglicheren Reinigen von Fahrzeugen bei, ohne dass dies mit höheren Investitionskosten verbunden wäre.
Die Durchgangshalle, in der eine erfindungsgemässe Waschanlage vorgesehen ist, weist mehrere nebeneinander angeordnete, annähernd über den gesamten Verschiebebereich der Portale durchgehende Sammelrinnen auf, welche unterhalb der Auflagefläche für das Fahrzeug, insbesondere Schienen, angeordnet sind. Hierdurch lassen sich die Abwasser je nach Konsistenz getrennt voneinander auffangen und auswerten.
Den Portalen sind dementsprechend jeweils Auffangwannen zugeordnet, an welchen am Ablauf Steuerorgane angebaut sind, durch welche das anfallende Abwasser in eine wählbare Sammelrinne geleitet werden kann.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sowie weitere Vorteile derselben sind nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht einer erfindungsgemässen Waschanlage in einer Durchgangshalle,
Fig. 2 eine schematische Draufsicht einer Ausführungsvariante einer erfindungsgemässen Waschanlage,
Fig. 3 einen schematischen Querschnitt einer Durchgangshalle sowie einer in dieser vorgesehenen Waschanlage,
Fig. 4 eine schematische Seitenansicht einer Reinigungseinrichtung, und
Fig. 5 eine schematische Draufsicht auf ein mit Bürsten versehenes Portal der Waschanlage nach Fig. 4.
Fig. 1 zeigt eine schematisch dargestellte Waschanlage 10 zum Reinigen von Fahrzeugen, insbesondere von Schienenfahrzeugen, in einem Bereich eines so genannten mittleren Mengengerüstes. Diese dargestellte Modulvariante eignet sich für eine Leistung von ca. 400 bis 650 Meter gewaschenen Zuges pro Stunde. Sie ist speziell zum Reinigen von gesamten Eisenbahnzügen ausgelegt. Sie weist eine Durchgangshalle 12 bei einer Hallenlänge von ca. 180 Metern auf, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel durch die zwei übereinander angeordneten Hälften dargestellt ist. In diese Halle 12 kann ein gesamter Eisenbahnzug von einer vorteilhaften Länge von annähernd 150 Metern auf Schienen 15 hineinfahren und darin von einer Reinigungseinrichtung 20 gewaschen werden.
Eine solche Waschanlage 10 mit der Durchgangshalle 12 wird insbesondere bei einem grösseren Bahnhof gebaut, bei dem die Züge über Nacht in diesem Bahnhof verbleiben und demnach schnell zur Waschanlage und wieder zurück zu den Perrons gebracht werden können.
Erfindungsgemäss ist die Reinigungseinrichtung aus mindestens drei, im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus mehreren Portalen gebildet, welche unabhängig voneinander, zumindest über einen Teilbereich der Hallenlänge verschiebbar sind. Diese Portale werden beim Reinigen nacheinander in gleicher Richtung entlang dem insbesondere stillstehenden Fahrzeug verfahren, wobei das bei der Reinigung entstehende Abwasser und die Abluft annähernd vollständig gesammelt und anschliessend geklärt werden.
Bei dieser Reinigungseinrichtung sind acht Portale vorgesehen, von denen vier je einen Block bilden, mittels denen jeweils die eine Hälfte des Zuges gereinigt wird. Mit dieser Ausführungsvariante ist somit eine sehr leistungsfähige Waschanlage geschaffen worden.
Ein jeweiliger Block weist ein erstes Portal 21 auf, mittels welchem die Fahrzeugaussenseiten auf die gewünschte Temperatur erwärmt oder gekühlt und anschliessend ein Reinigungsmittel aufgetragen wird. Dies geschieht durch Aufspritzdüsen 22, 23, die jeweils wie ein Vorhang Wasser bzw. Reinigungsmittel auf das Fahrzeug seitlich und oben aufspritzen. Durch eine wählbare Vorschubbewegung des Portals 21 entlang dem Zug wird ein gleichmässiges Auftragen des Reinigungsmittels bewerkstelligt. Hernach werden durch die Portale 25, 25 min nach der erforderlichen Einwirkzeit des Reinigungsmittels die Seitenwände, das Dach, die Dachschrägen, die Schürzen und abschliessend die Vorderseite des Zugs mittels den nachfolgend näher erläuterten Bürsten 26, 27, 28 eingerieben.
Mit dem Ausspritzen von Klarwasser durch die Düsen 31 des letzten Portals 30 wird das Reinigungsmittel rundum abgespült. Von weiteren innenseitig angeordneten Düsen 32 am Portal 30 wird eine so genannte Fenster-Osmose und optionsweise eine Nachbehandlung bspw. durch Auftragen eines Schutz- oder Konserviermittels oder dergleichen durchgeführt. Die Portale 21, 25, 25 min , 30 werden für den Längsvorschub unabhängig voneinander angetrieben. Es ist dadurch eine variable und eine genau aufeinander abgestimmte Reinigung ermöglicht.
Die Portale fahren blockweise, wobei der oben dargestellte Block von der Hallenmitte 12Y nach aussen zum Hallenende 12Z, derweil der unten gezeigte Block gleichzeitig vom Hallenende 12X in die Hallenmitte 12Y ver schoben wird. Mit dieser Waschanlage lassen sich sehr lange Züge in ca. 10 Minuten komplett waschen.
Die Durchgangshalle 12 ist während des Waschvorgangs gegen aussen hin abgeschlossen. Es wird somit das anfallende Abwasser und die Abluft annähernd vollständig aufgefangen und durch ein jeweiliges Recyclingverfahren gefiltert und Verunreinigungen aus diesen entfernt, was nachfolgend noch im Detail erläutert ist.
Diese optimierte Reinigung wird noch zusätzlich dadurch verbessert, dass der Verunreinigungsgrad bzw. Verschmutzungsart des Fahrzeuges mittels eines nicht näher dargestellten Messverfahrens festgestellt und hieraus die Auftragsmenge pro Fläche des Reinigungsmittels insbesondere durch Anpassung der Vorschubgeschwindigkeiten der Portale festgelegt werden. Dies wird vorzugsweise durch eine SPS-Steuerung oder dergleichen ausgeführt.
Des Weiteren werden die Aussenabmessungen des Fahrzeuges während seiner Erwärmung oder Kühlung durch ein an sich bekanntes Messverfahren vorzugsweise mittels eines auf Mikrowellenbasis arbeitenden Radar-Messgerätes ermittelt. Dieses Messgerät weist einen oder mehrere in einem wählbaren Abstand zur Aussenseite des Zuges angeordneten Sensoren auf. Dieser Sensor sendet ein Mikrowellenimpuls auf die Zugsoberfläche, welcher auf dieser reflektiert und an einen Empfänger zurückgestrahlt wird. Mittels einer Auswerteeinheit im Messgerät kann dann der jeweilige Abstand festgestellt werden. Der dem Messgerät zugehörige Prozessrechner speichert die ermittelten Distanzen und transferiert diese zyklisch an einen Zentralrechner, von dem aus dann die Bürsten entsprechend angesteuert werden.
Dieses Messgerät hat den Vorteil, dass es unabhängig vom zeitweiligen Zustand der Umgebungsluft arbeitet, d.h. auch bei einem Flüssigkeitsnebel oder bei unterschiedlichen Temperaturen dieser Umgebungsluft lassen sich die Messungen hinreichend genau ausführen.
Fig. 2 zeigt eine Waschanlage 40, die gegenüber derjenigen nach Fig. 1 einfacher und damit aber weniger leistungsfähig gebaut ist. Sie weist nur drei Portale 21, 25, 30 auf, die jeweils denjenigen nach Fig. 1 entsprechen und daher nicht mehr im Einzelnen erläutert sind. Diese Portale fahren auch blockweise vom einen zum anderen Ende der Halle 42, welche vorteilhaft ca. 50 Meter lang ist. Mit dieser Anlage 40 werden die Züge jeweils vorteilhaft taktweise um annähernd die Hallenlänge gereinigt. Die beiden endseitig vorgesehenen Hallentore sind dabei derart ausgebildet, dass sie im geschlossenen Zustand den Zug, welcher sich auf der einen oder auf beiden Seiten bis ausserhalb der Halle erstreckt, dicht umschliessen, damit die Halle beim Waschvorgang beidseitig geschlossen ist.
Im Prinzip könnten die Portale 21, 25, 30 auch derart ausgebildet sein, dass mit ihnen der Waschvorgang sowohl in der einen als auch in der anderen Richtung ausgeführt werden könnte. Dazu müssten die beiden äusseren Portale 21 und 30 mit entsprechenden Düsen und Anschlüssen versehen sein, sodass beide Portale dieselben Wascharbeiten ausführen könnten. Das mittlere Portal 25 könnte indessen in der dargestellten Weise belassen werden. Bei diesem sind übrigens noch hydrodynamische Rotorspritzköpfe 24 angeordnet, welche an Stelle der Bürsten zum Einsatz gelangen, wenn bei einem Fahrzeug nicht gebürstet werden darf.
Fig. 3 zeigt einen schematischen Querschnitt der Halle 12, die - wie oben bereits erwähnt - während dem Reinigen geschlossen ist. Die tunnelförmig ausgebildete Halle 12 hat in der Mitte einen Fahrsteg 11, auf dem die Schienen 15 angeordnet sind, darauf sich ein andeutungsweise dargestellter Zug 16 fortbewegen kann. Im Abstand zu diesem Steg 15 sind parallel angeordnete Stege 18 mit je einer Schiene 17 für die darauf verfahrbaren Portale vorhanden. Das dargestellte Portal 25 min ist wie auch die übrigen Portale u-förmig ausgebildet und umgibt dementsprechend den Zug 16. Mit den mit einer vertikalen Drehachse vorgesehenen Bürsten 27 werden die Seitenwände des Zugs, indessen mit der horizontalen Bürste 29 das Zugdach und mit den schrägen Bürsten 28 die Schürzen und die Dachschrägen 16 min insbesondere bei Doppelstockfahrzeugen gereinigt.
Die Halle 12 weist vorteilhaft eine den Waschraum begrenzende wasserdichte Innenhülle 19 auf, welche vorteilhaft auch beim Ein- und Ausgangstor der Halle 12 vorgesehen ist. Hierdurch kann das anfallende Abwasser und die Abluft annähernd vollständig aufgefangen und durch ein jeweiliges Recyclingverfahren gefiltert und Verunreinigungen aus diesen entfernt werden.
Für das Auffangen des Abwassers sind beidseitig neben dem Steg 11 mehrere nebeneinander angeordnete, sich annähernd über den gesamten Verschiebebereich der Portale erstreckende Sammelrinnen vorgesehen, welche unterhalb der durch die Schienen 15 gebildeten Auflagefläche angeordnet sind. Diese Sammelrinnen sind einerseits als Aufnahmerinnen 55, 61, 62 für das Abwasser und andererseits als Versorgungsrinnen 56, 57 für die Portale ausgebildet. Bei den unterhalb des Portals 25 min liegenden Aufnahmerinnen sind beidseitig zum Steg 11 je deren drei vorgesehen, wobei die beiden äusseren 62, die mittleren 61 und die inneren Rinnen 55 paar weise dasselbe Abwasser aufnehmen und somit eine Unterteilung in drei verschiedene Abwassersorten erfolgt. Die Versorgungsrinnen 56, 57 sind über Ansaugrohre 64 oder Ähnlichem mit den Verteilerdüsen an den Portalen verbunden.
Die in diesen Rinnen 56, 57 gespeicherten unterschiedlichen Flüssigkeiten können somit wahlweise durch Pumpenaggregate gesteuert entnommen werden.
Als weiterer Vorteil im Rahmen der Erfindung sind den Portalen jeweils zwei Auffangwannen 65 zugeordnet, die sich unterhalb des jeweiligen Portals 25 min von der Aussenseite nach innen bis zur Schiene 15 erstrecken bzw. oberhalb der Aufnahmerinnen 55, 61, 62 - diese abdeckend - angeordnet sind. Die Auffangwannen 65 sind mit mindestens je einem, vorzugsweise sogar mit drei Abläufen 66 versehen, von denen jeder in eine der drei Rinnen 55, 61, 62 gerichtet ist.
In diesen Abläufen 66 ist je ein nicht näher gezeigtes Verschlussorgan enthalten, mittels dem die von der Auffangwanne 65 aufgefangene verschmutzte Flüssigkeit durch ein gesteuertes \ffnen eines der Verschlussorgane in eine der drei Sammelrinnen 55, 61, 62 geleitet werden kann, wobei dies primär von der aufgespritzten Flüssigkeit abhängt, bei der es sich um reines Wasser, um solches mit Reinigungsmittel, um Wasser mit Zusätzen oder anderem handeln kann.
Die Abwasser in den Aufnahmerinnen 55, 61, 62 werden für die Klärung über nicht näher veranschaulichte Abflussleitungen zu einer Kläranlage geführt. Eine solche Kläranlage funktioniert in an sich herkömmlicher Weise und sie ist daher nicht mehr im Detail erläutert. Mit dieser Anlage wird das Abwasser von Schlämmen etc. gefiltert, \l abgeschieden und von Chemikalien gelöst. Zum Teil wird das geklärte Abwasser wieder zurück in die Versorgungsrinnen 56, 57 geführt, in welche überdies frisches Wasser und entsprechende Reinigungs- und andere Mittel beigefügt werden.
Die gesamte Abluft wird während der Reinigung über Kanäle 51 abgeführt und ebenfalls auf konventionelle Art gereinigt und zusammen mit frischer Luft über Zuluftkanäle 52, 53 seitlich wieder in den Waschraum eingeblasen.
Durch die erfindungsgemässe Anordnung der Waschanlage 10 sind optimale Voraussetzungen für ein komplettes und vereinfachtes Recycling der Abwasser und der Abluft geschaffen worden.
Fig. 4 und Fig. 5 zeigen nochmals die Portale und insbesondere die Anordnung der Bürsten am Portal 70. Ein weiterer erfindungsgemässer Vorteil besteht in der für die Front- und Heckseite eingesetzten Bürste 26, die derart ausgebildet ist, dass sie der effektiven Aussenform der Front- und Heckseite eines Fahrzeuges 16, wie bspw. durch die Lokomotive in Fig. 4 dargestellt ist, angepasst werden kann. Hierdurch lässt sich die Aussenform der Bürste 26 all den bekannten Formen bei den modernen Zügen entsprechend einstellen. Die Bürste 26 ist aus drei aneinander gereihten Einzelbürsten 67, 68 zusammengesetzt, welche jeweils eine Antriebsachse 67 min , 68 min aufweisen, die über Kardangelenke 69 oder dergleichen gelenkig miteinander drehverbunden sind.
Aussen sind die Achsen 67 min drehbar am Portal gelagert und mit einem entsprechenden Antrieb 71 können dieselben in Rotation versetzt werden. Mittels beidseitig am Portal 70 schwenkbar gehaltenen Zylindern 73 oder dergleichen können die Antriebsachsen 67 min der aussenseitigen Bürsten 67 in horizontaler Ebene, ausgehend von einer Geraden, beidseitig über einen Winkelbereich eingestellt werden. Dieser Winkelbereich bewegt sich angenähert innerhalb der beiden in Fig. 5 dar gestellten Positionen dieser Bürsten 26. Die Einzelbürsten 67, 68 sind fernerhin jeweils noch mit einer leicht konkaven Aussenform ausgestaltet, damit sich in jeder Winkelstellung eine annähernd ungebrochene Aussenlinie 74 ergibt. Diese Bürsten 26 erlauben somit ein Einreiben sowohl der Front- als auch der Heckseite.
Ausserdem kann die Winkelstellung während dem Bürsten in jeder beliebigen Höhenstellung verändert werden.
Die Erfindung ist mit den oben erläuterten Ausführungsbeispielen ausreichend dargetan. Sie liesse sich selbstverständlich noch in anderen Varianten dartun. So könnte zum Beispiel ein sehr langer Eisenbahnzug in getakteter Reihenfolge gewaschen werden, bei dem Teil um Teil des bei jedem Waschvorgang stillstehenden Zuges gereinigt würde.
The invention relates to a method for cleaning vehicles, in particular rail vehicles, in which at least one vehicle is guided into a passage hall and is washed therein by a cleaning device with portals surrounding the vehicle; as well as a washing system and a control device.
In an existing method, in particular for cleaning entire trains, a cleaning device is installed in a transit hall, in which a plurality of stationary units arranged at a distance from one another are provided. During cleaning, the train is driven through the hall at walking pace, with the front and rear cleaning being carried out while the train is stationary. This requires a two-time process stop. With this washing system, the train entering the hall is first heated or cooled to a certain temperature and then cleaned with brushes on the front in a two-step process, the chemical is rubbed in on the front and then washed and rinsed.
After completing this front side wash, the composition is set in motion again and the side surfaces are sprayed with a chemical and the brush stands rub it on the surface of the train. After a so-called exposure zone, the composition is washed by the brushes as it passes through, rinsed by means of nozzles and finally the window parts are rinsed.
A major disadvantage of this washing installation is that it does not allow a variable exposure time for the chemical, since the train composition or the like travels through the installation at a constant speed. In addition, the length of the system must be designed accordingly due to the required exposure time after application of the chemical, which leads to a large construction volume. Likewise, a large space requirement is required for the sewage systems and the buffers. In addition, there is also no possibility to adapt the washing process to the degree of soiling of the train and to use the various cleaning chemicals efficiently. The hall must be open on both sides, since the train moving during cleaning moves in on one side and then comes out again at the opposite exit.
As a result, the polluted exhaust air and waste water escape, for example aerosols enriched with phosphoric or sulfuric acid.
There are further generic washing systems, which, however, have almost the same disadvantages as stated above.
In contrast, the present invention was based on the object of providing a method and a washing installation of the type mentioned at the outset which enable optimum cleaning with low energy, water and cleaning agent requirements. Furthermore, this washing system is intended to achieve an almost complete absorption and clarification of the wastewater or the exhaust air and, moreover, the degree of pollution of the vehicle should also be taken into account.
According to the invention, the object is achieved in that the cleaning device is formed from at least three portals which can be moved independently of one another and which are moved one after the other in the same direction along the vehicle, in particular when the vehicle is stationary.
With this method according to the invention, maximized cleaning, in particular of railway trains, can be carried out, in which, moreover, faster washing times are achieved with significantly lower consumption of water and cleaning agents. In addition, concentrated cleaning agents that can be used with a more targeted dosage can be used in an optimal manner without any pollutants being released into the environment.
The washing system according to the invention has at least three, preferably four or even up to eight independently driven portals, which are arranged one after the other to be displaceable along the preferably stationary vehicle. This results in considerable advantages in terms of controllable and controlled cleaning. In addition, a better and easier storage of the wastewater or a complete removal of the exhaust air is achieved, and furthermore this washing system contributes to a more environmentally friendly cleaning of vehicles, without this being associated with higher investment costs.
The transit hall, in which a washing system according to the invention is provided, has a plurality of collecting troughs arranged side by side and running almost over the entire displacement range of the portals, which are arranged below the support surface for the vehicle, in particular rails. This allows the wastewater to be collected and evaluated separately, depending on the consistency.
Correspondingly, the portals are assigned collecting trays, to which control elements are attached to the drain, through which the waste water can be directed into a selectable collecting channel.
Exemplary embodiments of the invention and further advantages thereof are explained in more detail below with reference to the drawing. It shows:
1 shows a schematic top view of a washing installation according to the invention in a transit hall,
2 shows a schematic top view of an embodiment variant of a washing installation according to the invention,
3 shows a schematic cross section of a passage hall and a washing installation provided therein,
Fig. 4 is a schematic side view of a cleaning device, and
5 shows a schematic plan view of a portal of the washing installation according to FIG. 4 provided with brushes.
1 shows a schematically illustrated washing installation 10 for cleaning vehicles, in particular rail vehicles, in an area of a so-called medium quantity structure. This module variant shown is suitable for an output of approx. 400 to 650 meters of washed train per hour. It is specially designed for cleaning entire train sets. It has a through hall 12 with a hall length of approximately 180 meters, which is represented in the present exemplary embodiment by the two halves arranged one above the other. An entire railroad train of an advantageous length of approximately 150 meters can travel into this hall 12 on rails 15 and be washed therein by a cleaning device 20.
Such a car wash 10 with the transit hall 12 is built in particular at a larger train station, in which the trains remain overnight in this train station and can therefore be brought quickly to the car wash and back to the platforms.
According to the invention, the cleaning device is formed from at least three, in the present exemplary embodiment from a plurality of portals, which can be moved independently of one another, at least over a partial area of the hall length. These portals are moved one after the other in the same direction along the stationary vehicle in particular, the waste water and the exhaust air generated during the cleaning being almost completely collected and then clarified.
In this cleaning device, eight portals are provided, four of which each form a block, by means of which one half of the train is cleaned. With this variant, a very powerful washing system has been created.
Each block has a first portal 21, by means of which the outside of the vehicle is heated or cooled to the desired temperature and then a cleaning agent is applied. This is done by means of spray nozzles 22, 23, which in each case spray water or cleaning agent onto the side and top of the vehicle like a curtain. An even application of the cleaning agent is achieved by a selectable feed movement of the portal 21 along the train. Then the side walls, the roof, the roof slopes, the aprons and finally the front of the train are rubbed in by the portals 25, 25 min after the required exposure time of the cleaning agent by means of the brushes 26, 27, 28 explained in more detail below.
With the spraying of clear water through the nozzles 31 of the last portal 30, the detergent is rinsed off all around. From further internally arranged nozzles 32 on the portal 30, a so-called window osmosis and optionally post-treatment are carried out, for example, by applying a protective or preservative or the like. The portals 21, 25, 25 min, 30 are driven independently of one another for the longitudinal feed. This enables variable and precisely coordinated cleaning.
The portals move block by block, with the block shown above being moved outwards from the center of the hall 12Y to the end of the hall 12Z, meanwhile the block shown below is being moved from the end of the hall 12X into the center of the hall 12Y. With this washing machine, very long trains can be washed completely in about 10 minutes.
The transit hall 12 is closed to the outside during the washing process. The resulting wastewater and the exhaust air are thus almost completely collected and filtered by a respective recycling process and impurities are removed from them, which is explained in detail below.
This optimized cleaning is further improved in that the degree of contamination or type of contamination of the vehicle is determined by means of a measuring method (not shown in more detail) and the order quantity per area of the cleaning agent is determined from this, in particular by adjusting the feed speeds of the portals. This is preferably carried out by a PLC controller or the like.
Furthermore, the external dimensions of the vehicle during its heating or cooling are determined by a measurement method known per se, preferably by means of a radar measuring device working on a microwave basis. This measuring device has one or more sensors arranged at a selectable distance from the outside of the train. This sensor sends a microwave pulse to the train surface, which is reflected on it and reflected back to a receiver. The respective distance can then be determined by means of an evaluation unit in the measuring device. The process computer belonging to the measuring device stores the determined distances and transfers them cyclically to a central computer, from which the brushes are then controlled accordingly.
This measuring device has the advantage that it works regardless of the temporary state of the ambient air, i.e. Even with a liquid mist or at different temperatures of this ambient air, the measurements can be carried out with sufficient accuracy.
FIG. 2 shows a washing system 40, which is simpler and therefore less powerful than that of FIG. 1. It has only three portals 21, 25, 30, each of which corresponds to that of FIG. 1 and is therefore no longer explained in detail. These portals also travel in blocks from one end of Hall 42, which is advantageously around 50 meters long. With this system 40, the trains are advantageously cleaned cyclically by approximately the hall length. The two hall gates provided at the end are designed in such a way that, when closed, they tightly enclose the train which extends on one or both sides to outside the hall so that the hall is closed on both sides during the washing process.
In principle, the portals 21, 25, 30 could also be designed in such a way that they could be used to carry out the washing process both in one direction and in the other. For this purpose, the two outer portals 21 and 30 would have to be provided with corresponding nozzles and connections, so that both portals could carry out the same washing work. The middle portal 25 could, however, be left as shown. Incidentally, this also has hydrodynamic rotor spray heads 24 which are used in place of the brushes when a vehicle may not be brushed.
Fig. 3 shows a schematic cross section of the hall 12, which - as already mentioned above - is closed during cleaning. The tunnel-shaped hall 12 has in the middle a walkway 11 on which the rails 15 are arranged, on which an indicated train 16 can move. At a distance from this web 15 there are parallel webs 18, each with a rail 17 for the portals movable thereon. The portal shown 25 min is, like the other portals, U-shaped and accordingly surrounds the train 16. With the brushes 27 provided with a vertical axis of rotation, the side walls of the train, meanwhile with the horizontal brush 29, the train roof and with the oblique brushes 28 the aprons and sloping ceilings were cleaned for 16 minutes, especially for double-decker vehicles.
Hall 12 advantageously has a watertight inner shell 19 which delimits the washroom and which is also advantageously provided at the entrance and exit gates of hall 12. As a result, the wastewater and the exhaust air can be almost completely collected and filtered by a respective recycling process and impurities can be removed from them.
To collect the wastewater, a plurality of collecting troughs are arranged on both sides next to the web 11 and extend approximately over the entire displacement range of the portals, which are arranged below the support surface formed by the rails 15. These collecting channels are designed on the one hand as receiving channels 55, 61, 62 for the waste water and on the other hand as supply channels 56, 57 for the portals. In the case of the receptacles lying 25 minutes below the portal, three are provided on each side of the web 11, the two outer 62, the middle 61 and the inner channels 55 absorbing the same wastewater in pairs and thus being subdivided into three different types of wastewater. The supply channels 56, 57 are connected to the distribution nozzles on the portals via suction pipes 64 or the like.
The different liquids stored in these troughs 56, 57 can thus optionally be removed in a controlled manner by pump units.
As a further advantage within the scope of the invention, two portals 65 are assigned to the portals, which extend 25 min below the respective portal from the outside inwards to the rail 15 or are arranged above the receptacles 55, 61, 62 - covering them , The collecting troughs 65 are each provided with at least one, preferably even with three outlets 66, each of which is directed into one of the three channels 55, 61, 62.
These drains 66 each contain a closure member, not shown, by means of which the contaminated liquid collected by the collecting trough 65 can be directed into one of the three collecting troughs 55, 61, 62 by controlled opening of one of the closure members, this being primarily from the depends on sprayed liquid, which can be pure water, that with detergent, water with additives or other.
The wastewater in the receptacles 55, 61, 62 is led to a wastewater treatment plant for clarification via drain pipes (not shown). Such a wastewater treatment plant works in a conventional manner and is therefore no longer explained in detail. With this system, the wastewater from sludges etc. is filtered, separated and dissolved by chemicals. Some of the clarified wastewater is fed back into the supply channels 56, 57, into which fresh water and appropriate cleaning and other agents are also added.
All of the exhaust air is discharged via channels 51 during cleaning and is likewise cleaned in a conventional manner and is blown back into the washroom laterally together with fresh air via supply air channels 52, 53.
The arrangement of the washing installation 10 according to the invention has created optimal conditions for complete and simplified recycling of the waste water and the waste air.
4 and 5 again show the portals and in particular the arrangement of the brushes on the portal 70. Another advantage according to the invention is the brush 26 used for the front and rear side, which is designed in such a way that it matches the effective outer shape of the front - And rear side of a vehicle 16, as shown for example by the locomotive in Fig. 4, can be adjusted. As a result, the outer shape of the brush 26 can be adjusted accordingly to all the known shapes in modern trains. The brush 26 is composed of three individual brushes 67, 68 arranged in a row, each of which has a drive shaft 67 min, 68 min, which are pivotally connected to one another via universal joints 69 or the like.
On the outside, the axes are rotatably mounted on the portal for 67 minutes and can be set in rotation with a corresponding drive 71. By means of cylinders 73 or the like pivotally held on both sides of the portal 70, the drive axes 67 min of the brushes 67 on the outside can be set in a horizontal plane, starting from a straight line, on both sides over an angular range. This angular range moves approximately within the two positions of these brushes 26 shown in FIG. 5. The individual brushes 67, 68 are furthermore each designed with a slightly concave outer shape, so that an almost unbroken outer line 74 results in each angular position. These brushes 26 thus allow rubbing in both the front and the rear side.
In addition, the angle position can be changed at any height during brushing.
The invention is sufficiently demonstrated with the exemplary embodiments explained above. Of course, you could do it in other variants. For example, a very long train could be washed in a timed sequence, in which part by part of the train that was stopped during each washing process would be cleaned.