CH690618A5 - Vorrichtung zum Auf- und Abwickeln von mehrheitlich flachen Druckprodukten. - Google Patents
Vorrichtung zum Auf- und Abwickeln von mehrheitlich flachen Druckprodukten. Download PDFInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auf- oder Abwickeln von mehrheitlich flachen Druckprodukten auf einen bzw. von einem Wickelkern, der stirnseitig mit einem durch die Drehachse des Wickelkerns etwa senkrecht durchgesetzten Wickelbock fest verbunden ist, und dem zur Bildung von Wickellagen der Druckprodukte wenigstens ein von einem Wickeldorn abrollbares, dem Wickelkern unterschlächtig zugeführtes Wickelband zugeordnet ist. In der Druckweiterverarbeitungsindustrie sind solche Vorrichtungen unter der Bezeichnung PrintRoll-Systeme von Müller Martini bekannt. Sie dienen der Forderung nach einer wirtschaftlichen Verarbeitung nach dem Druck der Druckprodukte bzw. einer höheren Produktionsleistung nach dem Druck und werden deshalb in Produktionslinien beim Sammelheften, Klebebinden, Fadenheften und Einstecken eingesetzt; selbstverständlich können sie auch Verarbeitungsstationen wie Schneidmaschinen, Falz- oder Adressiereinrichtungen, Stapeleinrichtungen etc. vor- oder nachgeschaltet werden. Die DE-A-3 602 320, die dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entspricht, offenbart ein Lager für Speichervorrichtungen für Druckbogen, insbesondere für Druckbogenwickel mit einem Wickelkern, auf den in einer Beschickungseinrichtung mittels Wickelband die Druckbogen aufgewickelt und von dem sie in einer Entnahmeeinrichtung abgewickelt werden. Dabei werden die in Wickelböcken gelagerten Druckbogenwickel entlang einer Linie ein Lager bildend nebeneinander angeordnet, sodass auf einer parallelen Transportstrecke ein Austausch von leeren gegen volle Speichervorrichtungen möglich ist. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche den Druckprodukten beim Transport eine schonende Verfügbarkeit verschafft und eine raumsparende Lagerung und günstige Beschaffungskosten gestattet. Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe nach dem Kennzeichen des Patentanspruches 1 gelöst. Durch diese Teilung des Wickelbocks können nicht nur die Vorteile des Wickelsystems erhalten, sondern ein einfaches Auf- oder Abwickeln der Druckprodukte ohne erhöhte Rotationskräfte bewerkstelligt werden. Als besonders günstig erweist es sich, wenn der obere Ständerteil auf die Drehachse des Wickelkerns bzw. die Wickelachse verteilt unterschiedlich lange Befestigungsabschnitte aufweist, die ein Auf-, Ein- oder Umstecken des oberen Ständerteils für das Herstellen von Wickeln mit unterschiedlichen Durchmessern erlaubt. Zu diesem Zweck sind die Befestigungsabschnitte des oberen Ständerteils an den freien Enden an dem unteren Ständerteil des Wickelbocks auf- oder einsteckbar ausgebildet, sodass der Wickel oder Wickelkern in kurzer Zeit in die Gebrauchslage versetzt werden kann. Die Ständerteile sind in ihrem Trennbereich vorteilhaft derart vereint, dass sie einen gemeinsamen Auf- oder Einsteckabschnitt bilden. Im Sinne einer leichten, jedoch stabilen Bauweise ist der obere und der untere Ständerteil durch jeweils zwei voneinander seitlich beabstandete, parallele Stützelemente ausgebildet. Vorteilhaft sind die Stützelemente zur Nutzung eines günstigen Trägheitsmomentes mit einem hohlen Querschnittsprofil ausgebildet. Die formschlüssige Verbindung der Stützelemente des oberen und unteren Ständerteils kann vorzugsweise durch C-förmig profilierte Querschnitte erzielt werden. Der Einfachheit halber weisen die die auf- oder einsteckbaren Stützelemente des oberen Ständerteils aufnehmenden Stützelemente des unteren Ständerteils an ihrem oberen Ende jeweils wenigstens eine schulterartige Auflage auf, die ein sicheres Aufsetzten des Wickels im Wickelbock gestattet. Selbstverändlich könnte diese Auflage auch an den Stützelementen des oberen Ständerteils vorgesehen sein. Die Auflage an den Stützelementen könnte sowohl nach innen wie nach aussen vorstehend ausgebildet sein. Anschliessend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung, auf die bezüglich aller in der Beschreibung nicht näher erwähnten Einzelheiten verwiesen wird, anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert. In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung und Fig. 2 eine Seitenansicht der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung. Bei der in den Fig. 1 und 2 veranschaulichten Vorrichtung 1 wird zum Auf- oder Abwickeln von Druckbogen das obere Wickelbockelement 2, bestehend aus einem Wickelkern 3 für die in Lagen gewickelten Druckprodukte und einem mit diesem fest verbunden bzw. verschweissten oberen Ständerteil 4 mittels einer Hebeeinrichtung von dem unteren Wickelbockelement 5 abgehoben und in ein zum Auf- oder Abwickeln geeignetes Gestell (nicht ersichtlich) versetzt. Dabei ist das obere Wickelbockelement 2 in diesem Gestell frei drehbar gelagert und der Drehantrieb erfolgt mittels eines Tangentialantriebes am Umfang des Wickelkerns 3 oder des Wickels 6. Anstelle des Tangentialantriebes, der nicht dargestellt ist, könnte auch ein auf die Drehachse 8 des Wickelkerns 3 einwirkender Zentralantrieb verwendet werden, wobei die Drehzahl in Abhängigkeit des ändernden Wickeldurchmessers für eine konstante Umgangsgeschwindigkeit zu steuern wäre. Selbstverständlich könnte das das obere Wickelbockelement 2 aufnehmende Gestell mit einer Hebevorrichtung ausgebildet sein, die das obere Wickelbockelement 2 von dem unteren in eine antreibbare Lage abhebt. Eine solche Einrichtung ist u.a. in dem CH-Patent 688 736 offenbart. Das untere Wickelbockelement 5 weist wenigstens ein Bandmagazin 9 zur Aufnahme eines um eine parallel zur Drehachse 8 an geordneten Wickeldorn 7 aufrollbaren Wickelbandes 10 auf, das zu seinem Gebrauch etwa tangential und unterschlächtig an den Wickelkern 3 resp. Wickel 6 verläuft. Hierzu bedarf es einer aufbaubaren Bandführung 11 zwischen Bandmagazin und Wickel, die hier nicht diskutiert wird. In Fig. 2 ist die Bandführung 11 auszugsweise angedeutet. Das Beschicken und Entladen des Wickelkerns 3 erfolgt üblicherweise durch anpassbare Förderbänder, die in der Zeichnung nicht dargestellt sind. Die Fig. 1 und 2 lassen weiter eine feste Verbindung des ringförmig ausgebildeten Wickelkerns 3 mit dem oberen Ständerteil 4 erkennen, welcher die Dreh- oder Wickelachse 8 des Wickelkerns 3 senkrecht durchsetzt und gleichzeitig die Lagerung des oberen Wickelbockelementes 2 aufweist. Zur Lagerung des Wickels 6 ist im Ständerteil 4 auf jeder Seite des Wickelkerns 3 eine Bohrung 120 vorgesehen in welche bspw. eine Drehachse 8 des zum Auf- und/oder Abwickeln vorgesehenen Gestell eingesetzt wird. In umgekehrter Weise könnten die Bohrungen auch am Gestell und die Achszapfen nach aussen vorstehend am Wickelkern befestigt sein. Das untere Wickelbockelement 5 weist einen Wickelbockfuss 12 in Form einer Schweisskonstruktion auf, an dem etwa rechtwinklig abstehend der untere Ständerteil 13 befestigt (angeschweisst) ist. Die Wickelbockelemente 2 und 5 sind durch ein senkrechtes Ineinanderschieben des unteren 13 in den oberen Ständerteil 4 oder umgekehrt, derart, dass im Trennbereich der Wickelelemente 2, 5 ein gemeinsamer Auf- oder Einsteckabschnitt entsteht, übereinander aufgebaut. Die Ausbildung der Ständerteile 4, 13 weist jeweils zwei im Abstand des Wickelkerns 3 parallel an geordnete Stützelemente 14, 15 und 16, 17 auf. Letztere sind mit einem wenigstens teilweise hohlen Querschnitt versehen, wobei die Stützelemente 14 bis 17 der dargestellten Ausführung C-förmig ausgebildet sind und die dem oberen Ständerteil 4 zugeordneten Stützelemente 14, 15 den entsprechend grösseren Querschnitt aufweisen, sodass sie die Stützelemente 16, 17 des eingeschobenen unteren Ständerteils formschlüssig umfassen. Es könnte auch ein anderes offenes oder ein geschlossenes Querschnittsprofil für die Stützelemente 14 bis 17 gewählt werden, das eine relativ enge Einschubführung gewährleistet. Die erforderliche Stabilität der ineinandergesteckten Wickelbockelemente 2, 5 kann wie dargestellt durch eine Keilanordnung erreicht werden, indem der obere Ständerteil 4 an den freien Enden der Stützelemente 14, 15 auf schulter- oder sattelförmigen Auflagen 18 des unteren Ständerteils 13 einerseits zentrierend abgestützt und andererseits aufgehängt wird. Dies ist sowohl an den Innen- wie an den Aussenseiten der Stützelemente 14 bis 17 möglich. In der Zeichnung, insbesondere in Fig. 1, sind die unterschiedlich langen Befestigungsabschnitte 19, 20 des oberen Ständerteils 4 ersichtlich. D.h., dass dadurch unterschiedlich grosse Wickeldurchmesser erstellt werden können, wenn wahlweise das freie Ende des kürzeren Befestigungsabschnittes 19 oder das freie Ende des längeren Befestigungsabschnittes 20 des oberen Ständerteils 4 mit dem unteren Ständerteil 13 vereint wird. Diese Möglichkeit gestattet eine optimale Nutzung eines Lager- oder Transportraumes eines Fahrzeuges. Fig. 1 vermittelt weiterhin mit strichpunktierter Linie die minimale Auslagerungshöhe der Dreh- oder Wickelachse bei der Entnahme des oberen Wickelbockelementes 2 vom unteren 5. Zum Transport der Vorrichtung sind am unteren Ständerteil 13 Ausnehmungen 30 vorgesehen, durch welche die Vorrichtung bspw. von einem Stapler aufgenommen werden kann. Das Abheben des oberen Ständerteils 4 vom unteren 13 kann durch eine ebensolche Transportvorrichtung an Ersterem erfolgen. Das Positionieren und Spannen des Wickelbandes im Betriebs- wie auch im Ruhestand der Vorrichtung kann durch schon bekannte Methoden erreicht werden.
Claims (13)
1. Vorrichtung (1) zum Auf- oder Abwickeln von mehrheitlich flachen Druckprodukten auf einen bzw. von einem Wickelkern (3), der stirnseitig mit einem durch die Drehachse (8) des Wickelkerns (3) etwa senkrecht durchgesetzten Wickelbock (2, 5) fest verbunden ist, und dem zur Bildung von Wickellagen der Druckprodukte wenigstens ein von einem Wickeldorn (7) abrollbares, dem Wickelkern (3) unterschlächtig zugeführtes Wickelband (10) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickelbock (2, 5) aus einem mit dem Wickelkern (3) fest verbundenen, oberen Ständerteil (4), und einem mit diesem lösbar verbundenen, einen Wickelbockfuss (12) aufweisenden unteren Ständerteil (13) gebildet ist.
2.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Ständerteil (4) durch die Drehachse (8) des Wickelkerns (3) geteilt unterschliedlich lange Befestigungsabschnitte (19, 20) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden der Befestigungsabschnitte (19, 20) des oberen Ständerteils (4) an dem unteren Ständerteil (13) des Wickelbocks (2, 5) auf- oder einsteckbar ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ständerteile (4, 13) im Trennbereich einen gemeinsamen Auf- oder Einsteckabschnitt bilden.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der obere und der untere Ständerteil (4, 13) durch jeweils zwei voneinander beabstandete, parallele Stützelemente (14, 15, 16, 17) ausgebildet ist.
6.
Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützelemente (14, 15, 16, 17) einen hohl ausgebildeten Querschnitt aufweisen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Stützelemente (14, 15, 16, 17) C-förmig ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die die auf- oder einsteckbaren Stützelemente (14, 15) des oberen Ständerteils (4) aufnehmenden Stützelemente (16, 17) des unteren Ständerteils (13) im Bereich ihres oberen Endes jeweils eine zentrierende Auflage aufweisen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagen an den Stützelementen (16, 17) des unteren Ständerteils (13) nach innen oder aussen vorstehend angeordnet sind.
10.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützelemente (16, 17) des unteren Ständerteils (13) etwa senkrecht stehend am Wickelbockfuss befestigt sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Ständerteil (13) zur Lagerung des Wickelbandes (10) ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das durch den oberen Ständerteil (4) und den Wickelkern (3) gebildete obere Wickelbockelement (2) beim Auf- oder Abwickeln von Druckprodukten von dem unteren Ständerteil (13) getrennt bzw. beim Transport oder Lagern vereint mit diesem angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Ständerteil (13) Mittel (30) zum Eingreifen einer Transportvorrichtung aufweist.
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