Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Holzrahmenfenster mit mindestens zwei Glasscheiben gemäss Oberbegriff von Patentanspruch 1. Ein solches Fenster ist aus der DE-A 196 42 175 bekannt, wobei im tragenden Schenkel des Holzrahmens mit Innengewinde versehene Gewindehülsen angeordnet sind und in diese Gewindehülsen Gewindestifte eingeschraubt werden, die in die U-förmigen Profilabschnitte eingreifen und die Isolierglasscheiben im Holzrahmen fixieren. Die äussere Scheibe ist grösser als die innere Scheibe, wodurch sich auf dem Flügelrahmen äussere Leisten erübrigen. Einerseits bewirken die Schrauben eine recht aufwendige Befestigung der Glasscheiben, und andererseits ist ein solches Fenster für einen so genannten Blockrahmen gedacht, der als Ganzes in eine Maueröffnung eingebracht und dort befestigt wird.
Auch aus der FR-A 2 724 971 ist ein Holzrahmenfenster mit zwei Glasscheiben bekannt, bei dem die äussere Glasscheibe grösser ist als die innere und daher von aussen kein Holzrahmen sichtbar ist. Auch dieses Fenster ist als so genanntes Blockrahmenfenster ausgebildet.
Es ist von diesem Stand der Technik ausgehend Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Holzrahmenfenster mit mindestens zwei Glasscheiben anzugeben, wobei die äusserste Scheibe grösser ist als die anderen Scheiben, das für eine so genannte Blendrahmenkonstruktion geeignet ist und eine sehr einfache Herstellung erlaubt. Diese Aufgabe wird mit dem Holzrahmenfenster gemäss den Patentansprüchen gelöst.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer Zeichnung von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt in einem Vertikalschnitt ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung und
Fig. 2 zeigt als Ausführungsvariante im selben Vertikalschnitt ein Holzrahmenfenster mit Dreifachverglasung,
Fig. 3 zeigt einen Horizontalschnitt des Holzrahmenfensters gemäss Fig. 1,
Fig. 4 zeigt in einer Detailvergrösserung des Vertikalschnitts eine Variante mit Kämpfer und
Fig. 5 zeigt in einer Detailvergrösserung des Horizontalschnitts eine Variante mit Setzholz.
Der Vertikalschnitt von Fig. 1 zeigt das Holzrahmenfenster 1 mit der inneren Glasscheibe 2 und der äusseren Glasscheibe 3, die über einen Abstandhalter 4 miteinander verbunden sind, wobei der Innenraum 5 mit einem Schutzgas und/oder anderen an sich bekannten Materialien versehen sein kann. Die Isolierglasscheiben sind im Fensterflügel 6 mit dem tragenden Schenkel 7 und dem Schenkel 8 über eine Gummidichtung 9 und über ein Halteprofil 10 eingefügt. Der Flügel 6 ist in einem Holzrahmen 11 angebracht, wobei der Flügel gemäss Fig. 3 in diesem Ausführungsbeispiel einer der beiden Flügel dieses Fensters 1 ist.
Der Rahmen 11 ist als Blendrahmen ausgeführt, das heisst er befindet sich nicht in der \ffnung 12 des Mauerwerks 13, sondern ist an der Mauer angeschlagen, sodass sich nur im Wesentlichen die Glasscheiben innerhalb der Maueröffnung befinden. Zwischen dem Rahmen 11 und dem Mauerwerk 13 ist üblicherweise eine Isolationsschicht 14 angeordnet. Unten ist am Blendrahmen 11 der so genannte Wetterschenkel 45 mit dem Steckprofil 15 und mit dem Stecker 16 angebracht, der sich auf der Fensterbank 46 abstützt, wobei am Profilende, das gegen die Fensterscheibe 3 weist, ein Abdichtungsprofil 17 angeordnet ist.
Wie bereits erwähnt, ist die äussere Scheibe 3 grösser als die innere Scheibe 2 und erstreckt sich im Wesentlichen über die gesamte Höhe und Länge der lichten \ffnung des Blendrahmens. Insbesondere geht aus der Zeichnung hervor, dass, in Abweichung zu den bekannten Blendrahmen-Holzfenstern, der Flügelrahmen 6 aussen kein Holzprofil aufweist, das die äussere Glasscheibe umfasst, wodurch, neben dem optischen Aspekt, ein Vorteil darin zu sehen ist, dass der Unterhalt und die Reinigung solcher Fenster wesentlich vereinfacht werden. Insbesondere sind bei bekannten Holzrahmenfenstern die Aussenprofile des Flügelrahmens trotz Beschichtung, Verkleidung und dergleichen Behandlung witterungsanfällig und müssen nach einer gewissen Zeit entweder neu behandelt oder ausgetauscht werden. Zudem ist die Reinigung nur von Glasscheiben einfacher als von Holzrahmen mit Glasscheiben.
Während am unteren Schenkel des Blendrahmens das an sich bekannte Profil des Wetterschenkels auf der Fensterbank verwendet werden kann, ist am oberen Schenkel 18 des Blendrahmens 11 eine Rahmenabdeckung 19 angeordnet, die ein L-förmiges Profil aufweist und um die untere Kante des Blendrahmenschenkels herumreicht. Die Rahmenabdeckung 19 ist über eine Befestigungsleiste 20 in einer Rille 21 im Aussenteil des Blendrahmenschenkels 18 befestigt, und das gegen die äussere Glasscheibe 3 weisende Ende 22 der Rahmenabdeckung ist U-förmig ausgebildet, um ein Dichtungsprofil 23 aufzunehmen.
Um den optischen Eindruck zu verbessern oder zu ändern, kann die äussere Scheibe 3 an ihrer Innen- oder Aussenseite mit einer Beschichtung 24, beispielsweise einem Siebdruck, versehen sein.
Aus Fig. 1 und deren Beschreibung geht hervor, dass einerseits für Fenster mit Blendrahmen ein optisch neuer Aspekt geschaffen worden ist, indem sich das Glas über die gesamte \ffnung erstreckt, ohne dass Holzprofile sichtbar vorhanden sind, wodurch sich auch eine wesentliche Vereinfachung der Instandhaltung und der Reinigung ergibt, und dass andererseits bewährte Elemente von Holzrahmenfenstern übernommen werden können, um optimale Werte bezüglich Wärmehaltigkeit, Schallschutz und Schlagregendichtigkeit zu erhalten.
Die Ausführungsvariante gemäss Fig. 2 ist bis auf wenige Punkte identisch mit derjenigen gemäss Fig. 1, wobei zwischen der äusseren Glasscheibe 3 und der inneren Glasscheibe 2 von Fenster 25 eine dritte, mittlere Glasscheibe 26 angeordnet ist, wodurch anstelle eines Abstandhalters 4 zwei Abstandhalter 27 und 28 verwendet werden müssen. Der Rest des Fensterflügels und des Fensterrahmens ist identisch zur vorhergehenden Konstruktion. Es ist selbstverständlich, dass dies auch für die nachfolgenden Ausführungsvarianten gilt, das heisst, dass sämtliche Vorteile der Erfindung für Zwei-Scheiben- auch für Drei-Scheiben-Isolierglasfenster gelten.
Im Horizontalschnitt von Fig. 3 des Holzrahmenfensters von Fig. 1 ist ein zweiflügliges Fenster eingezeichnet, wobei die beiden Flügel 6 und 29 wie üblich komplementär zueinander ausgebildet sind, während die Verglasung, das heisst die innere kleinere und die äussere grössere Glasscheibe, identisch ist. Ferner geht aus Fig. 3 hervor, dass sich die Rahmenabdeckung 19 oben nicht nur am oberen Blendrahmenschenkel 18 befindet, sondern auch an den Seiten, in den seitlichen Blendrahmenschenkeln 30 und 31. Ferner sind die Flügelrahmenschenkel 32 und 33 bzw. 34 und 35 zu erkennen. Zwischen den äusseren Glasscheiben ist eine im Flügelrahmenschenkel 33 befestigte Dichtung 49 angebracht.
In Fig. 4 erkennt man in einer Ausschnittsvergrösserung des Horizontalschnitts eine Ausführungsvariante mit einem Kämpfer 36, wobei ein Kämpfer dahingehend definiert ist, dass er sich bei grosser Fensterhöhe zwischen den unteren und oberen Flügeln befindet, wobei es sich hier um ein Holzprofil handelt. Ein Kämpfer als horizontale Rahmenunterteilung bei hohen Maueröffnungen wird dann angewandt, wenn die unteren Fensterflügel fest eingebaut und nur die oberen beweglich gehalten werden, oder umgekehrt. Der Wetterschenkel 45 mit dem Steckerprofil 15 und dem Stecker 16 ist an der oberen Kante des Kämpfers 36 befestigt, während an der Aussenfläche 37 unten die Rahmenabdeckung 19 gleich befestigt ist wie am Blendrahmen.
Die Aussenseite 37 des Kämpfers ist zu seinem Schutz und aus optischen Gegebenheiten mit einer ähnlichen Scheibe 38 wie die Aussenscheibe 3 versehen. Dabei ist diese Scheibe mit geeigneten Mitteln an der Aussenseite des Kämpfers befestigt. Oberhalb des Kämpfers befindet sich der Fensterflügel 6 oder 29, während unterhalb des Kämpfers der Fensterflügel 39 fest angeschlagen, oder aber auch beweglich sein kann.
Fig. 5 zeigt in einer Ausschnittsvergrösserung eines Vertikalschnitts ein so genanntes Setzholz 40, das entweder bewegliche Flügel bei langen Fenstern unterteilt oder einen beweglichen Flügel und einen fest angeschlagenen Flügel. In Fig. 5 ist oben ein Schenkel, beispielsweise Schenkel 7 von Flügel 6 eingezeichnet, und unterhalb des Setzholzes ein anderer Schenkel 41 eines Flügels 42. An der Aussenfläche 43 des Setzholzes ist oben und unten je eine Rahmenabdeckung 19 angebracht und darüber eine Scheibe 44, die ähnlich der äusseren Scheiben 3 der Verglasungen ausgebildet ist und mittels geeigneter Mittel an der Aussenseite 43 angebracht ist. Die übrigen Teile sind wie vorgehend, beispielsweise wie in Fig. 2, ausgebildet und haben daher die gleichen Bezugsziffern.
Aus der Zeichnung geht ferner hervor, dass das Fenster weitere Dichtungen 48 aufweist, um die Flügelschenkel gegenüber dem Blendrahmen, Kämpfer oder Setzholz zu dichten.
The present invention relates to a wooden frame window with at least two glass panes according to the preamble of claim 1. Such a window is known from DE-A 196 42 175, wherein threaded sleeves provided with an internal thread are arranged in the supporting leg of the wooden frame and threaded pins are screwed into these threaded sleeves that engage in the U-shaped profile sections and fix the insulating glass panes in the wooden frame. The outer pane is larger than the inner pane, which eliminates the need for outer strips on the casement. On the one hand, the screws result in a rather complex fastening of the glass panes, and on the other hand, such a window is intended for a so-called block frame, which is inserted as a whole into a wall opening and fastened there.
A wooden frame window with two glass panes is also known from FR-A 2 724 971, in which the outer glass pane is larger than the inner one and therefore no wooden frame is visible from the outside. This window is also designed as a so-called block frame window.
Starting from this prior art, it is an object of the present invention to provide a wooden frame window with at least two glass panes, the outermost pane being larger than the other panes, which is suitable for a so-called frame construction and allows very simple manufacture. This task is solved with the wooden frame window according to the patent claims.
The invention is explained in more detail below with reference to a drawing of exemplary embodiments.
Fig. 1 shows in a vertical section a first embodiment of the invention and
2 shows an embodiment variant in the same vertical section of a wooden frame window with triple glazing,
3 shows a horizontal section of the wooden frame window according to FIG. 1,
Fig. 4 shows a detail enlargement of the vertical section of a variant with fighter and
5 shows an enlarged detail of the horizontal section of a variant with set timber.
The vertical section of FIG. 1 shows the wooden frame window 1 with the inner glass pane 2 and the outer glass pane 3, which are connected to one another via a spacer 4, it being possible for the interior space 5 to be provided with a protective gas and / or other materials known per se. The insulating glass panes are inserted in the window sash 6 with the supporting leg 7 and the leg 8 via a rubber seal 9 and a holding profile 10. The wing 6 is mounted in a wooden frame 11, the wing according to FIG. 3 being one of the two wings of this window 1 in this exemplary embodiment.
The frame 11 is designed as a frame, that is, it is not located in the opening 12 of the masonry 13, but is attached to the wall, so that only the glass panes are essentially within the wall opening. An insulation layer 14 is usually arranged between the frame 11 and the masonry 13. At the bottom of the frame 11, the so-called weatherboard 45 is attached with the plug profile 15 and with the plug 16, which is supported on the window sill 46, a sealing profile 17 being arranged at the end of the profile which points against the window pane 3.
As already mentioned, the outer pane 3 is larger than the inner pane 2 and extends essentially over the entire height and length of the clear opening of the frame. In particular, it can be seen from the drawing that, in contrast to the known window frame wooden windows, the casement 6 does not have a wooden profile on the outside, which encompasses the outer glass pane, which, apart from the optical aspect, is an advantage in that the maintenance and the cleaning of such windows can be significantly simplified. In particular, in the case of known wooden frame windows, the outer profiles of the casement are susceptible to the weather despite coating, cladding and the like treatment and must either be re-treated or replaced after a certain time. In addition, cleaning only glass panes is easier than wooden frames with glass panes.
While on the lower leg of the frame the known profile of the weatherboard can be used on the window sill, a frame cover 19 is arranged on the upper leg 18 of the frame 11, which has an L-shaped profile and extends around the lower edge of the frame leg. The frame cover 19 is fastened via a fastening strip 20 in a groove 21 in the outer part of the frame leg 18, and the end 22 of the frame cover facing the outer glass pane 3 is U-shaped to accommodate a sealing profile 23.
In order to improve or change the visual impression, the outer pane 3 can be provided on its inside or outside with a coating 24, for example screen printing.
1 and its description show that on the one hand a visually new aspect has been created for windows with a window frame, in that the glass extends over the entire opening without wooden profiles being visibly present, which also significantly simplifies maintenance and cleaning results, and on the other hand, proven elements can be adopted from wooden frame windows in order to obtain optimal values with regard to heat retention, sound insulation and driving rain tightness.
The embodiment variant according to FIG. 2 is identical to that according to FIG. 1 except for a few points, a third, middle glass pane 26 being arranged between the outer glass pane 3 and the inner glass pane 2 of window 25, as a result of which two spacers 27 instead of one spacer 4 and 28 must be used. The rest of the window sash and window frame are identical to the previous construction. It goes without saying that this also applies to the following design variants, that is to say that all the advantages of the invention apply to double-pane and also three-pane insulating glass windows.
In the horizontal section of FIG. 3 of the wooden frame window of FIG. 1, a two-leaf window is shown, the two sashes 6 and 29 being, as usual, complementary to one another, while the glazing, i.e. the inner smaller and the outer larger glass pane, is identical. 3 that the frame cover 19 is located not only on the upper frame leg 18, but also on the sides, in the side frame legs 30 and 31. Furthermore, the sash legs 32 and 33 or 34 and 35 can be seen . A seal 49 fastened in the casement leg 33 is fitted between the outer glass panes.
4, an enlarged version of the horizontal section shows an embodiment variant with a fighter 36, a fighter being defined in such a way that it is located at a large window height between the lower and upper sashes, which is a wooden profile. A fighter as a horizontal frame partition for high wall openings is used when the lower window sash is firmly installed and only the upper one is kept movable, or vice versa. The weather bar 45 with the plug profile 15 and the plug 16 is fastened to the upper edge of the fighter 36, while the frame cover 19 is fastened to the outer surface 37 below in the same way as to the frame.
The outside 37 of the fighter is provided with a disk 38 similar to the outer disk 3 for its protection and for optical reasons. This disk is attached to the outside of the fighter using suitable means. The window sash 6 or 29 is located above the fighter, while below the fighter the window sash 39 is firmly attached or can also be movable.
FIG. 5 shows an enlarged detail of a vertical section of a so-called setting wood 40, which either divides movable sashes in long windows or a movable sash and a firmly attached sash. 5 shows a leg, for example leg 7 of wing 6, and another leg 41 of a wing 42 below the set wood. which is similar to the outer panes 3 of the glazing and is attached to the outside 43 by means of suitable means. The remaining parts are designed as above, for example as in Fig. 2, and therefore have the same reference numerals.
It can also be seen from the drawing that the window has further seals 48 in order to seal the wing legs with respect to the frame, fighter or set timber.