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CH678951A5 - - Google Patents

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Publication number
CH678951A5
CH678951A5 CH3091/88A CH309188A CH678951A5 CH 678951 A5 CH678951 A5 CH 678951A5 CH 3091/88 A CH3091/88 A CH 3091/88A CH 309188 A CH309188 A CH 309188A CH 678951 A5 CH678951 A5 CH 678951A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
motor
switching
arrangement according
control circuit
circuit
Prior art date
Application number
CH3091/88A
Other languages
English (en)
Inventor
Stefan Wieczorek
Original Assignee
Skf Textilmasch Komponenten
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Skf Textilmasch Komponenten filed Critical Skf Textilmasch Komponenten
Publication of CH678951A5 publication Critical patent/CH678951A5/de

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H1/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
    • D01H1/14Details
    • D01H1/20Driving or stopping arrangements
    • D01H1/24Driving or stopping arrangements for twisting or spinning arrangements, e.g. spindles
    • D01H1/244Driving or stopping arrangements for twisting or spinning arrangements, e.g. spindles each spindle driven by an electric motor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

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CH 678 951 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Schaitungsanordnung für Textilmaschinen, insbesondere Spinnmaschinen mit Einzelmotorantrieb der Spindeln, welche die Merkmale des Oberbegriffes des Patentanspruches 1 aufweist.
Da Textilmaschinen der vorstehend genannten Art eine Vielzahl, beispielsweise über 500, An-triebsmotoren aufweisen können, erfordert bereits die Stromversorgung eine Vielzahl von Leitungen. Hinzu kommen noch die Steuerleitungen. Störend ist jedoch nicht nur der Aufwand für diese Leitungen und ihre Verlegung in Kabelkanälen, sondern auch die Herstellung der vielen Verbindungen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art zu schaffen, mit der sich der Aufwand der bekannten Anordnungen reduzieren lässt, die aber dennoch universell einsetzbar ist. Diese Aufgabe löst eine Schaltungsanordnung mit den Merkmalen des Anspruches 1.
Für den Aufbau der Schaltungsanordnung braucht nur die von der Zahl der einzelnen Aggregate abhängige Anzahl von Grundplatten vorgesehen und mit der notwendigen Anzahl von Motorplatinen bestückt zu werden. Damit ist die erfindungsge-mässe Schaltungsanordnung für alle in Frage kommenden Textilmaschinen anwendbar. Vor allem kann die vollständige Montage ohne weiteres vom Maschinenhersteller vorgenommen werden, da ausser der Bestückung der Grundplatten mit den erforderlichen Mötorplatinen nur die Herstellung der Verbindungen zwischen den Aggregaten und den Motorplatinen sowie zwischen der gemeinsamen Verbindungsleitung und einer der miteinander zu verbindenden Grundplatten erforderlich ist. Erleichtert wird die Montage darüber hinaus dadurch, dass die Zahl der von der zentralen Energieversorgung zu den Grundplatten zu führenden Verbindungsleitungen gering ist, was zusammen mit der Verwendung von Grundplatten und Mötorplatinen dazu beiträgt, die gesamte Schaltungsanordnung in einem relativ kleinen Kabelkanal anordnen zu können. Ein solcher Kabelkanal kann in der Schutzart IP 54 ausgeführt sein, wodurch die gesamte Schaltungsanordnung einen entsprechend hohen Schutz hat. Ausserdem kann ein derartiger Kabelkanal auch der Abschirmung der Schaitungsanordnung dienen.
Durch den Aufbau der Schaitungsanordnung aus Grundplatten und Motorplatinen ergibt sich der weitere Vorteil, dass die Schaitungsanordnung sich gut an unterschiedliche Grössen von Textilmaschinen der in Hede stehenden Art anpassen lässt. Beispielsweise kann eine aus mehreren Grundplatten bestehende Gruppe gebildet werden, welche ebenso wie die Motorplatinen und die Grundplatten den Vorteil bietet, dass Störungen auf einen möglichst kleinen Teil der Maschine beschränkt werden können und die Zuleitungen, Schaltgeräte und Schutzeinrichtungen für kleinere Leistungen ausgelegt werden können. Ein weiterer, wesentlicher Vorteil besteht darin, dass im Bedarfsfälle der Anschluss der Aggregate an den Mötorplatinen und die Verbindung dieser mit ihrer Grundplatte leicht gelöst werden kann. Daher ist ein problemloser, sicherer und schneller Austausch der Motoren, der Motorplatinen und der Grundplatten möglich. Schliesslich bietet die erfindungsgemässe Lösung auch die Mög- r lichkeit einer Automatisierung der Maschine. Die Übertragung der hierzu erforderlichen Signale und Befehle kann nämlich mittels eines Leitungssystems y erfolgen, das ebenso wie dasjenige der Energieversorgung aufgebaut ist, so dass die erforderlichen Verbindungen ebenso wie diejenigen der Energieversorgungsleitungen, vorzugsweise gleichzeitig mit diesen, mittels entsprechender Stecker hergestellt werden können. Aber auch wenn keine Automatisierung vorgesehen ist, kann ein solches Steuerleitungssystem vorteilhaft sein, beispielsweise für die Fadenüberwachung und/oder die Ermittlung und Weiterleitung des Istwertes der Motordrehzahl an die Maschinensteuerung.
Die Motorplatinen sind vorzugsweise elektrisch über Steckverbindungen und mechanisch mittels eines Schnappverschlusses mit der zugeordneten Grundplatte verbunden, um in möglichst einfacher Weise diese Verbindungen herstellen und wieder lösen zu können.
Die Grundplatten sind vorzugsweise ebenfalls als Platinen ausgebildet, die auf der der Motorplatine abgekehrten Rückseite Leiterbahnen fragen,
welche die Energieversorgungsleitungen und, soweit vorhanden, die Signalübertragungsleitungen bilden. Die Anzahl und Länge der zu verlegenden Kabel wird hierdurch auf ein Minimum reduziert. Ausserdem lassen sich problemlos die für den Anschluss der Motorplatinen erforderlichen Steckverbindungselemente mit den zugehörigen Leiterbahnen verbinden. Besonders zweckmässig ist es,
wenn sich die Leiterbahnen geradlinig in Längsrichtung der Grundplatte erstrecken, da dann für alle Motorplatinen in gleicher Weise die Verbindungen hergestellt werden können. Die Motorplatinen werden nämlich zweckmässigerweise in einer Reihe nebeneinander auf der zugeordneten Grundplatte angeordnet, da in der Regel auch die Aggregate der Maschine in einer derartigen Reihe nebeneinander angeordnet sind. In besonders einfacher und raumsparender Weise lassen sich die Verbindungen zwischen den Leiterbahnen der einzelnen Grundplatten dann herstellen, wenn die hierfür erforderlichen Anschlussstellen an den beiden Enden der Grundplatten angeordnet sind.
Die Mötorplatinen tragen alle erforderlichen Schaltungselemente. Sofern eine elektrische Ab-bremsung der Motoren nach dem Ausschalten erwünscht ist, wie dies bei Spinnmaschinen der Fall ist, kann man beispielsweise zwei Relais auf jeder t Motorplatine vorsehen, welche gemäss Anspruch 9 in die Schaltung eingebaut sind. Ein besonderer Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass der für die Bremsung der Motoren benötigte Gleichstrom s dem Drehstrom-Stromversorgungssystem entnommen wird. Die Motorplatinen können ausserdem Zeitglieder tragen, welche beispielsweise die Bremszeit festlegen, den Übergang vom Motorbetrieb auf den Bremsbetrieb verzögern oder verhindern,
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dass ein Signal eines Fadenwächters sofort zu einer Abschaltung des zugeordneten Motors führt. Weiterhin kann jede Motorplatine gegebenenfalls erforderliche logische Schaltungen tragen, beispielsweise um zu verhindern, class während des Bremsvorgangs oder bei einer Übertemperatur des Motors dieser eingeschaltet werden Kann.
Im folgenden ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel im einzelnen erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 eine schematisch dargestellte Draufsicht auf eine Spinnmaschine und die ihr zugeordnete Schaitungsanordnung,
Fig. 2 eine unvollständig dargestellte Draufsicht auf ein Gruppe von Grundplatten der in Fig. 1 dargestellten Schaitungsanordnung,
Fig. 3 einen vergrössert dargestellten Ausschnitt aus Fig. 2,
Fig. 4 eine unvollständig dargestellte Draufsicht auf eine der in Fig. 2 dargestellen Grundplatten mit den auf dieser angeordneten Motorplatinen,
Fig. 5 eine Ansicht von unten der in Fig. 4 dargestellten Grundplatte,
Fig. 6 ein Blockschaltbild der auf jeder Motorplatine angeordneten Schaltung,
Fig. 7a bis 7c die Schalteinrichtung jeder Motorplatine in ihren drei möglichen Schaltstellungen, Fig. 8 den Signalplan der Motorsteuerung.
Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Spinnmaschine hat 576 Spindeln, die in zwei gleichen Reihen auf der einen bzw. anderen Maschinenseite in Maschinenlängsrichtung nebeneinander angeordnet sind. Jede Spindel wird von einem Drehstromasynchronmotor 1 angetrieben. Von diesen Motoren sind nur die ersten und letzten der beiden Reihen sowie der letzte einer ersten Gruppe schematisch in Fig. 1 dargestellt. Die Spindeln jeder Reihe sind in je drei Gruppen unterteilt. Da die Teilung der Maschine, d.h. die für jede Spindel und den sie antreibenden Motor 1 in Maschinenlängsrichtung zur Verfügung stehenden Breite 75 mm beträgt, haben die Gruppen je eine Länge von 7200 mm. Jede Gruppe umfasst 96 Spindeln mit der entsprechenden Anzahl von Motoren.
Am einen Ende der Spinnmaschine ist eine Ëner-gieversorgungs- und Steuerungseinrichtung 2 vorgesehen, von der aus an beiden Längsseiten je ein nicht dargestellter Kabelkanal bis zum anderen Maschinenende verläuft. In jedem dieser Kabelkanäle ist eine sich in Längsrichtung des Kabelkanals erstreckende Reihe von Grundplatten 3, zusammen-gefasst zu je einer der sechs Gruppen, angeordnet. Im Ausführungsbeispiel besteht jede dieser Reihen aus drei mal zwölf Grundplatten 3, die alle gleich ausgebildet sind und eine langgestreckte, rechteckförmige Form haben.
Die Grundplatten 3 sind als Platinen ausgebildet. Sie sind auf ihrer Unterseite mit Leiterbahnen 4 versehen, die sich geradlinig über die gesamte Länge der Grundplatte 3 erstrecken. Vier dieser Leiterbahnen 4 sind den drei Phasen RST sowie dem Schutzleiter des Energieversorgungssystems zugeordnet. Zwei dieser Leiterbahnen 4 dienen der Übertragung der Steuerspannung. Zusätzliche Leiterbahnen 5 erstrecken sich vom einen Ende der Grundplatte 3 zu je einem der gleich grossen, nebeneinander liegenden acht Abschnitte. Am anderen Ende der Grundplatte 3 sind Leiterbahnen 6 eines Verstärkers einer Drehzahlsonde vorgesehen.
Wie Fig. 4 zeigt, tragen die Grundplatten 3 auf ihrer Oberseite an beiden Enden je eine Klemmleiste 7 und am einen Ende neben dieser eine Steckverbindungsleiste 8, deren einzelne Pole mit den einzelnen Leiterbahnen 6 verbünden sind. Die Pole der Klemmleisten 7 sind mit den Leiterbahnen 4 verbunden. Nicht dargestellte Flachbandkabel mit Steckern stellen die Verbindung zwischen den Klemmleisten 7 benachbarter Grundplatten her, wie dies in Fig. 3 schematisch dargestellt ist. Ferner zeigen die Fig. 2 und 3, dass die zu einer Gruppe zusammengeschalteten Grundplatten 3 in der Mitte der Gruppe, bei zwölf Grundplatten 3 pro Gruppe also zwischen der sechsten und siebten Grundplatte, über die eine Klemmleiste 7 an ein sechsadriges Versorgungskabel angeschlossen sind, das im Kabelkanal neben den Grundplatten 3 liegt und zur Energieversor-gungs- und Steuereinrichtung 2 verläuft. In jedem der beiden Kabelkanäle liegen deshalb, wie auch Fig. 1 zeigt, nur drei dieser Versorgungskabel 9, die je bis zur Mitte der über sie zu versorgenden Gruppe verlaufen.
Zwischen den beiden Klemmleisten 7 sind auf der Vorderseite jeder Grundplatte 3 acht gleich ausgebildete Motorplatinen 10 nebeneinander in Längsrichtung der Grundplatte 3 anordenbar. Über nicht dargestellte Steckverbindungen ist jede Motorpiati-ne 10 mit den Leiterbahnen 4 und 5 lösbar verbunden. Ebenfalls nicht dargestellte Schnappverschlüsse bilden eine lösbare mechanische Verbindung zwischen der Grundplatte 3 und jeder der Motorplatinen 10. Wegen des zwischen zwei nebeneinander angeordneten Grundplatten 3 vorhandenen Abstandes und des Platzes für die Klemmleisten 7 ist die in Längsrichtung der Grundplatte 3 gemessene Breite der Motorplatinen 10 etwas geringer als die Teilung der Maschine. Hierdurch ist sichergestellt, dass jede Motorplatine 10 zumindest annähernd auf das an sie anzuschliessende Aggregat ausgerichtet ist.
Jede Motorplatine 10 trägt auf ihrer der Grundplatte 3 abgekehrten Seite eine Schalteinrichtung 11, die einerseits mit den Leiterbahnen 4 und andererseits mit dem zugeordneten Drehstromasynchronmotor 1 verbunden ist. Diese Schalteinrichtung 11 besteht aus zwei zweipoligen Relais 12 und 13, die ihren Erregerstrom über die Steuerspannung führenden Leiterbahnen erhalten. Wie die Fig. 7a bis 7c zeigen, liegen die beiden Schaltstrecken des einen Relais 12 in awei der drei über je eine Sicherung 14 zum Drehstromasynchronmotor 1 führenden Leitungen. In der dritten dieser Leitungen liegt die eine Schaltstrecke des Relais 13, deren andere Schaltstrecke im erregten Zustand des Relais eine Diode 15 parallel zu der einen Schaltstrecke des Relais 12 legt, sofern diese Schaltstrecke geöffnet ist. Eine Freilaufdiode 16 schliesst die bei einer Gleichsiromerregung stromdurchflossenen beiden Phasen
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kurz, wenn das Relais 13 die Gleichstromerregung unterbricht.
Wie Fig. 7a zeigt, ist der Drehstromasynchronmotor 1 von dem ihn mit Energie versorgenden, in der Energieversorgungs- und Steuereinrichtung 2 angeordneten Umrichter getrennt, wenn beide Relais 12 und 13 nicht erregt sind. Sind beide Relais 12 und 13 erregt, dann sind, wie Fig. 7b zeigt, die drei Phasen des Drehstromasynchronmotors 1 an die drei entsprechenden Leiterbahnen 4 angeschlossen. Der Motor arbeitet dann mit der ihm über den Umrichter vorgegebenen Drehzahl. Ist nur das Relais 13 erregt, dann wird der Drehstromasynchronmotor 1 mittels des durch die Diode 15 gleichgerichteten Stromes gebremst.
Jede der Mötorplatinen 10 trägt ausser der Schalteinrichtung 11 eine Steuerschaltung 17 und, wie Fig. 6 zeigt, drei Zeitglieder 18, 19 und 20. Alle diese Baugruppen werden über die Leiterbahnen 4 mit der erforderlichen Steuerspannung versorgt, die im Ausführungsbeispiel 24 V beträgt. Die Steuerschaltung 17 ist sowohl mit der Schalteinrichtung
11 als auch den beiden Zeitgliedern 18 und 20 verbunden, welche im Ausführungsbeispiel eine Verzögerungszeit von 200 ms bzw. 12 s haben.
Ferner sind an die Steuerschaltung 17 ein manuell betätigbarer, nicht dargestellter Taster, ein die Motortemperatur überwachender, in Fig. 6 mit PTC bezeichneter Sensor sowie ein Fadenwächter angeschlossen, welcher einen Abschaltbefehl gibt, wenn der dem zugeordneten Aggregat zugeführte Faden reisst. Das Zeitglied 19 ist dem Zeitglied 18 nachgeordnet und bestimmt die Zeit, nach der bei einer Bremsung mit Gleichstrom das Relais 13 abgeschaltet wird. Wenn, wie Fig. 8 zeigt, zum Zeitpunkt T1 die Maschine gestartet wird, werden die beiden Relais
12 und 13 erregt. Alle Aggregate werden damit in Betrieb gesetzt. Die beiden Relais 12 und 13 werden ebenfalls erregt, wenn sie zuvor entregt waren und mittels des Tasters ein Hnschaltbefehl gegeben wird. Erzeugt der Taster zum Zeitpunkt T2 erneut ein Signal, dann werden zunächst beide Relais 12 und 13 ausgeschaltet. Die Ausschaltung des Relais
13 erfolgt jedoch nur für die vom Zeitglied 18 vorgegebene Dauer von beispielsweise 200 ms. Diese Zeit reicht aus, um die magnetische Energie, die im Motor nach dem Abschalten noch vorhanden ist, abzubauen. Zu dem gegenüber dem Zeitpunkt T2 durch das Zeitglied 18 verzögerten Zeitpunkt T3 wird das Relais 13 wieder erregt, wodurch die Bremsung des Drehstromasynchronmotors 1 mit Gleichstrom eingeleitet wird. Nach der durch das Zeitglied 19 festgelegten Bremszeit von beispielsweise 2,5 s wird das Relais 13 wieder abgeschaltet.
Sofern der mittels der Diode 15 gleichgerichtete Bremsstrom zu gross sein sollte, ersetzt man die Diode durch einen Thyristor mit einer zugeordneten Phasenanschnittsteuerung. Der Bremsstrom kann dann auf einen niedrigeren Wert eingestellt werden.
In die Steuerschaltung 17 ist eine Verriegelungsschaltung integriert, die eine Erregung des Relais 13 verhindert, wenn während eines Bremsvorgangs mittels des Tasters ein Einschaltbefehl gegeben wird. Erst nach der Abschaltung des Relais 13 am Ende eines Bremsvorgangs, beispielsweise zum
Zeitpunkt T5, bewirkt ein Einschältbefehl des Tasters die Erregung beider Relais 12 und 13 und damit das Wiedereinschalten des zugeordneten Drehstromasynchronmotors 1.
Steigt die Motortemperatur über einen vorgegebenen oberen Grenzwert hinaus, beispielsweise über eine Temperatur von 90°C, dann gibt der Temperatursensor an die Steuerschaltung 17 einen Abschaltbefehl, durch den in der vorstehend beschriebenen Weise die Abbremsung des Motors ausgelöst wird. Die Verriegelungsschaltung verhindert, dass, beispielsweise durch einen Befehl mittels des Tasters, der Motor wieder eingeschaltet werden kann, solange der Ausschaltbefehl des Temperatursensors wirksam ist.
Ein vom Fadenwächter infoige eines Fadenbruchs an die Steuerschaltung 17 gegebener Abschaltbefehl wird wegen des Zeitgliedes 20 nur wirksam, wenn die Zeitdauer dieses Signals die Verzögerungszeit des Zeitgliedes 20 überschreitet, die im Ausführungsbeispiel 12 s beträgt. Daher verhindert das vom Fadenwächter zum Zeitpunkt T7 gegebene Abschaltsignal nicht das Erregen der Relais 12 und 13 und damit das Einschalten des Drehstromasynchronmotors 1 durch ein Signal mittels des Tasters zum Zeitpunkt T8, falls zwischen T7 und T8 weniger als 12 s liegen. Ist das Abschaltsignal des Fadenwächters jedoch nach 12 s ab dem Zeitpunkt T8 zum Zeitpunkt T9 noch wirksam, dann läuft der vorstehend beschriebene Brems- und Abschaltvorgang ab. Wird nach dem Abbremsen des Drehstromasynchronmotors 1, beispielsweise zum Zeitpunkt T10, durch einen Befehl mittels des Tasters der Motor erneut eingeschaltet, dann bleibt er in Betrieb, sofern das vom Fadenwächter gegebene Abschaltsignal nach weniger als 12 s ab dem Zeitpunkt T10 verschwindet.
Ein Schaden in den auf der Motorplatine 10 angeordneten Schaltungskomponenten hat nur den Ausfall eines einzigen Aggregates zur Folge und kann durch ein Auswechseln der Motorplatinen 10 rasGh behoben werden. Ebenso rasch und einfach lassen sich die Grundplatten 3 austauschen, wobei nur die von ihr versorgten Aggregate betroffen sind. Aber auch dann, wenn die Stromversorgung oder Steuerung einer gesamten Gruppe gestört ist, können alle übrigen Gruppen ungestört weiterarbeiten.

Claims (12)

Patentansprüche
1. Schaitungsanordnung für Textilmaschinen, insbesondere Spinnmaschinen mit Einzelmotorantrieb der Spindeln, mit einer Mehrzahl von gleichen, in einer Reihe nebeneinander angeordneten, je einen Antriebsmotor aufweisenden Aggregaten, und einer zu dieser Reihe von Aggregaten parallelen Reihe von Motorplatinen, wobei jedem der Aggregate eine der Motorplatinen räumlich und funktionell zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass a) die Motorplatinen (10) gruppenweise auf wenigstens zwei Grundplatten (3) angeordnet sind, die a1) sich alle parallel zu der von den Motorplatinen (10) gebildeten Reihe erstrecken und ebenfalls eine Reihe bilden,
a2) in Richtung dieser Reihe eine Länge haben,
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die zumindest ungefähr dem Platzbedarf in Richtung der Reihe der von ihnen getragenen Gruppe von Motorplatinen (10) und der diesen Motorplatinen (10) zugeordneten Gruppe von Aggregaten entspricht,
a3) über ihre Länge sich erstreckende Energieversorgungsleitungen (4) aufweisen, mit denen Platinenabschlüsse verbunden sind,
b) zumindest die Energieversorgungsleitungen (4) von wenigstens zwei nebeneinander liegenden Grundplatten (3) miteinander und mit einer ihnen gemeinsamen Verbindungsleitung (9), die zu einer zentralen Energieversorgungsleitung (2) der Maschine führt, verbunden sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Grundplatte (3) vorzugsweise auf ihrer den Motorplatinen (10) abgekehrten Rückseite zusätzlich zu den Energieversorgungsleitungen mit Signalübertragungsleitungen versehen ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Motorplatine (10) eine Schalteinrichtung (11) trägt, die mittels einer Steuerschaltung (17) in die Schaltzustände «Motor aus», «Motor ein» und «Motor bremst» einstellbar ist.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalteinrichtung (11) zwei zweipolige Relais (12,13) aufweist, wobei die beiden Schaltstrecken des einen Relais (12) und die eine Schaltstrecke des anderen Relais (13) in den drei Zuleitungen eines dreiphasigen Drehstromsystems liegen und die zweite Schaltstrecke des letztgenannten Relais (13) mit einer Diode (15) eine Reihenschaltung bildet, die parallel zu einer der beiden Schaltstrecken des erstgenannten Relais (12) legbar ist.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Diode durch einen Thyristor gebildet ist, der an eine Phasenanschnitt-Zündschaltung angeschlossen ist.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerschaltung (17) ausser einem Eingang für eine auch der Energieversorgung dienende Steuerspannung einen Eingang für mittels eines manuell betätigbaren Schalters erzeugbare Schaltsignale und/oder wenigstens einen Eingang für Sensorsignale aufweist.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an einen ersten Sensorsignaleingang der Steuerschaltung (17) ein Temperatursensor und an einen zweiten Sensorsignaleingang der Steuerschaltung (17) ein Fadenwächter angeschlossen ist.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (3) und/oder eine der Motorplatinen (10) wenigstens einen zusätzlichen Anschiuss für einen Sensor aufweist, der durch den Eingang eines Signalverstärkers gebildet ist.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerschaltung (17) eine Verriegelungsschaltung aufweist, die während des durch einen Ausschaltbefehl ausgelösten Schaltzustandes «Motor bremst» eine Änderung dieses Schaltzustandes durch einen anderen Befehl verhindert und mittels eines ersten Zeitgliedes
(18) den Übergang vom Schaltzustand «Motor ein» zum Schaltzustand «Motor bremst» verzögert sowie mittels eines zweiten Zeitgliedes (19) den Übergang vom Schaltzustand «Motor bremst» in den Schaltzustand «Motor aus» für eine vorgebbare Bremszeit verzögert.
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerschaltung (17) oder ihre Verriegelungsschaltung eine logische Schaltung mit einem dritten Zeitglied (20) aufweist, die eine Umschaltung der Schalteinrichtung (11) vom Schaltzustand «Motor ein» in den Schaltzustand «Motor bremst» aufgrund eines Ausschaltbefehls des Fadenwächters nur auslöst, wenn dieser Befehl über die vom dritten Zeitglied (20) vorgegebene Verzögerungszeit hinaus an der Steuerschaltung (17) anliegt.
11. Anordnung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerschaltung (17) eine Wiedereinschaltsperre aufweist, welche eine Umschaltung der Schalteinrichtung (11) in den Schaltzustand «Motor ein» verhindert, solange ein die Wiedereinschaltsperre wirksam machendes Sensorsignal am Eingang der Wiedereinschaltsperre anliegt.
12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingang der Wiedereinschaltsperre mit einem Sensor verbunden ist, dessen Ausgangssignal bei Überschreiten eines vorgegebenen Temperaturwertes als Abschaltbefehl an der Steuerschaltung (17) anliegt.
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