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CH665223A5 - Extrudierte aluminiumlegierung mit hoher verschleissresistenz und verfahren zur herstellung derselben. - Google Patents

Extrudierte aluminiumlegierung mit hoher verschleissresistenz und verfahren zur herstellung derselben. Download PDF

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CH665223A5
CH665223A5 CH86485A CH86485A CH665223A5 CH 665223 A5 CH665223 A5 CH 665223A5 CH 86485 A CH86485 A CH 86485A CH 86485 A CH86485 A CH 86485A CH 665223 A5 CH665223 A5 CH 665223A5
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CH
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crystals
alloy
primary
eutectic
aluminum
Prior art date
Application number
CH86485A
Other languages
English (en)
Inventor
Ichiro Iwai
Original Assignee
Showa Aluminium Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
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Priority claimed from JP5200584A external-priority patent/JPS60196219A/ja
Application filed by Showa Aluminium Co Ltd filed Critical Showa Aluminium Co Ltd
Publication of CH665223A5 publication Critical patent/CH665223A5/de

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Description


  
 



   BESCHREIBUNG



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf durch Strangpressung hergestellte Aluminiumlegierungen und speziell auf stranggepresste Al-Si-Cu-Legierungen sowie Al-Si-Cu-Mg Legierungen mit hohem Siliziumgehalt und hervorragender Verschleissfestigkeit und Schneidbarkeit.



   Alle Prozentangaben für die Legierungskomponenten sind als Gewichtsprozente zu lesen.



   Aluminiumlegierungen mit hoher Festigkeit, insbesondere hoher Verschleissresistenz eignen sich für verschiedene mechanische Teile, welche starken Reibungskräften ausgesetzt sind, wie zum Beispiel Pleuelstangen von Fahrzeugmotoren, Kraftübertragungsrollen, Bremsklötze, Flügel und Kolben von Kompressoren, Zylinderbeläge für Maschinen, Bandführungen für Bandrekorder, Synchronisierringe für Schaltgetriebe usw., weil Aluminiumlegierungen viel leichter sind als andere abnutzungsresistente Metalle und daher verschiedene Vorzüge aufweisen.



   Eine A4032-Legierung mit 11,0 bis 13,5% Si ist bereits als geknetete Aluminiumlegierung mit einer ausgezeichneten Hitzebeständigkeit bekannt. Obwohl durch eine hohe Resistenz gegen Hitze und Abnutzung sowie durch einen geringen Ausdehnungskoeffizienten gekennzeichnet, ist diese geknetete Legierung ursprünglich dafür bestimmt, geschmiedet zu werden und weist die erwähnten Eigenschaften nicht auf, bevor sie geschmiedet ist. Das   Legierungsmaterial    selbst weist somit die obigen Eigenschaften nicht auf und ist zudem nicht gut schneidfähig. Aus diesen Gründen hat diese bekannte Legierung auch nur eine begrenzte Anwendung gefunden, so zum Beispiel für Kolben oder Zylinderköpfe.



   In herkömmlicher Art gegossene Aluminiumlegierungen finden im allgemeinen dort Anwendung, wo eine speziell hohe Abnutzungsresistenz essentiell ist. Als solche abnutzungsresistente, gegossene Aluminiumlegierungen sind Al-Si Legierungen bekannt, welche ca. 10 bis ca. 24% Si enthalten und welche zum Beispiel JIS-AC3A, -AC8A-C, -AC9A-B usw. enthalten. Die Verwendung dieser Legierungen, welche gegossen werden, ist aber bezüglich der Form der Erzeugnisse begrenzt, und es ist schwierig, gewünschte   Erzeugnisformen    zu erhalten, die von gekneteten Legierungen abweichen.

  Dazu kommt, dass dadurch, dass diese Legierungsmaterialien durch Giessen hergestellt werden, die primären Si-Kristalle und die eutektischen Si-Kristalle, welche darin enthalten sind und als Hauptkomponenten zur Abnutzungsresistenz beitragen, sehr grob sowie unregelmässiger Form und ebensolcher Verteilung sind. Zum Beispiel sind die primären Si-Kristalle im allgemeinen grob und enthalten bis zu 150 Mikrometer grosse Teilchen, während die eutektischen Si-Kristalle nadel  förmig und teilweise bis zu ca. 30 Mikrometer lang sind.



  Diese Kristalle sind alle unregelmässig verteilt. Wegen dieser Nachteile können die gegossenen Legierungen hinsichtlich Abnutzungsresistenz sowie Schneideigenschaften nicht vollständig befriedigen. Obwohl die Teilchengrösse der primären Si-Kristalle durch eine verbessernde Behandlung geringfügig reduziert werden kann, sind die kleinstmöglichen dadurch erzielbaren Teilchen immer noch ca. 100 Mikrometer gross.



  Dagegen ist es unmöglich, die eutektischen Si-Kristalle zu verfeinern. Vor allem ist es aber nicht möglich, die unregelmässige Verteilung zu korrigieren, so dass die Abnutzungsresistenz der Legierung unweigerlich stark variiert.



   Im Hinblick auf die obigen Probleme wurde die Forschung zur Erzielung feiner primärer und eutektischer Si-Kristalle verstärkt vorangetrieben. So ist beispielsweise in der JP AS 53-20242 vorgeschlagen, die geschmolzene zu giessende Legierung schnell, insbesondere mit einer Rate von   50"C/    Sek. abzukühlen und dadurch das Kristallwachstum zu hemmen und so primäre und eutektische Si-Kristalle von stark reduzierter Grösse zu erhalten. Dieses bekannte Verfahren soll primäre Si-Kristalle von höchstens 40 Mikometer Grösse sowie eutektische Si-Kristalle von denen eine Mehrheit höchstens 20 Mikrometer Länge aufweisen ergeben.



   Eine ähnliche Technik, welche auf demselben Konzept basiert, offenbart die US-PS 4 077 810.



   Die Anmelderin hat aber festgestellt, dass selbst die grösstmögliche Reduktion der Grösse von Si-Teilchen speziell von primären Si-Kristallen in der Legierungsstruktur nicht immer zu einer proportionalen Verbesserung der Verschleissresistenz der Legierung führt. Während die Verschleissresistenz der Legierung von den Si-Kristallen abhängig ist, welche individuell dem durch Reibung entstehenden Oberflächendruck widerstehen, haben Versuche der Anmel   derin    gezeigt, dass die Si-Teilchen in der Aluminiummasse, wenn sie ausgesprochen fein sind, eine eher geringere Widerstandfähigkeit gegen auf Reibung beruhenden Oberflächendruck zeigen, folglich in bezug auf die beabsichtigte verbesserte Verschleissresistenz versagen.



   Die Anmelderin hat deshalb Untersuchungen über Verteilungen der Teilchengrössen primärer und eutektischer Si-Kristalle angestellt, welche optimal zu einer Verbesserung der Verschleissresistenz beitragen und zur Verwirklichung der vorliegenden Erfindung solche Verteilungen gefunden.



   Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, dass die Erfindungsaufgabe primär darin besteht, ein Aluminiumlegierungsmaterial zu schaffen, welches eine überlegene Abnutzungsresistenz sowie eine ebensolche mechanische Schneidbarkeit aufweist, insbesondere eine stranggepresste hochsilizierte Aluminiumlegierung, welche Si in einem hypereutektischen Bereich enthält und welche durch Kontrolle der Komponenten und der Struktur der Legierung sehr hohe Verschleissresistenz, gute Schneidbarkeit und ausgezeichnete Belastbarkeit aufweist.



   Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung einer hochsilizierten Aluminiumlegierung zu schaffen, worin primäre Si-Kristalle und eutektische Si-Kristalle so kontrolliert werden, dass die obengenannten gewünschten Eigenschaften erhalten werden.



   Eine stranggepresste Aluminiumlegierung mit hoher Abnutzungsresistenz und ausgezeichneter Schneidbarkeit enthält hierzu erfindungsgemäss 12 bis 30% Si und 0,3 bis 7,0% Cu, mit oder ohne 0,3 bis 2,0% Mg der Rest Aluminium sowie unvermeidbare Verunreinigungen, wobei diese Legierung eine Struktur aufweist, worin primäre Si-Kristalle in Teilchengrössen von 40-80 Mikrometer mindestens 60% des von allen primären Si-Kristallen in der Aluminiummasse eingenommenen Bereichs ausmachen und eutektische Si-Kristalle in Teilchengrössen bis zu 10 Mikrometer ebenfalls mindestens 60% des von allen eutektischen Si-Kristallen in der Aluminiummasse eingenommenen Bereichs ausmachen, wobei die. primären Si-Kristalle und die eutektischen Si-Kristalle in der gesamten Legierungsstruktur gleichmässig verteilt sind.



   Die Erfindung betrifft.weiter ein Verfahren zur Herstellung einer extrudierten Aluminiumlegierung mit hoher Verschleissresistenz.



   Allgemein war bisher die Meinung vorherrschend, dass es ausserordentlich schwierig und unzweckmässig sei, hochsilizierte Aluminiumlegierungen zu extrudieren, weil diese Legierungen für sich schon sehr resistent gegen Deformationen sind. Zudem hielt man es für erforderlich, beim Strang pressen einer solchen Legierung die Strangpressgeschwindigkeit zu reduzieren und die Strangpresstemperatur auf den höchstmöglichen Wert anzuheben, um den Flüssigkeitsgrad der Legierung zu steigern. Wenn aber die Legierung unter solchen herkömmlichen Bedingungen extrudiert wird, ist es unmöglich, die primären und eutektischen Si-Kristalle in der Aluminiumlegierung in der gewünschten Weise zu beeinflussen und das erhaltene Produkt weist deutliche Oberflächenrisse, eine rauhe Oberfläche und weitere Defekte auf und ist daher in der Regel unbrauchbar.



   Das im Anspruch 8 gekennzeichnete Verfahren vermittelt optimale Bedingungen zum Strangpressen von Knüppeln zum Erhalt eines hochsilizierten Aluminiumlegierungsmaterials mit aussergewöhnlicher Verschleissresistenz und Schneidbarkeit. Im Gegensatz zum herkömmlichen Vorgehen kann hierbei mit tiefen Strangpresstemperaturen und einer hohen Strangpressgeschwindigkeit gefahren werden. Z.B. kann gemäss Anspruch 9 der Knüppel unter folgenden Bedingungen extrudiert werden:  - Temperatur des   Knüppels;      350420      "C     - Geschwindigkeit des   Strangpressplungers:    0,03-0,2 m/min  - Strangpressverhältnis:   00   
Weitere Details und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden detaillierten Beschreibung.



   Die stranggepresste Aluminiumlegierung der vorliegenden Erfindung sticht durch ihre aussergewöhnliche Schneidbarkeit hervor und enthält Si in einem hypereutektischen Bereich, indem sie 12 bis 30% Si und 0,3 bis 7,0% Cu mit oder ohne 0,3 bis 2,0% Mg enthält, wobei der Rest aus Aluminium und unvermeidbaren Verunreinigungen gebildet ist.



   Die Beschränkung der Legierungskomponenten auf die oben angegebenen Bereiche hat folgende Gründe.



   Es ist bekannt, dass Si die Verschleissresistenz verbessert.



  Ein Si-Gehalt von weniger als 12% ergibt eine schlechte Abnutzungsresistenz, während ein 30% übersteigender Si Gehalt zu Schwierigkeiten beim Giessen führt. Die vorliegende Erfindung ist auf hochsilizierte Aluminiumlegierungen gerichtet, welche Si in einem hypereutektischen Bereich enthalten. Während der Eutetikpunkt von Aluminium-Silizium Legierungen bei 11,7% Silizium liegt, ändert sich dieser Punkt, wenn die Legierung ein drittes Element enthält. Die Legierung der vorliegenden Erfindung muss Si in einem hypereutektischen Bereich von mindestens 12%, am besten in einem Bereich von ca. 16% bis ca. 20% aufweisen.

 

   Cu und Mg verbessern die Festigkeit der Legierung. Bei einem Gehalt dieser beiden Elemente unter 0,3% wird der erzielte Effekt ungenügend. Überschreitet dagegen der Cu Gehalt 7%, führt dies zu einer erheblich beeinträchtigten Verschleissresistenz. Übersteigt zudem der Mg-Gehalt 2%, wird die Festigkeit nicht grösser, hingegen werden grobe Kristalle gebildet, welche die mechanischen Eigenschaften der Legierung negativ beeinflussen. Experimentell erzielte Resultate zeigen, dass der Cu-Gehalt bevorzugt zwischen ca. 3 und ca.



  6% und der Mg-Gehalt vorteilhaft zwischen ca. 0,45 bis 0,65% liegen sollten.  



   Die erfindungsgemässe Legierung kann zusätzlich als nicht notwendige, aber nützliche Elemente Sr und/oder P enthalten. Diese Elemente verfeinern die primären Si-Kristalle, wenn die Aluminiumlegierung geschmolzen bzw. zu Knüppeln gegossen wird. Sr und P entfalten diesbezüglich die gleiche Wirkung, so dass mindestens eines davon der Legierung beigegeben werden kann. Bei einem Sr- bzw. P-Gehalt der, einzeln oder kombiniert, weniger beträgt als 0,005% kommt der obige Effekt nicht voll zur Geltung. Bei einem Gehalt über 0,1% kann keine merkbare Steigerung der Wirkung ausgemacht werden. Demzufolge sollten Sr und/oder P zweckmässig in Mengen von 0,005 bis 0,1% vorzugsweise zwischen 0,01 und 0,06% beigegeben werden.



   Die erfindungsgemässe Legierung kann zudem eines oder mindestens zwei der Elemente Sn, Pb und Bi enthalten, einzeln oder kombiniert in Mengen von 0,1 bis 1,0%. Diese Elemente verbessern die Schneidbarkeit der Legierung und sind in dieser Hinsicht gleichwertig. Gute Resultate werden erreicht mit einem Gehalt von 0,1 bis 1,0% mindestens eines dieser Elemente. Sinkt der Gehalt des Elementes bzw. der Gehalt der Summe dieser Elemente unter 0,1%, ist die Schneidbarkeit nicht mehr zufriedenstellend verbessert, während bei einem Gehalt eines oder der Summe mehrerer dieser Elemente über 1,0% im gegossenen Knüppel Risse auftreten.



  Am zweckmässigsten ist ein Gehalt zwischen 0,4 und 0,6%.



   Die erfindungsgemässe Legierung kann ferner eines oder mindestens zwei der Elemente Ni, Fe und Mn als weitere fakultative Zusätze enthalten, in Mengen von 0,5 bis 3,0% einzeln oder kombiniert. Diese Elemente, welche die Hitzebeständigkeit steigern, entwickeln ihre volle Wirkung bei einem Gehalt einzeln oder zusammen zwischen 0,5 und 3%. Darüber beeinträchtigen sie die Schneidbarkeit.



   Die extrudierte Legierung gemäss der Erfindung wird durch Giessen und darauffolgendem Strangpressen derart hergestellt, dass sie eine spezifisch kontrollierte Struktur aufweist. Zuerst wird eine Mischung mit der oben angeführten Zusammensetzung geschmolzen und in herkömmlicher Weise zu einem Knüppel gegossen. Die primären Si-Kristalle im so erzeugten Knüppel sind je nach Vorhandensein von Sr und/ oder P in ihrer Grösse etwas reduziert, im allgemeinen aber immer noch vergleichsweise gross mit einzelnen Kristallen von bis zu 100 Mikrometer. Ferner sind die eutektischen Si Kristalle im allgemeinen nadelförmig und teils bis ca. 30 Mikrometer gross.



   Der Knüppel mit diesen relativ groben primären und eutektischen Si-Kristallen wird heiss bei Temperaturen zwischen 350 und   420"    extrudiert. Dieser heisse Strangpressprozess bricht einige der groben primären Si-Kristalle in der Legierung, so dass danach praktisch alle primären Si-Kristalle Grössen zwischen 10 und 80 Mikrometer aufweisen.



  Damit sind mindestens 60% des Bereichs aller primären Si Kristalle solche primäre   Si-Knstalle,    die nicht kleiner als 40 Mikrometer sind. Die nadelförmigen eutektischen Si-Teilchen in der Legierung werden in ihre Längsrichtung gespalten, so dass nachher praktisch alle Teilchen höchstens 15 Mikrometer gross sind. Dadurch werden die eutektischen Si-Kristalle so in ihrer Grösse reduziert, dass die Teilchen mit einer Grösse von höchstens 10 Mikrometer mindestens 60% des Bereichs aller eutektischen Si-Kristalle ausmachen. Die primären und eutektischen Si-Kristalle sind in der Legierungsstruktur gleichmässig verteilt. Der hier verwendete Begriff  praktisch alle  bedeutet, dass die Legierung ebenfalls Teilchen ausserhalb der erwähnten Grössenbereiche enthalten kann.

  Bei optimal gehaltenen Strangpressbedingungen ergeben sich jedoch Legierungen, die praktisch frei sind von primären und eutektischen Si-Kristallen, welche den spezifizierten Grössenbereichen nicht entsprechen.



   Die primären Si-Kristalle mit Teilchengrössen zwischen 40 und 80 Mikrometer sind deshalb, wie oben erwähnt, auf einen Anteil von mindestens 60% der Legierungsstruktur begrenzt, weil beim Vorhandensein eines grösseren Verhältnisses von primären Si-Kristallen mit einer Grösse unter 40 Mikrometer der Legierung die gewünschte hohe Verschleissresistenz fehlt, wogegen beim Vorhandensein einer grösseren Menge von primären Si-Kristallen mit einer Grösse über 80 Mikrometer die Legierung grobe Teilchen in ungleichmässiger Verteilung aufweist, was zu grossen Schwankungen der Abnutzungsresistenz und einer verschlechterten Schneidbarkeit führt.

  Die Einschränkung, dass praktisch alle eutektischen Si-Kristalle eine Grösse von höchstens bis 15 Mikrometer aufweisen, wobei jene bis zu 10 Mikrometer Grösse mehr als 60% aller eutektischen Si-Kristalle ausmachen, resultiert aus der vorerwähnten Einschränkung der Grösse der primären Si-Kristalle. Die Einschränkung bei den eutektischen Si Kristallen verhilft zu einer verbesserten Schneidbarkeit, weil mindestens eine schlechtere Schneidbarkeit die Folge wäre, wenn zum Beispiel eutektische Si-Kristalle in Grössen über 15 Mikrometer in grossen Mengen vorhanden wären.



   Um eine Legierung der derart kontrollierten Zusammensetzung zu erhalten, wird der Knüppel unter folgenden Bedingungen extrudiert:
Temperatur des Knüppels:   350420      "C   
Geschwindigkeit des   Strangpressplungers:    0,03 bis 0,2 m/ min
Strangpressverhältnis: 10-40
Zudem wird vorzugsweise die Auflagelänge der Strangpressmatrize auf 5 bis 15 Millimeter festgesetzt.



   Diese Strangpressbedingungen haben folgende technische Bedeutung.



   Wenn die Knüppeltemperatur unter   350"    liegt, lässt sich der Knüppel nur schlecht extrudieren, da erhebliche Deformationsresistenz auftritt, wogegen bei Temperaturen über 420   "C    Risse in der Oberfläche des Extrudats entstehen. Die bevorzugte Knüppeltemperatur liegt zwischen 380 und   400 0C.   



   Obwohl die Plungergeschwindigkeit in Übereinstimmung mit der Extrudiergeschwindigkeit veränderlich ist, können primäre und eutektische Si-Kristalle von gewünschter Feinheit bei Geschwindigkeiten unter 0,03 m/min nicht mehr zuverlässig gebildet werden. Hingegen bewirken Geschwindigkeiten über 0,2 m/min deutliche Risse im Extrudat. Optimal ist eine Plungergeschwindigkeit zwischen 0,05 und 0,15 m/min.



   Bei einem Strangpressverhältnis unter 10 wird der Knüppel nicht wirksam extrudiert, so dass keine Legierung von verbesserter Struktur entsteht, wogegen bei Strangpressverhältnissen über 40 der Knüppel, zum Teil wegen der verstärkten Deformationsresistenz der Legierung, nicht mehr glatt extrudierbar ist. Das bevorzugte Strangpressverhältnis liegt allgemein zwischen 20 und 30.

 

   Anderseits hat die Form der für das Strangpressen benötigten Matrize einen grossen Einfluss auf die Brauchbarkeit des Extrudats. Matrizen, welche üblicherweise für geknetete Aluminiumlegierungen verwendet werden, weisen jeweils eine Auflagelänge von 3 mm auf und führen oft zu deutlichen Oberflächenschäden, so dass die Herstellung eines Produktes von guter Qualität nicht möglich ist, wenn hochsilizierte Aluminiumlegierungen, von denen hier die Rede ist, zur Anwendung kommen. Demzufolge ist es zweckmässig, eine Matrize mit einer Auflagelänge von mindestens 5 mm zu benutzen.



  Übersteigt jedoch die Auflagelänge 15 mm, bringt das keine nennenswerten Vorteile mehr, hingegen den Nachteil des höheren Extrudierwiderstandes. Folglich sollte die benützte Matrize eine Auflagelänge von 5 bis 15 mm, vorzugsweise von 6 bis 12 mm aufweisen.



   Das beschriebene Verfahren ergibt eine extrudierte Alu  miniumlegierung mit einer besseren Abnutzungsresistenz, Schneidbarkeit und Bearbeitbarkeit als bekannte verschleissresistente, geknetete Legierungen wie JIS-A4032 und auch als die vorerwähnten verschleissresistenten, gegossenen Legierungen, und welche zudem geringere Schwankungen der Abnutzungsresistenz aufweist. Da überdies die vorliegende Legierung durch Strangpressen hergestellt wird, kann sie problemlos in Formen gebracht werden, welche mit gegossenen Legierungen schwer zu erreichen sind. Im Gegensatz zu einer gegossenen Legierung ist die extrudierte Legierung streckbar, weist deshalb eine bessere Bearbeitbarkeit und Verformbarkeit und damit diverse Vorteile auf.



   Im folgenden sind Beispiele der Erfindung beschrieben.



  Beispiel 1
Zur Herstellung der Legierungen Nr. 1 bis 6 wurde jede der Zusammensetzungen aus Tabelle 1 durch den üblichen, halbkontinuierlichen Giessprozess zu Knüppeln von 120 mm Durchmesser gegossen. Die Knüppel wurden durch Strangpressung bei einer Temperatur von 415   "C    und einer Plungergeschwindigkeit von 0,1 m/min zu einem runden Strang von 30 mm Durchmesser verarbeitet. Die Auflagelänge der Strangpressmatrize betrug 10 mm.



   Tabelle 1 Legie- Auf Aluminium basierende Zusammensetzung (%) rung Nr.



   Si Cu Mg Sr P Al 1 18 5 0,5 0,02 - Rest 2 20 4 1 0,03 - Rest 3 20 4 - - 0,02 Rest 4 16 6 0,6 - 0,02 Rest 5 25 2 0,5 - 0,03 Rest 6 15 4 0,5 0,04 - Rest 7 15 4 1,8 - - Rest 8 12 1,1 1,0 - - Rest
Stranggepresste Aluminiumlegierungen, welche gemäss der Erfindung hergestellt werden (Legierungen 1-6) wurden auf ihre Zusammensetzung hin überprüft. Alle primären Si Kristalle jeder Legierung bewegten sich in der Grössenordnung von 10 bis 80 Mikrometer. Von diesen Kristallen wiesen mindestens 60% Grössen zwischen 40 und 80 Mikrometer auf.



  Die eutektischen Si-Kristalle, welche als fein verteilt vorgefunden wurden, waren alle höchstens 15 Mikrometer gross, und davon waren mindestens 60% höchstens 10 Mikrometer gross.



   Die Legierung Nr. 7 aus Tabelle 1 wurde durch Giessen der aufgeführten Zusammensetzung gemäss dem aus der JP AS 53-20242 bekannten Verfahren hergestellt mit einer Abkühlrate von 90   "C/sek    und darauffolgender   T6-Behand-    lung (510   "C    x 5 Std., Härtung mit heissem Wasser bei 80   "C    gefolgt von Vergütung bei 170   "C    während 10 Std.).



   Praktisch alle in der gegossenen Legierung (Vergleichslegierung   Nr. 7)    enthaltenen primären Si-Kristallen waren sehr feine Teilchen von höchstens 40 Mikrometer Grösse.



   Legierung Nr. 8 war eine bekannte AC8A-Legierung. Die Teststücke waren aus einem handelsüblichen Stück dieser Legierung entnommen worden (Vergleichslegierung Nr. 8).



   Die Legierungen Nr. 1 bis 8 wurden auf Verschleissresistenz sowie Schneidbarkeit untersucht. Die Legierungen Nr. 1 und 4 wurden zudem noch gegossen und auf diese Eigenschaften überprüft. Tabelle 2 zeigt die Ergebnisse.



   Die Teststücke wurden mit einem  Ohkoshi  Abriebfestigkeitsprüfer mit Drehscheibe unter folgenden Bedingungen untersucht: Reibungsstrecke 600 m, Reibungsgeschwindigkeit 2 m/sek, reibendes Material (Scheibenkörper) FC-30(JIS).



  Die Abnutzungsresistenz ist durch die spezifische Abriebmenge am gemessenen Stück angegeben.



   Die Schneidbarkeit wurde mittels der Lebensdauer des Schneidwerkzeuges überprüft, welche einen wichtigen Faktor zur Beurteilung der Schneidbarkeit darstellt. Zu diesem Zweck wurde ein Schneidwerkzeug aus Hartmetall eingesetzt mit den Werten: Frontspannwinkel   0    Grad, seitlicher Spannwinkel 10 Grad, vorderer Hinterdrehwinkel 7 Grad, seitlicher Hinterdrehwinkel 7 Grad, vorderer Schneidkantenwinkel 8 Grad, seitlicher Schneidkantenwinkel   0    Grad und Nasenradius 0 Grad. Das Teststück wurde unter den folgenden Bedingungen geschnitten: Schnittiefe 0,1 mm, Führungsgeschwindigkeit 0,05 mm, Rotationsgeschwindigkeit 500 upm, Petrolschmierung und Schneidstrecke 200 m. Es wurde die Breite der resultierenden Abnützung an der Hinterdrehkante des Werkzeuges gemessen.



   Tabelle 2 Teststück Legie- Abnutzungsresistenz Lebensdauer des rung Schneidwerkezuges
Nr.



   Spezifische Grösse der    Abriebmenge ( x    10-6 Abnutzung des mm2/kg) Schneiders   ,em)    Erfindungs- 1 0,9-1,1 34 gemässe 2 0,9-1,0 35 Legierung 3   1,0-1,1    35
4 1,1-1,2 33
5 0,6-0,7 36
6 1,3-1,4 30 Gegossene 1 1,0-1,9 110 Legierung 4 1,2-1,8 130 Vergl. 7 1,7-1,8 30 Legierung 8 1,8-1,9 25
In den Tabellen 1 und 2 sind gleiche Legierungen durchwegs mit gleichen Referenzen bezeichnet.



   Die Resultate des Abnutzungsresistenztestes aus Tabelle 2 zeigen, dass die erfindungsgemässen Aluminiumlegierungen offensichtlich eine bessere und weniger schwankende Abnutzungsresisenz aufweisen als die gegossenen und bedeutend höhere Abnutzungsresistenzen als die Vergleichslegierungen.



   Die erfindungsgemässen Legierungen ergeben in bezug auf die Lebensdauer der Schneidwerkzeuge weit bessere Resultate als die getesteten gegossenen Legierungen und vergleichbare bis bessere Resultate als die Vergleichslegierungen.



  Beispiel 2
Tabelle 3 zeigt die verwendeten Zusammensetzungen der Legierungen.



   Tabelle 3 Legierung Zusammensetzung der Aluminiumlegierung   (O/o)    Nr. Si Cu Mg Sn Pb Bi Al
9 15 3 0,5 0,4 - - Rest
10 16 6 1 - 0,4 0,2 Rest
11 18 5 0,5 - 0,5 - Rest
12 20 4 1 0,6 - - Rest  
Legierung Zusammensetzung der Aluminiumlegierung   (0/0)   
Nr. Si Cu Mg Sn Pb Bi Al
13 20 4 - - 0,5 - Rest
14 25 3 0,5 - - 0,5 Rest
15 25 4 1 0,5 - - Rest
16 15 2 0,5 - - - Rest
17 20 2 0,5 - - - Rest
18 25 2 0,5 - - - Rest
Jede der oben aufgeführten Zusammensetzungen wurde durch halbkontinuierliches Giessen (unter Beigabe von 0,03%
Sr zur Bildung feiner primärer Si-Kristalle während des Gies sens) in Knüppel von 120 mm Durchmesser gegossen. Die primären Si-Kristalle im Knüppel waren im allgemeinen 10 bis 100 Mikrometer gross, während die eutektischen Si-Kristalle nadelförmig und bis zu 30 Mikrometer gross waren.



   Die aus den verschiedenen Zusammensetzungen erzeugten Knüppel wurden tauchbehandelt und danach bei folgen den Bedingungen zu runden Strängen von 30 mm Durchmes ser extrudiert: Knüppeltemperatur 400   "C,    Plungergeschwindigkeit 0,1 m/min und Strangpressverhältnis 16, hernach   T6   
Behandlung um Teststücke zu erhalten.



   Die Teststücke wurden auf ihre Struktur untersucht. Die primären Si-Kristalle in jeder der Legierungen Nr. 9 bis 18 hatten alle Grössen zwischen 10 und 80 Mikrometer, wobei mindestens 60% aller primären Si-Kristalle Grössen zwischen 40 und 80 Mikrometer aufweisen. Die eutektischen Si-Kristalle fanden sich als fein verteilt und waren alle in der Grössenordnung von höchstens 10 Mikrometer. Von diesen waren mindestens 60% bis zu 10 Mikrometer gross.



   Die Teststücke wurden in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 auf Schneidbarkeit und Abnutzungsresistenz untersucht. Tabelle 4 zeigt die Resultate.



   Tabelle 4 Teststück Legie- Abnutzungsresistenz Lebensdauer des rung Spez. Abriebmenge Schneidwerkzeuges,
Nr.   (x l0-6mm2/kg)    Grösse der
Werkzeugabnutzung    zum    Erfindungs- 09 1,3-1,4 27 gemässe 10 1,1-1,2 26 Legierun- 11 0,9-1,1 29 gen 12 0,9-1,0 30
13 1,0-1,1 30
14   0,6-0,7    32
15 0,6-0,8 32
16 1,3-1,4 30
17 0,9-1,0 35
18   0,6-0,8    36
Tabelle 4 zeigt, dass alle Legierungen 9 bis 18 eine hohe Abnutzungsresistenz haben. Dabei verschleissen die Legierungen 9 bis 15, welche mindestens eines der Elemente Sn, Pb und Bi enthalten, das Sch'neidwerkzeug weniger ab, als die Legierungen 16 bis 18, welche diese Elemente nicht enthalten.



  Dies zeigt, dass die Zugabe dieser Elemente eine sichtbar bessere Schneidbarkeit ergibt.



  Beispiel 3
Tabelle 5 zeigt die verwendeten Zusammensetzungen.



   Tabelle 5
Legie- Zusammensetzung der Aluminiumlegierung (%) rung
Nr. Si Cu Mg Mn Fe Ni Sr P Al
19 20 2 0,5 - - - 0,02 - Rest 20 20 4 1 - - 1,5 0,03 - Rest 21 20 4 - - - 1,5 - 0,02 Rest 22 25 2 1   - ,5 - -    0,02 Rest 23 25 2 0,5 - 2 - - 0,03 Rest
24 15 4 0,5 0,5 0,5 2,5 0,04 - Rest
Jede der aufgeführten Zusammensetzungen wurde halbkontinuierlich in Knüppeln von 120 mm Durchmesser gegossen, welche danach zu einem runden Aluminiumlegierungsstrang von 30 mm Durchmesser extrudiert wurden, und zwar unter den folgenden Bedingungen: Strangpresstemperatur 420   "C    und Plungergeschwindigkeit 0,04 m/min.



   Die so hergestellten Aluminiumlegierungen wurden auf Verschleissresistenz und Schneidbarkeit untersucht. Zum Vergleich wurden die Legierungen 19 und 22 auch gegossen auf diese Eigenschaften untersucht. Tabelle 6 zeigt die Resultate.



   Tabelle 6 Teststück Legie- Verschleissresistenz Lebensdauer des rung spezifische Schneidwerkzeuges,
Nr. Abriebmenge Grösse der    x l0-6 mm2/kg)    Werkzeugabnutzung    (pm)    Erfindungs- 19 0,8 38 gemässe 20 0,9 36 Legierung 21 1,0 36
22 0,6 40
23 1,2 35
24 1,4 30 Gegossene 19 0,8-1,8 110 Legierung 20 0,7-1,3 130
Die aus Tabelle 6 hervorgehenden Resultate zeigen, dass die extrudierten Aluminiumlegierungen nach der Erfindung die Abnutzung an der   Hinterdrehfläche    des Schneidwerkzeuges erheblich zu verringern und damit die Lebensdauer des Schneidwerkzeuges zu erhöhen vermögen.

  Ein Vergleich zwischen den Resultaten aus Tabelle 6 und denjenigen aus Tabelle 2 zeigt, dass die erfindungsgemässe Legierung ihre hohe Abnutzungsresistenz und Schneidbarkeit selbst dann praktisch unverändert beibehält, wenn sie mindestens eines der Elemente Mn, Fe und Ni enthält, welche zur Erhöhung der Hitzebeständigkeit der Legierungen beitragen.

 

  Beispiel 4
Knüppel von 120 mm Durchmesser wurden durch halbkontinuierliches Giessen aus einer Aluminiumlegierungszusammensetzung hergestellt, welche 18% Si, 4,5% Cu, 0,5% Mg und 0,04% Sr enthielt, Rest Aluminium und unvermeidbare Verunreinigungen. Die primären Si-Kristalle im gegossenen Knüppel wiesen im allgemeinen Grössen von 10 bis 100 Mikrometer auf, und die eutektischen Si-Kristalle waren nadelförmig und höchstens 30 Mikrometer gross.



   Die Knüppel wurden während 8 Stunden bei 495   "C    homogenisiert, dann auf Zimmertemperatur an der Luft abgekühlt und danach zu runden Strängen mit Durchmesser von 30 mm extrudiert unter verschiedenen Bedingungen, wie sie aus der Tabelle 7 hervorgehen.  



   Tabelle 7 Legierung Knüppel- Plungerge- Strangpress- Auflagelänge temp. schwindigkeit verhältnis der Matrize    ( C)    (m/min) (mm) Erfindungsgemässe Legierung A 380 0,1 20 6 B 400 0,1 20 9 C 420 0,15 20 12 D 390 0,07 30 5 E 360 0,1 30 7 F 390 0,1 30 10 Vergleichslegierung G 480 0,1 20 5 H 450 0,01 30 5 I 420 0,25 10 3 J 410 0,02 20 3
Die Untersuchung der Struktur der Teststücke aus den Legierungen A bis F ergab, dass die primären Si-Kristalle in allen Legierungen Grössen von 10 bis 80 Mikrometer aufwiesen, wobei diejenigen zwischen 49 und 80 Mikrometer mindestens 60% aller primären Si-Kristalle darstellten. Die eutektischen Si-Kristalle wurden als fein verteilt gefunden und waren höchstens 15 Mikrometer gross. Der Anteil derjenigen bis 10 Mikrometer Grösse betrug dabei ebenfalls mindestens 60% aller eutektischen Si-Kristalle.

 

   Die Untersuchung der Verschleissresistenz in der gleichen Weise wie oben ergab für die Legierungen A bis F 0,9 bis 1,1 x 10-6 mm2/kg spezifischen Abriebs.



   Die Vergleichslegierungen G bis J hatten eine deutlich rauhe Oberfläche oder wiesen Oberflächenrisse auf und waren in keiner Weise brauchbar, weil die Knüppeltemperatur extrem hoch oder die Strangpressgeschwindigkeit zu tief oder zu hoch war. Insbesondere wiesen die Vergleichslegierungen G und I Risse auf, während die Vergleichslegierungen H und J deutlich rauhe Oberflächen aufwiesen, so dass keine der Vergleichslegierungen brauchbar war. 

Claims (16)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Extrudierte Aluminiumlegierung mit hoher Verschleissresistenz, die 12 bis 30% Si und 0,3 bis 7,0% Cu enthält, mit oder ohne 0,3 bis 2,0% Mg, Rest im wesentlichen Aluminium, welche Legierung eine Struktur aufweist, worin 40 bis 80 Mikrometer grosse primäre Si-Kristalle mindestens 60% des von allen primären Si-Kristallen in der Aluminiummasse eingenommenen Bereichs einnehmen und worin eutektische Si Kristalle bis höchstens 10 Mikrometer Teilchengrösse mindestens 60% des von allen eutektischen Si-Kristallen in der Aluminiummasse eingenommenen Bereichs einnehmen, wobei die primären und die eutektischen Si-Kristalle gleichmässig in der Legierungsstruktur verteilt sind.
  2. 2. Aluminiumlegierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ihr Si-Gehalt zwischen 16 und 20% beträgt.
  3. 3. Aluminiumlegierung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Cu-Anteil zwischen 3 und 6% beträgt.
  4. 4. Aluminiumlegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mg-Gehalt zwischen 0,45 und 0,65% beträgt.
  5. 5. Aluminiumlegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens eines der Elemente P und Sr in einer Menge von 0,005 bis 0,1% enthält, einzeln oder in Kombination.
  6. 6. Aluminiumlegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie auch eine verbesserte Hitzeresistenz aufweist und zudem mindestens eines der Elemente Ni, Fe, Mn einzeln oder kombiniert in einer Menge von 0,5 bis 3,0% enthält.
  7. 7. Aluminiumlegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ihre Schneidbarkeit verbessert ist und dass sie mindestens eines der Elemente Sn, Pb und Bi einzeln oder kombiniert in einer Menge von 0,1 bis 1,0% enthält.
  8. 8. Verfahren zur Herstellung einer extrudierten Aluminiumlegierung mit hoher Verschleissresistenz, dadurch gekennzeichnet, dass a) eine Zusammensetzung mit 12 bis 30% Si und 0,3 bis 7,0% Cu, mit oder ohne 0,3 bis 2,0% Mg, Rest im wesentlichen Aluminium zu einem Knüppel gegossen wird und b) dieser Knüppel durch Heissbearbeitung extrudiert wird um eine Legierungsstruktur zu bilden, in welcher primäre Si Kristalle mit einer Teilchengrösse von 40 bis 80 Mikrometer mindestens 60% des von allen primären Si-KriStallen in der Aluminiummasse eingenommenen Bereichs bilden und eutektische Si-Kristalle bis zu 10 Mikrometer Teilchengrösse mindestens 60% des Bereichs aller eutektischen Si-Kristalle in der Aluminiummasse bilden, wobei die primären und die eutektischen Si-Kristalle gleichmässig in der Legierungsstruktur verteilt sind.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Knüppel unter folgenden Bedingungen extrudiert wird: a) Knüppeltemperatur: 350-420 C b) Geschwindigkeit des Plungers: 0,03-0,2 m/min c) Strangpressverhältnis: 10-40
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung 16 bis 20% Si enthält.
  11. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung 3 bis 6% Cu enthält.
  12. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung 0,45 bis 0,65% Mg enthält.
  13. 13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Knüppel unter Verwendung einer Strangpressmatrize mit einer Auflagelänge von 5 bis 15 mm extrudiert wird.
  14. 14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung ferner mindestens eines der Elemente P und Sr einzeln oder kombiniert in einer Menge von 0,005 bis 0,1% enthält.
  15. 15. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung ferner mindestens eines der Elemente Ni, Fe und Mn einzeln oder kombiniert in einer Menge von 0,5 bis 3,0% enthält, um die Hitzebeständigkeit der Legierung zu verbessern.
  16. 16. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung ferner mindestens eines der Elemente Sn, Pb und Bi einzeln oder kombiniert in einer Menge von 0.1 bis 1,0% enthält, um die Schneidbarkeit der Legierung zu verbessern.
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