CH632320A5 - Spreizduebel und dazugehoeriges spreizwerkzeug. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Spreizdübel mit Dübelkörper und einem gegenüber dem Dübelkörper in eine Spreizstellung verschiebbaren Spreizelement, wobei der Dübelkörper im rückwärtigen Bereich Angriffsmittel zum Aufbringen axialwirkender Kräfte und im vorderen Bereich eine zur Dübellängsachse geneigte, sich zum vorderen Ende des Dübelkörpers dessen Umfangskontur nähernden Stützfläche für das Spreizelement aufweist und wobei das Spreizelement als trapezförmiges Plättchen ausgebildet, dessen längere Stirnseite bereits in ungespreizter Stellung die Umfangskontur des Dübelkörpers überragend dem rückwärtigen Bereich des Dübelkörpers zugewandt ist.
Für Serienanwendungen beispielsweise Abhängungen und dergleichen werden Dübel gefordert, die in wirtschaftlicher Weise herstellbar sind und damit ein bestimmtes Preisniveau nicht übersteigen. Aus Sicherheitsgründen hinsichtlich Brandfällen scheiden Kunststoffdübel für derartige Anwendungsfälle zum vornherein aus, sodass lediglich Metalldübel in Frage kommen. Ausserdem müssen sich die in Frage kommenden Dübel durch ein ausreichendes Nachspreizverhalten auszeichnen und dynamischen Wechselbelastungen standhalten.
Ein bekannter Spreizdübel der in Rede stehenden Art besteht aus einem Dübelkörper, der rückwärtig ein dem Kraftangriff dienendes Gewinde aufweist und am vorderen Ende, das zum Einführen in das Aufnahmematerial vorgesehen ist, eine sich nach vorne verjüngende Aussparung zur Aufnahme eines Spreizelementes aufweist. Das Spreizelement dieses bekannten Dübels ist als Keil ausgebildet und weist eine, die Umfangskontur des Dübelkörpers überragende Rastnase auf. Ein Federring dient dazu, das Spreizelement vor dem Einführen des Dübels in die Aufnahmebohrung am Dübelkörper zu halten.
Insbesondere die relativ komplizierte Form des Spreizelementes bedingt ein aufwendiges Herstellungsverfahren, sodass die Wirtschaftlichkeit des Spreizdübels in Frage gestellt wird. Hierzu trägt auch das separate Halteteil für das Spreizelement bei. Ausserdem hat es sich gezeigt, dass die Nase des Spreizelementes, welche die Umfangskontur des Dübelkörpers überragt, oftmals nur ungenügenden Kontakt mit der Wandung der Aufnahmebohrung schafft, sodass sowohl eine ausreichende Vorspreizung als auch eine ausreichende Nachspreizung in Frage gestellt ist. Eine beliebige Vergrösserung der Nase ist nicht möglich, da dadurch das Eintreiben des Spreizdübels in die Auf-s nahmebohrung erheblich erschwert würde.
Bei einem weiteren bekannten Spreizdübel der geschilderten Art ist aus Wirtschaftlichkeitsgründen das Spreizelement als trapezförmiges Plättchen ausgebildet worden. Anstelle des separaten Halteteiles für das Spreizelement ist versucht worden, io dieses mittels Magnetkraft am Dübelkörper zu halten. Auch diese Massnahme hat sich als nachteilig erwiesen, da schon bei den geringsten Verschmutzungen die Haltekraft derart unzureichend ist, dass das Spreizelement vor dem Einführen in die Aufnahmebohrung vom Dübelkörper abfällt. Ausserdem ist die i5 Magnetisierung der in Frage kommenden Teile mit einem grösseren sich beim Herstellungsverfahren unwirtschaftlich auswirkenden Aufwand verbunden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Spreizdübel zu schaffen, der nebst Gewährleistung einer problemlosen 20 Anwendung sich durch wirtschaftliche Herstellung und ausreichende Verankerungswerte auszeichnet.
Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass das Spreizelement selbsthemmend in einem zum vorderen Ende des Dübelkörpers hin offenen und zur Dübellängsachse geneig-25 ten Schlitz des Dübelkörpers angeordnet ist, wobei die dem vorderen Ende des Dübelkörpers näherliegende Seitenwand des Schlitzes die Stützfläche für das Spreizelement bildet.
Beim Einführen des gemäss Erfindung vorgeschlagenen Spreizdübels in eine dafür vorgesehene Aufnahmebohrung, de-30 ren Durchmesser auf die Dimension des Dübelkörpers abgestimmt ist, tritt das Spreizelement mit der Wandung der Aufnahmebohrung in Kontakt. In Kontakt treten dabei insbesondere die den Dübelkörper überragenden Bereiche des Spreizelementes. Dank der trapezförmigen Ausbildung des als Plättchen 35 ausgebildeten Spreizelementes verjüngt sich dieser zum vorderen Ende des Dübelkörpers hin, sodass die den Dübelkörper überragenden Bereiche des Spreizelementes die Form von Sägezähnen aufweisen, deren längere Flanken dem vorderen Ende des Dübelkörpers zugewandt sind. Aufgrund dieser sägezahn-40 förmigen Ausbildung lässt sich der Spreizdübel ohne grösseren Widerstand in die Aufnahmebohrung einführen. Die erfin-dungsgemässe Halterung des Spreizelementes gewährleistet, dass das Spreizelement während dieses Einführvorganges nicht vom Dübelkörper abfällt. Bei einem Kraftangriff in entgegenge-45 setzter Richtung verhaken sich die beiden einander gegenüberliegenden, den Dübelkörper überragenden Bereiche des Spreizelementes in der Wandung der Auf nahmebohrung. Damit bleibt das Spreizelement gegenüber der Wandung der Aufnahmebohrung stehen und der Dübelkörper kann sich Dank der zum vor-50 deren Ende hin offenen Ausbildung des Schlitzes gegenüber dem Spreizelement relativ verschieben. Aufgrund der Neigung des Schlitzes werden bei auftretender Relativverschiebung die den Dübelkörper überragenden und dadurch mit der Wandung der Aufnahmebohrung in Kontakt tretenden Bereiche des 55 Spreizelementes immer grösser. Mit zunehmender Kraft verhakt sich das Spreizelement immer stärker in der Wandung der Aufnahmebohrung, sodass dieses für den Dübelkörper einen festen Anschlag bildet. Der geneigte Schlitz des Dübelkörpers bewirkt weiterhin, dass der Dübelkörper mit zunehmendem 60 Kraftangriff immer in stärkerem Masse gegen die Wandung der Aufnahmebohrung gepresst wird, sodass zwischen diesen beiden Teilen ein wirksamer Formschluss zustande kommt.
Der erfindungsgemäss vorgeschlagene Schlitz hat den wesentlichen Vorteil, dass er sich in wirtschaftlicher Weise, bei-65 spielsweise durch einen Säge- oder Fräsvorgang, ohne erheblichen zeitlichen und werkzeugseitigen Aufwand herstellen lässt. Die Dicke des Schlitzes liegt etwas unter der Dicke des Plättchens, damit eine ausreichende Selbsthemmung zustande
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kommt und dabei weitere Haltemittel hinfällig werden. Durch Fig. 1 eine Seitenansicht des Spreizdübels gemäss Erfindung die offene Ausgestaltung des Schlitzes zum vorderen Ende des Fig. 2 eine Ansicht des Spreizdübels in Fig. 1 gemäss dem
Dübelkörpers hin ist gewährleistet, dass sich das Spreizelement Pfeil II
in Spreizrichtung gegenüber dem Dübelkörper ausreichend ver- Fig. 3 ein Spreizwerkzeug gemäss einem weiteren Vorschlag schieben lässt, sodass dem Spreizdübel ein optimales Nach- 5 der Erfindung.
spreizverhalten zukommt. Nachdem es bei Spreizdübeln der in Aus den Fig. 1 und 2 ist der erfindungsgemässe Spreizdübel Rede stehenden Art oftmals problematisch ist, diese in ausrei- ersichtlich, welcher sich im wesentlichen aus Dübelkörper 1 und chendem Masse vorzuspreizen, da keine Anschlagflächen, bei- als Plättchen ausgebildetem Spreizelement 2 zusammensetzt. Im spielsweise zur Aufnahme von Hammerschlägen vorhanden rückwärtigen Bereich weist der Spreizdübel Kraftangriffsmittel, sind, hat es sich die vorliegende Erfindung weiterhin zur Aufga- 10 beispielhaft in Form eines Gewindes 3, auf. Im vorderen Bebe gemacht, ein geeignetes Spreizwerkzeug zu schaffen. Diese reich ist der Dübel mit einem zum vorderen Ende hin offenen Aufgabe wird gemäss einem weiteren Vorschlag der Erfindung und zur Dübellängsachse geneigten Schlitz 4 versehen. In die-gelöst durch einen zwischen zwei an den Enden einer Führungs- sem Schlitz 4 ist selbsthemmend das als trapezförmiges Plättstange angeordneten Anschlägen entlang der Führungsstange chen ausgebildete Spreizelement 2 gehaltert. Das als Plättchen hin und her bewegbaren Massekörper, wobei wenigstens einer 15 ausgebildete Spreizelement 2 ist derart im Dübelkörper 1 gehal-der Anschläge mit den Angriffsmitteln des Dübelkörpers korre- tert, dass die längere Stirnseite 2a gegen den rückwärtigen Be-spondierende Verbindungsmittel aufweist. reich des Dübelkörpers weist. Mit den Eckbereichen 2b über-Nach Ansetzen des erfindungsgemässen Spreizwerkzeuges ragt das als Plättchen ausgebildete Spreizelement 2 bereits in an den Angriffsmitteln des Spreizdübels wird der Massekörper ungespreizter Stellung die Umfangskontur des Dübelkörpers 1 entlang der Führungsstange gegen den, dem Spreizdübel abge- 20 teilweise. Beim Spreizen des Dübels durch Relativverschiebung wandten Anschlag getrieben. Von der Führungsstange werden zwischen Dübelkörper 1 und Spreizelement 2 läuft letzteres an die durch die Schläge vom Massekörper erzeugten Kräfte in der Stützfläche la des Dübelkörpers ab und überragt mit den Form von Zugkräften auf den Spreizdübel übertragen. Durch Seitenkanten 2c in zunehmendem Masse die Umfangskontur Variation der Anzahl mit dem Massekörper erzeugten Schläge des Dübelkörpers 1.
wird das Mass der Vorspreizung geregelt. 25 Aus Fig. 3 ist ein Spreizwerkzeug zum Spreizen von Dübeln,
Nachdem bei einem Grossteil der zu verarbeitenden Spreiz- beispielsweise entsprechend den Fig. 1 und 2, ersichtlich, das im dübel die Angriffsmittel im rückwärtigen Bereich als Gewinde wesentlichen aus einem Massekörper 5 besteht, welcher entlang ausgebildet sind, ist es zweckmässig, die Verbindungsmittel des einer Führungsstange 6 zwischen zwei Anschlägen 7, 8 hin und
Spreizwerkzeuges als Gegengewinde an den Anschlägen anzu- her bewegbar ist. Die Anschläge 7, 8 weisen je Verbindungsmit-
ordnen. Durch Anbringen von Gewinden unterschiedlicher 30 tel, welche beispielhaft als Gewinde 9,10 ausgebildet sind, auf.
Grössen an jedem Anschlag können mit ein und demselben Diese Verbindungsmittel sind für die Angriffsmittel der jeweils
Spreizwerkzeug unterschiedliche Dübeigrössen verarbeitet wer- zu spreizenden Dübel vorgesehen. Grösse und Art der Gewinde den. Die Gewinde der Anschläge können je nach zu verarbei- 9,10 sind auf die jeweiligen Spreizdübel abzustimmen.
tenden Dübeln als mit den Dübeln korrespondierende Innen- Nach Verbindung des Spreizwerkzeuges mit dem zu sprei-
oder Aussengewinde ausgebildet sein. Der Wechsel von einer 35 zenden Dübel wird der Massekörper 5 gegen den, dem Spreiz-
Gewindeart bzw. von einer Gewindegrösse auf die andere kann dübel abgewandten Anschlag getrieben, sodass durch Einwir-
in einfacher Weise durch entsprechend ausgebildete Adaptions- ken entsprechender Zugkräfte auf den Dübelkörper eine Rela-
glieder erfolgen. tiwerschiebung gegenüber dem Spreizelement auftritt und eine
Die Erfindung soll nunmehr anhand von sie beispielsweise entsprechende Vorspreizung zustande kommt. Das Mass der wiedergebenden Zeichnungen näher erläutert werden, und zwar40 Vorspreizung lässt sich durch Anzahl und Intensität der Schläge zeigen: des Massekörpers 5 steuern.
C
1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Spreizdübel mit Dübelkörper und einem gegenüber dem Dübelkörper in eine Spreizstellung verschiebbaren Spreizelement, wobei der Dübelkörper im rückwärtigen Bereich An-griffsmittel zum Aufbringen axial wirkender Kräfte und im vorderen Bereich eine zur Dübellängsachse geneigte, sich zum vorderen Ende des Dübelkörpers, dessen Umfangskontur nähernde Stützfläche für das Spreizelement aufweist und wobei das Spreizelement als trapezförmiges Plättchen ausgebildet ist, dessen längere Stirnseite bereits in ungespreizter Stellung die Umfangskontur des Dübelkörpers überragend dem rückwärtigen Bereich des Dübelkörpers zugewandt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Spreizelement (2) selbsthemmend in einem zum vorderen Ende des Dübelkörpers (1) hin offenen und zur Dübellängsachse geneigten Schlitz (4) des Dübelkörpers (1) angeordnet ist, wobei die dem vorderen Ende des Dübelkörpers (1) näherliegende Seitenwand des Schlitzes (4) die Stützfläche (la) für das Spreizelement (2) bildet.
2. Spreizwerkzeug zum Spreizen des Spreizdübels nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen zwischen zwei an den Enden einer Führungsstange (6) angeordneten Anschlägen (7, 8) und entlang der Führungsstange (6) hin und her bewegbaren Massekörper (5), wobei wenigstens einer der Anschläge (7, 8) mit den Angriffsmitteln des Dübelkörpers (1) korrespondierende Verbindungsmittel aufweist.
3. Spreizwerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel als Gewinde (9,10) ausgebildet sind.
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