Die Erfindung betrifft ein fliessfähiges wässriges Schädlingsbekämpfungsmittel, das als Hauptbestandteile in Wasser als einzigem flüssigem Medium 10 bis 60 Gew.- /0 mindestens eines feinteiligen, im wesentlichen wasserunlöslichen, pestizidaktiven Bestandteils, 1 bis 10 Gew.- /0 eines nichtionischen oberflächenaktiven Mittels und 0,02 bis 1 Gew.-% eines Heteropolysaccharids enthält. Gegebenenfalls kann das Mittel auch andere Bestandteile wie Antischäummittel, Mittel gegen das Zusammenbacken und Mittel zur Erniedrigung des Gefrierpunktes enthalten. Dieses Mittel ist eine sehr stabile Suspension. Es ist in Wasser vollständig dispergierbar und ergibt agglomeratfreie Schädlingsbekämpfungsmittel in Sprayform.
Viele Pestizide einschliesslich von Herbiziden, Fungiziden, Insektiziden, Nematoziden usw. sind in Wasser praktisch unlöslich und oft in Petroleumkohlenwasserstoffen nur mässig löslich. Wegen ihrer unlöslichen Natur wurden verschiedene Verfahren entwickelt, um die als Schädlingsbekämpfungsmittel aktiven Bestandteile auf das Substrat, das geschützt werden soll, aufzubringen. In der Vergangenheit wurden diese Pestizide oft in recht verdünnten Zusammensetzungen angewendet, die nur einen niedrigen Prozentgehalt an aktivem Bestandteil enthalten. Da das Handhaben dieser verdünnten Mittel und deren Transport an die Stelle, an der sie gebraucht werden, sowohl mühsam als auch teuer ist, wurden verschiedene verbesserte Formulierungen entwickelt, die unlösliche Schädlingsbekämpfungsmittel in konzentrierter Form enthalten. Solche Formulierungen umfassen bei.
spielsweise befeuchtbare oder benetzbare Pulver, Staubkonzentrate, wässrige Suspensionen und Öl/Wasser-Suspensionen.
Benetzbare Pulver oder Spritzpulver enthalten den aktiven Bestandteil gemischt mit einem geeigneten festen Träger und sie können ebenfalls ein oberflächenaktives oder Dispersions-Mittel enthalten. Bei der Anwendung wird das Spritzpulver in bestimmten Mengen abgemessen, mit Wasser verdünnt und dann gerührt, wobei eine Suspension gebildet wird. Die Verwendung des benetzbaren Pulvers ist nachteilig, da es manchmal schwierig ist, dieses zur Herstellung der Suspensionen zu handhaben. Weiterhin besitzt es die Neigung, während des Lagerns vor der Behandlung mit Wasser zusammenzubacken und es kann gegenüber hohen Temperaturen extrem empfindlich sein.
Wasser-in-ÖI-Suspensionen, in denen das Öl die kontinuierliche Phase ist, sind üblicherweise sehr dicke Pasten. Sie fliessen nicht leicht und sind nicht leicht in Wasser dispergierbar. Ausserdem können sie oft während des Lagerns, bedingt durch Änderungen in der Kristallstruktur des Schädlingsbekämpfungsmittels instabil sein, was das Absitzen und die Agglomeration aktiviert.
Wässrige Lösungen aus unlöslichen Pestiziden enthielten bis jetzt typischerweise nur niedrige Konzentrationen des Pestizids zusammen mit zahlreichen Hilfsstoffen, um die Lagerungsstabilität der Formulierung zu verbessern und um ein unerwünschtes Zusammenbacken und/oder die Agglomeration der Schädlingsbekämpfungsmittel-Bestandteile zu verhindern. Diese Suspensionen haben bis jetzt keine beständige gute Wasserdispergierbarkeit besessen und das Absitzen oder Zusammenbacken des Schädlingsbekämpfungsmittels wurde ebenfalls nicht zufriedenstellend verhindert.
Seit langem besteht ein Bedarf nach fliessbaren, wässrigen Schädlingsbekämpfungsmitteln, die leicht während der Herstellung und der Verwendung zu handhaben sind und die während eines längeren Lagerns eine ausgezeichnete Lagerbeständigkeit besitzen und die in Wasser vollständig dispergierbar sind. Insbesondere besteht seit langem ein Bedarf nach einem fliessbaren, lagerungsstabilen und wasserdispergierbaren Mittel, welches eine hohe Konzentration an Schädlingsbekämpfungsmittel-Komponente enthält, d. h. bis zu und einschliesslich ungefähr 2,7 kg (6 Ibs) Schädlingsbekämpfungs- mittel 3,8 1(1 gallon) Formulierung.
Das erfindungsgemässe Mittel ist durch eine ausgezeichnete Lagerungsstabilität gekennzeichnet. Zusätzlich zu dem homogen dispergierten, pestizid-aktiven Bestandteil enthält das Mittel eine geringe Menge von jeweils eines Heteropolysaccharids und mindestens ein nichtionisches oberflächenaktives Mittel. Das erfindungsgemässe Mittel kann gegebenenfalls andere Zusatzstoffe wie Mittel gegen das Zusammenbakken, Antischaummittel, Gefrier-Tau-Punkt-Erniedrigungsmittel und ähnliche Verbindungen enthalten. Überraschenderweise besitzt das erfindungsgemässe Mittel eine hervorragende Stabilität und besonders gute Dispersionseigenschaften, selbst wenn die Konzentration an Feststoffen extrem hoch ist, beispielsweise bis zu und einschliesslich 2,7 kg (6 Ibs) Schädlingsbekämpfungsmittel 3,8 1(1 gallon).
Wie zuvor angegeben, enthält das erfindungsgemässe Schädlingsbekämpfungsmittel eine wässrige homogene Suspension von mindestens einem festen, pestizid wirkenden Bestandteil. Wasser wird dabei als einziges flüssiges Suspensionsmedium verwendet.
Das erfindungsgemässe Mittel enthält, ausgedrückt durch das Gewicht, (1)10 bis 60% mindestens eines feinverteilten, im wesentlichen in Wasser unlöslichen Pestizids, (2)1 bis 10% eines nichtionischen, oberflächenaktiven Mit tels, (3) 0,02 bis 1,00/0 eines Heteropolysaccharids, (4) 0 bis 10% eines Mittels gegen das Zusammenbacken, (5) 0 bis 5% eines Antischäummittels und (6) 0 bis 10% eines Mittels zur Herabsetzung des Gefrierpunktes und Wasser, welches in einer ausreichenden Menge verwendet wird, um zusammen mit den anderen Bestandteilen 100 Teile des fertigen Mittels zu ergeben.
Abhängig von den speziellen Lagerungs- und Verwendungsbedingungen eines besonderen Mittels kann man, wie im folgenden näher erläutert wird, Hilfsstoffe wie Mittel zur Erniedrigung des Gefrierpunktes, Mittel zur Verhinderung des Zusammenbackens und Antischäummittel den Mitteln mit Vorteil einverleiben.
Die Ausdrücke wie aktiv , pestizid-aktiv , Pestizid oder Schädlingsbekämpfungsmittel , pestizidal oder schädlingsbekämpfend u. ä., die hier verwendet werden, sollen toxische Mittel oder Giftstoffe bedeuten und biologische Mittel, die diese Chemikalien enthalten und die wirksam sind, um das Wachstum von unerwünschten Schädlingen oder Seuchen wie von Pflanzen, Insekten, Milben, Mikroorganismen, Algen, Fungi, Bakterien u. ä. zu töten, zu verhindern oder zu kontrollieren, wobei die Chemikalien und Mittel üblicherweise als Insektizide, Acarizide bzw. Mittel gegen Milben, Bakterizide, Algazide, d. h. Mittel gegen Algen, Fungizide, Nematozide, Herbizide usw. bekannt sind.
Die toxischen Chemikalien, die in den erfindungsgemässen fliessbaren Pestizid-Formulierungen verwendet werden, sind im wesentlichen in Wasser unlöslich, d. h. sie sind typischerweise weniger als 1% in Wasser löslich. Beispiele von spezifischen toxischen Verbindungen, die bekannt sind und zuvor als Pestizide verwendet wurden und die auf geeignete Weise in den erfindungsgemässen Mitteln verwendet werden können, umfassen die folgenden:
: DDT (Dichlor-diphenyl-trichloräthan) 2,4-D (2,4-Dichlorphenoxy-essigsäure) 2,4,5-T (2,4,5-Trichlorphenoxy-essigsäure) Dieldrin (1,2,3,4,10,10-Hexachlor-exo- 6,7-epoxy-1 ,4,4a,5,6,7,8,8a-octyhydro-1 ,4-ende,exo-5,8-dimethano-naphthalin) Atrazine (2-Chlor-4-äthylamino-6-iso propylamin-s-triazin) Endrin (Hexachlor-epoxy-octahydro-endo, endo-dimethano-naphthalin) Heptachlor (1 ,4,5,6,7,8,8-Heptachlor 3a,4,7,7a-tetrahydro-4,7-methano-indan) Ovex (p-Chlorphenyl-p-chlorbenzolsulfonat) Lindane (Y-lsomer von 1,2,3,4,5,6 Hexachlor-cyclohexan) DACTHAL (Dimethylester von Tetrachlorterephthalsäure) LASSO [2,2-Chlor-2',6'-diäthyl-N (methoxymethyl)-acetanilid] Simazine <RTI
ID=2.6> [2-Chlor-4,6-bis(äthyl- amino)-s-triazin Monuron [3-(p-Chlorphenyl)-l,l-di- methylharnstoff] Diuron [3-(3,4-Dichlorphenyl)-l,l-dimethylharnstoff] SIRMATE (3,4- und 2,3-Dichlorbenzyl N-methylcarbamat) Benefin (N-Butyl-N-äthyl-a,n,n-trifluor- 2,6-dinitro-p-toluidin BAYER 73 (5,2'-Dichlor-4'-nitrosalicyl- anilid,
Äthanolaminsalz Captan [cis-N-(Trichlormethylthio)-4 cyclohexan-l ,2-dicarboximid] SEVIN (N-Methyl-l-naphthylcarbamat) DACONIL 2787 (Tetrachlorisophthalonitril) DEMOSAN (1 ,4-Dichlor-2,5-dimethoxybenzol) Neburon [I-m-Butyl-3-(3,4-dichlorphenyl)- 1-methylharnstoff] Linuron [3-(3,4-Dichlorphenyl)-l-methoxy- 1-methylharnstoff] Siduron [1 (2-Methylcyclohexyl)-3-phenyl- harnstoffs RAMROD (2-Chlor-N-isopropylacetanilid) Prometryne [2,4-Bis-(isopropylamino) 6-methylmercapto-s-triazin Bromacil (5-Brom-3-sek.-butyl6-methyluracil) Thiram (Tetramethylthiuram-disulfid) Ziram (Zink-dimethyldithiocarbamat).
Der Pestizidgehalt in den erfindungsgemässen fliessbaren Mitteln beträgt 10 bis 60 Gew.-0/o. In den Zusammensetzungen, die einen hohen Gehalt an Feststoffen besitzen, variiert der Pestizidgehalt typischerweise von ungefähr 40 bis 60 Gew.-0/o. In der Praxis wird das Pestizid in feinverteilter Form verwendet mit einer Teilchengrösse, die bevorzugt im Bereich zwischen ungefähr 1 und 10 Mikron liegt. Es ist wünschenswert, dass die pestiziden Materialien eine durchschnittliche Teilchengrösse innerhalb des angegebenen Bereichs besitzen, so dass man die grösste Pestizidoberfläche pro Einheitsfläche erhält und wodurch das Pestizid am homogensten suspendiert werden kann. Pestizide, die extrem feinverteilt sind, ergeben pro Einheitsfläche eine grössere biologische Aktivität.
Bei der Herstellung der erfindungsgemässen Schädlingsbekämpfungsmittel kann es manchmal erforderlich sein, damit man sicher ist, dass der Pestizidbestandteil die gewünschte Teilchengrösse hat, das Schädlingsbekämpfungsmittel mit Luftmühlen, Hammermühlen, Kugelmühlen zu zermahlen oder andere bekannte Zerkleinerungsbehandlungen durchzuführen.
Bei der üblichen, in der vorliegenden Erfindung verwendeten Praxis enthalten die erfindungsgemässen Mittel entweder ein oder mehrere feste, im wesentlichen in Wasser unlösliche Pestizidbestandteile. Es soll bemerkt werden, dass es ebenfalls möglich ist, geeignete Mittel herzustellen, die zusätzlich zu mindestens einem der zuvor erwähnten Pestizide ein oder mehrere feste, in Wasser lösliche Pestizide enthalten. In diesen Zusammensetzungen wird das wasserlösliche Pestizid natürlich in Wasserlösung als kontinuierliche Phase vorliegen.
Der Heteropolysaccharidgummi und das nichtionische oberflächenaktive Mittel ergeben zusammen das Dispersions Suspensions-System des erfindungsgemässen fliessbaren Pestizidmittels. Es ist wichtig, dass diese Bestandteile in bestimmten vorgeschriebenen Verhältnissen jeweils in Relation zueinander und auch in Relation zu der Konzentration des Pestizidbestandteils verwendet werden, damit man ein Mittel erhält, welches die gewünschte Lagerungsstabilität und die Wasser-Dispersionsfähigkeit besitzt.
Die Ausdrücke Heteropolysaccharid und Heteropolysaccharidgummi , wie sie hierin verwendet werden. umfassen Polysaccharide in Form der Kolloide und deren Salze, beispielsweise Aminderivate, die man nach bekannten Verfahren, wie sie beispielsweise in der US-PS 3 244 695 beschrieben werden, herstellen kann.
Das Heteropolysaccharid, das üblicherweise als Xanthangummi bezeichnet wird, ist ein lineares, exocellulares Material mit hohem Molekulargewicht, das durch die Einwirkung von Bakterien des Genus Xanthomonas auf Kohlehydrate hergestellt wird. Es besitzt ein Molekulargewicht über 200 000, bevorzugt über 1 000 000. Eine Vielzahl von Kohlenhydraten kann mit verschiedenen Spezies des Genus Xanthomonas fermentiert werden, wobei Heteropolysaccharide erhalten werden. Beispiele von geeigneten Bakterienspecies des Genus Xanthomonas umfassen X. campestris, X. carotate, X. inconue, X. begoniae, X. malvaderum, X. vesicatoria, X. translucens und X. vasculorum. Geeignete Kohlenhydrate umfassen beispielsweise Glucose, Saccharose, Fructose, Maltose, Lactose, Galactose, lösliche Stärke, Maisstärke, Kartoffelstärke u. ä.
Die Herstellung der Heteropolysaccharide, die geeigneterweise in der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, wird in grösseren Einzelheiten in der US-PS 3 020 206 und in vielen anderen Literaturstellen beschrieben.
Weder die Heteropolysaccharide per se noch ihre Herstellung sind Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Im allgemeinen kann man irgendein nichtionisches, oberflächenaktives Mittel, welches ein geeignetes hydrophiles-lyophiles Gleichgewicht besitzt, in dem Suspensions-Dispersions System der erfindungsgemässen fliessbaren Mittel verwenden. Geeignete oberflächenaktive Mittel werden aus den folgenden Klassen oder Arten von nichtionischen, oberflächenaktiven Mitteln ausgewählt: äthoxylierte Alkylphenole (die ebenfalls als Alkylaryl-polyäther-alkohole bezeichnet werden), äthoxylierte aliphatische Alkohole (oder Alkyl-polyätheralkohole), äthoxylierte Fettsäuren (oder Polyoxyäthylen-fettsäureester), äthoxylierte Anhydrosorbitolester (oder Polyoxy äthylensorbitfettsäureester) und äthoxylierte Polyoxypropylenglykole (Polyalkylenoxyd-Blockcopolymere).
Von diesen sind die bevorzugten oberflächenaktiven Mittel zur Zeit die äthoxylierten Alkylphenole, beispielsweise Al kyl-aryl-polyätheralkohole der allgemeinen Formel
EMI2.1
worin R eine lineare oder verzweigte C8-Cl2 Alkylgruppe und y eine ganze Zahl von 8 bis 30 bedeuten. Verwendet man diese oberflächenaktiven Mittel, so erhält man Formulierungen, die sowohl eine optimale Wasserdispersionsfähigkeit als auch eine entsprechend gute Lagerungsstabilität besit zen. Innerhalb dieser Klasse sind besonders bevorzugt jene Alkylaryl-polyätheralkohole, worin R eine C9- oder Clo-Alkyl- gruppe und y eine ganze Zahl von 9 bis 15 bedeuten.
Bei der Durchführung der vorliegenden Erfindung kann man irgendeines der zuvor beschriebenen nichtionischen, oberflächenaktiven Mittel allgemein als einziges oberflächenaktives Mittel verwenden. Man kann aber auch zwei oder mehrere dieser Verbindungen zusammen verwenden. Man kann auch ähnlich einen Teil von irgendeiner dieser Verbindungen, die im folgenden als primäre oberflächenaktive Mittel bezeichnet werden, durch eine äquivalente Menge eines nichtionischen oberflächenaktiven Mittels wie beispielsweise durch einen flüssigen niedrig-Alkylenglykolester einer Fettsäure als sekundäres oberflächenaktives Mittel ersetzen.
Das Heteropolysaccharid, z. B. Xanthangummi, wird in dem Mittel in einer Menge im Bereich zwischen 0,02 und 1,0 Teile/100 Teile des gesamten Mittels verwendet. Von dem nichtionischen, oberflächenaktiven Mittel werden pro 100 Teile Formulierung 1 bis 10 Teile verwendet. In Mitteln mit einem hohen Gehalt an festem Pestizid wird der Xanthangummi im allgemeinen in einer Menge im Bereich von 0,1 bis 0,5 Teile verwendet, und das oberflächenaktive Mittel wird in einer Menge im Bereich im allgemeinen von 2 bis 7 Teile/100 Teile Formulierung verwendet. Wird jeder dieser Bestandteile getrennt als einziges Suspensions- oder Dispersionsmittel in sonst ähnlichen Formulierungen verwendet, so scheidet sich der Pestizidbestandteil schnell aus der kontinuierlichen Wasserphase ab.
Abhängig von der Länge der Zeit, wie lange diese Mittel aufbewahrt wurden, nachdem sich die Feststoffe abgesetzt haben, wird es oft extrem schwierig, die Feststoffe wieder zu suspendieren, selbst wenn man heftig und lange rührt.
In den erfindungsgemässen Mitteln ist es erforderlich, sowohl das Heteropolysaccharid als auch die oberflächenaktiven Bestandteile innerhalb der oben angegebenen Bereiche zu verwenden, um das gewünschte Mittel zu erhalten. Formulierungen oder Mittel, die Mengen der oben aufgeführten Bestandteile ausserhalb der aufgeführten Bereiche enthalten, sind entweder zu dünn oder zu dick und nicht fliessbar und zeigen eine schlechte Wasserdispergierbarkeit.
In der Praxis können die Viskositäten der hergestellten Mittel - dies gilt als allgemeine Regel - verwendet werden, um festzustellen, ob die Mittel die gewünschte Lagerungsstabilität und Dispersionsfähigkeit in Wasser besitzen. Mittel, die Viskositäten im Bereich von 8000 bis 30 000 cP. besitzen, bestimmt mit einem Brookfield-Viscometer, Modell RVT (Nr. 2 Spindel - 0,5 U/min) zeigen im allgemeinen die gewünschten Eigenschaften.
Wasser ist in unterschiedlichen Mengen vorhanden, abhängig von den Mengen, die an den anderen Bestandteilen verwendet wurden, und es ist immer in einer ausreichenden Menge vorhanden, um eine kontinuierliche Phase für den dispergierten Schädlingsbekämpfungsmittel-Bestandteil zu ergeben und um zusammen mit den anderen Bestandteilen 100 Teile an fertigem Produkt zu ergeben. In den bevorzugten Mitteln, d. h. in Mitteln, die hohe Konzentrationen an Pestizid enthalten, werden im allgemeinen ungefähr 30 bis 40 Teile Wasser/100 Teile fertiger Formulierung verwendet.
Wie zuvor beschrieben, können geringe Mengen an einem oder mehreren Bestandteilen wie Antischäummittel, Mittel gegen das Zusammenbacken und Gefrierpunkt-Erniedrigungsmittel in das Mittel eingearbeitet werden, wenn es während längerer Zeiten vor der Verwendung, insbesondere unter nachteiligen Lagerungsbedingungen, gelagert wird.
Die verschiedenen, im Handel erhältlichen Silikon-Emulgiermittel sind Beispiele geeigneter Antischäummittel, die im allgemeinen in Mengen im Bereich von 0,1 bis 5,0 Teilen/100 Teile Gesamtmittel verwendet werden.
Verschiedene Arten von feinverteilten Kieselsäuren oder Siliciumdioxyden sind bekannt und diese sind Beispiele von besonders geeigneten Mitteln, um das Zusammenbacken zu verhindern. Verwendet man diese Mittel, so verwendet man zon 0,2 bis 10 Teile dieser Materialien pro jeweils 100 Teile les fertigen Mittels und dabei erhält man im allgemeinen zuammen mit dem Suspensions-Dispersions-System die ge rünschte Lagerungsstabilität des Mittels, selbst bei den exremsten Lagerungsbedingungen. Es ist besonders vorteil laut, in die Mittel mit hohem Pestizidgehalt Mittel einzuarbei :en, die das Zusammenbacken verhindern.
Niedrigere Alkylenglykole, beispielsweise Athylen- oder Propylenglykol, sind Beispiele von geeigneten Gefrierpunkt Erniedrigungsmitteln, die in dem Mittel verwendet werden, iie möglicherweise bei kühleren als gemässigten klimati ;chen Bedingungen gelagert werden. Mengen dieser Verbinjungen im Bereich von ungefähr 1 bis ungefähr 10 Teile/100 reile Gesamtmittel ergeben Mittel mit dem gewünschten An tigefrierschutz.
Bei der Herstellung der Mittel ist die Reihenfolge der Zugabe nicht besonders kritisch, obgleich es bevorzugt ist, das Heteropolysaccharid, das oberflächenaktive Mittel und irgendwelche beliebigen Bestandteile, die darin eingearbeitet werden sollen, in der kontinuierlichen Phase zu vermischen, bevor man den festen Pestizidbestandteil oder die festen Pestizidbestandteile zufügt. Die Herstellung der Mittel kann bei Umgebungstemperatur unter mildem Rühren durchgeführt werden. Üblicherweise ist es nicht erforderlich, Wärme oder zu starken Druck anzuwenden, um die gewünschte homogene, fliessbare Suspension herzustellen. Ein weiteres Mischen des Mittels kann durchgeführt werden, indem man bekannte Homogenisierungsvorrichtungen verwendet, wenn es ratsam erscheint, eine sehr homogene Suspension der Pestizid-Bestandteile herzustellen.
Die erfindungsgemässen Mittel ergeben, selbst wenn sie eine hohe Konzentration an Schädlingsbekämpfungsmittel enthalten, dem Routinier ein leicht fliessbares Mittel, in dem Wasser als einziges, billiges Dispersionsmittel verwendet wird. Die Mittel besitzen ausgezeichnete Blüheigenschaften , d. h. sie sind vollständig dispergierbar, wenn man sie zu Wasser zufügt. Das Mittel kann mit Wasser in allen Mengenanteilen verdünnt werden, wobei man agglomeratfreie, sprühbare Pestizidmittel mit jeder gewünschten Konzentration an Giftstoff herstellen kann. Die Herstellung der Sprayformulierungen kann leicht an der Stelle, an der das Mittel angewendet wird, erfolgen, indem man einfach eine geeignete Menge an konzentriertem Mittel in Wasser in den Sprühtank oder in einen anderen geeigneten Behälter gibt.
Es ist ebenfalls möglich, die Mittel in unverdünnter Form zu verwenden, wenn man neuere, spezialisiertere Sprühverfahren verwendet.
Die versprühbaren, agglomeratfreien Pestizidmittel, die aus den erfindungsgemässen Mitteln hergestellt wurden, können in allen Arten von zur Zeit verwendeten Sprühvorrichtungen eingesetzt werden, ohne dass die Sprühdüsen verstop fen oder die Sprühvorrichtungen auf andere Weise versagen.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie zu beschränken. Wenn in den Beispielen Mengen der Bestandteile in Teilen aufgeführt sind, so sind diese Teile, sofern nicht anders angegeben, durch das Gewicht ausge drückt.
Beispiel 1.
5,2 Teile eines nichtionischen, oberflächenaktiven Mit tels, welches einen Polyoxyäthylenäther von t-Oxtylphenol enthält und ungefähr 9 bis 10 Mol Äthylenoxyd/Mol oberflä chenaktives Mittel enthält, werden in 38,7 Teilen Wasser bei
Umgebungstemperatur gelöst. Zu dieser Lösung fügt man unter Rühren 0,10 Teile eines Heteropolysaccharids. Der verwendete Heteropolysaccharidgummi ist Kelzan, hergestellt von der Kelco Company, San Diego, Kalifornien. Hergestellt aus der Bakterienart X. campestris, ist dieses Heteropo lysaccharid in seiner Struktur linear und besitzt ein Molekulargewicht, welches grösser ist als 1 000 000. Es enthält sich wiederholende Einheiten von D-Glucose, D-Mannose und D-Glucuronsäure in einem Verhältnis von 2,8:3,0:2,0.
Unter kontinuierlichem Rühren werden 56 Teile Tetrachlorisophthalonitril (DACONIL 2787-Fungizid, hergestellt von Diamond Shamrock Corp., Cleveland, Ohio), in die hergestellte Lösung aus dem Suspensionsmittel und dem oberflächenaktiven Mittel gegeben. Die entstehende opake Formu lierung, die eine gräuliche Farbe hat, besitzt eine sehr dünne
Konsistenz und ist leicht giessbar. Nachdem die Formulie rung mehrere Stunden ungestört aufbewahrt wurde, ist keine Phasentrennung oder ein Absetzen von Feststoffen er kennbar.
Ein Teil der Formulierung wird in eine grosse Wasser menge gegossen. Sie zeigt eine ausgezeichnete Verteilung, d. h. sie dispergiert sich vollständig innerhalb des Wassers, und man erhält ein homogenes und verdünntes Mittel.
Beim kontinuierlichen Lagern scheidet sich eine sehr ge ringe Menge an Feststoffen in der Formulierung nach mehre ren Tagen ab. Diese werden sehr leicht wieder suspendiert, wenn man nur etwas rührt oder schüttelt. Eine Probe der
Formulierung wird wieder in Wasser gegossen und zeigt ein ausgezeichnetes Verteilen.
Zum Vergleich wurden zwei andere Formulierungen auf ähnliche Weise hergestellt, mit der Ausnahme, dass eine die ser Formulierungen kein oberflächenaktives Mittel und die andere dieser Formulierungen kein Heteropolysaccharid ent hält. Im Vergleich zu dem oben beschriebenen, homogenen, stabilen Mittel ist jede dieser Formulierungen nicht zufrieden stellend. Das Mittel, welches kein oberflächenaktives Mittel enthält; ist eine Mischung, in der das feste Pestizidmittel nicht befeuchtet wurde und nicht in Wasser dispergiert ist und als getrennte Phase vorliegt. In der Formulierung, die das oberflächenaktive Mittel, aber kein Suspensionsmittel ent hält, werden die pestiziden Feststoffe befeuchtet und sind in
Wasser dispergiert und bilden offensichtlich eine homogene
Suspension.
Nach der Herstellung trennt sich dieses Mittel je doch sehr schnell in zwei Phasen, die Feststoffe scheiden sich vollständig aus der Suspension als kuchenartige Masse am Boden des Behälters (d. h. als zusammengebackte Masse) ab. Dieser Kuchen aus den Feststoffen kann nicht leicht ge brochen und in der wässrigen Phase wieder suspendiert wer den.
Beispiel 2
Ein fliessbares Schädlingsbekämpfungsmittel wird aus der folgenden Formulierung hergestellt Gew.- /o Tetrachlorisophthalonitril 54,00 Alkylaryl-polyätheralkoholl 5,20 Heteropolysaccharidgummi 0,10 Propylenglykol 3,70 Cab-O-Sil M-52 1,50 Antischäummittel FG-103 0,25 Wasser 35,25 '=TRITON X-100 - t-Octylphenoxy-äthoxyliertes Äthanol (9 bis 10 Mol Äthylenoxyd/Mol oberflächenaktives Mittel) Rohm and Haas Co.
2=submikroskopisches wasserfreies SiO2 - Cabot Corp.
3=Silikonemulsion - Dow Corning Corp.
Die Bestandteile des Mittels, mit Ausnahme des pestiziden Bestandteils, werden in das Wasser bei Umgebungstemperatur eingearbeitet und anschllessend wird das Pestizid zugefügt. Die entstehende opake Suspension besitzt ein spezifisches Gewicht von 1,34 g/ccm und enthält 2,7 1(6 Ibs) aktiven Bestandteil 3,8 1(1 gallon). Es besitzt eine Brookfield-Viskosität von 29 600 cP.
Wird es in Wasser gegossen, so dispergiert es vollständig und eine Flocken- oder Agglomeratbildung ist nicht erkennbar. Nachdem das Mittel 7 Wochen bei 50 "C gelagert wurde, ist es noch eine homogene Suspension und enthält keine ausgeschiedenen Feststoffe.
Beispiele 3 bis 8
In diesen Beispielen werden fliessbare erfindungsgemässe Pestizidmittel erläutert, die als oberflächenaktives Mittel Alkylaryl-polyätheralkohole, d. h. äthoxylierte Alkylphenole, die unterschiedliche Konzentrationen an Äthylenoxyd pro Mol besitzen, enthalten. Die allgemein verwendete Formulierung ist die gleiche wie in Beispiel 2 mit der Ausnahme, dass 1,0 Teile Hi-Sil 233 (ausgefälltes, hydratisiertes SiO2, hergestellt von PPG Chem.) anstelle des Cab-O-Sils ver wendet werden. In jedem Beispiel werden ebenfalls 0,15 Cew.-0/o, bezogen auf die Formulierung, eines sekundären oberflächenaktiven Mittels, Nopco Soap L , verwendet zusammen mit 5,20/0 des primären oberflächenaktiven Mittels.
Die Viskositäten der Formulierungen werden mit einem Brookfield-Viscometer, Modell LV, unter Verwendung einer Nr. 3 Spindel bei 60 U/min bestimmt.
Beispiel Primäres oberflächen- Mol Äthylen- Viskosität des aktives Mittel oxyd Mittels, cP.
3 Nonylphenoxypoly- 10,5 12 140 (äthylenoxy)-äthanol 4 dto. 15 12640 5 Octylphenoxypoly- 10 10 600 (äthylenoxy)-äthanol 6 dto. 12-13 10480 7 dto. 16 9 880 8 dto. 30 10 500
Jede dieser Formulierungen, welche 2,7 kg (6 Ibs) aktiven Bestandteil 3,8 1(1 gallon) enthält, zeigt ein ausgezeichnetes Verteilen, d. h. es ist in Wasser vollständig dispergierbar, und es scheiden sich keine Flocken oder Feststoffe ab.
Nach einem verlängerten Lagern bei 50 "C enthält keine Formulierung eine Schicht aus agglomerierten Feststoffen.
Man beobachtet oben auf jeder Probe eine minimale Wasserschicht, die leicht durch gelindes Aufwirbeln der Formulierung wieder vermischt werden kann.
Beispiel 9
Ein fliessbares Herbizidmittel wird wie zuvor beschrieben unter Verwendung der folgenden Formulierung hergestellt Gew.- /o Dimethylester von Tetrachlorterephthalsäure 55,70 äthoxyliertes Polyoxypropylenglykoll 5,20 Heteropolysaccharid 0,10 Propylenglykol 3,70 Hi-Sil 233 1,00 Antischäummittel FG-10 0,25 Wasser 34,00 =PLURONIC P-104 - BASF Wyandotte Corp.
Dieses Mittel besitzt die gleichen ausgezeichneten Verteilungseigenschaften und Lagerungsstabilität wie die Mittel der vorherigen Beispiele.
Beispiel 10
Ein fungizides Mittel wird aus der folgenden Formulierung hergestellt Gew.- /o
Tetrachlorisophthalonitril 40,00
Hyonic PE 1001 3,00
Heteropolysaccharid 0,30 Äthylenglykol 5,00
Hi-Sil 233 1,00
Antischäummittel FG-10 0,25
Wasser 50,50
I=AlkylphenoxypolyXäthylenoxySäthanol-oberflächenaktives
Mittel - Diamond Shamrock Corp.
Dieses Mittel enthält jeweils 1,8 kg (4 Ibs) aktiven Bestandteil 3,8 1(1 gallon). Es ist eine lagerungsstabile Suspension mit einer vollständigen Dispergierbarkeit in Wasser, ohne dass sich Agglomerate bilden.
Beispiel 11
Ein gemischtes Fungizid-Insektizid-Mittel wird wie im obigen Beispiel 1 beschrieben hergestellt. Das Mittel enthält jeweils 20,5 Gew.-0/o Tetrachlorisophthalonitril als Fungizid und 1 -Naphthyl-N-methylcarbamat als Insektizid. Die Konzentration an gesamten aktiven Bestandteilen in diesem Mittel beträgt 1,8 kg (4 lbs)/3,8 1(1 gallon) Formulierung. Die Wasserdispergierbarkeit des Mittels ist ausgezeichnet und die Suspension ist sehr gut lagerungsstabil.
The invention relates to a flowable aqueous pesticide which, as main constituents in water as the only liquid medium, contains 10 to 60% by weight of at least one finely divided, essentially water-insoluble, pesticidally active ingredient, 1 to 10% by weight of a nonionic surface-active agent and 0 .02 to 1% by weight of a heteropolysaccharide. Optionally, the agent can also contain other ingredients such as anti-foaming agents, anti-caking agents and agents for lowering the freezing point. This agent is a very stable suspension. It is completely dispersible in water and makes agglomerate-free pesticides in spray form.
Many pesticides, including herbicides, fungicides, insecticides, nematocides, etc., are practically insoluble in water and often only sparingly soluble in petroleum hydrocarbons. Because of their insoluble nature, various methods have been developed to apply the pesticide active ingredients to the substrate to be protected. In the past, these pesticides have often been used in fairly dilute compositions containing only a low percentage of the active ingredient. Because these diluted compositions are both cumbersome and expensive to handle and transport to where they are needed, various improved formulations have been developed that contain insoluble pesticides in concentrated form. Such formulations include at.
For example, wettable or wettable powders, dust concentrates, aqueous suspensions and oil / water suspensions.
Wettable powders or wettable powders contain the active ingredient mixed with a suitable solid carrier, and they can also contain a surfactant or dispersant. When used, the wettable powder is measured out in certain quantities, diluted with water and then stirred, whereby a suspension is formed. The use of the wettable powder is disadvantageous because it is sometimes difficult to handle to produce the suspensions. Furthermore, it has a tendency to cake up during storage prior to treatment with water and it can be extremely sensitive to high temperatures.
Water-in-oil suspensions, in which the oil is the continuous phase, are usually very thick pastes. They do not flow easily and are not easily dispersible in water. In addition, they can often be unstable during storage due to changes in the crystal structure of the pesticide, which activates settling and agglomeration.
Aqueous solutions of insoluble pesticides have heretofore typically contained only low concentrations of the pesticide along with numerous excipients in order to improve the storage stability of the formulation and to prevent undesirable caking and / or agglomeration of the pesticide ingredients. These suspensions have not hitherto had consistently good water dispersibility, and the settling or caking of the pesticide has also not been prevented satisfactorily.
There has long been a need for flowable, aqueous pesticides which are easy to handle during manufacture and use and which have excellent shelf life during prolonged storage and which are fully dispersible in water. In particular, there has long been a need for a flowable, storage-stable and water-dispersible agent which contains a high concentration of pesticide component, i.e. H. up to and including approximately 2.7 kg (6 lbs) pesticide 3.8 l (1 gallon) formulation.
The agent according to the invention is characterized by excellent storage stability. In addition to the homogeneously dispersed, pesticidally active ingredient, the agent contains a small amount each of a heteropolysaccharide and at least one nonionic surfactant. The composition of the present invention may optionally contain other additives such as anti-caking agents, antifoam agents, freeze-thaw point depressants and similar compounds. Surprisingly, the agent according to the invention has excellent stability and particularly good dispersion properties, even when the concentration of solids is extremely high, for example up to and including 2.7 kg (6 lbs) of pesticide 3.8 l (1 gallon).
As indicated above, the pesticide according to the invention contains an aqueous homogeneous suspension of at least one solid, pesticidally active component. Water is used as the only liquid suspension medium.
The agent according to the invention contains, expressed by weight, (1) 10 to 60% of at least one finely divided, essentially water-insoluble pesticide, (2) 1 to 10% of a nonionic, surface-active agent, (3) 0.02 to 1 , 00/0 of a heteropolysaccharide, (4) 0 to 10% of an anti-caking agent, (5) 0 to 5% of an anti-foaming agent, and (6) 0 to 10% of a freezing point depressant and water which is in sufficient Amount used to make 100 parts of the finished product together with the other ingredients.
Depending on the special storage and use conditions of a particular agent, as will be explained in more detail below, auxiliaries such as agents for lowering the freezing point, agents for preventing caking and anti-foaming agents can advantageously be incorporated into the agents.
The expressions such as active, pesticide-active, pesticide or pesticide, pesticidal or pest control and the like. The like. Used here are intended to mean toxic agents or poisonous substances and biological agents which contain these chemicals and which are effective in preventing the growth of undesirable pests or diseases such as plants, insects, mites, microorganisms, algae, fungi, bacteria u. To kill, prevent or control, the chemicals and agents usually as insecticides, acaricides or agents against mites, bactericides, algacides, d. H. Agents against algae, fungicides, nematocides, herbicides, etc. are known.
The toxic chemicals used in the flowable pesticide formulations of the present invention are essentially insoluble in water; H. they are typically less than 1% soluble in water. Examples of specific toxic compounds known and previously used as pesticides which can be suitably used in the compositions of the present invention include the following:
: DDT (dichloro-diphenyl-trichloroethane) 2,4-D (2,4-dichlorophenoxy-acetic acid) 2,4,5-T (2,4,5-trichlorophenoxy-acetic acid) Dieldrin (1,2,3,4 , 10,10-hexachloro-exo-6,7-epoxy-1, 4,4a, 5,6,7,8,8a-octyhydro-1, 4-end, exo-5,8-dimethano-naphthalene) atrazine (2-chloro-4-ethylamino-6-isopropylamine-s-triazine) endrin (hexachloro-epoxy-octahydro-endo, endo-dimethano-naphthalene) heptachlor (1, 4,5,6,7,8,8- Heptachlor 3a, 4,7,7a-tetrahydro-4,7-methano-indane) Ovex (p-chlorophenyl-p-chlorobenzenesulfonate) Lindane (Y-isomer of 1,2,3,4,5,6 hexachlorocyclohexane) DACTHAL (dimethyl ester of tetrachloroterephthalic acid) LASSO [2,2-chloro-2 ', 6'-diethyl-N (methoxymethyl) acetanilide] Simazine <RTI
ID = 2.6> [2-chloro-4,6-bis (ethylamino) -s-triazine monuron [3- (p-chlorophenyl) -1, l-dimethylurea] diuron [3- (3,4- Dichlorophenyl) -l, l-dimethylurea] SIRMATE (3,4- and 2,3-dichlorobenzyl N-methylcarbamate) Benefin (N-butyl-N-ethyl-a, n, n-trifluoro-2,6-dinitro-p -toluidine BAYER 73 (5,2'-dichloro-4'-nitrosalicyl anilide,
Ethanolamine salt captan [cis-N- (trichloromethylthio) -4 cyclohexane-1,2-dicarboximide] SEVIN (N-methyl-1-naphthylcarbamate) DACONIL 2787 (tetrachloroisophthalonitrile) DEMOSAN (1,4-dichloro-2,5-dimethoxybenzene) [Im-Butyl-3- (3,4-dichlorophenyl) -1-methylurea] Linuron [3- (3,4-dichlorophenyl) -1-methoxy-1-methylurea] Siduron [1 (2-methylcyclohexyl) -3- phenyl urea RAMROD (2-chloro-N-isopropylacetanilide) Prometryne [2,4-bis- (isopropylamino) 6-methylmercapto-s-triazine Bromacil (5-bromo-3-sec-butyl6-methyluracil) thiram (tetramethylthiuram- disulfide) Ziram (zinc dimethyldithiocarbamate).
The pesticide content in the flowable compositions according to the invention is 10 to 60% by weight. In the compositions which are high in solids, the pesticide content typically varies from about 40 to 60% by weight. In practice the pesticide is used in a finely divided form with a particle size preferably in the range between about 1 and 10 microns. It is desirable that the pesticidal materials have an average particle size within the specified range so that the largest pesticide surface area per unit area is obtained and the pesticide can be suspended most homogeneously. Pesticides that are extremely finely divided give greater biological activity per unit area.
In preparing the pesticides of the present invention, in order to be certain that the pesticidal ingredient has the desired particle size, it may sometimes be necessary to air mill the pesticide, hammer mills, ball mills or other known milling treatments.
In the normal practice used in the present invention, the compositions of the present invention contain either one or more solid, substantially water-insoluble pesticidal ingredients. It should be noted that it is also possible to prepare suitable compositions which, in addition to at least one of the aforementioned pesticides, contain one or more solid, water-soluble pesticides. In these compositions the water soluble pesticide will of course be present in water solution as a continuous phase.
The heteropolysaccharide gum and the nonionic surfactant together make up the dispersion-suspension system of the flowable pesticidal composition of the present invention. It is important that these ingredients are used in certain prescribed proportions in relation to each other and also in relation to the concentration of the pesticide ingredient in order to obtain an agent which has the desired storage stability and water-dispersibility.
The terms heteropolysaccharide and heteropolysaccharide gum as used herein. include polysaccharides in the form of colloids and their salts, for example amine derivatives, which can be prepared by known processes such as are described, for example, in US Pat. No. 3,244,695.
The heteropolysaccharide, commonly referred to as xanthan gum, is a linear, high molecular weight, exocellular material produced by the action of carbohydrates by bacteria of the genus Xanthomonas. It has a molecular weight of over 200,000, preferably over 1,000,000. A large number of carbohydrates can be fermented with various species of the genus Xanthomonas, with heteropolysaccharides being obtained. Examples of suitable bacterial species of the genus Xanthomonas include X. campestris, X. carotate, X. inconue, X. begoniae, X. malvaderum, X. vesicatoria, X. translucens and X. vasculorum. Suitable carbohydrates include, for example, glucose, sucrose, fructose, maltose, lactose, galactose, soluble starch, corn starch, potato starch and the like. Ä.
The preparation of the heteropolysaccharides which can suitably be used in the present invention is described in greater detail in U.S. Patent 3,020,206 and in many other references.
Neither the heteropolysaccharides per se nor their preparation are the subject of the present invention.
In general, any nonionic surfactant having a suitable hydrophilic-lyophilic balance can be used in the suspension-dispersion system of the flowable agents of the present invention. Suitable surface-active agents are selected from the following classes or types of nonionic surface-active agents: ethoxylated alkylphenols (which are also referred to as alkylaryl polyether alcohols), ethoxylated aliphatic alcohols (or alkyl polyether alcohols), ethoxylated fatty acids (or polyoxyethylene fatty acid esters) , ethoxylated anhydrosorbitol esters (or polyoxyethylene sorbitol fatty acid esters) and ethoxylated polyoxypropylene glycols (polyalkylene oxide block copolymers).
Of these, the preferred surface-active agents are currently the ethoxylated alkylphenols, for example alkyl-aryl-polyether alcohols of the general formula
EMI2.1
where R is a linear or branched C8-Cl2 alkyl group and y is an integer from 8 to 30. If these surface-active agents are used, formulations are obtained which have both optimal water-dispersibility and correspondingly good storage stability. Within this class, those alkylaryl polyether alcohols in which R is a C9 or C10 alkyl group and y is an integer from 9 to 15 are particularly preferred.
Any of the nonionic surfactants described above can generally be employed as the sole surfactant in the practice of the present invention. But you can also use two or more of these compounds together. Similarly, one can also replace a portion of any of these compounds, hereinafter referred to as primary surfactants, with an equivalent amount of a nonionic surfactant such as a liquid lower alkylene glycol ester of a fatty acid as a secondary surfactant.
The heteropolysaccharide, e.g. B. xanthan gum is used in the composition in an amount ranging between 0.02 and 1.0 parts per 100 parts of the total composition. The nonionic surfactant is used from 1 to 10 parts per 100 parts of formulation. In compositions having a high solid pesticide content, the xanthan gum is generally used in an amount ranging from 0.1 to 0.5 part and the surfactant is used in an amount ranging generally from 2 to 7 parts / 100 parts Wording used. If each of these ingredients is used separately as the only suspending or dispersing agent in otherwise similar formulations, the pesticide ingredient will quickly separate out of the continuous water phase.
Depending on the length of time these agents have been held after the solids have settled, it often becomes extremely difficult to resuspend the solids, even with vigorous and long agitation.
In the compositions of the present invention, it is necessary to use both the heteropolysaccharide and the surface-active ingredients within the ranges given above in order to obtain the desired composition. Formulations or compositions which contain amounts of the ingredients listed above outside the ranges listed are either too thin or too thick and non-flowable and show poor water dispersibility.
In practice, the viscosities of the compositions prepared can - this applies as a general rule - be used to determine whether the compositions have the desired storage stability and dispersibility in water. Mean viscosities in the range of 8,000 to 30,000 cP. possessed, determined with a Brookfield Viscometer, Model RVT (No. 2 spindle - 0.5 rpm) generally show the desired properties.
Water is present in varying amounts depending on the amounts used on the other ingredients, and it is always present in an amount sufficient to provide a continuous phase for the dispersed pesticide ingredient and to work with the other ingredients 100 To produce parts of the finished product. In the preferred means, i.e. H. compositions containing high concentrations of pesticide generally use about 30 to 40 parts water / 100 parts finished formulation.
As previously described, minor amounts of one or more ingredients such as anti-foaming agents, anti-caking agents and freezing point depressants can be incorporated into the agent if it is stored for long periods prior to use, particularly under adverse storage conditions.
The various commercially available silicone emulsifiers are examples of suitable antifoam agents, which are generally used in amounts ranging from 0.1 to 5.0 parts per 100 parts total agent.
Various types of finely divided silicas or silicas are known and these are examples of particularly useful agents for preventing caking. If these agents are used, 0.2 to 10 parts of these materials are used per 100 parts of the finished agent, and in general, together with the suspension-dispersion system, the desired storage stability of the agent is obtained, even under the most extreme storage conditions . It is particularly advantageous to incorporate products with a high pesticide content that prevent caking.
Lower alkylene glycols, e.g., ethylene or propylene glycol, are examples of suitable freezing point depressants used in the composition which may be stored in cooler than moderate climatic conditions. Amounts of these compounds in the range of from about 1 to about 10 parts per 100 percent total will produce compositions with the desired anti-freeze protection.
In the preparation of the agents, the order of addition is not particularly critical, although it is preferred to mix the heteropolysaccharide, the surfactant and any ingredients to be incorporated therein in the continuous phase before the solid pesticide ingredient or the adds solid pesticide components. The preparation of the agents can be carried out at ambient temperature with gentle stirring. It is usually not necessary to use heat or excessive pressure in order to produce the desired homogeneous, flowable suspension. Further mixing of the agent can be carried out using known homogenizing equipment if it appears advisable to make a very homogeneous suspension of the pesticide ingredients.
The compositions according to the invention, even if they contain a high concentration of pesticides, give the veteran an easily flowable composition in which water is used as the only inexpensive dispersant. The agents have excellent flowering properties; H. they are completely dispersible when added to water. The agent can be diluted with water in all proportions, it being possible to prepare agglomerate-free, sprayable pesticidal agents with any desired concentration of toxin. The preparation of the spray formulations can easily be carried out at the point where the agent is to be applied, by simply adding a suitable amount of concentrated agent in water to the spray tank or other suitable container.
It is also possible to use the agents in undiluted form using newer, more specialized spray methods.
The sprayable, agglomerate-free pesticidal compositions prepared from the compositions according to the invention can be used in all types of spray devices currently in use without the spray nozzles clogging or the spray devices failing in any other way.
The following examples illustrate the invention without restricting it. If amounts of the constituents are given in parts in the examples, these parts are expressed by weight, unless otherwise indicated.
Example 1.
5.2 parts of a nonionic, surface-active agent, which contains a polyoxyethylene ether of t-oxylphenol and contains about 9 to 10 moles of ethylene oxide / mole of surface active agent, are used in 38.7 parts of water
Ambient temperature dissolved. 0.10 part of a heteropolysaccharide is added to this solution with stirring. The heteropolysaccharide gum used is Kelzan made by the Kelco Company, San Diego, California. Produced from the bacterial species X. campestris, this heteropo lysaccharide is linear in structure and has a molecular weight which is greater than 1,000,000. It contains repeating units of D-glucose, D-mannose and D-glucuronic acid in a ratio of 2.8: 3.0: 2.0.
With continuous stirring, 56 parts of tetrachloroisophthalonitrile (DACONIL 2787 fungicide, manufactured by Diamond Shamrock Corp., Cleveland, Ohio) are added to the prepared solution of the suspending agent and the surfactant. The resulting opaque formulation, which is greyish in color, is very thin
Consistency and is easy to pour. After the formulation has been stored undisturbed for several hours, no phase separation or settling of solids can be seen.
Part of the formulation is poured into a large amount of water. It shows excellent distribution, i.e. H. it is completely dispersed in the water, and a homogeneous and dilute composition is obtained.
With continuous storage, a very small amount of solids separates out in the formulation after several days. These are very easily resuspended if you just stir or shake something. A sample of the
Formulation is poured back into water and shows excellent spreading.
For comparison, two other formulations were prepared in a similar manner, except that one of these formulations did not contain a surfactant and the other of these formulations did not contain a heteropolysaccharide. In comparison with the homogeneous, stable agent described above, either of these formulations is unsatisfactory. The agent which does not contain a surfactant; is a mixture in which the solid pesticidal agent has not been moistened and is not dispersed in water and exists as a separate phase. In the formulation containing the surfactant but not the suspending agent, the pesticidal solids are wetted and are in
Water disperses and apparently forms a homogeneous one
Suspension.
However, once made, this agent separates very quickly into two phases, the solids completely separating out of the suspension as a cake-like mass at the bottom of the container (i.e. as a caked mass). This cake of solids cannot easily be broken and resuspended in the aqueous phase.
Example 2
A flowable pest control agent is prepared from the following formulation wt / o tetrachloroisophthalonitrile 54.00 alkylaryl polyether alcohol 5.20 heteropolysaccharide gum 0.10 propylene glycol 3.70 Cab-O-Sil M-52 1.50 antifoam FG-103 0.25 Water 35.25 '= TRITON X-100 - t-octylphenoxy-ethoxylated ethanol (9 to 10 moles of ethylene oxide / mole of surfactant) Rohm and Haas Co.
2 = submicroscopic anhydrous SiO2 - Cabot Corp.
3 = silicone emulsion - Dow Corning Corp.
The ingredients of the agent, with the exception of the pesticidal ingredient, are incorporated into the water at ambient temperature and then the pesticide is added. The resulting opaque suspension has a specific gravity of 1.34 g / cc and contains 2.7 liters (6 lbs) of active ingredient 3.8 liters (1 gallon). It has a Brookfield viscosity of 29,600 cP.
If it is poured into water, it disperses completely and no flake or agglomerate formation can be seen. After the agent has been stored at 50 ° C. for 7 weeks, it is still a homogeneous suspension and does not contain any precipitated solids.
Examples 3 to 8
In these examples, flowable pesticidal compositions according to the invention are illustrated which, as surface-active agents, are alkylaryl polyether alcohols, d. H. ethoxylated alkylphenols, which contain different concentrations of ethylene oxide per mole. The general formulation used is the same as in Example 2 except that 1.0 part of Hi-Sil 233 (precipitated, hydrated SiO2, manufactured by PPG Chem.) Is used in place of Cab-O-Sil. Also in each example 0.15 cew. 0 / o based on the formulation of a secondary surfactant, Nopco Soap L, is used along with 5.20 / 0 of the primary surfactant.
The viscosities of the formulations are determined with a Brookfield Viscometer, Model LV, using a No. 3 spindle at 60 rpm.
Example Primary surface mole ethylene viscosity of the active agent oxide agent, cP.
3 Nonylphenoxypoly- 10.5 12 140 (ethyleneoxy) ethanol 4 dto. 15 12640 5 Octylphenoxypoly- 10 10 600 (ethyleneoxy) ethanol 6 dto. 12-13 10 480 7 dto. 16 9 880 8 dto. 30 10 500
Each of these formulations, which contain 2.7 kg (6 lbs) of active ingredient, 3.8 l (1 gallon), show excellent spreading, i.e., about 1 gallon. H. it is fully dispersible in water and no flakes or solids separate out.
After prolonged storage at 50 "C, no formulation contains a layer of agglomerated solids.
A minimal layer of water is observed on top of each sample which can be easily remixed by gently swirling the formulation.
Example 9
A flowable herbicidal agent is prepared as previously described using the following formulation wt / o dimethyl ester of tetrachloroterephthalic acid 55.70 ethoxylated polyoxypropylene glycol 5.20 heteropolysaccharide 0.10 propylene glycol 3.70 Hi-Sil 233 1.00 antifoam FG-10 0, 25 water 34.00 = PLURONIC P-104 - BASF Wyandotte Corp.
This agent has the same excellent distribution properties and storage stability as the agents of the previous examples.
Example 10
A fungicidal agent is prepared from the following formulation wt / o
Tetrachloroisophthalonitrile 40.00
Hyonic PE 1001 3.00
Heteropolysaccharide 0.30 ethylene glycol 5.00
Hi-Sil 233 1.00
Anti-foaming agent FG-10 0.25
Water 50.50
I = AlkylphenoxypolyXäthylenoxySäthanol-surface-active
Medium - Diamond Shamrock Corp.
This remedy contains 1.8 kg (4 lbs) of active ingredient 3.8 l (1 gallon) each. It is a storage-stable suspension that is completely dispersible in water without the formation of agglomerates.
Example 11
A mixed fungicide-insecticide composition is prepared as described in Example 1 above. The agent contains 20.5% by weight of tetrachloroisophthalonitrile as fungicide and 1-naphthyl-N-methylcarbamate as insecticide. The total active ingredient concentration in this composition is 1.8 kg (4 lbs) / 3.8 l (1 gallon) formulation. The water dispersibility of the agent is excellent and the suspension is very stable in storage.