Es sind bereits Hohlsteine bekannt, mit denen auch ein Nichtfachmann Wände errichten kann, indem er die Steine mit seitlicher Versetzung übereinander setzt und die Hohlräume hinterher mit Beton oder einem entsprechenden Material auffüllt. Bei den bisher bekannten Hohlsteinen ist es aber notwendig, dass man verschiedene Steinformate zur Verfügung hat, um gerade Wandkanten bzw. Hausecken mauern zu können. Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Aufgabe bestand daher darin, sämtliche Wände eines Gebäudes und die Treppen mit wenigen Steinformaten errichten zu können, wobei ein weiteres Ziel darin bestand, die Steine so auszubilden, dass mit ihnen bestimmte Wandabschnitte als tragende Elemente hergestellt werden können, während die Wände dazwischen nicht tragend sein können.
Es versteht sich, dass Herstellung und Lagerhaltung der Steine wie auch das Bauen mit den Steinen äusserst wirtschaftlich sind, wenn man sich im Prinzip auf ein Steinformat beschränken kann, bzw. auf zwei Formate, wenn beim Mauern mit dem Stein auch gleichzeitig die Leibung für den Einbau von Fenstern und Türen vorgesehen werden soll, bzw. auf drei Formate, wenn man mit einem weiteren Stein den Sturz für Fenster und Türen und gleichzeitig Treppen herstellen will.
Zur Erreichung dieses Ziels ist der Baustein-Satz zur Herstellung von Gebäuden daher erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass er einen Wand-Stein, der mindestens zwei getrennte durchgehende Hohlräume und auf der Mitte zwischen zwei Hohlräumen Schwächungsnuten zum Teilen des Steins aufweist, ferner einen vom Wand-Stein abgewandelten Leibungs-Stein mit einer durch eine einspringende Kante gebildeten Kehle zum Anschlagen von Türen und Fenstern und einen kastenförmigen Träger-Stein mit einer ein ganzzahliges Vielfaches vom Wand-Stein bzw. Leibungs-Stein betragenden Länge für Treppen sowie Fenster- und Tür-Stürze umfasst.
Mit diesen drei Steinformaten lassen sich alle Wände eines Hauses und die Treppen in rationeller Weise errichten.
In bevorzugter Ausgestaltung ist der Wand-Stein so ausgebildet, dass er sich auf der Längsmitte halbieren lässt, zu welchem Zweck auf der Längsmitte an beiden Seiten vertikal verlaufende Schwächungsnuten und in der Mitte ein spaltförmiger Hohlraum vorgesehen sind, wobei die Spaltlänge vorzugsweise der lichten Weite des zum Einfüllen von Beton oder anderem Material bestimmten Hohlraums in jedem der Teilabschnitte des Steins entspricht, so dass nur in einem der Wandstärke entsprechenden Bereich, vermindert um die Schwächungsnuten auf gegenüberliegenden Seiten, die beiden Teilabschnitte des Wand-Steins einstückig zusammenhängen und der Wand-Stein somit leicht durch einen Schlag mit dem Hammer geteilt werden kann.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen, in denen die drei verschiedenen Steine des Baustein Satzes und ihre Verwendung an Beispielen dargestellt sind. Es zeigen:
Fig. 1 einen Wand-Stein in schaubildlicher Darstellung,
Fig. 2 einen Leibungs-Stein in schaubildlicher Darstellung,
Fig. 3 einen Träger-Stein in schaubildlicher Darstellung,
Fig. 4 die Verwendung des Wand-Steins zur Errichtung von armierten Stützen,
Fig. 5 eine armierte Stütze in grösserem Massstab,
Fig. 6 die Verwendung von Wand-Steinen für nicht tragende Wände zwischen armierten Stützen,
Fig. 7 die Verwendung des Träger-Steins für Fenster- und Türstürze,
Fig. 8 die Verwendung des Träger-Steins zum Treppenbau,
Fig. 9 den Leibungs-Stein in schaubildlicher Darstellung mit in den Hohlräumen verlegten Installationsleitungen.
Der Baustein-Satz umfasst den in Fig. 1 dargestellten Wand-Stein, den in Fig. 2 dargestellten Leibungs-Stein und den in Fig. 3 dargestellten Träger-Stein, die alle aus dem gleichen Material, vorzugsweise aus Beton, hergestellt sind.
Der Wand-Stein gemäss Fig. 1 weist auf der Längsmitte Schwächungsnuten 2 an gegenüberliegenden Seiten auf, so dass er leicht durch einen Schlag mit dem Hammer getrennt werden kann, wodurch man einen linken und einen rechten Teil erhält, die beide im Grundriss quadratisch sind. In der Höhe der Schwächungsnuten 2 besitzt der Stein noch einen spaltförmigen Hohlraum 3, so dass die beiden Teilabschnitte des Steins nur an den Längswänden zusammenhängen, wo die Wandstärke um die Schwächungsnuten 2 verringert ist, so dass das Trennen sehr leicht geht. Der linke und der rechte Teilabschnitt des Wand-Steins weisen je einen quadratischen Hohlraum 4 bzw. 5 zum Einfüllen von Beton oder einem anderen Füllmaterial auf.
Durch diese durchgehenden Hohlräume erstrecken sich auch die Armierungseisen 6, wie aus den Fig. 4 und 5 hervorgeht, und zwar in dem Fall, wenn die Wand-Steine zur Errichtung von tragenden Sützen verwendet werden.
Wie aus Fig. 5 deutlich hervorgeht, besteht die Armierung aus senkrechten Eisenstäben 6 und aus mit diesen verbundenen horizontal liegenden Bindern 7. Um die Armierung mit Hilfe dieser Binder in den Hohlsteinen unverrückbar zu fixieren, sind an der Oberseite des Steins Kerben 8 vorgesehen, in welche die Binder 7 hineingelegt werden. In Fig. 5 sind die Binder zur Verdeutlichung etwas angehoben dargestellt, da sie sonst unter dem Beton nicht sichtbar wären. Wie aus Fig. 5 ferner hervorgeht, werden zwei Wand-Steine gegeneinandergelegt, um eine tragende Stütze des Gebäudes zu bilden. Nach dem Einsetzen der Armierung werden die durch alle Steine hindurchgehenden Hohlräume mit Beton aufgefüllt.
Der in Fig. 2 dargestellte Leibungs-Stein 10 ist eine Abwandlung des Wand-Steins und besitzt die gleichen Abmessungen mit der Ausnahme, dass durch eine einspringende Kante eine Kehle 11 gebildet ist, um Fenster oder Türen bündig einbauen zu können. Die mit der Kehle 11 versehene Hälfte des Leibungs-Steins weist zwei durchgehende Hohlräume 12 und 13 mit rechteckigem Grundriss auf, im übrigen lässt sich der Stein genau so wie der Wand-Stein gemäss Fig. 1 an den Schwächungsnuten 2 teilen.
Wenn mit den Steinen nichttragende Wände hochgezogen werden und die Hohlräume daher nicht mit Beton oder einem isolierenden Füllmaterial aufgefüllt werden, können durch die Hohlräume sanitäre oder elektrische Installationsleitungen hindurchgeführt werden, wie aus Fig. 9 hervorgeht. Bei dem in Fig. 9 dargestellten Leibungs-Stein sind beispielsweise durch den Hohlraum 4 in der linken Hälfte Leitungen 15 und 16 für Abwasser und Frischwasser hindurchgeführt, während in der rechten Hälfte durch den Hohlraum 12, der sich nahe der Türleibung befindet, elektrische Leitungen 17 hindurchgeführt sind. In den Fig. 2 und 9 ist ferner noch gezeigt, dass in eine zu dem Hohlraum 12 hinführende Bohrung bereits eine Leerdose 18 für den späteren Einbau eines Schalters eingesetzt ist.
Ferner ist in dem Stein an der schmalen Seitenfläche neben der Leibung 11 eine Platte 19 verankert, an der ein Rahmen für eine Tür oder ein Fenster befestigt wird. Die Platte 19 und die Bohrung für die Leerdose 18 werden je nach Bedarf erst hinterher vorgesehen, nicht jedoch bereits bei der Herstellung der Steine.
Der in Fig. 3 dargestellte Träger-Stein 20 dient zum Bau von Treppen und für den Sturz bei Türen und Fenstern. Der kastenförmige Stein ist unten geschlossen, so dass sein Hohlraum 21 mit Beton oder anderem Füllmaterial aufgefüllt werden kann. Der Träger-Stein 20 besitzt die dreifache Länge des Wand-Steins bzw. Leibungs-Steins. Die Höhe und die Breite sind gleich wie beim Wand-Stein.
In Fig. 7 ist gezeigt, wie mit dem Träger-Stein 20 der Sturz über einer Tür gemauert wird. Wenn die lichte Weite der Tür öffnung gleich der Länge von zwei Wand-Steinen 1 ist, kann aufgrund der Abmessungen des Träger-Steins 20 mit der dreifachen Länge des Wand-Steins zu beiden Seiten im Anschluss an diesen mit Wand-Steinen normal weitergebaut werden, wobei bezüglich der Versetzung der Steine keine Anpassung erforderlich ist.
In Fig. 8 ist die Verwendung der Träger-Steine 20 als Treppenstufen dargestellt, welche an ihren Eden auf Wand Steine 1 abgestützt sind.
Zu den Abmessungen der drei verschiedenen Steinformate ist allgemein zu bemerken, dass aufgrund des zugrundeliegenden Rastermasses die Grundrissplanung und das Bauen wesentlich vereinfacht werden.
Aus den Fig. 4, 5 und 6 geht hervor, dass mit den Wand Steinen 1 im Querschnitt quadratische Stützen mit Armierungen errichtet werden und die übrigen Wandteile nichttragend sind. Diese übrigen Wandteile können, wie aus Fig. 6 hervorgeht, bei einer Aussenwand in Doppelreihe und bei einer Innenwand auch nur einreihig hochgemauert werden.
Der vorstehend beschriebene Baustein-Satz besitzt den Vorteil, dass das Gebäude in einer Art Skelettbauweise ohne Verschalungen und mit dem gleichen Stein für die statisch wichtigen Teile wie auch für die mit einer Wärmeisolation zu versehenden Abschnitte errichtet werden kann, wobei auch gleichzeitig alle Installationen in das Mauwerk verlegt werden können.
Hollow stones are already known with which even a non-specialist can erect walls by placing the stones on top of one another with a lateral offset and then filling the cavities with concrete or a corresponding material. In the case of the previously known hollow stones, however, it is necessary to have different stone formats available in order to be able to build straight wall edges or house corners. The problem underlying the present invention was therefore to be able to erect all the walls of a building and the stairs with a few stone formats, a further aim being to design the stones so that certain wall sections can be produced with them as load-bearing elements while the walls in between cannot be load-bearing.
It goes without saying that the production and storage of the stones as well as building with the stones are extremely economical if one can in principle limit oneself to one stone format, or to two formats, if the soffit for the brick is also used at the same time Installation of windows and doors should be provided, or in three formats, if you want to create the lintel for windows and doors and stairs at the same time with another stone.
In order to achieve this goal, the building block set for the production of buildings is characterized according to the invention in that it has a wall stone which has at least two separate continuous cavities and weakening grooves in the middle between two cavities for dividing the stone, and also a wall stone Stone modified soffit stone with a groove formed by a re-entrant edge for hitting doors and windows and a box-shaped support stone with a length that is an integral multiple of the wall stone or soffit stone for stairs and window and door lintels includes.
With these three stone formats, all walls of a house and the stairs can be erected in a rational way.
In a preferred embodiment, the wall stone is designed so that it can be halved on the longitudinal center, for which purpose vertically extending weakening grooves are provided on both sides on the longitudinal center and a gap-shaped cavity in the middle, the gap length preferably being the clear width of the For filling concrete or other material specific cavity in each of the sections of the stone corresponds, so that only in an area corresponding to the wall thickness, reduced by the weakening grooves on opposite sides, the two sections of the wall stone are connected in one piece and the wall stone thus can be easily split with one blow of the hammer.
Further details and advantages of the invention emerge from the following description and the drawings, in which the three different stones of the building block set and their use are shown in examples. Show it:
Fig. 1 a wall stone in a diagrammatic representation,
2 shows a soffit stone in a diagrammatic representation,
3 shows a support stone in a diagrammatic representation,
4 shows the use of the wall stone for erecting reinforced columns,
Fig. 5 shows a reinforced support on a larger scale,
6 shows the use of wall stones for non-load-bearing walls between reinforced columns,
7 shows the use of the carrier stone for window and door lintels,
8 shows the use of the carrier stone for building stairs,
9 shows the soffit stone in a diagrammatic representation with installation lines laid in the cavities.
The building block set comprises the wall stone shown in FIG. 1, the reveal stone shown in FIG. 2 and the carrier stone shown in FIG. 3, all of which are made of the same material, preferably concrete.
The wall stone according to FIG. 1 has weakening grooves 2 on opposite sides in the longitudinal center so that it can be easily separated by a blow with a hammer, whereby a left and a right part are obtained, both of which are square in plan. At the level of the weakening grooves 2, the stone still has a gap-shaped cavity 3 so that the two sections of the stone are only connected on the longitudinal walls, where the wall thickness around the weakening grooves 2 is reduced so that separation is very easy. The left and right sections of the wall block each have a square cavity 4 and 5 for filling concrete or another filler material.
The reinforcing bars 6 also extend through these through cavities, as can be seen from FIGS. 4 and 5, in the case when the wall stones are used to erect load-bearing supports.
As can be clearly seen from FIG. 5, the reinforcement consists of vertical iron rods 6 and horizontal ties 7 connected to them. In order to fix the reinforcement immovably in the hollow stones with the aid of these ties, notches 8 are provided on the top of the stone, in which the binders 7 are put into it. In Fig. 5, the binders are shown raised a little for clarity, since they would otherwise not be visible under the concrete. As can also be seen from Fig. 5, two wall stones are placed against one another to form a supporting pillar of the building. After the reinforcement has been inserted, the cavities going through all the stones are filled with concrete.
The reveal stone 10 shown in FIG. 2 is a modification of the wall stone and has the same dimensions with the exception that a groove 11 is formed by a re-entrant edge in order to be able to install windows or doors flush. The half of the soffit stone provided with the groove 11 has two continuous cavities 12 and 13 with a rectangular floor plan; otherwise, the stone can be divided at the weakening grooves 2 just like the wall stone according to FIG.
If non-load-bearing walls are raised with the stones and the cavities are therefore not filled with concrete or an insulating filler material, sanitary or electrical installation lines can be passed through the cavities, as can be seen from FIG. In the case of the reveal stone shown in FIG. 9, for example, lines 15 and 16 for waste water and fresh water are passed through the cavity 4 in the left half, while electrical lines 17 in the right half through the cavity 12, which is located near the door reveal are passed through. In FIGS. 2 and 9 it is also shown that an empty box 18 for the later installation of a switch is already inserted into a bore leading to the cavity 12.
Furthermore, a plate 19 is anchored in the stone on the narrow side surface next to the reveal 11, to which a frame for a door or a window is attached. The plate 19 and the hole for the empty box 18 are provided afterwards as required, but not already during the manufacture of the stones.
The carrier stone 20 shown in Fig. 3 is used to build stairs and for the fall in doors and windows. The box-shaped stone is closed at the bottom so that its cavity 21 can be filled with concrete or other filling material. The carrier stone 20 has three times the length of the wall stone or soffit stone. The height and width are the same as with the wall stone.
In Fig. 7 it is shown how the lintel is bricked over a door with the support stone 20. If the clear width of the door opening is equal to the length of two wall stones 1, due to the dimensions of the carrier stone 20 with three times the length of the wall stone on both sides, the building can be continued normally with wall stones, no adjustment is required with regard to the offset of the stones.
In Fig. 8 the use of the carrier stones 20 is shown as steps, which are supported at their edge on wall stones 1.
Regarding the dimensions of the three different stone formats, it should be noted in general that, due to the underlying grid dimensions, the floor plan planning and construction are significantly simplified.
From FIGS. 4, 5 and 6 it can be seen that with the wall stones 1 square supports with reinforcements are erected in cross section and the other wall parts are non-load-bearing. As can be seen from FIG. 6, these remaining wall parts can be built up in a double row in the case of an outer wall and in only one row in the case of an inner wall.
The building block set described above has the advantage that the building can be erected in a kind of skeleton construction without cladding and with the same stone for the statically important parts as well as for the sections to be provided with thermal insulation, whereby all installations in the Masonry can be laid.