Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Her- stellung von neuen Polenverbindungen der Formel
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in der X eine Acetyl-, Äthyl- oder Methylgruppe bezeichnet und R eine Carboxyl-, Alkoxycarbonyl- oder Aralkoxycarbonylgruppe darstellt.
Die vorstehend genannten Alkoxycarbonylgruppen sind vornehmlich niedere Alkoxyreste mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen. Sie können verzweigt oder unverzweigt sein, wie beispielsweise der Methoxy-, Äthoxy- oder Isopropoxyrest. Es kommen jedoch in einigen Fällen auch höhere Alkoxyreste mit 7 bis 20 Kohlenstoffatomen, von diesen insbesondere der Cetyloxyrest, in Frage.
Die Aralkoxycarbonylgruppen enthalten vornehmlich bis zu 12 Kohlenstoffatome. Von diesen ist der Benzyloxycarbonylrest bevorzugt.
Als repräsentative Vertreter der erfindungsgemässen herstellbaren Verbindungsklasse können genannt werden: 9-[2-Acetyl-5,5 -dimethyl-cyclopent- 1 -en-1 -yl] -3,7 -dimethyl- nona-2,4,6,8 -tetraen-1 -säure 9-[2-Äthyl-5,5 -dimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl]-3,7-dimethyl- nona-2,4,6,8-tetraen-1 -säure 9-[2,5.5-Trimethyl-cyclopent-l -en-1 -yl]-3,7-dimethyl-nona 2,3,6,8-tetraen-1 -säure 9-[2-Acetyl-5 5 -dimethyl-cyclopent-1 -en-l-yl] -3,7 -dimethyl nona-2,4,6,8 -tetraen-1 -säureäthylester 942,5 ,5-Trimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl] -3,7-dimethyl-nona 2,4,6,8-tetraen-1-säureäthylester 1 -Palmitoyloxy-9-[2-acetyl-5,5 -dimethyl-cyclopent-1 -en-1 -
yl]-3'7-dimethyl-nona-2'4,6,8-tetraen 1 -Benzoyloxy-9-[2,5,5-trimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl] -3,7 - dimethyl-nona-2,4,6,8-tetraen.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein Phosphoniumsalz oder einen Aldehyd einer Verbindung der Formel
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mit einem Aldehyd oder einem Phosphoniumsalz einer Verbindung der Formel
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worin A in II die
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<tb> <SEP> Y
<tb> -P-YOZO <SEP> -Gruppe
<tb> <SEP> Y
<tb> bedeutet, und B in III die -CHO-Gruppe darstellt, oder A in II die -CHO-Gruppe bedeutet, und B in III die
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<tb> <SEP> Y
<tb> -P-YQ+ZO <SEP> -Gruppe
<tb> <SEP> Y
<tb> darstellt,
X' eine Acetyl-, ketalisierte Acetyl-, Methyl- oder Äthylgruppe, Y einen Arylrest und Z ein Halogenion bezeichnen, umsetzt.
Die erhaltenen Verbindungen der Formel I, in der R eine Alkoxycarbonyl- oder Aralkoxycarbonylgruppe darstellt, können zu den entsprechenden Carbonsäuren verseift werden.
Die in den Verbindungen der Formeln II und III mit Y bezeichneten Arylgruppen umfassen gemeinhin alle bekannten Arylreste, insbesondere aber einkernige Reste wie Phenyl oder substituiertes Phenyl, wie Tolyl, Xylyl. Mesityl oder p Methoxyphenyl.
Die Carbonylgruppe einer in Verbindungen der Formel II vorhandenen Acetylgruppe X' ist gegebenenfalls ketalisiert.
Als Ketalbildner kommen vornehmlich niedere Alkanole und niedere Glykole, insbesondere Methyl- oder Äthylalkohol oder Äthylenglykol in Frage.
Die Phosphoniumsalze sowie die Aldehyde der Formel II, in denen X' eine Acetylgruppe darstellt, können z. B. auf folgende Weise erhalten werden: ss-Jonon wird durch Behandeln mit Äthoxycarbonyl-methylentriphenylphosphoran in einem organischen Lösungsmittel, z. B. in Benzol in der Siedehitze in 5-[-2,6,6-Tri methyl-cyclohex-1 -en-1 -yl] -3 -methyl-penta-2,4-dien-1 -säure- äthylester übergeführt und, wie vorstehend bei der Herstellung des Retinonsäureäthylesters beschrieben,- zum 3,7,7-Tri methyl-6,1 -dioxo-dodeca-2,4-dien-1 -säureäthylester oxydiert. Das erhaltene Diketon wird anschliessend durch Behandeln mit einem Cyclisierungsmittel, z. B. durch Behandeln mit Perchlorsäure in einem organischen Lösungsmittel, z.
B. in Äthanol, in einem zwischen der Raumtemperatur und dem Siedepunkt des Reaktionsgemisches liegenden Temperaturbereich zu 5 -[2-Acetyl-5,5 -dimethylcyclopent-1 -en- 1 -yl] -3 -methyl-penta-2,4-dien- 1 -säureäthylester cyclisiert.
Der erhaltene Ester wird anschliessend, gegebenenfalls nach vorgängiger Verseifung. zu dem entsprechenden Alkohol reduziert.
Der Ester oder die aus dem Ester erhaltene Säure wird, nach erfolgter Maskierung der Ketogruppe, was beispielsweise mit Hilfe eines der eingangs erwähnten Ketalisierungsmittel z. B. mit Äthylenglykol geschehen kann, in der Kälte mit Hilfe eines gemischten Metallhydrids, insbesondere mit Lithiumaluminiumhydrid in einem organischen Lösungsmittel, z. B. in Äther oder Tetrahydrofuran zu 5-[2-(1-Äthylen- dioxyäthyl) -5,5 -dimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl] -3 -methylpenta-2,4-dien-1-ol, reduziert.
Der erhaltene Alkohol wird in an sich bekannter Weise bromiert und das erhaltene 5-[2-(1 -Äthylendioxyäthyl) -5,5dimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl] -3 -methyl-2,4-dienyl-bromid mit einem Triaryl- oder Tri-(diäthylamino)-phosphin zu dem gewünschten Phosphoniumsalz der Formel III umgesetzt. Der Alkohol kann aber auch in bekannter Weise mit Triphenylphosphoniumbromid in Gegenwart von Dimethylformamid direkt in das Phosnoniumsalz der Formel II übergeführt werden.
Der vorstehend erhaltene Alkohol kann indes auch durch Behandeln mit einem Oxydationsmittel, z. B. mit Mangandioxyd in einem organischen Lösungsmittel, wie Aceton oder Methylenchlorid in einem zwischen 0 und dem Siedepunkt des Reaktionsgemisches liegenden Temperaturbereich zu 5-[2 (1 -Äthylendioxyäthyl) -5,5 -dimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl] - 3 -methyl-penta-2,4-dien-1 -al, dem benötigten Aldehyd der Formel V, oxydiert werden.
Phosphoniumsalze sowie Aldehyde der Formel II, in denen X' eine Methyl- oder Äthlgruppe darstellt, können beispielsweise ausgehend von Methyläthylketon bzw. Diäthylketon wie folgt hergestellt werden:
Methyläthylketon z. B. wird bromiert. Das erhaltene 1-Brom-3-oxo-butanon wird nach erfolgter Ketalisierung, was mit einen der eingangs erwähnten Ketalisierungsmittel, z. B.
mit Äthylenglykol geschehen kann, mit einem Triaryl- oder Tri-(diäthylamino) -phosphin zu dem 3 -Äthylendioxy-butyl- triaryl[oder diäthylamino]-phosphoniumbromid umgesetzt.
Das Phosphoniumsalz wird nach Wittig mit Aceton kondensiert. Das erhaltene 2-Äthylendioxy-5-methyl-hex-4-en wird in saurem Milieu entketalisiert und durch Behandeln mit Natriumacetylid in flüssigem Ammoniak in das 3-Hydroxy3,6-dimethyl-hepta-5-en-1-in übergeführt, das durch Behandeln mit Isopropenylmethyläther in hochsiedendem Petrol äther unter Druck und nach folgender Einwirkung einer wässrigalkoholischen Natriumhydroxydlösung zu 6,9-Dimethyl deca-3,5, 8 -trien-1 -on umgesetzt wird.
Das erhaltene Keton wird anschliessend durch Behandeln mit einer Säure, z. B. durch Behandeln mit wässriger Schwefelsäure zum 4 -[2,5,5 -Trimethyl-cyclopent-1 -en- 1 -yl] -but-3 en-2-on cyclisiert.
Das erhaltene Keton kann nun in an sich bekannter Weise entweder in ein Phosphoniumsalz oder in einen Aldehyd der Formel II übergeführt werden.
Das Phosphoniumsalz der Formel III kann z. B. dadurch hergestellt werden, dass man, wie vorstehend beschrieben, das Keton mit Acetylen umsetzt, das gebildete 5-[2,5,5-Trimethyl-cyclopent-1 -en -1 -yl] -3 -hydroxy-3 -methyl-penta-4-en1-in partiell hydriert, das erhaltene 5-[2,5,5 -Trimethyl-cyclo- pent-l-en-l-yl]-3 -hydroxy3 -methyl-penta-l ,4-dien unter Allylumlagerung bromiert und das erhaltene 5-[2,5,5-Trimethyl-cyclopent- 1 -en-1 -yl] -3 -methyl-penta-2,4 -dienylbromid mit einem Tri-aryl- oder Tri-[dialkylamino]-phosphin zu dem gewünschten Phosphoniumsalz der Formel II umsetzt.
Der Aldehyd der Formel II kann aus dem vorstehend erhaltenen Keton auf folgendem Wege hergestellt werden:
Das 4-[2,5,5 -Trimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl] -but-3 -en-2on wird nach Wittig mit Äthoxycarbonyl-methylen-triphenyl- phosphoran umgesetzt. Der erhaltene 5 -[2,5,5 -Trimethyl- cyclopent-1-en-1 -yl]-3-methyl-penta-2,4-dien-1 -säureäthylester wird anschliessend in der Kälte mit Hilfe eines gemischten Metallhydrids, insbesondere mit Lithiumaluminiumhydrid in einem organischen Lösungsmittel, z. B. in Äther oder Tetrahydrofuran zu 5 -[2,5,5 -Trimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl] - 3 -methyl-penta-2,4-dien-1 -ol reduziert. Der Alkohol wird durch Behandeln mit einem Oxydationsmittel, z.
B. mit Mangandioxyd in einem organischen Lösungsmittel, wie Aceton oder Methylenchlorid in einem zwischen 0 und dem Siedepunkt des Reaktionsgemisches liegenden Temperaturbereich zu dem gewünschten 5 -[2,5,5 -Trimethyl-cyclopent-1 -en-1 - yl]-3 -methyl-penta-2,4-dien-1 -al der Formel V oxydiert.
Die Phosphoniumsalze der Formel II werden gemäss der Erfindung mit den Aldehyden der Formel II1, die Aldehyde der Formel II mit den Phosphoniumsalzen der Formel III zu den gewünschten Endverbindungen der Formel I kondensiert.
(Die Aldehyde und die Phosphoniumsalze der Formel III sind gemeinhin bekannte Verbindungen.)
Die Kondensation der jeweiligen Reaktionspartner geschieht nach der von Wittig angegebenen Arbeitsweise, nach der die Komponenten - in Verbindungen der Formel II, in der X' eine Acetylgruppe darstellt, kann die Carbonylgruppe ketalisiert sein - in Gegenwart eines säurebindenden Mittels, z. B. in Gegenwart eines Alkalimetallalkoholates, wie Natriummethylat oder in Gegenwart eines gegebenenfalls alkylsubstituierten Äthylenoxyds, insbesondere in Gegenwart von Äthylenoxyd oder 1,2-Butylenoxyd, gegebenenfalls in einem Lösungsmittel, z. B. in einem chlorierten Kohlenwasserstoff, wie Methylenchlorid, oder auch in Dimethylformamid, in einem zwischen der Raumtemperatur und dem Siedepunkt des Reaktionsgemisches liegenden Temperaturbereich miteinander umgesetzt und aufgearbeitet werden.
Ein erhaltener Ester der Formel I kann in an sich bekannter Weise, z. B. durch Behandeln mit Alkalien, insbesondere durch Behandeln mit wässriger alkoholischer Natron- oder Kalilauge in einem zwischen der Raumtemperatur und dem Siedepunkt des Reaktionsgemisches liegenden Temperaturbereich, hydrolysiert werden.
Die Verfahrensprodukte der Formel I sind pharmakodynamisch wertvolle Verbindungen. Sie können zur topischen und systemischen Therapie von Präkanzerosen und Karzinomen sowie zur systemischen und topischen Prophylaxe von Karzinomen verwendet werden. Sie sind des weiteren für die topische und systemische Therapie von Akne, Psoriasis und anderen mit einer verstärkten oder pathologisch ver änderten Verhornung auftretenden dermatologischen Affektionen geeignet. Die Verfahrensprodukte der Formel I können ferner auch zur Bekämpfung von Schleimhauterkrankungen mit entzündlichen oder degenerativen bzw. metaplastischen Veränderungen eingesetzt werden.
Die Toxizität der neuen Verbindungsklasse ist gering. Die akute Toxizität [DLso] der 9-[-Äthyl-5,5-dimethyl-cyclo pent-1 -en- 1 -yl]-3,7-dimethyl-nona-2,4,6,8 -tetraen-1-säure z. B. liegt - wie aus der in nachstehenden Tabelle aufgeführten Spättoxizität nach 20 Tagen ersichtlich - bei der Maus nach intraperitonealer Verabreichung in Rüböl bei 500 mg/ KG.
DLjo DLso DLoo mg/kg mg/kg mg/kg nach 1 Tag: 690 950 1400 nach 10 Tagen: 580 700 890 nach 20 Tagen: 360 500 700
Die tumorhemmende Wirkung der Verfahrensprodukte ist signifikant. Im Papillomtest regressieren mit Dimethylbenzanthracen und Krotonöl induzierte Tumoren. Das Volumen der Papillome nimmt innerhalb von 2 Wochen bei intraperitonealer Applikation von 100 mg/kg/Woche um 40,3% von 200 mg/kg/Woche um 92,2% ab.
Die Verbindungen der Formel I können deshalb als Heilmittel, z. B. in Form pharmazeutischer Präparate, Anwendung finden.
Die zur systemischen Anwendung dienenden Präparate können z. B. dadurch hergestellt werden, dass man eine Verbindung der Formel I als wirksamen Bestandteil nichttoxischen, inerten an sich in solchen Präparaten üblichen festen oder flüssigen Trägern zufügt.
Die Mittel können enteral oder parenteral verabreicht werden. Für die enterale Applikation eignen sich z. B. Mittel in Form von Tabletten, Kapseln, Dragee es, Sirupen, Suspensionen, Lösungen und Suppositorien. Für die parenterale Applikation sind Mittel in Form von Infusions- oder Injektionslösungen geeignet.
Die Dosierungen, in denen die Verfahrensprodukte verabreicht werden, können je nach Anwendungsart und Anwendungsweg sowie nach den Bedürfnissen der Patienten variieren.
Die Verfahrensprodukte können in Mengen von 10 bis 1000 mg täglich in einer oder mehreren Dosierungen verabreicht werden. Eine bevorzugte Darreichungsform sind Kapseln mit einem Gehalt von etwa 20 bis etwa 200 mg Wirkstoff.
Die Präparate können inerte oder auch pharmakodynamisch aktive Zusätze enthalten. Tabletten oder Granula z. B.
können eine Reihe von Bindemitteln, Füllstoffen, Trägersubstanzen oder Verdünnungsmitteln enthalten. Flüssige Präparate können beispielsweise in Form einer sterilen, mit Wasser mischbaren Lösung vorliegen. Kapseln können neben dem Wirkstoff zusätzlich ein Füllmaterial oder Verdickungsmittel enthalten. Des weiteren können geschmacksverbessernde Zusätze, sowie die üblicherweise als Konservierungs-, Stabilisierungs-, Feuchthalte- oder Emulgiermittel verwendeten Stoffe, ferner auch Salze zur Veränderung des osmotischen Druckes, Puffer und andere Zusätze vorhanden sein.
Die vorstehend erwähnten Trägersubstanzen und Verdünnungsmittel können aus organischen oder anorganischen Stoffen, z. B. aus Wasser, Gelatine, Milchzucker, Stärke, Magnesiumstearat, Talkum, Gummiarabicum, Polyalkylenglykolen und dergleichen bestehen. Voraussetzung ist, dass alle bei der Herstellung der Präparate verwendeten Hilfsstoffe untoxisch sind.
Zur topischen Anwendung werden die Verfahrensprodukte zweckmässig in Form von Salben, Tinkturen, Cremen, Lösungen, Lotionen, Sprays, Suspensionen und dergleichen verwendet. Bevorzugt sind Salben und Cremen sowie Lösungen. Diese zur topischen Anwendung bestimmten Präparate können dadurch hergestellt werden, dass man die Verfahrensprodukte als wirksamen Bestandteil nichttoxischen, inerten, für die topische Behandlung geeigneten, an sich in solchen Präparaten üblichen festen oder flüssigen Trägern zumischt.
Für die topische Anwendung sind zweckmässig etwa 0,01bis etwa 1 %ige, vorzugsweise 0,03- bis 0,3 %ige, Lösungen sowie etwa 0,01bis etwa 1 %ige, vorzugsweise etwa 0,03- bis etwa 0,3 %ige. Salben oder Cremen geeignet.
Den Präparaten kann gegebenenfalls ein Antioxydationsmittel, z. B. Tocopherol, N-Methyl-y-tocopheramin sowie butyliertes Hydroxyanisol oder butyliertes Hydroxytoluol beigemischt sein.
Beispiel 1
27,6 g 5-[2-(1 -Äthylendioxyäthyl) -5,5 -dimethyl-cyclo- pent-1-en-1-yl]-3-methyl-penta-2,4-dien-1-al, 24 g 4-Chlor 3-methyl-crotonsäureäthylester, 39 g Triphenylphosphin und 150 ml 1,2-Butylenoxyd werden in einem Druckgefäss unter Schütteln 24 Stunden auf 90" C erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird anschliessend zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wird mit 500 ml Hexan versetzt. Das ausfallende Triphenylphosphinoxyd wird abfiltriert. Das Filtrat wird eingedampft. Der Rückstand wird in 200 ml Aceton gelöst und nach Zugabe von 40 ml 1n Schwefelsäure 2 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wird in ein Gemisch von Eiswasser und Natriumbicarbonat gegossen und mit Äther erschöpfend extrahiert.
Der Ätherextrakt wird gewaschen, getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft. Der zurückbleibende rohe 9-(2-Acetyl-5,5 -dimethyl- cyclopent-1 -en-1 -yl) -3,8 -dimethyl-nona-2,4,6, 8 -tetraen-1 - säureäthylester wird durch Adsorbieren an der 40fachen Menge Kieselgel gereinigt [Elutionsmittel: Hexan/Essigsäureäthylester 3 :1], Fp. 101" C.
Der als Ausgangsmaterial verwendete 5-[2-(1-Äthylen- dioxydäthyl) -5,5 -dimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl] -3 -methylpenta-2,4-dien-1-al kann z. B. wie folgt hergestellt werden:
170 gss-Ionen werden in 2 1 Benzol gelöst und mit 340 g Carboäthoxymethylen-triphenylphosphoran und 68 g Benzoesäure 24 Stunden unter Rückflussbedingungen zum Sieden erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird in Eiswasser gegossen und mit Äther verdünnt. Die organische Phase wird mit wässriger Natriumbicarbonatlösung und Wasser gewaschen, getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft.
Der zurückbleibende rohe 5 -(2,6,6 -Trimethyl-cyclohex-1 -en-1 - yl) -3 -methyl-penta-2,4-dien-1 -säureäthylester wird durch Adsorbieren an der 40fachen Menge Kieselgel gereinigt [Elutionsmittel: Hexan/Essigsäureäthylester 99:1].
Kp.: 84-86 C/0,003 Torr.
60 g 5-(2,6,6-Trimethyl-cyclohex-1 -en-1 -yl)-3 -methyl- penta-2,4-dien-1-säureäthylester werden in 2,5 1 Aceton ge löst und bei 0 " mit 450 ml einer Chwmtn.oxyd-Schwefel- säure-Lösung [26,72 g Chromtrioxyd, 24 ml konz. Schwefelsäure, Wasser ad 100 ml] versetzt und 2 Stunden ohne Kühlung gerührt. Das Reaktionsgemisch wird danach in ein Gemisch von Eiswasser und Natriumbicarbonat gegossen und erschöpfend mit Äther extrahiert. Der Ätherextrakt wird mit Wasser neutral gewaschen, getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft. Der zurückbleibende rohe 3,7,7-Tri methyl-6,11 -dioxo-dodeca-2,4-dien-1 -säureäthylester wird durch Adsorbieren an 4 kg Kieselgel [Elutionsmittel: Hexan/ Essigsäureäthylester 2:1] gereinigt.
Der reine Ester schmilzt nach dem Umkristallisieren aus Hexan bei 58,5 C.
39,5 g 3,7,7 -Trimethyl-6, 11 -dioxo-doca-1,4-dien-1 -säure äthylester werden in 1350 ml absolutem Äthanol gelöst und mit 52 ml 70 %iger Perchlorsäure versetzt. Das Reaktionsgemisch wird 20 Stunden bei 60 C gerührt, danach unter vermindertem Druck eingeengt, in ein Gemisch von Eiswasser und Natriumbicarbonat gegossen und mit Äther extrahiert.
Die Ätherphase wird neutral gewaschen, getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft. Das rohe 5-(2-Acetyl-5,5dimethyl-cyclopent-1 -en-1-yl)-3-methyl-penta-2,4-dien-1- säureäthylester wird durch Adsorbieren an der 50fachen Menge Kieselgel gereinigt [Elutionsmittel: Hexan/Essigsäureäthylester 2:1]; Kp. 125 C/0,02 Torr.
54 g 5-(2-Acetyl-5,5 -dimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl) -3- methyl-penta-2,4-dien -1 -säureäthylester werden in 2000 ml Benzol gelöst und nach Zugabe von 150 ml Äthylenglykol und 200 mg p-Toluolsulfosäure 16 Stunden unter Rückflussbedingungen unter Zuhilfenahme eines Wasserabscheiders zum Sieden erhitzt. Das Reaktionsprodukt wird danach in ein Gemisch von Eiswasser und gesättigter wässriger Natriumbicarbonatlösung gegossen und mit Äther extrahiert. Die Ätherphase wird mit Wasser neutral gewaschen, getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft. Der zurückbleibende 5 -[2-( 1 -Äthylendioxyäthyl) -5,5 -dimethylcyclo- pent-1 -en-1 -yl] -3 -methyl-penta-2,4-dien-1 -säureäthylester wird ohne weitere Reinigung wie folgt weiterverarbeitet.
6,5 g 5-[2-(1 -Äthylendioxyäthyl) -5,5 -dimethyl-cyclo- pent-1 -en-1 -yl]-3 -methyl-penta-2,4-dien-1 -säureäthylester werden in 50 ml Tetrahydrofuran gelöst und bei +10 C mit 0,6 g Lithiumaluminiumhydrid in 50 ml abs. Tetrahydrofuran versetzt. Das Reaktionsgemisch wird anschliessend 2 Stunden bei + 100 C gerührt, danach vorsichtig mit Essigester und anschliessend mit Wasser versetzt und mit Äther verdünnt. Die organische Phase wird neutral gewaschen getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft. Das rohe 54241- Äthylendioxyäthyl) -5,5 -dimethylcyclopent-1 -en-1 -yl] -3 -methyl-penta-2,4-dion-1 -ol wird durch Adsorbieren an der 60fachen Menge Aluminiumoxyd [basisch, Aktivitätsstufe III] gereinigt [Elutionsmittel: Hexan/Essigsäureäthylester 3:1].
20 g 5 -[2 -(1 -Äthylendioxyäthyl) -5,5 -dimetbyl-cyclopent- 1-en-1-yl]-3-methyl-penta-2,4-dien-1-ol werden in 700 ml Methylenchlorid gelöst und mit 100 g Mangandioxyd 16 Stunden bei Raumtemperatur gcschüttelt. Das Reaktionsgemisch wird filtriert und unter vermindertem Druck eingedampft.
Der rohe 5 -[2-(1 -Äthylendioxyäthyl) -5,5 -dimethyl-cyclo pent-1 -en -1 -yl] -3 -methyl-penta-2,4-dien-1 -al wird durch Adsorbieren an der 40fachen Menge Aluminiumoxyd [basisch, Aktivitätsstufe III] gereinigt [Elutionsmittel: Hexan/Essigsäureäthylester 4: 1].
Beispiel 2
6,7 g (3 -Carbäthoxy-2-methyl-prop-2 -en -1 -yl) -triphenyl- phosphoniumchlorid werden in 20 ml abs. Alkohol gelöst und unter intensivem Rühren in eine Lösung von 0,25 g Natrium in 10 ml abs. Alkohol eingetragen. Die dunkelgelbe Lösung wird nach 5 Minuten rasch mit einer Lösung von 2,8 g 5-[2 (1 -Äthylendioxyäthyl) -5,5 -dimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl] 3-methyl-penta-2,4-dien-1-al in 5 ml abs. Äthanol versetzt, 4 Stunden bei Raumtemperatur gerührt und anschliessend unter vermindertem Druck eingeengt. Der Rückstand wird mit Wasser verdünnt und mit Äther extrahiert. Die Ätherphase wird mit Wasser neutral gewaschen, getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft.
Der Rückstand wird in 25 ml Aceton gelöst und nach Zugabe von 6 ml 1n Schwefelsäure 21/2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Das Gemisch wird in ein Gemisch von Eiswasser und einer gesättigten wässrigen Natriumbicarbonatlösung gegossen und mit Äther erschöpfend extrahiert. Die Ätherphase wird gewaschen, ge trocknet und unter vermindertem Druck eingedampft. Der zurückbleibende rohe 9-(2-Acetyl-5,5 -dimethyl-cyclopent-1 - en-1 -yl) -3,7 -dimethyl-nona-2,4,6,8 -tetraen-1 -säureäthylester kann durch Adsorbieren an der 40fachen Menge Kieselgel [Elutionsmittel: Hexan/Essigsäureäthylester 3: 1] gereinigt werden. Fp. 100" C.
Beispiel 3
7,2 g [5 -2-( 1 -Äthylendioxyäthyl) -5,5 -dimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl] -3 -methyl-penta-2,4-dien-1 -yl] -triphenylphosphoniumbromid, 1,7 g 2-Formyl-crotonsäurebutylester und 50 ml 1,2-Butylenoxyd werden in einem Druckgefäss 16 Stunden auf 75 C erhitzt. Die Reaktionslösung wird anschliessend zur Trockene eingedampft. Der Rückstand wird in 100 ml Hexan aufgenommen. Das ausfallende Triphenylphosphinoxyd wird abfiltriert. Das Filtrat wird unter vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wird in 35 ml Aceton gelöst und nach Zugabe von 8 ml 1n Schwefelsäure 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wird danach, wie im Beispiel 6 ausgeführt, aufgearbeitet.
Der erhaltene 9-(2-Acetyl-5,5 -dimethyl-cyclopent 1 -en-1 yl)-3,7-dimethyl-nona-2,4,6,8-tetraen-1 -säurebutyl- ester ist ein zähflüssiges gelbes Öl.
Das als Ausgangssubstanz eingesetzte(5-[2-(l -Äthylen- dioxyäthyl) -5,5 -dimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl]-3 -methyl- penta-2,4-dien-l -yl) -triphenylphosphoniumbromid kann z. B.
wie folgt hergestellt werden:
5,6 g 5-[2-(1-Äthylendioxyäthyl)-5,5-dimethyl-cyclo- pent-1 -en-1 -yl) -3 -methyl-penta-2,4-dien- 1 -ol werden in 30 ml Dimethylformamid gelöst und nach Zugabe von 8,8 g Triphenylphosphoniumbromid 16 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wird zur Trockene eingedampft. Der Rückstand wird aus Essigsäureäthylester/ Methanol kristallisiert. Zur weiteren Reaktion kann aber auch der rohe, glasige Rückstand oder die Dimethylformamidlösung verwendet werden.
Beispiel 4
5,6 g 5-[2-(1 -Äthylendioxyäthyl) -5,5 -dimethyl-cyclo- pent- 1 -en- 1 -yl]-3 -methyl-penta-2, 4-dien-1 -ol werden in 30 ml Dimethylformamid gelöst und nach Zugabe von 8,8 g Triphenylphosphoniumbromid 16 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. In das Reaktionsgemisch werden danach aus getrennten Vorratsgefässen gleichzeitig 2,5 g 2-Formyl-crotonsäureäthylester in 5 ml Dimethylformamid und 0,36 g Natrium in 10 ml abs. Äthanol eingetropft. Die Reaktionslösung wird dabei bei 0 gehalten und anschliessend noch 2 Stunden bei 0 und 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Das Gemisch wird, wie im Beispiel 6 ausgeführt, aufgearbeitet.
Das Produkt wird, wie vorgängig beschrieben, entketalisiert und gereinigt. Der erhaltene 9-(2-Acetyl-5,5 -dimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl) -3,7 -dimethyl-nona-2,4,6,8 -tetraen-1 -säure äthylester schmilzt nach dem Umkristallisieren aus Hexan bei 100 C.
Beispiel 5
13 g (3 -Carbäthoxy-2-methyl-prop-2-en-1 -yl) -triphenyl- phosphoniumchlorid werden in 50 ml abs. Alkohol gelöst und unter intensivem Rühren in eine Lösung von 0,65 g Natrium in 20 ml abs. Alkohol eingetragen. Die dunkelgelbe Lösung wird nach 5 Minuten rasch mit einer Lösung von 4 g 5-(2,5,5 Trimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl) -3 -methyl-penta-2,4-dien- 1 - al in 15 ml abs. Äthanol versetzt, 4 Stunden bei Raumtemperatur gerührt und anschliessend unter vermindertem Druck eingeengt. Der Rückstand wird mit Wasser verdünnt und mit Äther extrahiert. Die Ätherphase wird mit Wasser neutral gewaschen, getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft.
Der zurückbleibende rohe 9-(2,5,5-Trimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl)-3,7-dimethyl-nona-2,4,6,8-tetraen-1 -säure äthylester kann durch Adsorbieren an der 40fachen Menge Kieselgel [Elutionsmittel: Hexan/Essigsäureäthylester 3:1] gereinigt werden. Absorptionsmaximum (Feinsprit): 350 nm [E11 cm = 1325].
Der als Ausgangsmaterial verwendete 5-(2,5,5-Tri- methyl-cyclopent-1-en-1-yl)-3 -methyl-penta-2,4-dien-1 -al kann z. B. wie folgt hergestellt werden:
19,5 g 1-Brom-3-äthylendioxy-butan und 26,2 g Triphenylphosphin werden in 150 ml abs. Benzol 18 Stunden bei 40 C Badtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wird zur Trockene eingedampft. Der Rückstand wird nach Zugabe von 200 ml Aceton unter Rühren auf 0 C abgekühlt und da nach mit soviel Methylenchlorid versetzt, bis bei 0 C eine klare Lösung gebildet wird. Die erhaltene Lösung wird anschliessend unter Kühlen tropfenweise mit einer Lösung von 3 g Natrium in abs. Äthanol versetzt. Nach 6stündigem Rühren bei auftauendem Bad wird das Reaktionsgemisch mit 100 ml Wasser und 20 ml konz.
Schwefelsäure versetzt und 4 Stunden bei 40 C gerührt. Das Gemisch wird anschliessend mit Wasser verdünnt und mit Äther erschöpfend extrahiert. Die Ätherphase wird mit Natriumhydrogencarbonatlösung und Wasser neutral gewaschen, getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wird durch Adsorption an der 40fachen Menge Kieselgel [Elutionsmittel: Hexan/Essigsäure äthylester 99:1] gereinigt. Das so erhaltene 5-Methyl-hex4-en-2-on ist ein farbloses Öl.
1,5 g Lithium werden in 150 ml flüssigem Ammoniak gelöst. Anschliessend wird so lange Acetylen in die blaugefärbte Lösung eingeleitet, bis eine weisslich graue, milchige Suspension vorliegt. Nun werden langsam 10 g 5-Methyl-hex-4-en2-on, gelöst in 80 ml abs. Tetrahydrofuran, zugetropft. Das Reaktionsgemisch wird anschliessend 16 Stunden gerührt, wobei der Ammoniak langsam verdampft. Das Gemisch wird danach mit einer gesättigten wässrigen Lösung von Natriumacetat versetzt, mit Wasser verdünnt und erschöpfend mit Äther extrahiert. Die Ätherphase wird neutral gewaschen, getrocknet und unter vermindertem Druck vorsichtig eingedampft. Das erhaltene 3-Hydroxy3,6 -dimethyl-hept-5 -en-l- in wird durch Adsorption an der 50fachen Menge Kieselgel [Elutionsmittel: Hexan/Essigsäureäthylester 98:2] gereinigt.
3 -Hydroxy-3 , 6-dimethyl-hept-5 -en-1 -in ist ein fast farbloses ö1.
28 g 3-Hydroxy-3,6-dimethyl-hept-5-en-1-in, 50 g Iso- propenylmethyläther, 200 ml Petroläther (hochsiedend) und 100 mg p-Toluolsulfonsäure werden 16 Stunden bei 80" C gerührt. Das Gemisch wird danach auf 0 C abgekühlt und mit 2 ml wässriger methanolischer Natronlauge versetzt. Das Reaktionsgemisch wird mit Wasser und Äther verdünnt und erschöpfend mit Äther extrahiert. Die Ätherphase wird neutral gewaschen, getrocknet und zur Trockene eingedampft.
Das so erhaltene 6,9-Dimethyl-deca3 ,5,8-trien-2-on wird durch Adsorption an der 30fachen Menge Kieselgel [Elutionsmittel: Hexan/Essigsäureäthylester 98:2] gereinigt.
Das Produkt ist ein hellgelbes Öl vom Siedepunkt 1300 C/
13 Torr.
30 g 6,9-Dimethyl-deca-5,6,8-trien-2-on werden in
100 ml Hexan gelöst und bei 0 C unter intensivem Rühren mit 10 g konz. Schwefelsäure versetzt. Das Reaktionsgemisch wird nach 30 Minuten auf Eis gegossen und mit eiskalter Natronlauge neutral gestellt. Das Gemisch wird mit Äther er schöpfend extrahiert, die Ätherphase neutral gewaschen, ge trocknet und eingedampft. Das erhaltene rohe 4-(2,5,5-Tri methyl-cyclopent-1 -en-1 -yl)-but-3 -en-2-on kann durch De stillation gereinigt werden; Fp. 135 C/18 Torr.
17 g 4-(2,5,5-Trimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl)-but-3 -en-2- on werden in 200 ml Benzol gelöst und mit 34 g Carboäth oxymethylen-triphenylphosphoran und 6 g Benzoesäure
24 Stunden unter Rückflussbedingungen zum Sieden erhitzt.
Das Reaktionsgemisch wird in Eiswasser gegossen und mit Äther verdünnt. Die organische Phase wird mit wässriger Natriumbicarbonatlösung und Wasser gewaschen, getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft. Der zurückbleibende rohe 5-(2,5, 5-Trimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl)-3-me- thyl-penta-2,4-dien-1 -säureäthylester wird durch Adsorbieren an der 40fachen Menge Kieselgel gereinigt [Elutionsmittel: Hexan/Essigsäureäthylester 99: 1]. Das Produkt ist ein blassgelbes teil; Kp. 800 C/0,03 Torr.
5 g 5-(2.5,5-Trimethyl-cyclopent-l -en-1 -yl) -3 -methylpenta-2,4-dien-1-säureäthylester werden in 50 ml Tetrahydrofuran gelöst und bei +100 C mit 0,6 g Lithiumaluminiumhydrid in 50 ml abs. Tetrahydrofuran versetzt. Das Reaktionsgemisch wird anschliessend 2 Stunden bei +10"C gerührt, danach vorsichtig mit Essigester und anschliessend mit Wasser versetzt und mit Äther verdünnt. Die organische Phase wird neutral gewaschen, getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft. Das rohe 5-(2,5,5-Trimethyl cyclopent 1 -en-1 -yl)-3-methyl-penta-2,4-dien-1 -ol wird durch Adsorbieren an der 60fachen Menge Aluminiumoxyd [basisch, Aktivitätsstufe III] gereinigt [Elutionsmittel: Hexan/ Essigsäureäthylester 3:1].
2 g 5-(2,5,5-Trimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl]-3 -methyl- penta-2,4-dien-1-ol werden in 700 ml Methylenchlorid gelöst und mit 100 g Mangandioxyd 16 Stunden bei Raumtemperatur geschüttelt. Das Reaktionsgemisch wird filtriert und unter vermindertem Druck eingedampft. Der rohe 5-(2,5,5-Tri methyl-cyclopent-1 -en-1 -yl) -3 -methyl-penta-2,4-dien -1 -al wird durch Adsorbieren an der 40fachen Menge Aluminiumoxyd [basisch, Aktivitätsstufe III] gereinigt [Elutionsmittel: Hexan/Essigsäureäthylester 4:1].
Beispiel 6
5,3 g [5-(2,5,5-Trimethyl-cyclopent-1-en-1-yl)-3- methyl-penta-,4-dien-1 -yl] -triphenylphosphoniumbromid, 1,5 g 2-Formyl-crotonsäureäthylester und 50 ml 1,2-Butylenoxyd werden in einem Druckgefäss 16 Stunden auf 75" C erhitzt. Die Reaktionslösung wird anschliessend zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wird in 100 ml Hexan aufgenommen. Das ausfallende Triphenylphosphinoxyd wird abfiltriert. Das Filtrat wird unter vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wird durch Adsorption an der 50fachen Menge Kieselgel [Elutionsmittel: Hexan/Essigsäure äthylester 3 :1] gereinigt.
Der erhaltene 9-(2,5,5-Trimethyl cyclopent-1 -en-1 -yl) -3,7-dimethyl-nona-2,4,6,8-tetraen-1 - säureäthylester zeigt ein Absorptionsmaximum in Äthanol bei 351 nm [E1 C,cm = 1330].
Das als Ausgangsmaterial verwendete [5-(2,5,5-Tri methyl-cyclopent-1 -en-1 -3 -yl]-3 -methyl -penta-2,4-dien-1 -yl]- triphenylphosphoniumbromid kann auf folgendem Weg her gestellt werden:
3 g Lithium-Metall werden in kleinen Portionen in 200 ml flüssigem Ammoniak eingetragen. Die Suspension wird
1 Stunde gerührt. In die erhaltene Lösung wird anschliessend so lange Acetylen eingeblasen, bis sich die blaue Lösung entfärbt. Der Ammoniak wird darauf unter gleichzeitigem Eintropfen von 200 ml abs. Äther/Tetrahydrofuran 1:1 abgedampft. Anschliessend wird die Lösung noch 20 Minuten bei Raumtemperatur gerührt, darauf innerhalb 1 Stunde tropfenweise mit einer Lösung von 14 g 4-(2,5,5-Trimethyl-cyclo- pent-1-en-1-yl)-but-3-en-2-on in 100 ml abs. Äther/Tetrahydrofuran 1:1 versetzt.
Nach 2stündigem Rühren bei Raumtemperatur wird das Reaktionsgemisch in ein Gemisch von Eis und Ammoniumchlorid gegossen und mit Äther erschöpfend extrahiert. Die Ätherphase wird neutral gewaschen, getrocknet und eingedampft. Das zurückbleibende 5-(2,5,5-Trimethyl-cyclopent-1 -en -1 -yl) -3 -hydroxy-3 -methyl-penta-4-en
1-in, ein braungelbes Öl, kann ohne weitere Reinigung wie folgt hydriert werden.
22 g 5-(2,5,5-Trimethyl -cyclopent-l-en-l -yl) -3 -hydroxy- 3-methyl-penta-4-en-1-in werden mit 30 g partiell vergiftetem Lindlar-Katalysator und 3 ml Chinolin in 1000 ml Hexan und 100 ml Methylenchlorid eingetragen und bis zum Stillstand der Wasserstoffaufnahme hydriert. Das Reaktonsgemisch wird blank filtriert und mit Wasser gut gewaschen.
Die Hexanphase wird getrocknet und eingedampft. Das zurückbleibende 5-(2,5.5 -Trimethyl-cyclopent-1 -en-l-yl) -3- methyl-penta-1,4-dien, ein gelbes Ö1, wird durch Adsorption an der 60fachen Menge Kieselgel [Elutionsmittel: Benzol] gereinigt. Das Produkt ist ein hellgelbes Ö1.
30 g 5 -(2,5,5 -Trimethyl-cyclopent-1 -en- 1 -yl) -3 -hydroxy3-methyl-penta-1,4-dien werden in 100 ml abs. Äther gelöst und unter Rühren bei -10" C mit 35 g Phosphortribromid versetzt. Das Reaktionsgemisch wird anschliessend 1 Stunde bei -5" C gerührt dann in ein Gemisch von Eis und Natrium- bicarbonat gegossen. Die Ätherschicht wird abgetrennt, neutral gewaschen getrocknet und vorsichtig unter vermindertem Druck bis fast zur Trockne eingedampft.
Das rohe 5(2,5,5 -Trimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl) -3 -me- thyl-penta-2,4-dienyl-bromid wird sofort in 200 ml abs. Benzol gelöst und mit einer Lösung von 40 g Triphenylphosphin in 200 ml abs. Benzol versetzt. Das Gemisch wird 24 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Das ausgefallene [5-(2,5,5-Trimethylcyclopent-1 -en-1 -yl) -3 -methyl-penta-2,4-dien-1 -yl] triphenyl-phosphoniumbromid wird durch Filtration abgetrennt.
Beispiel 7 2 g 9-(2,5,5-Trimethyl-cyclopent-1-en-1-yl)-3,7-di- methyl-nona-2,4.6,8-tetraen-1-säureäthylester werden in 30 ml Äthanol gelöst und mit 2 g Kaliumhydroxyd 1 Stunde bei 600 C (Badtemperatur) gerührt. Das Reaktionsgemisch wird in Eiswasser gegossen und mit Äther extrahiert. Die wässrige Phase wird mit 3n Schwefelsäure leicht sauer gestellt und mit Äther erschöpfend extrahiert. Diese letzte Ätherphase wird neutral gewaschen getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft. Die zurückbleibende 9-(2,5,5 Trimethyl-cyclopent-1 -en-1 -yl) -3,7-dimethyl-nona-2,4,6,8 tetraen-1 -säure wird aus Methanol oder Hexan/Tetrahydrofuran umkristallisiert. Adsorptionsmaximum (Feinsprit): 348 nm [E1tólcm = 1330].
PATENTANSPRUCH 1
Verfahren zur Herstellung von neuen Polyenverbindungen der Formel
**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.