Verfahren zur Herstellung von basischen Farbstoffen
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von basischen Verbindungen der Formel
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worin Rt die Cyangruppe, einen Acylrest oder einen Carbonsäureesterrest,
R2 einen gegebenenfalls substituierten Alkyl- oder Arylrest oder einen gegebenenfalls substituierten hete rocyclischen Rest oder eine Gruppe der Formel
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R3 und R4 jeweils ein Wasserstoffatom oder einen gegebenenfalls substituierten Alkyl- oder Arylrest oder zusammen einen Ring bilden können,
D einen gegebenenfalls substituierten aromatischcarbocyclischen oder heterocyclischen Rest, YX ein zweiwertiges Brückenglied,
Ao ein dem Farbstoffkation äquivalentes Anion und
Kl eine Gruppe der Formel
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oder
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bedeutet,
worin R5 für einen gegebenenfalls substituierten Alkyloder Cycloalkylrest oder zusammen mit R6 und dem NB-Atom für einen Heterocyclus,
R6 für einen gegebenenfalls substituierten Alkyloder Cycloalkylrest oder zusammen mit R5 und dem N-Atom für einen Heterocyclus,
R, und R8 für ein Wasserstoffatom oder für gleiche oder voneinander verschiedene, gegebenenfalls substituierte Alkyl- oder Cycloalkylreste oder gleiche oder voneinander verschiedene Acylreste, Rg, Rlo und R1l jeweils für einen gegebenenfalls substituierten Alkyl- oder Cycloalkylrest stehen,
R,
zusammen mit R7 und/oder R6 zusammen mit R8 und den diesen Substituenten benachbarten N-Atomen.
R9 und R1o oder Rg, Rto und R zusammen mit dem NO-Atom Heterocyclen bilden können, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel
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worin A den Säurerest eines Esters bedeutet, mit einer Verbindung der Formel
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umsetzt.
Besonders gute Verbindungen der Formel (XV) werden erhalten, wenn Rt die Cyangruppe und R2 einen Alkylrest, insbesondere den Methylrest, oder einen Arylrest bedeutet.
Ebenso gute Verbindungen entsprechen der Formel
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worin W einen Rest der Formel
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oder einen Rest der Formel
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und Dt einen Rest der Formel
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bedeuten, worin, Y für die direkte Bindung oder für einen niedrigmolekularen, gegebenenfalls substituierten, beispielsweise geradkettigen oder verzweigten Alkylenrest oder für einen gegebenenfalls substituierten Arylenrest, z. B.
Phenylenrest, R' für ein Wasserstoffatom oder einen gegebenenfalls substituierten Alkylrest,
X für die direkte Bindung oder für einen niedrigmolekularen, gegebenenfalls substituierten, beispielsweise geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit vorteilhaft 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
Z für -CO- oder -SO2-
R13 für ein Wasserstoffatom oder für einen gegebenenfalls substituierten Kohlenwasserstoffrest bedeuten und die aromatischen Ringe E und/oder F und/oder G weitersubstituiert sein können.
Die Verbindung der Formel (XV) sind vorzugsweise frei von wasserlöslich machenden Gruppen, insbesondere von Sulfonsäure- oder Carbonsäuregruppen. In diesen Verbindungen lässt sich das Anion Ao durch andere Anionen austauschen, z. B. mit Hilfe eines Ionenaustauschers oder durch Umsetzen mit Salzen oder Säuren, gegebenfalls in mehreren Stufen, z. B.
über das Hydroxid.
Unter Halogen ist in jedem Fall vorzugsweise Chlor oder Brom zu verstehen.
Die Reste R5 bis R8 bedeuten, wenn R, und R8 nicht für ein Wasserstoffatom stehen, gegebenenfalls substituierten Methyl-, Äthyl-, Propyl- oder Butylreste, Cycloalkylreste, wie Cyclohexylreste. Falls diese Reste substituiert sind, enthalten sie insbesondere eine Hydroxylgruppe, ein Halogenatom, die Cyan- oder eine Phenylgruppe; Alkyl kann für einen Aralkyl-, z. B. einen Benzylrest stehen.
Die Reste R5 und R6 können zusammen mit dem benachbarten Nf13-Atom einen Heterocyclus bilden, z. B.
einen Pyrrolidin-, Piperazin-, Morpholin-, Aziridinoder Piperidinring.
Der Rest R5 kann zusammen mit R, und/oder der Rest R6 zusammen mit R8 und den diesen Substitenten benachbarten N-Atomen einen gesättigten oder ungesättigten, vorteilhaft 5- oder 6-gliedrigen Heterocyclus bilden, beispielsweise einen Pyrazolidin-, Pyridazin- oder Pyrazolinring, z. B. Trimethylenpyrazolidin oder Tetramethylenpyrazolidin usw. Die Reste Rg, RZo und R bedeuten z. B. gegebenenfalls substituierte Methyl-, Äthyl-, Propyl- oder Butylreste, Cycloalkylreste, wie Cyclohexylreste. Falls diese Reste substituiert sind, enthalten sie insbesondere eine Hydroxylgruppe, ein Halogenatom, die Cyan- oder eine Phenylgruppe; Alkyl kann für einen Aralkyl-, z. B. einen Benzylrest stehen.
Die Reste R9 und R1o können, zusammen mit dem benachbarten N-Atomen einen Heterocyclus bilden, also beispielsweise einen Pyrrolidin-, Piperidin-, Morpholin-, Aziridin- oder Piperazinring.
Die Reste Rg, R15 und R1l können, zusammen mit dem benachbarten N-Atom einen Heterocyclus bilden, z. B. eine Gruppe der Formel
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oder für einen Pyridiniumring stehen.
Die heterocyclischen Reste D können den Rest eines mehrgliedrigen, vorzugsweise 5- oder 6-gliedrigen, gegebenenfalls weitersubstituierten Ringes, dem gegebenenfalls weitere cycloaliphatische, heterocyclische oder aromatische Ringe ankondensiert sind, bedeuten. Sie kön nen damnach für einen Pyridin-, Chinolin-, Piperidin-, Isochinolin- oder Tetrahydrochinolinring usw. stehen.
Zweiwertige Brückenglieder Yt und Y2 können gegebenfalls substituierte Alkylenreste mit beispielsweise 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten, wobei die Alkylreste geradkettig oder verzweigt oder durch Heteroatome oder Heteroatomgruppen unterbrochen sein könne, z. B. durch -0-, -502-.
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worin R15 ein Wasserstoffatom oder einen gegebenenfalls substituierten Kohlenwasserstoffrest bedeutet.
Die aromatischen Ringe E und/oder F und/oder G können durch niedrigmolekulares Alkyl oder Alkoxy, ein Halogenatom, eine Nitro-, Cyan-, Alkyl- oder Arylsulfonyl-, Trifluoralkyl- oder eine Sulfonsäureamidgruppe substitiert sein.
Als Säurerest A kommen vorzugsweise diejenigen der Halogenwasserstoffsäuren in Betracht; A steht vorzugsweise für Chlor oder Brom. Weitere Säurereste A sind beispielsweise diejenigen der Schwefelsäure, einer Sulfonsäure oder des Schwefelwasserstoffs.
Acylreste, vorzugsweise nicht wasserlöslich machende Acylreste sind z. B.
R16 -X1 oder R17-X2, worin R,6 einen gegebenenfalls substituierten, gegebenenfalls Heteroatome enthaltenden Kohlenwasserstoffrest, R17 ein Wasserstoffatom oder einen gegebenenfalls substituierten, gegebenenfalls Heteroatome enthaltenden Kohlenwasserstoffrest.
X1-O-CO- oder -502-, X2 -CO- ,
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bedeuten.
Arylreste oder aromatische Reste D stehen vorteilhaft für Phenylreste, sie können aber auch Naphthylreste bedeuten.
Unter Anion Ag sind sowohl organische wie anorganische Ionen zu verstehen, z. B. Halogen, wie Chlor-, Brom-, Iodid- oder Methylsulfat-, Sulfat-, Disulfat-, Perchlorat- Phosphat-, Phosphorwolframmolybdat-, Benzolsulfonat- oder Naphthalinsulfonat-, 4-Chlorbenzolsulfonat-, Oxalat-, Maleinat-, Acetat-, Propionat-, Methansulfonat-, Chloracetat- oder Benzoationen oder komplexe Anionen, wie z. B. das von Chlorzinkdoppelsalzen.
Die Umsetzung einer Verbindung der Formel (XVI) mit einer Verbindung der Formel (XVII) oder (XVIII) erfolgt vorzugsweise in einem organischen Lösungsmittel und bei Temperaturen von -50 bis +2500 C, vorteilhaft bei -10" bis + 1200 C.
Man kann die Umsetzung auch in wässrigem Medium, gegebenenfalls unter Zusatz eines organischen Lösungsmittels, oder aber ganz ohne Lösungsmittel bei den genannten Temperaturen durchführen.
Die Verbindung der Formel
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kann nach den Angaben von I. Guareschi; Bericht der deutschen chemischen Gesellschaft 29, 1896 Seite 655 hergestellt werden und mit der Diazoverbindung aus einem Amin der Formel A-Y1-D-NH2 zur Verbindung der Formel (XVI) umgesetzt werden.
Die neuen Farbstoffe dienen zum Färben oder Bedrucken von Fasern, Fäden oder daraus hergestellten Textilien, die aus Acrylnitrilpolymerisaten oder -mischpolymerisaten bestehen oder solche enthalten.
Man kann auch synthetische Polyamide oder synthetische Polyester, welche durch saure Gruppen modifiziert sind, färben oder bedrucken. Solche Polyamide sind beispielsweise aus der belgischen Patentschrift 706104 bekannt; die entsprechenden Polyester sind aus der USA-Patentschrift 3 379 723 bekannt.
Sie dienen auch zum Färben von Kunststoffmassen oder von Leder oder zum Färben von Papier.
Man färbt besonders vorteilhaft in wässrigem, neutralem oder saurem Medium bei Temperaturen von 60-1000 C oder bei Temperaturen über 1000 C unter Druck. Hierbei werden auch ohne Anwendung von Retardern sehr egale Färbungen erhalten. Auch Mischgewebe, welche einen Polyacrylnitrilfaseranteil enthalten, lassen sich sehr gut färben. Diejenigen Farbstoffe, welche eine gute Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln besitzen, sind auch zum Färben von natürlichen plastischen Massen oder gelösten Kunststoff-, Kunstharz- oder Naturharzmassen geeignet. Einzelne der neuen Farbstoffe können zum Beispiel zum Färben von tannierter Baumwolle, regenerierter Cellulose, s;yntheti- schen Polyamiden, Leder und von Papier eingesetzt werden.
Es hat sich gezeigt, dass man auch vorteilhaft Gemische aus zwei oder mehreren der neuen Farbstoffe verwenden kann. Die erhaltenen Färbungen haben eine gute Lichtechtheit und gute Nassechtheiten.
In der belgischen Patentschrift 633 447 wird der Farbstoff der Formel
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Anion e beschrieben, der unter anderem zum Färben von Polyacrylnitril verwendet wird.
Die Farbstoffe der Formel (XV), ebenfalls auf Polyacrylnitril gefärbt, sind bedeutend farbstärker, besitzen eine bessere Lichtechtheit und ein besseres Aufbauvermögen.
In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
Beispiel 1
24,85 Teile 1-Amino-4-methyl-benzol-5 sulfonsäure-(2'chlor)-äthyiamid, (hergestellt durch Reduktion von 1-Nitro-4-methylbenzol-5- sulfonsäure-2'-chloräthylamid) werden bei 0 mit 6,9 Teilen Natriumnitrit in verdünnter Salzsäure auf übliche Art diazotiert. Die Diazolösung wird dann mit Natriumcarbonat auf einen pH-Wert von 8,0 gestellt. Anschliessend tropft man eine, ebenfalls den pH-Wert von 8,0 aufweisende Lösung von 17 Teilen 2,6-Dihydroxy-4-methyl-5-cyana-pyridin in 200 Teilen Wasser im Verlauf von einer Stunde zu. Nach beendigter Kupplung wird der ausgeschiedene Farbstoff abfiltriert, mit Wasser gewaschen und im Vakuum getrocknet. Der trockene Farbstoff wird in eine 500 warme Mischung, bestehend aus 9 Teilen N,N-Dimethylhydrazin und 120 Teilen Dimethylformamid, eingetragen.
Nach mehrstündigem Rühren der Reaktionsmasse bei 50 wird auf 20 abgekühlt, der ausgefallene Farbstoff abfiltriert und mit Aceton nachgewaschen. Der anfallende Farbstoff schmilzt bei 273-2750, ist wasserlöslich und dient zum Färben von Polyacrylintrilfasern in hervorragend echten grünstichigen-gelben Tönen.
Färbeverfahren
20 Teile des Farbstoffs aus Beispiel 1 werden mit 80 Teilen Dextrin in einer Kugelmühle während 48 Stunden vermischt. 1 Teil des so erhaltenen Präparats wird mit 1 Teil 400/oiger Essigsäure angeteigt, der Brei unter ständigem Schütteln mit 400 Teilen destilliertem Wasser von 600 übergossen und kurz aufgekocht. Man verdünnt mit 7600 Teilen destilliertem Wasser, setzt 2 Teile Eisessig zu und geht bei 60 mit 100 Teilen Textilgut aus Polyacrylnitril in das Färbebad ein. Das Material wurde zuvor 10 bis 15 Minuten lang bei 60 in einem Bad von 8000 Teilen Wasser und 2 Teilen Eisessig behandelt. Man erwärmt nun innerhalb von 30 Minuten auf 1000, kocht 1 Stunde lang und spült.
Man erhält eine egale grünstichig-gelbe Färbung von ausge zeichneter Lichtechtheit und sehr guten Nassechtheiten.
PATENTANSPRUCH 1
Verfahren zur Herstellung von basischen Verbindungen der Formel
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worin
R, die Cyangruppe, einen Acylrest oder einen Carbonsäureesterrest, R2 einen gegebenenfalls substituierten Alkyl- oder Arylrest oder einen gegebenenfalls substituierten heterocyclischen Rest oder eine Gruppe der Formel
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R3 und R4 jeweils ein Wasserstoffatom oder einen gegebenenfalls substituierten Alkyl- oder Arylrest oder zusammen einen Ring bilden können,
D einen gegebenenfalls substituierten aromatischcarbocyclischen oder heterocyclischen Rest, Y1 ein zweiwertiges Brückenglied, AQ' ein dem Farbstoffkation äquivalentes Anion und
K, eine Gruppe der Formel
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oder
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bedeuten,
**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.
Process for the production of basic dyes
The invention relates to a process for the preparation of basic compounds of the formula
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wherein Rt is the cyano group, an acyl radical or a carboxylic acid ester radical,
R2 is an optionally substituted alkyl or aryl radical or an optionally substituted heterocyclic radical or a group of the formula
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R3 and R4 can each form a hydrogen atom or an optionally substituted alkyl or aryl radical or together can form a ring,
D an optionally substituted aromatic carbocyclic or heterocyclic radical, YX a divalent bridge member,
Ao is an anion equivalent to the dye cation and
Kl is a group of the formula
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or
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means
wherein R5 is an optionally substituted alkyl or cycloalkyl radical or together with R6 and the NB atom for a heterocycle,
R6 for an optionally substituted alkyl or cycloalkyl radical or together with R5 and the N atom for a heterocycle,
R, and R8 stand for a hydrogen atom or for identical or different, optionally substituted alkyl or cycloalkyl radicals or identical or different acyl radicals, Rg, Rlo and R1l each stand for an optionally substituted alkyl or cycloalkyl radical,
R,
together with R7 and / or R6 together with R8 and the N atoms adjacent to these substituents.
R9 and R1o or Rg, Rto and R together with the NO atom can form heterocycles, characterized in that a compound of the formula
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wherein A is the acid residue of an ester with a compound of the formula
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implements.
Particularly good compounds of the formula (XV) are obtained when Rt is the cyano group and R2 is an alkyl radical, in particular the methyl radical, or an aryl radical.
Equally good compounds correspond to the formula
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where W is a radical of the formula
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or a residue of the formula
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and Dt is a radical of the formula
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mean, wherein, Y stands for a direct bond or for a low molecular weight, optionally substituted, for example straight-chain or branched alkylene radical or for an optionally substituted arylene radical, e.g. B.
Phenylene radical, R 'for a hydrogen atom or an optionally substituted alkyl radical,
X for the direct bond or for a low molecular weight, optionally substituted, for example straight-chain or branched alkyl radical with advantageously 1 to 4 carbon atoms,
Z for -CO- or -SO2-
R13 represents a hydrogen atom or an optionally substituted hydrocarbon radical, and the aromatic rings E and / or F and / or G can be further substituted.
The compounds of the formula (XV) are preferably free from water-solubilizing groups, in particular from sulfonic acid or carboxylic acid groups. In these compounds, the anion Ao can be exchanged for other anions, e.g. B. with the help of an ion exchanger or by reacting with salts or acids, optionally in several stages, e.g. B.
about the hydroxide.
In any case, halogen is preferably to be understood as meaning chlorine or bromine.
The radicals R5 to R8, when R 1 and R8 do not represent a hydrogen atom, are optionally substituted methyl, ethyl, propyl or butyl radicals, cycloalkyl radicals such as cyclohexyl radicals. If these radicals are substituted, they contain in particular a hydroxyl group, a halogen atom, the cyano or a phenyl group; Alkyl can represent an aralkyl, e.g. B. stand a benzyl radical.
The radicals R5 and R6 can form a heterocycle together with the adjacent Nf13 atom, e.g. B.
a pyrrolidine, piperazine, morpholine, aziridine or piperidine ring.
The radical R5 together with R and / or the radical R6 together with R8 and the N atoms adjacent to these substituents can form a saturated or unsaturated, advantageously 5- or 6-membered heterocycle, for example a pyrazolidine, pyridazine or pyrazoline ring, z. B. trimethylene pyrazolidine or tetramethylene pyrazolidine, etc. The radicals Rg, RZo and R are z. B. optionally substituted methyl, ethyl, propyl or butyl radicals, cycloalkyl radicals, such as cyclohexyl radicals. If these radicals are substituted, they contain in particular a hydroxyl group, a halogen atom, the cyano or a phenyl group; Alkyl can represent an aralkyl, e.g. B. stand a benzyl radical.
The radicals R9 and R1o can, together with the neighboring N atoms, form a heterocycle, for example a pyrrolidine, piperidine, morpholine, aziridine or piperazine ring.
The radicals Rg, R15 and R1l can form a heterocycle together with the adjacent N atom, e.g. B. a group of the formula
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or represent a pyridinium ring.
The heterocyclic radicals D can denote the radical of a multi-membered, preferably 5- or 6-membered, optionally further substituted ring to which further cycloaliphatic, heterocyclic or aromatic rings are condensed. You can then represent a pyridine, quinoline, piperidine, isoquinoline or tetrahydroquinoline ring, etc.
Divalent bridge members Yt and Y2 can optionally be substituted alkylene radicals having, for example, 1 to 6 carbon atoms, it being possible for the alkyl radicals to be straight-chain or branched or interrupted by heteroatoms or heteroatom groups, e.g. B. by -0-, -502-.
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wherein R15 denotes a hydrogen atom or an optionally substituted hydrocarbon radical.
The aromatic rings E and / or F and / or G can be substituted by low molecular weight alkyl or alkoxy, a halogen atom, a nitro, cyano, alkyl or arylsulfonyl, trifluoroalkyl or a sulfonic acid amide group.
Suitable acid radicals A are preferably those of the hydrohalic acids; A preferably represents chlorine or bromine. Further acid residues A are, for example, those of sulfuric acid, a sulfonic acid or hydrogen sulfide.
Acyl radicals, preferably non-water-solubilizing acyl radicals are, for. B.
R16 -X1 or R17-X2, in which R, 6 is an optionally substituted hydrocarbon radical which may optionally contain heteroatoms, R17 is a hydrogen atom or an optionally substituted hydrocarbon radical which may contain heteroatoms.
X1-O-CO- or -502-, X2 -CO-,
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mean.
Aryl radicals or aromatic radicals D advantageously represent phenyl radicals, but they can also mean naphthyl radicals.
Anion Ag is understood to mean both organic and inorganic ions, e.g. B. halogen, such as chlorine, bromine, iodide or methyl sulfate, sulfate, disulfate, perchlorate, phosphate, phosphotungsten molybdate, benzenesulfonate or naphthalene sulfonate, 4-chlorobenzenesulfonate, oxalate, maleic acid, acetate , Propionate, methanesulfonate, chloroacetate or benzoate ions or complex anions, such as. B. that of zinc chloride double salts.
The reaction of a compound of the formula (XVI) with a compound of the formula (XVII) or (XVIII) is preferably carried out in an organic solvent and at temperatures from -50 to +2500 C, advantageously at -10 "to + 1200 C.
The reaction can also be carried out in an aqueous medium, optionally with the addition of an organic solvent, or else entirely without a solvent at the temperatures mentioned.
The compound of the formula
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can according to the statements of I. Guareschi; Report of the German Chemical Society 29, 1896 page 655 and reacted with the diazo compound from an amine of the formula A-Y1-D-NH2 to form the compound of the formula (XVI).
The new dyes are used for dyeing or printing fibers, threads or textiles made therefrom, which consist of acrylonitrile polymers or acrylonitrile copolymers or contain such.
You can also dye or print synthetic polyamides or synthetic polyesters which have been modified by acidic groups. Such polyamides are known, for example, from Belgian patent specification 706104; the corresponding polyesters are known from US Pat. No. 3,379,723.
They are also used to color plastic masses or leather or to color paper.
It is particularly advantageous to dye in an aqueous, neutral or acidic medium at temperatures of 60-1000 C or at temperatures above 1000 C under pressure. Very level colorations are obtained here even without the use of retarders. Mixed fabrics which contain a proportion of polyacrylonitrile fibers can also be dyed very well. Those dyes which have good solubility in organic solvents are also suitable for coloring natural plastic compositions or dissolved plastic, synthetic resin or natural resin compositions. Some of the new dyes can be used, for example, to dye tannin cotton, regenerated cellulose, synthetic polyamides, leather and paper.
It has been shown that mixtures of two or more of the new dyes can also advantageously be used. The dyeings obtained have good light fastness and good wet fastness properties.
In Belgian patent 633 447 the dye of the formula
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Anion e described, which is used, among other things, for coloring polyacrylonitrile.
The dyes of the formula (XV), also colored on polyacrylonitrile, are significantly stronger in color, have better lightfastness and better build-up capacity.
In the following examples, the parts are parts by weight, the percentages are percentages by weight and the temperatures are given in degrees Celsius.
example 1
24.85 parts of 1-amino-4-methyl-benzene-5-sulfonic acid (2'-chloro) -ethyiamide, (prepared by reducing 1-nitro-4-methylbenzene-5-sulfonic acid-2'-chloroethylamide) are at 0 diazotized with 6.9 parts of sodium nitrite in dilute hydrochloric acid in the usual way. The diazo solution is then adjusted to a pH of 8.0 with sodium carbonate. A solution, also having a pH of 8.0, of 17 parts of 2,6-dihydroxy-4-methyl-5-cyana-pyridine in 200 parts of water is then added dropwise over the course of one hour. After the coupling has ended, the dyestuff which has separated out is filtered off, washed with water and dried in vacuo. The dry dye is added to a warm mixture consisting of 9 parts of N, N-dimethylhydrazine and 120 parts of dimethylformamide.
After several hours of stirring the reaction mass at 50, it is cooled to 20, the precipitated dye is filtered off and washed with acetone. The resulting dye melts at 273-2750, is water-soluble and is used for dyeing polyacrylic fibers in excellent, true greenish-yellow tones.
Dyeing process
20 parts of the dye from Example 1 are mixed with 80 parts of dextrin in a ball mill for 48 hours. 1 part of the preparation obtained in this way is made into a paste with 1 part of 400% acetic acid, 400 parts of 600 parts of distilled water are poured over the pulp, while shaking continuously, and the mixture is briefly boiled. It is diluted with 7600 parts of distilled water, 2 parts of glacial acetic acid are added and 100 parts of polyacrylonitrile fabrics are added to the dyebath at 60. The material was previously treated at 60 in a bath of 8,000 parts of water and 2 parts of glacial acetic acid for 10 to 15 minutes. It is then heated to 1000 within 30 minutes, boiled for 1 hour and rinsed.
A level greenish-yellow dyeing of excellent light fastness and very good wet fastness properties is obtained.
PATENT CLAIM 1
Process for the preparation of basic compounds of the formula
EMI4.2
wherein
R, the cyano group, an acyl radical or a carboxylic acid ester radical, R2 an optionally substituted alkyl or aryl radical or an optionally substituted heterocyclic radical or a group of the formula
EMI4.3
R3 and R4 can each form a hydrogen atom or an optionally substituted alkyl or aryl radical or together can form a ring,
D an optionally substituted aromatic carbocyclic or heterocyclic radical, Y1 a divalent bridge member, AQ 'an anion equivalent to the dye cation and
K, a group of the formula
EMI4.4
or
EMI4.5
mean,
** WARNING ** End of DESC field could overlap beginning of CLMS **.