Verfahren zur Herstellung einer bituminösen Belagmasse Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel lung einer bituminösen Belagmasse, insbesondere Asphalt- bzw. Teerbelagmasse.
Trotz des wirtschaftlichen Erfolges, den bituminö ser Gussmörtel im Wettbewerb mit Portland-Zement- Gussmörtel aufweist, hat jener doch gewisse Nachteile.
Der übliche bituminöse Gussmörtel ist wesentlich schwerer als der übliche Portland-Zement-Gussmörtel. Aus diesem Grunde werden jene diesem nicht vorgezo gen, wenn dem Gewicht eine besondere Bedeutung zu kommt. Versuche, den Gewichtsunterschied auf einen zu vernachlässigenden Wert durch die Anwendung von leichten Füllstofffen zu verringern, haben sich deshalb nicht als erfolgreich erwiesen, weil für beide Arten von Gussmörtel leichte Füllstoffe verwendet werden kön nen.
Ausserdem ist die bituminöse Masse im allgemei nen nicht stabil oder sie lässt hinsichtlich der Festig keit zu wünschen übrig, bzw. ist sie in einem zu star ken Masse der Zerstörung durch Wasser, Stoss, Abrieb oder chemische Reaktionen unterworfen.
Es ist demnach ein wesentlicher Zweck vorliegen der Erfindung, eine neue verbesserte bituminöse Belag masse zu schaffen, die leicht und in hohem Masse federnd ist, eine hohe Festigkeit und Stabilität aufweist und äusserst widerstandsfest gegenüber Stoss, Abrieb und Wasser ist.
Ein anderer Nachteil der bekannten bituminösen Gussmörtel ist deren Anfälligkeit gegenüber Tempera turschwankungen. Sie werden verhältnismässig weich und viskos bei Temperaturen von etwa 38 bis 49 C und mehr; sie werden hart und brüchig bei Temperatu ren unterhalb 10 C Aus diesem Grunde neigt ein aus einem bituminösen Gussmörtel bestehender Belag zur Rissbildung und zum Zerfall durch Oxydation und Witterungseinflüsse, wodurch dessen Lebensdauer ver ringert wird. Versuche, diese Anfälligkeit zu verrin gern, haben sich in der Vergangenheit nicht als erfolg reich erwiesen.
Es ist demnach ein weiterer Zweck vorliegender Erfindung, eine solcltc Belagmasse vorzuschlagen, de- ren Anfälligkeit gegenüber Temperaturschwankungen verringert ist, um dadurch die Lebensdauer des Belages zu verlängern.
Ein weiterer Nachteil der bekannten bituminösen Gussmörtel liegt in ihrer beschränkten Anwendbarkeit zur Herstellung von Belägen für Flugzeugstartbahnen, Abstellplätzen für Taxis, Vorplätzen von Tankstellen und Parkflächen. Die beiden üblichen zur Herstellung von Beiagmischungen verwendeten bituminösen Binder sind Asphalt und Teer, von welchen zur Herstellung von Belägen Asphalt an erster Stelle verwendet wird, da er sich leichter mischen und anwenden lässt und stabiler ist. Asphalt ist indessen gegenüber der chemi schen Einwirkung von Brennöl, Düsenöl und Benzin nicht widerstandsfähig.
Infolgedessen werden die bitu minösen Beläge für Flughäfen im allgemeinen haupt sächlich aus Teer hergestellt, da dieser gegenüber Brennöl, Düsenöl und Benzin beständig ist. Die Ver wendung von Teer bringt indes einige Probleme mit sich, welche die Herstellung von Teerbelagmassen in den bekannten Heissmischanlagen erschweren Für die Herstellung heisser Asphalt- und Teermi schungen müssen die mineralischen Zuschlagstoffe, die Teil der Belag masse sind, sorgfältig und völlig getrock net und gesiebt werden.
Bei den üblichen Mischanla gen geschieht dies dadurch, dass die Zuschlagstoffe auf mindestens etwa 120" C erhitzt werden müssen, aber Teer kann leider mit diesen Zuschlagstoffen, wenn sie noch heiss sind, nicht gemischt werden, da Teer bei Temperaturen über ewta 79,5-93,3 C kocht , d. h. Blasen wirft. Das Kochen des Teers verringert aber dessen Festigkeit uad Haltbarkeit. Die vielen Brüche bei den aus Teer bestehenden Flughafenbelägen sind meistens unmittelbar darauf zurückzuführen, dass der Teer und die mineralischen Zuschlagsstoffe bei einer zu hohen Temperatur gemischt wurden, mit dem Er gebnis, dass der Teer gekocht wurde. Wenn es auch an sich möglich ist, das Ankohlen bzw.
Kochen des Teers dadurch zu vermeiden, dass man die minera lischen Zuschlagsstoffe auf eine annehmbare Tempera- tur abkühlen lässt, ist dies in der Praxis doch schwierig zu überwachen, da die üblichen Apparate zur Herstel lung bituminöser Mischungen von üblichen Verfahren auf eine Massenproduktion verschiedener asphaltischer Standard-Mischungen abgestellt sind. Obwohl es ferner möglich ist, Zuschlagstoffe bei einer niedrigeren Tem peratur zu erhitzen und zu trocknen, wird diese Ver fahrensweise aus Gründen der Einfachheit dem Ab kühlenlassen der Aggregate vor dem Mischen nicht vorgezogen.
Vorliegender Erfindung liegt infolgedessen die wei tere Aufgabe zugrunde, eine bituminöse Mörtelmasse zu bilden, die es gestattet, dass wahlweise heisse und kalte Asphalt- und Teergemische ohne Abkühlen der mineralischen Zuschlagsstoffe hergestellt werden kön nen, die zum völligen Trocknen und Sieben erhitzt worden sind, so dass infolgedessen heisse und kalte Asphalt- oder Teergemische in der üblichen Anlage hergestellt werden können.
Eine besondere Aufgabe vorliegender Erfindung liegt in der Bildung einer bituminösen Belagmasse, die als ein heisses oder kaltes Gemisch zusammengesetzt und angewendet werden kann.
Abgesehen von dem Problem des Verkohlens ist Teer deshalb ein delik=ates Bindemittel, weil es nicht elastisch und geschnaeidig bei tiefen Temperaturen bzw. nicht zäh und stabil in der Wärme ist.
Der Erfindung liegt infolgedessen die weitere Auf gabe zugrunde, ein Teergemisch zu bilden, das bei lan ger Lebensdauer als Belag für Flughäfen, Parkflächen, Tankstellen und dgl. geeignet ist, wobei der Belag zäh und stabil in der Wärme und geschmeidig und elastisch in der Kälte ist.
Eine weitere besondere Aufgabe vorliegender Er findung liegt in der Bildung einer bituminöse Masse, die in verhältnismässig dünner Schicht aufgetragen und in einer Konsistenz hergestellt werden kann, dass sie sich zur Erzielung einer Abdichtung in der Kälte ver wenden lässt.
Weitere der Erfindung zugrunde liegende Aufgaben und Vorteile ergeben sich aus der folgenden Einzelbe schreibung.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge kennzeichnet, dass man entweder zerkleinerten Natur- oder Synthese-Kautschuk in vulkanisiertem oder nicht vulkanisiertem Zustand, zerkleinerten Kork und min destens auf 120 C erwärmte, grobkörnige mineralische Zuschlagstoffe als Einzelkomponenten direkt miteinan der mischt, worauf man dieser Mischung einen er wärmten bituminösen Binder zumischt, oder dass man vorerst ein Vorgemisch aus dem Kautschuk dem zer kleinerten Kork und einem spezifisch leichten anorga nischen Füllstoff herstellt,
dieses mit den auf mindestens 120 C erwärmten Zuschlagstoffen mischt und dieser Mischung den erwärmten bituminösen Binder zugibt, wobei man einen Kautschuk einsetzt, der zu 30-90 % seines Gewichtes im bituminösen Binder löslich ist, und dass man die Gewichtsverhältnisse der Stoffe so wählt, dass 3,5-18 Gew.-Teile Kautschuk pro Gew. Teil Kork vorhanden sind,
und dass das füllstoffhaltige Vorgemisch wie folgt zusammengesetzt ist: 70-90 Gew.-Teile Kautschuk, 5-20 Gew.-Teile Kork, 5-10 Gew.-Teile Füllstoff Das Vorgemisch weist z. B. granulierten Kautschuk und vorzugsweise fein gesichteten Kork auf. Es ist möglich, die Vormischung herzustellen und sie in Säk- ken oder Behältern zu lagern.
Die Vormischung muss einen spezifisch leichte, d. h. voluminösen minera lischen Füllstoff, wie Flugasche oder Diatomeen-Erde enthalten, um die Gefahr der spontanen Verhärtung des Gemisches zu verringern.
Es ist bekannt, Kautschuk in den verschiedensten physikalischen Forcier. mit bituminösen Materialien zur Herstellung einer Belagmasse zu verwenden, die für Strassen, Spiel-, Tennis- und Parkplätze und sogar für Fussböden geeignet ist. Der Hauptvorteil, Kau tschuk zu verwenden, liegt in dessen Biegsamkeit und Elastizität. Infolgedessen ermüden Körper und Füsse weniger, auch Abschürfungen werden verringert, und darüber hinaus die Festigkeit des Belages gegen Schlag und Stoss erhöht. Kautschuk hat indes einige uner wünschte Eigenschaften, die seine Verwendung als Be- lagmasse, wozu solche rechnen, die Kautschuk als einen Bestandteil aufweisen, beschränken.
Die Fehler der Beläge sind meistens auf eine unzureichende Menge bituminösen Binders zurückzuführen. Kau- tschul, selbst lässt nicht zu, dass der Prozentgehalt an bituminösem Binder in der Belagmasse wesentlich er höht wird, ohne dass dadurch während der ersten Jahre nach dem Aufbringen der Belagmasse die Gefahr des Ausblühens und die sich daraus ergebende Schlüpfrigkeit der Beläge auch erhöht wird.
Ein ande rer Nachteil des Kautschuks liegt in seiner Neigung zu oxydieren, und wenn die Oxydation einen gewissen Grad erreicht hat, verringert sich die Verträglichkeit des Kautschuks mit dem Asphalt- bzw. Teerbinder. Dadurch, wird der Belag brüchig, hart und verliert seine Elastizität und Stossdämpfung. Der Belag wird in demselben Sinne trocken , wie ein Gemisch, das zu wenig Asphalt oder Teer enthält.
Ein anderer Nachteil des Kautschuks liegt darin, dass er keine verhältnismässig leichte bituminöse Mör telmasse ergibt. Man hat aus diesem Grunde nach an deren Stoffen gesucht, die an Stelle von Kautschuk bituminösen Belagmassen einverleibt werden können, um ein leichtes, elastisches Produkt zu erhalten, das ein praktisch ins Gewicht fallendes Federungsvermö gen aufweist. Kork ist ein solcher Stoff.
Granulierter Kork ist sehr voluminös, er hat eine Dichte von etwa 64-192 g/1, vergl. z. B. mit granulier tem Kautschuk, der eine Dichte von etwa 640-960 g/1 aufweist. Aus diesem Grunde ist Kork für spezifisch leichte Gemische erwünscht. Kork hat auch ein grösse- res Federungsvermögen und eine grössere Elastizität als granulierter Kautschuk. Wegen des grösseren Fede rungsvermögens und der grösseren Elastizität treten weniger Hautabschürfungen und Fussblasen auf und der Körper ermüdet nicht so leicht, wenn an Stelle von Kautschuk Kork in bituminösen Belagmassen verwen det wird.
Ein weiterer Vorteil des Korkes liegt darin, dass er eine grössere Menge bituminösen Binders ab sorbiert bzw. mit diesem gemischt werden kann, ohne dass die Gefahr des Ausblühens besteht oder eine zu fette Mischung entsteht. Um ein Beispiel zu geben: 1 Gewichtsteil granulierter und gesichteter Kork kann 3-4 Gewichtsteile flüssigen Asphalt absorbieren und mit dieser Menge gemischt werden, ohne dass ein Aus blühen zu befürchten ist oder eine fette Mischung entsteht, während 1 Gewichtsteil gramslierter Kau tschuk höchstens nur 0,2-0,4 Gewichtsteile reinen Asphalt aufnehmen kann,
wenn rnan ein fettes oder unter der Einwirkung des Verkehrs ausblühendes Be- lagsgemisch vermeiden will.
Aber auch Kork hat leider einige unerwünschte Eigenschaften, die dann besonders hervortreten, wenn Kork einem bituminösen Mörtel, einverleibt ist. Kork ist ein organisches Material mit Teilchen oder Fasern, die verhältnismässig schwach sind und deren Festigkeit gegenüber Abnutzung wesentlich geringer als die von Kautschuk ist. Hinzu kommt, dass Kork mit Asphalt nicht verträglich ist. Ein bituminöser, lediglich Kork enthaltender Belag ist unbeständig; er weist eine grosse Neigung zum Abfasern, Abrieb und Verrotten auf, wenn er nicht von Zeit zu Zeit mit kostspieligen ab dichtenden überzügen versehen wird. Auch das Anset zen bituminöser, lediglich Kork enthaltender Mörtel ist nicht ohne Probleme.
Es ist schwierig, Kork mit heis- sem Asphalt als Bindemittel zu mischen, ohne dass in dem Mischer eine Koagulation oder eine Zusammen ballung eintritt. Ferner kann Kork nicht auf die für heisse bituminöse Gemische erforderliche Temperatur, ohne dass eine Verkohlung oder ein Anbrennen statt findet, erhitzt werden.
Trotz dieser wohlbekannten unerwünschten Eigen schaften von Kork und Kautschuk, wenn sie jeder für sich als Bestandteile von bituminösen Belagmassen verwendet werden, haben wir gefunden, dass, wenn eine bituminöse Belagmischung hergestellt wird, die nicht lediglich Kautschuk oder Kork, sondern Kork und Katschuk zugleich in Mengen und unter Bedingun gen, die nachstehend noch beschrieben werden, ent hält, diese unerwünschten Eigenschaften praktisch ver mieden und die vorstehend angegebenen Aufgaben ge löst werden.
Unter der Bezeichnung Kautschuk ist jedes synthe tische oder natürliche vulkanisierbare Elastomer in vulkanisiertem oder nichtvulkanisiertem Zustand zu verstehen, und insbesondere folgende Stoffgruppen und deren Glieder: 1. Butadienkautschuk einschliesslich a. Natriumbutandienkautschuk, b. Mischpolymerisate aus Butadien und Styrol (z. B. Buna A), c. Mischpolymerisate aus Butadien und Acrylnitril (z.
B. Methylkautschuk), 2. Isoprenkautschuk einschliesslich Neopren, 3. Haloprenkautschuk einschliesslich Polybrom- opren, 4. Mischpolymerisate von Olefinen und kleinen Mengen Diolefinen, einschliesslich des Mischpolymeri- sates aus 1.sobuten und Isopren (z.
B. Butylkautschuk), 5. Polysulfidkautschuk, einschliesslich der Misch polymerisate aus Natriumtetrasulfid und Äthylendichlo- rid (z. B. Thiokol) und 6. natürlicher Kautschuk.
Es ist wichtig für die Zwecke der Erfindung, diese natürlichen und synthetischen Elastomere in zwei Gruppen zu teilen: 1. Diejenigen, die sich lösen in und vermischen mit dem in Asphalt- und Teerbindemitteln vorliegenden Verschnittölen und Rückstandsölen, um ein kau tschukartiges Gummi-Bindemittel zu bilden und 2. diejenigen, die gegenüber Petroleum, Kohlen wasserstoffölen und aromatischen Lösungsmitteln be ständig sind und sich deshalb nicht lösen 'ozw. verbin den.
Von dem im Handel in grossen Mengen und zu konkurrenzfähigen Preisen erhältlichen Elastomeren falten die meisten in die erste Gruppe. In die zweite Gruppe fallen die folgenden Haupttypen: a. Mischpolymerisate aus Butadien und Acrylnitril, b. Mischpolymerisate aus Olefinen und Diolefinen, c. Polysulfidkautschuke und d. Neopren.
Für die Zwecke der Erfindung verwendet man vor zugsweise Elastomere aus beiden Gruppen. Sie werden in das Gemisch formfester Teilchen eingeführt. Der lösliche Kautschuk wirkt mit dem bituminösen Binder unter Bildung eines gummiartigen Bindemittels zusam men, das dazu beiträgt zu verhindern, dass das Binde mittel, wenn es als Belag ausgelegt wird, hart und brü chig in der Kälte bzw. weich und flüssig in der Wärme bzw. in der Hitze wird. Der sich nicht lösende Kau tschuk stellt tatsächlich einen Vorrat an einem elasti schen Zuschlagstoff dar. Dieser Zuschlagsstoff ergibt eine grosse Festigkeit gegenüber Schlag und Stoss und er trägt gleichzeitig zur Verlängerung der Lebensdauer des Belages bei.
Das gummi- bzw. kautschukartige Bin demittel, das sich aus dem Auflösen des Kautschuks in den bituminösen bindenden Ölen ergibt, wirkt auch mit den in der Mischung vorhandenen Korkteilchen zu sammen. Der Kautschuk-Bindemittel haftet mit grosser Festigkeit an den Korkteilchen, und ein Teil des Bin demittels wird in den Poren des Korkes absorbiert, wodurch ein gummiertes Korkaggregat, das praktisch dauernd elastisch ist, entsteht. Die Folge davon ist, dass die Korkteilchen mit den bituminösen Flüssigkei ten praktisch verträglich sind und federnd bleiben, selbst wenn der äussere bzw. freiliegende Kautschuk infolge Oxydation brüchig und hart wird.
Die imprä gnierten Korkaggregate werden ferner dauerhaft und fest untereinander mit den anliegenden Kautschukag gregaten und auch mit den aus Stein bzw. Kiesel beste henden Zuschlagsstoffen wie aber auch mit anderen in der Belagmasse vorliegenden leichten mineralischen Füllstoffen verbunden, wodurch der Belag gegenüber allen üblicherweise auftretenden Temperatur- und Kli maschwankungen äusserst widerstandsfest ist. Ein weite rer Vorteil besteht darin, dass ein Verkohlen, Koagu lieren oder Zusammenballen der Bestandteile des Bela ges vermieden und das Mischen bei im wesentlichen niedrigen Temperaturen, als sie bisher möglich waren, durchgeführt werden kann.
Wie bereits angegeben, liegt ein Vorteil der Kork teilchen darin, dass sie eine Erhöhung der in der Be- lagmasse zulässigen Menge bituminösen Binders er möglichen. Das ist wichtig, da dadurch die Lebens dauer und Haltbarkeit des Belages verlängert und die durch die Oxydation seiner bituminösen Bestandteile eintretende Härtung des Belages ausgleichen. Bis jetzt konnten vergleichbare Mengen flüssiger bituminöser Binder nicht verwendet werden, da dies während der er sten Jahre nach dem Verlegen des Belages zum Aus bluten, Ausspülen und unzulässiger Schlüpfrigkeit führte.
Es können selbstverständlich auch andere Füll stoffe verwendet werden, durch welche die Menge Bin demittel in der Mischung erhöht werden kann, aber solche Füllstoffe weisen nicht die Elatizität und Dämp fung des Korkes auf. Trotzdem wird vorgezogen, in dem erfindungsgemässen Belagsgemisch ein feinverteil tes, leichteres mineralisches Material, wie Flugasche, Steinstaub, Diatomeen-Erde, Portland-Zement bzw. Schlackstaub, einzuschliessen.
Ausserdem verringert, wie bereits oben angegeben, der Zusatz eines leichten mineralischen Füllstoffes zu einer Kautschuk-Korkvor- mischung die Gefahr einer spontanen Verbrennung. Leichte mineralische Füllstoffe tragen auch dazu bei, die verhältnismässig schwachen Korkteilchen zu schüt zen, sodass deren Abnutzungsfestigkeit erhöht wird.
Für die Ausführung vorliegender Erfindung ist es wichtig, dass mehrere Kriterien befolgt werden, wenn man eine Belagmasse mit allen den vorgenannten Eigenschaften erhalten will.
Zunächst ist es erforderlich, dass eine beachtliche Menge, wenn auch nicht die gesamte, des Kautschuks, die in das Gemisch eingearbeitet wird, eine Zusam mensetzung hat, dass ein Auflösen und Verbinden mit den Rückstands- bzw. Verschnittölen des bituminösen Binders vor sich geht. Es sind 30-90 %, vorzugsweise etwa 60 !o des Gewichtes des Kautschukes solcher Art, dass er sich auflöst und verbindet.
Es ist zweitens erforderlich, dass für jeden Ge wichtsteil Kork 3,5-18 Gewichtsteile Kautschuk ver wendet werden. Das bevorzugte Verhältnis ist annä hernd 6,5:1.
Drittens, wenn der Kautschuk und Kork als eine Vormischung angewendet werden, dann schliesst die Vormischung auch einen feinen mineralischen Füll stoff, wie Flugasche oder Diatomeen-Erde, mit dem Kautschuk, Kork und leichtem mineralischen Füllstoff ein, und zwar gemäss folgendem Rezept:
70-90 Gewichtsteile Kautschuk, 5-20 Gewichtsteile Kork und 5-10 Gewichtsteile eines nicht entflammbaren anorganischen Füllstoffes mit niederer Dichte. Viertens, je nach der beabsichtigten Verwendung der Belagmasse sollte die Gesamtmenge Kautschuk und Kork, plus gegebenenfalls spezifisch leichter mine- ralischer Füllstoff,
nicht weniger als 5 % und nicht mehr als 45 Gew-0/9 der fertigen Belagmasse ausma chen.
Es können verschiedene Arten von Kautschuk für die Durchführung der vorliegenden Erfindung verwen det werden; Altgummi ist zu bevorzugen. Eine ausge zeichnete Quelle von Altgummi sind alte Automobil- und Lastkraftwagenreifen. Diese werden gemahlen ohne jedes Bemühen, die Kordelung zu entfernen, aus aenommen vielleicht in den Fällen, in denen die herzu stellende Masse eine verhältnismässig flüssige Konsi stenz haben soll, so dass man sie zum Zwecke des Ver- siegelns als einen dünnen Deckanstrich verwenden kann. Eine in Abfallreifen vorliegende Nylon- oder Rayon-Kordelung hindert nicht die Ausführung der Er findung.
Andererseits scheinen hierauf nicht die gemäss vorliegender Erfindung erzielten besseren Ergebnisse zurückzuführen sein. Es ist selbstverständlich nicht er forderlich, dass es sich bei dem Kautschuk um Abfall handelt. Es kann auch neuer, natürlicher oder syntheti scher Kautschuk verwendet werden, obwohl aus wirt schaftlichen Gründen die Anwendung neuen Kau tschuks nicht praktisch ist. Entsprechenderweise steht zwar vulkanisierter Kautschuk ohne weiteres für die vorliegende Erfindung zur Verfügung, es kann aber auch nicht vulkanisierter Kautschuk verwendet werden. Ungeachtet der chemischen Natur liegt der Kautschuk für die Verwendung gemäss vorliegender Erfindung in Form von Teilchen oder Aggregaten vor.
Das Vermah- len löslichen Kautschuks zu kleinen Teilchen erleich tert die Bildung des oben angegebenen kautschukarti gen Bindemittels, während das Vermahlen unlöslichen Kautschuks eine Masse von Zuschlagsstoffen ergibt, die homogen und gleichförmig in der Belagsmischung verteilt werden können.
Die Grösse der Kork- und Kautschukteilchen hängt von der Art der herzustellenden Belagmasse ab. So werden z. B. die Teilchen einer für eine Unterlage einer Autobahn bestimmten Masse wesentlich grösser sein als bei Massen, die für die Oberschicht einer Autobahn oder als Oberschicht eines Spielplatzes, Rennbahn oder eines Tennisplatzes bestimmt ist. In entsprechender Weise wird die Teilchengrösse des Kor- kes und Kautschuks wesentlich feiner, wenn die Masse als Deckschicht zur Versiegelung für eine bereits beste hende Pflasterung verwendet werden soll.
Für eine Un= terschicht werden Kork-Kautschuk-Teilchen bevorzugt, die eine maximale Grösse von etwa 12,7 mm haben. Für Oberschichten sollte die maximale Grösse der Kork-Kautschuk-Teilchen 6,35-12,0 mm betragen. Für der Versiegelung dienende Deckschichten sollten die Kork-Kautschuk-Teilchen alle durch ein Nr.20 Stan dardsieb gehen.
Eine geeignete Kornzusammensetzung von Kau tschuk und Kork in einer Belag-masse ist folgende: Analyse A einer Kornzusammensetzung
EMI0004.0056
U.S. <SEP> Standard- <SEP> Maschen- <SEP> Bodenlage <SEP> Oberlage
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<SEP> 8 <SEP> 2,38 <SEP> 35 <SEP> 80 <SEP> 90 <SEP> 100
<tb> Nr.16 <SEP> 1,19 <SEP> 25 <SEP> 50 <SEP> 50 <SEP> 80
<tb> Nr.40 <SEP> 0,42 <SEP> 0 <SEP> 30 <SEP> 0 <SEP> 50 Eine geeignete Analyse einer Kautschuk-Kork- Kornzusammenstellung für eine der Versiegelung die nende Deckschicht oder für einen farbigen Belag ist folgende:
Analyse B einer Kornzusammensetzung
EMI0004.0060
U.S. <SEP> Standard- <SEP> Maschen- <SEP> Gewichtsprozent
<tb> siebe, <SEP> die <SEP> durch- <SEP> "geite <SEP> mm <SEP> mind. <SEP> höchst.
<tb> fallen <SEP> werden
<tb> Nr.20 <SEP> 0,84 <SEP> 100 <SEP> Nr. <SEP> 40 <SEP> 0,42 <SEP> 70 <SEP> 100
<tb> Nr.200 <SEP> 0,074 <SEP> 25 <SEP> 60 Die spezifisch leichten mineralischen Füllstoffe, vorzugsweise Flugasche oder Diatomeen-Erde, haben in der Regel eine kleinere Teilchengrösse als der Kau tschuk und Kork; sie sind im allgemeinen klein genug, um durch ein Sieb mit 0,074 mm Maschenweite durch zufallen.
Die mineralischen Zuschlagsstoffe, z. B. Kies, Stein, Schlacke und die handelsüblichen mineralischen Zuschlagsstoffe mit leichtem spezifischem Gewicht, die für Belagmassen als Grundkörper, zur Erhöhung der Festigkeit, Verringerung der Abnutzung sowie zur Er niedrigung der Kosten verwendet werden, sollen den Standarderfordernissen genügen.
Eine typische Analyse einer Kornzusammenstellung mineralischer Zuschlags stoffe ist folgende: Analyse C einer Kornzusammensetzung
EMI0005.0005
U.S. <SEP> Standard- <SEP> Maschen- <SEP> Bodenlage <SEP> Oberlage
<tb> siebe, <SEP> die <SEP> durch- <SEP> weite <SEP> mm <SEP> Gewichts- <SEP> Gewichts fallen <SEP> werden <SEP> prozent <SEP> prozent
<tb> mind. <SEP> höchst. <SEP> mind. <SEP> höchst.
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<tb> Nr. <SEP> 4 <SEP> 4,76 <SEP> 75 <SEP> 100 <SEP> 100
<tb> Nr. <SEP> 8 <SEP> 2,38 <SEP> 50 <SEP> 80 <SEP> 95 <SEP> 100
<tb> Nr. <SEP> 16 <SEP> 1,19 <SEP> 35 <SEP> 60 <SEP> 65 <SEP> 90
<tb> Nr. <SEP> 40 <SEP> 0,42 <SEP> 20 <SEP> 40 <SEP> 30 <SEP> 50
<tb> Nr.
<SEP> 80 <SEP> 0,177 <SEP> 5 <SEP> 20 <SEP> 10 <SEP> 30
<tb> Nr.200 <SEP> 0,074 <SEP> 1 <SEP> 5 <SEP> 2 <SEP> 8 Für Deckschichten sollen die mineralischen Zu schlagsstoffe eine kleinere Grösse haben; vorzugsweise fallen sie alle durch ein Standardsieb Nr. 4 (4,76 mm) oder Nr. 8 (2,38 mm) durch. Im allgemeinen beläuft sich das durchschnittliche spezifische Gewicht der für Belagmassen verwendeten mineralischen Zuschlagstoffe auf etwa 1,5-3,0.
Als bituminöse Bindemittel wird für die erfin- dungsgemässen Massen vorzugsweise Asphalt oder/und Teer verwendet. Der Asphalt kann als emulgierter Asphalt, als mit Ölen verschnittener Asphalt, als natür licher Asphalt oder als ein pulverförmiger Asphalt mit einem Öllösungsmittel, wie Leuchtöl oder Brennöl, vor liegen. Der Teer kann infolge Erhitzens in flüssiger Form vorliegen oder er kann gestreckt und durch Zu setzen flüchtiger Leichtteeröle flüssiger gemacht sein, die Benzin, Naphthalin, Toluol und andere Kohlenwas serstofföle enthalten, die auch etwas Kautschuk auflö sen. Der Teer bzw.
Asphalt weisen im allgemeinen ein auf den Bereich von 0,8-1,4 eingestelltes spezifisches Gewicht auf.
Bei der Durchführung des erfindungsgemässen Ver fahrens können die verschiedenen Bestandteile inner halb der folgenden Grenzen je nach der Art des ge wünschten Produktes und der in Erwägung gezogenen Verwendung zweckmässig geändert werden:
EMI0005.0014
<U>Materialien <SEP> Gewichtsprozent</U>
<tb> Kork-Kautschuk <SEP> oder <SEP> Kork Kautschuk-mineralischer <SEP> Füllstoff <SEP> 5-45%
<tb> mineralische <SEP> Zuschlagsstoffe <SEP> 23-84%
<tb> bituminöser <SEP> Binder <SEP> einschl.
<tb> Lösungsmittel <SEP> 11-35% Innerhalb der vorstehend angegebenen Grenzen ist es möglich, sowohl heisse als auch kalte Teermischun gen zu erhalten, ohne dass ein Ankohlen in einer An lage eintritt, in der sowohl heisse als auch kalte Asphaltmischungen hergestellt werden, und zwar unge achtet der Tatsache,
dass die gesiebten mineralischen Zuschlagsstoffe eine Temperatur von mindestens 120 C haben, wenn sie der Mischung zugesetzt wer den. Für die Zwecke vorliegender Erfindung werden als kalte Gemische solche angesehen, die eine Tempe ratur von 45 C oder weniger haben.
Die Gefahr des Verkohlens des Teeres wird gemäss vorliegender Erfindung durch den Kautschuk und Kork, gegebenenfalls auch durch die leichten minera lischen Füllstoffe überwunden. Der Kautschuk, der Kork und die mineralischen Füllstoffe werden vor der Verwendung nicht erhitzt. Infolgedessen absorbieren sie schnell die Hitze aus den mineralischen Zuschlags stoffen, wodurch die Temperatur des Gemisches ver ringert wird. Da das Volumen im Kork und Kautschuk je Gewichtseinheit wesentlich grösser als das der mine ralischen Zuschlagsstoffe ist, haben sie besonders gutes Aufnahmevermögen für die Wärme aus den Zuschlags stoffen.
In diesem Zusammenhang sei darauf hingewie sen, dass das Volumen-Verhältnis je Gewichtseinheit Kautschuk-Kork zu mineralischen Zuschlagsstoffen vorzugsweise etwa 6,5:1 beträgt. So ist z. B. in einer Mischung, die etwa 12 0/0 Kork, Kautschuk und mine- ralische Füllstoffe und 70 % mineralische Zuschlags- stoffe aufweist, das Volumen der letzteren etwa gleich dem Volumen der zuerst genannten Bestandteile.
Da etwa gleiche Volumina vorliegen, wird die entstehende Temperatur etwa die Hälfte des Temperaturdifferentia les zwischen diesen beiden Materialgruppen sein. Infol gedessen wird trotz des Erhitzens der Zuschlagsstoffe auf eine Temperatur von 120 C der Teer nicht ankoh len, wenn die mineralischen Zuschlagsstoffe und der Kork, Kautschuk und die mineralischen Füllstoffe zu gegeben werden. Die letzteren Bestandteile absorbieren ausreichend Wärme aus den schweren Zuschlagsstof fen, so dass diese auf eine Temperatur, z. B. eine nied rigere als etwa 93 C gebracht werden, bei der kein Verkohlen eintritt.
Aus der folgenden Tabelle geht hervor, wie heisse und kalte Teermischungen ohne Gefahr des Verkoh- lens gemäss vorliegender Erfindung trotz der Tatsache anfallen, dass die mineralischen Zuschlagsstoffe eine Temperatur von etwa 149 C haben, wenn sie der Mischung zugesetzt werden.
Die in der Tabelle berück sichtigte Kork-Kautschuk-Flugasche-Vormischung ent- hält 80 % Abfallkautschuk,
16 % Kork und 4 % Flug- asche. Der Abfallkautschuk enthält etwa 75 % lös- lichen Butadien-Styrol-Kautschuk und etwa 25 % Butylkautschuk. Das
Lösungsmittel ist Toluol; bei dem Teer handelt es sich um einen Standard-Teer zum Her stellen von Strassendecken.
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<I>Tabelle <SEP> 1</I>
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<tb> 8 <SEP> 74,3 <SEP> 0,7 <SEP> 17,0 <SEP> 82,2-93,3
<tb> 10 <SEP> 70,0 <SEP> 0,9 <SEP> 19,1 <SEP> 76,7-87,8
<tb> 12 <SEP> 66,0 <SEP> 1,1 <SEP> 20,9 <SEP> 71,1-82,2
<tb> 16 <SEP> 57,4 <SEP> 1,6 <SEP> 24,0 <SEP> 60,0-68,4
<tb> 18 <SEP> 54,6 <SEP> 2,0 <SEP> 25,4 <SEP> 54,4-62,8
<tb> 20 <SEP> 50,8 <SEP> 2,4 <SEP> 26,8 <SEP> 51,7-57,2
<tb> 22 <SEP> 47,1 <SEP> 2,9 <SEP> 28,0 <SEP> 48,9-57,2
<tb> 24 <SEP> 43,6 <SEP> 3,4 <SEP> 29,0 <SEP> 46,1-54,4
<tb> 26 <SEP> 40,2 <SEP> 4,
0 <SEP> 29,8 <SEP> 43,3-51,7
<tb> 28 <SEP> 36,7 <SEP> 4,7 <SEP> 30,6 <SEP> 40,6-48,9
<tb> 30 <SEP> 33,4 <SEP> 5,3 <SEP> 31,3 <SEP> 40,6-48,9 Aus der folgenden Tabelle ergibt sich, wie heisse bzw. kalte Asphaltbelagmassen gemäss der Erfindung hergestellt werden können, wenn man Asphalt mit einer Ausgangstemperatur von 148,9 C anwendet. Das Kork-Kautschuk-Gemisch enthält Flugasche und hat die gleiche Zusammensetzung wie das in der Tabelle I berücksichtizte Gemisch.
EMI0006.0005
<I>Tabelle <SEP> 11</I>
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<SEP> NP,</B> <SEP> >
<tb> 4 <SEP> 84,2 <SEP> 0,8 <SEP> 11,0 <SEP> 140,6-148,9 <SEP> 140-180
<tb> 6 <SEP> 81,8 <SEP> 1,2 <SEP> 11,0 <SEP> 135,0-143,3 <SEP> <B>150-200</B>
<tb> 8 <SEP> 77,0 <SEP> 1,5 <SEP> 13,5 <SEP> 121,1-132,2 <SEP> 170-220
<tb> 10 <SEP> 72,2 <SEP> 1,8 <SEP> 16,0 <SEP> 107,2-121,1 <SEP> 180-230
<tb> 12 <SEP> 67,9 <SEP> 2,1 <SEP> 18,0 <SEP> 98,9-107,2190-240
<tb> 14 <SEP> 64,2 <SEP> 2,3 <SEP> 19,5 <SEP> 90,6- <SEP> 98,9 <SEP> 200-250
<tb> 16 <SEP> 60,8 <SEP> 2,5 <SEP> 20,7 <SEP> 90,6- <SEP> 98,9 <SEP> 210-260
<tb> 18 <SEP> 57,5 <SEP> 2,7 <SEP> 21,8 <SEP> 82,2- <SEP> 90,6 <SEP> 220-280
<tb> 20 <SEP> 54,3 <SEP> 2,9 <SEP> 22,8 <SEP> 73,9- <SEP> 82,2 <SEP> 230-300
<tb> 22 <SEP> 51,0 <SEP> 3,3 <SEP> 23,7 <SEP> 65,6- <SEP> 73,9 <SEP> 230-300
<tb> 24 <SEP> 47,3 <SEP> 4,2 <SEP> 24,5 <SEP> 57,2- <SEP> 65,6 <SEP> 230-300
<tb> 26 <SEP> 43,7 <SEP> 5,2 <SEP> 25,
1 <SEP> 51,7- <SEP> 60,0 <SEP> 230-300
EMI0006.0006
28 <SEP> 40,1 <SEP> 6,3 <SEP> 25,6 <SEP> 48,9- <SEP> 57,2 <SEP> 230-300
<tb> 30 <SEP> 36,6 <SEP> 7,4 <SEP> 26,0 <SEP> 46,1- <SEP> 54,4 <SEP> 230-300
<tb> 32 <SEP> 33,2 <SEP> 8,5 <SEP> 26,3 <SEP> 43,3- <SEP> 50,6 <SEP> 230-300
<tb> 34 <SEP> 29,8 <SEP> 9,7 <SEP> 26,5 <SEP> 40,6- <SEP> 48,9 <SEP> 230-300
<tb> 36 <SEP> 26,3 <SEP> 10,9 <SEP> 26,8 <SEP> 40,6- <SEP> 48,9 <SEP> 230-300
<tb> 38 <SEP> 22,8 <SEP> 12,2 <SEP> 27,0 <SEP> 37,8- <SEP> 48,9 <SEP> 230-300 Im Hinblick auf die vorstehende Tabelle können die entstehenden Mischungen als heiss, halbheiss und kalt gekennzeichnet werden. Heisse Mischungen sind solche mit einer Temperatur über 98,9 C. Halbheisse Mischungen sind die von 98,9-61,1 C; bei den weite ren handelt es sich um kalte Gemische.
Nachstehend werden Beispiele zur Herstellung er- findungsgemässer Asphalt- und Teermischungen wie dergegeben. In diesen Beispielen haben Kork und Kau tschuk eine Teilchengrösse, die der Analyse A einer Kornzusammensetzung entspricht; die mineralischen Zuschlagsstoffe haben eine Korngrösse, die der Ana lyse C entspricht. Der Kautschuk ist in beiden Fällen der gleiche; er weist etwa 80 % Abfall Butadien-Styrol- kautschuk und 20 % Abfall Polysulfidkautschuk auf.
<I>Beispiel 1</I> Es wird ein Asphalt-Strassenbelag hergestellt, der folgende Zusammensetzung aufweist:
EMI0006.0013
Material <SEP> Gewichtsprozent
<tb> Kautschuk-Kork <SEP> 10
<tb> Mineralische <SEP> Zuschlagsstoffe
<tb> (Kies <SEP> und <SEP> gebrochene <SEP> Steine) <SEP> 72
<tb> Asphalt <SEP> (85-120 <SEP> Penetration <SEP> - <SEP> 16
<tb> Leuchtöl <SEP> (Kerosene) <SEP> 1,8
<tb> Schwerbenzin <SEP> (Naphta) <SEP> 0,2 Der Kork und der Kautschuk werden jeder für sich und nicht als ein Vorgemisch zugegeben. Das Verhält nis von Kautschuk zu Kork ist 82 % zu 18 %. Der Kautschuk, Kork, das Leuchtöl und Schwerbenzin haben vor der Verwendung in der Mischung alle eine Temperatur von 21,1 C.
Der Asphalt wird auf eine Temperat--r von etwa 176,7 C vorerwärmt.
Die Reihenfolge des Mischens ist so: Zunächst wird der Kautschuk und Kork den heissen Zuschlags stoffen zugesetzt und etwa 20 Sekunden gemischt. Dann werden der heisse Asphalt, das heisse Leuchtöl und Schwerbenzin gleichzeitig ohne Unterbrechung des Rührens der Mischung zugegeben. Das Rühren wird fortgesetzt, bis alle Teilchen gleichmässig verteilt und überzogen sind. Es sei darauf hingewiesen, dass im all gemeinen ein. Rühren während 11/2 Minuten ausrei chend ist, um eine gleichförmige Belagmischung zu er halten. In diesem Falle ergibt sich eine Temperatur der Mischung nach einem Mischen von 1 1/2 Minuten von etwa 110 C.
Der entstehende Penetrationswert beträgt etwa 210.
<I>Beispiel 2</I> Ein Teerbelagsgemisch wird aus folgenden Be standteilen herzestellt:
EMI0007.0001
Material <SEP> <U>G</U>ewichtsprozent
<tb> Kautschuk-Kork-Flugasche <SEP> 24
<tb> Mineralische <SEP> Zuschlagsstoffe <SEP> 43
<tb> Koksofenteer <SEP> (T-12) <SEP> 29
<tb> Toluol <SEP> 4 Der Kautschuk, Kork und die Flugasche werden in einem Verhältnis 20:4:1 als Vormischung hergestellt. Die Kautschuk- und Korkteilchen haben eine Grösse, wie in der oben angegebenen Analyse A der Kornzu sammensetzung angegeben.
Die Grösse der mineralischen Zuschlagsstoffe ent spricht der oben angegebenen Analyse C der Kornzu sammensetzung. Die Ausgangstemperaturen sind fol gende: Kautschuk-Kork-Flugasche 21,1 C; minera lische Zuschlagsstoffe 162,8 C; Teer 93,3 C; und Toluol 21,1 C.
Die aus Kautschuk, Kork und Flugasche beste hende Vormischung wird zunächst den mineralischen Zuschlagsstoffen zugegeben, während diese mit einer gleichbleibenden Geschwindigkeit bewegt werden. Etwa 20 Sekunden später werden der Teer und das Toluol gleichzeitig zugegeben. Das Mischen wird etwa 1/2-2 Minuten fortgesetzt, worauf das erhaltene Gemisch fer tig für die Verwendung ist. Die Temperatur des Gemi sches beläuft sich innerhalb 2 Minuten nach dem Zu setzen des Teeres auf etwa 46,1 C, so dass es also, wie oben angegeben, als ein kaltes Gemisch angesehen werden kann.
Die vorstehend .angegebenen zusammengesetzten Koksofenteergemische sind zäh und stabil bei warmen Temperaturen, geschmeidig und elastisch bei kalten Temperaturen. Solche Teergemische sind ferner wider standsfest gegenüber Brennöl, Düsenöl und Gasolin, so dass sie also ausgezeichnete Belagmassen für Flughä fen, Parkplätze, Tankstationen und dgl. darstellen.
Es wurde in der Praxis gefunden, dass für Asphalt bodenbeläge die besten Ergebnisse erzielt werden, wenn man folgende Zusammensetzungen berücksich tigt:
EMI0007.0013
Material <SEP> Gewichtsprozent
<tb> mind. <SEP> höchst.
<tb> Kork-Kautschuk <SEP> oder <SEP> Kork Kautschuk-Mineralien <SEP> als
<tb> Füllstoffe <SEP> 6 <SEP> 10
<tb> Mineralische <SEP> Zuschlagsstoffe <SEP> . <SEP> 75 <SEP> 82
<tb> Asphalt <SEP> und <SEP> Lösungsmittel <SEP> 12 <SEP> 15 Die Auslasstemperatur der Mischung sollte zwi schen 104,4 bis 137,8 C liegen.
Für Asphaltgemische, die als oberster Belag beson ders für Tennis-, Spielplätze und Rennbahnen geeignet sind, werden die besten Ergebnisse mit folgenden Zu sammensetzungen erzielt:
EMI0007.0016
Material <SEP> Gewichtsprozent
<tb> mind. <SEP> höchst.
<tb> Kautschuk-Kork <SEP> (oder <SEP> Kau tschuk-Kork-Füllstoffe) <SEP> 10 <SEP> 16
<tb> Mineralische <SEP> Zuschlagsstoffe <SEP> 60 <SEP> 72
<tb> Asphalt <SEP> 16 <SEP> 21
<tb> Asphalt-Kautschuk,
<tb> Lösungsmittel <SEP> 1,8 <SEP> 2,5 Es sei darauf hingewiesen, dass gemäss der Erfin dung bituminöse Mörtelgemische mit einem leichten spezifischen Gewicht hergestellt werden können, die halb so viel wie die üblichen bituminösen Mörtel wie gen. Die bekannten zur Herstellung von Strassenbelä gen dienenden bituminösen Mörtel, die z.
B. aus Asphalt oder Teer, Sand, Kies und/oder gebrochenen Steinen bestehen, wiegen durchschnittlich etwa 2400 kg/m3 bei maximaler Verdichtung. Gemäss vor liegender Erfindung ist es möglich, bituminöse Mörtel herzustellen, die lediglich 800 kg/ml wiegen.
In der folgenden Tabelle sind die verschiedenen Gewichte je Kubikmeter bei maximaler Verdichtung und der Gesamtgehalt der Mischung an Kautschuk- Kork-Flugasche-Zuschlagsstoffen und Teilchen wieder gegeben. Die Angaben beziehen sich auf gemäss Tabelle II zusammengesetzte Asphaltmischungen.
EMI0007.0024
<I>Tabelle <SEP> III</I>
<tb> /o <SEP> Kautschuk-Kork <SEP> kg/m3 <SEP> bei <SEP> maximaler
<tb> Verdichtung
<tb> 4 <SEP> 1920-2080
<tb> 6 <SEP> 1760-2000
<tb> 8 <SEP> 1680-1840
<tb> 10 <SEP> 1600-1760
<tb> 12 <SEP> 1520-1680
<tb> 14 <SEP> 1440-1600
<tb> 16 <SEP> 1356-1536
<tb> 18 <SEP> 1312-1472
<tb> 20 <SEP> 1249-1409
<tb> 22 <SEP> 1184-1344
<tb> 24 <SEP> 1120-1280
<tb> 26 <SEP> 1056-1216
<tb> 28 <SEP>
1008-1168
<tb> 30 <SEP> 960-1120
<tb> 32 <SEP> 912-1072
<tb> 34 <SEP> 880-1040
<tb> 36 <SEP> 848-1008
<tb> 38 <SEP> 816- <SEP> 976
<tb> 40 <SEP> 800- <SEP> 960 Die folgenden Eigenschaften von Kautschuk-Kork- Asphalt-Bindemitteln, die gemäss Beispiel 1 hergestellt sind, wurden auf Grund eingehender Versuche festge stellt: 1. Die Penetration ist annähernd die Hälfte der Penetration von Standard-Asphalt bei 25 C.
2. Während im allgemeinen die Standard-Asphalt- Bindemittel für eine Penetration bei 43,3 C zu weich sind, weist der Kautschuk-Kork-Asphalt-Binder bei 4-1,3-- C Penetrationen auf, die üblicherweise bei 25 C gefunden werden.
3. Bei 3,9 C hat das neue Bindungsmittel eine Penetration, die 1 1/2-2mal grösser als die üblicher Asphalt-Binder ist.
4. Die Geschmeidigkeit des neuen Asphalt-Binders ist 3-5mal so gross wie die der üblichen Asphalt-Bin- der bei 3,9 C.
5. Der Schmelzpunkt ist etwa 16,6 C grösser als der üblicher Asphalt-Binder.
6. Die Stabilität ist 4-10mal grösser als die üblicher Asphaltbinder, wenn man sie nach dem Standard Fliess-Text bestimmt.
7. Während die Standard-Asphalt-Binder verhält- nismässig keine Dehnungs- oder Kompressionselastizi tät aufweisen und keinen beachtenswerten Rückprall nach Stoss oder Belastung zeigen, sind Kork-Kau- tschuk-Asphaltmörtel stabil. elastisch und geben in be achtlichem Mass nach und weisen einen Rückprall un ter einer Belastung und Stoss bei so niedrigen Tempe raturen wie -12,2 C und bei so hohen Temperaturen wie 60' C auf.
B. Der Reibungskoeffizient von mit Kork-Kau- tschuk-Asphalt-Mörtel hergestellten Strassenbelägen ist annähernd zweimal so gross wie der von mit bekann ten Asphaltmörtel hergestellten Belägen, darüber hin aus ist der Reibungswinkel 11/,mal grösser.
9. Die nach Standard-Schlagversuchen ermittelte Stossfestigkeit bei Kork-Kautschuk-Asphalt-Mörtel ist 5-10mal grösser.
10. Wegen des hohen Gehaltes an bituminösen Binder, z. B. Asphalt und Kohlenwasserstoffölen, der gemäss der Erfindung zugelassen werden kann, und ferner wegen der verhältnismässig kleinen Grösse der Kautschuk- und Korkteilchen, ist es verhältnismässig einfach, Kork-Kautschuk-Asphalt-Gemische in einer kompakten Stärke von etwa 6-12 mm aufzubringen.
11. Kork-Kautschuk-Asphalt-Gemische erfordern keinen Verkehr, um lebend zu bleiben. Sie sind in folgedessen geradezu ideal für Flächen wie Mittelstrei fen, Gehwege, Dächer usw., die einen verhältnismässig kleinen Verkehr zu tragen haben.
Die in Beispiel 2 vorgeschlagenen Kautschuk- Kork-Teermörtel haben verbesserte Eigenschaften, die mit den vorstehend für Kautschuk-Kork-Asphalt- Mischungen dargelegten vergleichbar sind.