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CH479773A - Verfahren zur Herstellung einer bituminösen Belagmasse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer bituminösen Belagmasse

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Publication number
CH479773A
CH479773A CH353864A CH353864A CH479773A CH 479773 A CH479773 A CH 479773A CH 353864 A CH353864 A CH 353864A CH 353864 A CH353864 A CH 353864A CH 479773 A CH479773 A CH 479773A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
rubber
cork
weight
bituminous
Prior art date
Application number
CH353864A
Other languages
English (en)
Inventor
Wiseblood Nathan
Original Assignee
Pneu & Gummiverwertungs Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pneu & Gummiverwertungs Ag filed Critical Pneu & Gummiverwertungs Ag
Priority to CH353864A priority Critical patent/CH479773A/de
Publication of CH479773A publication Critical patent/CH479773A/de

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C7/00Coherent pavings made in situ
    • E01C7/08Coherent pavings made in situ made of road-metal and binders
    • E01C7/18Coherent pavings made in situ made of road-metal and binders of road-metal and bituminous binders
    • E01C7/26Coherent pavings made in situ made of road-metal and binders of road-metal and bituminous binders mixed with other materials, e.g. cement, rubber, leather, fibre
    • E01C7/265Coherent pavings made in situ made of road-metal and binders of road-metal and bituminous binders mixed with other materials, e.g. cement, rubber, leather, fibre with rubber or synthetic resin, e.g. with rubber aggregate, with synthetic resin binder
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04DROOF COVERINGS; SKY-LIGHTS; GUTTERS; ROOF-WORKING TOOLS
    • E04D7/00Roof covering exclusively consisting of sealing masses applied in situ; Gravelling of flat roofs

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  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Road Paving Structures (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description


      Verfahren        zur        Herstellung    einer     bituminösen        Belagmasse       Die     Erfindung        betrifft    ein Verfahren zur Herstel  lung einer bituminösen     Belagmasse,    insbesondere  Asphalt- bzw.     Teerbelagmasse.     



  Trotz des     wirtschaftlichen    Erfolges, den bituminö  ser     Gussmörtel    im Wettbewerb mit     Portland-Zement-          Gussmörtel    aufweist, hat jener doch gewisse Nachteile.  



  Der übliche bituminöse     Gussmörtel    ist wesentlich  schwerer als der übliche     Portland-Zement-Gussmörtel.     Aus diesem Grunde werden jene diesem nicht vorgezo  gen, wenn dem Gewicht eine besondere Bedeutung zu  kommt. Versuche, den Gewichtsunterschied auf einen  zu vernachlässigenden Wert durch die Anwendung von  leichten     Füllstofffen    zu     verringern,    haben sich deshalb  nicht als erfolgreich erwiesen, weil für beide Arten von       Gussmörtel    leichte     Füllstoffe    verwendet werden kön  nen.

   Ausserdem ist die bituminöse Masse im allgemei  nen nicht stabil oder sie lässt     hinsichtlich    der Festig  keit zu     wünschen    übrig, bzw. ist sie in einem     zu    star  ken     Masse    der Zerstörung durch Wasser,     Stoss,    Abrieb  oder chemische Reaktionen     unterworfen.     



  Es ist demnach ein wesentlicher Zweck vorliegen  der Erfindung, eine neue verbesserte bituminöse Belag  masse zu schaffen, die leicht und in hohem Masse       federnd    ist, eine hohe Festigkeit und     Stabilität        aufweist     und äusserst widerstandsfest gegenüber Stoss, Abrieb  und Wasser ist.  



  Ein anderer Nachteil der bekannten bituminösen       Gussmörtel    ist deren Anfälligkeit gegenüber Tempera  turschwankungen. Sie werden     verhältnismässig    weich  und     viskos    bei Temperaturen von etwa 38 bis 49  C  und mehr; sie werden hart und brüchig bei Temperatu  ren unterhalb 10  C Aus diesem Grunde neigt ein aus  einem bituminösen     Gussmörtel    bestehender Belag zur  Rissbildung und zum Zerfall durch Oxydation und  Witterungseinflüsse, wodurch dessen Lebensdauer ver  ringert wird. Versuche, diese Anfälligkeit zu verrin  gern, haben sich in der Vergangenheit nicht als erfolg  reich erwiesen.  



  Es ist demnach ein weiterer Zweck vorliegender  Erfindung, eine     solcltc        Belagmasse    vorzuschlagen, de-         ren    Anfälligkeit gegenüber Temperaturschwankungen  verringert ist, um dadurch die Lebensdauer des Belages  zu verlängern.  



  Ein weiterer Nachteil der bekannten bituminösen  Gussmörtel liegt in ihrer beschränkten Anwendbarkeit  zur Herstellung von Belägen für Flugzeugstartbahnen,  Abstellplätzen für Taxis, Vorplätzen von Tankstellen  und Parkflächen. Die beiden üblichen zur Herstellung  von     Beiagmischungen    verwendeten bituminösen Binder  sind Asphalt und Teer, von welchen zur Herstellung  von Belägen Asphalt an erster Stelle     verwendet    wird,  da er sich leichter mischen und anwenden lässt und  stabiler ist. Asphalt ist indessen gegenüber der chemi  schen Einwirkung von Brennöl, Düsenöl und Benzin  nicht widerstandsfähig.

   Infolgedessen werden die bitu  minösen Beläge für Flughäfen im allgemeinen haupt  sächlich aus Teer hergestellt, da dieser gegenüber  Brennöl,     Düsenöl    und Benzin beständig ist. Die Ver  wendung von Teer bringt     indes    einige Probleme mit  sich, welche die Herstellung von     Teerbelagmassen    in  den bekannten     Heissmischanlagen    erschweren  Für die Herstellung heisser Asphalt- und Teermi  schungen müssen die     mineralischen    Zuschlagstoffe, die  Teil     der    Belag masse sind, sorgfältig und völlig getrock  net und gesiebt werden.

   Bei den üblichen Mischanla  gen geschieht dies dadurch, dass die Zuschlagstoffe auf  mindestens etwa 120" C erhitzt werden müssen, aber  Teer kann leider mit diesen Zuschlagstoffen, wenn sie  noch heiss sind, nicht gemischt werden, da Teer bei  Temperaturen über     ewta    79,5-93,3  C  kocht , d. h.  Blasen wirft. Das  Kochen  des Teers verringert aber  dessen Festigkeit     uad    Haltbarkeit. Die vielen Brüche  bei den aus Teer bestehenden Flughafenbelägen sind  meistens unmittelbar     darauf    zurückzuführen, dass der  Teer und die mineralischen Zuschlagsstoffe bei einer  zu hohen Temperatur gemischt wurden, mit dem Er  gebnis, dass der Teer  gekocht  wurde. Wenn es auch  an sich möglich ist, das Ankohlen bzw.

    Kochen  des  Teers dadurch zu vermeiden, dass man die minera  lischen Zuschlagsstoffe auf eine annehmbare Tempera-           tur    abkühlen lässt, ist dies in der Praxis doch schwierig  zu überwachen, da die üblichen Apparate zur Herstel  lung bituminöser Mischungen von üblichen Verfahren  auf eine Massenproduktion verschiedener     asphaltischer     Standard-Mischungen abgestellt sind. Obwohl es ferner  möglich ist, Zuschlagstoffe bei einer niedrigeren Tem  peratur zu erhitzen und zu trocknen, wird diese Ver  fahrensweise aus Gründen der Einfachheit dem Ab  kühlenlassen der Aggregate vor dem Mischen nicht  vorgezogen.  



  Vorliegender Erfindung liegt infolgedessen die wei  tere Aufgabe     zugrunde,    eine bituminöse Mörtelmasse  zu bilden, die es gestattet, dass wahlweise heisse und  kalte Asphalt- und Teergemische ohne Abkühlen der  mineralischen     Zuschlagsstoffe    hergestellt werden kön  nen, die zum völligen Trocknen und Sieben erhitzt  worden sind, so dass infolgedessen heisse und kalte  Asphalt- oder Teergemische in der üblichen Anlage  hergestellt werden können.  



  Eine besondere Aufgabe vorliegender Erfindung  liegt in der Bildung einer bituminösen     Belagmasse,    die  als ein heisses oder kaltes Gemisch zusammengesetzt  und angewendet werden kann.  



  Abgesehen von dem Problem des     Verkohlens    ist  Teer deshalb ein     delik=ates    Bindemittel, weil es nicht  elastisch und     geschnaeidig    bei tiefen Temperaturen  bzw. nicht zäh und stabil in der Wärme ist.  



  Der Erfindung liegt infolgedessen die weitere Auf  gabe zugrunde, ein Teergemisch zu bilden, das bei lan  ger Lebensdauer als Belag für Flughäfen,     Parkflächen,     Tankstellen und dgl. geeignet ist, wobei der Belag zäh  und stabil in der Wärme und geschmeidig und elastisch  in der Kälte ist.  



  Eine weitere besondere Aufgabe vorliegender Er  findung liegt in der Bildung einer bituminöse Masse,  die in verhältnismässig dünner Schicht aufgetragen und  in einer Konsistenz hergestellt werden kann, dass sie  sich zur Erzielung einer Abdichtung in der Kälte ver  wenden lässt.  



  Weitere der Erfindung zugrunde liegende Aufgaben  und Vorteile ergeben sich aus der folgenden Einzelbe  schreibung.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man entweder zerkleinerten     Natur-          oder        Synthese-Kautschuk    in vulkanisiertem oder nicht       vulkanisiertem    Zustand, zerkleinerten Kork und min  destens auf 120  C erwärmte, grobkörnige mineralische  Zuschlagstoffe als Einzelkomponenten direkt miteinan  der mischt, worauf man dieser Mischung     einen    er  wärmten bituminösen Binder zumischt, oder dass man  vorerst ein     Vorgemisch    aus dem Kautschuk dem zer  kleinerten Kork und einem spezifisch leichten anorga  nischen     Füllstoff    herstellt,

   dieses mit den auf     mindestens          120     C     erwärmten    Zuschlagstoffen     mischt    und dieser       Mischung    den     erwärmten        bituminösen    Binder     zugibt,     wobei man einen Kautschuk einsetzt, der     zu    30-90 %  seines Gewichtes im bituminösen Binder löslich ist, und  dass man die Gewichtsverhältnisse der Stoffe so     wählt,     dass 3,5-18     Gew.-Teile    Kautschuk pro     Gew.    Teil Kork  vorhanden sind,

   und dass das     füllstoffhaltige        Vorgemisch     wie folgt zusammengesetzt ist:  70-90     Gew.-Teile    Kautschuk,  5-20     Gew.-Teile    Kork,  5-10     Gew.-Teile    Füllstoff  Das     Vorgemisch    weist z. B. granulierten Kautschuk  und vorzugsweise fein gesichteten Kork auf. Es ist    möglich, die     Vormischung    herzustellen und sie in     Säk-          ken    oder Behältern zu lagern.

   Die     Vormischung    muss  einen spezifisch leichte, d. h. voluminösen minera  lischen Füllstoff, wie Flugasche oder     Diatomeen-Erde     enthalten, um die Gefahr der spontanen Verhärtung  des Gemisches zu verringern.  



  Es ist bekannt, Kautschuk in den verschiedensten  physikalischen     Forcier.    mit     bituminösen    Materialien  zur Herstellung einer     Belagmasse    zu verwenden, die  für Strassen, Spiel-, Tennis- und Parkplätze und sogar  für Fussböden geeignet ist. Der Hauptvorteil, Kau  tschuk zu verwenden, liegt in dessen Biegsamkeit und  Elastizität. Infolgedessen ermüden Körper und Füsse  weniger, auch Abschürfungen werden verringert, und  darüber hinaus die Festigkeit des Belages gegen Schlag  und Stoss erhöht. Kautschuk hat indes einige uner  wünschte Eigenschaften, die seine Verwendung als     Be-          lagmasse,    wozu solche rechnen, die Kautschuk als  einen Bestandteil aufweisen, beschränken.

   Die Fehler  der Beläge     sind    meistens auf eine unzureichende  Menge     bituminösen    Binders zurückzuführen.     Kau-          tschul,    selbst lässt nicht zu, dass der Prozentgehalt an  bituminösem Binder in der     Belagmasse    wesentlich er  höht wird, ohne     dass    dadurch während der ersten  Jahre nach dem Aufbringen der     Belagmasse    die Gefahr  des     Ausblühens    und die sich daraus ergebende  Schlüpfrigkeit der Beläge auch erhöht wird.

   Ein ande  rer Nachteil des Kautschuks liegt in seiner Neigung zu  oxydieren, und wenn die Oxydation einen gewissen  Grad erreicht hat, verringert sich die Verträglichkeit  des Kautschuks mit dem Asphalt- bzw. Teerbinder.  Dadurch, wird der Belag brüchig, hart und verliert  seine Elastizität und Stossdämpfung. Der Belag wird in  demselben Sinne  trocken , wie ein Gemisch, das zu  wenig Asphalt oder Teer enthält.  



  Ein anderer Nachteil des Kautschuks liegt darin,  dass er keine verhältnismässig leichte bituminöse Mör  telmasse ergibt. Man hat aus diesem Grunde nach an  deren Stoffen gesucht, die an Stelle von Kautschuk  bituminösen     Belagmassen    einverleibt werden können,  um ein leichtes, elastisches Produkt zu erhalten, das  ein praktisch ins Gewicht fallendes Federungsvermö  gen aufweist. Kork ist ein solcher Stoff.  



  Granulierter Kork ist sehr voluminös, er hat eine  Dichte von etwa 64-192     g/1,        vergl.    z. B. mit granulier  tem Kautschuk, der eine Dichte von etwa 640-960 g/1  aufweist. Aus diesem Grunde ist Kork für spezifisch  leichte Gemische     erwünscht.    Kork hat auch ein     grösse-          res    Federungsvermögen und eine grössere Elastizität  als     granulierter    Kautschuk. Wegen des grösseren Fede  rungsvermögens und der grösseren Elastizität treten  weniger Hautabschürfungen und Fussblasen auf und  der Körper ermüdet nicht so leicht, wenn an Stelle von  Kautschuk Kork in bituminösen     Belagmassen    verwen  det wird.

   Ein weiterer Vorteil des Korkes liegt darin,  dass er eine grössere Menge bituminösen Binders ab  sorbiert bzw. mit diesem gemischt werden kann, ohne  dass die Gefahr des     Ausblühens    besteht oder eine zu   fette  Mischung entsteht. Um ein Beispiel zu geben: 1  Gewichtsteil     granulierter    und gesichteter Kork kann  3-4 Gewichtsteile flüssigen Asphalt absorbieren und  mit dieser Menge gemischt werden, ohne dass ein Aus  blühen zu befürchten ist oder eine  fette      Mischung     entsteht, während 1 Gewichtsteil     gramslierter    Kau  tschuk höchstens nur 0,2-0,4 Gewichtsteile reinen  Asphalt     aufnehmen    kann,

   wenn     rnan    ein  fettes  oder      unter der Einwirkung des Verkehrs ausblühendes     Be-          lagsgemisch    vermeiden will.  



  Aber auch Kork hat leider einige unerwünschte  Eigenschaften, die dann besonders hervortreten, wenn  Kork einem     bituminösen    Mörtel, einverleibt ist. Kork  ist ein organisches Material mit Teilchen oder Fasern,  die verhältnismässig schwach sind und deren Festigkeit  gegenüber Abnutzung wesentlich geringer als die von  Kautschuk ist. Hinzu kommt, dass Kork mit Asphalt  nicht verträglich ist. Ein bituminöser, lediglich Kork  enthaltender Belag ist unbeständig; er weist eine grosse  Neigung zum     Abfasern,    Abrieb und Verrotten auf,  wenn er nicht von Zeit zu Zeit mit kostspieligen ab  dichtenden     überzügen    versehen wird. Auch das Anset  zen bituminöser, lediglich Kork enthaltender Mörtel ist  nicht ohne Probleme.

   Es ist schwierig, Kork mit     heis-          sem    Asphalt als Bindemittel zu mischen, ohne dass in  dem Mischer eine Koagulation oder eine Zusammen  ballung eintritt. Ferner kann Kork nicht auf die für  heisse bituminöse Gemische erforderliche Temperatur,  ohne dass eine     Verkohlung    oder ein Anbrennen statt  findet, erhitzt werden.  



  Trotz dieser     wohlbekannten    unerwünschten Eigen  schaften von Kork und Kautschuk, wenn sie jeder für  sich als Bestandteile von bituminösen     Belagmassen     verwendet werden, haben wir gefunden, dass, wenn  eine bituminöse     Belagmischung    hergestellt wird, die  nicht lediglich Kautschuk oder Kork, sondern Kork  und     Katschuk    zugleich in Mengen und unter Bedingun  gen, die nachstehend noch beschrieben werden, ent  hält, diese unerwünschten Eigenschaften praktisch ver  mieden und die vorstehend angegebenen Aufgaben ge  löst werden.  



  Unter der Bezeichnung Kautschuk ist jedes synthe  tische oder natürliche     vulkanisierbare    Elastomer in  vulkanisiertem oder nichtvulkanisiertem Zustand zu  verstehen, und insbesondere folgende Stoffgruppen und  deren Glieder:  1.     Butadienkautschuk    einschliesslich  a.     Natriumbutandienkautschuk,     b.     Mischpolymerisate    aus     Butadien    und     Styrol     (z. B. Buna A),  c.     Mischpolymerisate    aus     Butadien    und     Acrylnitril     (z.

   B.     Methylkautschuk),     2.     Isoprenkautschuk    einschliesslich     Neopren,     3.     Haloprenkautschuk    einschliesslich     Polybrom-          opren,     4.     Mischpolymerisate    von     Olefinen    und kleinen  Mengen     Diolefinen,    einschliesslich des     Mischpolymeri-          sates    aus     1.sobuten    und     Isopren    (z.

   B.     Butylkautschuk),     5.     Polysulfidkautschuk,    einschliesslich der Misch  polymerisate aus     Natriumtetrasulfid    und     Äthylendichlo-          rid    (z. B.     Thiokol)    und  6.     natürlicher    Kautschuk.  



  Es ist wichtig für die Zwecke der Erfindung, diese  natürlichen und synthetischen Elastomere in zwei       Gruppen    zu teilen:  1. Diejenigen, die sich lösen in und vermischen mit  dem in Asphalt- und Teerbindemitteln vorliegenden       Verschnittölen    und Rückstandsölen, um ein kau  tschukartiges     Gummi-Bindemittel    zu bilden und  2. diejenigen, die gegenüber Petroleum, Kohlen  wasserstoffölen und aromatischen     Lösungsmitteln    be  ständig sind und sich deshalb nicht lösen     'ozw.    verbin  den.  



  Von dem im Handel in grossen Mengen und zu  konkurrenzfähigen Preisen     erhältlichen    Elastomeren    falten die meisten in die erste     Gruppe.    In die zweite  Gruppe fallen die folgenden Haupttypen:  a.     Mischpolymerisate    aus     Butadien    und     Acrylnitril,     b.     Mischpolymerisate    aus     Olefinen    und     Diolefinen,     c.     Polysulfidkautschuke    und  d.     Neopren.     



  Für die Zwecke der Erfindung verwendet man vor  zugsweise Elastomere aus beiden     Gruppen.    Sie werden  in das Gemisch formfester Teilchen eingeführt. Der  lösliche Kautschuk wirkt mit dem bituminösen Binder  unter Bildung eines gummiartigen Bindemittels zusam  men, das dazu beiträgt zu verhindern, dass das Binde  mittel, wenn es als Belag ausgelegt wird, hart und brü  chig in der Kälte bzw. weich und     flüssig    in der Wärme  bzw. in der Hitze wird. Der sich nicht lösende Kau  tschuk stellt tatsächlich einen Vorrat an einem elasti  schen Zuschlagstoff dar. Dieser Zuschlagsstoff ergibt  eine grosse Festigkeit gegenüber Schlag und Stoss und  er trägt gleichzeitig zur     Verlängerung    der Lebensdauer  des Belages bei.

   Das     gummi-    bzw. kautschukartige Bin  demittel, das sich aus dem Auflösen des Kautschuks in  den bituminösen bindenden Ölen ergibt, wirkt auch mit  den in der Mischung vorhandenen Korkteilchen zu  sammen. Der     Kautschuk-Bindemittel    haftet mit grosser  Festigkeit an den Korkteilchen, und ein Teil des Bin  demittels wird in den Poren des Korkes absorbiert,  wodurch ein gummiertes Korkaggregat, das praktisch  dauernd elastisch ist, entsteht. Die Folge davon ist,  dass die Korkteilchen mit den bituminösen Flüssigkei  ten praktisch verträglich sind und federnd bleiben,  selbst wenn der äussere bzw.     freiliegende    Kautschuk  infolge Oxydation brüchig und hart wird.

   Die imprä  gnierten Korkaggregate werden     ferner    dauerhaft und  fest untereinander mit den anliegenden Kautschukag  gregaten und auch mit den aus Stein bzw. Kiesel beste  henden Zuschlagsstoffen wie aber auch mit anderen in  der     Belagmasse    vorliegenden leichten mineralischen  Füllstoffen verbunden, wodurch der Belag gegenüber  allen üblicherweise auftretenden Temperatur- und Kli  maschwankungen äusserst widerstandsfest ist. Ein weite  rer Vorteil besteht darin, dass ein Verkohlen, Koagu  lieren oder Zusammenballen der Bestandteile des Bela  ges vermieden und das Mischen bei im wesentlichen  niedrigen Temperaturen, als sie bisher möglich waren,  durchgeführt werden kann.  



  Wie bereits angegeben, liegt ein Vorteil der Kork  teilchen darin, dass sie eine Erhöhung der in der     Be-          lagmasse    zulässigen Menge bituminösen Binders er  möglichen. Das ist wichtig, da dadurch die Lebens  dauer und Haltbarkeit des Belages verlängert und die  durch die Oxydation seiner bituminösen Bestandteile  eintretende Härtung des Belages ausgleichen. Bis jetzt  konnten vergleichbare Mengen flüssiger bituminöser  Binder nicht verwendet werden, da dies während der er  sten Jahre nach dem Verlegen des Belages zum Aus  bluten, Ausspülen und unzulässiger Schlüpfrigkeit  führte.

   Es können selbstverständlich auch andere Füll  stoffe verwendet werden, durch welche die Menge Bin  demittel in der Mischung erhöht werden kann, aber  solche Füllstoffe weisen nicht die     Elatizität    und Dämp  fung des Korkes auf. Trotzdem wird vorgezogen, in  dem     erfindungsgemässen        Belagsgemisch    ein feinverteil  tes, leichteres mineralisches Material, wie Flugasche,  Steinstaub,     Diatomeen-Erde,        Portland-Zement    bzw.       Schlackstaub,    einzuschliessen.

   Ausserdem verringert,       wie    bereits oben angegeben, der Zusatz eines leichten  mineralischen Füllstoffes zu einer Kautschuk-Korkvor-           mischung    die Gefahr einer spontanen Verbrennung.  Leichte mineralische Füllstoffe tragen auch dazu bei,  die verhältnismässig schwachen Korkteilchen zu schüt  zen, sodass deren Abnutzungsfestigkeit erhöht wird.  



  Für die Ausführung vorliegender Erfindung ist es  wichtig, dass mehrere Kriterien befolgt werden, wenn  man eine     Belagmasse    mit allen den vorgenannten  Eigenschaften erhalten will.  



  Zunächst ist es erforderlich, dass eine beachtliche  Menge, wenn auch nicht die gesamte, des Kautschuks,  die in das Gemisch eingearbeitet wird, eine Zusam  mensetzung hat, dass ein Auflösen und Verbinden mit  den Rückstands- bzw.     Verschnittölen    des bituminösen       Binders        vor        sich        geht.        Es        sind        30-90        %,        vorzugsweise     etwa 60      !o    des Gewichtes des     Kautschukes    solcher Art,  dass er sich auflöst und verbindet.  



  Es ist zweitens erforderlich, dass für jeden Ge  wichtsteil Kork 3,5-18 Gewichtsteile Kautschuk ver  wendet werden. Das bevorzugte Verhältnis ist annä  hernd 6,5:1.  



  Drittens, wenn der Kautschuk und Kork als eine       Vormischung    angewendet werden, dann schliesst die       Vormischung    auch einen feinen mineralischen Füll  stoff, wie Flugasche oder     Diatomeen-Erde,    mit dem  Kautschuk, Kork und leichtem mineralischen Füllstoff  ein, und zwar gemäss folgendem Rezept:

    70-90 Gewichtsteile Kautschuk,  5-20 Gewichtsteile Kork und  5-10 Gewichtsteile eines nicht entflammbaren  anorganischen Füllstoffes mit     niederer        Dichte.     Viertens, je nach der beabsichtigten Verwendung  der     Belagmasse    sollte die Gesamtmenge Kautschuk  und Kork, plus gegebenenfalls spezifisch leichter     mine-          ralischer        Füllstoff,

          nicht        weniger        als    5     %        und        nicht     mehr als 45     Gew-0/9    der fertigen     Belagmasse    ausma  chen.  



  Es können verschiedene Arten von Kautschuk für  die Durchführung der vorliegenden Erfindung verwen  det werden; Altgummi ist zu bevorzugen. Eine ausge  zeichnete Quelle von Altgummi sind alte     Automobil-          und    Lastkraftwagenreifen. Diese werden gemahlen  ohne jedes Bemühen, die     Kordelung    zu entfernen, aus  aenommen vielleicht in den Fällen, in denen die herzu  stellende Masse eine verhältnismässig flüssige Konsi  stenz haben soll, so dass man sie zum Zwecke des     Ver-          siegelns    als einen dünnen Deckanstrich verwenden  kann. Eine in Abfallreifen vorliegende Nylon- oder       Rayon-Kordelung        hindert    nicht die Ausführung der Er  findung.

   Andererseits scheinen hierauf nicht die gemäss  vorliegender Erfindung erzielten besseren Ergebnisse  zurückzuführen sein. Es ist selbstverständlich nicht er  forderlich, dass es sich bei dem Kautschuk um Abfall  handelt. Es kann auch neuer, natürlicher oder syntheti  scher Kautschuk verwendet werden, obwohl aus wirt  schaftlichen Gründen die Anwendung neuen Kau  tschuks nicht praktisch ist.     Entsprechenderweise    steht  zwar     vulkanisierter    Kautschuk ohne weiteres für die  vorliegende Erfindung zur Verfügung, es kann aber  auch     nicht    vulkanisierter Kautschuk verwendet werden.  Ungeachtet der chemischen Natur liegt der Kautschuk  für die Verwendung gemäss vorliegender Erfindung in  Form von Teilchen oder Aggregaten vor.

   Das     Vermah-          len    löslichen Kautschuks zu kleinen Teilchen erleich  tert die Bildung des oben angegebenen kautschukarti  gen Bindemittels, während das Vermahlen unlöslichen    Kautschuks eine Masse von Zuschlagsstoffen ergibt,  die homogen und gleichförmig in der     Belagsmischung     verteilt werden können.  



  Die Grösse der Kork- und Kautschukteilchen hängt  von der Art der herzustellenden     Belagmasse    ab. So  werden z. B. die Teilchen einer für eine Unterlage  einer Autobahn bestimmten Masse wesentlich grösser  sein als bei Massen, die für die Oberschicht einer  Autobahn oder als Oberschicht eines Spielplatzes,  Rennbahn oder eines Tennisplatzes bestimmt ist. In  entsprechender Weise wird die Teilchengrösse des     Kor-          kes    und Kautschuks wesentlich feiner, wenn die Masse  als Deckschicht zur Versiegelung für eine bereits beste  hende Pflasterung verwendet werden soll.

   Für eine     Un=          terschicht    werden     Kork-Kautschuk-Teilchen    bevorzugt,  die eine maximale Grösse von etwa 12,7 mm haben.  Für Oberschichten sollte die maximale Grösse der       Kork-Kautschuk-Teilchen    6,35-12,0 mm betragen. Für  der Versiegelung dienende Deckschichten sollten die       Kork-Kautschuk-Teilchen    alle durch ein     Nr.20    Stan  dardsieb gehen.  



  Eine geeignete Kornzusammensetzung von Kau  tschuk und Kork in einer     Belag-masse    ist folgende:  Analyse A einer     Kornzusammensetzung     
EMI0004.0056     
  
    U.S. <SEP> Standard- <SEP> Maschen- <SEP> Bodenlage <SEP> Oberlage
<tb>  siebe, <SEP> die <SEP> durch- <SEP> weite <SEP> mm <SEP> Gewichts- <SEP> Gewichts  fallen <SEP> werden <SEP> prozent <SEP> prozent
<tb>  mind. <SEP> höchst. <SEP> mind. <SEP> höchst.
<tb>  3/8" <SEP> 9,52 <SEP> 100 <SEP> - <SEP> 100 <SEP>   Nr. <SEP> 4 <SEP> 4,76 <SEP> 75 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP>   Nr.

   <SEP> 8 <SEP> 2,38 <SEP> 35 <SEP> 80 <SEP> 90 <SEP> 100
<tb>  Nr.16 <SEP> 1,19 <SEP> 25 <SEP> 50 <SEP> 50 <SEP> 80
<tb>  Nr.40 <SEP> 0,42 <SEP> 0 <SEP> 30 <SEP> 0 <SEP> 50       Eine geeignete Analyse einer     Kautschuk-Kork-          Kornzusammenstellung    für eine der Versiegelung die  nende Deckschicht oder für einen farbigen Belag ist  folgende:

    Analyse B     einer    Kornzusammensetzung  
EMI0004.0060     
  
    U.S. <SEP> Standard- <SEP> Maschen- <SEP> Gewichtsprozent
<tb>  siebe, <SEP> die <SEP> durch- <SEP> "geite <SEP> mm <SEP> mind. <SEP> höchst.
<tb>  fallen <SEP> werden
<tb>  Nr.20 <SEP> 0,84 <SEP> 100 <SEP>   Nr. <SEP> 40 <SEP> 0,42 <SEP> 70 <SEP> 100
<tb>  Nr.200 <SEP> 0,074 <SEP> 25 <SEP> 60       Die spezifisch leichten mineralischen Füllstoffe,  vorzugsweise Flugasche oder     Diatomeen-Erde,    haben  in der Regel eine kleinere Teilchengrösse als der Kau  tschuk und Kork; sie sind im allgemeinen klein genug,  um durch ein Sieb mit 0,074 mm Maschenweite durch  zufallen.  



  Die mineralischen Zuschlagsstoffe, z. B. Kies,  Stein, Schlacke und die handelsüblichen mineralischen      Zuschlagsstoffe mit leichtem spezifischem Gewicht, die  für     Belagmassen    als     Grundkörper,    zur Erhöhung der  Festigkeit, Verringerung der Abnutzung sowie zur Er  niedrigung der Kosten verwendet werden, sollen den  Standarderfordernissen genügen.

   Eine typische Analyse  einer Kornzusammenstellung mineralischer Zuschlags  stoffe ist folgende:  Analyse C     einer        Kornzusammensetzung     
EMI0005.0005     
  
    U.S. <SEP> Standard- <SEP> Maschen- <SEP> Bodenlage <SEP> Oberlage
<tb>  siebe, <SEP> die <SEP> durch- <SEP> weite <SEP> mm <SEP> Gewichts- <SEP> Gewichts  fallen <SEP> werden <SEP> prozent <SEP> prozent
<tb>  mind. <SEP> höchst. <SEP> mind. <SEP> höchst.
<tb>  1/2" <SEP> 12,7
<tb>  3/8" <SEP> 9,52 <SEP> <B>100</B>
<tb>  Nr. <SEP> 4 <SEP> 4,76 <SEP> 75 <SEP> 100 <SEP> 100
<tb>  Nr. <SEP> 8 <SEP> 2,38 <SEP> 50 <SEP> 80 <SEP> 95 <SEP> 100
<tb>  Nr. <SEP> 16 <SEP> 1,19 <SEP> 35 <SEP> 60 <SEP> 65 <SEP> 90
<tb>  Nr. <SEP> 40 <SEP> 0,42 <SEP> 20 <SEP> 40 <SEP> 30 <SEP> 50
<tb>  Nr.

   <SEP> 80 <SEP> 0,177 <SEP> 5 <SEP> 20 <SEP> 10 <SEP> 30
<tb>  Nr.200 <SEP> 0,074 <SEP> 1 <SEP> 5 <SEP> 2 <SEP> 8       Für Deckschichten sollen die mineralischen Zu  schlagsstoffe eine kleinere Grösse haben; vorzugsweise  fallen sie alle durch ein Standardsieb Nr. 4 (4,76 mm)  oder Nr. 8 (2,38 mm) durch. Im allgemeinen beläuft  sich das durchschnittliche spezifische Gewicht der für       Belagmassen    verwendeten mineralischen Zuschlagstoffe  auf etwa 1,5-3,0.  



  Als bituminöse     Bindemittel    wird für die     erfin-          dungsgemässen    Massen vorzugsweise Asphalt oder/und  Teer verwendet. Der Asphalt kann als     emulgierter     Asphalt, als mit Ölen verschnittener Asphalt, als natür  licher Asphalt oder als ein pulverförmiger Asphalt mit  einem Öllösungsmittel, wie Leuchtöl oder Brennöl, vor  liegen. Der Teer kann infolge     Erhitzens    in flüssiger  Form vorliegen oder er kann gestreckt und durch Zu  setzen flüchtiger     Leichtteeröle    flüssiger gemacht sein,  die Benzin, Naphthalin,     Toluol    und andere Kohlenwas  serstofföle enthalten, die auch etwas Kautschuk auflö  sen. Der Teer bzw.

   Asphalt weisen im allgemeinen ein  auf den Bereich von 0,8-1,4 eingestelltes spezifisches  Gewicht auf.  



  Bei der Durchführung des erfindungsgemässen Ver  fahrens können die verschiedenen Bestandteile inner  halb der folgenden Grenzen je nach der Art des ge  wünschten Produktes und der in Erwägung gezogenen  Verwendung zweckmässig geändert werden:  
EMI0005.0014     
  
    <U>Materialien <SEP> Gewichtsprozent</U>
<tb>  Kork-Kautschuk <SEP> oder <SEP> Kork  Kautschuk-mineralischer <SEP> Füllstoff <SEP> 5-45%
<tb>  mineralische <SEP> Zuschlagsstoffe <SEP> 23-84%
<tb>  bituminöser <SEP> Binder <SEP> einschl.
<tb>  Lösungsmittel <SEP> 11-35%       Innerhalb der vorstehend angegebenen Grenzen ist  es möglich, sowohl heisse als auch kalte Teermischun  gen zu erhalten, ohne dass ein Ankohlen in einer An  lage eintritt, in der sowohl heisse als auch kalte  Asphaltmischungen hergestellt werden, und zwar unge  achtet der Tatsache,

   dass die gesiebten mineralischen  Zuschlagsstoffe eine Temperatur von mindestens  120  C haben, wenn sie der Mischung zugesetzt wer  den. Für die Zwecke vorliegender Erfindung werden  als kalte Gemische solche angesehen, die eine Tempe  ratur von 45 C oder weniger haben.  



  Die Gefahr des     Verkohlens    des Teeres wird gemäss  vorliegender Erfindung durch den Kautschuk und  Kork, gegebenenfalls auch durch die leichten minera  lischen Füllstoffe überwunden. Der Kautschuk, der  Kork und die mineralischen Füllstoffe werden vor der  Verwendung nicht erhitzt. Infolgedessen absorbieren  sie schnell die Hitze aus den mineralischen Zuschlags  stoffen, wodurch die Temperatur des Gemisches ver  ringert wird. Da das Volumen im Kork und Kautschuk  je Gewichtseinheit wesentlich grösser als das der mine  ralischen Zuschlagsstoffe ist, haben sie besonders gutes  Aufnahmevermögen für die Wärme aus den Zuschlags  stoffen.

   In diesem Zusammenhang sei darauf hingewie  sen, dass das Volumen-Verhältnis je Gewichtseinheit       Kautschuk-Kork    zu mineralischen Zuschlagsstoffen  vorzugsweise etwa 6,5:1 beträgt. So ist z. B. in einer  Mischung, die etwa 12 0/0 Kork, Kautschuk und     mine-          ralische        Füllstoffe        und        70        %        mineralische        Zuschlags-          stoffe    aufweist, das Volumen der letzteren etwa gleich  dem Volumen der zuerst genannten Bestandteile.

   Da  etwa gleiche Volumina vorliegen, wird die entstehende  Temperatur etwa die Hälfte des Temperaturdifferentia  les zwischen diesen beiden Materialgruppen sein. Infol  gedessen wird trotz des     Erhitzens    der Zuschlagsstoffe  auf eine Temperatur von 120  C der Teer nicht ankoh  len, wenn die mineralischen Zuschlagsstoffe und der  Kork, Kautschuk und die mineralischen Füllstoffe zu  gegeben werden. Die letzteren Bestandteile absorbieren  ausreichend Wärme aus den schweren Zuschlagsstof  fen, so dass diese auf eine Temperatur, z. B. eine nied  rigere als etwa 93  C gebracht werden, bei der kein  Verkohlen eintritt.  



  Aus der folgenden Tabelle geht hervor, wie heisse  und kalte Teermischungen ohne Gefahr des     Verkoh-          lens        gemäss    vorliegender Erfindung trotz der Tatsache  anfallen, dass die mineralischen Zuschlagsstoffe eine  Temperatur von etwa 149  C haben, wenn sie der  Mischung zugesetzt werden.

   Die in der Tabelle berück  sichtigte     Kork-Kautschuk-Flugasche-Vormischung        ent-          hält        80        %        Abfallkautschuk,

          16        %        Kork        und    4     %        Flug-          asche.        Der        Abfallkautschuk        enthält        etwa        75        %        lös-          lichen        Butadien-Styrol-Kautschuk        und        etwa        25        %          Butylkautschuk.    Das 

  Lösungsmittel ist     Toluol;    bei dem  Teer handelt es sich um einen Standard-Teer zum Her  stellen von Strassendecken.    
EMI0006.0001     
  
    <I>Tabelle <SEP> 1</I>
<tb>   
<tb>  .CJ <SEP> m <SEP> @V
<tb>  <I>.2</I>
<tb>  _ <SEP> =- <SEP> V <SEP> U
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<tb>  8 <SEP> 74,3 <SEP> 0,7 <SEP> 17,0 <SEP> 82,2-93,3
<tb>  10 <SEP> 70,0 <SEP> 0,9 <SEP> 19,1 <SEP> 76,7-87,8
<tb>  12 <SEP> 66,0 <SEP> 1,1 <SEP> 20,9 <SEP> 71,1-82,2
<tb>  16 <SEP> 57,4 <SEP> 1,6 <SEP> 24,0 <SEP> 60,0-68,4
<tb>  18 <SEP> 54,6 <SEP> 2,0 <SEP> 25,4 <SEP> 54,4-62,8
<tb>  20 <SEP> 50,8 <SEP> 2,4 <SEP> 26,8 <SEP> 51,7-57,2
<tb>  22 <SEP> 47,1 <SEP> 2,9 <SEP> 28,0 <SEP> 48,9-57,2
<tb>  24 <SEP> 43,6 <SEP> 3,4 <SEP> 29,0 <SEP> 46,1-54,4
<tb>  26 <SEP> 40,2 <SEP> 4,

  0 <SEP> 29,8 <SEP> 43,3-51,7
<tb>  28 <SEP> 36,7 <SEP> 4,7 <SEP> 30,6 <SEP> 40,6-48,9
<tb>  30 <SEP> 33,4 <SEP> 5,3 <SEP> 31,3 <SEP> 40,6-48,9       Aus der folgenden Tabelle ergibt sich, wie heisse  bzw. kalte     Asphaltbelagmassen    gemäss der Erfindung  hergestellt werden können, wenn man Asphalt mit  einer Ausgangstemperatur von 148,9  C anwendet.  Das     Kork-Kautschuk-Gemisch    enthält Flugasche und  hat die gleiche Zusammensetzung wie das in der  Tabelle I     berücksichtizte    Gemisch.

    
EMI0006.0005     
  
    <I>Tabelle <SEP> 11</I>
<tb>  <B>w</B> <SEP> U
<tb>  U <SEP> . <SEP> @ö@U <SEP> o <SEP> y,o <SEP> b <SEP> 0 <SEP> @s
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   <SEP> NP,</B> <SEP> >
<tb>  4 <SEP> 84,2 <SEP> 0,8 <SEP> 11,0 <SEP> 140,6-148,9 <SEP> 140-180
<tb>  6 <SEP> 81,8 <SEP> 1,2 <SEP> 11,0 <SEP> 135,0-143,3 <SEP> <B>150-200</B>
<tb>  8 <SEP> 77,0 <SEP> 1,5 <SEP> 13,5 <SEP> 121,1-132,2 <SEP> 170-220
<tb>  10 <SEP> 72,2 <SEP> 1,8 <SEP> 16,0 <SEP> 107,2-121,1 <SEP> 180-230
<tb>  12 <SEP> 67,9 <SEP> 2,1 <SEP> 18,0 <SEP> 98,9-107,2190-240
<tb>  14 <SEP> 64,2 <SEP> 2,3 <SEP> 19,5 <SEP> 90,6- <SEP> 98,9 <SEP> 200-250
<tb>  16 <SEP> 60,8 <SEP> 2,5 <SEP> 20,7 <SEP> 90,6- <SEP> 98,9 <SEP> 210-260
<tb>  18 <SEP> 57,5 <SEP> 2,7 <SEP> 21,8 <SEP> 82,2- <SEP> 90,6 <SEP> 220-280
<tb>  20 <SEP> 54,3 <SEP> 2,9 <SEP> 22,8 <SEP> 73,9- <SEP> 82,2 <SEP> 230-300
<tb>  22 <SEP> 51,0 <SEP> 3,3 <SEP> 23,7 <SEP> 65,6- <SEP> 73,9 <SEP> 230-300
<tb>  24 <SEP> 47,3 <SEP> 4,2 <SEP> 24,5 <SEP> 57,2- <SEP> 65,6 <SEP> 230-300
<tb>  26 <SEP> 43,7 <SEP> 5,2 <SEP> 25,

  1 <SEP> 51,7- <SEP> 60,0 <SEP> 230-300     
EMI0006.0006     
  
    28 <SEP> 40,1 <SEP> 6,3 <SEP> 25,6 <SEP> 48,9- <SEP> 57,2 <SEP> 230-300
<tb>  30 <SEP> 36,6 <SEP> 7,4 <SEP> 26,0 <SEP> 46,1- <SEP> 54,4 <SEP> 230-300
<tb>  32 <SEP> 33,2 <SEP> 8,5 <SEP> 26,3 <SEP> 43,3- <SEP> 50,6 <SEP> 230-300
<tb>  34 <SEP> 29,8 <SEP> 9,7 <SEP> 26,5 <SEP> 40,6- <SEP> 48,9 <SEP> 230-300
<tb>  36 <SEP> 26,3 <SEP> 10,9 <SEP> 26,8 <SEP> 40,6- <SEP> 48,9 <SEP> 230-300
<tb>  38 <SEP> 22,8 <SEP> 12,2 <SEP> 27,0 <SEP> 37,8- <SEP> 48,9 <SEP> 230-300       Im Hinblick auf die vorstehende Tabelle können  die entstehenden Mischungen als heiss, halbheiss und  kalt gekennzeichnet werden. Heisse Mischungen sind  solche mit einer Temperatur über 98,9  C. Halbheisse  Mischungen sind die von 98,9-61,1  C; bei den weite  ren handelt es sich um kalte Gemische.  



  Nachstehend werden Beispiele zur Herstellung     er-          findungsgemässer    Asphalt- und Teermischungen wie  dergegeben. In diesen Beispielen haben Kork und Kau  tschuk eine Teilchengrösse, die der Analyse A einer  Kornzusammensetzung entspricht; die mineralischen  Zuschlagsstoffe haben eine Korngrösse, die der Ana  lyse C entspricht. Der Kautschuk ist in beiden Fällen  der gleiche; er weist etwa 80 % Abfall     Butadien-Styrol-          kautschuk    und 20 % Abfall     Polysulfidkautschuk    auf.  



  <I>Beispiel 1</I>  Es wird ein     Asphalt-Strassenbelag    hergestellt, der  folgende Zusammensetzung aufweist:  
EMI0006.0013     
  
    Material <SEP> Gewichtsprozent
<tb>  Kautschuk-Kork <SEP> 10
<tb>  Mineralische <SEP> Zuschlagsstoffe
<tb>  (Kies <SEP> und <SEP> gebrochene <SEP> Steine) <SEP> 72
<tb>  Asphalt <SEP> (85-120 <SEP> Penetration <SEP> - <SEP> 16
<tb>  Leuchtöl <SEP> (Kerosene) <SEP> 1,8
<tb>  Schwerbenzin <SEP> (Naphta) <SEP> 0,2       Der Kork und der Kautschuk werden jeder für sich  und nicht als ein     Vorgemisch    zugegeben. Das Verhält  nis von Kautschuk zu Kork ist 82 % zu 18 %. Der  Kautschuk, Kork, das Leuchtöl und Schwerbenzin  haben vor der Verwendung in der Mischung alle eine  Temperatur von 21,1  C.

   Der Asphalt wird auf eine       Temperat--r    von etwa 176,7  C     vorerwärmt.     



  Die Reihenfolge des     Mischens    ist so: Zunächst  wird der Kautschuk und Kork den heissen Zuschlags  stoffen zugesetzt und etwa 20 Sekunden gemischt.  Dann werden der heisse Asphalt, das heisse Leuchtöl  und Schwerbenzin gleichzeitig ohne Unterbrechung des       Rührens    der Mischung zugegeben. Das Rühren wird  fortgesetzt, bis alle Teilchen gleichmässig     verteilt    und  überzogen sind. Es sei darauf hingewiesen, dass im all  gemeinen     ein.    Rühren während 11/2 Minuten ausrei  chend ist, um eine gleichförmige     Belagmischung    zu er  halten. In diesem Falle ergibt sich eine Temperatur der  Mischung nach einem Mischen von 1     1/2    Minuten von  etwa 110  C.

   Der entstehende     Penetrationswert    beträgt  etwa 210.  



  <I>Beispiel 2</I>  Ein     Teerbelagsgemisch    wird aus folgenden Be  standteilen     herzestellt:       
EMI0007.0001     
  
    Material <SEP> <U>G</U>ewichtsprozent
<tb>  Kautschuk-Kork-Flugasche <SEP> 24
<tb>  Mineralische <SEP> Zuschlagsstoffe <SEP> 43
<tb>  Koksofenteer <SEP> (T-12) <SEP> 29
<tb>  Toluol <SEP> 4       Der Kautschuk, Kork und die Flugasche werden in  einem Verhältnis 20:4:1 als     Vormischung    hergestellt.  Die Kautschuk- und Korkteilchen haben eine Grösse,  wie in der oben angegebenen Analyse A der Kornzu  sammensetzung angegeben.  



  Die Grösse der mineralischen     Zuschlagsstoffe    ent  spricht der oben angegebenen Analyse C der Kornzu  sammensetzung. Die Ausgangstemperaturen sind fol  gende:     Kautschuk-Kork-Flugasche    21,1  C; minera  lische Zuschlagsstoffe 162,8  C; Teer 93,3  C; und       Toluol    21,1  C.  



  Die aus Kautschuk, Kork und Flugasche beste  hende     Vormischung    wird zunächst den mineralischen  Zuschlagsstoffen zugegeben, während diese mit einer  gleichbleibenden Geschwindigkeit bewegt werden. Etwa  20 Sekunden später werden der Teer und das     Toluol     gleichzeitig zugegeben. Das Mischen wird etwa     1/2-2     Minuten fortgesetzt, worauf das erhaltene Gemisch fer  tig für die Verwendung ist. Die Temperatur des Gemi  sches beläuft sich innerhalb 2 Minuten nach dem Zu  setzen des Teeres auf etwa 46,1  C, so dass es also,  wie oben angegeben, als ein kaltes Gemisch angesehen  werden kann.  



  Die vorstehend .angegebenen     zusammengesetzten          Koksofenteergemische    sind zäh und stabil bei warmen  Temperaturen, geschmeidig und elastisch bei kalten  Temperaturen. Solche Teergemische sind ferner wider  standsfest gegenüber Brennöl, Düsenöl und     Gasolin,    so  dass sie also ausgezeichnete     Belagmassen    für Flughä  fen, Parkplätze, Tankstationen und dgl. darstellen.  



  Es wurde in der Praxis gefunden, dass für Asphalt  bodenbeläge die besten Ergebnisse erzielt werden,  wenn man folgende Zusammensetzungen berücksich  tigt:  
EMI0007.0013     
  
    Material <SEP> Gewichtsprozent
<tb>  mind. <SEP> höchst.
<tb>  Kork-Kautschuk <SEP> oder <SEP> Kork  Kautschuk-Mineralien <SEP> als
<tb>  Füllstoffe <SEP> 6 <SEP> 10
<tb>  Mineralische <SEP> Zuschlagsstoffe <SEP> . <SEP> 75 <SEP> 82
<tb>  Asphalt <SEP> und <SEP> Lösungsmittel <SEP> 12 <SEP> 15       Die     Auslasstemperatur    der     Mischung    sollte zwi  schen 104,4  bis 137,8  C liegen.  



  Für Asphaltgemische, die als oberster Belag beson  ders für Tennis-, Spielplätze und Rennbahnen geeignet  sind, werden die besten Ergebnisse mit folgenden Zu  sammensetzungen erzielt:  
EMI0007.0016     
  
    Material <SEP> Gewichtsprozent
<tb>  mind. <SEP> höchst.
<tb>  Kautschuk-Kork <SEP> (oder <SEP> Kau  tschuk-Kork-Füllstoffe) <SEP> 10 <SEP> 16
<tb>  Mineralische <SEP> Zuschlagsstoffe <SEP> 60 <SEP> 72
<tb>  Asphalt <SEP> 16 <SEP> 21
<tb>  Asphalt-Kautschuk,
<tb>  Lösungsmittel <SEP> 1,8 <SEP> 2,5       Es sei darauf hingewiesen, dass gemäss der Erfin  dung bituminöse Mörtelgemische mit einem leichten  spezifischen Gewicht hergestellt werden können, die  halb so viel wie die üblichen bituminösen Mörtel wie  gen. Die bekannten zur Herstellung von Strassenbelä  gen dienenden bituminösen Mörtel, die z.

   B. aus  Asphalt oder Teer, Sand, Kies und/oder gebrochenen  Steinen bestehen, wiegen durchschnittlich     etwa     2400     kg/m3    bei maximaler Verdichtung. Gemäss vor  liegender Erfindung ist es möglich, bituminöse Mörtel  herzustellen, die lediglich 800     kg/ml    wiegen.  



  In der folgenden Tabelle sind die verschiedenen  Gewichte je Kubikmeter bei maximaler Verdichtung  und der Gesamtgehalt der Mischung an     Kautschuk-          Kork-Flugasche-Zuschlagsstoffen    und Teilchen wieder  gegeben. Die Angaben beziehen sich auf gemäss  Tabelle     II    zusammengesetzte     Asphaltmischungen.     
EMI0007.0024     
  
    <I>Tabelle <SEP> III</I>
<tb>   /o <SEP> Kautschuk-Kork <SEP> kg/m3 <SEP> bei <SEP> maximaler
<tb>  Verdichtung
<tb>  4 <SEP> 1920-2080
<tb>  6 <SEP> 1760-2000
<tb>  8 <SEP> 1680-1840
<tb>  10 <SEP> 1600-1760
<tb>  12 <SEP> 1520-1680
<tb>  14 <SEP> 1440-1600
<tb>  16 <SEP> 1356-1536
<tb>  18 <SEP> 1312-1472
<tb>  20 <SEP> 1249-1409
<tb>  22 <SEP> 1184-1344
<tb>  24 <SEP> 1120-1280
<tb>  26 <SEP> 1056-1216
<tb>  28 <SEP> 

  1008-1168
<tb>  30 <SEP> 960-1120
<tb>  32 <SEP> 912-1072
<tb>  34 <SEP> 880-1040
<tb>  36 <SEP> 848-1008
<tb>  38 <SEP> 816- <SEP> 976
<tb>  40 <SEP> 800- <SEP> 960       Die folgenden Eigenschaften von     Kautschuk-Kork-          Asphalt-Bindemitteln,    die gemäss Beispiel 1 hergestellt  sind, wurden auf Grund eingehender Versuche festge  stellt:  1. Die Penetration ist annähernd die Hälfte der  Penetration von Standard-Asphalt bei 25  C.  



  2. Während im allgemeinen die     Standard-Asphalt-          Bindemittel    für eine Penetration bei 43,3  C zu weich  sind, weist der     Kautschuk-Kork-Asphalt-Binder    bei           4-1,3--    C Penetrationen auf, die üblicherweise bei 25  C  gefunden werden.  



  3. Bei 3,9  C hat das neue Bindungsmittel eine  Penetration, die 1     1/2-2mal    grösser als die üblicher       Asphalt-Binder    ist.  



  4. Die Geschmeidigkeit des neuen     Asphalt-Binders     ist     3-5mal    so     gross    wie die der üblichen     Asphalt-Bin-          der    bei 3,9  C.  



  5. Der Schmelzpunkt ist etwa 16,6  C grösser als  der üblicher     Asphalt-Binder.     



  6. Die Stabilität ist     4-10mal        grösser    als die üblicher  Asphaltbinder, wenn man sie nach dem Standard  Fliess-Text bestimmt.  



  7. Während die     Standard-Asphalt-Binder        verhält-          nismässig    keine     Dehnungs-    oder Kompressionselastizi  tät aufweisen und keinen beachtenswerten Rückprall  nach Stoss oder Belastung zeigen, sind     Kork-Kau-          tschuk-Asphaltmörtel    stabil. elastisch und geben in be  achtlichem Mass nach und weisen einen Rückprall un  ter einer Belastung und Stoss bei so niedrigen Tempe  raturen wie -12,2  C und bei so hohen Temperaturen  wie 60' C auf.  



  B. Der Reibungskoeffizient von mit     Kork-Kau-          tschuk-Asphalt-Mörtel    hergestellten Strassenbelägen ist  annähernd zweimal so gross wie der von mit bekann  ten Asphaltmörtel hergestellten Belägen, darüber hin  aus ist der Reibungswinkel     11/,mal    grösser.  



  9. Die nach     Standard-Schlagversuchen    ermittelte  Stossfestigkeit bei     Kork-Kautschuk-Asphalt-Mörtel    ist       5-10mal    grösser.  



  10. Wegen des hohen Gehaltes an bituminösen  Binder, z. B. Asphalt und Kohlenwasserstoffölen, der  gemäss der Erfindung zugelassen werden kann, und  ferner wegen der verhältnismässig kleinen Grösse der  Kautschuk- und Korkteilchen, ist es verhältnismässig  einfach,     Kork-Kautschuk-Asphalt-Gemische    in einer  kompakten Stärke von etwa 6-12 mm aufzubringen.  



  11.     Kork-Kautschuk-Asphalt-Gemische    erfordern  keinen Verkehr, um  lebend  zu bleiben. Sie sind in  folgedessen geradezu ideal für Flächen wie Mittelstrei  fen, Gehwege, Dächer usw., die einen verhältnismässig  kleinen Verkehr zu tragen haben.  



  Die in Beispiel 2 vorgeschlagenen     Kautschuk-          Kork-Teermörtel    haben verbesserte Eigenschaften, die  mit den vorstehend für     Kautschuk-Kork-Asphalt-          Mischungen    dargelegten vergleichbar sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCHI Verfahren zur Herstellung einer bituminösen Be- lagmasse, dadurch gekennzeichnet, dass man entweder zerkleinerten Natur- oder Synthese-Kautschuk in vulka nisiertem oder nichtvulkanisiertem Zustand, zerkleiner ten Kork und mindestens auf 120 C erwärmt, grob körnige mineralische Zuschlagsstoffe als Einzelkompo nenten direkt miteinander mischt, worauf man dieser Mischung einen erwärmten bituminösen Binder zu mischt, oder dass man vorerst ein Vorgemisch aus dem Kautschuk, dem zerkleinerten Kork und einem spezi fisch leichten anorganischen Füllstoff herstellt,
    dieses mit den auf mindestens 120 C erwärmten Zuschlags stoffen mischt und dieser Mischung den erwärmten bituminösen Binder zugibt, wobei man einen Kau- tschuk einsetzt, der zu 30-90 % seines Gewichtes im bituminösen Binder löslich ist, und dass man die Ge wichtsverhältnisse der Stoffe so wählt, dass 3,5-18 Gew.-Teile Kautschuk pro Gew.-Teil Kork vorhanden sind,
    und dass das füllstoffhaltige Vorgemisch wie folgt zusammengesetzt ist: 70-90 Gew.-Teile Kautschuk, 5-20 Gew.-Teile Kork, 5-10 Gew: Teile Füllstoff. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man als bituminösen Binder Asphalt und/oder Teer verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zusam men mit dem bituminösen Binder ein mit diesem ver trägliches Öl oder ein anderes Verdünnungsmittel zu mischt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I und den Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Belagmasse mit (A) 5-45 Gew.-% Kork-Kautschuk- oder Kork-Kautschuk-Füllstoff-Gemisch, (B) 23-84 Gew.-% Zuschlagsstoffen und (C)
    11-35 Gew.-% Binder inkl. Verdünnungsmittel herstellt. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Volumenverhältnis der Kau tschuk-Kork-Mischung zu den Zuschlagsstoffen etwa 6,5:1 bei einem Gewichtsverhältnis von 1:1 beträgt. 5.
    Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass man eine Belagmasse herstellt, die aus etwa 12 0/ o der Komponente (A), 70 % der Kom- ponente (B)
    und 18 % der Komponente (C) besteht, in der das Volumen der Komponenten (A) und (B) etwa gleich ist. 6. Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der vorstehenden Unteransprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass man als Füllstoff Flugasche oder Diato- meenerde einsetzt.
    PATENTANSPRUCH II Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I her gestellte bituminöse Belagmasse. UNTERANSPRÜCHE 7. Belagmasse, hergestellt nach dem Verfahren ge- mäss Unteranspruch 3. B. Belagmasse, hergestellt nach dem Verfahren ge- mäss Unteranspruch 5.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2086226A1 (de) * 1970-04-21 1971-12-31 Skega Ab
FR2228894A1 (de) * 1973-05-10 1974-12-06 Screg
EP0049485A1 (de) * 1980-10-03 1982-04-14 Gebr. von der Wettern GmbH Belag, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung
FR2678306A1 (fr) * 1991-04-11 1992-12-31 Malibrera Raymond Systeme de protection circulable sur etancheite de toitures-terrasses et autres surfaces.

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