Verfahren zur Herstellung eignes mir Verminderung des Spritzens von Margarine geeigneten Proteins aus Sojabohnen Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines zur Verminderung des Spritzens von Margarine geeigneten Proteins aus Sojabohnen und die Anwendung des Verfahrens zur Herstellung von Margarine.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge kennzeichnet, dass Sojabohnen in zerkleinerter Form, z. B. in Flockenform, mit einem wasserunlöslichen nichtpolaren und einem polaren Lösungsmittel ex trahiert werden, das extrahierte Produkt von Lösungs- mittelresten befreit, danach mit verdünnter Säure ausgelaugt und wieder von der Säure befreit wird, wobei sämtliche Operationen so ausgeführt werden, dass im wesentlichen keine Denaturierung des Pro teins stattfindet. Deshalb wird die Behandlung mit verdünnter Säure vorzugsweise beim isoelektrischen Punkt des Proteins ausgeführt, d. h. bei einem pH- Wert von etwa 4,5-5,0.
Die Temperatur, wobei die sämtlichen Operationen ausgeführt werden, soll ver hältnismässig niedrig sein, und vorzugsweise 50 C nicht übersteigen. Die Flocken oder Plättchen, welche behandelt werden, sollen vorzugsweise nicht dicker als 0,3 mm sein.
Unter nichtpolaren Lösungsmitteln werden im vorliegenden Fall solche wasserunlöslichen Lösungs mittel verstanden, deren Siedepunkt unter 100 C liegt und deren Dielektrizitätskonstante kleiner als 10 ist, wie Pentan, Hexan, Heptan, Benzol, Methylenchlorid, Chloroform und Trichloräthylen, im allgemeinen ali- phatische, cycloaliphatische und aromatische Kohlen wasserstoffe, welche 5-7 Kohlenstoffatome enthalten.
Unter polaren Lösungsmitteln werden solche wasserlöslichen Lösungsmittel verstanden, deren Siedepunkt unter 100 C liegt und deren Di- elektrizitätskonstante höher als 15 ist, wie Methanol, Äthanol, Propanol, Isopropanol, deren Ester mit niedrigmolekularen Fettsäuren, wie Essigsäure und Propionsäure, und niedrigmoleku- lare Ketone, wie Aceton,
Methyläthylketon und Di- propylketon. Beide Lösungsmittel können entweder nacheinander oder aber auch zugleich angewendet werden, wobei in letzterem Fall azeotrope Gemische mit Aceton besonders vorteilhaft sind.
Die Säurebehandlung soll die wasserlöslichen Be standteile der Sojapräparate so vollständig wie mög lich entfernen. Die Behandlung wird vorzugsweise beim isoelektrischen Punkt entsprechend einem pH- Wert von 4,5-5 vorgenommen, so dass zwar die Struktur des Proteins gelockert wird, das Protein selbst aber im wesentlichen ungelöst bleibt. Für die erfindungsgemässe Behandlung eignen sich Mineral säuren, wie Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure und andere, sofern sie keine gesundheitsschädlichen Rückstände im Protein hinterlassen, und insbesondere auch organische Säuren, wie Ameisensäure, Essigsäure bzw.
Milchsäure, Weinsäure, Äpfelsäure, Citronen- säure und Bernsteinsäure. Des weiteren wird zweck mässig so vorgegangen, dass der Rückstand dieser Säurebehandlung filtriert wird und bei Temperaturen unterhalb 50 C im Vakuum getrocknet und vorzugs weise auf eine Kornfeinheit von weniger als 0,2 mm gemahlen wird. Der Rückstand kann aber auch in Form des feuchten Filterkuchens, gegebenenfalls nach einer Pasteurisierung oder nach Zusatz von Konservie rungsmitteln, als Antispritzmittel verwendet werden.
In letzterem Falle ist keine Trocknung nach der Säurebehandlung notwendig, und wird das Produkt vorzugsweise bis zur Verwendung durch Tiefkühl lagerung konserviert. Es hat sich herausgestellt, dass mit diesem Verfahren, wobei auf die Trocknung der Präparate nach der Säurebehandlung verzichtet wird, ein erheblicher Aktivitätsgewinn verbunden ist.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren können trockene Produkte hergestellt werden, welche unge fähr 0,7 % Phosphor und 75 % nur wenig denaturier tes Protein enthalten und welche von angenehmem, neutralem Geschmack sind.
Die neuen Nahrungsmittelzusätze sind besonders geeignet als Zusätze zu fetten Nahrungsmitteln, wel che aus Emulsionen von Wasser und Fett bestehen oder solche enthalten, wie beispielsweise Marga rine.
Margarine wird öfters zum Ausbraten angewen det. Dabei ist es erwünscht, dass die Margarine nicht spritzt und ein feinkörniges, leicht gebräuntes Sedi ment von angenehmem Duft bildet, das sich nicht in der Pfanne ansetzt. Es hat nicht an Versuchen gefehlt, bestimmte Ingredienzien, wie z. B. Mono- glycerid, Lecithin und Eigelb der Margarine zuzu setzen, damit obige erwünschte Eigenschaften erhalten werden sollten.
Von diesen Ingredienzien ist Eigelb weitaus überlegen, jedoch bakteriologisch sehr anfällig. Es wurde bereits vorgeschlagen, an Stelle oder in Ver bindung mit Eigelb andere eiweisshaltige Stoffe, wie Blutplasma, Milcheiweiss, Natriumcaseinat und ent fettetes Sojamehl zu verwenden. Diese Präparate vermögen zwar zum Teil die Margarine-Emulsion zu stabilisieren, verbessern aber das Bratbild der fertigen Margarine nur wenig.
Es wurde nun gefunden, dass man die Eigen schaften von Margarinemischungen erheblich ver bessern kann, wenn man bei ihrer Herstellung die er findungsgemäss hergestellten Proteinpräparate mit verwendet. Diese Präparate sind, wie besonders zu betonen ist, auch wirksam in Margarine, welche völlig oder teilweise entlüftet ist und nicht mehr als 5 Vol.% nichtgelöste Luft oder Gas enthält. Die Präparate werden der Margarine zugesetzt, in der Regel in Men gen von 0,1-2%, vorzugsweise von 1 %, auf das Ge wicht der Margarine berechnet, wobei man sie ent weder der Ölphase oder der Wasserphase beimischen kann.
Ein als Antispritzmittel geeignetes Protein wird nur dann gewonnen, wenn alle oben beschriebenen Verfahrensmerkmale eingehalten werden; wird nur eine einzige Stufe geändert, sinkt die Antispritz wirkung sogleich ganz erheblich. Im Versuch 1 wur den einige Vergleiche durchgeführt, welche dies dar legen.
Bei der Anwendung des erfindungsgemässen Ver fahrens zur Herstellung von Margarine mit verbesser ten Brateigenschaften können die mit einem nicht polaren und mit einem polaren Lösungsmittel behan delten Sojabohnenflocken oder -plättchen vor oder nach dem Zusatz zu Margarine mit verdünnter Säure behandelt werden.
Werden die Proteine der Wasser phase beigemischt, so ist es oft vorteilhaft, die Säure behandlung in der wässrigen Margarinephase vorzu nehmen, d. h., dass die mit einem nichtpolaren und mit einem polaren Lösungsmittel behandelten Sojabohnen- flocken vor der Säurebehandlung der wässrigen Mar- garinephase zugesetzt werden und erst dann die zur Erzielung eines pH-Wertes von etwa 4,5-5 erforder liche Säuremenge hinzugefügt wird.
<I>Beispiel I</I> 100 kg Sojaplättchen von etwa 0,2-0,3 mm Dicke und mit einem Wassergehalt von 11 Gew.% wurden in einem Durchlaufextraktor bei Zimmertemperatur so lange mit technischem Hexan extrahiert, bis die Mis- cella praktisch ölfrei war. Anschliessend wurde in gleicher Weise eine vollständige Extraktion mit tech nischem benzinvergälltem 96%igem Äthanol vor genommen, wobei insgesamt 1100 1 zur Anwendung gelangten.
Das extrahierte Gut wurde nun getrock net, dann grob zerkleinert, durch Windsichtung von den Schalen befreit und schliesslich auf eine Sieb feinheit weniger als DID 5,0 gemahlen. Das Mahl gut wurde in 1000 1 Wasser suspendiert und unter Umrühren mit so viel H2S04 versetzt, dass ein pH- Wert von 4,5 resultierte und die entstandene Mi schung noch 1/9 Stunde intensiv gerührt. Danach wurde filtriert, der Rückstand mit Aceton nachge waschen und bei Temperaturen nicht über<B>50'C</B> im Vakuum getrocknet.
Es fielen 70 kg eines gelblich-weissen Pulvers mit einem Proteingehalt von<B>76,6%</B> und einem Di- spersionsgrad in 1 Mol Kochsalzlösung von 36,7% an. <I>Beispiel 2</I> 100 kg Sojaplättchen wurden in einem Durch- laufextraktor bei Zimmertemperatur mit einer Mi schung von 55 Vol.% Aceton und 45 Vol.% tech nischem Hexan erschöpfend extrahiert.
Der erhaltene Rückstand wurde, wie in Beispiel 1 beschrieben, getrocknet, zerkleinert und mit ver dünnter H2S04 beim pH-Wert 4,5 ausgelaugt.
Es resultierten 72 kg eines weissen Pulvers mit einem Proteingehalt von 76,6 % und einem Disper- sionsgrad in 1 Mol Kochsalzlösung von 33,9 %. <I>Versuch 1:</I> Margarinemuster, welche je ein Gew.% eines Antispritzmittels, wie in der untenstehenden Tabelle I beschrieben, enthielten, wurden miteinander vergli chen.
Die Ölphase der Margarine hatte folgende Zusammensetzung:
EMI0002.0069
<B>25%</B> <SEP> Kottonöl
<tb> 40% <SEP> Cocosöl
<tb> <B>25%</B> <SEP> gehärtetes <SEP> Kottonöl,
<tb> Schmelzpunkt <SEP> 32-34 <SEP> C
<tb> 5 <SEP> % <SEP> Palmöl
<tb> 5 <SEP> % <SEP> gehärtetes <SEP> Palmöl,
<tb> Schmelzpunkt <SEP> 40-42 <SEP> C Die Antispritzmittel wurden der wässrigen Phase der Margarine während der Herstellung zugesetzt.
Von der fertigen Margarine wurde nach 24 stündi- gem Stehen das Spritzverhalten nach folgendem Ver fahren bestimmt: In eine auf 200 C geheizte Pfanne von etwa 180 mm Bodendurchmesser, der gegenüber im Ab stand von 200 mm ein Blatt Filtrierpapier ange ordnet ist, bringt man 50g Margarine und erhitzt so lange, bis das Verdampfen des Wassers aufgehört hat. Die verspritzten Fetteilchen werden vom Filtrierpapier zurückgehalten, auf dem sich mehr oder weniger zusammenhängende Fettflecken bilden.
Nach der Aus dehnung dieser Fettflecken wird nun das sogenannte Spritzbild beurteilt, und zwar mit folgenden Be wertungsziffern: 10 = ausgezeichnet 8 = gut 6 = genügend 4 = nichtgenügend 2 = sehr schlecht Die Margarine enthielt 50 g gesäuerte Milch, 2 g Monodiglycerid, 2 g Lecithin und 12 g Sojapräpara tes auf 1000g Fett, hatte einen Wassergehalt von 19,8 % und war praktisch luftfrei.
EMI0003.0010
<I>Tabelle <SEP> 1</I>
<tb> Proteingehalt <SEP> Spritzbild <SEP> der <SEP> Margarine
<tb> enthaltend
<tb> Nr. <SEP> Proteimorte <SEP> öl-Extraktionsmittel <SEP> Nachbehandlung <SEP> des <SEP> a) <SEP> in <SEP> Gegenwart <SEP> b) <SEP> in <SEP> Gegenwart
<tb> Präparates
<tb> T <SEP> von <SEP> 10 <SEP> Vol. <SEP> '/o <SEP> von <SEP> 0,5 <SEP> Vol.%
<tb> i. <SEP> . <SEP> Luft
<tb> 1. <SEP> Leerversuch <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 4 <SEP> 1
<tb> ohne <SEP> Eigelb
<tb> 2. <SEP> Leerversuch <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 6 <SEP> 4
<tb> mit <SEP> 5 <SEP> g <SEP> Eigelb
<tb> 3. <SEP> Sojamehl, <SEP> Petroläther <SEP> ;
- <SEP> Athanol <SEP> - <SEP> 60,3 <SEP> 8 <SEP> 5
<tb> nicht <SEP> denaturiert
<tb> 4. <SEP> <SEP> Petroläther <SEP> + <SEP> Aceton <SEP> - <SEP> 57,7 <SEP> 8 <SEP> 5
<tb> 5. <SEP> <SEP> Petroläther <SEP> -i- <SEP> Äthanol <SEP> mit <SEP> H2S04 <SEP> 75,2 <SEP> 10 <SEP> 10
<tb> 6. <SEP> <SEP> Petroläther <SEP> + <SEP> Aceton <SEP> mit <SEP> H2S04 <SEP> 75,7 <SEP> 10 <SEP> 10
<tb> 7. <SEP> Sojamehl, <SEP> Benzin <SEP> + <SEP> Alkohol <SEP> mit <SEP> H2S04 <SEP> 73,1 <SEP> 8 <SEP> 4
<tb> hitzedenaturiert
<tb> B. <SEP> Sojaprotein <SEP> Benzin <SEP> Isolierung <SEP> des <SEP> 95,0 <SEP> 6 <SEP> 6
<tb> Proteins <SEP> mit
<tb> NaOH+H2S04
<tb> 9.
<SEP> <SEP> Benzin <SEP> + <SEP> Alkohol <SEP> <SEP> 96,4 <SEP> 8 <SEP> 7 <I>Beispiel 3</I> 100 kg Sojaplättchen von etwa 0,2-0,3 mm Dicke und mit einem Wassergehalt von 11 GewA wurden in einem Durchlaufextraktor bei Zimmertemperatur so lange mit technischem Hexan extrahiert, bis die Miscella praktisch ölfrei war. Anschliessend wurde in gleicher Weise eine vollständge Extraktion mit technischem, benzinvergälltem, 96 % igem Äthanol vorgenommen.
Das extrahierte Gut wurde nun ge trocknet, dann grob zerkleinert, durch Windsichtung von den Schalen befreit und schliesslich auf eine Sieb feinheit weniger als DIN 50 gemahlen. Das Mahlgut wurde in 1000 1 Wasser suspendiert und unter Um rühren mit so viel einer 50 % igen wässrigen Lösung von Citronensäure versetzt, dass ein pH-Wert von 4,5 resultierte.
Die entstandene Mischung wurde noch 1 Stunde intensiv gerührt, danach filtriert und der Filtrationsrückstand bis zur Verwendung bei -15 C eingefroren. In analoger Weise wurden Präparate un ter Verwendung von verdünnter Schwefelsäure, ver dünnter Milchsäure und verdünnter Essigsäure herge stellt.
<I>Versuch 2:</I> Von all diesen nach Beispiel 3 hergestellten Pro dukten wurde die Antispritzwirkung, wie im Ver such 1 beschrieben, ermittelt (siehe Tabelle 11). Die Ölphase der Margarine hatte dieselbe Zusammen stellung wie im Versuch 1. Sie enthielt weiter 50 g gesäuerte Milch, 2 g Monodiglycerid, 2 g Lecithin und 2-12 g des Sojapräparates (auf Trockensubstanz berechnet) auf 1000, g Fett. Die fertige Margarine hatte<B>19,8%</B> Wasser und war praktisch luftfrei.
EMI0004.0001
<I>Tabelle <SEP> Il</I>
<tb> Nr. <SEP> Nachbehandlung <SEP> des <SEP> Antispritzwirkung <SEP> von <SEP> Margarine, <SEP> enthaltend
<tb> Sojapräparates <SEP> mit <SEP> b <SEP> Protein/1000 <SEP> g <SEP> Fett
<tb> 0 <SEP> 2 <SEP> 4 <SEP> 8 <SEP> 12
<tb> 1 <SEP> Schwefelsäure <SEP> 1 <SEP> 8 <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> 10
<tb> 2 <SEP> Citronensäure <SEP> 1 <SEP> 8 <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> 10
<tb> 3 <SEP> Milchsäure <SEP> 1 <SEP> 8 <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> 10
<tb> 4 <SEP> Essigsäure <SEP> 1 <SEP> 8 <SEP> 9 <SEP> 10 <SEP> 10
Method of Making Proprietary Protein from Soybeans Suitable for Reducing Margarine Splash This invention relates to a method for producing a protein suitable for reducing margarine splatter from soybeans and the use of the method for making margarine.
The inventive method is characterized in that soybeans in comminuted form, for. B. in flake form, with a water-insoluble non-polar and a polar solvent, the extracted product is freed from solvent residues, then leached with dilute acid and freed from the acid again, all operations being carried out so that essentially none Denaturation of the protein takes place. Therefore, the dilute acid treatment is preferably carried out at the isoelectric point of the protein; H. at a pH of about 4.5-5.0.
The temperature at which all operations are carried out should be relatively low and preferably not exceed 50.degree. The flakes or platelets which are treated should preferably not be thicker than 0.3 mm.
In the present case, non-polar solvents are understood to mean those water-insoluble solvents whose boiling point is below 100 ° C. and whose dielectric constant is less than 10, such as pentane, hexane, heptane, benzene, methylene chloride, chloroform and trichlorethylene, generally aliphatic, cycloaliphatic and aromatic hydrocarbons which contain 5-7 carbon atoms.
Polar solvents are those water-soluble solvents whose boiling point is below 100 ° C. and whose dielectric constant is higher than 15, such as methanol, ethanol, propanol, isopropanol, their esters with low molecular weight fatty acids such as acetic acid and propionic acid, and low molecular ketones , like acetone,
Methyl ethyl ketone and di-propyl ketone. Both solvents can be used either one after the other or at the same time, azeotropic mixtures with acetone being particularly advantageous in the latter case.
The acid treatment should remove the water-soluble components of the soy preparations as completely as possible, please include. The treatment is preferably carried out at the isoelectric point corresponding to a pH value of 4.5-5, so that although the structure of the protein is loosened, the protein itself remains essentially undissolved. Mineral acids such as hydrochloric acid, sulfuric acid, phosphoric acid and others are suitable for the treatment according to the invention, provided they do not leave any harmful residues in the protein, and in particular organic acids such as formic acid, acetic acid or
Lactic acid, tartaric acid, malic acid, citric acid and succinic acid. Furthermore, it is expedient to proceed in such a way that the residue from this acid treatment is filtered and dried in vacuo at temperatures below 50 ° C. and preferably ground to a grain size of less than 0.2 mm. The residue can, however, also be used as an anti-splash agent in the form of the moist filter cake, if appropriate after pasteurization or after the addition of preservatives.
In the latter case, no drying after the acid treatment is necessary and the product is preferably preserved by deep-freeze storage until it is used. It has been found that this method, which does not require drying of the preparations after the acid treatment, is associated with a considerable gain in activity.
According to the process according to the invention, dry products can be produced which contain approximately 0.7% phosphorus and 75% only a little denatured protein and which have a pleasant, neutral taste.
The new food additives are particularly suitable as additives to fatty foods, wel che consist of emulsions of water and fat or contain such, such as Marga rine.
Margarine is often used for frying. It is desirable that the margarine does not splash and that it forms a fine-grained, slightly browned sediment with a pleasant fragrance that does not settle in the pan. There has been no lack of attempts to find certain ingredients, such as. B. monoglyceride, lecithin and egg yolk add to margarine so that the above desired properties should be obtained.
Of these ingredients, egg yolk is far superior, but bacteriologically very susceptible. It has already been proposed to use other protein-containing substances such as blood plasma, milk protein, sodium caseinate and defatted soy flour instead of or in conjunction with egg yolk. These preparations are able to partially stabilize the margarine emulsion, but improve the frying appearance of the finished margarine only slightly.
It has now been found that the properties of margarine mixtures can be improved considerably if the protein preparations made according to the invention are used in their production. These preparations are, as should be emphasized, also effective in margarine which is completely or partially deaerated and does not contain more than 5% by volume of undissolved air or gas. The preparations are added to the margarine, usually in quantities of 0.1-2%, preferably 1%, based on the weight of the margarine, and they can be mixed either with the oil phase or the water phase.
A protein that is suitable as an anti-splash agent is obtained only if all the procedural features described above are observed; If only one level is changed, the anti-spray effect is immediately reduced considerably. In experiment 1, some comparisons were made which demonstrate this.
When using the process according to the invention for the production of margarine with improved frying properties, the soybean flakes or flakes treated with a non-polar and with a polar solvent can be treated with dilute acid before or after being added to margarine.
If the proteins are added to the water phase, it is often advantageous to carry out the acid treatment in the aqueous margarine phase, i. This means that the soybean flakes treated with a non-polar and with a polar solvent are added to the aqueous margarine phase before the acid treatment and only then is the amount of acid added to achieve a pH of about 4.5-5.
<I> Example I </I> 100 kg of soy flakes about 0.2-0.3 mm thick and with a water content of 11% by weight were extracted with technical grade hexane in a continuous extractor at room temperature until the miscella was practically oil-free. A complete extraction with technical gasoline denatured 96% ethanol was then made in the same way, a total of 1100 liters being used.
The extracted material was then dried, then roughly crushed, freed from the skins by air sifting and finally ground on a sieve with a fineness of less than DID 5.0. The meal was well suspended in 1000 l of water and, while stirring, so much H 2 SO 4 was added that a pH of 4.5 resulted and the resulting mixture was stirred intensively for a further 1/9 hour. It was then filtered, the residue was washed with acetone and dried in vacuo at temperatures not exceeding 50 ° C.
70 kg of a yellowish-white powder with a protein content of 76.6% and a degree of dispersion in 1 mol of saline solution of 36.7% were obtained. <I> Example 2 </I> 100 kg soy flakes were exhaustively extracted in a continuous extractor at room temperature with a mixture of 55% by volume acetone and 45% by volume technical hexane.
The residue obtained was, as described in Example 1, dried, comminuted and leached with dilute H2S04 at pH 4.5.
72 kg of a white powder with a protein content of 76.6% and a degree of dispersion in 1 mol of saline solution of 33.9% resulted. Experiment 1: Margarine samples, each containing one% by weight of an anti-splash agent as described in Table I below, were compared with one another.
The oil phase of the margarine had the following composition:
EMI0002.0069
<B> 25% </B> <SEP> Cotton oil
<tb> 40% <SEP> coconut oil
<tb> <B> 25% </B> <SEP> hydrogenated <SEP> cotton oil,
<tb> Melting point <SEP> 32-34 <SEP> C
<tb> 5 <SEP>% <SEP> palm oil
<tb> 5 <SEP>% <SEP> hardened <SEP> palm oil,
<tb> Melting point <SEP> 40-42 <SEP> C The anti-splash agents were added to the aqueous phase of the margarine during production.
After standing for 24 hours, the spray behavior of the finished margarine was determined by the following method: 50 g are placed in a pan heated to 200 ° C. with a bottom diameter of about 180 mm and a sheet of filter paper 200 mm opposite it Margarine and heat until the water has stopped evaporating. The sprayed fat particles are held back by the filter paper on which more or less coherent fat stains form.
After these grease stains have expanded, the so-called spray pattern is assessed with the following scores: 10 = excellent 8 = good 6 = sufficient 4 = insufficient 2 = very poor The margarine contained 50 g of acidified milk, 2 g of monodiglyceride, 2 g Lecithin and 12 g Sojapräpara tes on 1000g fat, had a water content of 19.8% and was practically free of air.
EMI0003.0010
<I> Table <SEP> 1 </I>
<tb> Protein content <SEP> spray pattern <SEP> of the <SEP> margarine
<tb> containing
<tb> No. <SEP> Protein type <SEP> oil extraction agent <SEP> Post-treatment <SEP> of <SEP> a) <SEP> in <SEP> presence <SEP> b) <SEP> in <SEP> presence
<tb> preparation
<tb> T <SEP> of <SEP> 10 <SEP> Vol. <SEP> '/ o <SEP> of <SEP> 0.5 <SEP> Vol.%
<tb> i. <SEP>. <SEP> air
<tb> 1st <SEP> Empty attempt <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 4 <SEP> 1
<tb> without <SEP> egg yolk
<tb> 2nd <SEP> Empty attempt <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 6 <SEP> 4
<tb> with <SEP> 5 <SEP> g <SEP> egg yolk
<tb> 3. <SEP> soy flour, <SEP> petroleum ether <SEP>;
- <SEP> Ethanol <SEP> - <SEP> 60.3 <SEP> 8 <SEP> 5
<tb> not <SEP> denatured
<tb> 4. <SEP> <SEP> petroleum ether <SEP> + <SEP> acetone <SEP> - <SEP> 57.7 <SEP> 8 <SEP> 5
<tb> 5. <SEP> <SEP> Petroleum ether <SEP> -i- <SEP> Ethanol <SEP> with <SEP> H2S04 <SEP> 75.2 <SEP> 10 <SEP> 10
<tb> 6. <SEP> <SEP> petroleum ether <SEP> + <SEP> acetone <SEP> with <SEP> H2S04 <SEP> 75.7 <SEP> 10 <SEP> 10
<tb> 7. <SEP> soy flour, <SEP> gasoline <SEP> + <SEP> alcohol <SEP> with <SEP> H2S04 <SEP> 73.1 <SEP> 8 <SEP> 4
<tb> heat denatured
<tb> B. <SEP> soy protein <SEP> gasoline <SEP> insulation <SEP> of <SEP> 95.0 <SEP> 6 <SEP> 6
<tb> Proteins <SEP> with
<tb> NaOH + H2S04
<tb> 9.
<SEP> <SEP> Petrol <SEP> + <SEP> Alcohol <SEP> <SEP> 96.4 <SEP> 8 <SEP> 7 <I> Example 3 </I> 100 kg soy flakes of about 0.2- 0.3 mm thick and with a water content of 11% by weight were extracted with technical grade hexane in a continuous extractor at room temperature until the miscella was practically oil-free. A complete extraction was then carried out in the same way with technical grade, gasoline denatured, 96% ethanol.
The extracted material was then dried, then roughly comminuted, freed from the skins by air sifting and finally ground on a sieve with a fineness of less than DIN 50. The millbase was suspended in 1000 l of water and, while stirring, enough of a 50% strength aqueous solution of citric acid was added to give a pH of 4.5.
The resulting mixture was stirred vigorously for a further hour, then filtered and the filtration residue was frozen at -15 ° C. until it was used. Preparations were prepared in an analogous manner using dilute sulfuric acid, dilute lactic acid and dilute acetic acid.
Experiment 2: The anti-splash effect of all of these products prepared according to Example 3 was determined as described in Experiment 1 (see Table 11). The oil phase of the margarine had the same composition as in Experiment 1. It also contained 50 g of acidified milk, 2 g of monodiglyceride, 2 g of lecithin and 2-12 g of the soy preparation (calculated on dry matter) per 1000 g of fat. The finished margarine had <B> 19.8% </B> water and was practically free of air.
EMI0004.0001
<I> Table <SEP> Il </I>
<tb> No. <SEP> Post-treatment <SEP> of the <SEP> Anti-splash effect <SEP> of <SEP> margarine, containing <SEP>
<tb> Soy preparation <SEP> with <SEP> b <SEP> protein / 1000 <SEP> g <SEP> fat
<tb> 0 <SEP> 2 <SEP> 4 <SEP> 8 <SEP> 12
<tb> 1 <SEP> sulfuric acid <SEP> 1 <SEP> 8 <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> 10
<tb> 2 <SEP> Citric Acid <SEP> 1 <SEP> 8 <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> 10
<tb> 3 <SEP> lactic acid <SEP> 1 <SEP> 8 <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> 10
<tb> 4 <SEP> acetic acid <SEP> 1 <SEP> 8 <SEP> 9 <SEP> 10 <SEP> 10