CH378975A - Elektronische Steuervorrichtung - Google Patents
Elektronische SteuervorrichtungInfo
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- H03K—PULSE TECHNIQUE
- H03K17/00—Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking
- H03K17/51—Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking characterised by the components used
- H03K17/52—Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking characterised by the components used by the use, as active elements, of gas-filled tubes
-
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Description
Elektronische Steuervorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine elektronische Steuervorrichtung, bei welcher abhängig von einem elektrischen Steuerimpuls eine Starkstromleistung ge schaltet wird. Dies ist beispielsweise bei elektroni schen Walzwerksteuerungen erforderlich: Ein Tast- kopf mit einer Wärmezelle (PbS-Zelle) liefert beim Vorbeigehen des Walzgutes einen elektrischen Im- puls. Von. diesem Impuls wird eine Weiche oder eine Schere gesteuert. Man hat derartige Steuerungen mit Schützen aus- geführt, durch welche die erforderlichen Starkstrom- leistungen: geschaltet werden. Die Schütze haben aber eine erhebliche Ansprechverzögerung, die zudem nicht hinreichend genau definiert ist. Bei Hinterein anderschaltung von mehreren Schützen summieren sich die Ansprechfehler. Dadurch sind die üblichen Schützensteuerungen für viele Zwecke unibrauchbar, insbesondere auch für die Steuerung von Walzwer- ken, in denen das Walzgut mit hohler Geschwindig keit durchläuft. Man hat bereits elektronische Steuervorrichtungen vorgesehen, bei denen durch einen elektrischen Steuerimpuls ein. Thyratron zur Schaltung einer Stark stromleitung .gezündet wird. Bei den bekannten An ordnungen wurde das Thyrattron ritt Gleichstrom ge speist rund von dem Steuerimpuls direkt gezündet. Das ist in manchen Fällen nachteilig und erschwert die Regelung der geschalteten Leistung. Es sind Schaltungsanordungen bekannt, bei denen die Thyratrone an einer Wechselspannung lie gen und zugleich als Gleichrichter wirken. Für die vorliegenden Zwecke, wo es darauf ankommt, eine Leistung von einem Impuls trägheitslos, also ohne umdefinierte Verzögerung, zu schalten, ist einte solche Anordnung nicht ohne weiteres brauchbar. Das Thyra- tron zündet nur, wenn steine Anodenspannung im Augenblick des Zündimpulses positiv ist, so dass eine trägheitsfreie Zündung nicht gewährleistet ist. Erfindungsgemäss wird vorgesehen, dass zur träg heitslosen Schaltung einer Starkstromleistung wenig stens drei Thyratrone in den drei: Phasen eines Dreh Stromes liegen und eine an den Steuergittern der Thyratrone liegende Spernspannung durch einen von einem elektrischen Steuerimpuls zum Ansprechen zum Ansprechen bringbaren elektronischen Schalter abschaltbar ist. Zur Schaltung der Leistung dient somit nicht der Steuerimpuls .selbst, der zum Beispiel von einer Blei- sulfIdzelle geliefert wird. Dies geschieht vielmehr mittels eines Hilfssteuerkreises, der durch den Steuer impuls elektronisch und daher trägheitslos umge schaltet wird und dann die Sperrspannung am Gitter der Thyratrone entfernt. Dann werden die Thyratrone leitend, sobald die .anliegende Wechselspannung .ihre positive Halbwelle hart, und wirken so als einfache Gleichrichter. Mit reinem einzigen Thyratron und einem. ein fachen Wechselstrom würde man die angestrebte träg heitslose Schaltmöglichkeit noch nicht erreichen, weil der Steuerimpuls je auch zu einem Zeitpunkt erscheinen könnte, zu dem die Speisespannung des Thyratrons noch negativ risst. Dann. fiele zwar die Sperrspannung am Gitter des Thyratrons weg; das Thyratron würde aber noch keinen Strom führen, bis seine Anodenspannung wieder positiv wird. Das ergäbe eine umdefinierte Ansprechverzögerung Ibis zu 10 Millisekunden. Bei einer heute bei elektrisch ge steuerten Wälzwerken durchaus üblichen Walzgut- geschwindigkeit vorn, 50 m/sec entspräche das einem Walzgutvomschub von; einem halben Meter. Wenn aber erfindungsgemäss drei entsprechend gesteuerte Thyratrone mit den drei Phasen reines Dwehsitromes liegen, können; Verzögerungen der geschilderten Art nicht auftreten, weilbei Drehstrom in jedem Augen- blick stets wenigstens eine Phase positiv ist. Bei Ver wendung von Drehstrom ergibt sich also trotz dies Wechselstromcharakters ein träghetsloses Einschal ten der zu schaltenden Leistung. Drehstrom ist in den Fabriken stets verfügbar, und man braucht nicht einen Hochleistungsgleichstrom zu erzeugen. Ausser dem ergibt? sich der Vorteil, dass die Leistung auf drei Thyratrone verteilt werden kann, so dass man relativ handliche Thyratrone geringerer Leistung verwenden kann. Der elektronische Schalter kann aus einem gleich- stromgespeisiten Hilfsthyratron bestehen, das durch den Steuerimpuls, gezündet wird. Um das Hilfs- thyratron zu speisen, ist keine Starkstromquelle er forderlich, da die Gleichspannung nur zur Steuerung des Starkstromthyratrons dient. Statt eines Hilfsthyratrons können natürlich auch gegebenenfalls andere elektronische Schalter, z. B. eine Flip-Flop-Schaltung, vorgesehen werden. Es kann an dem Gitter des oder der Starkstrom- Thyratrone zusätzlich eine Wechselspannung zur Re gelung der geschalteten Leistung anliegen. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Abbildung .schematisch dargestellt und im folgenden beschrieben: Ein Tastkopf mit .einer Bleisulfidzelle ,liefert beim Durchgang glühenden Walzgutes. einen Impuls 2, der in einem Verstärker 3 verstärkt und in einem elek tronischen Zeitrelais 4 in vorbestimmter Weise ver zögert wird. Der verzögerte Impuls. 5 gelangt auf das Gitter eines Thyratrons 6 (Hilfsthyratron), das von einer Gleichspannung U gespeist wird. In Reihe .mit dem Thyratron 6 liegt ein Schalter 7 zum Einschal ten der Anlage und ein Kathodenwiderstand B. Die Kathode des Thyratrons 6 liegt am Gitter eines: Stark- s;trombhyratrons 9, das von einer Phase :eines Dreh stromes gespeist wird. Solange das Thyratron . 6 noch nicht gezündet hat, also .einen sehr hohen Widerstand darstellt, liegt am Gitter des Thyratrons 9 die vo'l'le negative Gleichspannung U. Das Thyratron 9 ist ge sperrt. Wird das Thyratron 6 durch den Impuls. 5 gezündet, so dass an diesem praktisch die volle Span nung U abfällt; während die Spannung am Thyratron 6 zusammenbricht. Das Gitter dies Thyratrons 9 wird dadurch positiv und das Thyratron 9 zündet. Es wirkt dann als : Gleichrichter. Der am Gitter des Thyratrons 9 anliegenden Spannung wird über einen Transformator 10 eine Wechselspannung über lagert, mittels derer durch Phasenschnitt in bekann ter Weise die durch das Thyratron 9 geschaltete Lei stung geregelt werden kann. Von den übrigen Phasen des Drehstromes wer den ebenfalls. Thyratrone 9', 9" gespeist, die in ent sprechender Weise gezündet und .geregelt werden. Der erhaltene Gleichstrom (+, - rechts in der Fi gur) kann beispielsweise eine Magnetkupplung für eine auf das Walzgut einwirkende Schere .erregen. Die beschriebene Steuervorrichtung arbeitet rein :elektronisch, ohne jegliche mechanische Kontakte, also vollständig trägheitslos, so dass sie zur Steue rung von extrem schnellen Vorgängen, insbesondere bei hohen Walzgutgeschwindigkeiten, anwendbar ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Elektronische Steuervorrichtung vermittels, Thyra- trone, bei, welcher die Thyratrone :an einer Wech selspannung liegen und zugleich als Gleichrichter wirken, dadurch- gekennzeichnet, dass zur trägheits losen Schaltung einer Starkstromleistung wenigstens drei Thyratrone (9-9") in den drei Phasen eines Drehstromes liegen und eine an den Steuergittern der Thyratrone :liegende Sperrspannung durch einen von einem elektrischen Steuerimpuls zum Anspre chen bringbaren elektronischen Schalter (6') abschalt bar ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Steuervorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der elektronische Schal ter aus einem gleichstromgespeisten Hilfsthyratron besteht, das durch den Steuerimpuls gezündet wird.2. Steuervorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Starkstromleistung von drei Thyraibronen, geschalit!et wird, die j e von einer der drei Phasen eines Drehstromes gespeist werden. 3.Steuervorrichtung nach Patentanspruch:, da durch :gekennzeichnet, dass an dem Gitter der Stark- sitromthyratrone zusätzlich Beine Wechselspannung zur Regelung der .geschalteten Leistung anliegt. 4. Steuervorrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass der Steuerimpuls durch ein elektronisches Zeitrelais (4') verzögert ist.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEP21532A DE1195808B (de) | 1958-10-16 | 1958-10-16 | Anordnung zum traegheitslosen Schalten einer elektrischen Leistung |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
CH378975A true CH378975A (de) | 1964-06-30 |
Family
ID=7368303
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
CH7944459A CH378975A (de) | 1958-10-16 | 1959-10-14 | Elektronische Steuervorrichtung |
Country Status (2)
Country | Link |
---|---|
CH (1) | CH378975A (de) |
DE (1) | DE1195808B (de) |
Family Cites Families (7)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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FR848284A (fr) * | 1938-06-29 | 1939-10-26 | Materiel Telephonique | Systèmes de transmission d'ondes électro-magnétiques à fréquence très élevée |
DE953629C (de) * | 1942-08-21 | 1956-12-06 | Siemens Ag | Schaltroehre fuer hohe Leistungen |
DE924999C (de) * | 1950-11-30 | 1955-03-10 | Siemens Ag | Schaltroehre |
DE945274C (de) * | 1952-04-04 | 1956-07-05 | Siemens Ag | Schaltroehre |
DE1024143B (de) * | 1954-04-30 | 1958-02-13 | Siemens Ag | Anordnung zum Abschalten eines Gleichstromkreises |
DE1000491B (de) * | 1955-04-02 | 1957-01-10 | Georg C K Withof G M B H | Elektronische Schalteinrichtung, bei der durch stetige AEnderung der Steuerspannung unstetige Schaltvorgaenge ausgeloest werden |
DE1037033B (de) * | 1957-08-09 | 1958-08-21 | Siemens Reiniger Werke Ag | Roentgendiagnostikapparat |
-
1958
- 1958-10-16 DE DEP21532A patent/DE1195808B/de active Pending
-
1959
- 1959-10-14 CH CH7944459A patent/CH378975A/de unknown
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
DE1195808B (de) | 1965-07-01 |
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