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CH372523A - Wasservertreibende Flüssigkeit, Verfahren zu deren Herstellung sowie deren Verwendung - Google Patents

Wasservertreibende Flüssigkeit, Verfahren zu deren Herstellung sowie deren Verwendung

Info

Publication number
CH372523A
CH372523A CH5759058A CH5759058A CH372523A CH 372523 A CH372523 A CH 372523A CH 5759058 A CH5759058 A CH 5759058A CH 5759058 A CH5759058 A CH 5759058A CH 372523 A CH372523 A CH 372523A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
water
liquid
hydrocarbon
liquid according
objects
Prior art date
Application number
CH5759058A
Other languages
English (en)
Inventor
Nicolaas Van Der San Cornelius
Johannes Veenendaal Hendrikes
Original Assignee
Philips Nv
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philips Nv filed Critical Philips Nv
Publication of CH372523A publication Critical patent/CH372523A/de

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B5/00Drying solid materials or objects by processes not involving the application of heat
    • F26B5/005Drying solid materials or objects by processes not involving the application of heat by dipping them into or mixing them with a chemical liquid, e.g. organic; chemical, e.g. organic, dewatering aids

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Wasservertreibende    Flüssigkeit,   Verfahren    zu   deren    Herstellung   sowie deren    Verwendung   Flüssigkeiten zur    Vertreibung   von Wasser    an   Gegenständen, die z. B. einer nassen Behandlung unterworfen wurden, ,sind an sich    bekannt.   Gegebenenfalls werden ihnen    ein   Harz oder Wachs oder ein öliges bzw. fettiges Schutzmittel beigegeben, das    als   eine dünne Schutzschicht auf dem behandelten Gegenstand    zurückbleibt.   Als. oberflächenaktive Zusätze wurden    anionaktive      Stoffe,   insbesondere Seifen der Petroleumsäuren, vorgeschlagen. 



  Bei wiederholter    Verwendung   solcher wasservertreibender    Flüssigkeiten   zeigt es sich, dass    diese      schnell   unwirksam werden, so dass das Wasser nur nach längerer    Einwirkung   abgestossen    und   die Vertreibung auf die Dauer    unvollständig      wird.   In diesen bekannten Flüssigkeiten bewirken die    anionenaktiven   Stoffe aber nur eine    Emulgierung   des Wassers. Ist in    diesen   Flüssigkeiten ein Harz oder    Wachs   gelöst, so beginnen diese sich oft schon nach    kurzer   Zeit abzuscheiden, wodurch die    wasservertreibende   Flüssigkeit völlig unbrauchbar wird. 



  Es wurde nun gefunden, dass diesen    I7belständen   weitgehend dadurch abgeholfen werden kann, wenn eine wasservertreibende Flüssigkeit    verwendet      wird,   die    einen   Kohlenwasserstoff oder    eine      Mischung   von    Kohlenwasserstoffen   mit einem    Siedepunktsbereich   zwischen 50 und 370  C enthält und die dadurch    ge-      kennzeichnet   ist,

   dass sie ein in Wasser    umlösliches   Salz einer Ammonium-    öder      Pyridiniumbase   mit    einer      geradkettigen      Alkyl-   oder    Alkenylgruppen   von 12 bis 18    Kohlenstoffatomen   gelöst    enthält.   Diese Salze sind    kationisch   oberflächenaktive Stoffe. 



  Durch    Verwendung   eines solchen    wasserunlös-      lichen   Salzes der    wasservertreibenden      Flüssigkeit   wird erreicht,    d'ass   eine grosse Anzahl    Gegenstände   nacheinander damit behandelt werden können, ohne dass die    Flüssigkeit   nach kürzerer oder    längerer      Zeit      in   irgend einer Beziehung wirkungslos wird. 



  Obwohl die Grösse und Form der    Gegenstände   die zur    Behandlung   erforderliche Dauer    beeinilusst,   wird    letztere   bei klein bemessenen und    -einfach      ausgestal-      teten      Gegenständen   20    Sekunden   nicht übersteigen und durchweg    beträchtlich   niedriger liegen. Nur bei gross bemessenen    Gegenständen   von    verwickelter   Form    kann   eine etwas längere Zeitspanne    erwünscht      sein.   



  Die    Badflüssigkeit   soll vorzugsweise    leichter   als Wasser sein    und.'   kein Wasser lösen, was durch    An-      wendung   der    erfindungsgemässen   Flüssigkeit erreicht wird. Wasser sammelt sich infolgedessen meistens unten im Bade und kann von Zeit zu Zeit abgezapft werden. 



  Geeignete    Stickstoffbasen   zur    Herstellung   des Salzes    sind   die    Trimethylalkylammoniumbase,   die    Triäbhylalkylammoniu#mbase   und die    N-Alkylpyridi-      niumbase   und    die   entsprechenden    Verbindungen,      in,   denen die    Alkylgruppe   mit 12 bis 18    C-Atomen      durch   eine entsprechende    Alkenylgruppe      ersetzt   ist.

   Geeignete wasserunlösliche Salze erhält man durch    Umsetzung   von    wasserlöslichen      Salzen   der    genannten   Basen mit,    Alkalipolyphosphat,      Alkalihexameta-      phosphat,      Al'kalitetra-Oxalat,      Alkalibichromat   und    Alkalipersulfat,      indem   z.

   B.    einer      wässri.gen      Lösung   von wasserlöslichen    Salzen   der genannten    Stickstoff-      basen   eine    wässrige   Lösung von    einer   der    genannten      Verbindungen      zugegeben   wird. Es schlägt sich, des öfteren erst nach einiger Zeit, das    unlösliche      Salz      der      Stickstoffbase   nieder, das sich, nachdem es abgetrennt, gewaschen und    getrocknet   worden ist, im    flüssigen      Kohlenwasserstoff   als löslich    erweist.   



  Da viele dieser    Salze   in    Kohlenwasserstoffen      allein   nicht genügend    löslich      sind,   ist es von Vorteil, dem 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Bade mitunter bis zu 10 o/11    Butanol   beizugeben.    Es   hat sich gezeigt,    dass      Butanol,   obgleich es    in      beschränktem   Mass    wasserlöslich   ist, bei    seiner      Verwendung   in der    wasservertraibenden   Flüssigkeit trotzdem nicht vollständig ausgewaschen wird und z.

   B., nachdem    dass   Bad einen Monat oder länger gebraucht worden ist, es seine Wirkung    urverringert      beibehalten   hat. Statt des    Butanolzusatzes   können dem Bade des öfteren auch Benzol oder Gemische von    Butanol   und Benzol beigegeben werden. 



  Die Menge    an      wasserunlöslichen   Salzen wird vorzugsweise    zwischen   0,1 und    0,511/o      gewählt;   die Konzentration kann bis zu etwa 8    o/11   gesteigert werden, aber dies erhöht die Wirksamkeit des Bades meist nicht. 



  Der    wasservertreibenden   Flüssigkeit kann noch ein wenig Lackharz oder Wachs zugesetzt werden, z. B. Kolophonium oder dessen Derivate, Bienenwachs, Japanwachs oder Kunstharze, die im verwendeten    Flüssigkeitsgemisch   löslich sind,    wasFinger-      abdrücke   oder Stoffaufnahme des Gegenstandes verhütet. Hierdurch wird ausserdem die Lötfähigkeit an Metallgegenständen verbessert. Dieser    Zusatz   wird aber klein, das heisst unterhalb etwa    1011/o      gewählt,   um    zu   verhüten, dass das spezifische    Gewicht   der Flüssigkeit zu stark ansteigt, wodurch die Scheidung verzögert wird. 



  Die behandelten Gegenstände können aus Metall z. B. Kupfer, Silber, Cadmium, Nickel und Eisen oder aus einem thermisch gehärteten Kunstharz oder aus Porzellan bestehen. 



  Beispiel 1 Eine    wasservertreibende   Flüssigkeit wird hergestellt durch Mischen von 90    Gewichtsteilen      eines   Kohlenwasserstofföles mit    einem   Siedebereich von 140 bis 220  C mit 10    Gewichtst;      ilen      Butanol   und 0,06    Gewichtsteilen      Cetylpyridiniwm-polyphosphat.   



  Werden in diese Flüssigkeit nasse    Funk-Chassis-      teile   aus Cadmium    eingetaucht,   so sinkt das Wasser    innerhalb   10 Sekunden bis auf den niedrigsten Punkt des    Tauchbehälters   und kann dort abgezapft werden. 



  Die    gleiche      Wirkung   wird erzielt, wenn,    statt   des    Cetylpyridiniumpolyphosphats,   das    Cetylpyridinium-      bichromat   oder    Myristyl-trimethyl-ammoniumper-      sulfat   oder    Stearyl-trimethyl-ammonium#bichromat   verwendet wird. 



  Eine    wasservertreibende   Flüssigkeit wird dadurch    hergestellt,      d'ass   zu 90    Gewichtsteilen   Terpentinölersatz des Siedebereichs von 140 bis 200  C    hinzu-      gefügt   werden:

   10    Gewichtsteile      Butanol,   0,10 Gewichtsteile    Stearyl-pyridinium-hexametaphosphat   und 3,5    Gewichtsteile   Bienenwachs mit 10 Teilen    Tri-      chloräthylen      angerührt.   Statt Bienenwachs kann auch Japanwachs verwendet werden,    gegebenenfalls   mit 4    Gewichtsteilen   eines Diners von    Kolophoniumharz      angefüllt   (im Handel unter dem Namen     Dymerex    erhältlich, ein Produkt der    Hercules      Powder   Co.). 



  Andere Hilfsmittel sind: 6,5 Gewichtsteile    Polymethyl-methacrylatharz,   5 Gewichtsteile Lanolin. 



  Statt der angegebenen Kohlenwasserstofföle kann auch Kerosin mit dem    Siedepunktsbereich   von 150 bis 250  C oder eines :der    Erdölprodukte   verwendet werden, deren Siedebereiche z. B. zwischen 150 und 200  C oder zwischen 90 und 150  C liegen,    bekannt      unter   den Namen    Stoddards   solvent,    Terpentina,   V. M.    and   P. Naphtha,    Lackbenzi,n-Kunstterpentin   oder dergleichen:. Weiter können der Flüssigkeit auch chlorierte    Kohlenwasserstoffe   zugesetzt werden.

   Wenn die Flüssigkeit überwiegend oder ganz aus diesen Verbindungen    besteht,   kann dessen Dichte diejenige des Wassers übersteigen, so dass sich    letzteres   auf der    Oberfläche   des Bades sammelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRCCHE I. Wasservertreibende Flüssigkeit, enthaltend einen Kohlenwasserstoff oder eine Mischung von Kohlenwasserstoffen mit einem Siedepunktsbereich zwischen 50 und 370 C, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein in Wasser unlösliches Salz einer Ammonium- oder Pyridiniumbase mit einer geradkettigen Alkyl- oder Alkenylgruppe von 12 bis 18 Kohlenstoffatomen gelöst enthält. 11.
    Verfahren zur Herstellung einer wasservertreibenden Flüssigkeit nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Kohlenwasserstoff oder einer Mischung von Kohlenwasserstoffen mit einem Siedepunktsbereich zwischen 50 und 370 C, ein in Wasser unlösliches durch Umsetzung einer wässrigen Lösung eines wasserlöslichen Salzes einer Ammonium- oder Pyridiniumbase, die eine geradkettige Alkyl- oder Alkenylgruppe von 12 bis 18 Kohlenstoffatomen aufweist, mit einer wässrigen Lösung eines Alkalipolyphosphates, Alkalihexameta- phosphates,
    Alkalitetraoxalates, Alkalibiehromates oder Alkalipersulfates erhältliches Salz gelöst wird. 111. Verwendung der wasservertreibenden Flüssigkeit nach Patentanspruch 1 zur Vertreibung des an Gegenständen anhaftenden Wassers, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenstände in die Flüssigkeit g a etaucht oder mit der Flüssigkeit bespült werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Flüssigkeit nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusätzlich bis zu 10 Gew.o/o Bwtanol, bezogen auf die Menge Kohlenwasserstoff, enthält. 2.
    Flüssigkeit nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie 0,1 bis 0,5 Gew.o/o des genannten in Wasser unlöslichen Salzes enthält.
CH5759058A 1957-03-30 1958-03-27 Wasservertreibende Flüssigkeit, Verfahren zu deren Herstellung sowie deren Verwendung CH372523A (de)

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