Möbeleinrichtung Gegenstand der Erfindung ist eine Möbeleinrich- tung, bei welcher eine Anzahl am Boden aufstellbarer Standelemente und auf diese aufsetzbarer Plattenele mente vorgesehen sind, welche Mittel zum lösbaren Zusammenfügen der Elemente miteinander aufweisen, die so ausgebildet und an den Elementen angeordnet sind, dass durch Benützung wenigstens eines Teiles der Elemente verschiedene umwandelbare Möbelan ordnungen zusammengestellt werden können.
Damit kann die erfindungsgemässe Einrichtung bei Änderung der Wohnverhältnisse oder der sozialen Verhältnisse Stück um Stück ausgebaut werden, an derseits können durch die Umwandelbarkeit einer möglichen Anordnung in eine andere sich ändernde Ansprüche Befriedigung finden, ohne auf eine spar same Ausnützung des Wohnraumes verzichten zu müssen.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstan des wird nachfolgend an Hand der Zeichnung erläu tert, in welcher die Fig. 1-4. verschiedene aus den Elementen der Einrichtung zusammenstellbare Möbel anordnungen und Fig. 5 eine Einzelheit aus der An ordnung gemäss der Fig. 2 zeigen.
Die Standelemente sind gemäss der gewählten Aus führungsform der Einrichtung als Schubladenblock 1, als Türschrank 2, oder aber als Seitenstütze 3 (Fig. 2 und 5) ausgebildet, während die Plattenelemente in zwei Grössen vorgesehen sind, welche nachfolgend einfachheitshalber als Tischplatte 4 und Deckplatte 5 bezeichnet werden.
Der Schubladenblock 1 und der Türschrank 2 sind in ihrer äusseren Form und in ihren äusseren Di mensionen vollkommen gleiche Körper und grund sätzlich miteinander austauschbar. Weder die Schub ladenblöcke 1 noch die Türschränke 2 besitzen eigene Deckplatten, sie können jedoch mit der Tischplatte 4 bzw. mit der Deckplatte 5 zusammengefügt werden.
Zu diesem Zwecke sind an der als Auflagefläche für die genannten Plattenelemente dienenden Oberseite des Schubladenblockes 1 bzw. des Türschrankes 2 aus je einem vorderen und hinteren Loch bestehende Lochpaare 6-6, 7-7 und 8-8 angeordnet und an der Unterseite der Deckplatte 5 bzw. der Tischplatte 4 aus je einem vorderen und hinteren Steckzapfen bestehende Zapfenpaare 67-67 bzw. 68-68 und 60-60 angebracht, welche beim Zusammenfügen der Plattenelemente mit den Standelementen jeweils in die entsprechenden Lochpaare eingreifen.
Aus der Fig. 4 ist zu entnehmen, dass, von vorn, d. h. in der Blickrichtung gemäss der Zeichnung gesehen, die Lochpaare 6-6 am rechten und die Lochpaare 8-8 am linken Rand der Oberseite des Schubladenblockes 1 bzw. des Türschrankes 2 angeordnet sind, während die Lochpaare 7-7 jeweils in der Nähe der Loch paare 6-6 nach links versetzt liegen.
Das Zapfenpaar 67-67 (siehe Fig. 1) ist derart an der Unterseite der Deckplatte 5 angeordnet, dass die Zapfen 67 in die Löcher 7-7 eingreifen, wenn die Deckplatte 5, wie in der Fig. 3 dargestellt, zum Abdecken eines Türschzankes 2, oder selbstverständ lich auch eines Schubladenblockes 1 verwendet wird. Dies ist eine der Möbelanordnungen, welche aus den Elementen der erfindungsgemässen Einrichtung zu- sammengestellt werden können.
Am rechten Rand der Tischplatte 4 befindet sich das Zapfenpaar 68-68 (siehe Fig. 4), während das Zapfenpaar 60-60 von der kürzeren, seitenhalbie- renden Tischplatte 4 etwas nach links versetzt ist.
Diese Anordnung der genannten Zapfenpaare ge stattet, die Tischplatte 4 zum Abdecken zweier neben einandergestellter, als Körper ausgebildeter Stand elemente zu benützen, wie dies bei der aus einem Schubladenblock, einem Türschrank und einer Tisch platte zusammengestellten Möbelanordnung gemäss der Fig. 4 der Fall ist, wobei die Zapfen 68 in die Löcher 6 des rechts stehenden Körpers, die Zapfen 60 dagegen in die Löcher 6 des linksstehenden Kör pers eingreifen und die Tischplatte 4 im gegenwärti gen Fall am Türschrank 2 und am Schubladenblock festhalten.
Die beschriebene Anordnung der Lochpaare an den als Körper ausgebildeten Standelementen und der Zapfenpaare an den Plattenelementen ermöglicht die Zusammenstellung einer weiteren Möbelanordnung, zu welcher zwei als Körper ausgebildete Standele mente, eine Tischplatte 4 sowie eine Deckplatte 5 benötigt werden. Eine solche Anordnung ist in der Fig. 1 dargestellt. Ein Schubladenblock 1 und rechts davon ein Türschrank 2 sind im Abstand voneinander aufgestellt. Eine Tischplatte 4 ist auf diese Körper so aufgesetzt, dass die Zapfen 60 in die Löcher 6 des Schubladenblocks 1 und die Zapfen 68 in die Löcher 8 des Türschrankes 2 eingreifen, so dass die Tisch platte 4 den Zwischenraum der beiden Körper über deckt.
Die Deckplatte 5 kann nun auf den Türschrank 2 aufgesetzt werden und damit die Tischplatte 4 er gänzen, wobei die Zapfen 67 nunmehr in die Löcher 6 eingreifen.
Aus der Fig. 5 ist zu entnehmen, dass am oberen stirnseitigen Ende der Seitenstütze ebenfalls ein Loch paar 6-6 angeordnet ist, so dass die Zusammenstel lung einer Möbelanordnung gemäss der Fig.2 aus einer Tischplatte 4, einer Seitenstütze 3 und einem als Körper ausgebildeten Standelement, z. B. aus einem Schubladenblock 1 ermöglicht wird, wobei die Zapfen 60 der Tischplatte 4 in die Löcher 6 des Schubladen blockes 1 und die Zapfen 68 in die Löcher 6 der Seitenstütze eingreifen.
Zur besseren Fixierung der Seitenstütze 3 sind die in den Fig.5 ersichtlichen Zargen 9 vorgesehen, welche mit Befestigungslappen 10 ausgerüstet sind und mittels diesen an der Seiten stütze 3 bzw. an der Unterseite der Tischplatte 4 angeschraubt werden können. Zu diesem Zwecke sind in die Seitenstütze 3 bzw. in die Tischplatte 4 Gewindehülsen eingelassen. Die Gewindehülsen der Tischplatte 4 sind in der Fig. 4 ersichtlich und mit 11 bezeichnet.
Die in der Fig. 2 gezeigte Möbelanordnung könnte selbstverständlich so umgestaltet werden, dass der Schubladenblock 1 rechts und die Seitenstütze 3 links stehen. Dazu müsste die Tischplatte 4 mitsamt der Seitenstütze 3 um 180 um den Schubladenblock 1 verdreht werden, wonach die Zapfen 60 der Tisch platte 4 in die Löcher 8 des Schubladenblockes 1 eingreifen würden. Eine ähnliche Umwandlung der Möbelanordnung gemäss der Fig. 1 wird an einer nachfolgenden Stelle beschrieben.
Bevor nun die Umwandlungsmöglichkeiten der dargestellten Anordnungen und deren Zweckbestim mung eingehender erörtert wird, sei auf eine bevor zugte Ausführungsform des Innenausbaus des als Tür schrank 2 ausgebildeten Standelementes hingewiesen. Demnach ist vom übrigen Innenraum des Türschran kes 2 durch eine vertikale Trennwand 12 ein an der Anschlagseite der Tür 13 liegendes schmales Abteil 14 abgeteilt, welches für die Aufnahme einer Deckplatte 5 bestimmt und bemessen ist.
Der links von der Trennwand 12 verbleibende Raum ist durch ein aus ziehbares Tablar 15 in ein oberes kleineres Abteil 16 und in ein unteres grösseres Abteil 17 aufgeteilt, wobei das Abteil 16 und das Tablar 15 selber für die Auf nahme einer Schreibmaschine bestimmt sind, während das untere Abteil 17 zur Aufbewahrung einer Näh maschine vorgesehen ist. Das Abteil 16 ist nach oben durch eine ausziehbare, flache Schublade 18 abge schlossen, welche mittels geeigneter, zur Aufnahme von Nähzubehör dienender Einsätze als Nähschublade ausgebildet ist und deren Innenraum auch ohne Her ausziehen der Schublade von oben zugänglich ist, wenn der Türschrank, wie z. B. nach Fig. 1, nicht gedeckt ist.
Nachfolgend werden nun die bereits kurz beschrie benen Möbelanordnungen, welche aus den Elemen ten der Einrichtung zusammengestellt werden können, mit besonderer Rücksicht auf ihre Zweckbestimmung eingehend erörtert.
Die aus einem als Körper ausgebildeten Stand element, z. B. aus einem Türschrank 2 wie in der Fig. 3 bzw. aus einem Schubladenblock 1 und aus einer Deckplatte 5, zusammenstellbare Anordnung dient in erster Linie der Aufbewahrung von Gegen ständen. Der Türschrank 2 selber kann dabei innen wie vorhergehend beschrieben ausgebaut sein und Schreib- bzw. Nähmaschine beherbergen, doch kann auch ein Plattenspieler und darunter ein Radioapparat eingebaut werden. Selbstverständlich sind diese Ver wendungsarten nicht einschränkend, lediglich bei spielsweise erwähnt.
In der Folge soll jedoch nur noch auf die erwähnte bevorzugte Ausführungsform Bezug genommen werden, bei welcher der Türschrank eine Schreibmaschine und eine Nähmaschine aufnimmt. Zum Arbeiten kann die Nähmaschine auf dem Tür schrank selber abgestellt werden oder aber auf einem Tisch. In diesem Falle wird die Nähschublade 8 vor teilhaft durch Abheben der Deckplatte von oben zu gänglich gemacht, damit die Schranktüre nicht ge öffnet gehalten werden muss.
Einen Türschrank 2 könnte man mit einer Tisch platte 4 und einem Seitenteil 3 gemäss der Anordnung der Fig. 2 zusammenstellen. Man hätte damit einen Schreibtisch wie jenen nach der Fig.2 bzw. einen Nähtisch zur Verfügung. Grundsätzlich könnte man diese Kombination noch erweitern, wenn am linken Rand der Tischplatte ein weiteres - nicht dargestell tes - Zapfenpaar vorgesehen wäre, welches in einer der Fig. 2 entsprechenden Anordnung in das Loch paar 8-8 eingreifen würde. Man könnte dann die Tischplatte so am Türschrank abstützen, dass das nicht gezeichnete Zapfenpaar in das Lochpaar 6-6 ein greifen würde, wodurch wiederum die Nähschublade 18 von oben freigegeben wird.
Eine weitere Möbelanordnung ist gemäss der Fig. 1 aus zwei als Körper ausgebildeten Standelementen, aus einer Tischplatte 4 und aus einer Deckplatte 5, schreibtischartig zusammenstellbar, wobei die An ordnung freilich auch als Nähtisch sehr geeignet ist. In diesem Falle wird die Deckplatte 5 abgehoben, um die Nähschublade zugänglich zu machen. =Ist die ge samte, von beiden Platten zusammen gebildete Ar beitsfläche notwendig, so kann die Deckplatte auf gesetzt und die Nähschublade herausgezogen werden.
Die zuletzt gezeigte Schreib- bzw. Nähtischanord- nung gewährt zwar ausgezeichnete Arbeitsverhältnisse, hat jedoch einen verhältnismässig grossen Raumbedarf, welcher, wenn die Anordnung benützt wird, mögli cherweise nicht gerechtfertigt oder gar untragbar ist.
In diesem Falle können die zwei Körper, namentlich der Schubladenblock 1 und der Türschrank 2 nach Versorgung der Deckplatte 5 im Abteil 14 unmittel bar nebeneinandergestellt und mit der Tischplatte 4 abgedeckt werden, wobei - wie dies Fig. 4 zeigt ein kommodenartiges Möbelstück mit unveränderter Aufnahmefähigkeit, jedoch mit reduziertem Raum bedarf geschaffen wird.
Neben den Vorteilen, welche sich aus der Zusam- mensetzbarkeit und Umwandelbarkeit der vielseitig aufstellbaren Einrichtung ergeben, sind noch die gleichzeitig erzielte fabrikationstechnische Vereinfa chung und die verbilligte Herstellung wert, erwähnt zu werden.