Lamellenrolladen. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Rolladen für Lichtöffnungen mit über einer Rolle aufziehbaren Lamellen, die zum öffnen und Schliessen gedreht werden können.
Die gewöhnlichen, bekannten Rolladen aus Metall oder Holz sind über der Lichtöffnung ebenfalls um eine Rolle aufwickelbar und wer den seitlich durch U-Schienen oder sogenann ten Aussteller geführt.
Alle diese Systeme sowie auch die bekann ten Tuchstoren, haben aber den grossen Nach teil, dass sie nach dem Herunterlassen den In nenraum weitgehend verdunkeln und dadurch die Arbeit behindern. Wohl versucht man die sem Übelstand zu steuern, indem die Rolladen oder Storen ausgestellt werden und so wenig stens seitlich etwas Licht hereinlassen. Diese Massnahme zieht aber den weiteren grossen Nachteil mit sich, dass sehr oft auch die Sonne von der Seite hereinzuscheinen vermag und dass vor allem die heisse, von der Fassade aufsteigende Luft durch die ausgestellten Roll- laden und Storen direkt aufgefangen und ins Innere geleitet wird.
Zudem sind ausgestellte Rolladen und Storen unschön und reparatur anfällig.
Die vorliegende Erfindung hebt diese Nachteile auf, indem die Lamellen des Roll- ladens nach dem Herunterlassen zwischen be weglichen Führungsschienen zum Öffnen und Schliessen gedreht werden können. Dadurch kann nicht nur Licht direkt zwischen den La mellen eintreten, sondern es wird vermehrtes, diffuses Licht in regulierbarer Menge in den Raum hineingespiegelt. Der neue Rolladen muss also zur Lichtregulierung nicht mehr aus gestellt werden. Da zudem die Lamellen in je der Stellung seitlich durch Führungsschienen geführt und gehalten werden können, kann der Rolladen lichtdicht, wetterabschirmend und diebessicher abgeschlossen werden.
Der neue Rolladen vermag also auch die Vorteile der gewöhnlichen eisernen oder höl zernen Rolladen, der Jalousien und Storen in sich zu vereinen.
Ein Ausführungsbeispiel des Er@indungs- gegenstandes wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Der in der Zeichnung dargestellte Roll- laden besteht, wie jeder gewöhnliehe Rolladen, aus vier Konstruktionselementen: der Rolle 1 (Fig.lbis4),diemitHilfeeinerZuggurte (nicht eingezeichnet) gedreht werden kann, wodurch sich der Rolladen aufrollt, den vier Zugsträn gen 2 als Tragelement (Fig. 1 bis 3), den La mellen 3, welche den sogenannten Rolladen panzer . darstellen, und den Führungsschie nen 8, die den seitlichen Abschluss des Roll- ladens bilden (Fig. 6).
Die Rolle 1 ist, wie bei einem gewöhn lichen Rolladen, über der Lichtöffnung, wie Fenster, Türen, Veranden, Liegehallen, dreh bar eingelagert (Fig. 1).
An der Rolle 1 hängen an den vier Zug strängen 2 in regelmässigen Abständen die Lamellen 3 (Fig. 1). Diese sind an ihren Längskanten 3a umgebördelt, wodurch das Material derart verstärkt wird, dass sich die Lamellen über eine normale Fensterbreite selbst tragen. Zudem gewährleistet diese Art von Umbördeliuig 3a eine sehr einfache Auf- hängung der Lamellen 3 in den Zugsträngen 2.
- Die vier Zugstränge sind als Gelenkketten ausgebildet, und zwar derart, dass die Lamel len 3 (Fig. 6) darin durch Bolzen 6 drehbar aufgehängt werden können, dass sich ferner die Gelenkketten beim Aufrollen gegenseitig nicht verklemmen und ohne grosse Platzbean spruchung aufrollen lassen. Die vier Zug stränge sind zudem an der Rolle 1 derart be festigt (Fig. 1), dass sie durch einfaches Dre hen der Rolle 1 das Schliessen und öffnen der Lamellen ermöglichen.
Die Lamellen 3 sind parabolisch nach oben oder unten gewölbt, damit sie möglichst viel Licht ins Innere hineinzureflektieren vermö gen. Sie werden zudem mit einem matten, hel len Farbanstrich versehen, der die Lichtstrah len gleichmässig und diffus in den Innenraum abgibt.
Die Lamellen 3 sind an ihren beiden En den zwischen zwei seitlichen Führungsschie nen 8 gehalten (Fig. 5). Letztere sind aber, im Gegensatz zu den jetzt gebräuchlichen, be weglich aufgehängt. An einem in die Seiten wände einer Lichtöffnung, z.
B. in die seit lichen Fensterwände eingelagerten, drehbaren Rohr 9, hängen an beweglichen Querbalken 5 und gelenkigen Zwischengliedern 10, wie ge zeichnet, die eine oder auch beide Schienen 8 der beiden Führungsschienenpaare, derart, dass die einzelnen Schienen der beiden Paare durch einfaches Verdrehen des Rohres 9 ein ander einzeln oder gegenseitig genähert wer den können. Dadurch können die Lamellen 3 in jeder Lage durch die Führungsschienen 8 gehalten werden.
Der beschriebene Rolladen funktioniert wie folgt: Ausgehend von der geöffneten Stel lung (Fig. 1) hängen die Lamellen 3 in glei chen Abständen ungefähr in horizontaler Lage. Sie verwehren dadurch den direkten Eintritt der Sonnenstrahlen, ohne aber den Innenraum zu verdunkeln. Durch eine kleine Drehbewegung der Rolle 1 (im einen oder an dern Drehsinn) werden die Lamellen 3 nach Bedürfnis zur Lichtregulierung verdreht (Fig. 2).
Wird die Drehbewegung fortgesetzt (Fig. 3), so schliessen die Lamellen 3 automa tisch und greifen mit ihren Umbördelungen 3a lichtdicht und wetterabschirmend ineinan der.
In diesem Zustand kann der Rolladen durch weiteres Drehen der Rolle 1 vollständig hochgezogen und aufgerollt werden, da sich die Lamellen 3 der Rolle unter wenig Platz beanspruchung anschmiegen (Fig. 4).
Wird die Rolle 1 (Fig. 4) wieder zurück gedreht, so fällt der Rolladen in geschlossenem Zustand (Fig. 3) frei und ungehemmt herun ter. Sobald die Rolle vollständig abgewickelt ist, stellen sich die Lamellen 3 automatisch wieder in ihre offene Gleichgewichtslage (Fig. 1).
Besteht nun aber, z. B. bei starkem Wind, das Bedürfnis, die einzelnen Lamellen fest zuhalten, so wird durch eine einfache Zug schnur, die an sich nichts neues bedeutet und nicht eingezeichnet ist, das Rohr 9 verdreht. Dadurch werden die Führungsschienen 8 ein ander so weit genähert, bis sie an den Lamel len 3 anstehen und diese in jeder gewünschten Lage festhalten. In geschlossenem Zustande wird der Rolladen durch die Führimgssehie- nen 8 lichtdicht, wetterabwehrend und diebes sicher zugeklemmt.
Um Klappergeräusche zu vermeiden, kön nen die innern Flächen der Führungsschienen 8 mit einem elastischen, schalldämpfenden Be lag 11, wie Gummi, Filz oder Kunststoff, ver sehen werden.