Treibriemen aus mehreren Lederlagen. Die moderne Antriebstechnik braucht zweckentsprechende Hilfsmittel, um die Über tragung mechanischer Kraft auf rationelle Weise zu ermöglichen. Dabei spielt der Treib riemen eine wichtige Bedeutung, bildet er doch das geschmeidige Bindeglied und gleich zeitig das Sicherheitsventil zwischen der Kraftquelle und dem getriebenen Maschinen element bzw. der Arbeitsmaschine. Es hat sich nun aber herausgestellt, dass normale Treibriemen für die hohe Beanspru chung an neuzeitlichen Antrieben oft nicht genügen, weil sie die erforderlichen Eigen schaften mangels genügender Geschmeidig keit, Reissfestigkeit, Dehnungswiderstand und Reibungseffekt nicht besitzen.
Solch unge eignete Treibriemen rutschen auf den Rie menscheiben, strecken sich zut stark und sind die Ursache zahlreicher Betriebsstörungen sie verursachen Drehzahl- und Kraftverluste und sind wegen zeitraubenden und kostspie ligen Produktionsausfällen unwirtschaftlich.
Zur Behebung dieser Mängel hat man schon versucht, auf das eigentliche Zugband Längsstreifen oder -plättehen aus Leder auf zunieten bzw. mittels Ösen am Zugband zu befestigen.
Durch die Erfindung, die einen Treibrie men zum Gegenstand hat, sollen nun alle diese Nachteile beseitigt werden.
Zu diesem Zweck besteht der Treibriemen aus mindestens drei miteinander verbundenen Lederlagen, und zwar aus einem die äusserste Lage bildenden vollen Zugband ohne Lo- eliung und den restlichen gelochten Leder lagen, von denen die innerste, zum Anliegen an die Riemenscheiben kommende Lage aus einem Gleitschutz-Reibungsbelag besteht und die Zwischenlage zur Verstärkung des Zug bandes dient.
Während sich bisher aus Leder nur Treib- r; einen aus einer oder zwei Lagen herstellen liessen, welche eine einigermassen genügende Biegsamkeit für schnellen Lauf über die Rie menscheiben aufwiesen, ist es gemäss der Er findung möglich, mehrschichtige Riemen her zustellen, die tadellos funktionieren. Schon bei Doppelriemen nach bisheriger ungeloch- ter Fabrikationsart ist die Leistungsfähigkeit, verglichen mit einfachen Riemen, also Riemen aus einer einzigen Lederschicht, stark herab gemindert, da Zugspannung und Stauchung beim Biegen einen negativen Einfluss aus üben.
Zur Übertragung einer gewissen Last bei gegebenen Antriebsverhältnissen sind je doch Einfach- oder Doppelriemen zu schwach; es fehlt an der notwendigen Substanz zur Erzielung der einwandfreien Leistung.
Gerade hier kommen nun die Vorteile des Erfindungsgegenstandes voll zur Geltung. Da das Riemenmaterial der Zwischenlage und des Reibungsbelages an den Stellen der Löcher bei starker Beanspruchung zum Teil in diese ausweichen kann, wird die Stauehung des an der Riemenscheibe anliegenden Materials ge ringer; gleichzeitig leiden die Fasern des Zug bandes weniger durch Zerrung, wobei aber sowohl der Dehnungswiderstand wie die Ad häsion voll erhalten bleiben.
Angenommen, ein Treibriemen werde bei folgenden Bedingungen verwendet (Beispiel aus der Praxis) : Durchmesser des Rie menscheibe 400 mm, Umschlingungswinkel 120 , Umschlingungsstrecke des Riemens am Umfang 420 mm, Riemengeschwindigkeit v - 20 m/sek. In diesem Falle hat der Rie men also nur '/"o Sekunde Zeit, um den Weg auf der Scheibe zurückzulegen bzw. sich vom geraden in den gebogenen und wieder zurück in den gestreckten Zustand zu begeben.
In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindiuigsgegen- standes dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine Ansicht eines Teilstückes des ersten Ausführungsbeispiels in Richtung des in Fig. 2 eingezeichneten Pfeils I gesehen, Fig. 2 einen Längsschnitt des Riemens nach der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen Querschnitt des Riemens nach der Linie III-III in Fig. 1, Fig. 4 eine Ansicht eines Teilstückes des zweiten Ausführungsbeispiels in Richtung des in. Fig. 5 eingezeichneten Pfeils IV gesehen, Fig. 5 einen Längsschnitt des Riemens nach der Linie V-V und Fig. 6 einen Querschnitt des Riemens nach der Linie VI-VI.
In dem Beispiel nach Fig. 1 bis 3 bezeich net 1 das eigentliche Zugband aus Leder, 2 den zum Anliegen an die Riemenscheiben be stimmten Gleitschutz-Reibungsbelag aus spe ziell gegerbtem Chromleder und 3 die zur Verstärkung des Zugbandes dienende Zwi schenlage. Alle drei Lederlagen sind naht- und nietenlos zusammengekittet. Bei diesem Beispiel besteht der Gleitschutz-Reibungs- belag 2 aus einem einzigen Stück, das sich über die ganze Riemenbreite erstreckt.
Mit 4 sind kreisrunde Löcher bezeichnet, die den Gleitschutzreibungsbelag durchsetzen. Mit 5 sind weitere Löcher bezeichnet, welche jedoch nicht nur den Gleitschutz-Reibungs- belag 2, sondern auch noch die Zwischenlage durchsetzen. Das eigentliche Zugband bleibt ungelockt. Die Löcher 4 sind in Reihe 1I=H ange ordnet und die Löcher 5 in Reihe<I>H' H',</I> wobei die Abstände der Löcher in den Rei hen einander gleich sind; G, G' sind Reihen, die sowohl Löcher 4 wie 5 aufweisen. Die Lö cher könnten auch eine längliche Form auf weisen.
Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 bis 6 bezeichnet wieder: 1 das Zugband; 2 den Gleitschutz-Reibungsbelag und 3 die verstärkende Zwischenlage. Im Gegenstand zu dem vorbesprochenen Beispiel ist. hier der Gleitschutz-Reibungsbelag in drei in Abstand voneinander angeordnete Bänder 2a, 2b, 2e unterteilt, die sämtliche in der Rie menlängsrichtung verlaufen. Statt dessen wäre es natürlich auch möglich, die einzelnen Bänder diagonal, d. h. schräg zur Riemen längsrichtung mit der Zwischenlage zu ver leimen.
Auch hier bezeichnen wieder : 4 die den Gleitschutz-Reibungsbelag durchsetzenden Lö cher, und 5 weitere Durchbrechungen, welche den Belag 2 und die Zwischenlage 3 durch setzen. Auch bei diesem Beispiel sind die Lö cher 4 und 5 in Reihen angeordnet und be finden sich in diesen Reihen in gleichen Ab ständen voneinander. Sie könnten statt des sen aber auch unregelmässig, d. h. nicht in Reihe und in ungleichmässigen Abständen voneinander angeordnet sein.
Der im vorstehenden beschriebene kombi nierte Treibriemen arbeitet wie folgt: Im ge streckten Trumm übernimmt das ungelockte und somit starke Zugband die Kraftübertra gung, wobei ihm die übrigen Lagen einen si cheren Halt geben. Ausserdem bieten die ge lochten innern Lagen dem Zugband eine Ent lastung, erhöhen seine Zugkraft und seinen Dehnungswiderstand.
Zusammengefasst bietet der an der Rie menscheibe anliegende gelochte Gleitschutz- Reibungsbelag, bestehe er aus einem Stück auf der ganzen Riemenbreite oder sei er in mehrere Streifen aufgeteilt, die folgenden Vorteile 1. die Fasern dieses Belages (sowie der ebenfalls gelochten Zwischenlage) können sich beim Lauf des Riemens über die Schei ben, also im Moment der Biegung in die Löcher bzw. gegen die Löcher hin verschie ben, wodurch die Stauchung des Materials herabgemindert wird;
2. zufolge dieser Faserv erschiebungsmög- lichkeit wird das Brüchigwerden des Werk stoffes (Leder) vermieden; 3. die zufolge der innern Friktion durch Zerrung und Stauchung der Fasern (Biegung und Elastizität) entstehende Erhitzung wird herabgesetzt; die Löcher wirken praktisch wie vergrösserte Hautporen als Atmungsorgan; 4. die an der Auflaufstelle mitgerissene Luft kann in die Löcher entweichen; 5. es sind keine den Riemen verhärtende Kittnester zwischen den einzelnen Lagen vor handen, da allfällig zu dick aufgetragener Leim in die Löcher entweichen kann;
6. der Riemen als Ganzes wird geschmeidi ger und kann sich den Poulies tadellos an schmiegen; 7. es ergibt sich eine grosse Erleichterung in der Beschaffung und Auswahl des Mate rials, indem man beispielsweise für die Her stellung von dicken Treibriemen nicht auf die so raren schweren Häute angewiesen ist, son dern mindestens drei Lagen in normalen Stär ken verwenden kann.
Driving belt made from several layers of leather. Modern drive technology needs appropriate tools to enable the transmission of mechanical power in a rational manner. The drive belt plays an important role here, as it forms the flexible link and at the same time the safety valve between the power source and the driven machine element or the work machine. It has now been found, however, that normal drive belts are often not sufficient for the high demands on modern drives because they do not have the required properties due to a lack of sufficient flexibility, tear resistance, elongation resistance and friction effect.
Such unsuitable drive belts slip on the pulleys, stretch too much and are the cause of numerous malfunctions, they cause speed and power losses and are uneconomical due to time-consuming and costly production losses.
To remedy these deficiencies, attempts have already been made to rivet longitudinal strips or panels made of leather onto the actual drawstring or to attach them to the drawstring by means of eyelets.
By the invention, which men has a Treibrie, all these disadvantages should now be eliminated.
For this purpose, the drive belt consists of at least three interconnected leather layers, namely a full drawstring without loosening, forming the outermost layer, and the remaining perforated leather layers, of which the innermost layer, which comes into contact with the pulleys, consists of an anti-skid layer. There is friction lining and the intermediate layer is used to reinforce the train band.
While so far leather has only been used for driving; had one made of one or two layers, which had a somewhat sufficient flexibility for fast running over the pulleys, it is possible according to the invention to produce multi-layer belts that work perfectly. Even with double belts according to the previous unperforated type of manufacture, the performance is greatly reduced compared to simple belts, ie belts made from a single leather layer, since tensile stress and compression exert a negative influence when bending.
To transfer a certain load with given drive conditions, single or double belts are too weak; there is a lack of the necessary substance to achieve perfect performance.
It is precisely here that the advantages of the subject matter of the invention come into their own. Since the belt material of the intermediate layer and the friction lining at the points of the holes can partially move into this under heavy use, the stowage of the material adjacent to the pulley is ge ringer; At the same time, the fibers of the tension tape suffer less from strain, but both the resistance to stretching and the adhesion are fully retained.
Assume that a drive belt is used under the following conditions (example from practice): Diameter of the belt pulley 400 mm, wrap angle 120, wrap distance of the belt around the circumference 420 mm, belt speed v - 20 m / sec. In this case, the belt only has one-half second to cover the path on the disc or to move from the straight to the curved and back to the stretched state.
In the drawing, two exemplary embodiments of the subject matter of the invention are shown, namely FIG. 1 shows a view of a portion of the first embodiment in the direction of the arrow I drawn in FIG. 2, FIG. 2 shows a longitudinal section of the belt along the line II- II in Fig. 1,
3 shows a cross section of the belt along the line III-III in FIG. 1, FIG. 4 shows a view of a section of the second exemplary embodiment in the direction of the arrow IV drawn in FIG. 5, FIG. 5 shows a longitudinal section of the belt according to FIG Line VV and FIG. 6 shows a cross section of the belt along the line VI-VI.
In the example according to FIGS. 1 to 3, 1 denotes the actual leather drawstring, 2 the specific anti-skid friction lining made of spe cially tanned chrome leather and 3 the intermediate layer used to reinforce the drawstring. All three leather layers are cemented together seamlessly and without rivets. In this example, the anti-skid friction lining 2 consists of a single piece that extends over the entire width of the belt.
With 4 circular holes are designated, which enforce the anti-skid friction lining. With 5 further holes are designated which, however, not only penetrate the anti-skid friction lining 2, but also the intermediate layer. The actual drawstring remains uncurled. The holes 4 are arranged in row 1I = H and the holes 5 in row <I> H 'H', </I> where the distances between the holes in the rows are equal to one another; G, G 'are rows that have both holes 4 and 5. The holes could also have an elongated shape.
In the second exemplary embodiment according to FIGS. 4 to 6, the following again denotes: 1 the drawstring; 2 the anti-skid friction lining and 3 the reinforcing intermediate layer. The subject of the example discussed above is. Here the anti-skid friction lining is divided into three spaced apart bands 2a, 2b, 2e, all of which run in the longitudinal direction of the belt. Instead, it would of course also be possible to place the individual bands diagonally, i.e. H. Glue the intermediate layer at an angle to the belt lengthways.
Here, too, denote again: 4 the holes penetrating the anti-skid friction lining, and 5 further openings which put the lining 2 and the intermediate layer 3 through. In this example, too, the holes 4 and 5 are arranged in rows and be found in these rows at equal distances from each other. Instead of this, however, they could also be irregular, i.e. H. not be arranged in a row and at uneven distances from one another.
The combined drive belt described above works as follows: In the stretched run, the uncurled and therefore strong tension band takes over the power transmission, with the other layers giving it a secure hold. In addition, the perforated inner layers relieve the tension band and increase its tensile strength and resistance to expansion.
In summary, the perforated anti-skid friction lining on the pulley, whether it consists of one piece over the entire width of the belt or is divided into several strips, offers the following advantages 1. the fibers of this lining (as well as the also perforated intermediate layer) can move when running ben of the belt over the disks, ie at the moment of the bend in the holes or against the holes move ben, whereby the compression of the material is reduced;
2. As a result of this fiber displacement option, the material (leather) does not become brittle; 3. The heating resulting from the internal friction due to the strain and compression of the fibers (bending and elasticity) is reduced; the holes act practically like enlarged skin pores as a respiratory organ; 4. the air entrained at the point of contact can escape into the holes; 5. There are no putty pockets between the individual layers that harden the belt, since glue that has been applied too thickly can escape into the holes;
6. The belt as a whole becomes more supple and can nestle perfectly against the poulies; 7. There is a great deal of relief in the procurement and selection of the mate rials, for example by not having to rely on the rare heavy hides for the manufacture of thick drive belts, but rather using at least three layers of normal strengths.