Verfahren zur Herstellung von Leichtbauplatten. Bekanntlich werden für neuzeitliche Bau ten in grossem Umfange Leiehtbauplatten ver wendet, insbesondere solche, :die durch Ver festigung von Holzwolle mittels kaustischer 1tragnesia (hierunter versteht man :das durch Brennen von Magnesit bei 800 bis 900 C er- bältliche Produkt) und Magnesiumsulfat- lösung in der Wärme hergestellt werden.
Solche Leichtbauplatten haben sich wegen ihrer vorzüglichen Eigenschaften und ihres relativ günstigen Herstellungspreises in immer steigendem Umfange einführen können.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung von Leichtbauplatten durch Verfestigung von vegetabilischen Füllstoffen mittels kaustischer Magnesia und Magnesium sulfatlösung in :der Wärme, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man als Füllstoff neben Holzwolle einen weiteren spezifisch leichten vegetabilischen Stoff verwendet.
Die bisher für die Leichtbauplattenfabri- kation benötigten Holzmengen bedeuten eine erhebliche Belastung des Holzmarktes bzw. Inanspruchnahme :der ohnehin knappen und für viele andere Zwecke ebenso :dringend be nötigten Holzbestände.
Besonders geeignet als weiterer Füllstoff ist z. B. getrockneter, zerkleinerter und entkeim ter Torf. Bei Verwendung von bis ungefähr gleichviel Torf wie Holzwolle wird auf diese Weise eine Platte erhalten, welche nicht wesentlich schwerer ist als eine unter Ver wendung von Holzwolle allein als Füllstoff erzeugte Platte, dafür aber ein kleineres Porenvolumen aufweist. Dies ergibt eine Ver besserung :der Isolierfähigkeit der Platte, ver bunden mit einer Erhöhung der mechanischen Festigkeit.
Torf steht als Rohstoff vorläufig in prak tisch unbegrenzten Mengen zur Verfügung. Für die notwendige Trocknung des Torfes können mit besonderem Vorteil die ausserhalb der Campagne, insbesondere also während des Sommers stilliegenden Darren der Zucker fabriken ausgenutzt werden.
Das vorliegende Verfahren bedingt keine grundsätzliche Änderung der Apparaturen, wie sie für die Herstellung von Holzwolle- Magnesit-Leichtplatten üblicherweise verwen det werden.
An Stelle von Torf können mit gleicher oder ähnlicher Wirkung andere vegetabilische Füllstoffe verwendet werden.
Eine Verbilligung des Erzeugnisses ist auch :dadurch möglich, dass man an Stelle reiner kaustischer Magnesia ein Produkt mit einem mehr oder weniger hohen Kalkgehalt verwendet, beispielsweise eine Mischung von kaustischer Magnesia mit gebranntem Kalk, wie sie wirtschaftlich am günstigsten durch Brennen von natürlich vorkommendem Dolo- mit erhältlich ist.
Beispiel: Zu 50 Teilen eines 50 % Holzwolle und 50 % entkeimten weissen faserigen. Torf ent haltenden Gemisches werden 30 Teile kau stischer Magnesia und 20 Teile Magnesium- sulf atlösung zugesetzt und das noch f euohte Gre- misch zu Platten geformt, - ,die dann der Wärme ausgesetzt werden.
Process for the production of lightweight panels. It is well known that lightweight building boards are used on a large scale for modern buildings, especially those made by solidifying wood wool with caustic tragnesia (this means: the product obtained by burning magnesite at 800 to 900 C) and magnesium sulfate solution can be produced in the warmth.
Such lightweight panels have been able to be introduced to an ever increasing extent because of their excellent properties and their relatively low manufacturing price.
The invention relates to a method for the production of lightweight panels by solidifying vegetable fillers by means of caustic magnesia and magnesium sulfate solution in: the heat, which is characterized in that a further specifically light vegetable substance is used as filler in addition to wood wool.
The quantities of wood required up to now for the manufacture of lightweight panels mean a considerable burden on the wood market and the demand: the already scarce and, for many other purposes, urgently needed wood stocks.
Particularly suitable as a further filler is, for. B. dried, crushed and sterilized ter peat. When using up to about the same amount of peat as wood wool, a board is obtained in this way which is not significantly heavier than a board produced using wood wool alone as a filler, but has a smaller pore volume. This results in an improvement: the insulating capacity of the plate, combined with an increase in mechanical strength.
For the time being, peat is available as a raw material in practically unlimited quantities. For the necessary drying of the peat, the kilns of the sugar factories that are idle outside of the campaign, especially during the summer, can be used with particular advantage.
The present process does not require any fundamental change in the equipment that is usually used for the production of wood wool-magnesite lightweight panels.
Instead of peat, other vegetable fillers can be used with the same or a similar effect.
The product can also be made cheaper: instead of pure caustic magnesia, a product with a more or less high lime content is used, for example a mixture of caustic magnesia with quick lime, which is economically most advantageous by burning naturally occurring dolomite. is available with.
Example: To 50 parts of a 50% wood wool and 50% sterilized white fibrous. To the mixture containing peat, 30 parts of chewing magnesia and 20 parts of magnesium sulphate solution are added and the still-free mixture is formed into sheets, which are then exposed to heat.