Einrichtung zur Erleichterung des Anziehens und Lösens von Muttern. Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich um eines Einrichtung zur Erleichte- rung des Anziehens und Lösens von Muttern, und zwar besonders von grossen,
starkbelaste- tem Muttern. Die Erfindung ist gekennzeissh- net durch eine Verrichtung zum Spannen des Bolzens unabhängig von der Mutter.
Wenn die Teile gross sind und die Schraube stark angezogen werden soll (meh rere zehntausend Kilogramm) sind bedeu tende Kräfte erforderlich, wenn die Mutter 2 in gewöhnlicher Weise angezogen werden soll.
Mit der Einrichtung gemäss der Erfin dung wird das Anziehen der Mutter er- leichtert, Die beigefügte Zeichnung veransehaulicht zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung. In Fig. 1 bezeichnet 1 den Schraubenbol zen und 2 ist eine Mutter, mittels welcher der Bolzen 1 gespannt wird, z. B. beim Zusammenschrauben von zwei Maschinen teilen, beispielsweise in einem Walzwerk.
Zwischen dem Bolzen 1 und der Mutter 2 be findet sich ein ringförmiger Teil 3 - im folgenden "Kolben" genannt - der innen mit dem Bolzen 1 und aussen mit der Mutter 2 in Gewindeeingriff steht. Der Kolben 3 hat eine dünnwandige, sich nach unten er- streckende, ringförmige Verlängerung 4.
Seine zylindrischen Flächen 5 und 6 werden in entsprechenden zylindrischen Flächen eines andern ringförmigen Teils 7 - im folgenden "Zylinder" genannt - geführt. Am Kolben 3 ist mittels Schrauben 8 eine ringförmige Dichtung 9 befestigt, die eines teils gegen die zylindrische Fläche 5 des Zylinders 7 und andernteils gegen die zylin drische Fläche 6 der Kolbenverlängerung 4 abdichtet.
Im Zylinder 7 ist eine weitere Dichtung 10 angebracht und mittels Schrau ben 11 mit dem Zylinder 7 verbunden, die auch gegen die beiden genannten Flächen 5 und 6 abdichtet.
Am Zylinder 7 ist ein Druckstutzen an gebracht, der eine mit Feingewinde ver- sehene Schraube 13 mit Vierkantkopf 12 aufweist, die in ein entsprechendes Gewinde im Zylinder 7 passt. Von dem mit Gewinde versehenen Loch 14 führt ein Kanal 15 zu einem ringförmigen Arbeitsraum 16, der zwischen den Teilen 4 und 7 gebildet ist.
Der ringförmige Raum 16, der Kanal 15 und das Loch 14 werden mit einem dick flüssigen, druckübertragenden Mittel, z. B. Paraffin, gefüllt. Darauf wird die Schraube 13 in das Loch 14 eingesetzt und die Vor richtung 3, 7 mittels des Kolbens 3 auf den Schraubenbolzen 1 geschraubt, so dass sie die in Fig. 1 gezeigte Lage _ einnimmt, in welcher die Druckflüssigkeit die genannten Räume vollkommen ausfüllt.
Beim Anziehen der Schraube 13 wird das Druckmittel auf einen bedeutenden Druck gebracht, weshalb der Kolben 3 in der Figur nach oben gedrückt wird, wobei er den Bolzen 1 spannt. Der Druck soll etwas grösser sein als für die gewünschte Spasn- kraft erforderlich, weil eine Rückfederung eintritt,
wenn die Belastung auf die Mutter übertragen wird. Die Mutter 2 wird zweck mässig schan vor dem Aufbringen der Vor richtung 3, 7 auf den Schraubenbolzen. 1 auf das Aussengewinde des Kolbens 3 auf geschraubt, so dass sie gegen den Zylinder 7 anliegt.
Sie nimmt beim Spannen an der Bewegung des Kolbens 3 teil und steht also nach dem Spannen mit dem Zylinder 7 nicht mehr in. Berührung. Die Mutter 2 wird jetzt nachgezogen, bis sie wieder mit dem Zylinder 7 in Berührung kommt, worauf die Schraube 13 gelöst werden kann,
so dass der Druck im Arbeitsraum absinkt und die Mutter 2 die Belastung übe<U>rnimm</U>t. Es kann zweck mässig sein, die Flüesigkeit noch ein- oder mehrere Male unter Druck zu setzen und die Mutter 2 jedesmal nachzuziehen,
um die ge- wünschte Belastung des Schraubenbolzens 1 zu erhalten.
In Fig. 2 haben die entsprechenden Teile die gleichen Zifferbezeichnungen wie in Fig. 1. Der hauptsächliche Unterschied zwi schen den beiden Ausführungsformen be steht in der Abstützung der Mutter, die in Fig. 2 unmittelbar auf dem Maschinenteil 17 ruht.
Der Kolben 3 wird auf einen Teil des Bolzens geschraubt, der über die Mutter hinausragt, und der Zylinder ist mit Stützen 18 versehen, die ausserhalb der Mutter ange ordnet sind und den Zylinder auf dem Maschinenteil 17 abstützen. Zwischen den Stützen 18 sind Öffnungen angeordnet, durch welche ,ein Werkzeug eingeführt und mit den Löchern 19 in der Mutter in Ein griff gebracht werden kann, um die Mutter zu drehen.
Der Bolzen wird auf die gleiche Weise belastet, wie im Zusammenhang mit <B>Mg.</B> 1 beschrieben, worauf die Mutter ange zogen wird. Wenn die Mutter genügend nachgezogen ist, wird der Kolben entlastet und kann zusammen mit dem Zylinder ent fernt werden. Die Vorrichtung kann dann zum Anziehen eines andern Bolzens verwen det werden.
Es ist daher unnötig, für jeden Bolzen eine Anziehvorrichtung anzuschaffen, was besonders vorteilhaft ist, wenn eine An zahl gleicher Bolzen angezogen werden soll, wie z. B. bei Fundamenten.
Die Vorrichtung kann natürlich auch verwendet werden, wenn die Mutter 2 gelöst werden soll, um die Reibung zwischen Mutter und Unterlage zu vermindern.
Es kann auch eine druckerzeugende Vor- richtung mit Spannvorrichtungen an meh reren Bolzen verbunden werden, deren Muttern gleichzeitig angezogen werden sollen.
Device to facilitate the tightening and loosening of nuts. The present invention is a device for facilitating the tightening and loosening of nuts, especially large,
heavily loaded nuts. The invention is characterized by a device for tensioning the bolt independently of the nut.
If the parts are large and the screw is to be tightened strongly (several tens of thousands of kilograms) significant forces are required when the nut 2 is to be tightened in the usual way.
With the device according to the invention, the tightening of the nut is made easier. The attached drawing illustrates two exemplary embodiments of the invention. In Fig. 1, 1 denotes the screw bolt zen and 2 is a nut by means of which the bolt 1 is tensioned, for. B. share when screwing two machines together, for example in a rolling mill.
Between the bolt 1 and the nut 2 there is an annular part 3 - hereinafter called "piston" - which is threadedly engaged on the inside with the bolt 1 and on the outside with the nut 2. The piston 3 has a thin-walled, downwardly extending, annular extension 4.
Its cylindrical surfaces 5 and 6 are guided in corresponding cylindrical surfaces of another annular part 7 - hereinafter referred to as "cylinder". An annular seal 9 is attached to the piston 3 by means of screws 8, which seals a part against the cylindrical surface 5 of the cylinder 7 and the other part against the cylindrical surface 6 of the piston extension 4.
In the cylinder 7, another seal 10 is attached and connected by means of screws ben 11 to the cylinder 7, which also seals against the two surfaces mentioned 5 and 6.
A pressure nozzle is attached to the cylinder 7 and has a fine thread screw 13 with a square head 12 that fits into a corresponding thread in the cylinder 7. From the threaded hole 14 a channel 15 leads to an annular working space 16 which is formed between the parts 4 and 7.
The annular space 16, the channel 15 and the hole 14 are filled with a thick liquid, pressure-transmitting agent, e.g. B. paraffin filled. The screw 13 is then inserted into the hole 14 and the device 3, 7 is screwed onto the screw bolt 1 by means of the piston 3 so that it assumes the position shown in FIG. 1, in which the pressure fluid completely fills the spaces mentioned.
When the screw 13 is tightened, the pressure medium is brought to a significant pressure, which is why the piston 3 is pressed upwards in the figure, wherein it tensions the bolt 1. The pressure should be somewhat greater than required for the desired relaxation force, because springback occurs,
when the burden is transferred to the mother. The nut 2 is expediently schan before applying the device 3, 7 on the bolt. 1 is screwed onto the external thread of the piston 3 so that it rests against the cylinder 7.
It takes part in the movement of the piston 3 during the clamping and is therefore no longer in contact with the cylinder 7 after the clamping. The nut 2 is now tightened until it comes into contact with the cylinder 7 again, whereupon the screw 13 can be loosened,
so that the pressure in the working area drops and the nut 2 takes the load. It can be useful to put the liquid under pressure one or more times and tighten nut 2 each time,
in order to obtain the desired load on the screw bolt 1.
In Fig. 2, the corresponding parts have the same numerical designations as in Fig. 1. The main difference between the two embodiments be is in the support of the nut, which rests directly on the machine part 17 in FIG.
The piston 3 is screwed onto a part of the bolt which protrudes beyond the nut, and the cylinder is provided with supports 18 which are arranged outside the nut and which support the cylinder on the machine part 17. Openings are arranged between the supports 18 through which a tool can be inserted and gripped with the holes 19 in the nut in order to rotate the nut.
The bolt is loaded in the same way as described in connection with <B> Mg. </B> 1, whereupon the nut is tightened. When the nut is tightened enough, the piston is relieved and can be removed together with the cylinder. The device can then be used to tighten another bolt.
It is therefore unnecessary to purchase a tightening device for each bolt, which is particularly advantageous when a number of the same bolts to be tightened, such. B. foundations.
The device can of course also be used when the nut 2 is to be loosened in order to reduce the friction between the nut and the base.
A pressure-generating device can also be connected to clamping devices on several bolts, the nuts of which are to be tightened at the same time.