CH218138A - Schmuckstück. - Google Patents
Schmuckstück.Info
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- A44—HABERDASHERY; JEWELLERY
- A44C—PERSONAL ADORNMENTS, e.g. JEWELLERY; COINS
- A44C27/00—Making jewellery or other personal adornments
- A44C27/001—Materials for manufacturing jewellery
- A44C27/002—Metallic materials
- A44C27/003—Metallic alloys
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Description
Schmuckstück. Die Erfindung bezieht sich auf ein Schmuckstück, welches ganz oder zum Teil aus einer goldfarbigen Legierung mit 83 bis 60 % Gold, 10 bis 55 % Kupfer und 0,5 bis 25 % Zink besteht. Die Legierung kann ausserdem noch zusätzliche Bestandteile, wie Silber und/oder Metalle der Platingruppe, wie z. B. Palladium, Platin, Rhoditim enthalten. Schmuckstücke aus einer derartigen Le gierung zeigen mitunter den Nachteil, dass sie einer plötzlichen Zerstörung, z. B. durch Zer fall, anheimfallen. Dieser Zerfall dürfte auf das Auftreten von Spannungen zurückzufüh ren sein, welche auf Korrosionen beruhen, die ihrerseits durch äussere Einflüsse, z. B. durch Einwirkung von Schweiss, ausgelöst werden (Spannungskorrosion). Eingehende Untersuchungen und Ver suche haben ergeben, dass man derartige Nachteile verhüten kann, wenn man den in Betracht kommenden Legierungen geringe Mengen von Unedelmetallen, wie Eisen, Ko- balt, Vanadium und dergleichen, welche in die edelmetallhaltigen Mischkristalle nicht oder nur zum Teil (also nie vollständig) ein treten, zulegiert. Die Wirkung dieser Schutzmetalle dürfte vermutlich darauf be ruhen, dass sie in Form feinster Teilchen (Kristalle) zwischen den edelmetallhaltigen Mischkristallen eingelagert sind und hier durch befähigt sind, das Auftreten schäd licher Spannungen zu verhüten. Ausser den oben genannten Schutzmetal len hat sich unter anderem auch Chrom und Silizium als gut geeignet erwiesen, dagegen kommt zum Beispiel Nickel als Schutzmetall nicht in Betracht, weil es mit den vorhan denen Edelmetallen Mischkristalle bildet und infolgedessen nicht befähigt ist, dem Auf treten schädlicher Spannungen entgegenzu wirken. Zur Erzielung der Schutzwirkungen genügen, wie gefunden wurde, bereits ver hältnismässig geringe Mengen von Schutz metallen. Für die Praxis kommen Mengen von 0,1 bis 5 %, vorzugsweise 0,3 bis 3,70 in Betracht. Legierun gen Schutzmetalle können den Legierun gen als solche zulegiert werden. Es hat sich aber als vorteilhaft erwiesen, sie in Vorlegie- rungen, z. B. mit Zink oder mit Gold ein zuführen. Wenn zum Beispiel eine Legie rung, bestehend aus Gold, Kupfer und Zink, gegen Spannungskorrosion geschützt werden soll, kann man das Schutzmetall, z. B. Eisen, mit Vorteil in einer Eisen-Zink-Vorlegierung einführen. Das Zink wandert alsdann in die Gold-Kupfer-Mischkristalle ein, während das Eisen im Zustande feinster Verteilung zwi schen den edelmetallhaltigen Mischkristallen verbleibt. Hierbei besteht gegebenenfalls die Möglichkeit, dass das Schutzmetall mit an dern anwesenden Metallen, z. B. geringen Mengen von Zink, legiert bleibt. Bei Legierungen, welche zum Beispiel Gold, Kupfer, Zink und ausserdem noch Sil ber und Platinmetalle, z. B. Palladium, ent halten, dürften sich ähnliche Vorgänge ab spielen, zum Beispiel derart, dass die Edel metalle mit Legierungskomponenten, wie Kupfer und Zink, Mischkristalle bilden, wäh rend das Schutzmetall, z. B. Eisen, für sich oder vielleicht auch mit andern Metallen legiert, zwischen die edelmetallhaltigen Mischkristalle eingelagert wird. Die zur Herstellung von erfindungs gemässen Schmuckstücken anzuwendenden Legierungen können zum Beispiel enthalten: EMI0002.0007 33-60 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Gold, <tb> 10-55 <SEP> <B>11</B> <SEP> Kupfer, <tb> 0,5-25 <SEP> Zink, <tb> 0,1- <SEP> 5, <SEP> vorzugsweise <SEP> 0,3-3 <SEP> Teile <tb> Schutzmetalle, <SEP> wie <SEP> Eisen <SEP> und <tb> dergleichen. Ausserdem können sie enthalten zum Bei spiel 1 bis 30 Teile Silber und/oder 1 bis 15 Teile an Platinmetallen, wie Palladium, Platin, Rhodium, einzelne oder zusammen. Eine gut geeignete Legierung kann zum Beispiel etwa folgende Zusammensetzung haben: 333 Gold, 390 Kupfer, 185 Zink, 82 Silber, 10 Eisen. Schliesslich können die Legierungen auch noch geringe Mengen von kornverfeinernden Metallen, z. B. Iridium, enthalten, vorzugs weise in Mengen von 0,1-1%. Die einzelnen Legierungen kann man der art erschmelzen, dass 100 Teile der Legierung die gewünschten Bestandteile, also z. B. Gold, Kupfer, Zink und Eisen, oder z. B. Gold, Kupfer, Zink, Eisen und Silber, oder z. B. Gold, Kupfer, Zink, Eisen und Palladium, oder z. B. Gold, Kupfer, Zink, Eisen, Silber, Palladium in Mengen derart enthalten, dass die Menge der Einzelteile innerhalb der oben gegebenen Grenzen liegt und die Summe der Einzelteile 100 ergibt. Wünscht man eine goldarme Legierung herzustellen, so wird man zum Beispiel 33 oder 35 Teile Gold zur Anwendung bringen, einen höheren Prozent satz von z. B. Kupfer einführen und die zu sätzlichen Metalle so bemessen, dass der Wert 100 erreicht wird. Bei goldreicheren Legie rungen wird man zum Beispiel 55-60 Teile Gold anwenden entsprechend geringeren Men gen von Kupfer usw. Die Mengen der Weiss metalle, wie Silber, Palladium und dergl. sind so bemessen, dass die Legierungen noch goldfarben sind. Es hat sich in manchen Fällen als vor teilhaft erwiesen, die Gebilde auf höhere Temperaturen zu erhitzen, sie dann abzu kühlen bezw. abzuschrecken und sie sodann durch Erhitzen auf geeignete Temperaturen anzulassen. Beim Erhitzen dürfte mehr oder weniger weitgehende Lösung der Schutz metalle erfolgen, während beim Abkühlen und Anlassen eine Wiederausscheidung oder partielle Wiederausscheidung derselben, wahrscheinlich im Zustande besonders gleich mässiger und feiner Verteilung erfolgt. Die Wirkung der Schutzmetalle dürfte gegebenenfalls auch darauf beruhen, dass bei Einwirkung korrodierender Agenzien, wie zum Beispiel Schweiss, auf die Legierun gen in erster Linie die Schutzmetalle, viel leicht unter Lösung von Spuren derselben, angegriffen werden und dass hierdurch uner wünschte Beeinflussungen der Edelmetall- legierungen hintangehalten werden. Die bei den verschiedenen Legierungen auftretenden Spannungskorrosionen bezw. die durch Zugabe von Schutzmetallen, wel che einzeln oder zu mehreren angewendet werden können, erzielbaren Wirkungen kön nen dadurch ermittelt oder kontrolliert wer den, dass man geeignete Gebilde der zu prü fenden Legierung, z. B. in Stabform, kalt- biegt, hierdurch eine gewisse Spannung er zeugt und den gebogenen Gegenstand in ge eignete Flüssigkeiten, z. B. eine Lösung von Ferrichlorid, einführt. Hierbei treten in längeren oder kürzeren Zeiträumen Zerstö rungen, z. B. durch Zerspringen, auf. Die Zeitdauer bis zum Zerspringen gibt einen Massstab für die Widerstandsfähigkeit der Legierung gegen zerstörende Einflüsse beim üblichen Gebrauch, zum Beispiel beim Tragen der aus den Legierungen hergestellten Schmuckstücke. Die Erfindung eignet sich für die Her stellung von Schmuckstücken der verschie densten Art, wie Ringe, Armbänder Hals bänder, Brillen, Lorgnons, Operngläser usw. sowie von Bestandteilen von Schmuckstücken.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Schmuckstück, das mindestens zum Teil aus einer goldfarbigen Legierung mit 33 bis <B>60%</B> Gold, 10 bis<B>55%</B> Kupfer und 0,5 bis 25 % Zink besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung noch mindestens ein un edles Schutzmetall in Mengen von 0,1 bis 5 % enthält, das höchstens teilweise in die edelmetallhaltigen Mischkristalle eintritt und die Legierung gegen Spannungskorrosion schützt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Schmuckstücke nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung das unedle Schutzmetall in Mengen von 0,3 bis 3 % enthält. 2. Schmuckstück nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung als unedles Schutzmetall Eisen enthält. 3. Schmuckstück nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung als unedles Schutzmetall Kobalt enthält. 4.Schmuckstück nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung als unedles Schutzmetall Vanadium enthält. 5. Schmuckstück nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung ausser Gold, Kupfer, Zink und mindestens einem Schutzmetall noch Silber in Mengen von 1-30 % enthält. 6. Schmuckstück nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung ausser Gold, Kupfer, Zink und mindestens einem Schutzmetall noch mindestens ein Me tall der Platingruppe in solchen Mengen ent hält, dass die Legierung noch goldfarben ist. 7.Schmuckstück nach Patentanspruch I@ und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass die Legierung Platin in Mengen von 1 bis 15 % enthält. B. Schmuckstück nach Patentanspruch I und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass die Legierung Palladium in Mengen von 1 bis 15 % enthält. 9. Schmuckstück nach Patentanspruch I und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass die Legierung Rhodium in Mengen von 1 bis 15 % enthält. 10. Schmuckstück nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung ein kornverfeinerndes Metall in Mengen von 0,1 bis 1 % enthält. 11.Schmuckstück nach Patentanspruch I und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeich net, dass die Legierung Iridium in Mengen von 0,1 bis 1 % enthält. PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung von Schmuck stücken nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schutzmetalle in Vor legierungen in die zur Herstellung der Schmuckstücke dienenden Edelmetallegierun- gen eingeführt werden. UNTERANSPRMIE 12.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutz metalle in Vorlegierungen mit Zink in die zur Herstellung der Schmuckstücke dienen den Edelmetallegierungen eingeführt werden. <B>13.</B> Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmuck stücke im Verlauf ihrer Herstellung einem Erhitzungsvorgang unterworfen werden. 14. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmuck stücke im Verlauf ihrer Herstellung einem Abkühlungsvorgang unterworfen werden. 15.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmuck stücke im Verlauf ihrer Herstellung einem Anlassvorgang unterworfen werden.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE218138X | 1938-03-25 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
CH218138A true CH218138A (de) | 1941-11-30 |
Family
ID=5831129
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
CH218138D CH218138A (de) | 1938-03-25 | 1939-03-02 | Schmuckstück. |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
CH (1) | CH218138A (de) |
Cited By (6)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US2576738A (en) * | 1949-04-21 | 1951-11-27 | Metals & Controls Corp | Gold alloys |
US2576739A (en) * | 1950-04-26 | 1951-11-27 | Metals & Controls Corp | Gold alloys |
US2596454A (en) * | 1949-09-10 | 1952-05-13 | Metals & Controls Corp | Gold alloys |
EP0156249A1 (de) * | 1984-03-14 | 1985-10-02 | Etienne Aigner AG | Schliessvorrichtung, insbesondere für Schmuckketten |
CH714882A1 (it) * | 2018-04-12 | 2019-10-15 | Argor Heraeus Sa | Lega d'oro a 14K resistente al tarnishing e metodo di produzione della medesima. |
CH714880A1 (it) * | 2018-04-12 | 2019-10-15 | Argor Heraeus Sa | Lega d'oro resistente al tarnishing, in particolare a 9K e metodo di produzione della medesima. |
-
1939
- 1939-03-02 CH CH218138D patent/CH218138A/de unknown
Cited By (6)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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US2576738A (en) * | 1949-04-21 | 1951-11-27 | Metals & Controls Corp | Gold alloys |
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CH714880A1 (it) * | 2018-04-12 | 2019-10-15 | Argor Heraeus Sa | Lega d'oro resistente al tarnishing, in particolare a 9K e metodo di produzione della medesima. |
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