Verfahren zur Darstellung eines quaternären Aminoessigsäureamidderivates. Es wurde gefunden, dass man neue Amino- fettsäurederivate mit wertvollen Eigenschaf ten erhält, wenn man ein Halogenfettsäure- amid vom Typus
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mit leicht austauschbarem Halogen, wobei die Gruppe
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denRest eines primären odersekundären Amins bedeutet und R Wasserstoff,
eine Alkyl- oder Aralkylgruppe und R' ein Radial der Formel
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das sowohl mit dem aliphatischen wie mit dem aroma tischen Rest am N-Atom befestigt sein kann, darstellen soll, auf Ammoniak oder primäre, sekundäre oder tertiäre aliphatische, alipha- tisch-araliphatische, aliphatisch-hydroaroma- tische, aliphatisch -aromatische,
hydroaro- matische. aromatische oder cyclische Amine einwirken lässt. Diese können einfach oder gemischt substituiert sein, die Substituenten selbst können weiter substituiert sein, ins besondere vorhandene Alkylreste durch Hy- drogylggruppen und bezw. oder Halogen atome.
Sofern dabei primäre, sekundäre oder tertiäre Basen entstehen, werden sie mit den üblichen, unsubstituierten oder halogen- und bezw. oder hydrogylsubstituierten, gesättig- ten oder ungesättigten Alkylierungs- oder Aralkylierungsmitteln bis zur quaternären Substitution weiter behandelt.
Die als Zwischenprodukte verwendeten Halogenfettsäureamide werden zum Beispiel so hergestellt, dass man Halogenfettsäuren oder geeignete Derivate, wie die Ester oder Chloride, auf primäre oder sekundäre Amine vom Typus
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einwirken lässt, wobei R dargestellt wird durch Wasserstoff, ein Alkyl- oder Aralkyl- radikal und R" durch einen höhermolekularen Aralkyl- oder Alkarylrest, dessen Alkyl- gruppe auch cyclisch sein kann.
Beispiels weise seien genannt p-Laurylanilin, p-Ste- a,.vlanilin oder hochmolekulare a - substi tuierte Benzy lamine, zum Beispiel a-Undecy 1- benzy lamin, a-Reptadecy lbenzylamiti,
wie sie nach dem Leukhart'schen Verfahren aus Arylketonen mittels Ammoniumformiat oder aber aus den gleichen Ketonen durch kata lytische Hydrierung in Gegenwart von Am moniak gewonnen werden. Besonders wert voll erweisen sich dafür die Ary lalkylketone, in denen ein gesättigter Kohlenwasserstoff von mindestens 8 C-Atomen enthalten ist.
Als Beispiele seien genannt: Ketone, die aus Benzol und Palmkernfettsäure, aus Toluol und Palmitinsäure, aus Dodecylbenzol und Essigsäure, aus Anisol und Kaprinsäure usw. gewonnen werden.
Die Umsetzung dieser so dargestellten Halogenfettsäureamide mit den weiter oben angegebenen Aminen erfolgt nach bekannten Methoden, wobei mit Ammoniak bezw. pri mären, sekundären oder tertiären Aminen die entsprechenden primären bis quaternären Aminofettsäureamide entstehen.
Werden für die Umsetzung die Amine so gewählt, daB primäre, sekundäre oder tertiäre Aminofett- säurea.mide entstehen, so wird nachträglich bis zur quaternären Substitution nacha.lky- liert. Dies geschieht mit den gebräuchlichen Alkylierungs- und Aralkylierungsmitteln ,vie z.
B. mit den Mineralsäureestern gesät tigter oder ungesättigter Alkohole, wie Al- kyl-, Aralkyl- oder Alkylen-halogeniden, Halogenhydrinen, Halogenfettsäuren, Ha logenfettsäureestern, ITalogenf ettsäureamiden, Dialkylsulfaten usw. oder durch Anlagerung von Sulfonsäureestern usw.
Die neuen Aminofettsäurederivate werden als Mittel zum Schützen von Pelzen, Federn, Haaren, Leder, Papier, natürlichen oder künstlichen Fasern oder diese Stoffe enthal tenden Gegenständen vor Motten und andern Wollschädlingen verwendet.
Durch weitere Substitution oder gege benenfalls geeignete Umsetzung mit Säuren oder Nachbehandlung mit Alkylierungs- oder Aralkylierungsmitteln werden Mittel gegen tierische Schädlinge, wie Pflanzenschutz mittel, ferner fungizide, bakterizide Mittel, sowie Textilhilfsmittel erhalten.
Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein Verfahren zur Darstellung eines quater- nären Amiiioessigsäureamidderivates. da durch gekennzeichnet, daB man a-Undecyl- benzyl-chloracetamid mit Dimethylamin. um setzt und das erbaltüne a-Undecyllienzyl-di- methylaminoacetamid mit Dimethylsulfat in die quaternäre Verbindung überführt.
Die neue Verbindung, eine halbfeste Masse, ist in Wasser klar löslich und eignet sich als Mottenschutzmittel und als fungizides und bacterizides Mittel. <I>Beispiel:</I> 300 Teile Lauroy lbenzol (hergestellt aus Prilmkernfettsäure, Fraktion gp14 mm 150 bis <U>220'</U> und Benzol)
werden mit 210 Teilen konz. Ammonformiat vermischt (830 Teile Ameisensäure 85%. neutralisiert mit 1080 Teilen Ammoniak 25% und Einengen auf 900 bis 950 Teile).
Innert 4 Stunden wird unter sehr gutem Rühren auf 180 bis 185 geheizt, wobei Wasser abdestilliert. Nach dem man 5 bis 6 Stunden bei dieser Tem peratur gehalten hat, wird die entstandene Formylverbindung des a - Undecyl - benzyl- amins mit 1000 Volumteilen 20%iger alko holischer Natronlauge verseift und das freie Amin durch Ausäthern gewonnen. Durch Destillieren (Kpi4,,"" 185 bis 240') erhält man ein helles, in verdünnter Salzsäure gut lösliches 01 mit stark basischem Geruch.
Zu 130 Teilen a-I?ndecyl-benzylamin wer den unter Eiskühlung und gutem Rühren 60 Teile Chloracetylchlorid zugetropft. Der entstandene steife Brei wird innert 2 Stunden auf 9 5 geheizt und über Nacht dabei be lassen. Man lässt abkalten und fügt langsam 300 Teile 20%ige Dimethylaminlösung zu. Die Masse erwärmt sich leicht und wird 14 Stunden bei Zimmertemperatur weiter ge rührt. Man äthert hierauf aus, wäscht die ätherische Lösung gut mit Wasser und ver- jagt nach dem Trocknen mit Natriumsulfat den Äther auf dem Wasserbad.
Man erhält das a-Undecyl-benzyldimethylaminoacetamid als viskose, dunkelbraune Masse.
34,6 Teile der obigen Base werden mit 12,6 Teilen Dimethylsulfat vermischt, wobei eine beträchtliche Wärmeentwicklung statt findet, und zur Vervollständigung der Reak tion über Nacht noch auf<B>100'</B> behalten. Das Enderzeugnis, die quaternäre Ammo- niumverbindung, ist eine in Wasser klar lös liche, halbfeste Paste.
Process for the preparation of a quaternary aminoacetic acid amide derivative. It has been found that new amino fatty acid derivatives with valuable properties are obtained if a halogen fatty acid amide of the type is used
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with easily replaceable halogen, the group being
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the residue of a primary or secondary amine and R is hydrogen,
is an alkyl or aralkyl group and R 'is a radical of the formula
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which can be attached to the N atom with both the aliphatic and the aromatic residue, is intended to represent, on ammonia or primary, secondary or tertiary aliphatic, aliphatic-araliphatic, aliphatic-hydroaromatic, aliphatic-aromatic,
hydroaromatic. allows aromatic or cyclic amines to act. These can be substituted once or mixed; the substituents themselves can be further substituted, in particular any alkyl radicals present by hydroxyl groups and respectively. or halogen atoms.
If this creates primary, secondary or tertiary bases, they are with the usual, unsubstituted or halogen and bezw. or hydrogyl-substituted, saturated or unsaturated alkylating or aralkylating agents up to quaternary substitution.
The halogen fatty acid amides used as intermediates are prepared, for example, by converting halogen fatty acids or suitable derivatives, such as the esters or chlorides, to primary or secondary amines of the type
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can act, where R is represented by hydrogen, an alkyl or aralkyl radical and R ″ by a higher molecular weight aralkyl or alkaryl radical, the alkyl group of which can also be cyclic.
Examples include p-Laurylaniline, p-Ste- a, .vlanilin or high molecular weight a - substituted Benzylamine, for example a-Undecy 1-benzy lamin, a-Reptadecy lbenzylamiti,
as they are obtained by the Leukhart'schen process from aryl ketones using ammonium formate or from the same ketones by kata lytic hydrogenation in the presence of ammonia. The ary lalkyl ketones, which contain a saturated hydrocarbon of at least 8 carbon atoms, are particularly valuable.
Examples include: ketones obtained from benzene and palm kernel fatty acid, from toluene and palmitic acid, from dodecylbenzene and acetic acid, from anisole and capric acid, etc.
The reaction of these halogen fatty acid amides thus represented with the amines given above is carried out by known methods, with ammonia and respectively. primary, secondary or tertiary amines, the corresponding primary to quaternary amino fatty acid amides are formed.
If the amines are chosen for the conversion in such a way that primary, secondary or tertiary amino fatty acid a.mide are formed, then it is subsequently alkylated up to the quaternary substitution. This is done with the usual alkylating and aralkylating agents, vie z.
B. with the mineral acid esters saturated or unsaturated alcohols, such as alkyl, aralkyl or alkylene halides, halohydrins, halogen fatty acids, halogen fatty acid esters, ITalogen fatty acid amides, dialkyl sulfates, etc. or by addition of sulfonic acid esters, etc.
The new amino fatty acid derivatives are used as a means of protecting fur, feathers, hair, leather, paper, natural or artificial fibers or objects containing these substances from moths and other wool pests.
By further substitution or, if necessary, suitable reaction with acids or aftertreatment with alkylating or aralkylating agents, agents against animal pests, such as crop protection agents, also fungicidal, bactericidal agents, and textile auxiliaries are obtained.
The subject of the present patent is a process for the preparation of a quaternary Amiiioessigsäureamidderivates. this is characterized by the fact that a-undecylbenzylchloroacetamide is combined with dimethylamine. and converts the inherently thin a-Undecyllienzyl-dimethylaminoacetamide with dimethyl sulfate into the quaternary compound.
The new compound, a semi-solid mass, is clearly soluble in water and is suitable as a moth repellent and as a fungicidal and bactericidal agent. <I> Example: </I> 300 parts Lauroy lbenzene (made from prime kernel fatty acid, fraction gp14 mm 150 to <U> 220 '</U> and benzene)
are with 210 parts conc. Ammonia formate mixed (830 parts of formic acid 85%. Neutralized with 1080 parts of ammonia 25% and concentration to 900 to 950 parts).
The mixture is heated to 180 to 185 within 4 hours with very good stirring, water being distilled off. After keeping the temperature for 5 to 6 hours, the resulting formyl compound of a - undecyl - benzyl amine is saponified with 1000 parts by volume of 20% alcoholic sodium hydroxide solution and the free amine is obtained by etherification. Distillation (Kpi4 ,, "" 185 to 240 ') gives a light oil which is readily soluble in dilute hydrochloric acid and has a strongly basic odor.
60 parts of chloroacetyl chloride are added dropwise to 130 parts of α-indecylbenzylamine with ice-cooling and thorough stirring. The resulting stiff paste is heated to 95 within 2 hours and left there overnight. It is allowed to cool and 300 parts of 20% strength dimethylamine solution are slowly added. The mass warms up slightly and is stirred for 14 hours at room temperature. The ether is then extracted, the ethereal solution is washed well with water and, after drying with sodium sulphate, the ether is driven off on the water bath.
The α-undecyl-benzyldimethylaminoacetamide is obtained as a viscous, dark brown mass.
34.6 parts of the above base are mixed with 12.6 parts of dimethyl sulfate, a considerable amount of heat being generated, and kept at <B> 100 '</B> overnight to complete the reaction. The end product, the quaternary ammonium compound, is a semi-solid paste that is clearly soluble in water.