[go: up one dir, main page]

CH200414A - Verfahren zum Einschmelzen von Leichtmetallabfällen. - Google Patents

Verfahren zum Einschmelzen von Leichtmetallabfällen.

Info

Publication number
CH200414A
CH200414A CH200414DA CH200414A CH 200414 A CH200414 A CH 200414A CH 200414D A CH200414D A CH 200414DA CH 200414 A CH200414 A CH 200414A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
waste
sep
light metal
melting
temperatures
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Erich Junker
Willibald Leitgebel
Original Assignee
Erich Junker
Willibald Leitgebel
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Erich Junker, Willibald Leitgebel filed Critical Erich Junker
Publication of CH200414A publication Critical patent/CH200414A/de

Links

Landscapes

  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description


  Verfahren zum Einschmelzen von Leichtmetallabfällen.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren  zum Einschmelzen von Leichtmetallabfällen.  Die grosse Oberfläche der Abfallteile führt  beim Einschmelzen zu erheblichen Verlusten  an Metall durch     Abbrand.    Zur     Verminderung     dieser Verluste sind verschiedene Massnah  men bekannt, z. B. das Einbringen der Ab  fälle in geschmolzenes Leichtmetall, oder das       Bedecken    der Metallschmelze mit einer Salz  schicht, oder das Einschmelzen von mit einem       Flussmittel    vermischten Abfällen, oder das  Einbringen der Abfälle in eine Salzschmelze.

    Bisher wird vielfach zum Einschmelzen von  Leichtmetallabfällen     Natriumchlorid    benutzt,  dessen Schmelzpunkt bei<B>800'</B> C liegt, oder  ein noch höher schmelzendes Gemisch von       Natriumchlorid    und     Calciumfluorid.    Auch  der bei 977       schmelzende        gryolith    wird zu  diesem Zweck verwendet, so dass man sagen  kann, dass beim Einschmelzen von Leicht  metallabfällen     Temperaturen    von 800 bis  über 1000   C üblich sind.

      Die Erfindung bezweckt, beim Ein  schmelzen von Leichtmetallabfällen den Me  tallverlust durch     Abbrand    auf     ein        Minimum     zurückzuführen und auch zu     verhüten,    dass  die Zusammensetzung von Leichtmetallegie  rungen sich beim     Einschmelzen    der Abfälle  durch Ausbrennen oder Verschlacken einzel  ner Legierungsbestandteile ändert.

   Dies     wird     gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass  die Leichtmetallabfälle zunächst mit     Hilfe     von     Lösungsmitteln    von Fetten, Ölen und  sonstigen Verunreinigungen völlig befreit  werden und anhaftende     Feuchtigkeit    durch  Trocknung restlos entfernt     wird,    worauf die  reinen Abfälle bei     Temperaturen,    die höch  stens 50   C über dem     Schmelzpunkt    der  Leichtmetallabfälle liegen, eingeschmolzen  werden, und zwar unter einem geschmolze  nen Salzgemisch, welches aus mit der Me  tallschmelze nicht reagierenden und nicht  flüchtigen Salzen der Alkali-,

   Erdalkali- und       Erdmetallgruppe    besteht und eine Schmelz-           temperatur    im Bereich von 500 bis 700   C  aufweist.  



  Für das Einschmelzen von     Reinalumi-          niumspänen,        -krätzen    usw. oder     Magnesium-          abfällen    werden     vorzugsweise    Temperaturen  von 650 bis<B>690'</B> C angewendet. Bekannt  lich liegt der Schmelzpunkt von     Reinalumi-          nium    bei<B>658'</B> C und der Schmelzpunkt von       lfagnesium    bei<B>650'</B> C.

   Werden nun       Schmelztemperaturen    von etwa 650 bis  <B>690'</B> C für diese Metalle angewendet, so  liegt die Temperatur der Schmelze nur wenig  über dem Schmelzpunkt des     Metalles    und  der Verlust durch     Abbrand,    Reaktion und  Verdampfung ist auf ein Minimum reduziert.  Bei     Leichtmetallegierungen    werden vorzugs  weise Temperaturen von 520 bis<B>650'</B> C je  nach der Zusammensetzung und dem Schmelz  punkt der Legierungen angewendet, da diese  im allgemeinen einen niedrigeren Schmelz  punkt als die reinen Leichtmetalle haben.  Zum Beispiel beträgt der untere Schmelz  punkt von     Duralumin    nur<B>525'</B> C.  



  Die Schmelztemperaturen im Bereich von  650 bis 690   und im Bereich von 520 bis  650   C können zum Beispiel dadurch er  reicht und     innegehalten    werden,     daB    Salz  gemische von Alkali-.     Erdalkali-    und     Erd-          metallsalzen    angewendet werden, die von  Schwermetallen f     rei    sind und deren Schmelz  temperaturen im Bereich von etwa 500 bis  700   C liegen.

   Bewährt haben sich Mischun  gen aus folgenden Salzen:       Natriumchlorid,        Kaliumchlorid,        Kryolith,          Natriumfluorid,        Bariumchlorid,    Aluminium  chlorid.     Aluminiumfluorid.     



  Salzgemische, die mit. dem zu schmelzen  den Leichtmetall chemisch reagieren, sowie  leicht flüchtige oder hygroskopische Salz  gemische sind zu vermeiden. Als Beispiele  für geeignete Zusammensetzungen von Salz  gemischen seien folgende genannt:  
EMI0002.0028     
  
    1. <SEP> 30-45 <SEP> % <SEP> NaCl
<tb>  5-20 <SEP> % <SEP> NaF
<tb>  Rest <SEP> KCl       Schmelzpunkt: 600 bis 680  .  
EMI0002.0029     
  
    2. <SEP> Etwa <SEP> 45 <SEP> % <SEP> NaCI
<tb>  5-10 <SEP> % <SEP> NaF
<tb>  35-44% <SEP> KCl
<tb>  6-10 <SEP> % <SEP> A1 <SEP> C18       Schmelzpunkt: 580 bis 620  .

    
EMI0002.0030     
  
    3. <SEP> Etwa <SEP> 40 <SEP> % <SEP> NaCl
<tb>  4-10 <SEP> % <SEP> NaF
<tb>  34-51 <SEP> % <SEP> KCl
<tb>  5-16 <SEP> % <SEP> AIF8       Schmelzpunkt: 590 bis<B>610'.</B>    4. 60-70 %     NaCl     5-10 %     NaF     6-10 %     Kryolith          14-25%        BaC12       Schmelzpunkt: 550 bis<B>625'.</B>  
EMI0002.0036     
  
    5. <SEP> <B>55-65%</B> <SEP> NaC1
<tb>  20-30 <SEP> % <SEP> Kryolith
<tb>  5-25 <SEP> % <SEP> BaC12       Schmelzpunkt: 630 bis<B>720'.</B>    Für grobe und wenig     oxydierte    Abfälle,  z. B. grobe Späne, kommen vorzugsweise  die Gemische 1 bis 3 in Betracht, für feine  und stärker     oxydierte    Abfälle, z. B.

   Drähte,  die     Salzmischungen    4 und 5.     Durch    wech  selnde Zusammensetzung der Salzgemische  können solche von jeder gewünschten       Schmelztemperatur    innerhalb eines Bereiches  von 500 bis 700   C erzielt werden.  



  Bei der praktischen Durchführung des  Verfahrens     können    die trockenen,     aber        noch     mit<B>01</B> behafteten     Leichtmetallabfälle    lose  oder in Paketen, z. B. zu Briketts gepresst,  mit Lösungsmitteln behandelt, z. B. mit Ben  zin oder     Tetrachlorkohlenstoff        berieselt    oder  in solche Lösungsmittel eingetaucht werden.       1Eernaeh    können die Abfälle erwärmt wer  den, um sie von den     Resten    der Lösungs  mittel zu befreien. Die     verunreinigten    Lö  sungsmittel können     regeneriert    werden.  



  Zum Schmelzen können Ofen aus Eisen  dienen, die entweder nicht ausgekleidet sind  oder Futter     aus        Magnesit,        gesintertem        Ko-          rund,        Spinell    und     dergl.        enthalten.    Soweit  zum Einschmelzen     niedrig    schmelzender Le  gierungen bei     Temperaturen    von 520 bis  650   C gearbeitet wird, werden vorzugsweise      nicht ausgekleidete Ofen     benutzt.    Es hat sich  gezeigt,

   dass bei diesen Temperaturen und  unter     Einhaltung        dieses    Verfahrens     keine     Aufnahme von Eisen     stattfindet.     



  Besonders hat sich     eine    Bauart der Ofen  nach Art der bekannten     Verzinkungsöfen    be  währt, bei denen das     Schmelzbad    durch eine  Trennwand derart geschieden ist, dass über  dem Metallbad auf der einen Seite der  Trennwand sich die Salzschmelze befindet,  während auf der andern Seite der Trenn  wand die blanke Metalloberfläche zutage  tritt. Die Abfälle werden dabei auf derjeni  gen Seite der Trennwand eingebracht, auf  welcher sich die Salzschmelze befindet.  



  Die Erfindung kann aber auch so aus  geführt werden, dass die Leichtmetallabfälle  bei den     oben        angeführten    möglichst niederen  Temperaturen eingeschmolzen, zum Beispiel  in ein vorhandenes     Metallbad,    eingetragen  werden, dessen     Temperatur    nur wenig über  dem Schmelzpunkt des jeweiligen     Metalles     oder der jeweiligen Legierung     bezw.    in den  oben genannten Intervallen von 520 bis 650    oder 650 bis<B>690'</B> C liegt. Hierbei     können     Tiegel oder Ofen aus keramischen Massen ver  wendet werden.  



  Die     Vorteile    bestehen bei dem neuen Ver  fahren hauptsächlich darin, dass nur ein sehr  geringer Verlust durch     Abbrand    entsteht,  dass die Zusammensetzung des     Metalles        bezw.     der Legierungen durch das Einschmelzen  nicht oder nicht nennenswert     geändert    wird,  dass ein reines Blockmetall ausgebracht wer-    den kann, und dass kein wesentlicher Angriff  auf das Tiegel-     bezw.    Ofenmaterial durch       die    Schmelze erfolgt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Einschmelzen von Leicht metallabfällen, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfälle zunächst mittels Lösungsmittel von Fetten, Ölen und sonstigen Verunreini gungen völlig befreit werden und anhaftende Feuchtigkeit durch Trocknung restlos ent fernt wird, worauf die reinen Abfälle bei Temperaturen, die höchstens 50 C über dem Schmelzpunkt der Leichtmetallabfälle lie gen, unter einem geschmolzenen Salzgemisch eingeschmolzen werden, welches aus mit der Metallschmelze nicht reagierenden und nicht flüchtigen Salzen der Alkali-, Erdalkali- und Erdmetallgruppe besteht und eine Schmelz temperatur im Bereich von 500 bis<B>700'</B> C aufweist. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfälle reiner Leichtmetalle bei Temperaturen von 650 bis<B>690'</B> C eingeschmolzen werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfälle von Leichtmetallegierungen bei Temperaturen von 520 bis 650 C eingeschmolzen wer den.
CH200414D 1936-06-06 1937-06-02 Verfahren zum Einschmelzen von Leichtmetallabfällen. CH200414A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200414X 1936-06-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH200414A true CH200414A (de) 1938-10-15

Family

ID=5760921

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH200414D CH200414A (de) 1936-06-06 1937-06-02 Verfahren zum Einschmelzen von Leichtmetallabfällen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH200414A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747353C (de) * 1939-06-04 1944-09-20 Peter Schmidt Dipl Ing Verfahren zum Einschmelzen von Spaenen, Abfaellen o. dgl. von Zink oder Zinklegierungen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747353C (de) * 1939-06-04 1944-09-20 Peter Schmidt Dipl Ing Verfahren zum Einschmelzen von Spaenen, Abfaellen o. dgl. von Zink oder Zinklegierungen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1912887C3 (de) Verfahren zur Entfernung von mindestens einem Teil von Verunreinigungen aus geschmolzenen metallischen Aluminiummaterialien
DE4221480C2 (de) Verfahren und Gemisch zum Formen einer zusammenhängenden Feuerfest-Masse auf einer Oberfläche
DE2713639A1 (de) Verfahren zum schmelzen von kupferlegierungen
CH200414A (de) Verfahren zum Einschmelzen von Leichtmetallabfällen.
DE941370C (de) Verfahren zur Herstellung von Natriumperborat mit niedrigem Schuettgewicht
DE816018C (de) Verfahren zur Entfernung von Magnesium aus Aluminiumschrott bzw. Aluminium-Legierungen
DE830787C (de) Verfahren zur Herstellung fluechtiger Chloride
DE3817553A1 (de) Verfahren zum herstellen von titan und zirkonium
DE885933C (de) Verfahren zur Entfernung der Metalle der zweiten Gruppe des periodischen Systems aus solche Metalle enthaltenden Aluminiumlegierungen
DE575046C (de) Verfahren zur Entfernung von Silber und Wismut
DE659154C (de) Verfahren zur Herstellung von kristallinem Beryllium
DE594259C (de) Herstellung von wasserfreiem Zinntetrachlorid
AT164494B (de) Durch einen Schutzmantel aus Aluminium gegen Abbrand geschützte negative Graphitelektrode für nach dem Dreischichtenverfahren arbeitende Aluminiumraffinationsöfen
DE709830C (de) Verfahren zum Gewinnen von Aluminium
DE672552C (de) Verfahren zur Herstellung von annaehernd graphitfreiem Borcarbid
DE1667413B1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Alkalimonofluorphosphaten und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
AT160592B (de) Lötverfahren und Flußmittel zur Durchführung desselben.
DE966470C (de) Verfahren zur Herstellung feuerfester Stoffe und Schleifmittel aus unreinen Rohstoffen, insbesondere Bauxiten
DE397673C (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminiumchlorid durch Reduktion von Tonerde bei Gegenwart von Chlor und einem reduzierenden Mittel
AT36719B (de) Verfahren zur Herstellung von Karbiden oder Cyanamid von Kalzium im elektrischen Ofen.
AT154890B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zinkoxyd, insbesondere von Zinkweiß.
DE892364C (de) Verfahren zum Herstellen eines Schutzueberzuges auf Schmelzgefaessen
DE913237C (de) Verfahren zur Gewinnung von Aluminium
DE888174C (de) Verfahren zum Reinigen von Schmelzoefen
DE1592367C (de) Kreislaufverfahren zur Herstellung von Ammoniak und Chlorwasserstoff aus Ammoniumchlorid