Verfahren zum Imprägnieren von organischen Zuschlagstoffen für künstliche Xassen. Die Beimiscliung von organischen Zu schlagstoffen in Form -von Holz, Stroh, Schilf, Kork, Torf und andern ähnlichen Stoffen zu künstlichen Massen, bei denen die Verbindung mit wasserhaltigen Bindestoffen organischer oder mineralischer Natur be wirkt wird, ist bekannt.
Es sind auell Verfahren in Vorschlag ge- 'bracht worden, die die Verbindungsmöglich keit der organischen Zuschlagstoffe mit mineralischen Bindemitteln, in Form von Ze ment, Gips, Kalk, Magnesit, usw. verbessern sollen, und zwar durch Behandlung mit Chemikalien in Form von Waeserglas, Bürax- lösungen, Kochsalz, Chlormagnesium, Kalk- mileh und andern ähnlichen Stoffen.
Um das Material wasserdicht zu machen, sind auch Beimisehungen von bituminösen Stoffen, beispielsweise Asphalt und Teer, zu künetlichen Massen bekannt.
Die Bitumenmasse wird erhitzt und in relativ grossen Mengen mit dem Zuschlagstoff vermengt, wie zum Beispiel nach dem .deutschen Patent Nr. <B>23056.</B> Derart vorberei tetes Material ist aber in Verbindung mit wasserlialtigen, zum Beispiel 'hydraulischen Bindemitteln mineralischer Art unbrauchbar, weil es wasserhaltigen Mörtel abstösst.
Nachdem aber die zur Verwendung 1,-(>m- menden organischen Stoffe faet durchwegs eine grosse Was-seransaugung aufweisen und die vorgeschlagenen Mittel, sie wasserfest zu machen, das Material untauglich zur Verbin dung mit -,vasserhaltigen Bindemitteln ma chen, ist es mit Anwendung oben erwähuter Mittel nicht möglich, ein Endprodukt herzu stellen, welches eine entsprechende Festig keit, Haltbarkeit und Wetterfestigkeit er- rei eht.
Die bei der Imprägnierung mit wasser haltigen Lösungen sieh ergebenden Stoffe verändern naturgemäss ihre Grössenverhält nisse, und zwa.r 2 bis<B>5</B> 7o. Werden also der art präparierte Zusehlagstoffe zu plastischen Massen verarbeitet, so wird durch das beim Trocknen eintretende Zusammenziehen der Zusch.lagstoffe das Gefüge der Massen ge lockert und die Festigkeit und Haltbarkeit- ungünstig beeinflusst.
Wer-den die Zuschlagstaffe nach der Im- prä,gnierung und vor Verarbeitung mit den wässerigen Bindemitteln getrocknet, so wird mit dieser Arbeitsweise keine Verbesserung erzielt, weil keines der bekannten Verfahren erreicht, dass nach dem Trocknen das Mate rial wasserunempfindlich -wird.
Beim Zusammengeben mit den wasserhal tigen Bindemitteln saugen die genannten Stoffe Wasser an; es treten somit die oben erwähnten Übelstände gleichermassen auf.
Durch Anwendung von Kochsalz selbst in kleinen Mengen, leidet, ausserdem das Fertig produkt, insbesondere wenn als Bindestoff Zementmörtel verwendet wird, weil Koe,1-i- salz auf diesen Stoff zerstörend wirkt.
Diese Tatsache ist festgestellt duroh Zer störung von mit Zement hergestellten Bau teilen, die mit dem salzhaltigen Meerwasser in Berührung kommen; es ist weiter fest gestellt, dass, selbst sa.lzhaltige Luft schon ge nügt, um Zerstörungsersclieinungen herbeizu führen.
Durch die Feuchtigkeit, die, von salz artigen Imprägniermitteln festgehalten wird, sind Baustoffe, auf diese bekannte Art her gestellt, schlechte Isolierstoffe. Ein unter Verwendung von mit Kochsalz impr#Lgnier- tem Zuselilagstoff hergestellter Beton ist für Wohnungszweake, ungeeignet und ungesund wegen seines Feuelltigkeitsgehaltes.
<B>-</B> Durch das nach vorliegender Erfindung angewendete Verfahren können die oben ge schilderten Nacliteile vollkommen vermieden werden. Das Verfahren beruht darauf, dass, als Imprägniermittel eine wässerige Emul sion von bituminösen Stoffen, die eine ge wisse Klebefihigkeit aufweisen, mit Calcium- liydrat. vermischt, zur Anwendung gelangt. Diese Emulsion hat durch ihren Gehalt an klebenden Stoffen eine gute Haftmöglichkeit mit dein organischen Material, insbesondere auch Stroh.
Das Imprägniermittel kann durch Tau chen oder Aufspritzen auf den zu imprägnie- renden Zuschlagstoff gebracht werden. Nach dem '#die Imprägnierflüssigkeit gut in die Poren eingedrungen ist, wird eine pulvpri- sierte Mischung von Silikaten, Zement, Trass oder dergleichen, von denen ein Teil in wasserlöslicher Form angewendet wird, zum Beispiel als Natronsilikat in Mischung init Trass, auf das Imprägniergut aufgestaubt oder zugemischt.
Das pulverige trockene Ge misch bindet die in und an den organisehen Zuschlagstoffen haftende Flüssigkeit und verbindet sieh mit der klebrigen Bitumen- kalkmischung zu einer unlöslichen, wasser festen Masse.
Dadurch kann bei einer späteren Zugabe der wasserhaltigen Bindemittel, seien es mineralische Mörtelbildner oder Leim, oder kittartige Substanzen der verschiedensten Art, das Zusehlagsmaterial nicht mehr auf quellen, sa dass beim Trocknen der Masse eine Zerstörung des Gefüges nicht mehr eintreten kann.
Der auf den Zuschlagstoffen erzielte Niederschlag ergibt einerseits eine feste Ver bindung mit denselben, anderseits auch einen natürlichen Verbindungsstoff mit mine- ralisahen Bindemitteln, so, dass bei Verwen dung mineralischer Mörtelbildner nicht nur eine mechanische, sondern auch eine ehe- mische Verbindungsmöglichkeit mit dem sonst nicht bindefälligen organischen Mate rial erreicht wird.
Unter Verwendung von nach dem Verfah ren imprägnierten Zuschlagstoffen ist es mög- lieh, künstliche Massen herzustellen, die gute Isalierfähigkeit, gTosse Wütterfestigkeit und Haltbarkeit haben; sie können<B>je</B> nach der Art des, Bindemittels und der Zuschlagstoffe .stein-, horn- oder holzartigen Charakter haben.
Die Masse kann in bekannter Weise zu Platten, auch pappenälinlicher Beschaffen heit, zu Fürmstücken-beliebiger Art, Isolier platten mit verschiedener Struktur uiid Iso- lierfä,higkeit verarbeitet oder für Bauzweeke in Form von Guss- und Stampfbeton an gewendet werden. Das Material hat durch Zugabe von bituminösen Stoffen an sich insekten- und pilzfein#dliche Eigenschaften..
Durch Bei- inischung von entsprechenden Metallsalzen eD kann diese Wirkuno- noch erhöht werden, so <B>en</B> dass das 31aterial auch den tierischen und mykologisehen Feinden in denTropenWider- stand leisten kann.
Die beschriebene linprägnierung, gibt den ZD t5<B>Z,</B> Zusehlagstoffen weiter feuerhemniende. Eigen schaften-; wird dem pulverigen Gemisch noch 201'0 Asbestmehl zugesetzt, so werden diese Ei,renschaften erhöht.
l# Ausf iihruiigsbeisi)iel: 12% Bitumenemulsion und<B>8%</B> Caleium- hydrat werden mit Wasser verdünnt und auf das organisehe Material aufgebracht.
Auf das angefeuehtete Material wird ein pulve- ri--es Gemisch von 40<B>%</B> Natronsilikat und 6055 Trass oder von Material ähnlicher Art i auf, gestaubt oder zugemiseht. Die Anwen- dung richtet sich naeh dem Material, das ver- el wendet werden soll;
so ist zum Beispiel bei Verwendung von Stroh der Gehalt an kle- en benden Stoffen bei der Imprägnierung zu er höhen wegen der glatten Oberfläche des Strohes.
Process for impregnating organic aggregates for artificial Xasses. The addition of organic additives in the form of wood, straw, reeds, cork, peat and other similar substances to artificial masses, in which the connection with water-containing binders of organic or mineral nature, is known.
Proposals have been made to improve the possibility of combining organic additives with mineral binders, in the form of cement, gypsum, lime, magnesite, etc., by treating them with chemicals in the form of waeser glass , Office solutions, table salt, magnesium chloride, milk of lime and other similar substances.
In order to make the material waterproof, additions of bituminous substances, for example asphalt and tar, to artificial masses are also known.
The bitumen mass is heated and mixed with the aggregate in relatively large quantities, as for example according to the German patent no. <B> 23056. </B> Material prepared in this way is, however, more mineral in connection with water-based, for example hydraulic binders Kind of unusable because it repels water-based mortar.
However, since the organic substances to be used consistently have a large amount of water suction and the proposed means of making them water-resistant make the material unsuitable for connection with binders containing water, it is with It is not possible to use the above-mentioned agents to produce an end product which achieves a corresponding strength, durability and weather resistance.
The substances resulting from impregnation with aqueous solutions naturally change their proportions, and between 2 and 5 ° 7o. So if additives prepared in this way are processed into plastic masses, the contraction of the additives during drying loosens the structure of the masses and has an unfavorable effect on the strength and durability.
If the aggregate is dried after impregnation and before processing with the aqueous binders, no improvement is achieved with this procedure, because none of the known processes achieve that the material becomes insensitive to water after drying.
When combined with the water-containing binders, the substances mentioned suck in water; the above-mentioned inconveniences thus occur equally.
When using table salt even in small amounts, the finished product also suffers, especially if cement mortar is used as a binding substance, because Koe, 1-i-salt has a destructive effect on this substance.
This fact is established by the destruction of components made with cement that come into contact with the salty sea water; It has also been established that even air containing salt is sufficient to induce destructive processes.
Due to the moisture that is retained by salt-like impregnation agents, building materials, made in this known way, are poor insulating materials. A concrete produced using an additive impregnated with table salt is unsuitable and unhealthy because of its flint content.
<B> - </B> The method used in accordance with the present invention can completely avoid the above-described naclis. The method is based on the fact that an aqueous emulsion of bituminous substances, which have a certain adhesiveness, with calcium liydrate is used as the impregnating agent. mixed, used. Due to its adhesive content, this emulsion has a good ability to adhere to your organic material, especially straw.
The impregnating agent can be applied to the aggregate to be impregnated by dipping or spraying. After the impregnation liquid has penetrated well into the pores, a powdered mixture of silicates, cement, trass or the like, some of which is used in water-soluble form, for example as sodium silicate in a mixture with trass, is applied to the material to be impregnated dusted up or mixed in.
The powdery dry mixture binds the liquid adhering in and to the organic aggregates and combines with the sticky bitumen-lime mixture to form an insoluble, water-solid mass.
As a result, when the water-containing binders are added later, be it mineral mortar formers or glue, or putty-like substances of various kinds, the additive material can no longer swell, so that the structure can no longer be destroyed when the mass dries.
The precipitate achieved on the aggregate results on the one hand in a firm connection with the same, on the other hand also a natural compound with mineral-based binders, so that when using mineral mortar formers not only a mechanical, but also a domestic connection option with the otherwise not binding organic mate rial is achieved.
Using aggregates impregnated according to the method, it is possible to produce artificial masses which have good insulation properties, good weather resistance and durability; Depending on the type of binder and aggregate, they can be stone, horn or wood-like in character.
The mass can be processed in a known manner into panels, also of paperboard nature, into shapes of any kind, insulating panels with various structures and insulating properties, or used for building purposes in the form of cast and stamped concrete. Due to the addition of bituminous substances, the material itself has insect and fungus-fine properties.
By adding the appropriate metal salts, this effect can be increased even further, so that the material can also offer resistance to animal and mycological enemies in the tropics.
The described impregnation gives the ZD t5 <B> Z, </B> additives even more fire-retardant properties. Characteristics-; if 201,0 asbestos flour is added to the powdery mixture, these properties are increased.
Execution: 12% bitumen emulsion and <B> 8% </B> calcium hydrate are diluted with water and applied to the organic material.
A powdery mixture of 40% sodium silicate and 6055 trass or a material of a similar type is applied, dusted or mixed onto the moistened material. The application depends on the material that is to be used;
For example, when using straw, the content of sticky substances must be increased during the impregnation because of the smooth surface of the straw.