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CH122807A - Verfahren zur Herstellung disperser Systeme. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung disperser Systeme.

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Publication number
CH122807A
CH122807A CH122807DA CH122807A CH 122807 A CH122807 A CH 122807A CH 122807D A CH122807D A CH 122807DA CH 122807 A CH122807 A CH 122807A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
atomization
dispersant
atomizer
disperse
phase
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
A-G J R Geigy
Original Assignee
Geigy Ag J R
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Geigy Ag J R filed Critical Geigy Ag J R
Publication of CH122807A publication Critical patent/CH122807A/de

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  • Colloid Chemistry (AREA)

Description


  Verfahren     zur    Herstellung     disperser    Systeme.    Es sind verschiedene Verfahren zum Ver  mischen von Flüssigkeiten, zur Durchführung  von Reaktionen und zur Herstellung     disperser     Systeme bekannt geworden, bei denen die  Verteilung der     Flüssigkeiten    ineinander in  der Weise erfolgt, dass ein oder mehrere  Stoffe zerstäubt und die erhaltenen Teilchen  in einer andern Flüssigkeit aufgenommen  werden. Die     Zerstäubung    kann dabei entweder  durch gespannte Gase und Dämpfe erfolgen,  oder aber in der Weise vorgenommen werden,  dass man die zu zerstäubenden Flüssigkeiten  unter Druck setzt und sie hierauf mittelst  der bekannten Streudüsen in kleinste Teile  zerlegt.

   Um die Aufnahme den zerstäubten       blasse    im     Dispersionsmittel    zu erleichtern,  ist vorgeschlagen worden, den     Zerstäubungs-          apparat    unter die Oberfläche des     Dispersions-          mittels    einzutauchen. Auf diese Weise gibt  man den aus dem     Zerstäubungsapparat    aus  tretenden Teilchen die Möglichkeit, sich in  der     grollen    Masse des     Dispersionsmittels     gleichmässig zu verteilen.  



  Bei dieser Art der Vermischung von  Flüssigkeiten lässt sich aber der Übelstand  nicht vermeiden, dass in unmittelbarer Nähe    des     Zerstäubungsapparates    das. Mengenver  hältnis der Flüssigkeiten nicht das gewünschte  ist, sondern zu viel von der     dispersen    Phase  und zu wenig vom     Dispersionsmittel    vor  handen ist. Dieser Nachteil macht sich be  sonders dann bemerkbar, wenn ein feiner       Dispersionsgrad    erwünscht ist, Bei der Aus  trittsöffnung befinden sich nämlich so viele  Teilchen der zerstäubten     dispersen    Phase,  dass eine Wiedervereinigung derselben zu  grösseren Gebilden unvermeidlich ist.  



  Die Herstellung von     dispersen    Systemen,  die einen hohen Prozentsatz an     disperser     Phase und wenig     Dispersionsmittel    enthalten,  lässt sich mitunter mit diesen bekannten Ver  fahren gar nicht durchführen. Wegen der  Anhäufung der     dispersen    Phase bei der Aus  trittsöffnung des     Zerstäubungsapparates    steht  zu wenig     Dispersionsmittel    zur Verfügung,  um die gebildeten Teilchen aufzunehmen, zu  umschliessen und ein     disperses    System zu  bilden, wie das zum Beispiel beim Verfahren  nach D. R. P. Nr. 370299 der Fall ist.  



  Nach der vorliegenden Erfindung lassen  sich diese Nachteile beseitigen, indem man  unmittelbar zur Öffnung eines Zerstäubers      einen als     Dispersionsmittel    dienenden     Stoff     ständig zufliessen lässt und dafür sorgt, dass  die entstandene Mischung sogleich aus dem  Bereich des Zerstäubers fortgeführt wird.  Diese Massnahmen bieten einen besonderen  Vorteil, wenn das     Dispersionsmittel    zugleich       Emulgierungsmittel    für den zu verteilenden       Stoff    ist.

   Indem nämlich stetig das     Emul-          gierungsmittel    in unvermischter Form an die  Düsenöffnung geleitet wird, ist die Wirkung  viel besser, als wenn in ihm bereits zahl  reiche Teilchen der     dispersen    Phase suspen  diert sind.  



  Gegenüber dem Verfahren des D. R. P.  Nr.<B>405237,</B> wo die     Zerstäubung    durch ge  spannte Dämpfe erfolgt, die sich im     Disper-          sionsmittel    kondensieren sollen, bietet das  vorliegende Verfahren gleichfalls grosse Vor  teile.

   Taucht man nämlich nach dem Ver  fahren der erwähnten Patentschrift eine Düse,  mit der die     Zerstäubung    einer Flüssigkeit  zum Beispiel durch Wasserdampf erfolgt, in  ein     wässriges-        Dispersionsmittel,    so wird bei  der     Zerstäubung    um die Austrittsöffnung der  Düse sich ein Dampfraum bilden, in dem die  Teilchen der zerstäubten Phase enthalten  sind, das     Dispersionsmittel    dagegen keinen  Zutritt hat und bei der erst in einer gewissen  Entfernung von der Düse, wenn der Dampf  sich zu kondensieren beginnt, die eigentliche  Vermischung erfolgen kann.  



  Wird dagegen gemäss der vorliegenden  Erfindung das     Dispersionsmittel    direkt an die       Öffnung    des Zerstäubers geleitet, aus der der  Dampf mit der zerstäubten Phase austritt,  so erfolgt die Kondensation des Dampfes  gleich nach dem Austritt aus dem Zerstäuber  und die gewünschte Vermischung der Flüssig  keiten tritt sofort nach der     Zerstäubung    ein,  noch bevor eine Wiedervereinigung der ein  zelnen Teilchen erfolgen kann.  



  Ausserdem gestattet die vorliegende Er  findung auch noch die Energie auszunützen,  mit der die verteilte Masse aus dem Zer  stäuber ausgestossen wird, was bei den bis  jetzt bekannt gewordenen 'Verfahren nicht  der Fall ist. Das kann etwa irr der Weise  geschehen, dass man das nach der Zerstäu-         bung    und Vermischung mit dem     Dispersions-          mittel    erhaltene     disperse    System gegen ent  sprechend angeordnete Oberflächen aufprallen  oder an ihnen     vorbeistreichen    lässt, so dass  ein weiterer Zerfall der Teilchen erfolgt.

   So  hat man die Möglichkeit, mit ein und dem  selben Verfahren     Zerstäubung    der     dispersen     Phase und mechanisches Zerkleinern einer  gebildeten Mischung durch Anprall und Rei  bung herbeizuführen.  



  Es hat sich in einigen Fällen als vor  teilhaft erwiesen, der     dispersen    Phase vor  der     Zerstäubung    ein wenig vom     Dispersions-          mittel    zuzumischen. Das gilt besonders dann,  wenn das     Dispersionsmittel    ein     Emulgierungs-          mittel    ist, das den Zerfall der     dispersen     Phase begünstigt.  



  Bereits während der     Zerstäubung    kann  in solchen Fällen das     Dispersionsmittel    seine  Wirkung ausüben und den     weitgehendsten     Zerfall begünstigen.  



  Diese Erkenntnis lässt sich mit Vorteil  dort ausnutzen, wo es sich um das Verteilen  von zähflüssigen Stoffen, wie z. B. Pech und  Bitumen handelt. Bei dieser beispielsweisen  Anwendung vermischt man erst das Pech  oder Biturnen mit einem Teil vom     Disper-          sionsmittel,    zerstäubt das Gemisch und fängt  die zerstäubte Masse     irn    Rest des     Disper-          sionsrnittels    auf, das man zur Öffnung des  Zerstäubers in beschriebener Weise hinzu  fliessen lässt.  



  Sehr einfach kann diese Arbeitsweise  gestaltet werden, wenn man, im mehrfachen  Vorgang arbeitend, zunächst die     Zerstäubung     der     dispersen    Phase allein, die in einem Teil  des     Dispersionsmittels    aufgenommen wird,  erfolgen lässt, darin die erhaltene Mischung  in einem zweiten Zerstäuber nochmals zur       Zerstäubung    bringt und in - den Rest des       Dispersionsmittels    einleitet.  



  Es ist einleuchtend, dass das vorliegende  Verfahren nicht nur zur Herstellung vor,       dispersen    Systemen benutzt werden kann,  sondern es wird überall dort mit Erfolg ange  wandt werden können, wo es sich uni das  Vermischen von Flüssigkeiten oder Schmelzen  handelt. So lässt sich zum Beispiel die Raffi-           nation    von Ölen, wo es nur darauf     ankommt,     vorübergehend eine möglichst innige Ver  teilung des Öles mit der zur     Raffination     dienenden Flüssigkeit herzustellen, mit dem  Verfahren gemäss der Erfindung mit Erfolg  durchführen.

   Bei Reaktionen unter flüssigen  Stoffen oder Schmelzen wird das beschriebene  Verfahren gleichfalls gute Dienste leisten ;  denn jede Reaktion verläuft am schnellsten,  wenn eine innige Vermischung der aufein  ander reagierenden     Stoffe    erzielt wird. So  lässt sich zum Beispiel die Herstellung von  Seifen nach vorliegender Erfindung in der  Weise durchführen, dass man die Fette und  Öle zerstäubt und die Lauge zufliessen lässt.  Während in der Regel die Bildung der Seife  längere Zeit in Anspruch nimmt, erfolgt hier  die     Verseifung    fast momentan. Besonders die  Herstellung der Kaltseifen lässt sich nach  vorliegendem Verfahren einfach und zweck  mässig durchführen.  



  Die Zeichnung veranschaulicht zwei bei  spielsweise Ausführungsformen einer Vor  richtung zur Durchführung des vorliegenden  Verfahrens.  



       Fig.    1 zeigt eine Vorrichtung, bei welcher     a     eine schematisch im Querschnitt gezeichnete       Zerstäuberdüse    bezeichnet. Die zu zerstäubende  Flüssigkeit oder Schmelze wird durch das  Rohr b mit einem Überdruck von einigen  Atmosphären in die Düse     a    getrieben, die  sie in kleinste Teile aufteilt. Die Düse     a    ist  von einer Hülle d umgeben, in die das       Dispersionsmittel    ständig durch das Rohr e  zufliesst.

   Das     Dispersionsmittel,    das der Mün  dung der Düse     a    zufliesst, nimmt die Teilchen  der     dispersen    Phase auf, und die entstandene  Mischung wird sogleich durch den der Düse     a     benachbarten Ansatzstutzen f aus dem Be  reich der Düse     a    abgeleitet.  



       Fig.    2 gibt eine Vorrichtung zur Ausübung  des Verfahrens wieder, bei der die     Zerstäu-          bung    durch gespannte Dämpfe oder Gase.  erfolgt. Diese werden durch das Rohr     y    und  dessen Mundstücke     g'    eingeleitet. Beim Aus  tritt aus dem letzteren zerstäuben sie die im  Raume h enthaltene     disperse    Phase, die  durch das Rohr i ständig zugeleitet wird.    Die zerstäubte Masse trifft beim Austritt  aus dem Raume h. das     Dispersionsmittel,    das  den Raum     lt    anfüllt und durch das Rohr in  ständig zugeleitet wird.

   Die entstandene  Mischung wird durch das konische Rohr n  sogleich aus dem Bereich des Zerstäubers  getrieben; an den     Wandungen    des Rohres n  erfolgt durch Reibung ein weiterer Zerfall  der Teilchen der     dispersen    Phase.  



  Um die Zertrümmerung noch weiter zu  treiben, kann in dieses konische Rohr ein  Körper eingefügt werden, auf dem die aus  geschleuderte Mischung aufprallt und an  dessen Wandungen gleichfalls durch Reibung  eine äusserst feine Verteilung erreicht werden  kann.  



  Die     Öffnungen,    die die     Zuflussgeschwindig-          keit    der     dispersen    Phase und des     Disper-          sionsmittels    regulieren, können zweckmässig  verstellbar eingerichtet werden. Bei Anwen  dung einer Dampfart, die sich im     Disper-          sionsmittel    kondensiert, bietet die soeben  beschriebene Vorrichtung den Vorteil, dass  das     Dispersionsmittel    gleichzeitig auch als  Kühlmantel dient.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung disperser Sy steme, dadurch gekennzeichnet, dass man die zu dispersierenden Stoffe mittelst eines Zer stäubers zerstäubt und an die Öffnung des selben einen als Dispersionsmittel dienenden Stoff ständig zufliessen lässt, während die entstandene Mischung sogleich aus dem Be reich des Zerstäubers abgeleitet wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Energie, mit der die zu verteilende Phase aus dem Zerstäuber ausgestossen wird, in der Weise ausnutzt, dass man das nach der Zer- stäubung und Vermischung mit dem Dis persionsmittel erhaltene disperse System mit entsprechend angeordneten Oberflächen zur weiteren Aufteilung durch Reibung in Berührung bringt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der zu disper- sierenden Phase vor der Zerstäubung einen Teil des Dispersionsmittels zumischt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass inan eine durch eine erste Zerstäubung erhaltene, aus disperser Phase und Dispersionsmittel bestehende Mischung ein,rerneuten Zerstäubung unter wirft und nochuials Dispersionsmittel auf nehmen 1ä sst.
CH122807D 1925-08-22 1926-08-11 Verfahren zur Herstellung disperser Systeme. CH122807A (de)

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DE122807X 1925-08-22

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CH122807A true CH122807A (de) 1927-10-01

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ID=5657521

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CH122807D CH122807A (de) 1925-08-22 1926-08-11 Verfahren zur Herstellung disperser Systeme.

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CH (1) CH122807A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3091404A (en) * 1961-02-07 1963-05-28 Archilithic Co Spray guns for forming reinforced plastic structures in situ

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3091404A (en) * 1961-02-07 1963-05-28 Archilithic Co Spray guns for forming reinforced plastic structures in situ

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