Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Zellulosederivaten. Das den Gegenstand der Erfindung bil dende Verfahren betrifft die Herstellung von Gegenständen aus Zellulosederivaten, insbesondere aus Zelluloid.
Solche Gegenstände wurden bisher da durch hergestellt, dass ein dem gewünschten Gegenstand entsprechender Grundkörper mit einer Umhüllung, zum Beispiel ,aus Zelluloid, umgeben wurde. Diese Umhüllung wurde unter Erwärmen des Zelluloids mittelst kom plizierter und teurer Formen durch Pressen oder Blasen .angefertigt, wobei stets darauf geachtet wurde, dass der Zelluloidüberzug möglichst glatt, ohne Blasen und Falten her gestellt wurde.
Gemäss dem vorliegenden Verfahren er halten .die darnach hergestellten Gegenstände grössere Festigkeit und Bruchsicherheit und gleichzeitig ein geschmackvolleres und künst- leris-ches Aussehen. Gemäss dem Verfahren wird das Zellulosederivat in Form von plan parallelen Elementen zunächst in einem er weichend wirkenden Bad behandelt und dann in noch weichem Zustand zu dem gewünsch ten Gegenstand geformt, wobei ma,n wäh rend des Formens in der erweichten Masse möglichst viele Faltungen und Llberlappun- gen hervorbringt.
Einige nach diesem Ver fahren hergestellte Gegenstände sind in der anliegenden: Zeichnung zur Erläuterung des Verfahrens beispielsweise veranschaulicht, und es stellt dar: Fig. 1 eine Ansicht einer nach dem Ver fahren hergestellten Vase, teilweise ge schnitten, Fig. 2 eine Seitenansicht eines nach dem Verfahren hergestellten Schirmgriffes, und Fig. Seine Aufsicht auf den Knopf die ses Schirmgriffes. Das Verfahren wird beispielsweise wie folgb ausgeführt:
Zelluloidtafeln oder -strei fen geringer Stärke, zum Beispiel von 0,15 bis 0,4 ein Dicke werden durch Eintauchen in ein Lösungsbad etwas erweicht. Als ein besonders zweckmässiges Bad hat sich ein solches von
EMI0001.0031
60 <SEP> % <SEP> Aceton,
<tb> <B>30</B> <SEP> % <SEP> Methylaceton,
<tb> 5 <SEP> % <SEP> Benzol,
<tb> 5 <SEP> % <SEP> Amyl.aeetat erwiesen.
Die Zelluloidtafeln oder die Zel- luloidstreifen dürfen- nur kurze Zeit in die- sein Bade verweilen und sind sodann geeig net, von Hand um einen Grundkörper, zurr .Beispiel eine Vase 1 (Fig. 1) umgelegt zu werden.
Dieses Umlegen geschieht dabei in der @@'eise, dass in dem Material jeder Tafel bezw. jedes .Streifens eine grössere Anzahl von Faltungen 2 entstehen und ferner mög- lichst zahlreiche Überlappungen Ü erzeug t werden. Die Zelluloidtafeln oder -streifen werden zu diesem Zwecke auf dem den Grundkörper bildenden Gegenstand mit der Hand ausgestrichen, bis ein Körper unge fähr mit einer Faltenbildung, ähnlich der in Fig. 1 dargestellten Vase, entstanden ist.
Diese Faltenbildung hat den ganz besonderen Zweck, die Festigkeit des Grundkörpers zu erhöhen, indem diese Faltungen und Über lappungen eine Verstärkung der Gesamtum hüllung bilden. Dadurch wird der Grund körper gegen Beschädigung, durch Stoss, Fall oder dergleichen ,gesichert, was beson ders bei einem Grundkörper aus einer leicht zerbrechlichen Masse, zum Beispiel Gips, Ton, Porzellan, Steingut, Glas und derglei chen von Wichtigkeit ist.
Man kann also verhältnismässig leicht zerbrechliche und dünnwandige Ilohlkörper durch diese Umhüllung bruchsicher und dauerhaft machen, wobei gleichzeitig der Grundkörper aus beliebigen Stoffen bestehen kann; sogar Ausschussmaterial kann dazu verwendet werden, weil die Umhüllung durch die Faltenbildung allfällige Fehler des (lrundliörpers überdeckt und dem Gegenstand ein künstlerisches Aussehen verleiht, wel ches durch die Anwendung beliebiger Far ben, welche sich leicht auf und in die Zellu- l.oidmasse einbringen lassen, noch erhöht wird.
Durch die Faltenbildung wird ferner die Aussenfläche des betreffenden Gegenstandes künstlich raus gemacht, wzs das Halten des Gegenstandes erleichtert. Diese Eigenschaft. ist besonders bei manchen Cxebrauclisgegen- ständen, wie zum Beispiel dem in Fig. 2 dargestellten Sehirmgriff vorteilhaft, beson ders aber auch wichtig zum Beispiel bei dem Steuerrad von Kraftwagen, Griffen an Sclinuizügen und dergleichen.
Bei dem in Fig. ? dargestellten Schirm griff kann der LGrundkörper aus einem be liebigen, besonders billigen Material beste hen. Während zum Beispiel sonst für Schirm griffe nur gutes, astfreies Holz verwendet werden kann, ist es hier möglich, ein Holz mit Rissen, Ästen und dergleichen zu ver- wenden, weil ihm eben durch die Umhüllung eine solche Festigkeit verliehen wird, dass die Beschaffenheit des Materials nur noch eine nebensächliche Rolle spielt.
Um diesen Grundkörpei wird ein ver hältnismässig schmaler Streifen d aus Zellu loid durch vielfaches Umlegen herumgewik- kelt, und zwar so, dass sowohl Überlappun- gen J, als auch Faltungen 6 entstehen. Wie Fig. 3 zeigt, können diese Überlappungen und Faltungen am Knopf des Griffes künst- lerisch derart verwendet werden, dass die Ränder 7 der Überlappungen nach dem Mo tiv einer Rosenknospe gelegt werden.
Die Umhtillung gestattet selbst bei schlechtem und brüchigem Grundkörper das Einsetzen .anderer Teile in den Grundkörper, wie zum Beispiel bei dem Gegenstand der Fig. 2 einer Schraube 8, welche zur Verbin dung des Schirmgriffes mit der Schirmstange dient. Es kann .auch eine verhältnismässig kräftige Schirmstange selbst unter nur ge ringer Schwächung des .Grundkörpers direkt in diesen eingesetzt werden, weil eben durch die Umhüllung dem Grundkörper eine beson dere Festigkeit verliehen wird.
Man kann ferner auch so verfahren, dass man in der Umhüllung noch besondere Ver werfungen und Bläschen erzeugt., welche den künstlerischen Eindruck der Fläche verbes sern und gleichzeitig weitere Erhöhungen der Umhüllungsflä.clie schaffen und dadurch den Schutz des Grundkörpers gegen Beschä digung durch Stoss erhöhen. Zu diesem Zweck kann man zum Beispiel eine Zellii- loidtafel oder einen Zelluloidstreifen unmit telbar nach dem Erweichen im Lösungsbad auf eine glatte Fläche, zum Be spiel eine Zinkplatte, auflegen und auf dieser kurze Zeit belassen.
Unter der Nachwirxung der noch dem Zelluloid anhaftenden Tröpfchen .des Lösungsbades entstehen im Zelluloid eigenartig bemusterte erhabene Verwerfun gen 9, welche von einer grossen Anzahl klei ner Bläschen<B>10</B> umgeben sind. Dadurch wird eine interessante Musterung der Fläche erzielt, die besonders charakteristisch in J@r- scheinung tritt, wenn der Zelluloidmasse Farben beigemischt sind.
Durch längeres oder kürzeres Festhalten der Zelluloi,dmasse aui der gesamten Platte, sowie durch die Wahl eines stärkeren oder schwächeren Lösungs bades hat man es in der Hand, diese Muster zu variieren.
Man kann das Verfahren aber auch so ausführen, dass man das Zellulosederivat in Platten- oder Streifenform nach ,dem Er weichen um einen lediglich als Formdienen den Körper legt, und dann die geformte Um hüllung von diesem abnimmt, oder dass man die gewünschten Gegenstände ohne Zuhilfe nahme eines Grundkörpers aus den erweich ten Platten oder Streifen unmittelbar von Hand formt, wobei wiederum die Überlap- pungen, Faltungen und Bläschen, sowie Ver werfungen, dem Gegenstand die nötige Fe stigkeit verleihen, selbst wenn ein verhält nismässig dünnes Material dazu verwendet wird.
Das beschriebene Verfahren eignet sich zur Herstellung einer grossen Zahl von Ge genständen unter Verwendung beliebiger Grundkörper, für welche ausser den bereits genannten Materialien auch noch Pappe und Fiber in Frage kommen. Auch transparente Gegenstände lassen sich herstellen; wird da bei ein Grundkörper verwendet, so besteht derselbe aus Glas. Bei solchen transparenten Gegenständen werden gerade durch die Fal tungen, Verwerfungen und Bläschen beson dere Lichteffekte erreicht.
Nach dem beschriebenen Verfahren las- seu sich ausser den bereits genannten Gegen ständen zum Beispiel auch noch jede Art von Hutschmuck, künstlichen Blumen und dergleichen herstellen, welche neben grosser Festigkeit gegen Beschädigungen den Vor teil bieten, dass sie gegen Nässe und Feuch tigkeit unempfindlich sind.
Bei vielen, direkt dem Verschmutzen aus gesetzten Gegenständen, wie zum Beispiel Türgriffen, Szhlossplatten für Türen, Tür schlössern und dergleichen, Knöpfen, Schnal len, Beschlägen, Sühreibtischgarnituren, ist dabei der grosse Vorteil vorhanden, dass sie nunmehr abgewaschen werden können.
Process for the production of articles from cellulose derivatives. The method forming the subject of the invention relates to the production of articles from cellulose derivatives, in particular from celluloid.
Such objects have hitherto been produced by surrounding a base body corresponding to the desired object with a cover, for example made of celluloid. This cover was made while heating the celluloid by means of complicated and expensive forms by pressing or blowing, whereby it was always ensured that the celluloid cover was made as smooth as possible, without bubbles and wrinkles.
According to the present process, the objects produced in this way are given greater strength and break resistance and at the same time a more tasteful and artistic appearance. According to the method, the cellulose derivative in the form of plane parallel elements is first treated in a softening bath and then shaped into the desired object while still soft, with as many folds and overlaps as possible in the softened mass during the shaping - genes.
Some objects produced according to this process are shown in the accompanying drawings to explain the process, for example, and it shows: Fig. 1 is a view of a vase produced according to the process, partially cut, Fig. 2 is a side view of a Process produced umbrella handle, and Fig. His plan view of the button of this umbrella handle. For example, the procedure is carried out as follows:
Celluloid sheets or strips of low thickness, for example from 0.15 to 0.4 a thickness, are somewhat softened by immersion in a solution bath. One of the bathrooms has proven to be particularly useful
EMI0001.0031
60 <SEP>% <SEP> acetone,
<tb> <B> 30 </B> <SEP>% <SEP> methyl acetone,
<tb> 5 <SEP>% <SEP> benzene,
<tb> 5 <SEP>% <SEP> Amyl.aeetat proven.
The celluloid tablets or the celluloid strips may only linger in the bath for a short time and are then suitable to be folded over by hand around a base, for example a vase 1 (Fig. 1).
This folding takes place in the @@ 'iron that in the material of each board respectively. Each .Strip a larger number of folds 2 are created and, furthermore, as many overlaps U as possible are produced. For this purpose, the celluloid panels or strips are spread out by hand on the object forming the base body until a body with a wrinkle formation, similar to the vase shown in FIG. 1, has arisen.
This fold formation has the very special purpose of increasing the strength of the base body by forming these folds and overlaps a reinforcement of the overall envelope. As a result, the base body is secured against damage by impact, fall or the like, which is particularly important in the case of a base body made of an easily fragile mass, for example plaster of paris, clay, porcelain, earthenware, glass and the like.
It is therefore possible to make relatively easily breakable and thin-walled hollow bodies break-proof and durable by means of this covering, and at the same time the base body can consist of any material; Even scrap material can be used for this, because the wrinkle covers any defects in the circular body and gives the object an artistic appearance, which can be achieved through the use of any color that can be easily incorporated into and onto the cellulose material , is still increased.
The formation of folds also artificially removes the outer surface of the object in question, which makes it easier to hold the object. This attribute. This is particularly advantageous for some brewery objects, such as the umbrella handle shown in FIG. 2, but is also particularly important, for example, for the steering wheel of motor vehicles, handles on miniature trains and the like.
The one in Fig. The umbrella handle shown can best hen the Lbasic body made of any particularly cheap material. While otherwise only good, knot-free wood can be used for umbrella handles, here it is possible to use wood with cracks, knots and the like, because the covering gives it such strength that the texture of the Materials only plays a minor role.
A relatively narrow strip d of cellulose is wrapped around this base body by turning it over and over, in such a way that both overlaps J and folds 6 arise. As FIG. 3 shows, these overlaps and folds on the button of the handle can be used artistically in such a way that the edges 7 of the overlaps are placed in the manner of a rose bud.
The cover allows the insertion of other parts into the base body, even if the base body is bad or brittle, such as, for example, in the object of FIG. 2, a screw 8 which is used to connect the umbrella handle to the umbrella pole. A relatively strong umbrella pole can also be used directly in the base body, even with only slight weakening of the base body, because the envelope gives the base body a special strength.
One can also proceed in such a way that special warps and bubbles are created in the cover, which improve the artistic impression of the surface and at the same time create further increases in the cover area and thereby increase the protection of the base body against damage from impact . For this purpose, for example, a celluloid board or a celluloid strip can be placed on a smooth surface, for example a zinc plate, immediately after it has softened in the solution bath and left there for a short time.
Under the effect of the droplets of the solution bath still adhering to the celluloid, peculiarly patterned raised faults 9 are formed in the celluloid, which are surrounded by a large number of small bubbles <B> 10 </B>. This creates an interesting pattern on the surface, which appears particularly characteristic when colors are mixed with the celluloid mass.
By holding on to the cellulose for a longer or shorter period of time, that is, on the entire plate, as well as by choosing a stronger or weaker solution, it is possible to vary these patterns.
The method can also be carried out in such a way that the cellulose derivative is in plate or strip form after which he softly puts the body around a merely serving as a form, and then removes the shaped envelope from this, or that the desired objects are removed without assistance Taking a base body from the softened sheets or strips directly by hand, the overlaps, folds and bubbles, as well as warps, giving the object the necessary strength, even if a relatively thin material is used.
The method described is suitable for the production of a large number of objects using any basic body for which, in addition to the materials already mentioned, cardboard and fiber can also be used. Transparent objects can also be produced; if a base body is used, it consists of glass. With such transparent objects, special lighting effects are achieved through the folds, warps and bubbles.
According to the method described, in addition to the items already mentioned, any type of hat decoration, artificial flowers and the like can also be produced, which, in addition to great resistance to damage, offer the advantage that they are insensitive to moisture and dampness.
With many, direct soiling from set objects, such as door handles, lock plates for doors, door locks and the like, buttons, buckles, fittings, sausage table sets, the great advantage is that they can now be washed off.