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CH107716A - Geerdete Hochspannungs-Leitungsanlage. - Google Patents

Geerdete Hochspannungs-Leitungsanlage.

Info

Publication number
CH107716A
CH107716A CH107716DA CH107716A CH 107716 A CH107716 A CH 107716A CH 107716D A CH107716D A CH 107716DA CH 107716 A CH107716 A CH 107716A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
line system
voltage
line
earth
voltage line
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Haftung Siemens- Beschraenkter
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Schuckertwerke Gmbh filed Critical Siemens Schuckertwerke Gmbh
Publication of CH107716A publication Critical patent/CH107716A/de

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  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

Description


  Geerdete     Hochspannungs-Leitungsanlage.            Drahstromleitungen    mit sehr hoher Span  nung werden häufig mit geerdetem Null  punkt     ausgeführt,    damit bei etwaigen Erd  schlüssen einer Phase keine wesentliche Span  nungserhöhung an den andern Phasen ein  treten kann. Diese Erdung gestattet aber  den Strömen dreifacher Frequenz und ihren  Oberschwingungen, die in Generatoren durch  nicht     sinusförmige    Feldkurve, vor allem  aber in Transformatoren durch den Einfluss  der Eisensättigung entwickelt werden; den       LTb.-rtritt    in die Erde.

   Die dreifach     perio-          digen    Spannungen besitzen     bekanntlich    in  den Wicklungen jedes     Drehstromsystems     gleiche Phasen, so dass sie alle in Parallel  schaltung zwischen der Erde und der Fern  leitung verlaufen und die letztere auf     ein.-          so    hohe dreifach     periodige    Spannung laden  können, dass starke Einwirkungen auf be  nachbarte     .Schwachstromleitungen    erfolgen,  die deren     B?trieb    unmöglich machen.  



  Gemäss vorliegender Erfindung werden  in die Erdleitung geerdeter     Ilochspannungs-          Leitungsanlagen    unmittelbar oder mittelbar    Einrichtungen eingeschaltet, .die den höheren  Harmonischen entgegenwirken, und zwar  könnten es Einrichtungen sein, die den  höheren Stromharmonischen den Weg durch  die Erde infolge Dämpfung versperren, oder  Einrichtungen, die den höheren Spannungs  harmonischen durch     Gegen-EMKe    gleicher  Frequenz und Grösse entgegenwirken. Es  können aber auch beide Einrichtungen in .die  selbe Leitungsanlage eingebaut werden.  



  Die Zeichnung veranschaulicht einige  Schaltbilder solcher Einrichtungen. In der       Fig.    1 sind 1 die Hochspannungsleitungen  und 2 die in Stern geschalteten und an ihrem  Nullpunkt geerdeten Hochspannungswicklun  gen eines     Betriebstransformators.    In. die     Erd-          leitung    ist eine Kette aus schwingungs  fähigen Elementen, bestehend aus den Selbst  induktionen 3 und den     Kapazitäten    4, ge  schaltet. Eine Kettenleitung aus solchen  Schwingungselementen, genannt Spulen  leitung, lässt, wie den Ausführungen im Ar  chiv für Elektrotechnik, 1919, Seite 91, zu  entnehmen ist, keinen Strom     hindurchtreten,         dessen Frequenz über der Eigenfrequenz  jedes Elementes liegt.

   Wenn die Schwin  gungselemente genügend frei von 'Widerstand  sind, so genügt die Anwendung von drei  oder vier einzelnen Schwingungskreisen, um  die höheren Harmonischen fast vollständig  abzudämpfen. Dagegen können Ströme, de  ren     Frequenz    unterhalb der Eigenfrequenz  der Elemente liegen, fast     ungeschwächt-    durch  die Kettenleitung     hindurchtreten.    Legt man  nun die Eigenfrequenz der Elemente zwischen  die Grundschwingung und die dreifache  Oberschwingung des     S-.#,stems,    legt man sie  beispielsweise bei     50periodigen    Netzen in die  ungefähre Grösse von 100     Per/Sek.,

      so ist  durch die Anordnung eine vollkommene Er  dung des     Transformator-Nullpunktes    in     be-          zug    auf die     50periodigen    Spannungen erzielt  und eine fast vollkommene Isolierung des       Transformators    gegenüber den     150periodigen     Spannungen und den höheren     Oberwellen.     



       .T-?m    den Betriebsstrom normaler Frequenz  möglichst wenig     abzudämpfen,    ist es zweck  mässig, die Selbstinduktion recht klein zu  machen. Die Kondensatoren müssen dann zur  Erzielung der begebenen Eigenfrequenz sehr  grosse Kapazität erhalten.     Zweckmässigerweise     erzielt man dieselbe durch Anwendung     elek-          trodynamischer    Kondensatoren, als '      -elche,     wie in     Fig.    2 gezeichnet, beispielsweise  fremderregte Gleichstrommaschinen     (Vibra-          tor    nach     Napp)    dienen     können.     



  Die K     ondensatorwirkung    dieser Gleich  strommaschinen ergibt sich aus     folgender          >ü        berlegung     Die an den Klemmen der Drosselspule 7  herrschende     Wechselspannung    treibt einen       ZVechs-@Istrom    durch den Anker der Gleich  strommaschine     B.    Infolge des Gleichstrom  erregerfeldes 9 wird der Anker daher im  Takte des Wechselstromes hin und her pen  deln. Dadurch wird von dem Erregerfeld in  dem Anker eine Wechselspannung entspre  chender Frequenz erzeugt, die der durch die  Drosselspule aufgedrückten Wechselspannung  das Gleichgewicht hält.

   Die beim Pendeln  auftretende     Richtkraft    und damit das auf  den     Anker    ausgeübte Drehmoment ist am    grössten, wenn der Anker den grössten Pendel  ausschlag besitzt. Dementsprechend     muss    in  diesem Moment auch der     Wechselstrom    sein  Maximum erreichen. Da anderseits die im  Anker erzeugte Gegenspannung ihr     llZazimum     erreicht, wenn der Anker mit seiner grössten  Geschwindigkeit durch die Nullage hindurch  geht, so sind Strom und Spannung um 90    in der Phase gegeneinander verschoben. Der  Strom eilt dabei, wie bei einem Kondensator,  der     aufgedrückten        Wechselspannung        am    90    in der Phase vor.

   Denn wenn die     Spannung     am grössten ist, ist. ähnlich wie bei einem  Kondensator die im schwingenden     S,-#-stem          aufgespeicherte    Energie am ,grössten, während  bei einer Drosselspule bekanntlich die auf  gespeicherte Energie dann Null ist.  



  In der     Fig.    2 sind 5 die Hochspannungs  leitungen, 6 die     Transformatorwicklun,gen,     7 die Selbstinduktionen, 8 die Gleichstrom  anker und 9 die zugehörigen, fremderregten  Magnetspulen, die an den mit     -E--    und   bezeichneten     Sammelschienen    angeschlossen  sind. Man kann den     CTleichstrommaschinen     durch passend bemessene     Schwungmassen     leicht erhebliche wirksame Kapazität ver  leihen.

   Die Grösse der Maschinen braucht da  bei nicht sehr erheblich zu sein, da. sie nur  relativ kleine     Spannungen    und Ströme zu  führen     haben,    denn der     Hauptbetriebsstrom     bei Störungen im Netz fliesst nicht so sehr  durch sie, als vielmehr durch die Serie der  Selbstinduktionen 7 hindurch.  



  Während die     Fil-.    1 und 2 Einrichtungen  veranschaulichen, die die höheren Strom  harmonischen abdämpfen und diesen den Weg  durch die Erde versperren, veranschaulichen  die     Fig.    3 und 4 Einrichtungen, bei denen       Cremen-EMKe    gleicher Frequenz, Phase und  Grösse den     höhern        Spannungsharmonischen    ent  gegenwirken.

   In der     Fig.    3 sind 10 die     Hoch-          spannungsleitungen,1.1    in Stern     geschaltete    und  mit ihrem     Nullpunkt    an Erde gelegte Hoch  spannungswicklungen und 12 in     Dreieck    ge  schaltete, sekundäre Phasenwicklungen eines  Betriebstransformators. An letzteren ist ein       Synchronmotor        13    geschaltet, der den Ein  phasen-Oberfeldgenerator 14 antreibt. Dieser           drüuli:t    in die Erdleitung der Wicklungen 11  unmittelbar die     Gegen-EMKe    dreifacher Fre  quenz.

   Die Einschaltung des     Oberfeldgene-          rators    14 in die Erdleitung der Phasenwick  lungen 11 kann auch mittelbar durch     einen          Einphasentransformator    erfolgen.  



  Die Grösse der dreifach     periodigen    Span  nung kann durch Regeln der Erregung des  Generators 14,     vermittelst    des Widerstands  reglers 15, ihre Phase durch Regeln der  Phase     zwischen    den     Ständerspannungen    des  Generators 14 und des Motors 13, beispiels  weise durch     Statorverdrehung,        .eingestellt          werden.    Die Leistung des     Frequenzumformers     13-14 braucht nur der Leistung der im Netz  vorhandenen dreifach     periodigen    Oberschwin  gungen angemessen sein. Die Apparatur fällt  also im allgemeinen verhältnismässig klein  aus.  



  Anstatt des rotierenden     Synchron-Fre-          quenzumformers    13-14 kann man auch  einen statischen     Frequenzumformer    anwen  den, was in     Fig.    4 dargestellt ist. Die ge  öffnete     Dreieckwioklung    18 des     ungeerdeten     Transformators 17-18, der als statischer       Frequenzumformer    wirkt,

   wird in die     Erd-          leitung    des Betriebstransformators 20     ge-          srhaltet.    Die Stärke des dreifach     periodigen     Stromes kann durch     Windungsänderung    am  Transformator 17-18 primär oder sekundär  geregelt werden. Eine dreifach     periodige     Rückwirkung dieses Transformators auf das  Netz tritt nicht auf, da. derselbe isolierten  Sternpunkt hat und die Kapazität der Hoch  spannungsleitung gegen Erde stets klein ge  halten werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Geerdete Hochspannungs-Leitungsanlage, dadurch gekennzeichnet, dass in die Erd- leitung der Leitungsanlage Einrichtungen eingeschaltet sind, die den höheren Harmo nischen entgegenwirken. UNTERANSPRÜCHE: 1. Geerdete Hochspannungs-Leitungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass die in die Erdleitung der Leitungsanlage eingeschalteten Einrich tungen den höheren Stromlharmonischen infolge Dämpfung den Weg durch die Erde versperren. 2.
    Geerdete Hochspannungs-Leitungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die in die Erdleitung der Leitungsanlage eingeschalteten Einrich tungen den höheren Spannungsharmoni schen durch Gegen-EMKe gleicher Fre quenz und Grösse entgegenwirken. 3. Geerdete Hochspannungs-Leitungsanlage nach Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass in die Erdleitung der Lei tungsanlage Kettenleiter in Form von hintereinander geschalteten Drosselspulen und parallel geschalteten Kondensatoren (Spulenleitung) eingeschaltet sind. 4.
    Geerdete Hochspannungs-Leitungsanlage nach Unteranspruch 3," dadurch gekenn zeichnet, dass die Kapazitäten der Ketten leiter aus fremderregten Gleichstrom maschinen gebildet sind. 5. Geerdete _ Hochspannungs-Leitungsanlage nach Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Gleichstrommaschinen mit Schwungmassen versehen sind. G. Geerdete Hochspannungs-Leitungsanlage nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass in die Erdleitung der Leitungsanlage ein von dieser synchron angetriebener Oberfeldgenerator einge schaltet ist. 7.
    Geerdete Hochspannungs-Leitungsanlage ac Jnteransprueli 2, dadurch gekenn- n 'h T zz zeichnet, dass in die Erdleitung der Leitungsanlage ein. von dieser gespeister statischer Frequenzumformer eingeschaltet ist.
CH107716D 1921-09-10 1922-08-22 Geerdete Hochspannungs-Leitungsanlage. CH107716A (de)

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CH107716D CH107716A (de) 1921-09-10 1922-08-22 Geerdete Hochspannungs-Leitungsanlage.

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